Kinder Outdoor Rezepte: Südtiroler Gerstensuppe

Kinder Outdoor Rezepte greifen gerne auf Altbewährtes zurück. Ein geniales Rezept um draußen mit den Kinden oder auf einer Berghütte zu kochen ist die Südtiroler Gerstensuppe. Die gibt es zum Glück nicht im Supermarkt traurig in Tüten verpackt zu kaufen. Wer mit den Kindern beim Zelten oder auf Tour kochen will, der sollte mal die Südtiroler Gerstensuppe ausprobieren. Auch auf der Berghütte schmeckt dieses Gericht aus den Dolomiten hervorragend. Danke an eine waschechete Südtirolerin die mir dieses Rezept gezeigt und die Suppe gekocht hat.

Kinder Outdoor Rezepte: Südtiroler Gerstensuppe schmeckt unglaublich lecker. foto (c) kinderoutdoor.de

“Weils oafach guat is!” erklärte mir eine Südtirolerin, warum sie sogernde die Gerstensuppe kocht. Mit vier Worten ist über diese leckere Mahlzeit eigentlich alles gesagt. Nach einem Tag auf der Skipiste, einer längeren Wanderung im strömenden Regen oder einer rasanten nächtlichen Abfahrt mit dem Schlitten, ist die Südtiroler Gerstensuppe das Beste, was einem Outdoorer passieren kann. Egal ob auf dem offenen Feuer, dem Holzofen in der Berghüffe, Gas- oder Spirituskocher: Diese Suppe schmeckt immer nach Abenteuer. Ein großes Plus an diesem Rezept: Ihr braucht keine ausgefallenen Zutaten, die es nur im Feinkosthandel oder über das Internet zu beziehen gibt. Alles was hier reinkommt ist bodenständig und lässt sich auch bei einem Outdoor Abenteuer gut transportieren.

Kinder Outdoor Rezept: Alles in einem Topf!

Je nach Rezept solltet Ihr die Rollgerste zuerst in Wasser einlegen. In unserem Fall ist dies nicht der Fall. Bereitet Rinderbrühe vor. Schnippelt zuerste die Zwiebel, die halbe Knolle Sellerie, die Karotte und das Selchfleisch oder die geselchte (leider kenne ich den Hochdeutschen Ausdrück dafür nich) Bauernwurst. Auch die Kartoffel schneidet Ihr klein. Jetzt kommt die Butter in den Topf. Bringt sie zum brutzeln. Bis auf die Kartoffel kommt alles in den Topf und röstet alles leicht an. Nachdem die Rollgerste gewaschen ist, kommt sie auch mit hinein und mit der vorbereiteten Rinderbrühe aufgießen. Etwa eine dreiviertel Stunde alles garen lassen. Nachdem dreißig Minuten rum sind, kommt die Kartoffel hinzu. Wenn nötig Brühe nachgießen. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer würzen. Sobald die Südtiroler Gerstensuppe in den Tellern ist, gebt Ihr frisch geschnittene Petersilie darüber.

Es ist angerichtet: Südtiroler Gerstensuppe.foto (c) kinderoutdoor.de

Zutaten für die Südtiroler Gerstensuppe:

  • 100 bis 200 Gramm Selchfleisch oder geselchste Bauernwurst
  • 1 bis 1,5 Liter Rinderbrühe
  • 150 Gramm Rollgerste
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 mittlere Kartoffel
  • 1 Karotte
  • 1 halbe Sellerieknolle
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butter
  • und eventuell Petersilie

Leckerer Semmelknödelsalat aus Südtirol

Hüttenrezepte zum Nachkochen und es schmeckt daheim, wie im Urlaub. Schnell kommen die Kinder ins Schwärmen, wenn sie eine Spezialität auf den Teller bekommen, die sie von einer Alm oder Berghütte kennen. Das ganze kulinarische Wiedersehen lässst sich steigern, wenn die Kinder die Schmankerl aus den Bergen nachkochen. Heute haben wir ein simples Rezept aus Südtirol: Semmelknödel Salat. Von diesem Grünzeug bleibt kein Krümel übrig.

Hüttenrezepte zum Nachkochen: Nun braten wir die Knödelscheiben an. foto (c) kinderoutdoor.de

“Ja nix verkommen lassen!” Dieses Motto galt früher auf den Almen. Von wegen Bergidylle. Für die Sennerinnen und Senner ist das Leben auf den Hochlagen hart gewesen. Besonders auf einer Melkalm. Auf dieser Alm siehst Du hauptsächlich Kühe. Jeden Tag musste die Sennerin oder der Senn die Kühe melken. Damals wie heute ist es Wichtig, die Milch auf der Alm zu verarbeiten oder die Milch schnell ins Tal zu bringen. Viele Melkalmen stellen Käse und Butter her. Im sogenannten Kaskeller lagert der Käse. Trotzdem konnten sich die Viehhirten auf einer Alm über zu viel Essen nicht beschweren. Für das Kochen hatten sie nur wenig Zeit und Zutaten. Entsprechend einfach sind die typischen Almgerichte. Außerdem haben die Sennerinnen und Senner immer wieder auch ihre Nahrungsmittel wiederverwertet. Essen wegschmeissen, so wie es in unserer Gesellschaft mit ihrem Überfluss normal ist, kam damals nicht in Frage. Darauf basiert auch unser heutiges Hüttenrezept. Anstatt die Semmelknödel vom Vor-, oder Vorvortag auf dem Misthaufen zu entsorgen, schnitten die Viehhirten diese in Scheiben und brieten sie in der Pfanne an. Genau das tun wir heute auch. Wer keine Semmelknödel zuhause hat, der kann mit den Kindern welche aus alten Brötchen kochen.

Fertig ist unser Hüttenrezept der Extraklasse: Der Semmelknödelsalat aus Südtirol. foto (c) kinderoutdoor.de

Hüttenrezepte zum Nachkochen: Semmelknödel Salat aus Südtirol und die Kinder lieben Grünzeug

Knödel gehören zu Südtirol wie die Weinberge oder die Drei Zinnen. Vielseitig lassen sich diese zubereiten: Aus Kartoffeln oder aus alten Brötchen, mit Speck, Spinat oder Käse. Als Erstes erwärmt Ihr Milch. Mit dem Taschenmesser schneidet Ihr die Zwiebel in kleine  Würfel. In einer Pfanne mit Butter bratet Ihr die Zwiebel goldgelb an. Schnippelt außerdem die Petersilie klein und dünstet sie kurz mit in der Pfanne an. Diesen Mix gebt Ihr nun in den Topf mit den eingeweichten Semmeln. Schlagt ein Ei auf und mischt es unter. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzt Ihr die Masse. Rührt und knetet sie solange, bis ein Teig entsteht. Damit dieser von den Händen der Kinder wieder abgeht, mehlt zuvor die Innenflächen der Hände ein. Formt die Semmelknödel und lasst sie im Salzwasser köcheln. Absieben und auskühlen lassen. Schneidet sie nun in fingerdicke Scheiben. Bringt in einer Pfanne Butter zum Schmelzen und bratet darin die Knödelscheiben an. Eine harte Aufgabe. Es verbreitet sich in kurzer Zeit ein höchst verführerischer Duft aus Butter und frischen Semmelknödeln. Lasst anschließend die Knödelscheiben auskühlen. Jetzt haben wir den Salat. Welchen sollt Ihr nehmen? Der Euch und den Kindern am besten schmeckt. Wir haben den Semmelknödelsalat mit den unterschiedlichsten Variationen gekocht und immer dasselbe Resultat erzielt: Die große Leere. Auf den Tellern. Am besten ist es, den Salat mit den größten Blättern unten auf den Teller zu legen. Eichblattsalat oder Radicchio sind die perfekten Kandidaten. Endiviensalat könnt Ihr Euch sparen, der hat einen Nährwert wie grünes Druckerpaper. Es folgt die nächste Lage. Hier bietet sich ein klassicher Zupfsalat oder Rucola an. Als dritte Schicht folgt der Feldsalat. Verteilt nun über diesen Salatbett die angebratenen Scheiben von den Semmelknödeln. Was richtig gut kommt ist Kresse obendrauf und fein geschnittenen Bergkäse. Aber um Gottes Willen bitte keinen aus dem Supermarkt. Ein kleiner Trick, wie Ihr den Käse in wunderbar dünnen Scheiben hinbekommt: Nehmt den Sparschäler, der normalerweise der Gurke oder anderem Gemüse die Schale entfernt. Damit lassen sich hauchdünne Käsestreifen herstellen. Streut diese über den Salat. Zum Schluss noch die Vinaigrette und fertig ist der Südtiroler Semmelknödelsalat.

Der Klassiker aus Südtirol: Schlutzkrapfen

Outdoor Rezepte für Kinder sind international. Deshalb haben wir heute den Südtirolern in die Pfannen geschaut und ein Rezept für Schlutzkrapfen ergattert. Wobei ich bei meinen Wanderungen in den Bergen festgestellt habe, dass diese unglaublich leckeren Nudeln auch in anderen Alpenregionen vorkommen. Dort haben sie dann einen etwas anderen Namen. Kinderleicht ist dieses Outdoor Rezept auf einer Berghütte zu kochen und es gibt kaum etwas Besseres zum Abendessen nach einem langen Tag auf der Skipiste.

Outdoor Rezepte für Kinder; Schlutzkrapfen aus Südtirol. foto (c) kinderoutdoor.de

“Schluchzkarpfen bitte!” diese Bestellung gab tatsächlich ein Tourist in einer Südtiroler Berghütte auf. Wie sollte ich mir einem Schluchzkarpfen vorstellen? Ein Karpfen der vor sich hin schluchzt? Der Wirt dieser urigen Hütte nahm es weniger genau und servierte keinen Fisch, sondern wusste was der Gast wollte: Schlutzkrapfen. In Kärnten hörte ich einmal den Begriff Schlickkrapfen für dieses leckere Essen. Während in Osttirol manche Einheimische Schlipfkrapfen dazu sagen. Vielleicht könnten sich alle einmal auf den Begriff: Alpenmaultasche einigen? Der Ursprung des Namens kommt aus dem alten Wort “Schlutzen” das bedeutet soviel wie rutschen. So viel ist klar, die Schlutzkrapfen rutschen richtig gut runter. Auch wenn die Schlutzkrapfen auf dem ersten Blick schwer zum selbst Kochen aussehen, sie sind eigentlich ganz simpel. Ein Hüttenwirt nahm mich mit in die Küche und dort durfte ich unter seiner Anleitung meine ersten Schlutzkrapfen zubereiten. Kinderleicht ist dieses Rezept und wenn Ihr mit den Kindern im Winter auf einer Berghütte seid, dann kocht doch zusammen dieses uralte Outdoor Rezept aus den Alpen.

Outdoor Rezepte für Kinder: So bekommt Ihr die perfekten Schlutzkrapfen hin

“Wichtig ist das Mehl!” erklärte mir der Hüttenwirt. “Hier solltest Du auf Qualität achten, denn vom Mehl hängt bei den Schlutzkrapfen ab” gab mir der Koch mit auf den Weg. Zuerst gab er die beiden Mehlsorten in eine Schüssel und schlug dann zwei Eier dazu ein. Anschließend gab er etwa zehn Esslöffel von lauwarmen Wasser sowie einen Schuss Speiseöl hinzu. Was nun folgte spart Euch das Fitness-Studio. Ihr müsst nun das Gemisch zu einem Teig verarbeiten. Rühren und dann kneten ist hier angesagt. Wenn Ihr damit fertig seid, wickelt den Teig in ein und lasst ihn mindestens 30 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit müsst Ihr nicht den Outdoorkids zum Kartenspielen anfangen um die Zeit rum zu bringen, sondern es gibt genug zu tun. Zuerst wascht Ihr bitte gründlich den frischen Spinat, nicht den “toten” aus dem Gefrierfach. Es macht Sinn den Spinat gründlich zu säubern, sonst knirschen die Schlutzkrapfen beim Essen. Keine Panik, wenn der Spinat Euch viel zu viel erscheint. Gebt ihn in eine Pfanne und lasst den Spinat dort kurz. Wartet bis der Spinat in sich zusammenfällt. Lasst den Spinat abkühlen. Raus mit dem Taschenmesser und schnippelt die Zwiebel in möglichst kleine Würfel. Bräunt diese in Butter ein wenig an. Hackt die Petersilie möglichst klein und vermischt sie mit dem Spinat und der Zwiebel. Gebt außerdem Ricotta hinzu und reibt frisch einen würzigen Bergkäse hinein. Das Ganze vermischen. Würzt die Mischung mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer. Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Somit ist die Füllung fertig. Kommen wir zur Hauptsache: Dem Nudelteig. “Spar nicht mit dem Mehl” rät mit der Südtiroler Hüttenwirt und mehlt sich auch die Hände ein. Mit einem Nudelholz rollt Ihr den Teig dünn aus. “Als Form nimmst ein Glas oder einen Becher her!” empfiehlt der Profi aus den Dolomiten. Es ist plötzlich wie an Weihnachten und ich steche voller Schwung die Teigplatten aus. In die Mitte setzt der Profi nun die Füllung mit Hilfe von einem Löffel. “”Das Ganze hält besser, wenn Du die Ränder vom Teig ein wenig anfeuchtest” empfiehlt der Südtiroler. Er klappt den Teig zusammen und drückt ihn an den Rändern zusammen. Bei mir dauert das Ganze deutlich länger. Wenn er fünf Schlutzkrapfen fertigstellt, bin ich mit einem so lala durch. Am Ende ist klar zu sehen, welche Teigtaschen der Profi geformt hat und welche ich. In der Zwischenzeit gebt Ihr in einen Topf mit Wasser ein wenig Salz hinein und bringt lasst das Wasser kochen. Für etwa fünf Minuten lasst Ihr darin die Schlutzkrapfen Ihre Runden drehen. Anschließend holt Ihr sie rausm lasst sie abtropfen und bräunt sie in der Pfanne kurz an. So schmecken die Alpen!

Outdoor Rezepte für Kinder lassen sich im Winterurlaub auf der Berghütte zubereiten: wie die Schlutzkrapfen. foto (c) kinderoutdoor.de

Zutaten:

250 Gramm Weizenmehr

250 Gramm Roffenmehl

zwei Eier

zwei Esslöffel Speiseöl

500 Gram frischen Blattspinat

2 große Zwiebeln

200 Gramm Butter

200 Gramm Ricotta

Petersilie

Bergkäse

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Grüne im Teller: Spinatknödel schmecken immer!

Hüttenrezepte zum Selbstkochen und zuhause habt Ihr plötzlich den Geschmack der Berge auf der Zunge. Sofort kommen die Erinnerungen an die urige Alm bei quietschblauem Himmel auf. Oder wenn Ihr mit den Kindern auf einer Selbstversorgerhütte seid. Da bietet es sich an, gemeinsam Tiroler Spinatknödel zu kochen.

Hier sind die Reste von unseren gekochten Tiroler Spinat- und Speckknödel. foto (c) kinderoutdoor.de

Spinat ist bei Kindern, ungefähr, so beliebt wie Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben. Egal ob frisch oder aus der Tiefkühltrühe, beim Wort Spinat schalten sich bei den meisten Kindern die kulinarischen Warnlampen ein. „Aber der Spinat ist doch gesund!“ bestärkt die Kleinen in ihrem Verdacht. Das Problem lässt sich ganz einfach lösen: Es kommt darauf an, wie wir Eltern den Kindern das Blattgemüse vorsetzen. Eine wunderbare Variante dazu kommt aus den Tiroler und Südtiroler Bergen: Spinatknödel. Sobald diese auf den Tellern vor den Kindern liegen, kommt der Appetit ganz von alleine. Und was das grüne Zeug soll, interessiert die Kleinen kaum. Interessant ist es auch, auf den Spuren der Knödel zu wandern. Oberhalb vom südtiroler Dorf Missian lohnt es sich die Burg Hocheppan zu besuchen. In der dortigen Kapelle gibt es ein Fresko und hier sind eindeutig Knödel zu sehen. Das Wandgemälde aus dem Jahr 1180 zeigt Maria wie sie im Wochenbett liegt. Auf dem Herd hat sie in einem Topf fünf Knödel köcheln. Damit handelt es sich um die älteste bekannte Darstellung dieser Tiroler Spezialität. Wobei schwer zu erkennen ist ob es sich um Speck- oder Kartoffelknödel handelt. Eine Legende erzählt wie die Tiroler Knödel entstanden: Landsknechte zogen marodierend durch Tirol. Sie kamen in ein Wirtshaus und forderten ein Essen. Doch in Tirol herrscht zu diesem Zeitpunkt bei der Bevölkerung auf dem Land große Not. Die Köchin kratzte zusammen was sie noch in der Küche hatte: Altes Brot, Speck, Milch und ein wenig Mehl. Daraus formte sie die Klöße und kochte sie im Wasser. Die wilden Krieger zogen begeistert sowie gesättigt ab und berichteten von diesem leckeren Essen. Dabei ist die kulinarische Popularität der Knödel in Tirol simpel zu erklären: In den Bergen herrschte oft Knappheit an Lebensmitteln und die Höfe der Bergbauern lebten weitestgehend autark. Knödel boten die Gelegenheit auch die Reste zu verwerten. Heute gibt es Knödel als Hauptspeise, Beilagen oder die Marillenknödel als süße Nachspeise. Wir haben uns heute die Spinatknödel ausgesucht, weil sie mit ihrer Farbe beeindrucken und leicht herzustellen sind. Lasst die Kinder mitkochen und zaubert mit ihnen ein Stück Tirol auf die Teller.

Hüttenrezepte zum Selbstkochen: Tiroler Spinatknödel schmecken nach Berge

Im Salzwasser köcheln die Tiroler Spinatknödel vor sich hin. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Ihr zuhause oder auf einer Hütte für Selbstversorger vom Alpenverein weißes Brot übrig habt, dass bereits hart ist, könnt Ihr daraus die Spinatknödel kochen. Mit dem Messer schneidet Ihr das Brot in Würfel. Gebt diese in eine Schüssel oder Topf. Gießt Milch darüber. Wartet ab, wie die Brotwürfel die Milch aufsaugen und hört entsprechend frühzeitig mit dem Nachgießen auf. In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch um den Spinat kümmern. Kocht ihn gar und passiert das Blattgemüse klein. Schnippelt mit einem Messer die Zwiebeln möglichst klein. Wie es sich für einen späteren Tiroler Knödel gehört, kommt nun die Butter. Bringt sie in einer Pfanne zum Schmelzen, gebt die Zwiebelwürfel hinein und dünstet sie mit dem Spinat. Anschließend stellt Ihr den Spinat-Zwiebel-Mix zur Seite und lasst ihn abkühlen. Kommen wir zu dem Teil, der den Kindern am meisten gefällt: Die Knödel zubereiten. In die mit Milch eingeweichten Brotwürfel gebt Ihr die Eier so wie die Spinat-Zwiebel-Mischung dazu. Mit dem hölzernen Kochlöffel mischt Ihr das Ganze kräftig durch. Dazwischen gebt Ihr Muskatnuss, Salz und Pfeffer hinzu. Mischt zum Schluss noch Mehl und Semmelbrösel hinzu. Jetzt formen die Kinder in den Händen kleine Knödel daraus. Sie sollten so groß wie ein Ball vom Tischtennis sein. Ab damit in das Salzwasser und etwa 15 bis 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Bitte nicht kochen, sonst zerfallen die Knödel.

Zutatenliste:

  • 200 Gramm altes Weißbrot
  • etwa 100 bis 150 ml Milch
  • 500 Gramm frischen Spinat
  • eine Zwiebel
  • zwei Eier
  • ein bis zwei Esslöffel Mehl
  • Butter
  • Ein bis zwei Esslöffel Semmelbrösel
  • Muskatnuss

Kaiserschmarrn und es geht kaum klassischer

Hüttenrezepte für Kinder bringen Euch ein Stück Bergwelt nachhause oder Ihr kocht die Leckereien aus den Alpen in einer Hütte nach. Wenn Ihr von einer Wanderung, dem Skifahren oder einer Tour mit den Schneeschuhen wieder in die Hütte kommt, dann kocht doch mit den Kindern einen Kaiserschmarrn. Aber keinen der drinnen liegt wie ein toter Dachs auf der Landstraße, sondern einen richtig fluffigen Kaiserschmarrn. Wir haben bei einer absoluten Expertin nachgefragt!

“Ja mei, do werd viel gredt. Lei stimmen duart nix!” Erklärt mir eine Hüttenwirtin im markanten Südtirolerisch, woher der Name “Kaiserschmarrn” für diese leckere Mehlspeise kommt. “Vom Kaiser sicher nit!” darin ist sich die begnadete Köchin sicher und während sie mit mir spricht, manövriert sie etliche Pfannen und Töpfe über den Herd, der die Ausmaße von einer Tischtennisplatte hat. “Heit is a ruhiger Dog” erklärt sie mir “Do gengan so um die zwanzig Kaiserschmarrn raus!” Sie hat eine Theorie woher der Name herrührt und diese Erklärung erscheint am plausibelsten: Früher nannten die Leute Berghütten Kaser. Einen Schmarrn den sich dort die Sennerinnen oder Hirten zubereiteten ist somit ein “Kaserschmarrn” gewesen. Eine Erklärung die deutlich logischer erscheint, als die anderen Küchenlegenden, bei der sogar die Kaiserin Sissi “sooo suüß” daran beteiligt gewesen sein soll. Während die Wirtin Speckknödel aus dem Topf holt und auf die Teller legt, erklärt sie mir (jetzt ins Hochdeutsche übersetzt!):” Was hatten denn die armen Leute auf den Kasern? Milch und Butter von den Kühen die dort weideten. Eier von den Hühnern, sowie Mehl und Zucker. Außerdem lässt sich das Rezept in einer Pfanne und auf einer Kochstelle zubereiten. Mehr hatten die Leute in den Kasern eh nicht!” Leuchtet eigentlich alles ein. Ein paar Schnitzel und Röstkartoffeln mit Spiegeleiern später, möchte ich gerne das Geheimnis von einem richtig fluffigen Kaiserschmarrn wissen. Da grinst die Köchin und schüttelt die vor sich hinbrutzelnden Kartoffelscheiben in der schwarzen gußeisernen Pfanne hin und her. “Also” beginnt sie ihre Ausführungen” wichtig sind die Zutaten. Nimm keine billige, sondern eine richtig gute Milch. Dasselbe gilt für die Eier, den Butter und weiteren Zutaten.” Mit einem Grinsen im Gesicht erklärt sie weiter “Die meisten Leute nehmen sich zum Kochen zu wenig Zeit. Anstatt Eischnee herzustellen, mischen sie einen Pfannkuchenteig an. Kein Wunder, dass der Kaiserschmarrn anders aussieht und schmeckt, als bei mir auf der Berghütte!” Da schlägt sie mir überraschend vor “Weißt was Uli: Du und das Kinderoutdoor-Team, Ihr kocht jetzt mit mir einen Kaiserschmarrn!” Wie komme ich aus dieser Nummer wieder raus? Gar nicht, denn die freundliche Südtirolerin wirft mir eine Küchenschürze zu. Alle Ausreden vom Gewerbeaufsichtsamt bis hin zu versicherungstechnischen Fragen lässt sie nicht gelten. Wir stehen jetzt alle unter ihrem Kochlöffel!

Hüttenrezepte für Kinder: Schnee selbst gemacht

Hüttenrezepte für Kinder: Daraus entsteht ein Kaiserschmarrn. Kaum zu glauben.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zuerst siebt (!) die Expertin das Mehl in eine Schüssel.

Die Milch kommt zum Mehl, Salz, Zucker und Vanille.
foto (c) kinderoutdoor.de

Im nächsten Schritt kommen Zucker, Salz und Vanille hinzu. Anschließend folgt die Milche. In unserem Fall ist diese aus Südtirol von den Bergbauern.

Trennt die Eier, was leichter gesagt als getan ist.
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Jetzt kommt die erste große Hürde: Eier trennen. Das Eigelb in die Schüssel mit dem Milch-Mehl-Zucker-Salz-Vanille-Mix und das Eiweiß in eine gesonderte Schüssel. Sanft von einer Eierschale zur anderen den Inhalt des Eis umfüllen und dabei die beiden Bestandteile trennen. Zum Glück hatte unsere Köchin unglaubliche Geduld.

Rührt den Teig mit einem Holzlöffel um.
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Mit einem Holzlöffel (so einen könnt Ihr auch selbst schnitzen) rührt Ihr kräftig diese Mischung um.

Besser als jede Küchenmaschine: Der gute alte Schneebesen. foto (c) kinderoutdoor.de

Tausend Umdrehung später ist der Eischnee fertig. foto (c) kinderoutdoor.de

Während etliche Haushalte mit diversen vollautomatischen Küchengeräten ausgerüstet sind, zeigt uns die Hüttenwirtin was wahres Können ist. Den Eischnee schlägt sie in wenigen Minuten schaumig. Per Hand mit einem Schneebesen!

Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Vorsichtig heben wir, wie die Köchin sagt, den Eischnee unter den Teig mit dem Eigelb. In der Zwischenzeit lassen wir Butter in einer hohen Pfanne schmelzen.

Stellt die Pfanne mit dem Teig auf den Ofen. Vorerst!
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Nun kommt der fertige Teig vom Kaiserschmarrn in die Pfanne. Wir erhitzen ihn auf dem Herd, bis der Teig ein weniger fester ist.

Schinippelt die geschälten Äpfel klein.
foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt kommt der Kaiserschmarrn in der Pfanne in den Ofen bei 200 Grad und darf dort 15 Minuten vor sich hin backen. In der Zwischenzeit bereiten wir das Kompott vor. Ideal sind dafür schon etwas weichere Äpfel. Zuerst schälen wir diese und schneiden sie mit dem Messer in kleine Stücke. Diese geben wir in einen kleinen Topf. Ein wenig Wasser hinzu und auf dem Herd köcheln lassen, während der Kaiserschmarrn im Ofen ist.

Rührt immer wieder das Apfelkompott um.
foto (c) kinderoutdoor.de

Weiter geht es mit unserem Kaiserschmarrn. Wir nehmen ihn kurz aus dem Ofen, zerteilen ihn und drehen ihn um. Für wenige Minuten kommt er noch einmal in den Ofen. Wer möchte kann ihn mit Zucker ein wenig bestreuen, dieser karamellisiert dann.

Nehmt den Kaiserschmarrn kurz aus dem Ofen um ihn zu wenden und zu zuckern.
foto (c) Kinderoutdoor.de

Zum Schluss “zerrupft” Ihr den Kaiserschmarrn in unterschiedliche Stücke.

Zerrupft den fertigen Kaiserschmarrn.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wir servieren den Kaiserschmarrn mit unserem selbst gekochten Apfelkompott und Preiselbeeren. Besser geht es kaum!

Hüttenrezepte für Kinder: Fertig ist der Kaiserschmarrn!
foto (c) kinderoutdoor.de

Zutaten für den Kaiserschmarrn:

  • 150 Gramm Mehl
  • Butter
  • Zucker
  • Prise Salz
  • 250 Milliliter Butter
  • vier Eier (bitte auf Herkunft achten!)
  • Vanille (nach Geschmack)

Für das Apfelkompott

  • Äpfel
  • ein wenig Wasser