Kinder Outdoor Urlaub im Winter: Tirol ist eine Reise wert

Kinder Outdoor Urlaub im Winter, da bietet sich Tirol an um mit den Kleinen über die Pisten zu brettern. Wer gerne in der Natur mit der Familie unterwegs ist, findet in Tirol Rodelbahnen und gepflegte Winterwanderwege. Heute präsentieren wir Euch, was in diesem Winter in Tirol besonders für Familien angesagt ist.

Wer mit Kindern in den Winterurlaub fährt, den erwarten ausgewählte Tiroler Regionen, die besonders sorgfältig auf die Bedürfnisse von Kindern achten. Diese Regionen zeigen sich besonders einfallsreich, wenn es um den Einstieg ins Skifahrerleben geht.

Ski-Familie im Ötzal
Ski-Familie im Ötzal ©Casey Moore

Wie sieht das ideale Skigebiet für Familien aus? Es sollte gleich mehrere Bedingungen erfüllen: Die passende Infrastruktur wie zum Beispiel ein Ski-Kinderland und ein Skiverleih für die Kleinen sind dabei nur zwei von vielen Kriterien. Schließlich wollen Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen.

Zum Beispiel im Kid’s Center in Alpbach. Wenn die Kinder müde werden und ihre Eltern noch etwas länger Skifahren wollen, werden die Kleinen stundenweise in den Räumlichkeiten der Wiedersberghornbahn betreut. Dort gibt’s eine Kindergarderobe, eine Schlafgelegenheit und sogar ein Kinderkino. Im angrenzenden Reith im Alpbachtal warten an der Talstation im Kinderland Juppi Do ein Zauberteppich (Ski-Förderband), bespielte Hindernisse und viele Highlights für Kleinkinder, die Skifahren lernen möchten. Bau dir dein eigenes Iglu – heißt es in der Wildschönau. Der Anfänger-Schlepplift und der Sunkid-Zauberteppich, eine große Piste mit viel Platz und mehrere “Kinderländer” sind für Kinder und Anfänger reserviert.

Bertas Kinderland in Fiss-Ladis
Bertas Kinderland in Fiss-Ladis ©Robert Rupeter

Murmli und Berta – so heißen die beiden Maskottchen im großen Familienskigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, einem echten Magneten für Familien. Den Namen der beiden Maskottchen tragen auch die familienfreundlichen Kinderskiparadiese „Bertas Kinderland“ in Fiss und der „Murmlipark“ in Serfaus. Die Region am Sonnenplateau bietet seinen Gästen altersgerechte Kinderskikurse und Kinderbetreuung, zum Beispiel in der Murmlikrippe, der Kinderschneealm, Bertas Kindervilla oder im Indianerdorf in Fiss. Besondere Highlights sind die Kinderrestaurants Murmlirest und Starrest in Serfaus.

In Tirol wissen Eltern ihre Kinder beim Skiurlaub gut aufgehoben.
In Tirol wissen Eltern ihre Kinder beim Skiurlaub gut aufgehoben. ©Tirol Werbung / Herbig Hans

Die Orte Ellmau, Scheffau und Söll gelten als Vorzeigebeispiele, wie die Kinderbetreuung im Skigebiet organisiert werden kann. Mit dem Ellmi’s Kids Club, dem Schneepiraten Kidsclub und der KiKo Kinderbetreuung warten großartige Angebote. Schon mal von den Mini-Carvern gehört? Mit diesen Skiern können auch die jüngsten Kinder ihre ersten Gehversuche im Schnee wagen – und zwar ohne Skischuhe. Diese Innovation stammt von der Skischule Scheffau in einem der größten Skigebiete Österreichs, der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental. Kids lernen dort im Kinderkaiserland und im Abenteuerpark unter Anleitung professioneller Schneesportlehrer das Skifahren.

Spaß im Schnee
Spaß im Schnee ©Robert Rupeter

Der Aussichtsberg Hohe Salve hat viele leichte Pisten und den Kids Club Hopfgarten mit Übungsgelände, zwei Zauberteppichen und Betreuung für Kinder bis 3 Jahre. Das Familotel Hopfgarten bietet sogar spezielle Familienappartements, einen Babyclub und ein Kinderbad. An der Talstation in Hopfgarten liegt ein Familien-Skidepot. Das Brixental ist ebenfalls beliebt bei Groß und Klein. Gründe dafür sind unter anderem das Alpeniglu-Dorf in Hochbrixen mit der Eisausstellung und die drei Skimovie-Strecken.

Im Skigebiet KitzSki in Kitzbühel wartet Skivergnügen für mutige Kids. Auf der „Ministreif“ können sich Nachwuchs-Talente bei Attraktionen wie Mausefalle, Gams, Tretorgel und Hausbergkante beweisen – selbstverständlich alles in Miniaturform.

Familienfreundliche Unterkünfte wie das Babyhotel babymio in Kirchdorf machen das Skigebiet SkiStar St. Johann in Tirol zum Anziehungspunkt. Eltern mit kleinen Kindern, die noch nie auf den Brettern standen, haben die Wahl zwischen gleich vier Schneesportschulen, die den Kleinen das Skifahren spielerisch beibringen.

Wer mit seiner Familie ins Pillerseetal in den Kitzbüheler Alpen fährt, macht auch alles richtig. Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Buchensteinwand – Bergbahn Pillerseebieten bietet speziell für Teens actionreiche Spiel- und Funelemente. In Fieberbrunn wartet mit dem „Timoks Coaster“ eine spektakuläre Sommerrodelbahn, die auch im Winter geöffnet hat. In St. Ulrich gibt es die eine eigene Kinderalm, in der die Kinder ungestört sitzen, essen und spielen können und auch in Waidring werden die Kleinen am Berg in einem ansprechenden Indoor- und Outdoor-Bereich betreut.

Kinder-Skirennen
Kinder-Skirennen ©Martina Wiedenhofer

Nein, für den „Bobo Kinderclub“ im kleinen, feinen Osttiroler Skizentrum Sillian Hochpustertal ist kein Schweizer DJ Pate gestanden. Den braucht es auch nicht, denn das Übungsgelände nahe der Bergstation der Thurntaler-Gondelbahn begeistert Kinder auch so fürs Skifahren. Die besonders günstigen Kindertarife zaubern in diesem Skigebiet auch kostenbewussten Eltern ein Lächeln aufs Gesicht.

Die Pisten im sonnenverwöhnten Nachbar-Skigebiet Zettersfeld bei Lienz sind beinahe alle familientauglich. Auf einer eigens angelegten Funslope liefern sich die Kids ein Wettrennen, während sich im Sunsite-Park die junge Snowboarder- und Freestylerszene trifft. Eltern, die abends mal ausgehen möchten, sollten unbedingt der Lienzer Altstadt einen Besuch abstatten.

Zauberteppich im Ötztal
Zauberteppich im Ötztal ©Casey Moore

Wer gleich am Eingang des Ötztals links abbiegt, findet in Hochoetz ein wahres Schneeparadies vor. Hier begrüßt das Maskottchen Widi die Kinder und bringt ihnen das ABC des Skisports bei. Dazu geht’s in einen der drei Kids Parks, die von den örtlichen Skischulen betrieben werden. Für die etwas Größeren gibt es einen Funpark unterhalb des Balbachsessellifts. Wer zu den erfahreneren Skifahrern gehört, freut sich über die anspruchsvolleren Pisten wie etwa die lange Talabfahrt nach Ochsengarten, die permanente Rennstrecke mit Zeitnehmung und die Skirouten durch frischen Tiefschnee.

Eine Schnitzeljagd auf Skiern macht den Winterurlaub im Skigebiet Kühtai zum großen Abenteuer für Kinder. Verschiedene Aufgaben und Rätsel gilt es bei 12 Stationen auf 15 Kilometern zu lösen. Auf die Bedürfnisse kleinerer Kinder achten die Betreuerinnen und Betreuer im Kids Club Kühtai für Zwei- bis Vierjährige. „Ride with the Stars“ – unter diesem Motto bietet der KPark im Kühtai Kindern jeden Winter an zwei Tagen die Chance, mit ihren Snowboard-Idolen in den KidsPark zu gehen, neue Tricks zu lernen und sich wertvolle Tipps zu holen. Zusätzlich gibt’s ein „Shred Kids Camp“, kostenlose Superpipe Coachings und vieles mehr. Der KPark war auch Schauplatz der Freestyle-Wettkämpfe bei den Youth Olympic Games 2012 in Tirol.

Der Silvapark Galtür im Paznauntal hat drei Zonen, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten. In der Zwergerlwelt sammeln die Kleinsten spielerisch erste Erfahrungen, im Abenteuerland können die Fortgeschrittenen durch Tunnel und über Wellenbahnen spurten, und im Actionpark zeigen Teens und Jundgebliebene, wie viel Spaß man mit Rails, Boxen und auf der Rennstrecke hat.

Optimal für Familien ist die Infrastruktur am Hochzeiger im Pitztal, denn die Wege zwischen Skischule, Skiverleih und Pisten sind kurz. Ihre ersten Schwünge lernen Kinder im Skikurs im Tal, kostengünstig ganz ohne Liftticket. Erfahrenere Kids toben sich im Snowpark aus. Pitzi’s Kinderparadies garantiert optimale Betreuung. Im „Hochzeiger Restaurant“ wartet zudem der Kinderspiel- und Aufenthaltsbereich mit Gratsch und Pitzi.

Ski-Cross im Pitztal
Ski-Cross im Pitztal ©Pitztaler Gletscherbahn

Wer mit seinen Kindern ins Stubaital reist, der sollte mal im Skigebiet Schlick 2000 vorbeischauen. Denn an der Mittelstation wartet Big Ron’s Kinderland mit Betreuungsmöglichkeit, Zauberteppichen, Schneekarrusselen und Slalomparcours, wo Mama und Papa leicht vorbeischauen können. Das „Big Family Kinder Restaurant Gamsgarten auf dem Stubaier Gletscher gilt als Vorzeigebetrieb mit ansprechenden Kindermenüs, Kinderbetreuung, kindergerechter Ausstattung und ausreichend Sitzmöglichkeiten.

Müde Ski-Kids in Nauders
Müde Ski-Kids in Nauders ©Josef Mallaun

Familien finden auch im Skigebiet Nauders-Bergkastel alles, was sie brauchen. Das Größte für die Kleinen ist dort wohl das 6.500 Quadratmeter umfassende Nauderix Kinderland mit Spielplatz, Tubing Bahn und Indianerpfad sowie der Nauderix Kids Park, der sich mit allerlei Funsportangeboten an Teens richtet. Auch die Skischule Interski verfügt über ein großes Kinderland und zudem gibt es ein attraktives Kinderrestaurant mit ausgezeichneter Kinderbetreuung.

Sich bewegen, Naturschönheiten entdecken und genießen. Winterwandern im Tannheimer Tal ist die beste Möglichkeit, die kalte Jahreszeit von ihrer schönen Seite kennenzulernen. Das malerische Tal im Norden Tirols begeistert seine Gäste mit Spaziergängen im Tal, Höhenwegen und einer genussvollen Gipfeltour. Gleich bei den idyllischen Dörfern starten die Wandertouren. Die Winterfreude ist garantiert, zumal das Tannheimer Tal auf 1.100 Meter Höhe Schneesicherheit bietet.

Winterwandern im Tannheimer Tal
©Tourismusverband Tannheimer Tal

Für schöne Erlebnisse müssen die Gäste im Tannheimer Tal nicht weit laufen. Von Zöblen, einem beschaulichen Dorf westlich von Tannheim, führt der breite Weg leicht bergauf. Mit jedem Schritt wird der Blick auf das verschneite Tannheimer Tal faszinierender. Nach einer knappen halben Stunde ist das Ziel erreicht: Das Berghotel Zugspitzblick auf 1.300 Meter Höhe macht seinem Namen alle Ehre mit einer perfekten Aussicht auf den höchsten Gipfel Deutschlands im Norden. Auf der Südseite breitet sich das 16 Kilometer lange Tannheimer Tal aus. Im Hintergrund leuchten die Gipfel der Allgäuer Alpen. Zur schönen Aussicht gibt es einen Wildbeobachtungsstand und eine Einkehrmöglichkeit im Berggasthof. Diese kurze Tour vermittelt einen ersten Eindruck von den besonderen Qualitäten des Tals in Sachen Winterwandern. 81 Kilometer geräumte Wege stehen zur Wahl. Wer leichte Spaziergänge unternehmen will, kann im Tal von Dorf zu Dorf marschieren, vorbei an den typischen historischen Kapellen. Gemütliche Gasthäuser sind willkommene Aufwärmstationen unterwegs. 

Im Winter ganz oben: Von der Bergstation zum Gipfel des Neunerköpfles

Wen es etwas weiter hinauf zieht, sollte in Jungholz einen Ausflug auf den Schnitzerweg machen, dort heimische Kunstwerke besichtigen und auf dem rund acht Kilometer langen Panoramaweg über Gießenschwand mit bester Aussicht zurück nach Jungholz spazieren. Doch geht es noch deutlich höher. Ein Tannheimer Klassiker ist die Gipfelwanderung zum Neunerköpfle. Dafür fahren die Gäste zunächst von Tannheim mit der Kabinenbahn zur Bergstation am Neunerköpfle. Von dort marschieren sie auf dem Winterwanderweg „auf der Höh‘“ zum Gipfel auf knapp 1.900 Meter Höhe. Oben wartet nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern auch eine hochalpine Sehenswürdigkeit: das größte Gipfelbuch der Alpen. Seine zwei Seiten messen jeweils 3 auf 2,3 Meter. Gut 2,2 Kilometer lang ist der leichte Weg zum Gipfel, der täglich präpariert wird. 

Schneeschuhwandern für den intensiven Naturgenuss

Intensive Naturerlebnisse bieten die Schneeschuhtouren im Tannheimer Tal. Auch hier begeistert das Tal mit viel Natur vor der Haustür. Von jedem Dorf aus lassen sich Ausflüge in die einsame Winterwelt unternehmen. Diese sind nicht nur für trainierte Bergfexe reizvoll, sondern bieten der ganzen Familie ein unvergessliches Erlebnis — vor allem, wenn am Ziel eine gemütliche Hütte wartet. Dazu braucht es nicht viel, nur passende Kleidung und festes Schuhwerk. Schneeschuhe und Stöcke können sich die Winterwanderer ausleihen. Welche Tour für wen interessant und empfehlenswert ist und wann welche geführten Touren mit erfahrenen einheimischen Guides angeboten werden, das wissen die Mitarbeiter des Tourismusverbands.

Abseits der Skigebiete finden Naturliebhaber in Tirol ein wahres Winterparadies. Vor allem in den Naturparkregionen und im Nationalpark Hohe Tauern mit ihren geführten „Nature Watch“-Touren und Winterwanderungen.

Einmal wöchentlich zeigen ausgebildete Guides Gästen die Natur rund um den Obernberger See im Wipptal.
Einmal wöchentlich zeigen ausgebildete Guides Gästen die Natur rund um den Obernberger See im Wipptal. ©Tirol Werbung / Mühlbacher Torsten

Urlauber erleben die winterliche Flora und Fauna in Tirols Bergwelt bei geführten Nature Watch Touren in drei der fünf Tiroler Naturparks und im Nationalpark Hohe Tauern.

Mit Fernglas und Spektiv ausgerüstet können Nationalparkbesucher beispielsweise jede Woche im Osttiroler Defereggental den Spuren im Schnee folgen – bis zum Staller Sattel. Dort, am höchsten Punkt der Rundwanderung angelangt, lassen sich Wildtiere wie die Gämse und mit etwas Glück auch der Steinadler beobachten. In Kals am Großglockner und auch beim Nationalparkhaus in Matrei in Osttirol starten vierstündige, geführte Schneeschuhwanderungen durch die verschneite Winterlandschaft, bei denen viel zu lernen gibt. Zum Beispiel, wenn der Guide von Schneehasen und Steinböcken erzählt, die mit unglaublichen Tricks die rauen Wintermonate überdauern. Im Winter bietet das Team des Nationalparks Hohe Tauern fast jeden Tag geführte Schneeschuhwanderungen an.

Auch den Naturpark Karwendel können Interessierte im Winter erkunden. Einmal wöchentlich startet Freitags um 10 Uhr beim Parkplatz Halltal eine für Urlaubsgäste kostenlose, geführte Nature-Watch-Tour. Ausgestattet mit einem Swarovski-Fernglas und mit Schneeschuhen geht es gemeinsam mit einem ausgebildeten Nature Watch Guide auf Entdeckungsreise und Spurensuche durch den größten Naturpark Österreichs.

Dreimal wöchentlich begeben sich auch Wintergäste in der Region rund um den Achensee mit Nature Watch auf die Spuren der Wildtiere und anderer Waldbewohner.Ausgebildete Naturparkranger führen Interessierte zum Beispiel von Achenkirch aus bei Winterwanderungen in Richtung der Falkenmoosalm. Dabei erklären sie die Überlebensstrategien der Wildtiere im Winter.

Immer Dienstags bietet die Naturparkregion Reutte während der Winterzeit eine Tierspurenwanderung für ihre Gäste. Wie kommen die Tiere über den Winter? Welche Tiere sind aktiv, welche verschlafen die kalte Jahreszeit? Gemeinsam mit einem Naturparkführer geht es auf Fährtensuche. 18 ausgewählte Winterzauberhütten in der Naturparkregion Lechtal-Reutte laden unter dem Motto „Eppas Guats“ dazu ein, nach der Wanderung mit Schneeschuhen oder einer Tour durch die verschneite Landschaft in die gemütlichen Stuben einzukehren. Nähere Infos und Anmeldung zur Tierspurenwanderung am Vortag bis 16 Uhr beim Naturparkbüro Life – Infostelle Weißenbach, Tel.: +43 676 885087941.

Auch der Naturpark Kaunergrat bietet im Winter geführte Winter- und Schneeschuhwanderungen an. Gemeinsam mit Naturparkguides, Biologen, Jägern und Bauern geht es hinaus in die verschneite Natur, um den Zauber des Winters hautnah zu entdecken. Zum Beispiel beim Tierspurenlesen mit einem Bergwanderführer und Jäger. Viele der angebotenen Touren starten direkt beim Naturparkhaus Kaunergrat.

Unter dem Motto „Nature Watch“haben sich auch einige Tiroler Hotelbetriebe ganz auf die naturnahe Alternative zum Skiurlaub spezialisiert. Mit Schneeschuhen die Natur entdecken beispielsweise Gäste des Hotels Falkner Hof im Ötztal. Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal bietet ebenfalls spezielle Nature Watch Touren im Winter an. Einmal wöchentlich zeigen ausgebildete Guides dort den Gästen die Natur rund um das Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch-Obernberger See-Tribulaune. Schneeschuhe und Stöcke stellt das Hotel kostenlos zur Verfügung.

Winterzauber in Tirol: www.tirol.at/winterzauber
Naturparks und Nationalpark Hohe Tauern: www.tirol.at/naturjuwele

Knirschender Schnee unter den Füßen, wohltuendes Bergklima und Höhentraining inklusive: Zur Saison 2019/20 wächst in und um St. Anton am Arlberg/Tirol das Angebot für Winterwanderer auf insgesamt 80 Kilometer Strecke an. Die Wege führen Urlauber etwa ins Naherholungsgebiet Verwall oder zum Berggasthof Almfrieden (1.530 Meter) oberhalb von Pettneu, eine ganz neue Route verläuft zwischen den Bergstationen von Galzig- und St. Christophbahn. Aufgrund des geringeren Sauerstoffgehalts in mittleren Höhenlagen nutzen viele Sportler die Winterwanderwege in St. Anton am Arlberg (1.304 Meter) zum Konditions- und Ausdauertraining. Wer hingegen Lust auf eine wohltuende Schneeschuhwanderung durch tiefverschneite Landschaften hat, unternimmt diese am besten mit einem ausgebildeten Guide.

Winterwanderwege
Winterwanderwege ©WEST Werbeagentur, Alexandra Genewein

Zu Fuß oder auf Brettern
Unter den 17 ausgeschriebenen Winterwanderwegen in der Urlaubsregion St. Anton am Arlberg entdecken Gäste mit festem Schuhwerk etwa das sagenumwobene Verwalltal (zehn Kilometer hin und retour) oder passieren mit Eiskristallen überzogene Erlen entlang des Stanzertaler Rundwanderwegs (24 Kilometer). Eine kürzere Route führt zum Gasthof Almfrieden (sechs Kilometer), zum Winterwanderweg am Galzig (ein Kilometer) gelangen Urlauber per Bergbahn. Wer im Schneegestöber nicht auf die Bretter verzichten möchte, powert sich auf einer der sieben Langlaufloipen mit gemütlichen oder sportlichen Varianten aus (eineinhalb bis 22 Kilometer Länge).

Neu im Winter 2019/20: Wagner Hütte im Verwalltal
Im Winter 2019/20 öffnet die neue Wagner Hütte (1.446 Meter) im Verwalltal ihre Pforten. Das gemütliche Gasthaus dient als Treffpunkt für Einheimische und Gäste in St. Anton am Arlberg, die das Naherholungsgebiet spazierend, mit Schneeschuhen, auf Pferdeschlitten oder per Langlaufski erkunden. Neben zwei Stuben, Wintergarten und Terrasse verfügt die Wagner Hütte auch über einen Tagungsraum. Öffnungszeiten im Winter täglich von 10 bis 17 Uhr, freitags und sonntags jeweils bis 23 Uhr.

Panoramatour im Tannheimer Tal: Winterwonderland

Im weißen Kleid hat das Wandern im Tannheimer Tal einen ganz besonderen Charme. 81 Kilometer an geräumten Wegen – von der Panoramaroute bis zu fordernden Gipfeltouren – garantieren den Gästen einen unvergesslichen Wintergenuss. Denn die kristallklare Luft, der strahlend blaue Himmel und die Winterwunderwelt des Tiroler Hochtals warten nur darauf, die Gäste zu begeistern.

Winterwandern im Tannheimer Tal
©TVB Tannheimer Tal/Achim Meurer

Spazierwege im Tal oder aussichtsreiche Panoramastreifzüge um die Gipfel des Tannheimer Tals – Vielseitigkeit ist hier Programm. Auf 16 unterschiedlichen Wanderrouten ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Nach dem Genuss an der frischen Luft wartet auch in vielen Unterkünften ein einladendes Programm für Leib und Seele. 

Gemütlich um die malerischen Seen des Tannheimer Tals

Ausgehend vom Dorfplatz in Haldensee, führt der Weg die Gäste entlang des Haldensees nach Haller. Auf dieser, etwa zwei Kilometer langen Strecke, zeigt sich der Winter inmitten von schneebedeckten Bergen und dem winterlichen Gewässer von seiner schönsten Seite. Eine Besonderheit im Tannheimer Tal: Nur die zugefrorene Eisfläche des Haldensees wird durch eine Eiskommission überprüft und freigegeben. Dann können die Gäste den gefrorenen See überqueren. Auch das Herzstück des Tannheimer Tals, der Vilsalpsee, ist im Winter eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit. Der Weg beginnt an der Touristeninformation in Tannheim, wo ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Von hier aus erreicht man den rund vier Kilometer entfernten See in etwa einer Stunde. Ruhig und sanft präsentiert sich das Juwel des Tals im Winter, verschneit die vielfältige Pflanzenwelt. Beide Seewanderungen eignen sich hervorragend für aktive Familienausflüge und bieten ein erholsames Naturerlebnis für Groß und Klein. Im Anschluss verwöhnt die ortsansässige Gastronomie mit Tiroler Schmankerln.

Lohmoos-Runde mit Zugspitzblick

Diese Route ist ein besonders schöner Weg der durch das Lohmoos, ein Hochmoor, führt. Er wird nicht geräumt und bietet sich deshalb für Schneeschuhwanderungen durch die verschneite Landschaft an. Ausgehend von Tannheim führt der Höhenweg am Fuße des Einsteins nach Zöblen. Ein weiteres Highlight der Tour ist der Zugspitzblick: Um diesen Ausblick zu genießen biegt der Gast am Häldeler Berg links ab und folgt der weiteren Beschilderung zum Panoramablick. Insgesamt 12 Kilometer und rund 420 Höhenmeter werden bei dieser Runde zurückgelegt und ist auch für Familien geeignet. 

Mit Schneeschuhen durch die unberührte Natur

Wer abseits der geräumten Wege den Winter erleben möchte, schnallt sich seine Schneeschuhe an die Wanderstiefel. Bei der Routenwahl ist jedoch wichtig, Wege zu nehmen, die nicht in Wild- oder Naturschutzgebieten liegen. Der Schwierigkeitsgrad kann dabei selbst bestimmt werden. Leistungssportler sowie Familien mit Kindern können das Abenteuer Schneeschuhwandern in ihrem Level bestreiten. Voraussetzung für einen gelungenen Ausflug sind warme Kleidung und festes Schuhwerk. Das benötigte Equipment kann vor Ort ausgeliehen werden. Bei Wanderern sehr beliebt sind die geführten Touren mit einheimischen Bergführern. Mit zahlreichen Insider Tipps in Petto zeigen diese die schönsten Strecken und aussichtsreichsten Plätze der Region. Allgemeine Infos zu Schneeschuhtouren und Terminen gibt es in den Infobüros des Tourismusverbands. 

Winterwandern: Slowmotion und Snowmotion

Studien belegen: Wandern im Winter ist eines der großen Zukunftsthemen im Alpentourismus. Nauders will diesen Trend aktiv nutzen und entwickelt derzeit spezielle Angebote entlang der Naturjuwele rund um den Mutzkopf.

Wandern durch verschneite Landschaften als Urlaubsmotiv – Nauders setzt auf ein stark wachsendes Segment.
Wandern durch verschneite Landschaften als Urlaubsmotiv – Nauders setzt auf ein stark wachsendes Segment. ©Martin Lugger/Nauders Tourismus

Gerade bei deutschen Gästen steht die Bewegung inmitten verschneiter Natur hoch in der Gunst. Marktstudien belegen ganz klar: 60% der Urlauber aus dem wichtigen Herkunftsmarkt Tirols ist dieses Angebot sehr wichtig, knapp die Hälfte schnürt die Wanderstiefel in der kalten Jahreszeit regelmäßig – gerade während eines Alpen-Urlaubs. Eine nationale Grundlagenstudie der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt, dass gemessen an allen deutschen Wintersportlern Winterwandern denselben Stellenwert einnimmt wie Alpinskilauf. Im stark wachsenden Kundensegment der 50-plus-Gäste bildet es sogar die mit Abstand bevorzugte Wintersportart. 

ABWECHSLUNG IM WINTERURLAUB GEFRAGT

Der Tourismusverband Tiroler Oberland und die Bergbahnen Nauders haben auf dieses wachsende Bedürfnis bereits gezielt reagiert. Seit Beginn der laufenden Wintersaison eröffnet sich für Gäste rund um den Mutzkopf ein ausgedehntes Netz an beschilderten Wanderrouten und Langlaufloipen – einmal wöchentlich, jeweils mittwochs von 10.30 bis 14.00 Uhr 16.30 bis 19.00 Uhr. Das auch im Sommer beliebte Naturjuwel hat sich während der aktuellen Wintersaison bereits als beliebtes Ziel für ausgedehnte Touren entwickelt – sei es im festen Schuhwerk, mit Schneeschuhen oder auf Langlaufskiern entlang der Höhenloipe Schwarzer See. „Sämtliche Analysen unterstreichen, was wir durch die Nachfrage am Markt, aber auch seitens unserer Gäste vor Ort verspüren: Sie suchen während ihres Aufenthaltes Abwechslung. Besonders schätzen sie Gelegenheiten, unberührte Winterlandschaften zu durchstreifen. Der Genuss der Naturlandschaft ist das Hauptmotiv für Winterwanderungen. Wir haben das Glück, dass sich rund um Schwarzer See und Grüner See eine einzigartige Bergwelt in unmittelbarer Ortsnähe eröffnet – vor allem dank des Mutzkopflifts“, erklärt Manuel Baldauf. 

TESTLAUF FÜR WEITERE PROFILIERUNG

Der Geschäftsführer von Nauders Tourismus hebt gleichzeitig das Testelement des jüngst entwickelten Angebotes hervor: Es dient auch der Erforschung der Gästebedürfnisse. Die Touristiker sind mit dem Genussberg Mutzkopf bewusst noch nicht in die volle Bewerbung gegangen. Derzeit sammeln sie mit dem wöchentlichen Betriebstag in erster Linie Feedbacks der Kunden. Damit soll das Angebot flexibel auf die in zahlreichen Marktumfragen prognostizierten Trends angepasst werden können. Das nachhaltige Entwicklungspotenzial dieses Gästesegments hebt auch Georg Schöpf von den Bergbahnen Nauders hervor. „Wir haben heuer bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. Die Gäste suchen diese Form des erweiterten und vielfältigen Angebots an winterlichen Aktivitäten. Für uns bietet diese Form des Natur-Erlebnisses eine wertvolle Chance, den Mutzkopflift noch besser zu aktivieren. Dadurch eröffnet sich für Nauders sicher eine vielversprechende zusätzliche Vermarktungschance“, so Schöpf.  

FÜNF TOUREN ZWISCHEN 700 M UND 10,5 KILOMETERN

Der Gestaltung dieses winterlichen Highlights haben die Verantwortlichen in Nauders das Bergwegekonzept des Landes Tirol zugrunde gelegt. Die Mitarbeiter des Tourismusverbandes verantworten die Pflege der Wege, die Bergbahnen den Liftbetrieb am Mutzkopf. Aktuell stehen Wanderern und Langläufern fünf Touren zur Auswahl. Diese reichen von der kurzen Genussrunde mit 700 Metern Länge bis zur 10,5 km langen Strecke der Seenrunde.

Wollen bei Winterwanderern punkten: Georg Schöpf von den Bergbahnen Nauders (li.) und Manuel Baldauf (Geschäftsführer Nauders Tourismus).
Wollen bei Winterwanderern punkten: Georg Schöpf von den Bergbahnen Nauders (li.) und Manuel Baldauf (Geschäftsführer Nauders Tourismus). ©Nauders Tourismus
Langlauf-Highlight in Nauders: Die Höhenloipe Schwarzer See.
Langlauf-Highlight in Nauders: Die Höhenloipe Schwarzer See. ©Martin Lugger/Nauders Tourismus
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