Outdoor kochen mit Kindern: Kartoffel-Spinat-Suppe

Outdoor kochen mit Kindern, da gehören Rezepte für deftige oder raffinierte Suppen unbedingt dazu. Kocht doch mit den Kindern am Lagerfeuer, auf dem Gas- oder Spirituskocher eine Kartoffel-Spinat-Suppe. Nach einer Nachtwanderung weckt ein Teller von dieser Suppe sofort wieder die Lebensgeister. Nur wirklich schlichten Gemütern fällt außer Stockbrot, Pfannkuchen und Schokobananen nichts weiteres ein, was sie draußen mit den Kindern kochen können.

“A guate Suppm braucht koan Brühwürfl!” erklärte ein Hüttenwirt einen Gast. Dieser hatte nachgefragt, ob ein Brühwürfel in der Suppe ist. Nach dieser Ansage vom Wirt gab es keinen Grund mehr nachzufragen. Es ist tatsächlich so, dass sich der ganze Geschmacksverstärkende Klimbim dem Gaumen ersparen lässt. Bei unserem heutigen Outdoor Rezept sucht Ihr Brühwürfel oder andere Küchenchemikalen vergeblich. Wir setzen auf leckere Zutaten.

Outdoor kochen mit Kindern: Kartoffeln und Spinat sind ein super Duo

Manche Dinge passen einfach perfekt zusammen. Kartoffeln und Spinat gehören auf jeden Fall dazu. Bei unserem heutigen Rezept bekommen die Kinder zu schmecken, wie genial diese Kombination schmeckt. Zuerst entfernt Ihr die Schalen von den Kartoffeln und schneidet sie in kleine Würfel. Dasselbe macht Ihr mit den Zwiebeln. Es gibt Rezepte, bei denen kommt Knoblauch hinzu, wir verzichten bewusst darauf. Viele Kinder finden Knoblauch weniger toll. Erhitzt Öl im Topf und bratet kurz den Zwiebel und die Kartoffeln an. Gießt Wasser dazu und lasst das Ganze vor sich hinköcheln, bis die Kartoffeln weich sind und zerfallen. Püriert das Ganze. Wenn Ihr frischen Spinat habt, dann entfernt Ihr die Stiele und schneidet die Blätter grob in Stücke. Schneidet die Karotten in kleine Würfel und gebt sie ebenfalls in die Suppe. Lasst sie köcheln, bis die Möhren weich sind. Zum Schluss rührt Ihr die Sahne ein und schneidet die getrockneten Tomaten in grobe Stücke. Ab damit in die Suppe. Je nach Gusto entscheidet Ihr, wie viel Spinat in den Topf kommt. Wer die Suppe lieber grüner hat, der nimmt mehr Spinat, wer lieber den Geschmack der Kartoffeln will, der verwendet weniger Spinat. Immer wieder umrühren. Jetzt kommt noch ordentlich Geschmack in die Suppe. Reibt einen Parmesan hinein und verrührt den Käse. Die Suppe schmeckt Ihr zum Schluss mit Salz und Pfeffer ab. Dazu passt perfekt frisches Brot vom Lagerfeuer (das Rezept findet Ihr anschließend).

Outdoor kochen mit Kindern: Eine leckere Kartoffel-Spinat-Suppe. foto (c) kinderoutdoor.de

Zutaten für die Kartoffel-Spinat-Suppe

  • 300 Gramm Kartoffeln
  • 200 bis 300 Gramm Spinat (frisch oder aus der Tiefkühle)
  • 50 bis 100 Gramm Möhren
  • 50 Gramm Parmesan
  • eine Zwiebel
  • 200 ml Sahne
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer

Brot vom Lagerfeuer

Outdoor Rezepte für Kinder lernen den Kleinen vor allem eines: Den Umgang mit Lebensmitteln. Beim Kochen am Lagerfeuer, dem Gas– oder Spirituskocher nehmen die Kinder Zutat für Zutat in die Hände und bereiten sich daraus ein Essen. Das ist mühsamer als sich ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu stellen oder kochendes Wasser über die Instantsuppe zu gießen, aber die Kinder lernen dabei eine Menge. Wir beschäftigen uns heute mit einem uralten Essen der Menschheit: Brot. Davon gibt es einige Varianten für das Lagerfeuer.

Outdoor Rezepte für Kinder die draußen kochen: Ein simples Fladenbrot. foto (c) kinderoutdoor.de

Für die einen ist es der Killer ihrer Gesundheit. Andere hingegen können sich ein Leben ohne kaum vorstellen: Brot. Seit mindestens über 14.000 Jahren begleitet das Brot die Menschen. Interessanterweise haben unsere Vorfahren bereits Brot gebacken, bevor sie systematisch mit dem Ackerbau begannen. Anstatt in ausgeklügelten Backöfen, legten unsere Vorfahren den Teig als Fladen in die Asche oder aus heiße Steine. Unser heutiges Rezept hat also eine lange Tradition. Über tausende von Jahren konnten die Menschen nur Fladenbrot herstellen weil ihnen zwei wichtige Dinge fehlten: Öfen und Hefe. Im antiken Ägypten nahm das Handwerk der Bäcker Fahrt auf. Dort schafften es die Experten die Hefe zu kultivieren und entwickelten leistungsfähige Öfen. Zu diesem Zeitpunkt ging das Backen in Mitteleuropa noch deutlich primitiver vonstatten. Welche Wirkung dieses simple Backwerk auf die Menschen hatte, ist noch heute in den Museen zu sehen. Wegen der groben Mahlsteine und dem Fladen auf den heißen Steinen, gerieten immer wieder Steinchen in die Brote. Diese schädigten die Zähne unserer Vorfahren und Zahnärzte fehlten damals. Unser Fladenbrot lässt sich am Lagerfeuer oder am Gasgrill zubereiten. Kommen wir zum wohl einfachsten Rezept für ein Brot:

  • 20 Gramm Hefe oder Backpulver
  • 500 Gramm Weizenmehl  405
  • etwa 300 ml Wasser

Vermischt das Zutaten zu einem Teig. Gebt sie in einen Topf, deckt ihn mit einem Geschirrtuch ab und stellt ihn an einem warmen Ort ab. Hier hat der Teig die Möglichkeit zu “gehen”. In der Zwischenzeit entfacht Ihr ein Feuer. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Fladenbrot zu backen:

  • Ihr wickelt den Teig in eine Alufolie ein und deckt diese mit Glut zu.
  • Ihr erhitzt zwei möglichst platte Steine. Holt sie aus der Glut. Streut ein wenig Mehl darauf legt den Teig auf einen heißen Stein und bedeckt ihn mit dem anderen. Etwa eine halbe bis zu einer Stunde backt nun der Fladen.

Dieses simple Brot vom Lagerfeuer schmeckt entsprechend einfach.

Unser Fladenbrot lässt sich wunderbar füllen. foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor Rezepte für Kinder die draußen kochen: Gewürzfladenbrot

Verfeinern wir doch unser doch sehr einfaches Rezept.

  • 20 Gramm Hefe oder Backpulver
  • 500 Gramm Weizenmehl  405
  • etwa 300 ml Wasser
  • ein Teelöffel Salz
  • ein wenig Pfeffer
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • frische Wildkräuter

Gebt die Zutaten alle in einem Topf und vermischt sie zu einem Teig. Knetet so lange, bis dieser geschmeidig ist. Die Fladen könnt Ihr in der Alufolie, zwischen zwei heißen Steinen oder in der Dose backen.

Outdoor Rezepte für Kinder: Dosenbrot

Backt doch mit den Kindern am offenen Lagerfeuer ein leckeres Brot. Das macht deutlich mehr Spaß und schmeckt auch besser, als die leckeren Mahlzeiten aus dem Vollautomaten. Vermischt die Trockenhefe mit handwarmen Wasser. Rührt Milch mit ein. Es folgt das Weizenmehl 550, Butter sowie das Salz. Wenn wir Brot am Lagerfeuer gebacken haben, erzielten wir die besten Ergebnisse mit dem 550er Weizenmehl und nicht dem Standardmehl 405. (hier ließe sich doch wunderbar ein Link zu einem Internet Backhandel legen um 10% Provision einzustreichen ?)

Zutaten:

  • 25 Gramm Butter
  • 10 Gramm Hefe
  • 100 ml Milch
  • 80 ml Wasser
  • 200 Gramm Weizenmehl 550
  • Salz
  • Butter
  • leere Dose oder Blumentopf aus Ton

Stellt einen Teig her und deckt die Schüssel ab. Parkt das Ganze an einem warmen Ort und schon nimmt der Teig an Volumen zu. Fettet die leere Dose oder den Blumentopf mit Butter ein. Füllt die Form etwa zu Dreiviertel auf. Ab damit ins Feuer. Eine exkate Zeitangabe ist hier schwierig, denn es hängt von der Glut ab, wie schnell das Brot gebacken ist. Geht von einer viertel bis halben Stunde aus. Bitte wartet bis die Form abgekühlt ist und klopft dann das Brot heraus.

Fertig ist unser Brot aus dem Lagerfeuer. foto (c) kinderoutdoor.de

Schokobrötchen vom Lagerfeuer

Outdoor-Rezepte für Kinder lassen Euch ganz neue Wege am Lagerfeuer gehen. Dieses mal backen wir Schokobrötchen (auch Rosinenbrötchen in einer anderen Version) in zwei Untersetzern von Blumentöpfen. Zuhause bereitet Ihr den Teig vor und am Lagerfeuer backt Ihr in diesem höchst seltsamen Ofen die süßen Brötchen. Das Rezept ist kinderleicht! Nach einer Nachtwanderung ist dieses Rezept für die Outdoorkids eine geniale Überraschung!

Rudi Carrell, Hans-Joachim Kuhlenkampf und der Römertopf. Sie gehören zu den 70ern und 80er Jahre. Seit 1967 gibt es die ersten Römertöpfe im Handel. Den Status den der Thermomix heute hat, fiel damals diesem Tontopf zu. Es gab unzählige Rezepte und das Gefäß hatte tatsächlich einige Vorteile: Das darin gegarte Fleisch ist sehr zart gewesen, das Gemüse verliert nicht seinen Geschmack und die Nährstoffe, auf Fett können die Köche beim Römertopf verzichten. In wenigen Küchen kommt dieser Tontopf nur noch zum Einsatz. Ich sah so einen Behälter in einem Container liegen. Angehörige lösten den Haushalt von einer verstorbenen älteren Dame auf. Der Deckel fehlte bei dem Tontopf der eine wunderbare Patina hatte. Ich füllte ihn mit Blumenerde auf und seitdem wachsen Tomaten darin. Einen Römertopf im Rucksack bei Trekkingtouren mitnehmen ist wegen seines Volumens und Gewichts nur etwas für die ganz Harten. Aus diesem Grund verwenden wir zwei Untersetzer vom Blumentopf. Wer möchte kann die beiden Untersetzer, bevor sie ins Feuer kommen, zehn bis 15 Minuten wässern um zu verhindern, dass der Ton zerspringt. Dieses Risiko besteht immer.

Outdoor-Rezepte für Kinder: So gelingt der Teig

Ein ähnliches Rezept wie unseres findet sich im Pixi-Buch “Ich habe einen Freund der Bäcker” auf der letzten Seite. Den Hefeteig draußen in der Natur zubereiten ist eine Herausforderung. Deshalb ist es besser, Ihr setzt ihn bereits zuhause an und nehmt ihn in einer geschlossenen Schüssel mit zum Lagerfeuer. Zuerst gebt Ihr die Zutaten (Hefe, Wasser, Zucker, Mehl, Salz, Butter und Schokotropfen) in eine Schüssel und rührt sie mit dem Knethacken der Küchenmaschine kräftig durch. Schaltet nach drei bis fünf Minuten die Geschwindigkeit vom Rührgerät runter.

So sollte der fertige Teig von unserem Outdoor-Rezept für Kinder aussehen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ob Ihr Trockenhefe oder frische Hefe verwendet ist unerheblich. Der Teig ist dann bereit zu ruhen, wenn er sich von den Wänden der Schüssel löst. Beginnt deshalb erst auf einer hohen Stufe mit dem Durchkneten. Die Hefe will im Teig “arbeiten” und sich ausdehnen. Dazu braucht sie aber einen warmen Platz. Deckt mit einem Geschirrtuch die Schüssel zu und stellt sie an einen deutlich wärmeren Ort. Etwa 20 Minuten sollte dort die abgedeckte Schüssel stehen. Wichtig ist: Lasst bitte das Geschirrtuch drauf, auch wenn für die Kinder der Reiz kaum auszuhalten ist, immer wieder einmal nachzusehen, ob der Teig wirklich größer ist.

Deckt den fertigen Hefeteig zu und lasst ihn aufgehen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn der Teig soweit ist, dann könnt Ihr mit den Kindern zum Lagerfeuer gehen. Das Rezept funktioniert natürlich auch im Backofen oder einer Feuerschale. Denkt bitte daran, es besteht immer das Risiko, dass die beiden Untersetzer der Blumentöpfe zerspringen oder reissen. Wartet am besten ab, bis das Feuer zusammengefallen ist und stellt den Minibackofen dann in die Glut. Mit der Butter schmiert Ihr die Innenseite vom unteren Untersetzer ein. Damit verhindert Ihr, dass das Schokobrötchen am Boden festklebt. Der andere Untesetzer fungiert als Deckel und hat dank seines Loches einen großen Vorteil, dazu später. Aber zuerst müsst Ihr die Schokobrötchen formen. Dabei kann eszu verzweifelten Szenen kommen, wenn sich der Teig nicht von den Händen löst.

Mehlt die Hände ein und formt dann die Schokobrötchen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bei Youtube landet Ihr damit sicher einen viralen Hit. Um zu vermeiden, dass die halbe Welt über einen lacht, hilft Euch ein einfacher Trick weiter: Bestäubt die Hände mit Mehl. Nehmt ein wenig Teig und rollt daraus eine Kugel. Bitte formt diese nicht zu groß, denn der Hefeteig geht in unserem superpreiswerten Backofen ordentlich auf.

Reibt den unteren Teil unserer Untersetzer mit Butter ein. foto (c) kinderoutdoor.de

Rein mit den Schokobrötchen. foto (c) kinderoutdoor.de

Deckel drauf und ab damit in die Glut. foto (c) kinderoutdoor.de

Im Feuer lassen wir unsere Schokobrötchen vor sich hin köcheln. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig sind unsere leckeren Schokobrötchen aus dem Lagerfeuer. foto (c) kinderoutdoor.de

Legt die Schokobrötchen in den Untersetzer und gebt den Deckel darauf. Ab damit in die Glut. Beim Backofen habt Ihr eine Scheibe um zu sehen, was im Ofen passiert. Bei unserem Ofen ist es noch einfacher. Der “Deckel” hat, wie es sich für einen Untersetzer gehört, ein Loch in der Mitte. Dort passt ein Stock hinein und damit könnt Ihr ihn abheben. Frisch am Lagerfeuer mit Tee oder Kinderpunsch schmecken die Schokobrötchen am besten!

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • Prise Salz
  • Ein Päckchen frischer Hefe oder Trockenhefe
  • ein Beutel Schokotropfen
  • Butter
  • 250 ml Wasser
  • 10 Gramm Zucker

Backen am Lagerfeuer: Apfelballen

Kinder backen am Lagerfeuer und hier gilt das Motto: Je einfacher umso besser! Die Apfelballen sind ein perfektes Outdoor Rezept für Kinder, weil sie leicht zuzubereiten sind, sich variieren lassen und unglaublich lecker schmecken.

Kinder backen am Lagerfeuer leckere Apfelballen. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Staunen die Blüte ist – ist der Apfel die Erkenntnis. Soll der Schweizer Autor Denis Herger einmal gesagt haben. Wenn Ihr eine Erkenntnis für das Kochen im Freien mit Kindern haben wollt: Die einfachsten Rezepte sind die besten. Wenn Ihr mit den Kindern eine Nachtwanderung unternehmt, einen Kindergeburtstag draußen feiert oder mit einer Jugendgruppe unterwegs seid, probiert doch mal die Apfelballen frisch vom Lagerfeuer aus. Der Grundteig lässt sich zuhause problemlos herstellen. Am Feuer können die Kinder variieren, was sie denn gerne in diesem Backwerk drinnen hätten. Folgendes benötigt Ihr für unser heutiges Rezept:

  • Drei säftige Äpfel
  • Blechtasse (bitte auf keinen Fall eine aus Plastik, die schmilzt Euch)
  • 100 ml Rapsöl
  • 200 Gramm mageren Quark
  • Vanillepulver nach eigenem Gusto
  • 100 Gramm Zucker
  • 10 Gramm Backpulver
  • 300 Gramm Weizenmehl

Zuerst schält Ihr die Äpfel, entfernt mit dem Taschenmesser das Kerngehäuse. Wichtig: Schnippelt die Äpfel in grobe Stücke. Vermengt die anderen Zutaten zu einem Teig. Nun können die Kinder entscheiden. Wie viele Apfelstücke wollen drinnen haben? Auch passen kleine Nüssstücke perfekt dazu oder ein Gemisch aus Zimt und Zucker. Schokotröpfchen haben auch schon Kinder untergemischt oder das Ganze mit Kranbeeren aufgepeppt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Egal für welche Mischung Ihr Euch entscheidet, gebt den Teig mit den Äpfeln in Blechtassen und stellt sie an das Lagerfeuer. Bitte nicht in die Glut stellen, sonst habt Ihr nach kurzer Zeit Kohle produziert. Dreht die Tasse immer wieder, damit der Teig gleichmäßig durchbackt. Macht mit dem Taschenmesser eine Stichprobe und lasst die Apfelballen erkalten. Klopft sie aus den Tassen heraus und jetzt ist Genuss am Lagerfeuer angesagt.

Weitere Ideen zum Kochen mit Kindern am Lagerfeuer

Kinder kochen draußen und zwar das ganze Jahr über. Ideal für eine Nachtwanderung, egal zu welcher Jahreszeit, ist der deftige Tassenmuffin. Einfacher als dieses Outdoor Rezept geht es kaum und die Kinder sind garantiert davon begeistert.

Kinder kochen draußen Tassenmuffins. Foto (c) kinderoutdoor.de

Junge Hühnchen, sanft gebraten

dazu kann man dringend raten

dichtete einst Wilhelm Busch. Für viele Erwachsene ist Essen vom Lagerfeuer ein Hähnchen, dass an einem Spieß befestigt über den Flammen vor sich hin brutzelt. Aber Vorsicht! So ein Grillhuhn ist alles andere als einfach zuzubereiten. Schnell brennt die empfindliche Haut an der einen oder anderen Stelle an, während der Vogel im Inneren noch roh ist. Geht doch auf Nummer sicher und kocht mit den Kindern am Lagerfeuer ein simples Essen: Einen deftigen Muffin aus der Tasse. Der Vorteil für Euch: Ihr braucht extrem wenig Zutaten, die Kinder können sich diesen Muffin selbst zubereiten und er schmeckt garantiert. Außerdem habt Ihr den großen Pluspunkt von einem höchst ungewöhnlichen Essen. Wenn die Muffins fertig sind, sehen Euch die Kinder an, als ob Ihr aus der Baseballmütze einen weißen Hasen herausgezogen habt. Wichtig ist, dass Ihr Tassen aus Blech verwendet. Schmiert diese Innen mit Butter ein und streicht Butter auf ein Toastbrot. Drückt den Toast nun in die Tasse (ich bekam so ein tolles Teil von einer PR Agentur geschenkt). Schlagt nun das Ei in den Toast in der Tasse. Wer möchte kann auch noch eine Scheibe Schinken darüber legen. Was sich auch anbietet ist eine Scheibe Tomate. Ebenfalls gut kommt ein wenig Käse an, den Ihr zum Schluss darüber streut. Das Ganze mit Salz und Pfeffer würzen. Stellt die Tassen mit dem Toast möglichst an den Rand der Glut. Immer wieder die Tassen drehen, bis alles fertig durchgebraten ist. Lasst die Tasse abkühlen und klopft den fertigen Muffin heraus.

Zutaten:

  • Toastbrot
  • Butter
  • Eier
  • Schinken
  • Käse
  • Salz
  • Pfeffer
  • Tassen aus Blech (Plastik schmeckt weniger gut…..)

Bella Italia für Outdoorer: Pizza Calzone backen

Bei den Pfadfindern hatten wir auch Leiter, die ausgebildete Köche waren. Einer kochte für uns, als sich die Stimmung unterhalb der Grasnarbe befand, am Lagerfeuer eine Pizza Calzone. Schon ging es allen gleich viel besser.

Im Gegensatz zu unserem Koch bei den Pfadis greifen wir, faul wie wir sind, auf eine Fertigteigmischung zurück. Ja, da ist ordentlich Chemie drinnen, aber das Ganze ist weniger aufwändig. Während der Teig aufgeht, könnt ihr die Füllung zubereiten. Zuerst in einer Pfanne das Öl zum brutzeln bringen. Hinein mit den klein geschnittenen Zwiebeln. Parallel den Schinken, die Champignons und die Paprikaschoten ebenfalls klein schneiden und rein in Pfanne. Das Ganze gut umrühren und schön einkochen lassen.

In der Zwischenzeit rollt ihr den Teig aus. Bloß wie, ohne Nudelholz?! Nehmt einfach eine Alu-Trinkflasche her. Die Pizzaplatte soll etwa 30 cm im Durchmesser sein. Einstreichen mit dem Tomatenmark und die Füllung drauf. Das Ganze mit dem Löffel gleichmäßig verteilen. Nun kommt der klein geschnittene Käse dazu. Bitte denkt daran, nur eine Hälfte vom Teig bestreichen, denn die andere klappt ihr jetzt drauf. Drückt gut die Ränder zusammen und bestäubt die Außenseiten mit Mehl. Nehmt die Alufolie doppelt und wickelt darin die Calzone ein. 20 Minuten in der flachen Glut backen. Auch Knoblauch lässt sich bei der Pizza verwenden, nur den mögen die Kinder weniger und es gibt zwei Arten von Menschen: Solche die Knoblauch essen und solche die ihnen riechen!

Lagerfeuer mit Kindern: Da gehört Essen und Trinken vom offenen Feuer auch dazu. foto (c) kinderoutdoor.de

Ein großer Vorteil der Pizza Calzone ist, es gibt unzählige Möglichkeiten wie ihr sie mit den Kindern zubereitet.  Vegetarier verzichten, logischerweise, auf den Schinken und nehmen dafür Oliven. Andere Outdoorer finden Hühnchenfleisch in der Calzone ganz lecker. Egal wie ihr Eurere Pizza belegt, sie ist ein gutes Stück bella Italia am Lagerfeuer.

Zutaten:

Pizzateig-Backmischung

Speiseöl

2 Zwiebeln

2 Paprika Schoten

200 g Champignons

200 g Schinken

200 g Mozarella

1 Päckchen/Tube Tomatenmark (die Tube lässt sich besser verschließen)

Mehl

Outdoor Rezepte für Kinder setzen einen klaren Punkt gegen die Fertigprodukte. Ein uraltes Rezept aus dem Alpenraum ist das Apfelbrot. Ihr könnt es in der Hütte im Backofen oder am Lagerfeuer zubereiten. Die Kinder haben auf jeden Fall viel Spaß beim Backen und das Apfelbrot schmeckt ihnen garantiert

Ein Outdoor Rezept für Kinder ist das Apfelbrot. foto (c) kinderoutdoor.de

“Apfelbrot gehört zum Advent, wie die vier Kerzen auf dem Kranz!” erklärte mir im Allgäu eine schon etwas ältere Hüttenwirtin. Sie stellte mir auf einem Holzbrett ein Apfelbrot auf den Tisch. Es durftet wie ein Weihnachtsmarkt: Nach Früchten, Nüssen und Äpfeln. “Für ein richtig gutes Apfelbrot brauchst Du nur zwei Sachen” führte die begeisterte Köchin weiter aus “Zeit und gute Zutaten”. Nachder Skitour kam ich wieder zurück in die Hütte und durfte bei der Zubereitung von einem Apfelbrot mithelfen. Es ist schon beeindruckend gewesen zu sehen, wie leicht der Hüttenwirtin das Rezept von der Hand ging. “Eine Waage?” fragte sie mich “Die brauch ich nicht!” Seit wann es das Apfelbrot gibt, ist unbekannt. Im Alpenraum ist es vor allem bekannt. Doch die Tiroler Version schmeckt deutlich anders, als die aus Bayern. Genau darin liegt der Reiz. Während bei einem Burgerbrater weltweit die lapprigen Brötchen gleich schmecken, gibt es beim Apfelbrot deutliche Unterschiede. So soll es auch sein. Teilweise sind es uralte Rezepte, welche die Bäcker oder Köchinnen von Mund zu Mund weitergaben. Um es gleich vorweg zu sagen, bei unserem Allgäuer Apfelbrot habe ich den Rum weggelassen. Wer ihn dabei haben möchte, mischt ihn in den Teig.

Outdoor Rezepte für Kinder: Eine wilde Mischung!

Zuerst bereitet Ihr das getrocknete Obst vor. Hier gibt es eigentlich keine klare Ansage, welches Ihr verwenden müsst. Alles ist erlaubt! Ursprünglich verwendeten die Köchinnen im Alpenraum getrocknete Kirschen, Birnen (Kletzen oder Hutzel genannt) und frische Äpfel. Diese schält Ihr und raspelt sie klein.Wer möchte kann auch Trockenaprikosen, Rosinen oder Datteln verwenden. Mit dem Taschen– oder Fahrtenmesser klein schnippeln. Außerdem hackt Ihr auch die Wal- oder Haselnüsse klein. Jetzt kommen die weiteren Zutaten in das wilde Gemisch. Das Backpulver sowie das Mehl mischt Ihr noch nicht unter! Gebt das Ganze in eine Schüssel, deckt sie ab und lasst alles acht Stunden ruhen. Nun können die Früchte gut durchziehen. Wenn die Zeit vorbei ist, mehlt Ihr die Arbeitsfläche ein. Vermischt nun das Backpulver mit dem Mehl. Vermengt es mit der Früchte-Gewürz-Nüsse-Mischung und knetet darauf einen Teig. Gebt hin und wieder einen Spritzer Apfelsaft, keinen Nektar(!), hinzu. Dann kommt das Aroma der Äpfel noch intensiver hervor. Dieser klebt fast so gut wie Holzleim. Wenn Ihr das Rezept auf einer Berghütte zubereitet, gebt den Teig in eine Kastenform und ab damit in den Ofen. Bei 180 °C  etwa eineinhalb Stunden backen. Seid Ihr hingegen draußen mit den Kindern unterwegs, schlagt das Apfelbrot in Alufolie ein und backt es am Rande vom Lagerfeuer. Legt es keinesfalls in die Glut, sonst stellt Ihr Kohle her.

Zutaten:

800 Gramm
frische Äpfel 
200 Gramm Zucker
400 Gramm Trockenobst
100 GrammHasel- oder Walnüsse
600 Gramm Mehl
zwei Päckchen
Backpulver
Ein Esslöffel
Kakaopulver
ein Päckchen
Lebkuchengewürz
fünf Esslöffel
Apfelsaft (keinen Nektar!)
Taschenmesser
  Reibe
Kastenform
oder Alufolie


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