Kinder kochen am Lagerfeuer eine piemontesische Kartoffelsuppe

Kinder kochen am Lagerfeuer und sind unglaublich stolz, wenn es den Erwachsenen schmeckt. Wer glaubt, dass sich die kleinen Outdoorer auf das Zubereiten von Tütensuppen beschränken müssen, der irrt sich. Lasst doch die Kinder eine deftige Kartoffelsuppe aus dem Piemont draußen kochen.

Gerald von Primus Deutschland hat tolle Tipps für alle die gerne draußen kochen wollen. Foto und Film (c) kinderoutdoor.de

Trüffel. Wein. Honig und Reis. Dafür ist das Piemont bekannt. “Wir sind der Bauch Italiens!” lacht ein Einheimischer, der selbst viel körperliches Format aufweist. “Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen lieben Trüffel und die anderen nicht!” erklärt ein Gemüsehändler in Alba. Jeden Samstag findet hier ein großer Wochenmarkt statt und neugierig beugen sich viele Besucher über die weißen sowie schwarzen Trüffel. Ein leichtes gruseln macht sich bei dem einen oder anderen Passanten breit, sieht er die Preise der Trüffel. Während die schwarzen Trüffel vom Geruch her wie der Boden von einem Wald duften, riechen die weißen Trüffel (italienisch Tartufo) ein wenig wie frisch gewendetes Heu im Sommer. Manche Gourmetnasen schnuppern sogar noch die feine Note von Honig heraus. Egal, die schwarze Trüffel riecht erdig, während die Weiße eher einen süßlichen Duft besitzt. Alles sehr dezent. Deutlich günstiger als diese exklusiven Knollen, speziell abgerichtete Hunde und Schweine, stöbern die Trüffel auf, sind Kartoffeln.

Kinder kochen am Lagerfeuer diese leckere Kartoffelsuppe aus dem Piemont. Foto (c) kinderoutdoor.de

Wobei Kartoffeln aus dem Piemont auch ihren guten Preis haben. So wie fast alle Lebensmittel aus dieser Region. Die Patata haben einen kräftigen Geschmack und sind deutlich preiswerter als die Trüffel. Im Gegensatz zu manch anderen italienischen Speisen, ist das Essen im Piemont geradlinig. Kein Schnörkel, keine exotischen Zutaten und möglichst alles aus regionalen Produkten gekocht. Am Rande vom Parco nazionale della Val Grande bekam ich diese wunderbare Suppe serviert, deren Rezept ich gerne an Euch weitergebe. Zuppa, wie die Italiener zu diesem Essen sagen. Rein vom Klang her mit dem Wort “Super” verwandt und super ist diese Kartoffelsuppe aus dem Piemont.

Kinder kochen am Lagerfeuer: Diese Suppe bleibt nur kurz in den Tellern

Für unser heutiges Outdoor Rezept braucht Ihr keine exklusiven Kartoffeln aus dem Piemont kaufen. Die Suppe lässt sich auch auf dem Gas– oder Spirituskocher sowie im Holzofen einer Berghütte zubereiten. Zuerst füllt Ihr einen guten Liter Wasser, es darf auch ein wenig mehr sein, in einen Topf. Schält mit dem Taschen- oder Fahrtenmesser die Kartoffeln. Nehmt bitte mehlige Sorten, deren Stärkegehalt liegt über 16%, wie Afra, Ackergold, Gala, Margit oder Melody. An dieser Stelle könnt Ihr den Kindern vom großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann aus dem Räuber Hotzenplatz erzählen. Der liebte Kartoffelklöße, konnte aber nicht die Schale von den Knolen zaubern. Wenn Ihr die Knollen von den Schalen befreit habt, schneidet die Kartoffeln möglichst klein. Außerdem schnippelt Ihr eine Zwiebel und den Lauch klein. Jetzt bringt Iht das Wasser im Topf zum Kochen. Gebt und das Gemüse in den Topf und lasst es kochen, bis die mehligen Kartoffeln zerfallen. Immer wieder rührt Ihr die Suppe um. Schneidet nun die getrockneten Tomaten und die Karotten klein. Lasst sich auch in der Suppe mitkochen. Wer möchte kann auch Zucchini oder Paprika mit dazu geben. Jeder wie er mag. Zum Schluss würzt Ihr das Ganze mit Salz und Pfeffer. Wer will kann auch noch frische Wiesenkräuter hinzugeben. Mit Weißbrot schmeckt diese Outdoorersuppe besonders gut. Und die Kinder, wenn sie diese Suppe gekocht haben, lassen garantiert keinen Löffel voll davon in den Tellern zurück. Wer braucht da noch Trüffel. Wein. Honig oder Reis?

Zutaten für die Kartoffelsuppe aus dem Piemont:

  • 700 bis 800 Gramm mehlige (!!!) Kartoffeln
  • eine Stange Lauch
  • eine Zwiebel
  • 1 Liter Brühe
  • 200 Gramm getrocknete Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • wer möchte kann die Suppe noch mit Majoran oder frischen Wiesenkräutern verfeinern
Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email