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Kinder übernachten auf Hütten: Hochbett!

Kinder übernachten auf Hütten und dies ist für die ganze Familie ein großes Abenteuer. Wir stellen Euch familienfreundliche Berghütten vor und geben Tipps, was einzupacken und worauf zu achten ist. Bei uns erfahrt Ihr, welche Hütten in den Alpen oder Mittelgebirgen ideal für Familien und was deren Besonderheiten sind. Hier gibt es mehr als ein gemütliches Hochbett! Wer sich dort verpflegen lässt, schmeckt, wie gut die Berge sind!

Am 23.Mai 2022 ist es wieder soweit.Die Alpenrosenhütte startet in die Sommersaison. Ihr Lage könnte besser kaum sein. Die Unterkunft liegt direkt am Skigebiet Westendorf. Sie ist integriert in die Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental. Umweltfreundlich lässt es sich mit dem Zug anreisen. Westendorf in Tirol hat nämlich einen eigenen Bahnhof. Alle die mit dem Auto kommen, parken es in Westendorf. Von hier aus gibt es verschiedene Varianten zum Aufstieg.Los geht es an der Talstation der Alpenrosen-Bergbahn. Ab hier folgt Ihr dem Wohlfühlweg. Dabei kommt Ihr an den Ziepflhöfen (975 m)  vorbei. Es folgt das Gasthaus Alte Mittel (1.000m) . Wer möchte kann hier einkehren. Steigt weiter bergan und Ihr gelangt an der Kasbichlalm (1.385 m) vorbei. Weiter bergan und Ihr kommt zum Ziel: der Alpenrosenhütte

Zustieg „Wohlfühlweg“

  • Länge 5 Km
  • Gehzeit 2 1/2 Stunden
  • Höhenmeter: 770
  • Anspruch: Leicht

Wie viele Hütten gibt es vom Deutschen Alpenverein?

Der DAV betreibt 321 Hütten. Von der Aiblinger Hütte bis Würzburger Bergbung Hütte.

Eine Alternative dazu ist es mit der Alpenrosenbahn bis zur Mittelstation zu gondeln. Von hier auf einem gut ausgebauten Weg zur Hütte aufsteigen.

Zustieg „Alpenrosenbahn“:

  • Gehzeit: 45 min
  • Höhenmeter: 235 m
  • Anspruch: leicht

Für alle die mit Kindern unterwegs sind, bietet sich diese Variante an: Ihr fahrt mit der Alpenrosen-Bergbahn bis zur Bergstation  Talkaser. Von dort steigt Ihr über einen gut ausgebauten Weg zur Hütte ab.

Zustieg „Talkaser“

  • Gehzeit: 30 min
  • Höhenmeter: 150 m (bergab!)
  • Anspruch: leicht

Wie viele Berghütten gehören zum Österreichischen Alpenverein?

Zum OeAV und seinen Sektionen zählen insgesamt 232 Berghütten.

Mit Kindern BergsteigenMit Kindern Bergsteigen ist mehr als nur am Morgen los marschieren um späten Nachmittag oder Abend wieder am Parkplatz zu sein. Wer mit Kindern wandern geht, kann auch eine Hüttentour unternehmen. Dabei lassen sich auch, um lange Zustiege zu vermeiden, auch Seilbahnen perfekt einbauen um Höhenmeter mit der Familie zu vermeiden. Wir stellen Euch Hüttentouren vor, wenn die Kinder Bersteigen wollen.

Jeden Gipfel komplett selbst erwandern? Kann man machen. Man kann aber auch ausschlafen, nett frühstücken und dann in sieben Minuten mit dem 2020 erneuerten „Helmjet Sexten“ nach oben gondeln. Von der Bergstation auf 2.041 Meter führen dann gemütliche Kehren zum knapp 200 Meter höheren Hasenköpfl. Und wow – rascher geht es wohl nirgends in den Alpen zu solch einem 360-Grad-Panorama! Im Süden baut sich das Who-is-Who der Sextener Dolomitengipfel auf. Allen voran die Zacken der weltgrößten steinernen Sonnenuhr inklusive Elfer, Zwölferkofel und Einser. Praktisch: Die Kulisse lässt sich auch auf dem leicht erwanderbaren Helm-Gipfel und auf der Terrasse der „Sillianerhütte“ genießen. Zusammen mit einer Portion Kaiserschmarrn. Wer will, bleibt über Nacht. Oder schlägt den eineinhalbstündigen Weg zurück zur Bergstation ein. Letzte Talfahrt: 17.30 Uhr. Verpasst? Dann bleibt immer noch der Fußweg nach Sexten.

Mit Kindern Bergsteigen
Wer in den Sextener Dolomiten unterwegs ist, der sollte mit den Kindern zur Sillianerhütte wandern. foto (c) Tourismusverein Sexten

Bergsteigen mit Kindern: Wann dürfen Kinder in die Kindertrage?

Kleinkinder sollten erst in die Kindertrage, wenn sie selbständig sitzen können. Wie lange die Kinder in der Kraxe sich tragen lassen können, hängt vom Gewicht der Kleinen ab. Jeder Hersteller hat ein Höchstgewicht für die Kindertrage festgelegt. Anders ist es beim Kinderwagen. Doch dem “Handporsche“ sind von den Wegen oft Grenzen gesetzt.

Wo befinden sich die Hütten vom Deutschen Alpenverein?

In den Alpen verfügt der DAV über 150 Hütten, in den Mittelgebirgen über 70 Hütten.

Mit Kindern Bergsteigen: Freie Auswahl!

Besucher der ehrwürdigen „Dreischusterhütte“ haben die Qual der Wahl. Wohin zuerst schauen? Im Osten ragt die Dreischusterspitze empor, der mit 3.145 Metern höchste Gipfel der Sextener Dolomiten. Haunold und Birkenkofel erheben sich im Westen. Im Süden steigt das Innerfeldtal zu Paternkofel und Morgenkopf auf. Kurz: Die am Talschluss, ergo mitten im Naturpark Drei Zinnen gelegene Hütte mit ihren 56 Schlafplätzen liegt einmalig. Wobei bereits der selbst für Kinder leicht machbare Weg hinauf auf 1.626 Meter Höhe Dolomiten-Idylle offenbart. Und nicht nur das: Vom Taleingang, gut per Bus erreichbar und mit seinen Lärchenwiesen eine echte Pracht, sind es gerade einmal zwei Stunden, vom Wanderparkplatz Antoniusstein gar nur 20 Minuten. Ob man sich da die berühmten Äpfelkiachlan mit Vanilleeis überhaupt verdient hat? Nein? Dann noch schnell in den nahen Klettergarten. Im Übrigen kann die Wanderung, um nicht denselben Weg zurückzugehen, über den Weg Nr. 12 bei der Weggabelung weitergeführt werden. Dieser führt am Außer- und Innergsellgipfel vorbei nach Sexten.

Mit Kindern Bergsteigen
Wundervoll gelegen ist die Talschlusshütte. foto (c) Harald Whistaler

 

Wie verhaltet Ihr Euch bei einem Gewitter im Gebirge richtig?

  • Ihr solltet keinesfalls der höchste Punkt im Gelände sein und zu anderen Personen einen Mindestabstand von einem Meter halten.
  • Runter vom Fahrrad und Motorrad
  • Raus aus dem Wasser (egal ob Ihr als Schwimmer, Surfer, Kajakfahrer oder SUP Paddler unterwegs seid).
  • Besonders gefährdet für Blitzeinschläge sind Bäume, Gipfel oder Deiche.
  • Versucht während eines Gewitter keine Metallteile anzufassen oder auf einer feuchten Wiese zu liegen.

Über den Gamssteig ins Fischleintal

Die Geschichte des Ersten Weltkrieges auf der Rotwand ist die Geschichte von erstaunlichen Bauten wie Lager, Stellungen, Schützengräben und Galerien. Der lokale Verein „Bellum Aquilarum Onlus“ hat sich das Ziel gesetzt, die noch vorhandenen Zeugnisse und Relikte vor dem Vergessen zu retten. Wie das? Mit historischen Wanderungen zum Freilichtmuseum Anderter Alpe sowie einer Reihe von Infotafeln. Die Zeitreise lässt sich auch individuell machen. Und zwar so: Per Gondel oder per pedes geht es hinauf zu den Rotwandwiesen und weiter über den großartigen, teils etwas steilen Gamssteig hoch über dem Fischleintal, das Bergsteigerlegende Luis Trenker einmal als „schönstes Tal der Welt“ bezeichnete. Dort liegen dann auch mehrere Einkehrmöglichkeiten, etwa die „Talschlusshütte“. Die Aussicht: grandios. Die Küche: exzellent. Die Zimmer: hell und modern. Die Öffnungszeiten: bis Ende Oktober. Solang würde man es sicher gut dort aushalten.

Mit Kindern Bergsteigen
Das wahrscheinlich schönste Tal der Welt ist das Fischleintal. Zu dieser Erkenntnis kam der „Bergfex“ Luis Trenker. foto (c) Harald Wisthaler

Wo befinden sich die OeAV Hütten?

230 Berghütten vom österreichischen Alpenverein befinden sich in Österreich, zwei in Belgien (Sektion Flandern).

Mit Kindern Bergsteigen: Drei Zinnen jenseits des Rummels

Die markanten Felsformationen, die sich dem staunenden Betrachter auf einem freien Hochplateau in voller Pracht präsentieren, sind zu Recht weltberühmt. Die Szenerie ist einfach schön, leider aber oft auch schön voll. Daher lautet die Devise: nicht so laufen wie alle anderen. Am besten also nicht im Hochsommer, nicht am Wochenende, nicht auf dem einfachsten Weg von der „Lavaredohütte“ aus. Auch eine Übernachtung auf der „Drei-Zinnen-Hütte“ verspricht wenig Familienatmosphäre (dafür einen Logenplatz bei Sonnenauf- und -untergang). Was also tun? 1. Tipp: Auf der rund zwei Stunden entfernten, charmanten „Zsigmondy-Hütte“ nächtigen und dann sehr früh aufbrechen. Unterwegs warten im Übrigen nicht minder eindrucksvolle Kulissen! Nur ein Tag Zeit? Dann kommt Tipp 2: Die allseits bekannte „Hüttenrunde“ in entgegengesetzter Richtung laufen, nicht erst durchs Altenstein-, sondern das Bacherntal. Und Tipp 3: Sollte es dieses Jahr zu spät sein für einen Spontan-Trip gleich jetzt für nächstes Jahr reservieren!

Mit Kindern Bergsteigen
Was für ein unvergesslicher Blick auf die Drei Zinnen. foto (c) Harald Wisthaler

Bergsteigen für Kinder: Wo können vier bis Sechsjährige wandern?

Auf gesicherten Wegen könnt Ihr mit den Kindern zwischen vier und sechs Jahre bis zu vier Stunden wandern. Das hängt natürlich von den Höhenmetern ab. Wichtig ist auch, dass es unterwegs oder am Ziel der Wanderung etwas Attraktives für die Kinder gibt: Eine Alm oder ein Bergsee begeistern die Kleinen. Legt unterwegs entsprechend Pausen ein. Nutzt diese um mit den Kindern was zu Schnitzen. Deshalb: Packt immer das Taschenmesser ein.

In welchen Ländern hat der Deutsche Alpenverein seine Berghütten?

Die DAV Hütten verteilen sich folgendermaßen:

  • 136 in Deutschland
  • 183 in Österreich
  • eine in der Schweiz
  • eine in Frankreich

Berghütten für Familien: Der DAV hat´s

Berghütten für Familien sind, Covid hin oder her, ein besonderes Erlebnis. Dabei ist jede Alpenvereinshütte anders. Jede hat ihren eigenen Stil und ebenso unterschiedlich sind die Geschichten der 321 Alpenvereinshütten. Es gibt auch das Gütesiegel für besonders familienfreundliche Hütten. Darauf könnt Ihr Euch verlassen! Entsprechend investiert der DAV in seine Hütten.

Ob Ausflugsziel in Seilbahn- oder Talnähe, Schutzhütte in unwirtlicher Umgebung oder Schlafplatz mit viel „Luft“ unter den Betten – die Charaktere der Alpenvereinshütten sind unterschiedlich.Eines haben die 321 Hütten des Deutschen Alpenvereins allerdings gemeinsam: Sie stehen allen Bergsportlern offen, bieten Verpflegung und Unterkunft und sind Anlaufstellen in Notfällen.Die Hütten sind im Besitz der DAV-Sektionen und befinden sich in Bayern (66), Österreich (183), der Schweiz (1), in den deutschen Mittelgebirgen (70) und im französischen Mittelgebirge (1). Den Bergsteigern und Wanderern stehen dort insgesamt rund 20.000 Schlafplätze und 24.000 Gastraumplätze zur Verfügung. In die Instandhaltung und Sanierung seiner Hütten investiert der Deutsche Alpenverein jährlich etwa dreizehn Millionen Euro. Der größte Teil der Summe fließt in die umweltgerechte Ver- und Entsorgung. Vor allem im vergangenen Jahrzehnt wurden Energieversorgung und Abwasserbeseitigung vieler Hütten unter ökologischen Gesichtspunkten modernisiert. Beispiele sind die Otto-Mayr-Hütte der Sektion Augsburg in den Allgäuer Alpen, die Kaunergrathütte der Sektion Mainz in den Ötztaler Alpen, die Tegernseer Hütte der Sektion Tegernsee in den Bayerischen Voralpen oder auch die Olperer Hütte der Sektion Neumarkt/Oberpfalz in den Zillertaler Alpen.

Berghütten mit Kindern: Tipps für einen gelungenen Hüttenaufenthalt:

  • Hüttenschlafsack und Hüttenschuhe mitbringen
  • Wasser und Energie sparen
  • Hüttenordnung aufmerksam lesen und beachten
  • Höhere Preise bei Essen und Getränken akzeptieren – viele Hütten können nur per Materialseilbahn oder Hubschrauber versorgt werden
  • Eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen und fachgerecht entsorgen
 
Bei der Auswahl der passenden Unterkunft hilft die Hüttensuche des Deutschen Alpenvereins, die auf der Website www.dav-huettensuche.de zu finden ist.
 
 

Mit Kindern auf Berghütten: Umweltgütsiegel

Wer mit Kindern auf Berghütten wandert und dort übernachtet, möchte dies auch mit dem guten Gefühl tun, damit einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Die Alpenvereine vergeben deshalb Umweltgütesiegel. In Österreich erhielten zwei Berghütten das begehrte Gütesiegel. Ein wunderbarer Grund, um Euch diese Alpenvereinshütten und deren Engagement für den Schutz der Umwelt näher vorzustellen.

Der Österreichische Alpenverein betreibt 231 Hütten, mit dem Ziel, diese zu vorbildlichen Beherbergungsstätten im Hinblick auf eine ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung zu entwickeln. Um das Engagement im Bereich Umweltschutz zu fördern, wird seit 1996 das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten verliehen. Dieses Jahr durften sich Vertreter der Sektion Lungau über die begehrte Auszeichnung freuen: Die Franz Fischer-Hütte (2.020 m) in den Radstädter Tauern (Salzburg) wurde als erste 100 % rein vegetarisch-vegane Hütte geadelt. Weiters erhielt die Wiener Sektion Gebirgsverein für ihr Hubertushaus (946 m) in den Gutensteiner Alpen (Niederösterreich) das Umweltgütesiegel.

Die Verleihung des renommierten Umweltgütesiegels ist ein Höhepunkt bei jeder Jahreshauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins. Mit diesem Siegel werden all jene Alpenvereinshütten geehrt, die sich im Bereich Umwelt und ökologischer Bewirtschaftung besonders auszeichnen. Eine Kommission, bestehend aus Experten des Alpenvereins im Bereich Hütten und Wege, empfahl dieses Jahr, die Umwelt-Auszeichnung gleich an zwei Hütten zu vergeben.

Die Franz Fischer-Hütte (Foto: P. Pileschnegger)

Franz Fischer-Hütte: erste 100 % vegetarisch-vegane Alpenvereinshütte

Die Franz Fischer-Hütte (2.020 m) liegt eingebettet in den Radstädter Tauern in Salzburg. Von hier aus lassen sich sowohl gemütliche als auch sehr anspruchsvolle Wanderungen und Bergtouren unternehmen. Wer Zeit zum Erholen sucht, den laden die umliegenden Almen und Bergseen ein.

Außen und innen aus hellem Holz, Sanitäranlagen im Edelstahl-Glanz, viel Licht, das durch große Fenster flutet, Duschen mit Aussicht – die 2013 als Ersatzbau errichtete Franz Fischer-Hütte besticht durch ihr modernes Wohlfühl-Design. Zugleich ist sie in der derzeitigen Bewirtschaftungsform ein Muster- und Vorzeigebetrieb und kann als Vorbild für viele andere dienen. Strom wird im eigenen kleinen Kraftwerk nahe dem Zaunersee erzeugt. Im Jahr 2020 erfolgte der Bau einer biologischen Kläranlage.

In vielen Bereichen der Bewirtschaftung werden die strengen Kriterien des Umweltgütesiegels weit übertroffen. Hüttenpächterin Evelyn Faber führt die Hütte nun im fünften Jahr und seit 2020 rein vegetarisch-vegan. Damit ist sie die erste und einzige Hütte des Österreichischen Alpenvereins, die komplett auf Fleischspeisen verzichtet. Evelyn Faber kocht und backt ganz bewusst geschmacksintensive, nahrhafte und fleischlose Alternativen aus der Riedingtaler Bergküche. Dies möchte sie auch mit dem V-Label (Qualitätssiegel für vegane und vegetarische Produkte) zertifizieren lassen. Beim Einkauf aller Lebensmittel, die sie für die Zubereitung der Speisen in der Küche der Franz Fischer-Hütte verwendet, achtet sie auf Qualität, Frische und lokale Beschaffung. Viele Produkte kommen aus dem lokalen Umfeld im Lungau.

Im Wissen, wieviel Aufwand und Herzblut dahinersteckt, eine Hütte so zu präsentieren, zu warten und zu betreiben, gebührt dem sehr kreativen Pächterpaar hier volle Hochachtung”, betont die Umweltgütesiegel-Kommission und bestätigt, dass die Franz Fischer-Hütte das Umweltgütesiegel mehr als verdient hat.

Das Hubertushaus (Foto: Alpenverein)

Neu ausgezeichnet: Hubertushaus

Aussichtsreich über den Felsflanken der Hohen Wand liegt das Hubertushaus (946 m) in den Gutensteiner Alpen in Niederösterreich. Die bewirtschaftete Hütte ist ein beliebtes Ziel bei Wanderern und Kletterern, aber auch Schneeschuhwanderer zieht es gern dorthin. Seit 2016 wird die Hütte mit sehr viel Liebe zum Detail von Andrea Steinhuber und Joachim Osen bewirtet.

Die Hütte wurde in den letzten Jahren teilsaniert und ist mit Stromkabel und Ortswasserleitung an die kommunalen Netze angeschlossen. Sie verbraucht keinerlei fossile Energie, Wärme und Warmwasser werden ausschließlich mit Stückholz bereitet. Die Hütte besticht durch ihre Einfachheit und Sauberkeit.

Ebenso war die Kommission vom sehr motivierten Hüttenteam, der tollen und glaubwürdig gelebten Philosophie und vom liebevoll gestalteten Ambiente beeindruckt. Das Speisenangebot entspricht in höchstem Maße den Grundsätzen von „So schmecken die Berge“: Es ist regional, saisonal und kommt vorwiegend aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft bzw. ist selbst gemacht. Der Hüttenwirt ist selbst begeisterter Imker und vertreibt und verarbeitet seine Produkte auf der Hütte.

Umweltgütesiegel: Strenge Kriterien

Der Alpenverein setzt sich stark für die Umweltfreundlichkeit seiner Hütten und eine nachhaltige Energieversorgung ein. So erfüllen bereits viele Hütten die strengen Voraussetzungen des Umweltgütesiegels. Damit sind umweltgerechte Bewirtschaftung, geregelter Wasserverbrauch und sparsamer Energieeinsatz garantiert. Um das Umweltgütesiegel zu erhalten, sind Faktoren wie Energieeffizienz und -versorgung, Abwasserklärung, Abfallvermeidung und -entsorgung oder auch eine saubere Hüttenumgebung ausschlaggebend. Zu den Grundvoraussetzungen zählen die Identifikation der Hüttenwirtsleute mit der Hüttenordnung sowie der Ideologie des Alpenvereins, umweltgerechtes und energieeffizientes Betreiben und Bewirtschaften der AV-Hütte und die Beachtung aller bundes- und landesgesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus sind alle Neuinvestitionen für die Ver- und Entsorgungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik anzupassen.

Der Österreichische Alpenverein, der Deutsche Alpenverein sowie der Alpenverein Südtirol haben zusammen bereits 134 ihrer Hütten mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu den Alpenvereinshütten finden Sie auf www.alpenvereinshuetten.at.

 

Kinder auf Berghütten: Rauf mit Euch!

Kinder auf Berghütten sind völlig im Glück. Hier oben erschließt sich für sie eine völlig neue Welt. Die Kleinen vermissen in der Berghütte garantiert kein Spaßbad mit einer halben Kilometer langen Röhrenrutsche. Alles was die Kinder auf der Berghütte brauchen ist da oder sie finden es in der Natur. Wir stellen Euch Hütten für Familien vor.  

Vier goldene Säulen. Was will der Mensch eigentlich mehr? Auf diesen Säulen aus Edelmetall soll, so eine alte Volkssage, die Benediktenwand ruhen. Im Inneren sollen Goldzapfen von der Decke hängen. Gefunden hat diese Schätze angeblich ein Junge aus dem benachbarten Wackersberg. Wir finden lieber den Weg hinauf zur Tutzinger Hütte. Los geht der Aufstieg beim Parkplatz vom Alpenwarmbad Benediktbeuern. Gemütlich geht es rauf zur Berghütte. Der Weg dorthin ist optimal ausgeschildert und Papa kann sein ach so tolles GPS zuhause lassen. Von Anfang/Ende April bis Anfang November und in den Weihnachtsferien ist die Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand geöffnet.Sie gehört zur Kampagne der deutschsprachigen Alpenvereine ” Mit Kindern auf Hütte”.  Die Tutzinger Hütte ist deshalb ein ideales Ziel für Familien mit Kindern ab drei Jahren. Draußen lassen sich die Gämsen und Steinböcke beobachten, wie sie im Felsen unterwegs sind. Wer selbst so klettern möchte, der findet in der Hütte eine Boulderwand. Draußen bieten sich genügend Gelegenheiten zum Spielen: Quellen, Bäche und Felsbrocken. Das Essen ist hier besonders delikat, denn die Tutzinger Hütte nimmt auch an der Aktion “so schmecken die Berge” teil. Regional und saisonal kochen die Hüttenwirte und das schmeckt besser als eine tiefgekühlte Currywurst mit Pommes.

Fakten zur Tutzinger Hütte:

  • Betten in Zimmern: 64
  • Schlafplätze im Matratzenlager: 34
  • Hüttenklasse I
  • Höhe: 1.372 Meter
  • Bundesland: Bayern
  • Infos unter:

Berghütten für Familien: Ganz weit oben!

Berghütten für Familien üben das ganze Jahr über eine Anziehungskraft aus. Im Frühjahr sehen dort die Alpinisten die ersten Bergblumen blühen, im Sommer ist es angenehm kühl, während des Herbstes leuchtet der Bergwald in den Farben der Blätter und im Winter sind Berghütten für Familien die perfekte Basis um von dort mit den Schneeschuhen zu gehen, zu rodeln oder eine Skitour zu unternehmen. Wo Ihr Abenteuer mit der Familie erleben könnt, zeigen wir Euch heute mit ganz besonderen Berghütten.    

In Tiefenbach startet die Wanderung durch die Breitachklamm. Sie ist nach der Höllentalklamm, die zweittiefste Klamm in Bayern mit Ihren 150 Meter hohen Felswänden. Im Besucherzentrum probieren die Kinder an Modellen aus, wie diese Schlucht entstanden ist und welchen Schaden das Wasser anrichten kann. Entstanden ist die Breitachklamm vor 10.000 Jahren und erst 1904 kam der damalige Ortspfarrer, Johannes Schiebel, auf die Idee diese Schlucht touristisch zu erschließen. Auf Steigen die am Felsen befestigt sind geht es durch die Breitachklamm. Mitgerissene Baumstämme und Felsblöcke geben einen Eindruck davon, mit welcher Wucht bei der Schneeschmelze die Breitach durch die Engstelle drückt. Nach dem Ende der Klamm gabelt sich der Weg. Links geht es zum Gasthof Walserschanze hinauf, alle die zur Mahdtalhaus im Kleinwalsertal wollen gehen den anderen Weg. Folgt dem Wegweiser Riezlern. Mit den Kindern sind es von hier aus etwa zweieinhalb bis drei Stunden zur Hütte der DAV Sektion Stuttgart. Folgt der Breitach stromaufwärts. Auch hier gibt es wieder, wie in der Klamm, perfekt ausgebaute und sichere Steige. Nachdem die Stahlbrücke über den Wildbach überquert ist, kommt kurz darauf eine Kugelmühle, das ist eine Kiesbank. Hier stehen hunderte von Steinmännchen, bis zum nächsten Hochwasser. Sicher wollen die Kinder auch das eine oder andere dazustellen. Weiter geht es am Bach entlang.

Grenzwertig: Ab nach Österreich

Ein Schild verrät, dass man nun die Republik Österreich betritt. Eine Einkehrmöglichkeit besteht in diesem Streckenabschnitt in dem urigen Gasthof Waldhaus. Bald kommen Wasserfälle die große und kleine Wanderer in den Bann ziehen. Bevor es in den Ort hineingeht, muss man noch eine überdachte Holzbrücke überqueren. In Riezlern dem Wegweiser zur Mahdtalhaus folgen. Eine Selbstversorgerhütte mit unglaublich viel Charme. Kinde fühlen sich hier wohl. Am nächsten Tag geht es weiter immer am Schwarzwasser entlang. Der Bach hat seinen Namen verdient, denn durch die Hochmoore oberhalb von Melköde ist sein Wasser richtig dunkel. Folgt der Beschilderung bis zur Auenhütte auf 1.273 m. Hier befindet sich der Parkplatz der Ifenbahn. Wer will kann von hier aus auch mit dem Bus zurückfahren. Alle anderen gehen an der Talstation links vorbei und folgen dem Wegweiser zur Melköde und zur Schwarzwasserhütte. Zuerst führt der breite Weg am Schwarzwasser entlang und bei moderaten Anstiegen durch einen Wald. Immer wieder ist der Blick auf den Hoch Ifen frei, ein sehr markanter Berg, der Ähnlichkeiten mit einem Baumstumpf hat. Bald geht es leicht im Wald bergab und auf einer großen Weidefläche ist die Alpe Melköde zu sehen. Ein Bild wie aus dem Tourismus Prospekt. Kleine Almhäuser, links daneben rauscht ein Wasserfall, dahinter ragt das Grünhorn empor und rechts erhebt sich der Hoch Ifen. An dieser Alpe lohnt es sich eine Pause einzulegen und die Kinder springen zu lassen. Vor allem der Wasserfall setzt bei den kleinen Bergsteigern ungeahnte Kräfte frei. Zur Schwarzwasserhütte ist es noch eine Stunde.

Im Moor auf dem Weg bleiben

Rechts an der Alpe Melköde vorbeigehen. Steil geht es dort bergan. Oben angekommen durchquert man auf einem ausgebauten Weg ein Hochmoor. Bitte auf den Wegen bleiben, denn die Vegetation dort ist empfindlich und außerdem sinkt man schnell bis auf die Knöchel oder tiefer in dem weichen Boden ein. Fasziniert sind die Kinder von dem Hochmoor: Mit tief bunten Farben blühen hier besondere Blumen und es leben auch seltene Amphibien hier. Mit etwas Glück bekommen die Kinder auch einen Alpenmolch zu sehen. Bald ist der Weg enger und windet sich durch schroffes Gelände zur Schwarzwasserhütte hinauf. An dieser Passage ist es gut sich Zeit zu lassen, denn die Kinder sind langsam müde. Bald ist die Schwarzwasserhütte zu sehen. Hier ist ein idealer Ort für das nächste Nachtquartier und eine gute Basis für weitere Touren. Auf den Gipfel vom Hoch Ifen sind es von hier noch gut drei Stunden mit Kindern. Das ist nach diesem Tag entschieden zu viel. Am nächsten Tag habt Ihr, gut ausgeruht, die Wahl: Zurücksteigen ins Tal? Der Aufstieg zum Hoch Ifen braucht drei Stunden und die Kinder müssen trittsicher sein. Weitere Möglichkeiten sind das Steinmandl, das man in einer Stunde von der Schwarzwasserhütte aus erreicht. Wer die linke Richtung einschlägt kann in eineinhalb Stunden das Grünhorn oder das Starzeljoch erreichen. Auf jeden Fall lohnt es sich, nach einer Gipfeltour eine weitere Nacht auf der Schwarzwasserhütte anzuhängen. Am nächsten Tag geht es hinunter zur Talstation der Ifenbahn und von dort aus zurück mit dem Bus zum Auto am Eingang der Breitachklamm.

Berghütten mit KIndern: Alles was Ihr über diese Tour wissen solltet

  • Schwierigkeit: Einfache Zwei-Tages-Wanderung die Ansprüchen an die Kondition stellt
  • Ausgangsort: Tiefenbach
  • Ausgangspunkt: Tiefenbach Eingang Breitachklam
  • Endpunkt: Talstation Ifen Bergbahn
  • Verkehrsanbindung: Auf der A 7 Richtung Füssen fahren. Am Autobahndreiecke Allgäu auf die A 980 wechseln. Richtung Lindau/Oberstdorf folgen. Bei Waltenhofen auf die vierspurig B19 Richtung Oberstdorf. Von dort Richtung Fischen. Beim Kreisverkehr links nach Tiefenbach abbiegen. An der Breitach fahren. Es kommen Hinweisschilder zur Breitachklamm. Diesen folgen bis die Parkplätze erreicht sind.
  • Gehzeiten: Vom Eingang der Breitachklamm in Tiefenbach durch das Breitachtal bis zur DAV Mahdtalhaus 3 bis 3 1/2 Stunden. Für die zweite Etappe von der Mahdtalhütte bis zur Schwarzwasserhütte 4 bis 4 ½ Stunden einkalkulieren. Abstieg von der Schwarzwasserhütte bis zur Talstation der Ifenbahn zwei bis 2 ½ Stunden.
  • Markierung: Sehr gut
  • Karte: Kompasskarte 3 – Allgäuer Alpen, Kleinwalsertal (1:50 000):
  • Essen und Trinken: Gasthaus Walserschanze, Gasthof Waldhaus, Gasthäuser in Riezlern, Gasthof Auenhütte, Melköde, Schwarzwasserhütte.
  • Information: www.kleinwalsertal.com

Berghütten für Familien: Die Ludwigsburger Hütte

Wechselvoll ist die Geschichte der Ludwigsburger Hütte. Kein Wunder, denn in 90 Jahren passiert schließlich eine Menge! 1930 begann der Bau für die Lehnerjochhütte. So hieß die Schutzhütte damals. Zwei Jahre später kaufte die DAV Sektion Zwickau (richtig gelesen! Das Zwickau in Sachsen) die Berghütte am Geigenkamm. 1945 gehörte die Hütte der Republik Österreich und die ÖAV Sektion Innsbruck kümmerte sich fortan darum. Zehn Jahr später ging die Lehnerjochhütte zurück an den DAV München. Jetzt kamen die Schwaben ins Spiel: Die Alpenvereinssektion Ludwigsburg übernahmen die komissarische Verwaltung und kauften 1972 die Hütte. Schaffe schaffe Häusle baue! Seit 1998 heißt die Lehnerjochhütte offiziell Ludwigsburger Hütte und ist eine Spätzlevorposten im Pitztal. Unsere kleiner Rückblick endet 2008 als ein Spielplatz an der Hütte dazu kam. Wir gratulieren herzlichst zum 90. Jubiläum!

Mit Kindern auf Berghütten: Die Ludwigsburger Hütte ist problemlos zu erreichen. foto (c) TVB Pitztal / Walch Chris

Jung ist die Ludwigsburger Hütte trotz ihrer neun Jahrzehnte. Wer über eine gute Kondition verfügt steigt von Zaunhof auf. Mit etwa 90 Minuten Marsch ist zu rechnen, bis die Ludwigsburger Hütte erreicht ist. Wer mit Kindern unterwegs ist und einen bequemen Aufstieg sucht, der nimmt der Forstweg. Nach zwei Stunden ist die Hütte erreicht. Von Zaunhof Grüble führt eine Materialseilbahn hinauf. So ist das Gepäck vor der Familie bereits auf der Hütte. Schwabenschlau!

Mit Kindern auf Berghütten: Eine gute Basis

Von der Ludwigsburger Hütte lohnt sich eine Tour auf das Lehnerjoch. Unterwegs durchqueren die Bergsteiger saftige Almböden und an den Hängen wachsen die Alpenrosen. Ein örtlicher Tourismusverband kann es kaum schöner inszenieren. Nach etwa zwei Stunden ist der 2.512 Meter hohe Gipfel erreicht. Der Panoramaweg hält was er verspricht! An der Waldgrenze entlang gilt es einige Bäche zu überqueren. Ideal um mit den Kindern Pausen einzulegen und dort ein Wasserrad zu basteln. Nach etwa drei Stunden seid Ihr wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Hüttensteckbrief Ludwigsburger Hütte:

  • Region: Tirol
  • Höhe: 1.935 m
  • Schlafmöglichkeiten: 36 Lager
  • acht Zimmerlager/Betten

Berghütten für Familien: Spart Euch den Zustieg

Kinder in Berghütten und Ihr habt eine optimale Basis um mit der Familie die Berge zu erleben. Im Wettersteingebirge beitet sich das DAW Kreuzeckhaus an, der große Vorteil für viele Familien: Ihr kommt bequem mit der Seilbahn dorthin und erlebt trotzdem die ganze Faszination von einer Berghütte.

Bei vielen Alpinisten sind Berghütten die in Nähe von einer Seilbahn liegen weniger gut angesehen. “Dort sind die Flip-Flop-Bergsteiger unterwegs” hörte ich einmal einen Bergkameraden motzen. Doch für Familien kann die Lage an einer Seilbahn ein erheblicher Vorteil sein: Sie kommen ohne Stress und Anstrengung mit den Kindern zur Berghütte. Auch der Transport vom, teilweise, umfangreichen Gepäck gestaltet sich mit einer Seilbahn deutllich leichter. Keine Mama und kein Papa muss beim Aufstieg den Rolling Stones Hit “Beast of Burden” vor sich herpfeifen. Eine DAV Hütte, die nur wenige Meter von einer Seilbahn entfernt liegt ist das Kreuzeckhaus. Es thront oberhalb von Garmisch-Partenkirchen und ist vor allem bei Skifahrern beliebt. Die Ski stehen vor der Hüttentüre: Reinsteigen und los gehts.

Kinder in Berghütten: Das DAV Kreuzeckhaus hat fast das ganze Jahr geöffnet

Die perfekte Unterkunft für alle Wintersportler. Anstatt im Stau vor dem Parkplatz der Seilbahn zu stehen oder sich wie eine Sardine im Shuttlebus mit gefühlten tausend anderen Skifahrern pressen zu lassen, gibt es beim DAV Kreuzeckhaus keine lästige Anfahrt. Die Piste liegt vor der Türe. Im Sommer ist diese Berghütte perfekt für Wandertouren. Von hier aus steigt Ihr 400 Höhenmeter bergauf und kommt so zur Osterfelderkopf. Der Gipfel ist immerhin 2.057 Meter hoch und es bietet sich ein grandioser Tiefblick in die Höllentalklamm. Auch für Familien ist diese einfache Tour, an keiner Stelle ist der Weg ausgesetzt, vom Kreuzeckhaus zu schaffen. Beeindruckend ist es, wenn Ihr in die unter Euch liegende Höllentalklamm starrt. Diese Schlucht führt zum Mount Everest Deutschlands: Der Zugspitze. Nur wenige Minuten entfernt vom Gipfel, befindet sich der AlpspiX, eine umstrittene Aussichtsplattform. Zwei 24 Meter lange Stahlrampen führen über die Kante von einem Nebengipfel hinaus. Wer nicht schwindelfrei ist, hat hier ein Problem. Diese Attraktion ist kostenlos. Naturschützer kritisierten diese Konstruktion. Darüber lässt sich diskutieren, ob es solche Verbauungen in den Bergen braucht oder nicht. Von hier geht es wieder zurück zum Kreuzeckhaus. Es hat die Alpenvereinsklassifizierung II. Dazu schreibt der DAV auf seiner Seite:
Alpenvereinshütte mit Stützpunktfunktion in einem vielbesuchten Gebiet, die sich wegen ihrer besseren Ausstattung und Verköstigung für mehrtägige Winter- und/oder Sommeraufenthalt, zum Skilauf und Familienurlaub, besonders eignet. Sie kann mechanisch erreichbar sein und ist in der Regel ganzjährig bewirtschaftet.

Mit Kindern auf Berghütten, wie hier auf der Alpspitze in Bayern. foto (c) kinderoutdoor.de

Fast das ganze Jahr über ist das Kreuzeckhaus geöffnet.

Steckbrief Kreuzeckhaus:

Lage: Garmisch-Partenkirchen

Gebirge: Wettersteingebirge

  • Betten: 58 in Mehrbettzimmern
  • 14 in Zweibettzimmern
  • 43 Matratzenlager
  • Dusche
  • Mobilfunk
  • Geöffnet: Mitte Mai bis Anfang November, Mitte Dezember bis Mitte April

Berghütten für Familien: Weiße Pracht!

Kinder auf Berghütten im Winter und die Familie kann die Faszination der verschneiten Alpen extrem nah erleben. Wir stellen Euch heute als familienfreundliche Berghütte das Spitzsteinhaus vor. Es ist ein Klassiker und in der kalten Jahreszeit ideal um von dort aus mit den Kindern Touren im Schnee zu unternehmen.

1.600 Goldkronen. Nein, nicht die Ersatzteile aus dem Gebiss sind gemeint, sondern ist die damalige Währung von Österreich-Ungarn. 1.600 Goldkronen zahlten im Jahr 1914 Alpenvereinsmitglieder für das Spitzsteinhaus und Grund. Seit 1904 stand die kleine Hütte in den Chiemgauer Alpen (jedoch auf Tiroler Seite) und die Bergbegeisterten aus München erkannten vor über 100 Jahren die Schönheit von dieser Hütte. An was sich Kinder oft erinnern, wenn sie das Spitzsteinhaus besucht haben: Das Essen. Die Hütte nimmt an der Alpenvereins Kampagne “So schmecken die Berge” teil. Was hier auf die Teller kommt ist hausgemacht. Die Produkte stammen aus der Region und sind ökologisch produziert. Vor allem die K-Frage stellt sich vielen Wanderern im Spitzsteinhaus. Mit der K-Frage ist nicht die Kanzler(in)Frage gemeint, sondern die Knödelfrage. Welchen Knödel soll der hungrige Alpinist am besten verspeisen? Einen deftigen Kaspressknödel der sich in ein wundervolles Bett aus frischen Kraut schmiegt? Obwohl so ein Tiroler Speckknödel hat kulinarisch auch seinen Reiz? Doch bei einem Spinatknödel von frisch geriebenen Bergkäse und einer braunen Soße begleitet kann niemand sich verweigern. Wer wissen will, wie die Alpen schmecken der bestellt sich ein Hirschgulasch und geniesst den Ausblick ins Kaisergebirge. Besser konnte sich Franz Joseph kaum gefühlt haben. Bei den Kindern leuchten die Augen wenn der Kaiserschmarrn, locker und fluffig, auf den Tellern daher kommt. Mit dem Spitzsteinhaus ist es wie mit Rom: Alle Wege führen irgendwie dorthin. Es gibt zwei Orte von denen sich die Aufstiege zur Hütte lohnen: Von Erl in Tirol aus oder vom bayerischen Sachrang aus. Für (fast) jede Kondition ist ein passender Weg nach oben dabei. Der kürzeste Weg ist vom Sommerparkplatz bei der Goglalm. 20 Minuten gemütlich bergan und die Wanderer stehen vor der Hütte. Vom Winterparkplatz aus dauert der Aufstieg etwa 75 Minuten. Ebenso flott geht es vom Parkplatz am Erlsberg aus. Vom Niveau her sind alle Aufstiege leicht und niemand ist auf ausgesetzten Stellen unterwegs. Deutlich länger sind die Zustiege von bayerischer Seite aus.

Kinder auf Berghütten im Winter: Das Spitzsteinhaus ist ideal für Familien. foto (c) kinderoutdoor.de

 

Wintertouren vom Spitzsteinhaus aus

Mit seinen 1.596 Metern ist der Spitzstein der ideale Berg für alle die gemütlich im Winter mit Tourenski oder Schneeschuhen unterwegs sind. Entsprechend beliebt ist dieser Gipfel vielen Bergfreunden aus München. Außerdem gilt, was das Risiko von Lawinen angeht, der Spitzstein als relativ sicher. Verlaufen ist hier fast ausgeschlossen, denn das Gelände ist die meiste Zeit sehr gut einsehbar. Lediglich in der Nähe vom Gipfel befindet sich ein Stück Wald. Egal ob mit Schneeschuhen oder Tourenski an einem Tag mit guter Sicht ist der Spitzstein ein perfekter Aussichtspunkt. Die Berge vom Chiemgau präsentieren sich wie auf einem Werbeplakat und der Blick reicht weit in das Kaisergebirge sowie die Zentralalpen hinein. 99,9% der Alpinisten zücken das Handy oder die Kamera. Die restlichen 0,01% haben das Smartphone vergessen oder der Akku ist leer. Am Rand von Sachrang, das Dorf liegt in Bayern, befindet sich der Parkplatz Schweibern und bei optimalen Bergwetter stehen dor vor allem Autos mit dem Kennzeichen M. Was so viel heißt wie: Mir wolln da rauf! Etwa 90 Minuten sind Tourengeher bis zum Spitzsteinhaus von Schweibern aus unterwegs. Der Anstieg bis zum Gipfel dauert etwa drei Stunden von Schweibern aus. Die Dauer vom Aufstieg kann je nach Schneelage variieren. Wer von Tiroler Seite aus im Winter aufsteigt legt die Tourenski oder Schneeschuh am Parkplatz Erlerberg an. Dem Wanderweg 211 folgen. Zuerst kommen die Alpinisten an der Stoana-Alm vorbei und bald darauf an der Goglalm. Es folgt eine Passage durch den Wald bis zum Spitzsteinhaus. Insgesamt sind die Tourengeher oder Schneeschuhwanderer etwa zwei Stunden bis zum Gipfel vom Spitzstein unterwegs.

Die Spitzsteinhütte in Zahlen:

  • Lage: Tirol (Österreich)
  • Höhe: 1.252
  • Chiemgauer Alpen
  • DAV Klassifizierung: II
  • Schlafplätze 28 Betten in sechs Mehrbettzimmern, zwei Zweibett Zimmer und drei Räume mit 25 Lager.
  • Dusche: ja
  • Ruhetag: Kein Ruhetag durchgehend geöffnet.

Berghütten für Familien: Direkt auf die Piste

Berghütten im Winter, da gilt das alte Motto von Shakespear: Wie es Euch gefällt. Die einen wollen es noch schöner haben als zuhause und wieder andere Outdoorer bevorzugen es so einfach wie möglich. Wir stellen Euch Berghütten für den Winter vor.

 

Die Lärchfilzkogel-Gondel in Fieberbrunn steht still. Draußen dämmert es. Drinnen im Berggasthof Wildalpgatterl schnappen sich die letzten Gäste ihre Helme und Jacken – und machen sich startklar für die Talabfahrt, bevor es stockfinster ist. Spätestens jetzt spürt man, wie gut man es eigentlich hat: Bleiben können, wenn die anderen runter müssen. Fast allein am Berg, mitten im Skigebiet. In exklusiver Gesellschaft, denn im Wildalpgatterl gibt es nur sechs Zimmer. Authentisches Hüttenflair mit Charme und Niveau pflegt auch die Angerer Alm in St. Johann. Wer dagegen das Schicke in der Abgeschiedenheit sucht, ist auf der Maierl-Alm oberhalb von Kirchberg richtig. Und wer sich mal von einem Spitzensportler bedienen lassen möchte, gondelt zum Berggasthof Tenn, der über Hopfgarten an der Mittelstation der Hohen Salve thront. Die Kitzbüheler Alpen bieten mit ihren 1000 Pistenkilometern allein im Kerngebiet nicht nur die große Auswahl zum Skifahren, Snowboarden und Freeriden. Sondern auch traumhafte Hütten.

Marillenknödel und weitere Leckereien

Dabei entscheidet jeder selbst, was für ihn exklusiv ist. Ist es Luxus, ist es Bodenständigkeit? Am besten einfach testen, welche der unterschiedlichen (Berg-) Welten am besten zum persönlichen Urlaubsglück passt.„Unsere Kämmerchen sind spartanisch“, sagt Angela Fürhapter, die das in 1300 Meter Höhe gelegene Wildalpgatterl vor 25 Jahren von ihren Eltern übernommen hat. Aber noch nie hat sich jemand über die Stockbetten beschwert, auch nicht über eine kalte Dusche (im persönlichen Badezimmer). Denn wenn die Küche viel Wasser braucht, muss man eben warten, bis es wieder warm kommt. Und gönnt sich in der gemütlichen, mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Gaststube vielleicht noch einen der unschlagbar leckeren Marillenknödel. Ohnehin ist alles, was im Wildalpgatterl auf den Tisch kommt, einfach köstlich. Das fängt schon mit dem Brot an: Jeden Morgen um sechs Uhr heizt Angelika Fürhapter den Holzofen vor der Hütte ein – damit die verführerisch duftenden Roggen-Weizen-Laibe mittags fertig sind. Der Berggasthof ist einer der 23 KochArt-Betriebe der Kitzbüheler Alpen, die für feinste Tiroler Küche auf hohem Niveau stehen. Das Rezept: traditionelle Speisen, regionale Produkte und echte Hingabe am Herd. Authentisch eben.

Niemand spielt hier Alm

Auf Authentizität setzt auch die Angerer Alm oberhalb von St. Johann in Tirol. Sie steht auf der Vorderseite des Kitzbüheler Horns, ebenfalls in 1300 Meter Höhe. „Wir spielen nicht Alm – wir sind Alm“, betont Chefin Annemarie Foidl. Und nimmt sich kurz Zeit, um ihren Blick hinüber zum Kaisergebirge schweifen zu lassen und hinunter auf die Flieger, die auf dem kleinen Sportflugplatz im Tal landen. Aber was für eine Alm! Abends werden die Gäste beim erlesenen Hüttendinner für Gourmets verwöhnt – Schwiegersohn Gerald Weiss ist Küchenchef und zaubert mit Unterstützung von Tochter Katharina Foidl besondere Gaumenfreuden. Dazu werden edle Tropfen kredenzt. Im Almweinkeller lagern 6000 Flaschen von 400 Weingütern – persönlich ausgewählt von Annemarie Foidl, die zugleich Präsidentin der Sommelierunion Austria ist. Zwar gibt es eine Weinkarte, dafür am Abend für die Gourmets aber keine Speisekarte. Gegessen wird, was die Versorgungslage hergibt. Die variiert, ist aber immer top. „Gute Produkte sind das A und O“, so Annemarie Foidl. Fleisch und Wild etwa kommen von Bruder Hans, Bauer auf dem Lacknerhof, dem ältesten Erbhof in St. Johann in Tirol, der schon seit mehr als 400 Jahren in Familienbesitz ist. Die Angerer Alm gehört selbstverständlich auch zu den KochArt-Betrieben – und trägt darüber hinaus ein Almhauberl. „Über die Auszeichnung als kulinarische Perle im Hüttenguide von Gault & Millau haben wir uns sehr gefreut“, sagt Annemarie Foidl. Und macht weiter wie bisher: Hohes Niveau, aber kein Schicki-Micki. So gibt es in ihren 13 Zimmern zwar Doppel- statt Stockbetten, dafür aber Badezimmer, die gemeinschaftlich genutzt werden. „Wir haben unsere eigene Quelle am Berg. Bei diesem Konzept reicht das Wasser“, erklärt sie und betont nochmals: „Wir sind Alm.“

Kinder übernachten auf der Rappenseehütte

Kinder auf Berghütten, das ist kaum zu toppen. Oder vielleicht doch? Einer Hüttentour lässt sich die Krone aufsetzen, wenn sich bei der Berghütte ein See befindet. Kann es etwas Schöneres geben, als im glasklaren Wasser von einem Bergsee zu plantschen oder dort selbst gebastelte Schiffchen auf große Fahrt zu schicken. Außerdem gibt es bei uns eine praktische Packliste.

Auf Hütten mit KIndern führt Euch ganz weit rauf: Wie hier zur Rappenseehütte im Allgäu. foto (c) kinderoutdoor.de

Los geht es am Parkplatz der Fellhornbahn. Weiter nach hinten in das Stillachtal dürfen, zum Glück, nur Einheimische oder Berechtigte mit dem Auto fahren. Wer sich den Weg bis Birgsau sparen will, nimmt den Wanderbus. Auf einem flachen und breiten Weg geht es durch Weiden hindurch zum kleinen Ort Birgsau. Von hieraus geht es bergauf durch einen Mischwald. Bald ist der Gasthof Einödsbach erreicht. Da der Aufstieg zur Enzianhütte die Kinder fordert, ist es besser hier eine Nacht zu verbringen. Die Kleinen können auf dem Spielplatz vor dem idyllischen Gasthof toben und die Eltern genießen die Abendsonne mit Blick auf die Berge. Am zweiten Tag geht es auf dem Wanderweg hinauf zur Enzianhütte. Gleich nach Einödsbach gilt es für die Familie ein Abenteuer zu bestehen: Auf einer schmalen Brücke halten sich alle am Drahtseil fest und überqueren einen Wildbach, während oberhalb ein kleiner Wasserfall rauschend auf die Felsen stürzt. Immer weiter geht es bergauf. Bald ist Peter´s Älple erreicht. Den Kindern tut hier eine Pause gut.

Von nun an ist es rauh!

Ab jetzt sind die Wege weniger optimal präpariert und ziehen sich am Hang entlang. Immer wieder muss man dabei Wildbäche überqueren. Alle die wasserdichte Wanderschuhe mit Membranen anhaben sind hier klar im Vorteil. Passt unterwegs gut auf, denn der Weg zur Enzianhütte ist teilweise etwas eigenwillig ausgeschildert. So ist beispielsweise ein größerer Stein beschriftet und weist den Weg. Über einen steilen und mit Felsbrocken übersäten Hohlweg geht es hinauf auf den Kamm. Es sind nur noch 30 Minuten bis zur Enzianhütte. Der Linkerskopf mit seinen 2.455 Metern ist ab jetzt gut zu sehen, an seinem Fuß liegt diese Wellness Insel. Für die ganze Familie ist das Erreichen der Enzianhütte für heute ein hartes Stück Arbeit gewesen. Hier gibt es für die Eltern einen Whirlpool, Sauna und Massagen. Den Sonnenuntergang von der Terrasse aus zu genießen ist ein unbezahlbares Erlebnis. Ungewöhnlich gut ist auch die Küche der Enzianhütte, denn wie steht es schon an der Hausmauser: „Kochen ist eine Kunst, und keineswegs die unbedeutendste!“

Eine lohnende Zwischenstation zur Rappenseehütte ist die Enzianhütte. foto (c) kinderoutdoor.de

 

Das stimmt vor allem auf der Enzianhütte, denn was hier auf den Tellern landet, hat zum Glück nichts mit den totfrittierten Tiefkühlgerichten mancher Selbstbedienungshütten zu tun. Weiter geht es am nächsten Tag zur Rappenseehütte. Sie eignet sich perfekt als Basis für weitere Bergtouren. Über einen Wiesenweg geht es bergauf. Ein Pfad führt am Berg vorbei. Hier kommt eine Stelle, welche die Familien konzentriert überqueren muss: Ein Schneefeld. Es hat sich durch den Weg gefressen. Zum Glück ist ein Fixseil dort verankert. An diesem Engpass Zeit lassen und die Kinder sichern.

Die Schlüsselstelle meistern

Sobald diese Stelle gemeistert ist, geht es weiter auf dem Pfad. Unterwegs ist immer wieder Trittsicherheit wichtig, dafür gibt es vom Weg aus Wasserfälle zu sehen. Bald ist eine Materialseilbahn zu sehen. Es ist Zeit für den finalen Aufstieg zum Rappensee. Auf dem Wanderschild ist 20 Minuten bis zu der DAV-Hütte angegeben, doch mit Kindern ist es besser eine halbe Stunde oder mehr an Gehzeit einzuplanen. Steil führt der Weg hinauf. Unterwegs bieten sich tolle Tiefblicke und eine Sicht auf einen Wasserfall. Seine Wasser rauschen hier beeindruckend in die Tiefe. Der Weg schlängelt sich am Kamm entlang und plötzlich steht man vor einer unvergleichlichen Bergkulisse: Vorne der Rappensee, dahinter das Hohe Licht, der Hochrappenkopf, der Biberkopf und der Rappenseekopf. Was für die Kinder am wichtigsten ist: Die Rappenseehütte. Idyllisch liegt sie am gleichnamigen See in dem sich die Berge spiegeln. Nachdem die Kinder ihre Unterkunft bezogen haben, lohnt sich ein Ausflug zum Großen Rappensee. Er liegt nur zehn Minuten von der Hütte entfernt und ist ideal um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Berge spiegeln sich auf der Wasserfläche und die Kinder können Dämme in den See bauen.

Durch die allgäuer Highlands geht es hinauf zur Rappenseehütte. foto (c) kinderoutdoor.de

Für den nächsten Tag gibt es verschiedene Möglichkeiten an Bergtouren. Das ist auch ein Grund, warum die Rappenseehütte bei Bergsteigern so beliebt ist. Denn von hier kommen die Alpinisten zum Heilbronner Höhenweg. Für Kinder ist er jedoch nicht zu empfehlen. Eine leichtere Tour ist die auf den Hochrappenkopf. In einer bis eineinhalb Stunden ist der Gipfel erreicht. Trittsicherheit ist eine wichtige Voraussetzung. Mehr Kondition und alpine Erfahrung sind bei Touren auf den Rappenseekopf, Biberkopf oder das Hohe Licht erforderlich. Der Rückweg erfolgt über die Enzianhütte. Sinnvoll ist es auf jeden Fall den Abstieg mit einer Übernachtung zu unterbrechen. Sei es auf der Enzianhütte oder im Gasthof Einödsbach. Zurück geht es in Stillachtal auf demselben Weg wie beim Aufstieg.

Paddeln in der Schweiz vor der Kröntenhütte

Langsam senkt sich das Paddel in das tiefblaue Wasser vom Obersee. Leichte Wellen kräuseln sich. Die Kinder haben auf diesem Bergsee Ihre Freude und paddeln dort fröhlich weiter. Kinderanimation? Braucht hier keines der Outdoorkids, denn die Kröntenhütte bietet alles was aktive Kinder wünschen. Los geht es in Erstfeld. Von hier aus steigen die Familien Richtung Bodenberge auf. Wer sich ein wenig Weg und Zeit sparen möchte, fährt mit dem Alpentaxi bis Bodenberge. Eine andere Möglichkeit ist, sich bei der Gemeinde eine entsprechende Genehmigung zu holen, diese kostet 20 CHF (ca. 18,79 Euro) und die Parkerlaubnis ist in der Gebühr inbegriffen. Ab Bodenberge müsst Ihr aber selbst aufsteigen. Über den Geisspfad, Chüeplangg oder Ellbogen geht es hinauf zur Kröntenhütte. Unterwegs kommt Ihr auch an einem Wasserfall und der Kuhalp vorbei. Dort könnt Ihr beim Käsemachen zusehen. Ein weiterer Höhepunkt ist das Hochmoor. Hier blüht alles in satten Farben. Auch der Sonnentau gedeiht dort. Diese Pflanze verspeist gerne Insekten. Da gruselt es den Kindern. Der Aufstieg dauert etwa vier Stunden. Auf 1.903 m Höhe angekommen seht Ihr die Kröntenhütte. Sie ist ein iedaBereits 1890 errichteten Mitglieder vom SAC Erstfeld eine Hütte beim Oberseemandlis. Nur 30 Jahre später, 1920, beschädigt ein Eissturz diese Hütte schwer. Doch schon 1921 weihten die stolzen SAC Mitglieder die neue Kröntenhütte an ihrem heutigen Standort ein. Auf dieser Hütte in der Zentralschweiz gefällt es den Kindern sofort. Im Fulensee lässt es sich wunderbar baden und es befinden sich Klettergärten in der Nähe der Kröntenhütte. Mit etwas Glück bekommt Ihr auch wilde Alpentiere zu sehen.

Auf Hütten mit Kindern: Kröntenhütte

  • Lage: Zentralschweiz
  • Geöffnet: Mitte Juni bis Ende September
  • Höhe: 1.903 m
  • Schlafplätze: 72
  • Besonderes: Abwechslungsreicher Aufstieg und Bergseen

Friedrichshafener Hütte: Seefahrt auf 2.100 Metern

 

Im Karwendel liegt die Friedrichshafener Hütte. Sie fällt unter den Alpenvereinshütten etwas aus dem Rahmen. Denn diese Berghütte hat ein eigenes Schlauchboot. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Auf 2.138 Metern könnn die Kinder auf einem kleinen Teich paddeln. Ein Erlebnis, an das sie sich noch lange erinnern. Doch zuerst einmal müsst Ihr auf die Friedrichshafener Hütte kommen. Von Galtür braucht Ihr ungefähr zwei Stunden bis Ihr bei der Friedrichshafener Hütte seid. Wer sich telefonisch ankündigt, kann sein Gepäck hinauftransportieren lassen. Das ist in manchen Fällen ganz gut, denn die Weg hinauf sind teilweise richtig schmal. Die Alpenvereinshütte eignet sich perfekt als Basislager um auf die Hohen Köpfe (2.608m) zu steigen. Eine leichte und trotzdem eindrucksvolle Tour.

Mehr Infos unter:

www.dav-fn.de/index.php/verein/fnhuette

Mit Kindern auf Berghütten: Die Ludwigsburger Hütte

Mit Kindern auf Berghütten und plötzlich ist die ganze Familie den Alpen viel näher, als die meisten Tagesgäste. Seit 90 Jahren gibt es die Ludwigsburger Hütte im Pitztal und mit Kindern auf dieser Berghütte zu sein, ist für die jungen Alpinisten auf jeden Fall ein Erlebnis.

Wechselvoll ist die Geschichte der Ludwigsburger Hütte. Kein Wunder, denn in 90 Jahren passiert schließlich eine Menge! 1930 begann der Bau für die Lehnerjochhütte. So hieß die Schutzhütte damals. Zwei Jahre später kaufte die DAV Sektion Zwickau (richtig gelesen! Das Zwickau in Sachsen) die Berghütte am Geigenkamm. 1945 gehörte die Hütte der Republik Österreich und die ÖAV Sektion Innsbruck kümmerte sich fortan darum. Zehn Jahr später ging die Lehnerjochhütte zurück an den DAV München. Jetzt kamen die Schwaben ins Spiel: Die Alpenvereinssektion Ludwigsburg übernahmen die komissarische Verwaltung und kauften 1972 die Hütte. Schaffe schaffe Häusle baue! Seit 1998 heißt die Lehnerjochhütte offiziell Ludwigsburger Hütte und ist eine Spätzlevorposten im Pitztal. Unsere kleiner Rückblick endet 2008 als ein Spielplatz an der Hütte dazu kam. Wir gratulieren herzlichst zum 90. Jubiläum!

Mit Kindern auf Berghütten: Die Ludwigsburger Hütte ist problemlos zu erreichen. foto (c) TVB Pitztal / Walch Chris

Jung ist die Ludwigsburger Hütte trotz ihrer neun Jahrzehnte. Wer über eine gute Kondition verfügt steigt von Zaunhof auf. Mit etwa 90 Minuten Marsch ist zu rechnen, bis die Ludwigsburger Hütte erreicht ist. Wer mit Kindern unterwegs ist und einen bequemen Aufstieg sucht, der nimmt der Forstweg. Nach zwei Stunden ist die Hütte erreicht. Von Zaunhof Grüble führt eine Materialseilbahn hinauf. So ist das Gepäck vor der Familie bereits auf der Hütte. Schwabenschlau!

Mit Kindern auf Berghütten: Eine gute Basis

Von der Ludwigsburger Hütte lohnt sich eine Tour auf das Lehnerjoch. Unterwegs durchqueren die Bergsteiger saftige Almböden und an den Hängen wachsen die Alpenrosen. Ein örtlicher Tourismusverband kann es kaum schöner inszenieren. Nach etwa zwei Stunden ist der 2.512 Meter hohe Gipfel erreicht. Der Panoramaweg hält was er verspricht! An der Waldgrenze entlang gilt es einige Bäche zu überqueren. Ideal um mit den Kindern Pausen einzulegen und dort ein Wasserrad zu basteln. Nach etwa drei Stunden seid Ihr wieder am Ausgangspunkt angekommen.

https://www.youtube.com/watch?v=kvnNumqGMaY&t=100s

Hüttensteckbrief Ludwigsburger Hütte:

  • Region: Tirol
  • Höhe: 1.935 m
  • Schlafmöglichkeiten: 36 Lager
  • acht Zimmerlager/Betten

Mit Kindern auf Berghütten: Ab nach Osttirol!

Berghütten für Kinder sollten einfach zu erreichen sein, aber trotzdem diesen besonderen Hauch vom Abenteuer haben. Die Lienzer Hütte im Osttiroler Debanttal gehört auf jeden Fall dazu. Für Familien ist der Zustieg problemlos zu schaffen und es erwartet die Kinder ein Menge Outdoor Spaß auf der Lienzer Hütte.

Auf einer Berghütte zu übernachten gehört für viele Kinder zu einem Erlebnis, an das sie sich noch lange erinnern. Anstatt mit dem Auto vor ein Hotel zu fahren, die Koffer auszupacken trägt die Familie alles für die Übernachten in Rucksäcken verpackt zur Lienzer Hütte. Schon die Zustiege sind viel versprechend! Los geht die Wanderung am Parkplatz Seichenbrunn. Wer dem Güterweg gelangt bald zur malerischen Gaimberger Alm über die Hofalm führt der Weg weiter zur Lienzer Hütte auf 1.977 Metern Seehöhe.

Berghütten für Kinder: Unterwegs zur Lienzer Hütte im malerischen Debanttal. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Es geht aber noch spannender! Knapp 200 Meter nach dem Parkplatz Seichenbrunn rechts abbiegen so gelangt Ihr auf den Natur- und Kulturlehrpfad. Für die Kinder ist es beeindruckend zu sehen, wie der Debantbach über die Felsen rauscht. Wieder führt Euch der Weg zur Gaimberger und Hofal durch einen Bergwald zu der Lienzer Hütte. Deutlich anspruchsvoller ist der Zustieg über den Lienzer Höhenweg und für Kinder weniger zur empfehlen, deshalben verzichten wir darauf ihn vorzustellen. Ein ganz großes Plus der Lienzer Hütte ist es, dass Ihr von hier aus unzählige Touren unternehmen könnt. Gemütlich geht es zu einsamen Bergseen in denen sich die umliegenden über 3.000 Meter hohen Gipfel spiegeln. Auf der OeAV Hütte erwartet Euch ein Spielplatz den der Hüttenwirt angelegt hat.

Mit Kindern auf Berghütten und der gemütliche Aufstieg zur Lienzer Hütte ist ein perfekter Auftakt. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Das bedeutet ein Auszeit für die Eltern. Moderat ansteigend geht es von hier aus weiter in den Schluß vom Debanttal. Mit 16 Kilometern ist es das längste in sich geschlossene Almtal von Österreich. Neben Euch blühen die Alpenrosen und an kleinen Bächen können die Kinder spielen. Es ist selbstverständlich, dass die Lienzer Hütte vom OeAV das Prädikat Familienfreundlich verliehen bekommen hat.

Steckbrief Lienzer Hütte

  • Lage: Österreich
  • Bundesland: Tirol
  • Region: Osttirol
  • Debanttal
  • Höhe: 1.977
  • Zustieg: Einfach
  • Prädikat Familienfreundlich vom OeAV
  • 100 Schlafplätze auch Familienzimmer sind vorhanden
Die familienfreundliche Berghütte im Debanttal ist erreicht. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Kinder auf Berghütten: Mit der Familie im Berghaus Kleinwalsertal

Kinder auf Berghütten, kann unglaublich entspannend sein, wenn Ihr eine Unterkunft wie das Berghaus Kleinwalsertal habt. Idyllisch im Seitental Au-Wäldele gelegen. Mit dem öffentlichen Bus (wer die Gästekarte vom Kleinwalsertal hat, fährt Gratis) oder mit dem Auto ist diese Hütte perfekt zu erreichen und somit ideal für Familien mit kleineren Kindern. Ein weiterer Pluspunkt: Bei dieser Unterkunft handelt es sich um ein Selbstversorgerhaus. Auch größere Gruppen kommen dort gut unter.

Es summt. Rund um das Berghaus Kleinwalsertal, die Deutschen Alpenverein Sektion Memmingen kümmert sich um die Hütte, blühen die Almwiesen. Tausende von Biensen schwirren um die gelben, blauen und roten Blüten. Der Blick schweift über die bunten Wiesen über die Wälder und es bietet sich ein Panoramablick der Extraklasse: Die schroffe Kanzelwand, flankiert von der Walser Hammerspitze und etwas rechts davon der Bärenkopf. Etwa 45 Personen können in dieser Unterkunft übernachten. Getränke braucht niemand mitbringen, die sind bereits vorhanden. Die Kinder sind vom Panorama weniger beeindruckt. Um das Berghaus befindet sich ein natürlich gestalteter Spielplatz. Hier toben sich die Kleinen aus und die Eltern können völlig entspannt sein. Die vorbeifahrenden Autos lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. In wenigen Minuten lässt sich zu Fuß der Wald erreichen. Von dort lässt sich der Klettergarten zu Fuß erreichen. Ideal zu jeder Jahreszeit ist das Berghaus Kleinwalsertal. Von hier aus lassen sich Skitouren unternehmen. Wer gerne mit dem Mountainbike unterwegs ist, der hat hier im Au-Wäldele einen guten Startpunkt und auch zum Wandern finden sich hier genügend Touren für Familien. Für die Kinder ist es ein großes Abenteuer, auf dem Herd zu kochen. Statt mit Strom oder Gas, funktioniert dieser mit Holz und Kohle. Alles was Ihr zum Kochen braucht, ist in der Selbstversorgerhütte vorhanden.

Berghaus Kleinwalsertal: Eine ideale Unterkunft für aktive Familien. Foto (c) kinderoutdoor.de

Auch ohne Auto mobil

Mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Bus seid Ihr flott in Riezlern und könnt dort einkaufen. Vor allem Eltern mit kleineren Kindern wissen den Luxus zu schätzen, direkt vor der Hütte parken zu können. Wer Windeln, Feuchttücher, Gläschen und Milchpulver mitschleppen muss, der freut sich über kurze Wege. Ein Grillstelle gibt es im Garten und dort könnt Ihr dem den Kindern Würstel, Fleisch oder Gemüse grillen. Im Kühlschrank könnt Ihr die verderblichen Lebensmittel Auch Sonnenschirme und Gartenmöbel sind bereits da. Besonders erwähnenswert ist, der Familientarif. Ein fairer Preis für DAV Mitglieder und Nichtmitglieder. Am Abend sitzt die Familie im großen Aufenthaltsraum zusammen. Auch für Gruppen ist diese Unterkunft ideal.

Kinder auf Berghütten: Das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal

Mit Kindern auf Hütten ist of ein logistisches Problem. Wer mit Kleinkindern unterwegs ist, kennt das Problem. Um Windeln, Gläschen und alles andere auf eine Berghütte zu transportieren braucht es entweder eine Seilbahn oder eine Sherpa Kolonne. Ideal ist das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal, denn die Bushaltestelle ist nur zwei Minuten entfernt und die moderne Selbstversorgerhütte ist auch mit dem Auto erreichbar.

Ein Tourenstützpunkt für Familien ist das Mahdtalhaus. Dafür lassen sie auch gerne das Auto stehen, denn die Hausgäste dürfen kostenlos mit dem Walserbus fahren. “Das ist wie mit einem eigenen Chauffeur!” schwärmt ein Vater. Alle wichtigen Ziele im Kleinwalsertal sind vom Mahdtalhaus erreichbar. Eine Tour auf den Hohen Ifen? Kein Problem! Der Walserbus fährt zum Wanderparkplatz. Von dort geht es ins Schwarzwassertal. Wer mit kleineren Kindern auf Hütten möchte, der sollte sich die Mahdtalhütte buchen. Eigentlich ist die Familienhütte ein Selbstversorgerhaus. Doch vom Donnerstag bis Sonntag 11.30 bis 16.30 Uhr ist hier die Jausenstation besetzt. Neben einer deftigen Brettljause solltet Ihr unbedingt die Kaspressknödel probieren. Der große Vorteil für Familien an dieser Berghütte ist, dass Ihr Euch auch das Frühstück oder Abendessen arrangieren lassen könnt. Erkundigt Euch bei der Jausenstation.

Verschiedene Kochstellen sind praktisch

Was für Familien in einer Selbstversorgerhütte auch hilfreich ist: Die Küche ist komplett ausgestattet und Ihr müsst nicht mit nur einer Pfanne und einem Topf auf einem altersschwachen Holzofen beim Kochen improvisieren. Es sind verschiedene Kochstellen vorhanden und Backöfen. Niemand muss im eiskalten Gebirgsbach das Geschirr abwaschen, sondern das übernimmt die Spülmaschine. Auch wegen der Lagerung der Vorräte bekommt niemand graue Haare: Es gibt in der Mahdtalhütte auch Kühlschränke. Auch das Geschirr, Besteck und was Ihr sonst noch alles zum Kochen braucht ist vorhanden. Getränke dürft Ihr selbst mitbringen oder könnt diese im Haus und bei der Jausenstation kaufen. Das nimmt Euch viel Stress wenn Ihr mit Kindern auf Hütten tolle Tag erleben wollt. Es ist nicht dauernd ein Elternteil mit dem Beschaffen von Essen eingespannt.

Idyllisch liegt das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal und bietet sich als Basislager für Familien an. foto (c) kinderoutdoor.de

 

Mit Kindern auf Hütten: Mittendrin im Kleinwalsertal

Ruhig liegt auf 1.100 m das Mahdtalhaus vom Ortsrand von Riezlern. Entsprechend ruhig ist es hier. Hier stört sich niemand, wenn die Kinder im Garten der Hütte spielen. Problemlos ist diese Alpenvereinshütte zu erreichen. Von Oberstdorf aus fahrt Ihr auf der B 19 über die Grenze und bis nach Riezlern. Das Beste an dieser Berghütte ist jedoch die Lage. Von hier aus lassen sich etliche tolle Touren für Familien im Kleinwalsertal unternehmen, alles ohne Auto und mit einer kurzen Anfahrt im Walserbus. Der Riezler Höhenweg ist wie gemacht für Familien. Vom Ortskern geht Ihr über den Westeggweg hinauf zum Wald. Am Westeggtobel rechts halten. Der Riezler Höhenweg führt Euch zum Gehrenhang. Hier rastet Ihr Euch aus und die Kinder entdecken sofort das Wasserbecken für müde Wandererbeine.  Immer wieder habt Ihr auf dieser 2,5 Km langen Tour eine Aussicht auf das idyllische Schwarzwassertal oder den Hohen Ifen. An heißen Tagen wandert Ihr von Riezlern zu den Kessellöchern. Bei der Bushaltestelle “Erlebach” geht es los. Hier ist der Weg zur Naturbrücke ausgeschildert und Ihr haltet Euch links. Auf einem geschotterten Weg kommt Ihr zu den Kneippbecken. Da sind die Kinder sofort dabei. Mit dem Kinderwagen ist hier nur schwer durchkommen, denn diese Etappe ist mit Wurzeln durchzogen. Nun seid Ihr bei der Naturbrücke. Die Leiter hinauf ist entsprechend steil und das ist ein guter Grund die Kinder zu begleiten. Für die Familie ist das hier ein Abenteuer. Nach der Naturbrücke links halten.Ein schmaler Pfad führt Euch zu einem Wanderweg und der bringt Euch nach Au. Am Fußballplatz vorbei und bergauf wandern. Folgt dem Bach zu den Kessellöchern.Diese und etliche andere Touren sind vom Mahdtalhaus möglich. Diese zentrale Lage macht die Berghütte zu etwas ganz Besonderem.

Berghütten für Familien im Herbst: Über allen Gipfeln zu!

Berghütten für Familien im Herbst, das ist ein einziger Farbenzauber. Bevor sich die Gipfel mit Schnee überziehen, gibt es noch einmal die geballte Ladung an Naturtönen: Die Lärchen leuchten in einem feurigen Gelb. Die Blätter vom Bergahorn, bevor die ersten Stürme sie herunterreißen, erinnern an glühende Kohlen vom Lagerfeuer. Für die ganze Familie ist es ein besonderes Erlebnis durch die herbstlichen Alpen zu wandern. Wir stellen Euch familienfreundliche Berghütten vor, auf denen Ihr mit den Kindern übernachten könnt.

Ein olympischer Berg, dass ist der Patscherkofel bei Innsbruck. 1964 rasten auf seinen Hängen die alpinen Skifahrer um Medaillen. 1976 gastierten die olympischen Winterspiele wieder in Innsbruck. Eigentlich hätte Denver die Spiele austragen sollen, doch die Bürger vom Bundesstaat Colorado wollten ihre Steuergelder lieber anderweitig angelegt sehen.Vernunft siegt. Denver gab den Zuschlag für die olympischen Winterspiele zurück und vier Jahre später fanden sie wieder in Tirol statt. Am Patscherkofel siegte mit Franz Klammer bei der Abfahrt ein junger Bursche. Es lohnt sich den 2.246 Meter hohen Berg zu besteigen. Euch bietet sich von dort oben ein genialer Blick auf die Tuxer Alpen. Für Familien ideal ist der Zirbenweg. Er führt Euch durch den größten zusammenhängenden Zirbenwald in den Alpen. Seit über 7o Jahren steht dieser Bereich unter Naturschutz und so könnt Ihr Euch mit den Kindern an diesen wunderbaren Bäumen erfreuen. Wie es im Herbst hier duftet! Eine Melange aus Holz, Harz und einen feinen Hauch Zitrone. Mancher Parfumhersteller hätte größte Schwierigkeiten so einen Duft zu komponieren, wie er hier auf dem Zirbenweg zu riechen ist. Ganzjährig ist hier das Meißner Haus von der DAV Sektion Ebersberg-Grafing geöffnet. An der Südseite vom Patscherkofel liegt die familienfreundliche Berghütte auf 1.720 Metern. Ein großer Vorteil für Familien: Die Kinder können um das Meißner Haus herum gefahrlos spielen. Von der Hütte aus lassen sich weitere Touren unternehmen, so steigen bergerfahrene Familien auf den  Glungezer (2677 m). Wer möchte gondelt mit der Patscherkofelbahn hinauf und steigt dann zwei Stunden zum Meißner Haus. Alternativ geht es von Mühltal zwei Stunden moderat bergauf.

  • Hütte: Meißner Haus
  • Bundesland: Tirol
  • Höhe: 1.720 m
  • Betten: 14 Zimmerlager; 51 Matratzenlager

Berghütten für Familien im Herbst: Die Ostlerhütte ist ideal für Fernseher

Langsam geht die Sonne unter und färbt nocheinmal die Berge in ein zartes rot. Die Familie sitzt vor der Ostlerhütte und blickt still ins Pfrotener Tal. Weil es heute wunderbar klar ist und den ganzen Tag lang sich keine noch so kleine Wolke am Himmel zeigte, reicht der Blick bis in die Schweizer Alpen. Deutlich kürzer ist es hinüber zu den Gipfeln im benachbarten Tirol. Über den Aggenstein verläuft die Landesgrenze zu Bayern. Wer von der Fallmühle im Filstal aufsteig, der überquert zuerst eine kleine Brücke. Links weisen die gelben Wegweiser den Berg hinauf. Das GPS kann zuhause bleiden, denn der Weg zum Gipfel Breitenberg, hier befindet sich auch die Ostlerhütte, ist optimal ausgeschildert. Drei Stunden geht es immer bergauf! Dafür bekommt Ihr unterwegs die wilden Seiten vom Allgäu zu sehen. Unterwegs bekommt Ihr abgestorbene Bäume zu sehen. Doch an Ihnen hämmern fleißig die Spechte. Noch schnell den Bauch füllen, bevor der Winter kommt. Nur selten trefft Ihr auf diesem Weg auf andere Wanderer. Die Masse kommt mit der Seilbahn Auf dem Sattel angekommen bieten sich euch grandiose Tiefblicke. Weiter geht es über einen schmalen Pfad durch den dichten Bergwald. Orientieren könnt Ihr Euch ganz einfach: Immer Richtung Aggenstein, der sich majestätisch erhebt.  Wenn die Kinder langsam die Lust am Wandern verlieren, ist sie wie durch Zauberei plötzlich zu sehen: Die Ostlerhütte (1.838m). Hier solltet Ihr übernachten, denn der Abstieg ist beschwerlich. Wer nicht mit Hilfe der Breitenbergbahn ins Tal gondeln will, der übernachtet hier.

  • Hütte: Ostlerhütte
  • Bundesland: Bayern
  • Höhe: 1.838 m
  • Betten: 60 Schlafplätze

Packliste Hüttentour mit Kindern: Das gehört alles in den Rucksack

Eine Packliste für eine Hüttentour schont Euere Nerven. Wenn Ihr mit dem guten Gefühl loswandern wollt, alles im Rucksack eingepackt zu haben, dann haben wir für Euch diese praktische Packliste erstellt. Diese könnt Ihr entsprechend den Kindern anpassen. Wenn alles dabei ist, dann macht die Übernachtung auf der DAV-Hütte auf jeden Fall Spaß.

Fast bin ich mit meinem Buch „Die schönsten Wanderungen von Hütte zu Hütte mit Kindern“ fertig gewesen, doch irgendwie fehlte in diesem Buch noch etwas. Nach lange genug grübeln fiel es mir ein: Die Eltern brauchen eine Packliste. Denn bevor es auf ein Hüttenwochenende mit der Familie losgeht, gibt es eine Menge zu tun und plötzlich vergisst man das eine oder andere wichtige Ding einzupacken. Oben auf der Berghütte gibt es selten einen Ersatzschnuller oder genug Windeln fürs Kind. Die liegen gut verstaut zuhause……Damit Ihr alles im 60 Liter Rucksack dabei habt, kommt hier unsere Packliste.

Packliste für eine Hüttentour mit Kindern. Was gehört alles in den Rucksack und was nicht? Foto (c) kinderoutdoor.de
Packliste für eine Hüttentour mit Kindern. Was gehört alles in den Rucksack und was nicht?
Foto (c) kinderoutdoor.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Packliste Hüttentour mit Kindern: Alles eingesackt

Folgendes solltet Ihr bitte einpacken:

  • Bargeld (auf Berghütten lässt sich selten mit Karte zahlen)
  • Wanderkarte
  • Wanderführer
  • Kompass oder GPS Gerät
  • DAV Ausweis
  • Hüttenschlafsack
  • Microfaser-Handtuch
  • Zahnbürste und Zahncreme
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • kleiner Beutel für den Müll (echte Alpinisten nehmen den Müll mit ins Tal und trennen ihn dort)
  • Stöpsel für die Ohren
  • Wanderschuhe
  • Wechselwäsche
  • Trekkingstöcke
  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Waschgel oder Seife
  • Bürste
  • Sonnenmütze oder Sonnenhut
  • Bürste oder Kamm
  • Erste Hilfe Set
  • Insektenschutzmittel
  • Mobiltelefon und Ladegerät
  • Regenhülle für den Rucksack
  • Funktions T-Shirt
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • Flip Flops für die Hütte
  • Trinkflasche oder eine Trinkblase mit Schlauch für den Rucksack
  • Verpflegung

Für die Kinder packt Ihr bitte für die Hüttentour ein

  • Vorlesebuch für kleinere Kinder
  • Kuscheltier
  • Schnuller
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Nuckelflasche mit Sauger
  • Babynahrung
  • Babycreme
  • Spielsachen oder Spiele (viele Hütten haben Spiele für Ihre Gäste)

Mit Kindern auf Berghütten: Das Säulingshaus der Naturfreunde

Mit Kindern auf Berghütten heißt auch sich auf das Wichtigste zu reduzieren. Die wenigsten Hütten haben den Standard von einem Hotel mit großzügigen Bädern in jedem Zimmer und anderen Annehmlichkeiten. Doch gerade darin liegt auch der Reiz mit den Kindern auf Berghütten zu übernachten: Verzicht auf den ganzen Luxus. Heute nehmen wir Euch mit nach Tirol. Dort erwartet Euch das Säulingshaus der Naturfreunde.

Ein Kranz von Bergen stolz und hoch erhoben, umringt die Heimat mein Tiroler Land

Die Gipfel strahlen hell in ihrem Glanze und leuchten weit von steiler Felsenwand

So beginnt die heimliche Tiroler Hymne „‚Dem Land Tirol die Treue“. Im Grenzgebiet zu Bayern steht seit 1925 das Säulinghaus. Eine urige Hütte und sie ist nur zu Fuß zu erreichen. Zum Glück, wie etliche Bergsteiger meinen. Über verschiedene Anstiege kommt Ihr dorthin und findet im Säulinghaus ein einfaches, aber wunderbares Nachtquartier. Mit dem Bus könnt Ihr bis zur Bleckenau fahren. Hier steht das so genannte „Schweizer Haus“, heute der Berggasthof, früher eine Berghütte der bayerischen Könige. Wandert vorbei an der Fritz Putz Hütte und geht in den Wald hinein. Dort müsst Ihr Euch gut orienteren können. Nur schwer ist stellenweise der Trampelpfad, der sich wie eine Kreuzotter den Hand hinaufschlängelt zu sehen. Wurzeln und Felsen durchziehen den Pfad. Keine Sorge, bei dieser Variante bleibt es den restlichen Tag so. Wenn manche Kinder schon zweifeln, ob dieser Bergwald jemals ein Ende hat, seht Ihr einen Schilderbaum in Gelb leuchten. Er weist Euch den Weg nach rechts.

Auf den Gipfel steigt nur, wenn trittsicher ist

Der Gipfel ist für die meisten Familien tabu. Wer hier unterwegs ist, muss bergerfahren und trittsicher sein. Ansonsten erfolgt der Abstieg mit Hilfe der Bergwacht. Wandert nun um den Säuling herum. In manchen Sagen aus dem Allgäu und Tirol ist dieser Berg ein beliebter Tanzplatz von Hexen. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr jemanden auf einem Besen sitzend durch die Luft reiten seht. So einen Besen wünschen sich manche Kinder, wenn sie unterwegs Geröllfelder überqueren müssen. Hin und wieder geben die Bergahorne den Blick auf den Tegelberg frei. Ihr kommt an einen Abzweig. Links geht es hinauf zum Gipfel, rechts kommt Ihr zum Säulinghaus. Nun führt der Weg bergab. Ihr kommt an die Wildsulzhütte mitten im Wald. Steigt hoch auf zum Sattel. Folgt den Schildern zum Säulinghaus. Die Gedenkplatten am Weg zeigen Euch, dass der Berg keinesfalls zu unterschötzen ist. Immer am Felsen entlang durch den Wald und ihr kommt zum Säulinghaus. Erst einmal gemütlich auf die sonnige Terasse setzen ein kühles Getränk bestellen und sich auf eine Brotzeit freuen.

Mit Kindern auf Berghütten: Die kürzere Variante zum Säulinghaus

Wem diese Tour zu lange und anspruchsvoll ist, der fährt nach Pflach in Tirol. Überquert den Lech und stellt das Auto am Wanderparkplatz ab. 1999 und 2005 gab es hier ein schweres Hochwasser. Bloß weiter, bevor es nasse Füße gibt. Nach dem Parkplatz geht rechts der Wanderweg ab, während eine kleine Straße links den Berg hinauf verläuft. Ihr habt nun immer den Säuling vor Euch. Im Mittelalter bauten dort die Knappen Eisenerz ab. Teilweise steil geht es nun bergauf. Wenige hundert Meter vor der Berghütte endet die Straße und trifft auf den Wanderweg. Eigentlich solltet Ihr bereits jetzt die rotweiße Fahne vor dem Säulingshaus sehen. Wie bei allen Berghütten ist es wichtig die Schlafplätze rechtzeitig zu reservieren. Einiges was zuhause Standard ist, fehlt hier auf der Säulingshütte. Duschen gibt es keine. Auch der Strom ist hier deutlich kostbarer als in den eigenen vier Wänden. Eine kleine Solaranlage erzeugt Strom und entsprechend sorgsam gehen die Wirtsleute damit um. Es lohnt sich den Heimweg über Schloss Neuschwanstein zu legen. Bitte denkt daran, dass die Pöllatschlucht bis auf weiteres wegen Steinschlags gesperrt ist.

 Steckbrief Säulinghaus

  • Höhe: 1.720 Meter
  • Schlafplätze: 62
  • Geöffnet: Ab dem 20. Mai 2018 durchgehend
  • Kontakt: www.saeulinghaus.at