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Kinder Skibergsteigen in Oberbayern

Mit Kindern Skibergsteigen ist so eine Sache. Die Kleinen sollten beim Aufstieg konditionell keinesfalls ihre konditionellen Grenzen überschreiten müssen. Auch bei der Abfahrt durch den Tiefschnee können manche Kinder überfordert sein. Ihr braucht deshalb eine Skitour, die kinderleicht und trotzdem attraktiv ist. Bei Kinderoutdoor.de zeigen wir Euch heute solche Skitouren in Oberbayern. Egal wo Ihr unterwegs seid: Holt Euch bitte vor dem Start den aktuellen Lawinenlage- und Wettbericht ein. 

Auch wenn der Wank „nur“ 1.780 Meter hoch ist, er hat doch einiges an Geschichten zu liefern. Bis in die 1890er Jahre hieß er Eggenberg. Seitdem Wank. Der Name leitet sich von Wang ab, was in der Sprache der Eingeborenen soviel wie hängende Wiese oder Hang bedeutet. König Ludwig II von Bayern, der „Kini“, wollte am Eggenberg/Wank ein Jagdschloss errichten. Es fehlte aber das nötige Trinkwasser und so kam der königliche Bau 1870 auf den Schachen. 1928 beginnt der Bau für die Wankbahn und Anfang der 30er Jahre sind die ersten Skifahrer auf dem Berg unterwegs. 1972, in München finden die olympischen Spiele statt, eröffnet der 200 Meter lange Sonnenlift für Skifahrer am Wank. Es entstehen in den 70ern weitere Lifte. 2002 ist es soweit: Nach 30 Jahren Betrieb schließt das Skigebiet am Wank. Seitdem sind hier im Winter die Skitourengeher unterwegs.

Kinder Skibergsteigen: Ein unbezahlbares Panorama

Viele Skibergsteiger sind der Meinung, dass der Wank wahrscheinlich die beeindruckendste Aussicht im Werdenfelder Land hat. Von der Talstation der Wankbahn geht es hinauf zum Hochseilgarten. Folgt den Schildern mit W 1 zur Esterbergalm. Unterwegs passiert Ihr die malerisch gelegene Daxkapelle (hat nichts mit dem deutschen Aktienindex zu tun). Am Frauenmahdsattel angekommen, hier kamen 1973 zwei Burschen durch eine Lawine ums Leben, geht es rechts hinauf zum Wankhaus und dem Gipfel. Dort könnt Ihr auch einkehr. Über die ehemaligen Skihänge könnt Ihr abfahren. Bitte beachtet, dass sich am Ameisenberg ein Schongebiet befindet. Dieses bitte nicht befahren!

  • Tourlänge: 5 Kim
  • Gehzeit: 3 1/2 Stunden
  • Höhenmeter: 1.010
  • Tourencharakter: Leicht

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Skibergsteigen mit Kindern in den Vogesen

Skitouren mit Kindern in den Vogesen haben ihre guten Gründe. Die Gefahr von Lawinen ist in diesem französichen Mittelgebirge deutlich geringer, ebenso sind hier weniger Skitourengeher unterwegs als in den Alpen. Ein weiterer Vorteil von einer Skitour mit Kindern in den Vogesen: Diese Touren sind kürzer, technisch und konditionell weniger anspruchsvoll.

Bussang. Diese Gemeinde solltet Ihr kennen. Hier entspringt nämlich die Mosel (franzöisch: La Moselle). Dort gibt es auch ein aufgelassenes Skigebiet. Es führt Euch auf den Tête de la Bouloie. Los geht es am Parkplatz von Bussang. Hier könnt Ihr noch nicht die Ski anschnallen, aber keine Sorge von den Einwohnern sieht Skitourengeher niemand schräg an. Die sind diesen Anblick inzwischen gewohnt. Haltet Euch auf der Avenue de la Gare bis zur Ru de Lamerey und folgt Ihr in Richtung Süden. Bald habt Ihr den Ortsrand von Le Breuil erreicht. Hier schnallt Ihr die Ski an. Haltet Euch nun bergauf Richtung Hotel La Bouloie. Passiert es und über die ehemalige Skiabfahrt steigt Ihr zum Gipfel vom Tête de la Bouloie auf. Dort oben bietet sich ein grandioser Blick auf die junge Mosel im Tal. Auf demselben Weg wie Ihr aufgestiegen seid, kommt Ihr wieder zurück.

  • Skitour: Tête de la Bouloie
  • Höhenmeter: 560
  • Dauer: etwa zwei Stunden
  • charakter der Tour: einfach
Skitouren für Kinder führen auch auf verschneiten Forstwegen entlang und trotzdem haben die Outdoorkids ihre Freude daran.
foto (c) kinderoutdoor.de

Skibergsteigen mit Kindern in den Vogesen: Auf den Mount Everest

Der höchste Berg der Vogesen ist der Grand Ballon. Auf ihn führen einige Skitouren. Wir wählen die Variante von Altenbach aus. Stellt in dem kleinen Dorf das Auto ab und haltet Euch am Chemin du Grand Ballon. Ein Forstweg bringt Euch nach dem Dörfchen bergauf. Bald erreicht Ihr eine große Lichtung: Den Bienenwald. Nicht den linken Forstweg nehmen, sondern steigt weiter rechts auf zur Route des Cretes. An Ihr entlang kommt Ihr zum Robert Redslob Monument (er ist ein deutsch franzöischer Staatsrechtler gewesen). Moderat geht es zum Gipfel des höchsten Berges der Vogesen: Den Grand Ballon. Ihr steht nun auf 1.424 Meter mit einer malerischen Radarkuppel und Sendemasten. Auf dem gleichen Weg kommt Ihr wieder zurück nach Atenbach.

  • Skitour: Grand Ballon
  • Höhenmeter: 710
  • Dauer: etwa zwei einhalb Stunden
  • charakter der Tour: einfach

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Outdoor Wissen: Skitourenbindungen und Felle

Outdoor WissenZum Outdoor Wissen gehört auch, sich mit Bindungen und Steigfellen zu beschäftigen. Diese beiden unscheinbaren Teile sind unentbehrlich beim Skibergsteigen. Worauf Ihr achten solltet , wenn Ihr zum ersten Mal auf Tour geht, dazu geben zwei anerkannte Experten wertvolle Tipps. 

Ski, Schuh und Bindung bilden beim Tourengehen eine Einheit. Welche Bindung für welchen Einsatz – und muss das Setup immer superleicht sein? Nicht unbedingt, sagt Stefan Burki, Leiter Marketing bei Fritschi Swiss Bindings. Vielmehr geht es um das passende Setup. Wir haben uns darüber mit dem Tourenbindungsexperten unterhalten.

Nicht erst seit Corona zieht es immer mehr Menschen auf Skitour. Was sind deine Tipps, wenn sich ein Skitourenneuling ausstatten möchte? Worauf kommt es bei Einsteiger wirklich an?
Stefan Burki: Sicherheit zuerst! Das gilt nicht nur für die umfangreiche Ausrüstung. Damit die Skitour zum Genuss wird, ist das Bewusstsein bezüglich der Risiken im freien Gelände die wohl wichtigste Voraussetzung. Neulinge wenden sich dazu am besten an einen Profi, denn besonders die Handhabung der Sicherheitsausrüstung will gelernt sein. Bergschulen und Fachhändler verleihen Skitourenausrüstungen. Nach den ersten eigenen Erfahrungen fällt es leichter, die Ausrüstung anzuschaffen, welche den persönlichen Bedürfnissen entspricht.

Oft hat man den Eindruck, bei Skitourenmaterial geht es nur um Leichtbau. Das ist ja nicht unbedingt immer massentauglich, oder?
SB: Ich teile die angesprochene Meinung, dass mit dem Fokus auf nur leichtes Gewicht konzipierte Produkte in der Handhabung entsprechende Erfahrung erfordern und bezüglich Sicherheit und Dauerhaftigkeit an Grenzen stossen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Produkte mit einem optimalen Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung. Schlussendlich geht es um die persönlichen Bedürfnisse und es liegt in der Natur der Sache, dass eine Skitourenausrüstung möglichst leicht sein soll.

Welche Zielgruppe sprecht ihr denn mit der neuen Fritschi Tecton an. Für wen habt ihr diese Bindung entwickelt? 
SB: Mit der Tecton sprechen wir die Powder- und Powerfans an. Sie erfüllt die Wünsche der abfahrtsorientierten Community, welche die Traumhänge leicht mit eigener Muskelkraft erreichen und keine Kompromisse im Abfahrtserlebnis eingehen will.

Wo unterscheidet sie sich vom Vorgängermodell?
SB: Neu werden Carbon verstärkte Hightech-Kunststoffe eingesetzt, in der Folge ist die Tecton noch stabiler und langlebiger geworden. Technische Optimierungen machen sie noch zuverlässiger und darüber hinaus verleiht ihr das neue Design einen kraftvollen Charakter.

Fritschi stellt seine Bindungen zu 100% in der Schweiz her. foto (c) Fritschi

Wo setzt ihr euren Schwerpunkt in der Bindungskollektion? Gewichtsersparnis oder Stabilität?
SB: Fritschi setzt den Schwerpunkt auf die Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Funktionalität und Material. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass schlussendlich spezifisch angepasste Technologien gefragt sind, deshalb bieten wir für jedes Modell eine auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Technologie. Zum Bespiel spricht die Tecton mit einer Pin-Fronteinheit und einem Alpinbacken, wie erwähnt, die abfahrtorientierte Community an, während die leichte Xenic den ambitionierten Spezialisten abholt, für den es wichtig ist, kraftsparend unterwegs zu sein.

 
Foto: Domi Tauber/Contour
 

Outdoor Wissen: Skitourenfelle – Steigen und gleiten

Einfaches Handling und guter Grip beim Aufsteigen oder schnelles Gleiten und geringes Gewicht? Werner Koch, Geschäftsführer bei Koch alpin, sagt, worauf Beginner und Fortgeschrittene beim Kauf von Skitourenfellen achten sollten. Und er gibt Tipps zur Fellpflege.

Nicht erst seit dem vergangenen Corona-Winter finden mehr Menschen gefallen am Skitourengehen. Welches Fell empfiehlst du einem Tourenneuling?
Werner Koch: Das Thema Felle finden im Beratungsgespräch zu Unrecht meist wenig Beachtung. Gerade für EinsteigerInnen machen Probleme mit dem Fell das großartige Erlebnis der ersten Skitouren schnell zunichte. Für den Anfang sind solide Steigeigenschaften und unkompliziertes Handling wichtiger als schnelles Gleiten und geringes Gewicht. Unser hybrid mix Fell ist da eine ideale Wahl, den es bietet ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen sicherem Grip und gutem Gleiten, ist dabei anwenderfreundlich ohne Kraftaufwand zu trennen und einfach zu verstauen und bietet eine lange Lebensdauer, die gerade im Einsatz am Pistenrand Vorteile bietet. Auch das exakte Zuschneiden an der Skikante gelingt hier mühelos.

Worin unterscheiden sich denn High-End- und Einsteigerfelle?
WK: Ich würde hier keinen Wiederspruch sehen, denn der Einsteiger ist der Kunde mit den höchsten Ansprüchen. Hier muss das Material auch ohne viel Erfahrung und Improvisationstalent funktionieren, damit die Freude am Tourengehen erhalten bleibt. „Tourenfüchse“ legen eher Wert auf gutes Gleiten und sind bereit, die Felle öfters zu ersetzen. Für besonders leichte und gut gleitende Mohair Felle ist eine saubere Gehtechnik von Vorteil, kein Problem mit etwas Erfahrung aber oft zu viel Herausforderung für Einsteiger.

Sobald man sich mit einer Neuanschaffung auseinandersetzt, kommt schnell die Frage nach dem Materialmix auf, wie wichtig ist aber die Fellbefestigung am Ski oder Board?
WK: Wesentlich ist hier das Ausprobieren beim Kauf, das vermeidet böse Überraschungen daheim oder noch schlimmer, beim ersten Einsatz. Angepasst an die Dicke der Ski bietet contour zum Beispiel unterschiedliche tail clips. Die enorme Vielfalt an shapes heutiger Splitboards ist ebenfalls eine Herausforderung für viele Standard-Felle. Also: beraten lassen und beim Kauf prüfen, ob auch wirklich alles sauber sitzt. Kleiner Tipp: Bei Ski mit Kunststoff-Enden lassen sich die Kerben kinderleicht mit einem Teppichmesser an die Breite der Fell-Clips anpassen.

Jetzt vielleicht noch ein Tipp von dir für ein immer gut klebendes Fell auf Tour mit mehreren Aufstiegen.
WK: Felle mögen gepflegt werden! Den Haftkleber klassischer Klebefelle rechtzeitig auffrischen, am besten mit dem Transfer-Tape zum Aufbügeln. Bei hybrid Fellen nimmt die Klebrigkeit infolge Verschmutzung ab, gründliche Reinigung mit dem hybrid Reinigungstuch oder -spray schafft hier schnell und nachhaltig Abhilfe und verhindert Haftungsprobleme, bevor sie unterwegs auftreten. Wichtig ist es, den Skibelag vor dem Auffellen gründlich abzuwischen.

Kinder Skibergsteigen in den Vogesen🇫🇷

Kinder Skitouren brauchen kein hochalpines Gelände. Es reichen einzigartige Mittelgebirge. In den franzöischen Vogesen erwarten Euch und die Kinder Skitouren, die sich keinesfalls zu „verstecken“ brauchen. Im Gegenteil. Noch sind die Vogesen bei Skibergsteiger ein Geheimtipp. Entsprechend wenig ist los. Dafür bieten sich atemberaubende Blicke und rasante Abfahrten.  

Die Sextener Dolomiten oder die Lechtaler Alpen. Jeder Skitourengeher bekommt hier glasige Augen und möchte sich am liebsten sofort die Ski packen um dorthin zu fahren. Nur wenige wagen sich die Tourenski in den Mittelgebirgen anzuschnallen. Eine Terra incognita (WoMo Fahrer bitte googeln!) sind für Skibergsteiger die Vogesen. Den Grand Ballon kennen viele Sportsfreunde, wenn auch nur von der Tour de France. Dieser Berg ist auch bei den Tourengehern sehr beliebt. Wir beginnen mit den dritthöchsten Berg der Vogesen: Den Hohneck mit 1.363 Meter. Los geht es am Parkplatz vom Skigebiet Le Gaschney. Umgeht das Skigebiet und steigt bergauf zur Auberge de Schiessroth. Der Weg ist entsprechend markiert. Hier lohnt es sich zu pausieren, denn der Blick über den Lac de Schiessrothried ist beeindruckend. Über einen kurzen Südhang geht es hinauf zum Petit Hohneck mit 1.289 Meter. Runter mit den Fellen und fahrt zum Col du Schaeferthal ab. Es folgt der letzte Anstieg zum Hohneck. Ihr fahrt zurück über den Petit Hohneck und dann auf der Skipiste von Le Gaschney.

  • Hohneck
  • Höhenmeter: 440 Hm
  • Dauer: 2 Stunden
  • Charakter der Tour: leicht

Kinder Skibergsteigen in den Vogesen: Auf den Grand Ballon

Im Dorf Felsenbach geht es los. An einer kleinen Kapelle beginnt ein verschneiter Forstweg. Folgt ihm einen knappen Kilometer. Ihr trefft dann auf eine kleine Hütte. Haltet Euch links zur Auberge Gustiberg (978 Meter). Weiter bergauf durch einen lichten Bergwald zum Col du Grand Ballon mit seinem einzigaritgen Hotel. Die Radarkuppel auf dem Gipfel ist bereits zu erkennen. Die letzten Höhenmeter schafft Ihr jetzt auch noch. Auf der Aufstiegsroute geht es wieder zurück nach Felsenbach.

  • Grand Ballon
  • Höhenmeter: 750 Hm
  • Dauer: 3 Stunden
  • Charakter der Tour: Leicht

 

Skibergsteigen für Familien

Skitouren in Tirol bieten von Pistentouren bis zu alpinen Gletscheranstiegen die ganze Bandbreite von diesem faszinierenden Sport. 17 verschiedene Berggruppen umfasst „die“ Tiroler Bergwelt und dort gibt es unzählige Möglichkeiten für Skitouren. Wir stellen Euch verschiedene Touren vor. Bitte achtet bei jeder Tour auf die aktuelle Lawinen- sowie Wetterlage.  

Wenn zu wenig Schnee liegt oder die Lawinenlage alles andere als ungefährlich ist, dann kommen viele zum Osterfelderkopf. Leider kennen viele Sportsfreunde aus München diese Tour. Wer die Einsamkeit sucht, ist hier fehl am Platz. Los geht es an der Bergstation der Hausbergbahn. Rechts am Pistenrand geht es hinauf. Nach 250 Höhenmeter geht es rechts in den Wald hinein. Flach geht es dahin Richtung Westen, bis eine Schneise die Tourengeher wieder zur Piste vom Hausberg bringt. Am Tröglhang gibt es sogar einen Tunnel, dieser ist mit Teppich ausgelegt, für Tourengeher. Von hinten geht es zum Kreuzeckhaus. Unter dem Längenfelder-Sessellift geht es hinauf zu einer Anhöhe.  Bevor Ihr die Talstation der Hochalmbahn erreicht, biegt Ihr rechts auf den Sommerweg. Er führt Euch Richtung Hupfleitenjoch. Steil geht es bergauf. Immer unter den Gondeln der Hochalmbahn, geht es hinauf. Einmal müsst Ihr eine exponierte Scharte queren. Auf dem Rücken geht es hinauf zur Bergstation der Osterfelderbahn. Wer möchte kann bis zum Gipfelkreuz aufsteigen. Über die Piste fahrt Ihr wieder ab.  

  • Charakter: Mittel schwer
  • Stecke 9 Km
  • Höhenmeter: 1.350 m

Kinder Outdoor Tipps: Skitouren

Kinder Outdoor Tipps kommen heute aus dem Tiroler Lechtal. Weil viele Skilifte still stehen, entdecken immer mehr Familien das Skibergsteigen. „Mehr Zeit für mehr Raum“ lautet das Motto: Fernab vom alpinen Skitourismus gilt das Tiroler Lechtal als weitläufiges Dorado für Tourengeher. Damit trifft die zwischen Lechtaler und Allgäuer Alpen gelegene Bergregion den Nerv vieler Wintersportler. Laut aktuellen Erhebungen unter anderem des Deutschen (DAV) und Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) wächst die Zahl der Skitourengeher jährlich um etwa sechs bis zehn Prozent.  

Um Gelände und Lawinengefahren (besser) kennen zu lernen, haben der Tourismusverband Lechtal und die Arbeitsgemeinschaft Lechtal Guiding e.V. von 16. bis 23. Januar 2022 die „Lechtaler Skitouren Tage“ ins Leben gerufen. Das Angebot reicht von Lawinenkursen sowie geführten Ski- und Schneeschuhtouren bis hin zu einem umfassenden Rahmenprogramm. Fünf wertvolle Tipps zur Vorbereitung für die erste Skitour gibt Hubertus Lindner, Bergführer und Betreiber der Bergschule Lechtal schon jetzt. www.lechtal.at, www.bergschule-lechtal.com, www.lechtal-guiding.com

KInder Outdoor Tipp 1: Voraussetzungen

Bei Skitouren unterscheidet man Schwierigkeitsgrade von leicht bis extrem anspruchsvoll. Für Anfänger eignen sich zunächst so genannte Pistenskitouren, bei denen sie sich mit den Eigenschaften von Tourenski, Schuhen und Bindung vertraut machen können: „Für eine Skitour im gesicherten Skiraum genügen die Fertigkeiten vom Pisten-Skifahren. Anschließend sollten künftige Tourengeher die Fahrtechnik step by step ins Gelände übertragen, am besten unter Anleitung eines staatlich geprüften Skilehrers oder -führers. Denn jeder Fehler hinsichtlich des Fahrverhaltens wirkt sich im Gelände ungleich stärker aus. Eine schlechte Skitechnik bedeutet bei Skitouren daher höheres Risiko. Stürze können nicht nur zu Verletzungen, sondern auch zu Lawinenabgängen führen“, so Ski- und Bergführer Hubertus Lindner

Kinder Outdoor Wissen: Skitouren mit Kindern
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Tipp 2: Vorbereitung

Konditions- und Krafttraining, wie es Aktive vom Skifahren kennen, ist laut dem Lechtaler Berg- und Skiführer Hubertus Lindner besonders wichtig – sei es als Workout im Fitness-Studio oder bei Klimmzügen im Wald. Die technischen Fertigkeiten lernen Outdoor-Enthusiasten am besten durch regelmäßiges Ski-und Techniktraining in einer angeleiteten Gruppe, zum Beispiel bei einer Alpinschule. Dort geht es vor allem um Tourenplanung, Lawinengefahr und -strategien, Ausrüstung, Verhalten während der Tour und den Ernstfall einer Lawinenverschüttung.

Skitouren mit Kindern haben nicht nur konditionelle Grenzen.
foto (c) kinderoutdoor.de

 Kinder Outdoor Tipp 3: Ausrüstung

Ausrüstung ist nicht gleich Ausrüstung, denn Skitour ist nicht gleich Skitour, so das Credo von Hubertus Lindner aus dem Lechtal: „Während wir beim Freeriden mit leichtem Gepäck, Lawinenairbag, Notfallausrüstung und Skihelm starten, sind wir beim Skibergsteigen mit Pickel, Steig- und Harscheisen, Abseilgerät, Klettergurt sowie leichtem Helm alpinistisch unterwegs.“ Was laut dem Tiroler Experten niemals fehlen darf: Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Sonde, Schaufel, Erste-Hilfe-Paket, Biwaksack, Stirnlampe, kleines Multifunktionswerkzeug, Sonnencreme sowie etwas Warmes zum Unter- und Überziehen. Socken, Unterwäsche, Mütze und Stirnband können Tourengeher übrigens von ihrem alpinen Ski-Equipment nutzen – mehr allerdings nicht.

Skitouren mit Kindern: Bevor Ihr zum ersten Mal im unpräparierten Gelände aufsteigt, müssen die Kinder und Ihr fit im Tiefschneefahren sein.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Tipp 4: Leihen oder kaufen?

Ski, Felle, Teleskopstöcke sowie Notfallset sind Ausrüstungsgegenstände, die Touren-Neulinge laut Bergführer Hubertus Lindner gut ausleihen können, auch wenn dieses Vergnügen nicht ganz günstig ist: Die Gebühren für Notfall- und Skiausrüstung beziffert er auf etwa 100 Euro pro Tag. Allerdings sparen sich Wintersportler so die wichtige und aufwendige Pflege des Equipments. Zum Kauf rät Hubertus Lindner vor allem bei Touren-Schuhen: Werden diese nicht im Fachgeschäft anprobiert, warten die Schmerzen schon nach wenigen Metern. Sollten Tourengeher bei ihrem Hobby bleiben wollen, empfiehlt der Lechtaler Bergführer, im nächsten Schritt in eine Notfallausrüstung – sprich LVS-Gerät, Sonde, Schaufel und Erste-Hilfe Paket – zu investieren (etwa 400 Euro).

 Kinder Outdoor Tipp 5: Essen und Trinken

„Einsteiger sollen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit mit auf eine Tour nehmen, am besten nur leicht gesüßten Tee in der Thermoskanne“, so Hubertus Lindner. Beim Essen gilt die Regel „Nährwert geht vor Zuckergehalt“. Hubertus Lindner: „Zucker in Form von billigen Müsli- oder schlimmer noch Schokoriegeln zuzuführen, bringt den Stoffwechsel aus seiner Balance.“ Die fatale Folge: Tourengehern droht im letzten Drittel häufig eine Unterzuckerung. Konkret rät der Lechtaler, zum Beispiel Trockenfrüchte wie Datteln in den Rucksack zu packen

Skitouren: Weißkopfkogel

Los geht es am Tourenparkplatz im Auracher Graben. Folgt von dort der Fahrstraße in den Auracher Graben. Zwei Kehren später gabelt sich der Weg. Haltet Euch links und über eine verschneite Wiese geht es zur Wildalm. Rechts halten und Ihr kommt zur Hochwildalmhütte. Diese ist bewirtschaftet und lohnt eine Einkehr. Das Essen dort schmeckt besser als mancher Energieriegel. Haltet Euch Richtung Norden. Eine Geländekante überqueren und eine Hochebene druchqueren. Haltet Euch rechts. Haltet auf die  die Gratscharte zwischen Gebra und Weißkopfkogel. Das Finale ist heftig und  über den Südwesthang vom Gipfelgrat erreicht Ihr den höchsten Punkt der Skitour.

  • Charakter: Mittel schwer
  • Stecke 9 Km
  • Höhenmeter: 920 m

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Kinder Skitouren in Osttirol

Kinder Skitouren lassen sich in Osttirol gehen. Wichtig ist aber, dass Ihr bergerfahren und optimal ausgerüstet seid. Skitourismus und Naturschutz stehen vielerorts nicht immer im Einklang. Dass es auch anders gehen kann, zeigt Osttirol. Die Region stellt mit ihren 266 Dreitausendern ein Paradies für Skibergsteiger dar. Damit das auch so bleibt, werden bereits Kinder und Jugendliche für einen achtsamen Umgang mit der Natur sensibilisiert.  

Martin Rainer, Leiter des Osttiroler Alpinkompetenzzentrums, weiß um den Boom, den Skitourengehen gerade in den letzten Jahren erfahren hat und auch um die Problematik, die dieser Trend nach sich zieht: „Die Nutzung der Natur ist ein Privileg, der achtsame Umgang mit ihr liegt uns in Osttirol daher ganz besonders am Herzen.“ Konkret bedeutet das: „Alpine Kompetenz, die ausdrücklich den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur einschließt, wird unterrichtet. Bei den sogenannten Winter Life Camps wird bereits Kindern im Schulalter Achtsamkeit und Rücksicht gegenüber der Natur vermittelt. „Nur so können wir den sensiblen Umgang mit unseren einzigartigen Ressourcen garantieren“, mahnt Martin Rainer. Eine wichtige Rolle fällt dabei den einheimischen Bergführern zu: „Anders als im Sommer, sind die „Wanderwege des Winters“, also die Skitourenrouten, vergänglich. Unsere Aufgabe ist es daher, frühmorgens die erste Aufstiegsspur im frischen Schnee so anzulegen, dass sensible Naturzonen umgangen werden und wir gleichzeitig die größtmögliche Sicherheit für Skitourengeher gegen alpine Gefahren gewährleisten können“, erklärt Egon Kleinlercher, Obmann des Osttiroler Berg- und Skiführerverbandes.Bergsport bietet eine unvergleichliche Fülle an Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Einheimische wie auch Gäste können von Osttirols Bergwelt und der alpinen Kompetenz vor Ort profitieren und außergewöhnliche Abenteuer erleben. Und dabei soll in Osttirol ausdrücklich niemand ausgeschlossen sein, aber für einen gewissenhaften Umgang mit der Natur sensibilisiert werden.

Skitourengehen mit Kindern: Gemeinsam statt gegen die Natur

Die Aufstiegsfelle unter die Skier geschnallt, geht es beim Skitourengehen aus ureigener Kraft nach oben. Auf den kräftezehrenden Aufstieg folgt der krönende Höhepunkt: Die Abfahrt durch jungfräulichen Pulver- oder zischenden Firnschnee. Skitouren im ungesicherten Terrain erfordern, deshalb ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Risikokompetenz: Das Skiabenteuer will daher gelernt sein – Einsteiger machen ihre ersten Gehversuche deshalb am besten auf der Piste, in einem der Osttiroler Skigebiete, die spezielle Tourenkarten anbieten. Außerdem: Naturnutz und Naturschutz liegen auf einer Skitour im freien Gelände eng beieinander. Wer umweltverträglich unterwegs ist, beachtet Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere. In Osttirol ist man sich dieser Verantwortung gegenüber der Natur seit jeher bewusst. Und trotzdem werden restriktive Maßnahmen vermieden. Das Potenzial sanfter Tourismusstrukturen wird aufgezeigt und mit speziellen Angeboten gefördert. Wie im Villgratental: Seit 2015 entwickeln die Dörfer Außer- und Innervillgraten im Rahmen des Projektes „Bergwelt Tirol miteinander erleben“ eine naturverträgliche Form des Skitourengehens, die auf die Ansprüche aller Naturnutzer in diesem Raum Bedacht nimmt.

Skitouren mit Kindern: Am besten mit Bergführer

Für einen Skitourengeher, der angeleitet von einem Bergführer erstmals den Schritt ins Gelände wagt, wird die erste Skitour ein emotional nachhaltiges Erlebnis sein. Und die Profis? Versierte Skitourengeher, die sich bereits erfahrene Alpinisten nennen dürfen, finden in Osttirols Bergwelt einen schier endlosen Spielplatz. Eine ganz besondere Herausforderung: Die Skiroute Hoch Tirol. Bei dieser überaus anspruchsvollen Hochgebirgsdurchquerung werden mehr als 18.000 Höhenmeter und 140 Kilometer in sechs Tagen bewältigt. Die Tour startet in Kasern in Südtirol und führt in fünf Etappen über die eindrucksvollen Gletschergipfel der Venediger- und Glocknergruppe ins alpine Herz Osttirols, wo neben dem Großen Geiger und Großvenediger final auch Österreichs höchster Berg, der 3.798 Meter hohe Großglockner, bestiegen wird. Übernachtet wird bei diesem einzigartigen Abenteuer natürlich nicht im Tal, sondern auf bewirtschafteten Schutzhütten in über 2.000 Metern Höhe.

Skitourenfestival in Osttirol ein Muss für alle Skibergsteiger

Bereits zum achten Mal findet das Austria Skitourenfestival in Osttirol statt. Zwischen dem 27. und 30. Januar 2022 dreht sich in Osttirol alles um das Thema Skitouren. Das viertägige Festival bringt Hobbysportler und Experten in den drei Austragungsorten Kals am Großglockner, Innervillgraten und St. Jakob im Defereggental zusammen – so kann sich jeder Teilnehmer „seinen“ Ausgangspunkt aussuchen. Was einen als Besucher erwartet? Expertenvorträge, Safety-Camps mit Lawinen- und Schneekunde, Live-Diskussionen, Filmvorführungen und Workshops. Es ist die Balance aus Spaß und Sicherheit, die man in Osttirol vermitteln will. Und natürlich geht es auch wieder gemeinsam mit den Osttiroler Bergführern vor Ort auf Skitour durch die wildromantischen Seitentäler Osttirols. Nach umfassender Sicherheitseinweisung erkunden Teilnehmer ein paar der schönsten Skitourenberge im Angesicht von Großglockner, Großvenediger & Co: keine Liftstütze im Blickfeld im Villgratental, feinster Champagne Powder im Defereggental und Österreichs höchste Berg Österreichs im Kalser Tal. Und auch diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, profitieren von der Alpinkompetenz Osttirols: Die Live-Diskussionsrunden und Live-Touren werden über den Sender K19 weltweit ausgestrahlt, sodass sie dem achten Skitourenfestival eine neue Dimension verleihen und die Skitourendestination Osttirol einmal mehr ins Rampenlicht rücken.

Weitere Informationen unter www.skitouren.osttirol.com

Kinder Skitouren: Sicher an der Piste

Kinder Skitouren sollten sicher sein. So sicher wie möglich. Selbst Experten haben inzwischen Probleme die Gefahr durch Lawinen richtig einzuschätzen. An manchen beliebten Skitourenbergen gingen Lawinen ab, wo seit Jahrzehnten Sicherheit herrschte. Deshalb steigen viele Skitourengeher mit Kindern am Rand der Pisten auf. Das führte zu manchem Ärger. In Sankt Johann (Tirol) beweisen nun Dynafit und die Liftbetreiber vor Ort wie beides problemlos nebeneinander funktionieren kann.  

Das Skigebiet SkiStar St. Johann in Tirol eröffnet den DYNAFIT Skitouren-Park – powered by Intersport Patrick. Damit reagieren das Skigebiet, der Skitourenausrüster und der Sport-Fachhändler auf die hohe Nachfrage am Skitourensport auf Pisten. Der DYNAFIT Skitourenpark wird voraussichtlich zum geplanten Saisonstart am 07.12.2019, eröffnet und bietet drei Routen für Einsteiger und ambitionierte Ausdauersportler. Mit einem Pistengeher-Ticket setzt das Skigebiet neue Maßstäbe für ein Miteinander von Alpin-Skifahrern und Skibergsteigern im gesicherten Skiraum. Skitouren werden längst nicht mehr nur im freien Gelände gegangen: Sowohl Anfänger als auch erfahrene Tourengeher nutzen die Skipiste, um unkomplizierte und sichere Trainingseinheiten zu absolvieren, die eigene Fitness zu steigern oder die ersten Gehversuche bergauf zu wagen. Die Beliebtheit des Pistentourengehens nimmt zu: Das Skigebiet in St. Johann in T irol verzeichnet jedes Jahr mehr Tourengeher. DYNAFIT reagiert auf den Trend mit einer umfangreichen Speedfit-Kollektion, die speziell für das Pistentraining konzipiert ist. Außerdem fördert der Bergausdauer-Spezialist Lösungen für das Miteinander aller Interessensgruppen auf Skipisten und unterstützt den neuen Skitourenpark als Titelpartner für dreiJahre. „Wir sind stolz, als Titelpartner des neuen Skitouren-Parks in St. Johann in die kommende Wintersaison zu starten“, sagt Michael Költringer, Marketing Manager DYNAFIT. „Die Betreiber von SkiStar in St. Johann haben eine perfekte Infrastruktur für Alpin-Skifahrer und Tourengeher in ihrem Skigebiet realisiert, das möchten wir unterstützen.“

Kooperation statt Konflikte

„Wir haben in den letzten Jahren einen regelrechten Ansturm an Pistengehern bei uns verzeichnet, dadurch kam es hier immer wieder zu Konflikten“, so Peter Grander, Geschäftsführer von SkiStar St. Johann. „Aus diesem Grund haben wir nun drei Aufstiegsrouten definiert und werden diese umfassend beschildern. In Kooperation mit DYNAFIT, Intersport Patrick und den Gastronomiebetrieben am Berg möchten wir für alle Interessensgruppen eine perfekte Lösung finden und ein noch attraktiveres Angebot am Berg gestalten.“ Für Pisten-Tourengeher stehen im DYNAFIT Skitouren-Park von SkiStar St. Johann in der aktuellen Wintersaison folgende Skirouten gut ausgeschildert bereit:

• Route 1: Ab Talstation Harschbichl bis Bergstation HarschbichlHöhenunterschied: 920 Hm | Streckenlänge: 4,5km | Gehzeit: ca. 2,5hParkticket oder Pistengeher-Ticket am Parkautomaten der Talstation Harschbichl oder während der Betriebszeiten ander Kasse erhältlich

• Route 2: Ab Talstation Eichenhof bis Bergstation Harschbichl Höhenunterschied:920 Hm | Streckenlänge: 4,7km | Gehzeit: ca. 2,5hTicket an der Talstation Eichenhof erhältlich

• Route 3: Ab Talstation Valle’s Tauwiesenlift bis Bassgeigeralm Höhenunterschied:340 Hm | Streckenlänge: 2,5 km | Gehzeit: ca. 1h

Ticketautomat an der Talstation Valle’s TauwiesenliftPistengeher können täglich während der Betriebszeiten von 08:30 Uhr bis 16:30 Uhr auf den drei ausgeschilderten Routen aufsteigen. An zwei Tourengeher-Abenden (Route 1: mittwochs und freitags/ Route 2: mittwochs) ist das Aufsteigen zusätzlich abends erlaubt. Das Pistengeher-Ticket kostet 6 Euro und berechtigt zur Nutzung der Infrastruktur und Parkplätze an den drei ausgeschilderten Routen an max. 5 Stunden pro Tag. Es sind Pistengeher-Saisonkarten erhältlich.

Skitouren mit Kindern: Ab acht Jahren können die Outdoorkids mit auf Tour. So eine Faustregel. Doch Ausnahmen gibt es auch hier. foto (c) kinderoutdoor.de

Skitour für Kinder: Rauf zum Ellmauer Tor

Eine Kinder Outdoor Skitour die Euch, wenn das Wetter passt, eines der grandiosesten Panoramen im Wilden Kaiser bieten kann. Manchem Skibergsteiger ist diese Tour zu kurz, doch wer entsprechend fitte Kinder hat die auch gut abfahren können, ist hier richtig. Wichtig ist bei der Kinder Outdoor Skitour: Holt Euch bitte vorher den Lawinenlagebericht ein. Fällt dieser entsprechend kritisch aus, bleibt im Tal.

Den Bergdoktor kennt wohl jeder. Selbst jene, die sich diese unsägliche TV Serie nicht ansehen. Ein Teil von dieser Tele-Schmonzette spielt auch am Wilden Kaiser. Wer keinen Bergdoktor und seine Dienste benötigen will, der startet zu der heutigen Kinder Outdoor Skitour nur wenn:

  • keine Lawinengefahr besteht
  • die Ausrüstung optimal ist
  • die Kinder fit sind

Los geht es standesgemäß an einem Parkplatz. Nehmt den vor der Wochenbrunner Alm. Zuerst steigt Ihr norwärts auf einer zugeschneiten Straße auf. Folgt der Straße bis zur DAV Gaudeamushütte auf 1.270 Metern Höhe. Seit 120 Jahren gibt es diese urige Unterkunft in den Tiroler Bergen. Wenn Ihr dort angekommen seid, befindet Ihr Euch bereits im Kübelkar. Jetzt heißt es die erste steile Stufe zu überwinden. Deshalb ist die heutige Skitour nur für Kinder gedacht, die bereits einige Erfahrung auf den Tourenski haben. Hier heißt es lange queren. Entsprechende Spuren in denen Ihr aufsteigen könnt findet Ihr sicher, denn diese Tour ist beliebt. Der Boden vom Kübelkar ist erreicht und Ihr könnt Euch kurz erholen, denn die nächste steile Stufe wartet wieder auf Euch. Hier haltet Ihr Euch ebenfalls rechts. Manche fragen sich nach dieser anstrengenden Etappe wann endlich der Felsensattel erreicht ist?

Blick hinauf von der Mulde zum Ziel: Dem Ellmauer Tor. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Ihr eine Mulde durchquert habt, liegt bereits der finale Hang vor Euch. Rauf und Ihr seid oben auf dem Felsensattel angekommen. Ein Aufstieg zum Goinger Halt ist mit Kindern auf keinen Fall zu empfehlen. Den Ausblick vom Ellmauer Tor zieht Euch die Felle von Ski! Rings um Euch türmen sich Felsenmassive auf und im Süden grüßen wie aus einem Prospekt für Touristen die Hohen Tauern. Grandios! Da freuen sich alle auf die Abfahrt.

  • Länge der Skitour: 7,5 Km
  • Höhenmeter Aufstieg: 930
  • Höhenmeter Abstieg: 930
  • Dauer: 3 Stunden
Grandioser Ausblick vom Ellmauer Tor, wenn nur die Wolke nicht wären…..foto (c) Kinderoutdoor.de

Weitere Kinderskitouren in Tirol

Skitour mit Kindern im Tannheimer Tal, die bietet ein Maximum an Natur und eine wunderbare Abfahrt auf der Piste. Für größere Outdoorkids ist diese knapp zehn Kilometer lange Tour zu schaffen. Es gibt keine ausgesetzten Passagen und die jungen Skibergsteiger fahren nach dem Aufstieg über die Piste ab. Ein weiterer Vorteil: Die Tour ist gut ausgeschildert. Unterwegs gibt es immer wieder tolle Aussichtspunkte und nur kurze steile Passagen.

“Da möchte ich auch rauf!” schwärmt ein Mädchen und zeigt auf die umliegenden Gipfel wie Krinnenspitze oder Sefenspitze. Gemeinsam ist die Familie von Grän in Tirol aufgestiegen und nun genießen die Skibergsteiger auf dem Füssener Jöchle einen grandiosen Blick über das Tannheimer Tal. Doch bis sie sich auf der Sonnenalm einen Kaffee und Tee gönnen, müssen sie erst einmal vom Grän mit den Ski aufsteigen. Weniger prickelnd und deutlich kürzer ist die Pistentour. Immer der Abfahrt entlang geht es zum Füssener Jöchle hinauf. Hier gibt es lange steile Passagen. Hinzu kommt, dass die Pistentourer immer nach oben blicken müssen um Zusammenstöße zu vermeiden. Da bietet unsere Variante über die Gessenwangalpe deutlich mehr Natur und ist entspannter. Los geht es beim Parkplatz zwischen der Burgschenke und dem Hotel Sonnenhof. Steigt zu Fuß bis zur Talstation vom Schlepplift Schachenlift. Hier zieht Ihr die Felle auf und steigt am Waldrand entlang hoch. Bei der Bergstation von dem Skilift angekommen, quert Ihr schnell die Abfahrt Schachenlift 2 und folgt links den Spuren in den Wald hinein. Plötzlich ist es still. Hin und wieder kommen Euch Outdoorer mit Schneeschuhen entgegen. Diese sind meistens zum Berggasthof Adlerhorst aufgestiegen und steigen nun zurück ins Tal. Moderat steigt die Spur durch den dichten Bergwald an. Tief hängen die mit Schnee bedeckten Äste der Fichten, Tannen und Zirben herunter. Wir kommen an eine T-Kreuzung. Hier haltet Ihr Euch links. Steigt etwa dreihundert Meter weiter bergan und es kommt eine scharfe Kehre nach rechts. Ihr folgt dem Weg weiter. Einen knappen Kilometer später kommen kurze, aber steile Passagen im Wald. Hier lohnt es sich die Steighilfen auszuklappen. In zwei Serpentinen überwindet Ihr diese anstrengende Stelle. Immer wieder bleiben Skibergsteiger stehen und freuen sich an der Aussicht über die verschneiten umliegenden Gipfel vom Tannheimer Tal und des Allgäus.

Fast zehn Kilometer geht es abseits der Pisten hinauf zum Füssener Jöchle. foto (c) kinderoutdoor.de

Skitour mit Kindern in Tirol: Verschneite Gessenwangalpe

Weiter geht es in etlichen Kurven hinauf zur Gessenwangalpe. Diese ist ein Selbstversorgerhaus und nicht bewirtschaftet. Im Winter liegt oft ein oder zwei Meter Schnee auf dem Dach der urigen Blockhütte. Die Wintersonne scheint wunderbar auf den ehemaligen Almgrund. Viele Skitourengeher und Outdoorer die mit Schneeschuhen unterwegs sind, legen hier eine Pause ein und genießen die Sonnenstrahlen. Knapp 600 Meter später folgt eine kurze Steilstelle. Ab jetzt geht es gemäßigt bergauf. Rechts von Euch befindet sich die Rote Flüh, die Gelbe Scharte und der Schartschrofen. Links unterhalb der Aufstiegsstrecke seht Ihr kurz das verschneite Gräner Älpele. Im nächsten Kilometer liegt Ihr noch einige Höhenmeter zurück. Jetzt geht es, fast eben, unterhalb der Läuferspitze entlang. Endspurt auf´s Füssener Jöchle. Der orange Absperrzaun der Piste ist zu sehen. Die letzten hundert Meter zum Füssener Jöchle legt Ihr auf der Talabfahrt zurück und steuert auf die Bergstation mit der Sonnenalm zu. Wer möchte steigt noch ein paar hundert Meter weiter zum Gamskopf auf. Dieser geniale Aussichtsgipfel liegt hinter der Bergstation von Sessellift Jochalpe. Manche Kinder sind in unpräparierten Gelände überfordert und haben Angst bei der Abfahrt. Das kann zu Stürzen führen. Hier bietet die Abfahrt vom Füssener Jöchle einen großen Vorteil: Ihr brettert auf der Talabfahrt hinunter. Dabei könnt Ihr Euch selbst überzeugen, wie viel steiler sich der Aufstieg am Rand dieser Piste gestaltet. Die Länge der Tour ist zwar kürzer, aber die Anstiege sind deutlich anstrengender als bei unserer Variante. Nach dieser Einsteigertour für Kinder in Tirol bekommen die Outdoorkids mehr Lust auf Tourengehen.