Kinder Outdoor Rezepte für die Berghütte: Steinpilzsalat mit Knödeln

Kinder Outdoor Rezepte für die Berghütte. Wem Schokobananen und Pfannkuchen zu simpel sind, der kocht mit den Kindern einen Steinpilzsalat und Knödel dazu. Bei diesem Kinder Outdoor Rezept führt Euch der Weg erst einmal in den Wald zum Pilze suchen. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall, denn Euch erwartet ein Geschmackserlebnis der Extraklasse.

Leckere Steinplize warten auf die Pfanne.foto (c) kinderoutdoor.de

Den perfekten Pilz gibt es. Den Steinpilz. Sein Aroma ist unübertroffen und schon in der Steinzeit verspeisten unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ahnen diesen unübertroffenen Pilz. Wer im Herbst in Italien über einen Wochenmarkt geht, und auf die Preisschilder für frische Steinpilze sieht, der glaubt sich in einem Land mit Hyperinflation zu befinden. Für “Fungis” zahlen die Italiener gerne viel Geld. Wenn Ihr nicht hundertprozentig sicher seid, kauft die Steinpilze frisch auf dem Markt. Sie sind dort auf jeden billiger als in Italien. Wo findet Ihr den König unserer heimischen Pilze? Der Steinpliz ist, was seinen Standort angeht, weniger anspruchsvoll. In einem Wald aus Fichten mit wenig Licht gedeiht er ebenso wie in einem hellen Mischwald. In den Mittelgebirgen und den Alpen fühlt sich der Steinpilz auch wohl. Wir bringen mit unserem heutigen Rezept zwei “Kellerkinder” zusammen, die in der Erde leben: Die Kartoffel (im Süddeutschen sowie Österreich auch “Erdäpfel” genannt; das sagt wohl alles) und den Steinpilz.

Bratet die Reibeknödel an. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder kochen auf der Hütte Reibeknödel

Zuerst kocht Ihr ein Viertel der Kartoffeln. In der Zwischenzeit schält Ihr die restlichen 750 Gramm und reibt sie. Legt sie in ein sauberes Geschirrtuch und drückt den Saft möglichst aus den Kartoffelnschnipseln. Da spart Ihr Euch den Besuch vom Fitness-Studio. Wer auf Nummer sicher gehen will, mischt zwei Esslöffel Kartoffelstärke unter. Die gekochten Kartoffeln schälen und ebenfalls reiben. Sie vermischt Ihr nun mit dem bereits vorhandenen Teig. Bratet Brot ein wenig an. Nehmt Kartoffelteig in die Hand und legt in die Mitte den angebratenen Semmelwürfel und formt einen Knödel daraus. Ab damit in das Salzwasser. Wichtig ist, dass die Knödel nicht kochen, sonst verflüssigt sich ein großer Teil davon. Nach etwa 20 Minuten, wenn die Knödel oben treiben, nehmt sie raus uns lasst sie trocknen.

Wer es ganz flott haben will, kauft fertige Kartoffelknödel. Die schmecken jedoch bescheiden!

Die trockenen Knödel schneidet Ihr in Scheiben und bratet diese in Butter in. Legt sie zur Seite.

Ein richtig gutes Stück Wald in der Pfanne: Die Steinpilze! foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt sind unsere Steinpilze dran. Wenn sie waldfrisch sind, dann riecht die ganze Küche nach Fichten, modrigen Holz und Laub. Putzt die Pilze und wascht sie. Schneidet die Pilze in Scheiben und bratet sie goldgelb in Butter an. Das Fett ist in diesem Fall der perfekte Träger vom Aroma der Pilze. Wascht und putzt den Salat.

Zum Reinbeißen! Die angebratenen Knödel. foto (c) kinderoutdoor.de

Vermischt nun den Salat mit den Pilzen und Knödelscheiben. Stellt aus Olivenöl, Essig und Honig eine Vinaigrette her und gebt sie über den Salat. Einmal durchmischen und das Ganze kurz ziehen lassen. Fertig ist dieser einzigartige Salat, der auf einer Berghütte doppelt so gut schmeckt!

Ein perfektes Essen für die Hütte: Unser Steinpilzsalat mit Knödeln. foto (c) kinderoutdoor.de

Zutaten für die Knödel:

  • 250 Gramm gekochte Kartoffeln
  • 750 Gramm rohe Kartoffeln
  • eventuell drei Esslöffel Stärke
  • Butter
  • Salz
  • altes Brot

Zutaten für den Salat:

  • 400 Gramm Zupfsalat
  • 250 Gramm (oder mehr;-) waldfrische Steinpilze
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butter
  • Olivenöl
  • Essig
  • ein wenig Hoing (für die Vinaigrette)

Und was gibt es zum Nachtisch?

Kinder Outdoor Rezepte sind saisonal und regional. Jetzt ist die Zeit der Beeren und süßen Früchte. Bei einer Wanderung mit den Kindern könnt Ihr auch Beeren sammeln. Wir backen heute mit Euch einen simplen Blechkuchen, der auf der Berghütte mit der Familie doppelt so gut schmeckt.

Kinder Outdoor Rezepte für Berghütten: Der wohl einfachste und leckerste Blechkuchen der Welt. foto (c) kinderoutdoor.de

Backen ist nicht jedermanns Sache. “Beim Backen musst Du genau sein.” “Die Zutaten müssen exakt abgewogen sein” “Die Temperatur muss perfekt eingestellt sein und der Kuchen darf keine Minute zu lange im Ofen bleiben” Diese und andere Weisheiten aus der Küche halten manche davor ab, mit den Kindern einen Kuchen zu backen. Wer will schon die Kleinen trösten, wenn plötzlich ein rauchendes Stück Kohle aus dem Backofen heraus kommt. Unser heutiges Rezept ist ideal, wenn Ihr mit der Familie in den Bergen auf seiner Hütte für Selbstversorger seid. Warum immer nur belegte Brote essen? Lasst es Euch doch gut gehen, setzt Euch vor die Berghütte, genießt die Sonne und esst dazu einen selbst gebackenen Beerenkuchen. Folgende Zutaten sind dafür nötig:

  • 250 Gramm Butter
  • 200 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Mehl (Type 405)
  • 3 Tl Backpulver
  • vier Eier
  • 500 Gramm Beeren
  • Salz
Selbst gesammelte Beeren schmecken am besten in dem leckeren Blechkuchen. Foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Rezepte: Ihr bekommt es gebacken!

Zuerst sucht Ihr mit den Kindern die Beeren. Vogelbeeren sollten bitte nicht dabei sein, die sind nämlich giftig. Ansonsten wachsen wild Brombeeren, Himbeeren und Preiselbeeren. Wascht diese bitte gründlich. Fettet die Backform mit der Butter ein. In einer Schüssel bereitet Ihr nun den Teig vor. Wärmt ein wenig die Butter an, damit sie weich ist. Ab damit in die Schüssel und der Zucker kommt auch noch dazu. Schlagt beides schaumig. Am besten mit Karate. Als nächste stoßen die Eier dazu. Auch diese verrührt Ihr mit. Es folgen, Backpulver, Mehl und eine Prise Salz. Den Teig verteilt Ihr in der eigefetteten Backform. In den weichen Teig lasst Ihr nun, gleichmäßig verteilt, die Beeren reinfallen. Ab damit in den Backofen. Den habt Ihr bei Umluft auf 180 Grad vorgeheizt und etwa 15 bis zwanzig Minuten bleibt der Kuchen dort auf der mittleren Schiene. Wer will kann über den fertigen Beerenblechkuchen noch Puderzucker geben. Der Vorteil an diesem Backwerk: Lange lässt sich der Kuchen aufbewahren, er schmeckt saftig und ist somit auch ideal für Wanderungen oder Bergtouren.

Kinder kochen Marillenknödel und davon bleibt garantiert nichts übrig. Heute bereiten wir auf der Berghütte dieses typische Gericht aus Österreich zu und weil es so einfach ist, sollten es die Kinder tun.

Kinder kochen Marillenknödel: Sieht lecker aus und ist es auch! Foto (c) kinderoutdoor.de

Die Welt hat Österreich viel zu verdanken. Die Musik von Wolfang “Wolferl” Amadeus Mozart (auch wenn sein Vater Leopold Mozart aus Augsburg stammte), oder das Wiener Schnitzel (angeblich kannten es die Italiener schon früher), oder das Gulasch (hieß ursprünglich gulyásleves und kam aus Ungarn (zugegeben Ungarn gehörte bis Ende vom Ersten Weltkrieg zu Österreich), oder die prachtvollen Lipizzaner (die kommen aus Slowenien, was aber damals auch zur k.uk. Monarchie Österreich Ungarn gehört), aber bei den Marillenknödel gibt es nichts zu meckern. Die gehören zu Österreich wie der Almdudler, Fiaker (der Begriff stammt aus dem Französichen) oder die Hofburg in Wien. Im Süddeutschen Raum und in Österreich heißt die Aprikose bei vielen Leuten Marille. Niemand muss enttäuscht zum Obst- und Gemüsehändler gehen und dort nach einer Marille fragen,die er dann vielleicht nicht bekommt. Vielseitig lässt sich diese Frucht verwenden. In Ungarn oder Österreich entstehen leckere Liköre daraus und sogar aus dem Kern lässt sich ein Bittermandel-Aroma herstellen. Auch die Bienen freuen sich über die Aprikose wenn diese blüht. Weil die Blüten besonders viel Nektar und Pollen für die Insekten bereithalten, zählen Experten sie zu den Bienentrachtpflanzen. Als Marmelade schmecken die Marillen auch Erwachsenen und Kindern zum Frühstück.

Kinder kochen Marillenknödel: Gut gewälzt

Wenn die Marillenknödel fertig gekocht sind, wälzt Ihr sie in einer verführerischen Mischung. foto (c) kinderoutdoor.de

Besorgt Euch frische, kleine Aprikosen. Zuerst bereitet Ihr den Teig vor. Keine Sorge, der ist völlig harmlos. Gebt die Butter, den Quark und das Ei in eine Schüssel. Es folgen das Mehl, der Grieß und eine Prise Salz hinzu. Vermischt das Ganze und es sollte ein durch das fleißige Kneten entstehen. Den lasst Ihr etwa 20 bis 30 Minuten ruhen. Als nächsten wascht Ihr die Marillen und entkernt sie. Wer möchte kann den Kern durch einen Würfelzucker ersetzen. Rollte den Teig und schneidet gleich große Stücke daraus. Mehlt die Innenseite der Hände ein und knetet den Teig zu flachen Scheiben. Mittig kommt eine Marille in die Teigscheibe und bedeckt die Aprikose damit. Formt zwischen den eingemehlten Händen einen Knödel daraus. Gebt ein wenig Salz ins Wasser, lasst es kochen und nun dürfen die Knödel etwa zehn Minuten darin rumdümpeln. In der Zwischenzeit lasst Ihr den Zucker in der Butter karamelisieren. Mischt die Semmelbrösel und den Zimt vorsichtig darunter. Holt jetzt die fertigen Marillenknödel aus dem Wasser und lasst sie abtropfen. Wälzt sie in der leckeren Mischung und fertig ist diese typische österreichische Spezialität.

Zutaten:

  • zehn Marillen
  • 300 Gramm Quark (Topfen)
  • 150 Gramm Butter
  • ein Ei
  • 150 Gramm griffiges Mehl (Typ 630 oder 405 Wiener Grießler)
  • 100 Gramm Grieß
  • 150 Gramm Semmelbrösel
  • Salz
  • Zucker
  • Zimt

Nockerl aus Topfen, ergibt Topfennockerl

Topfennockerl gehören zur österreichischen Küche, wie Mozart zu Salzburg. Wenn Ihr mit den Kindern auf einer Hütte seid, kocht mit ihnen Topfennockerl. Das Rezept ist kinderleicht und die Zutatenliste übersichtlich. Ein weiteres Plus: Topfennockerl essen (fast) alle Kinder und das Ganze ist schnell zubereitet.

Topfennockerl: So gut isst Österreich! Foto (c) Kinderoutdoor.de

Topfennockerl: So gut isst Österreich!
Foto (c) Kinderoutdoor.de

Topfennockerl, Paradeiser und Schlagober sind typische Fachausdrücke der österreichischen Küche. Wenn Ihr von einer Winterwanderung nach Hause kommt oder auf einer Hütte mit den Kindern seid, dann sind Topfennockerl ein ideales Essen. Nach einer Skitour lernte ich dieses Gericht kennen. Meine Beine brannten, das Gesicht auch und ich freute mich auf ein richtig deftiges Abendessen. Nach einer kräftigen Suppe und einem wunderbaren Schnitzel, gab es als Nachspeise die Topfennockerl. Bis dahin kannte ich dieses Dessert nicht. Doch schon nach dem ersten Bissen, hatte mich die österreichische Küche überzeugt! Als ich das Rezept bekam, fragte ich nach, ob das wirklich alles an Zutaten sind. Da meinte die Köchin “Willst mi pflanzen hearst?” Ah, bevor ich es vergesse: Den Topfen gibt es auch bei uns zu kaufen, als Quark!

Zuerst die Eier, den Quark (Topfen) und das Mehl in eine Schüssel geben. Eine Prise Salz dazu. Alles mit dem Schneebesen oder dem Rührgerät zu einem Teig vermischen. In der Zwischenzeit kommen die Butter, der Zucker und die Milch in einen kleinen Topf. Das Ganze kocht auf und nun gebt Ihr diese Mischung heiß in eine Auflaufform. Mit einem Esslöffel formt Ihr die Nockerl aus dem Teig. Diese in die Auflauform geben. Wenn alle Nockerl in der Form sind, ab damit in den Ofen (österr. “d´Röhrn”) und bei 200 Grad etwa 25 bis 30 Minuten drinnen lassen. Wartet bis die Oberfläche der Nockerl schön goldbraun ist. Die Nockerl mit Apfelmus servieren. Aber Vorsicht! Die Kinder wollen sicher mehr davon. “Willst mi pflanzen hearst?”

Topfennockerl wenn sie frisch aus dem Ofen kommen. Foto (c) Kinderoutdoor.de

Topfennockerl wenn sie frisch aus dem Ofen kommen.
Foto (c) Kinderoutdoor.de

Zutaten:

  • 500 Topfen (Quark; eine große Packung)
  • 2 Eier
  • 150 g Mehl
  • 120 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • Salz

Kinder kochen zum 50. Jubiläum vom Tiramisu die fruchtig leckere Version ohne Alkohol und Espresso. Mit Erdbeeren lässt sich die beliebte Nachspeise wunderbar zubereiten und schmeckt den Outdoor Kindern garantiert!

Kinder kochen Erdbeertiramisu. foto (c) kinderoutdoor.de

Tirami Su stand 1969 nachweislich zum ersten Mal auf einer Speisekarte. Im norditalienischen Tolmezzo bekamen Gäste von der Albergo Roma diese Spezialität serviert. Damit haben wir aber nur den ersten schriftlichen Nachweis. Sicher gibt es das Dessert schon deutlich länger, Experten gehen davon aus, dass schon zur K und K Zeit in dem von österreich besetzten Teil des heutigen Italiens der Vorläufer vom Tiramisu auf die Teller kam. Nur bewesen lässt sich nichts. Wahrscheinlich ist die Nachspeise mit Löffel-biskuits, Espresso und Alkohol über 200 Jahre alt. Entsprechend ranken sich auch die Legenden um dem Tiramisu. Übersetzt soll es so viele bedeuten wie ” Zieh mich hoch”. Schon sind wir an einem wunden Punkt ange-kommen. Espresso und Alkohol sind für Kinder weniger gut. Genau des-wegen wollen die Knilche nur allzugerne von dem Nachtisch probieren. Da hilft nur eines: Es muss ein Rezept her, dass kinderleicht zu kochen ist und ohne Alkohol sowie Espresso auskommt. Wenn es die Erdbeeren frisch vom Feld gibt, dann solltet Ihr mit den Kindern diese sammeln und daraus Erdbeertiramisu herstellen. Nach einer Wanderung, Kanu- oder Radeltour schmeckt es den Kleinen besonders gut.

Fertig ist unser Erdbeertiramisu.

Kinder kochen Tiramisu: Beerig gut!

Verwendet möglichst frische und regional geernetet Erdbeeren. Wascht sie und schneidet die Stiel sowie die Blätter weg. Nehmt etwa 100 bis 150 Gramm von den Beeren und püriert sie. Gebt etwas Zucker hinzu und nochmals das Ganze verrühren. Stellt dieses Gemisch in den Kühlschrank. Jetzt braucht Ihr eine große Schüssel. Dort hinein kommen Mascarpone, ein wenig Zucker, Saft der Zitrone und Vanillezucker. Verrührt alles zu einer Mischung. Die Kinder schnippeln die restlichen Erdbeeren in dünne Scheiben. Hebt diese unter die Mischung. Aber bitte seid vorsichtig dabei. Legt eine Glasform mit der ersten Schickt Löffelbiskuits aus. Gebt ein wenig frisch gepressten Orangensaft darüber und wartet kurz, bis die Biskuits diesen aufgesogen haben. Nun kommen die Kinder auf ihre Kosten: Sie streichen darüber die hergestellte Creme mit Mascarpone. Es folgt die nächste Schicht Löffelbiskuits. Wieder kommt der Saft von den frischen Orangen und wieder eine Ladung Creme. Bis die Form davon voll ist. Zum Schluss kommen die pürierten Erdbeeren oben drauf. Ab damit in den Kühlschrank!

Zutaten:

  • 500 Gramm frische Erdbeeren
  • 150 bis 200 Gramm Löffelbiskuits
  • zwei Esslöffel Zitronensaft
  • zwei Packungen Vanillezucker
  • Zucker (je nach Geschmack)
  • 250 Gram Quark
  • 250 Gramm Mascarpone
  • 100 ml Orangensaft