Kinder auf Berghütten: Mit der Familie im Berghaus Kleinwalsertal

Kinder auf Berghütten, kann unglaublich entspannend sein, wenn Ihr eine Unterkunft wie das Berghaus Kleinwalsertal habt. Idyllisch im Seitental Au-Wäldele gelegen. Mit dem öffentlichen Bus (wer die Gästekarte vom Kleinwalsertal hat, fährt Gratis) oder mit dem Auto ist diese Hütte perfekt zu erreichen und somit ideal für Familien mit kleineren Kindern. Ein weiterer Pluspunkt: Bei dieser Unterkunft handelt es sich um ein Selbstversorgerhaus. Auch größere Gruppen kommen dort gut unter.

Es summt. Rund um das Berghaus Kleinwalsertal, die Deutschen Alpenverein Sektion Memmingen kümmert sich um die Hütte, blühen die Almwiesen. Tausende von Biensen schwirren um die gelben, blauen und roten Blüten. Der Blick schweift über die bunten Wiesen über die Wälder und es bietet sich ein Panoramablick der Extraklasse: Die schroffe Kanzelwand, flankiert von der Walser Hammerspitze und etwas rechts davon der Bärenkopf. Etwa 45 Personen können in dieser Unterkunft übernachten. Getränke braucht niemand mitbringen, die sind bereits vorhanden. Die Kinder sind vom Panorama weniger beeindruckt. Um das Berghaus befindet sich ein natürlich gestalteter Spielplatz. Hier toben sich die Kleinen aus und die Eltern können völlig entspannt sein. Die vorbeifahrenden Autos lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. In wenigen Minuten lässt sich zu Fuß der Wald erreichen. Von dort lässt sich der Klettergarten zu Fuß erreichen. Ideal zu jeder Jahreszeit ist das Berghaus Kleinwalsertal. Von hier aus lassen sich Skitouren unternehmen. Wer gerne mit dem Mountainbike unterwegs ist, der hat hier im Au-Wäldele einen guten Startpunkt und auch zum Wandern finden sich hier genügend Touren für Familien. Für die Kinder ist es ein großes Abenteuer, auf dem Herd zu kochen. Statt mit Strom oder Gas, funktioniert dieser mit Holz und Kohle. Alles was Ihr zum Kochen braucht, ist in der Selbstversorgerhütte vorhanden.

Berghaus Kleinwalsertal: Eine ideale Unterkunft für aktive Familien. Foto (c) kinderoutdoor.de

Mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Bus seid Ihr flott in Riezlern und könnt dort einkaufen. Vor allem Eltern mit kleineren Kindern wissen den Luxus zu schätzen, direkt vor der Hütte parken zu können. Wer Windeln, Feuchttücher, Gläschen und Milchpulver mitschleppen muss, der freut sich über kurze Wege. Ein Grillstelle gibt es im Garten und dort könnt Ihr dem den Kindern Würstel, Fleisch oder Gemüse grillen. Im Kühlschrank könnt Ihr die verderblichen Lebensmittel Auch Sonnenschirme und Gartenmöbel sind bereits da. Besonders erwähnenswert ist, der Familientarif. Ein fairer Preis für DAV Mitglieder und Nichtmitglieder. Am Abend sitzt die Familie im großen Aufenthaltsraum zusammen. Auch für Gruppen ist diese Unterkunft ideal.

Kinder auf Berghütten: Das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal

Mit Kindern auf Hütten ist of ein logistisches Problem. Wer mit Kleinkindern unterwegs ist, kennt das Problem. Um Windeln, Gläschen und alles andere auf eine Berghütte zu transportieren braucht es entweder eine Seilbahn oder eine Sherpa Kolonne. Ideal ist das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal, denn die Bushaltestelle ist nur zwei Minuten entfernt und die moderne Selbstversorgerhütte ist auch mit dem Auto erreichbar.

Ein Tourenstützpunkt für Familien ist das Mahdtalhaus. Dafür lassen sie auch gerne das Auto stehen, denn die Hausgäste dürfen kostenlos mit dem Walserbus fahren. “Das ist wie mit einem eigenen Chauffeur!” schwärmt ein Vater. Alle wichtigen Ziele im Kleinwalsertal sind vom Mahdtalhaus erreichbar. Eine Tour auf den Hohen Ifen? Kein Problem! Der Walserbus fährt zum Wanderparkplatz. Von dort geht es ins Schwarzwassertal. Wer mit kleineren Kindern auf Hütten möchte, der sollte sich die Mahdtalhütte buchen. Eigentlich ist die Familienhütte ein Selbstversorgerhaus. Doch vom Donnerstag bis Sonntag 11.30 bis 16.30 Uhr ist hier die Jausenstation besetzt. Neben einer deftigen Brettljause solltet Ihr unbedingt die Kaspressknödel probieren. Der große Vorteil für Familien an dieser Berghütte ist, dass Ihr Euch auch das Frühstück oder Abendessen arrangieren lassen könnt. Erkundigt Euch bei der Jausenstation. Was für Familien in einer Selbstversorgerhütte auch hilfreich ist: Die Küche ist komplett ausgestattet und Ihr müsst nicht mit nur einer Pfanne und einem Topf auf einem altersschwachen Holzofen beim Kochen improvisieren. Es sind verschiedene Kochstellen vorhanden und Backöfen. Niemand muss im eiskalten Gebirgsbach das Geschirr abwaschen, sondern das übernimmt die Spülmaschine. Auch wegen der Lagerung der Vorräte bekommt niemand graue Haare: Es gibt in der Mahdtalhütte auch Kühlschränke. Auch das Geschirr, Besteck und was Ihr sonst noch alles zum Kochen braucht ist vorhanden. Getränke dürft Ihr selbst mitbringen oder könnt diese im Haus und bei der Jausenstation kaufen. Das nimmt Euch viel Stress wenn Ihr mit Kindern auf Hütten tolle Tag erleben wollt. Es ist nicht dauernd ein Elternteil mit dem Beschaffen von Essen eingespannt.

Idyllisch liegt das Mahdtalhaus im Kleinwalsertal und bietet sich als Basislager für Familien an. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit Kindern auf Hütten: Mittendrin im Kleinwalsertal

Ruhig liegt auf 1.100 m das Mahdtalhaus vom Ortsrand von Riezlern. Entsprechend ruhig ist es hier. Hier stört sich niemand, wenn die Kinder im Garten der Hütte spielen. Problemlos ist diese Alpenvereinshütte zu erreichen. Von Oberstdorf aus fahrt Ihr auf der B 19 über die Grenze und bis nach Riezlern. Das Beste an dieser Berghütte ist jedoch die Lage. Von hier aus lassen sich etliche tolle Touren für Familien im Kleinwalsertal unternehmen, alles ohne Auto und mit einer kurzen Anfahrt im Walserbus. Der Riezler Höhenweg ist wie gemacht für Familien. Vom Ortskern geht Ihr über den Westeggweg hinauf zum Wald. Am Westeggtobel rechts halten. Der Riezler Höhenweg führt Euch zum Gehrenhang. Hier rastet Ihr Euch aus und die Kinder entdecken sofort das Wasserbecken für müde Wandererbeine.  Immer wieder habt Ihr auf dieser 2,5 Km langen Tour eine Aussicht auf das idyllische Schwarzwassertal oder den Hohen Ifen. An heißen Tagen wandert Ihr von Riezlern zu den Kessellöchern. Bei der Bushaltestelle “Erlebach” geht es los. Hier ist der Weg zur Naturbrücke ausgeschildert und Ihr haltet Euch links. Auf einem geschotterten Weg kommt Ihr zu den Kneippbecken. Da sind die Kinder sofort dabei. Mit dem Kinderwagen ist hier nur schwer durchkommen, denn diese Etappe ist mit Wurzeln durchzogen. Nun seid Ihr bei der Naturbrücke. Die Leiter hinauf ist entsprechend steil und das ist ein guter Grund die Kinder zu begleiten. Für die Familie ist das hier ein Abenteuer. Nach der Naturbrücke links halten.Ein schmaler Pfad führt Euch zu einem Wanderweg und der bringt Euch nach Au. Am Fußballplatz vorbei und bergauf wandern. Folgt dem Bach zu den Kessellöchern.Diese und etliche andere Touren sind vom Mahdtalhaus möglich. Diese zentrale Lage macht die Berghütte zu etwas ganz Besonderem.

Mit Kindern auf Berghütten: Das Schwarzwasserhaus

Familienfreundliche Hütte: Für Kinder ab sieben bis acht Jahren ist die Schwarzwasserhütte geeignet. foto (c) kinderoutdoor.de

Familienfreundliche Berghütten bieten eine urige Unterkunft abseits der Touristenströme. Das trifft auf die Schwarzwasserhütte am Fuße vom Hohen Ifen besonders zu. Im Winter ist diese Hütte für Familien ein guter Standort für Ski- oder Schneeschuhtouren und im Sommer ein Basislager für Gipfeltouren.Im Winter hat die Schwarzwasserhütte einen Charme der an Kanada erinnert. Durch den Schnee stapft eine Familie zu der Herberge in den Allgäuer Alpen zu. Bei jedem Schritt knirscht es unter den Schneeschuhen. Wo im Sommer eine feuchte Wiese mit vielen bunten Sumpfblumen ist, liegt nun eine geschlossene und unberührte Schneedecke. Rechts ist der Hohe Ifen. Ein markanter Tafelberg. Der Weg von der Auenhütte zur Schwarzwasserhütte hat im Winter und Sommer seine Reize. In der kalten Jahreszeit wirkt das Wasser vom Schwarzwasserbach noch dunkler. Das liegt an dem Hochmoor. Hier bekommt der Bach seine markante Farbe und sie ist ein starker Kontrast zum glitzernden Schnee. Los geht die Tour zur Schwarzwasserhütte, im Sommer wie Winter, bei der Talstation der Ifenbahn. Durch den Wald geht es moderat bergauf. Bald lichtet sich der Forst und der Weg führt durch das Tal mit dem Schwarzwasserbach. Die meiste Zeit ist der Hohe Ifen zu sehen. Durch den Talgrund führt der Weg weiter bis zur Alpe Melköde. Im Sommer ist diese bewirtschaftet und bietet leckeren Käse, Buttermilch und Wurstbrote an. Im Winter aber, sind die Wasserfälle die direkt links neben den urigen Hütten über die Felsen stürzen vereist. Ein unglaublich beeindruckendes Motiv.

Mit Kindern auf Hütten: Im Winter und Sommer eine gute Wahl

Bis zur Alpe Melköde geht es gut voran. “Also ich weiß nicht was alle haben? Ist doch ganz easy!” sagt ein Vater zu seiner Familie. Doch nach der Alpe geht es ein kurzes Stück steil bergauf und es beginnt hier der anstrengendere Teil vom Zustieg zur Schwarzwasserhütte. Im Sommer ist das geschützte Hochmoor ein Höhepunkt dieser Wanderung. Viele seltene Pflanzen gedeihen dort noch. Deshalb ist es wichtig auf dem Weg zu bleiben. Auf diesem steht jedoch die meiste Zeit das braune Moorwasser. Immer wieder gibt es kurze, aber steile Anstiege bis die Schwarzwasserhütte erreicht ist. Von hier aus lassen sich wunderbar Gipfeltouren unternehmen, die an einem Tag zu lang sind. Ganz oben auf der Liste der meisten Wanderer steht der Hohe Ifen. Beliebt sind aber auch das Steinmandl, Diedamskopf und Grünhorn. Wer hier mit den Kindern unterwegs ist, muss entsprechend gut ausgerüstet und bergerfahren sein.

Hüttenkategorie: I

Geöffnet: Ende Mai bis Ende Oktober; Ende Dezember bis Ende März

Zimmer: 42 Schlafplätze (Zweier und Dreierzimmer)

Matratzenlager: 31 Schlafplätze

Besonderheit: Geeignet für Kinder ab 7 bis 8 Jahren

Wir empfehlen als Packliste für die Hütte:

  • Bargeld (in den meisten Hütten ist eine bargeldlose Zahlung leider ausgeschlossen)
  • Hüttenschlafsack (bitte keinen “richtigen” Schlafsack mitnehmen, da kann sich der Blutdruck der Hüttenwirte erhöhen)
  •  Bettzeug
  • DAV Ausweis
  • Kuscheltiere der Kinder
  • Stirnlampe oder Taschenlampe
  • Ohrenstöpsel
  • Hüttenschuhe
  • Spiele (fragt nach, ob es auf der Hütte Brett- und Kartenspiele gibt. Damit spart Ihr Euch Platz im Rucksack)
  • Erste Hilfe Set (bei kleineren Blessuren tut den Kindern vor allem ein Pflaster gut) auch Medikamente für die Kinder einpacken
  • Sonnencreme
  • Waschzeug
  • Ausrüstung für Kleinkinder Windeln, Brei, Lätzchen, Feuchttücher
  • Smartphone mit Ladegerät
  • Fotokamera
  •  Tagesrucksack
  • Trekkingstöcke
  • Kinderkraxe
  • Wanderhose
  • Wandersocken
  • Regenkleidung
  • Trekkingschuhe
  •  Trinkflasche
  • Sonnenmütze oder Hut
  • Taschenmesser
  • Sonnenbrille


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