Mit Kindern auf Berghütten: Die Ludwigsburger Hütte

Mit Kindern auf Berghütten und plötzlich ist die ganze Familie den Alpen viel näher, als die meisten Tagesgäste. Seit 90 Jahren gibt es die Ludwigsburger Hütte im Pitztal und mit Kindern auf dieser Berghütte zu sein, ist für die jungen Alpinisten auf jeden Fall ein Erlebnis.

Wechselvoll ist die Geschichte der Ludwigsburger Hütte. Kein Wunder, denn in 90 Jahren passiert schließlich eine Menge! 1930 begann der Bau für die Lehnerjochhütte. So hieß die Schutzhütte damals. Zwei Jahre später kaufte die DAV Sektion Zwickau (richtig gelesen! Das Zwickau in Sachsen) die Berghütte am Geigenkamm. 1945 gehörte die Hütte der Republik Österreich und die ÖAV Sektion Innsbruck kümmerte sich fortan darum. Zehn Jahr später ging die Lehnerjochhütte zurück an den DAV München. Jetzt kamen die Schwaben ins Spiel: Die Alpenvereinssektion Ludwigsburg übernahmen die komissarische Verwaltung und kauften 1972 die Hütte. Schaffe schaffe Häusle baue! Seit 1998 heißt die Lehnerjochhütte offiziell Ludwigsburger Hütte und ist eine Spätzlevorposten im Pitztal. Unsere kleiner Rückblick endet 2008 als ein Spielplatz an der Hütte dazu kam. Wir gratulieren herzlichst zum 90. Jubiläum!

Mit Kindern auf Berghütten: Die Ludwigsburger Hütte ist problemlos zu erreichen. foto (c) TVB Pitztal / Walch Chris

Jung ist die Ludwigsburger Hütte trotz ihrer neun Jahrzehnte. Wer über eine gute Kondition verfügt steigt von Zaunhof auf. Mit etwa 90 Minuten Marsch ist zu rechnen, bis die Ludwigsburger Hütte erreicht ist. Wer mit Kindern unterwegs ist und einen bequemen Aufstieg sucht, der nimmt der Forstweg. Nach zwei Stunden ist die Hütte erreicht. Von Zaunhof Grüble führt eine Materialseilbahn hinauf. So ist das Gepäck vor der Familie bereits auf der Hütte. Schwabenschlau!

Mit Kindern auf Berghütten: Eine gute Basis

Von der Ludwigsburger Hütte lohnt sich eine Tour auf das Lehnerjoch. Unterwegs durchqueren die Bergsteiger saftige Almböden und an den Hängen wachsen die Alpenrosen. Ein örtlicher Tourismusverband kann es kaum schöner inszenieren. Nach etwa zwei Stunden ist der 2.512 Meter hohe Gipfel erreicht. Der Panoramaweg hält was er verspricht! An der Waldgrenze entlang gilt es einige Bäche zu überqueren. Ideal um mit den Kindern Pausen einzulegen und dort ein Wasserrad zu basteln. Nach etwa drei Stunden seid Ihr wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Hüttensteckbrief Ludwigsburger Hütte:

  • Region: Tirol
  • Höhe: 1.935 m
  • Schlafmöglichkeiten: 36 Lager
  • acht Zimmerlager/Betten

Mit Kindern auf Berghütten: Ab nach Osttirol!

Berghütten für Kinder sollten einfach zu erreichen sein, aber trotzdem diesen besonderen Hauch vom Abenteuer haben. Die Lienzer Hütte im Osttiroler Debanttal gehört auf jeden Fall dazu. Für Familien ist der Zustieg problemlos zu schaffen und es erwartet die Kinder ein Menge Outdoor Spaß auf der Lienzer Hütte.

Auf einer Berghütte zu übernachten gehört für viele Kinder zu einem Erlebnis, an das sie sich noch lange erinnern. Anstatt mit dem Auto vor ein Hotel zu fahren, die Koffer auszupacken trägt die Familie alles für die Übernachten in Rucksäcken verpackt zur Lienzer Hütte. Schon die Zustiege sind viel versprechend! Los geht die Wanderung am Parkplatz Seichenbrunn. Wer dem Güterweg gelangt bald zur malerischen Gaimberger Alm über die Hofalm führt der Weg weiter zur Lienzer Hütte auf 1.977 Metern Seehöhe.


Berghütten für Kinder: Unterwegs zur Lienzer Hütte im malerischen Debanttal. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Es geht aber noch spannender! Knapp 200 Meter nach dem Parkplatz Seichenbrunn rechts abbiegen so gelangt Ihr auf den Natur- und Kulturlehrpfad. Für die Kinder ist es beeindruckend zu sehen, wie der Debantbach über die Felsen rauscht. Wieder führt Euch der Weg zur Gaimberger und Hofal durch einen Bergwald zu der Lienzer Hütte. Deutlich anspruchsvoller ist der Zustieg über den Lienzer Höhenweg und für Kinder weniger zur empfehlen, deshalben verzichten wir darauf ihn vorzustellen. Ein ganz großes Plus der Lienzer Hütte ist es, dass Ihr von hier aus unzählige Touren unternehmen könnt. Gemütlich geht es zu einsamen Bergseen in denen sich die umliegenden über 3.000 Meter hohen Gipfel spiegeln. Auf der OeAV Hütte erwartet Euch ein Spielplatz den der Hüttenwirt angelegt hat.

Mit Kindern auf Berghütten und der gemütliche Aufstieg zur Lienzer Hütte ist ein perfekter Auftakt. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Das bedeutet ein Auszeit für die Eltern. Moderat ansteigend geht es von hier aus weiter in den Schluß vom Debanttal. Mit 16 Kilometern ist es das längste in sich geschlossene Almtal von Österreich. Neben Euch blühen die Alpenrosen und an kleinen Bächen können die Kinder spielen. Es ist selbstverständlich, dass die Lienzer Hütte vom OeAV das Prädikat Familienfreundlich verliehen bekommen hat.

Steckbrief Lienzer Hütte

  • Lage: Österreich
  • Bundesland: Tirol
  • Region: Osttirol
  • Debanttal
  • Höhe: 1.977
  • Zustieg: Einfach
  • Prädikat Familienfreundlich vom OeAV
  • 100 Schlafplätze auch Familienzimmer sind vorhanden
Die familienfreundliche Berghütte im Debanttal ist erreicht. foto (c) Osttirol Werbung / Isep

Mit Kinder auf Berghütten in Tirol: Offenheit zahlt sich aus

Berghütten für Familien in Tirol haben eine große Gemeinsamkeit: Die Atmosphäre! So fühlen sich die Berge an, wenn am Morgen ein Kind den Fensterladen zur Seite schiebt und sich die Sonne langsam durch die Wolkenfetzen in den Tiroler Bergen kämpft. Wir stellen Euch familienfreundliche Hütten in diesem österreichischen Bundesland vor. Außerdem habem wir die ultimative Packliste für Euch.

Abends den hochalpinen Sonnenuntergang beobachten, am nächsten Morgen das hausgemachte Hüttenfrühstück genießen, das ein oder andere „Stoanmandl“ unterwegs bauen und einfach mal offline sein – um Natur-nähe zu genießen und fernab aller Ablenkungen Zeit füreinander zu haben, zieht es Familien in die Alpen. Gemeinsam wandern, klettern, biken oder einfach nur die Auszeit in der urigen Hütte oder dem komfortablen Alpengasthof genießen – in der Region Innsbruck werden alpine Über-nachtungen zum einzigartigen Erlebnis. Dabei begeistern die Hütten mit ihren vielseitigen Angeboten von Kochen über offenem Feuer bis GPS Schnitzeljagdrunden. Hier ist für jeden etwas dabei.

Schutzhaus Patscherkofel
Schutzhaus Patscherkofel ©W9 Studios

Mit Kindern auf Berghütten: Pfeishütte – Bergferien für Groß und Klein

Die Pfeishütte liegt auf einer Höhe von 1.922 Metern am Ende des Samertales inmitten des Naturparks Karwendel. Die Hütte wird von schroffen, majestätischen Berggipfeln wie der Rumer Spitze, der Stempeljochspitze oder der Bachofenspitze umringt. Sie ist außerdem Ziel des Goetheweges, der am Hafelekar bei Innsbruck beginnt. Der Wanderstart auf 2.200 Metern ist mit den Nordkettenbahnen vom Innsbrucker Stadtzentrum aus erreichbar. Hin- und Rückweg sind auch als Tagestour zu schaffen. Für Familien bietet die Pfeishütte etwas ganz Besonderes: An neun Terminen im Sommer gibt es die sechstägigen Bergferien: Von Ausflügen in die Bergwelt bis hin zu Bogenbau und Kochen über offenem Feuer wird hier ein abwechslungsreiches Programm geboten. Außerdem variiert das Hüttenteam zwischen Aktivitäten für die gesamte Familie und Programmteilen, in denen die Eltern Zeit für sich haben und die Kinder betreut werden.

Alle Informationen: www.pfeishuette.at 

Mit Kindern auf Berghütten: Solsteinhaus – das Familien-Kletterparadies

Das Solsteinhaus liegt auf über 1.805 Metern Seehöhe, umgeben von grünen Almwiesen am Fuße des Großen Solsteins. Der Aufstieg ist möglich über Zirl-Hochzirl und Scharnitz. Speziell für Familien werden auch hier Bergferien mit einem abenteuerlichen Fokus geboten: Zwei Klettergärten mit kurzen Klettersteigen und Abseilstellen, eine Kletterwand am Haus, ein ca. 100 Meter langer Flying Fox und zwei GPS Schnitzeljagdrunden bieten Outdoor-Spaß für die ganze Familie. Buchbar sind die Familien-Pakete für drei bis fünf Nächte – so ist für jeden die richtige Menge Alpinerlebnis dabei.

Alle Informationen: www.solsteinhaus.at

Mit Kindern auf Berghütten: Schutzhaus Patscherkofel – Hüttenflair hoch über der Stadt

Besonders komfortabel erfolgt der Aufstieg zum Schutzhaus Patscherkofel auf 1.964 Metern Seehöhe – befindet es sich doch direkt neben der Bergstation der Patscherkofelbahn. Dabei gibt es sowohl Familienzimmer, als auch Matratzenlager. Das Schutzhaus ist Ausgangspunkt für viele herrliche Wanderungen, die sich speziell für Familien, auch mit kleineren Kindern, eignen. Die Patscherkofel Gipfelstube ist über einen Forstweg innerhalb von 50 Minuten erreichbar und lässt sich sogar mit dem Kinderwagen erklimmen. Der berühmte Zirbenweg ist der Inbegriff von Genusswandern mit herrlichem Blick auf das Inntal. Hier haben Familien ein gemütliches Wandererlebnis umgeben von den uralten Zirbenwäldern hoch über Innsbruck.

Alle Informationen: www.schutzhaus-patscherkofel.at

Mit Kindern auf Berghütten: Meißner Haus – Gipfelstürmen leicht gemacht

Die Tour zum Meißner Haus startet im Dorf Ellbögen und führt südlich des Patscherkofels, Innsbrucks Hausberg, ins ruhige und malerische Viggartal. Vom auf 1.720 Metern Seehöhe gelegenen Meißner Haus sind Gipfel wie die Neunerspitze, die Viggarspitze, der Glungezer oder der Patscherkofel relativ leicht zu besteigen und eignen sich perfekt für Bergerlebnisse mit der ganzen Familie. Im Haus befinden sich zwei gemütliche, original erhaltene Stuben aus Zirbenholz. An kalten Tagen sorgen die mit Meißner Porzellan verkleideten Kachelöfen für behagliche Wärme. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Matratzen- sowie in Zimmerlagern. Geboten werden sechstägige Bergferien an acht Terminen im Sommer – Fackelwanderung, Schatzsuche und Lagerfeuer-Spaß inklusive.

Alle Informationen: www.meissner-haus.at

Mit Kindern auf Berghütten: Lehnberghaus – ein Ziel für Wanderer und Mountainbiker

In den Mieminger Bergen auf 1.554 Metern Seehöhe gelegen, begeistert das Lehnberghaus mit bodenständiger Küche und unberührter Berglandschaft rundherum. Eine schöne Terrasse lädt zum Verweilen ein, der Kinderspielplatz in Sichtweite unterhält kleine Gäste. Familienfreundlich gestaltet sich auch die Anreise zum Berggasthaus. Innerhalb von nur einer Stunde erreichen Wanderer über eine Forststraße das Lehnberghaus ab Obsteig/Gasthaus Arzkasten – eine Strecke, die sich auch mit dem Mountainbike leicht zurücklegen lässt. Übernachtungsgäste erhalten im Sommer die Fahrerlaubnis bis ganz zur Unterkunft hin und können weitere Touren voller Energie direkt von dort starten. Geboten sind Zimmer in verschiedenen Größen – vom Doppelzimmer bis zum 10er Lager ist für jeden Bedarf etwas dabei.

Alle Informationen: www.lehnberghaus.com

Mit Kindern auf Berghütten: Alpengasthof Praxmar – Bergidylle mit Komfort

Wer beim Wander- und Bergurlaub nicht auf einen gewissen Komfort verzichten will, ist beim Alpengasthof Praxmar im Sellraintal genau richtig. Umgeben von atemberaubender Natur auf 1.700 Metern Seehöhe, wird hier Familienurlaub großgeschrieben. In gemütlichen Zimmern und großzügigen Apartments findet jeder seinen Wohlfühlplatz. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und Almwiesen, die genug Platz für Abenteuer bieten. Auch die hofeigenen Tiere bringen Kinderaugen zum Leuchten – ein richtiger Urlaub am Bauernhof eben. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, im hauseigenen Fischteich zu angeln oder zu einer Wildbeobachtung mitzukommen. Zahlreiche familienfreundliche Wanderrouten führen direkt vom Alpengasthof Praxmar aus in die umliegende Bergwelt.

Alle Informationen: www.praxmar.at

Eine familienfreundliche Berghütte im Frühling, die auch für weniger Geübte locker zu erreichen ist, da suchen manche angehenden Bergfreunde lange. Eine Hütte die ideal für Familien ist, darunter fällt das Kölner Haus in Serfaus (Tirol). Seit 1929 haben die Rheinländer hier eine wunderbare Unterkunft. Vom deutschen Alpenverein hat diese Hütte auch die Auszeichnung “Mit Kindern auf Hütten” erhalten. Nur wenige Meter entfernt ist das legendäre Murmliwasser, bei dem die Kinder problemlos einen halben Tag lang sein können. 

KInderfreundliche Berghütten: Das Kölner Haus bei Serfaus in Tirol gehört auch dazu und ist über die Komperdell Bahn in wenigen Minuten zu erreichen. foto (c) kinderoutdoor.de

“Jetzt ham mas!” sagten die Handwerker und legten das Werkzeug in die Kästen. Am Furgler dämmerte bereits der Morgen. An diesem Tag, dem 1. September 1929, sollte die Einweihung vom Kölner Haus stattfinden. Doch es gab noch einige Arbeiten für die Schreiner und die Handwerker mussten die Nacht durcharbeiten, damit die neue Berghütte bereit für die ersten Gäste gewesen ist. Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. In der bald 90-jährigen Geschichte erlebte das Kölner Haus einige Umbauten. Seit dem Januar 1959 gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft die Bergstation der Komperdellbahn und seitdem ist diese urige Hütte noch mehr gefragt. Im Winter sind hier Skifahrer und Snowboarder einquartiert. Die Saison dauert von Anfang Dezember bis nach Ostern. Während im Sommer das Kölner Haus von Mitte Juni bis Mitte Obktober geöffnet ist. Bekannt ist die Hütte auch für sein leckeres Essen. Die Unterkunft ist auch vom Deutschen Alpenverein für die regionale Küche “So schmecken die Berge” ausgezeichnet. Auch die Salzburger Brauerei Stiegl berichtete auf ihren Youtube Kanal über die kulinarischen Höhepunkte vom Kölner Haus. Zu empfehlen ist der Holundersaft oder die Säfte mit Minze und Zitrone. Wer wissen will wie die Berge schmecken, der probiert die Kaaspressknödel, einen Kaiserschmarrn oder den wunderbaren Apfelstrudel. Für die Familien ist die Unterkunft in der Samnaun-Gruppe perfekt zu erreichen: Mit der Komperdell-Bahn. In unmittelbarer Nachbarschaft steht die Bergstation. Wer kleinere Outdoorkids hat, der findet diesen Luxus einfach unbezahlbar. Alle anderen steigen von Serfaus hinauf zur Hütte. Ungefähr 520 Höhenmeter warten auf Euch und die Tour ist etwa 3,5 Kilometer lang. Für den Aufstieg solltet Ihr zwischen 1 1/2 und 2 Stunden einplanen. Unterwegs lohnt es sich immer wieder den Blick über die Tiroler Berge wandern zu lassen.

Familienfreundliche Berghütte im Frühling: Das Kölner Haus könnte kaum besser liegen

Den Kindern ist das schmackhafte Tiroler Essen auf der Berghütte zwar wichtig, doch das Murmliwasser zieht sie noch mehr an. Es ist nur wenige Meter von der Unterkunft entfernt. Auf 15.000 Quadratmetern (das sind zwei Fußballfelder!) toben sich die kleinen Abenteurer nach Herzenslust aus. Packt auf jeden Fall Handtücher ein, wenn Ihr mit den Kindern zu diesem Spielareal geht. Herzstück vom Murmliwasser ist der Teich. Hier gibt es eine Floßfähre. Die Kinder ziehen sich am Tau über das Wasser. Mitten im Wasser befindet sich eine Höhle, die aufgebaut ist, wie die Behausung von einem Murmeltier. 200 Meter lang ist das unterirdische System von Gängen, welche die Kinder erkunden. So leben die Murmeltiere: Untertage und in Höhlen. Keine Sorge, spätestens nach 20 Metern kommt ein Schacht, der hinauf führt. Egal wie alt die Kinder sind, am Murmliwasser finden sich schnell Gleichaltrige. Gemeinsam matschen sie im Lehmtümpel oder schuften schwer an der Wasserpumpe. In den Sandkästen treffen sich die Kleinsten und buddeln zusammen. Die Eltern entspannen sich und haben von ihren Sitzplatz in der Bergsonne den perfekten Überblick.Es besteht sogar die Möglichkeit, am Murmliwasser die Kinder kostenlos für ein paar Stunden betreuen zu lassen.

Basecamp für aktive Familien

Ideal ist das Kölner Haus für Wanderungen mit der Familie. Hier finden sich Touren für jedes Niveau. Für die Outdoorkids gibt es den wunderbaren Blumensteig. Dort erfahrt Ihr eine Menge über die Alpenblumen. Hier oben wachsen sogar Orchideen. Sogar geführte Touren zum Thema Blumen gibt es dort. Eine mittelschwere Tour ist der Murmlisteig. Wer sich dorthin mit den Kindern wagt, sollte eine gewisse Bergerfahrung mitbringen und besonders am Lazidgrat sowie dem Kitzköpfl auf die Knilche achten. Zwischen 2 1/2 und drei Stunden seid Ihr dort unterwegs. Im Sommer 2018 gibt es auf dem Kölner Haus auch wieder das Angebot der Bergferien. Es richtet sich an Familien mit Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren. Ein vielseitiges Programm erwartet die Familien. Von der Kräuterwanderung, bis hin zum Lagerfeuer ist alles dabei was sich die Outdoorer wünschen. “Jetzt ham mas!”

Mit Kindern auf Berghütten: Kaisertal und Ihr fühlt Euch wie der König

Alpenvereinshütten sind für Kinder und Erwachsene das pure Abenteuer. Anstatt mit dem Auto vorzufahren und das Gepäck auszuladen, müsst Ihr bei diesen Alpenvereinshütten in Tirol zwei bis drei Stunden aufsteigen. Doch der Weg lohnt sich! Manche Berghütte hat mehr als nur einen Namen. Dazu gehört auch das Anton-Karg-Haus. Einigen Bergsteigern ist es auch als Hinterbärenbad bekannt. Die Lage ist fantastisch: Zwischen zahmen und wilden Kaiser befindet sich das Kaisertal. An dessen Ende ist die familienfreundliche Berghütte. Ihr wandert in Kufstein auf einem gut ausgebauten und markierten Weg los. Bei einem gemütlichen Tempo habt Ihr das Anton-Karg-Haus in gut zwei Stunden erreicht. Der Aufstieg lohnt sich: Hier gibt es eine weitläufige Spielwiese. Die Kinder vergessen Euch da ganz schnell. Auch der nahegelegene Bach zieht die kleinen Bergsteiger magisch an. An einzelnen Steinblöcken sammeln die Kinder ihre ersten Erfahrungen im Bouldern. Euch stehen 30 Zimmerlager zur Verfügung. Diese sind in Zwei- bis Viererzimmer aufgeteilt. Hinzu kommen 70 Matratzenlager.

Mehr Infos unter:

www.hinterbaerenbad.atBei den Alpenvereinshütten finden die Kinder immer etwas zum Spielen.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Bei den Alpenvereinshütten finden die Kinder immer etwas zum Spielen.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Friedrichshafener Hütte: Seefahrt auf 2.100 Metern

Im Karwendel liegt die Friedrichshafener Hütte. Sie fällt unter den Alpenvereinshütten etwas aus dem Rahmen. Denn diese Berghütte hat ein eigenes Schlauchboot. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Auf 2.138 Metern könnn die Kinder auf einem kleinen Teich paddeln. Ein Erlebnis, an das sie sich noch lange erinnern. Doch zuerst einmal müsst Ihr auf die Friedrichshafener Hütte kommen. Von Galtür braucht Ihr ungefähr zwei Stunden bis Ihr bei der Friedrichshafener Hütte seid. Wer sich telefonisch ankündigt, kann sein Gepäck hinauftransportieren lassen. Das ist in manchen Fällen ganz gut, denn die Weg hinauf sind teilweise richtig schmal. Die Alpenvereinshütte eignet sich perfekt als Basislager um auf die Hohen Köpfe (2.608m) zu steigen. Eine leichte und trotzdem eindrucksvolle Tour.

Mehr Infos unter:

www.dav-fn.de/index.php/verein/fnhuetteWunderbar liegt die familienfreundliche Gufferthütte. Um die Hütte sind viele Spielmöglichkeiten in der Natur.  Foto (c) Petra und Thomas Meyer, Gufferthütte

Wunderbar liegt die familienfreundliche Gufferthütte. Um die Hütte sind viele Spielmöglichkeiten in der Natur.
Foto (c) Petra und Thomas Meyer, Gufferthütte

Familienfreundlich! Die Gufferthütte und ihre Murmeltiere

Mit zwei einhalb bis drei Stunden Aufstieg, allerdings bei wenigen Höhenmetern, müsst Ihr rechnen wenn Ihr zur Gufferthütte wollt. Sie liegt wunderbar im Mangfallgebirge. Ihr startet am Parkplatz Köglboden. Von dort ist der Weg gut markiert. Dort oben erlebt Ihr die Alpen, wie sie sich die Kinder wünschen. Murmeltiere zeigen sich auf der Murmelwiese bei der Gufferthütte. Hier oben blüht Euch was: Die höchste Moorlandschaft von Bayern und Österreich. Wenn die Kinder klettern wollen, gibt es einfache Routen am Abendstein für die ersten Versuche am Felsen. Mysteriös sind die rätischen Felsschriften. Ein Lehrpfad für Geologie befindet sich am Ampelbach und die Kinder entdecken schnell die Spielmöglichkeiten bei den verschiedenen Almbächen.

DAV Hütten haben einen großen Vorteil für Euch: Sie stehen für eine hohe Qualität. Wenn Ihr mit den Kindern das Besondere in Tirol sucht wandert doch zur Falkenhütte im Karwendel hoch. Umweltfreundlich fahrt Ihr mit der Bahn nach Mittenwald und nehmt den Bus zur Eng. Hier steigt Ihr etwa 2 1/2 bis drei Stunden auf. Abenteuerlich ist für die Kinder das Geröllfeld, welches Ihr vor der Hütte überwinden müsst. Die Falkenhütte selbst gehört zu den DAV Hütten, auf denen man einmal gewesen sein muss. Die Kinder haben hier viel Platz zum Spielen können Bäche aufstauen oder die zahlreichen Gämsen beobachten. Unschwierig ist der Aufstieg zum Ladizköpfl (1.920 m). Was diese Unterkunft von anderen DAV Hütten so unterscheidet ist die Lage: Unterhalb liegt der kleine Ahornboden!

Mehr Infos unter:

www.falkenhuette.at

Die Falkenhütte gehört bei den DAV Hütten zu den ganz besonderen und ist für Familien geeignet.
Foto: Luidger, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de

Murmeltiere, Ponys und Haflinger: Darmstädter Hütte

Unter den DAV Hütten fällt die Darmstädter Hütte auf. Sie liegt in der Verwall Gruppe am Ende vom Tal. Wenn Ihr über die alte Talstation der Rendlbahn aufsteigt, haltet euch an den Weg mit der Nummer 513. Er führt Euch durch das Moostal und in vier Stunden ist die Darmstädter Hütte erreicht. Ebenso lange braucht Ihr, wenn Ihr von Ischgl kommt. Dabei überwindet Ihr die Doppelseescharte. Die lange Wanderung lohnt sich. Denn wie bei allen DAV Hütten ist auch hier Gastlichkeit groß geschrieben. Im Umkreis der Darmstädter Hütte sind viele Kletterrouten eingerichtet. Haflinger und Ponys weiden davor und immer wieder gibt es Murmeltiere zu sehen. Wie alle DAV Hütten in Tirol ist auch die Darmstädter Hütte eine perfekte Basis für eine weitere Tour: In zwei Stunden steht Ihr auf dem Scheibler (2.978 m).

Mehr Infos unter:

www.alpenverein-darmstadt.de

Eine Perle unter den DAV Hütten: Die Darmstädter Hütte.
Foto (c) Thalunil, Wikipedia, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de

Auf über 2.000 Metern im Zillertal schlafen: Geraer Hütte

Mit dem Umweltgütesigel hat der DAV die Geraer Hütte ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet ist die Lage: Direkt vor dem markanten Olperer liegt diese Hütte. Von Steinach am Brenner fährt ein Bus zum Gasthof Touristenrast. Von hier aus schlängeln sich sanft Serpentinen hoch zur Geraer Hütte. Nach gut drei Stunden habt Ihr die Geraer Hütte erreicht. Für die Kinder ist dort das ehemlige Molybdänbergwerk ein Abenteuer. Der Klettergarten ist, wegen den Schwierigkeitsgraden, mehr was für erfahrene Alpinisten. Auf den Weiden rings um gibt es für die Kinder viele zu entdecken.

Mehr Infos unter:

www.geraerhuette.at

Mit Kindern auf Berghütten: Zuerst einmal durch die wilde Breitachklamm

Bei dieser Tour kommen die Kinder auf Ihre Kosten: Von der spektakulären Breitachklamm, geht es hinauf zum Hoher Ifen, einem sehr markanten Gipfel im Allgäu. Unterwegs gibt es Wasserfälle und die bunte Blumenwelt von einem Hochmoor zu sehen. Kurzweiliger kann für Kinder das Wandern kaum sein.

In Tiefenbach startet die Wanderung durch die Breitachklamm. Sie ist nach der Höllentalklamm, die zweittiefste Klamm in Bayern mit Ihren 150 Meter hohen Felswänden. Im Besucherzentrum probieren die Kinder an Modellen aus, wie diese Schlucht entstanden ist und welchen Schaden das Wasser anrichten kann. Entstanden ist die Breitachklamm vor 10.000 Jahren und erst 1904 kam der damalige Ortspfarrer, Johannes Schiebel, auf die Idee diese Schlucht touristisch zu erschließen. Auf Steigen die am Felsen befestigt sind geht es durch die Breitachklamm. Mitgerissene Baumstämme und Felsblöcke geben einen Eindruck davon, mit welcher Wucht bei der Schneeschmelze die Breitach durch die Engstelle drückt. Nach dem Ende der Klamm gabelt sich der Weg. Links geht es zum Gasthof Walserschanze hinauf, alle die zur Mahdtalhaus im Kleinwalsertal wollen gehen den anderen Weg. Folgt dem Wegweiser Riezlern. Mit den Kindern sind es von hier aus etwa zweieinhalb bis drei Stunden zur Hütte der DAV Sektion Stuttgart. Folgt der Breitach stromaufwärts. Auch hier gibt es wieder, wie in der Klamm, perfekt ausgebaute und sichere Steige. Nachdem die Stahlbrücke über den Wildbach überquert ist, kommt kurz darauf eine Kugelmühle, das ist eine Kiesbank. Hier stehen hunderte von Steinmännchen, bis zum nächsten Hochwasser. Sicher wollen die Kinder auch das eine oder andere dazustellen.

Einen Tagesauflug im Allgäu solltet Ihr unbedingt mit den Kindern zur Breitachklamm unternehmen. foto (c) kinderoutdoor.de

Weiter geht es am Bach entlang. Ein Schild verrät, dass man nun die Republik Österreich betritt. Eine Einkehrmöglichkeit besteht in diesem Streckenabschnitt in dem urigen Gasthof Waldhaus. Bald kommen Wasserfälle die große und kleine Wanderer in den Bann ziehen. Bevor es in den Ort hineingeht, muss man noch eine überdachte Holzbrücke überqueren. In Riezlern dem Wegweiser zur Mahdtalhaus folgen. Eine Selbstversorgerhütte mit unglaublich viel Charme. Kinde fühlen sich hier wohl. Am nächsten Tag geht es weiter immer am Schwarzwasser entlang. Der Bach hat seinen Namen verdient, denn durch die Hochmoore oberhalb von Melköde ist sein Wasser richtig dunkel. Folgt der Beschilderung bis zur Auenhütte auf 1.273 m. Hier befindet sich der Parkplatz der Ifenbahn. Wer will kann von hier aus auch  mit dem Bus zurückfahren. Alle anderen gehen an der Talstation links vorbei und folgen dem Wegweiser zur Melköde und zur Schwarzwasserhütte. Zuerst führt der breite Weg am Schwarzwasser entlang und bei moderaten Anstiegen durch einen Wald. Immer wieder ist der Blick auf den Hoch Ifen frei, ein sehr markanter Berg, der Ähnlichkeiten mit einem Baumstumpf hat. Bald geht es leicht im Wald bergab und auf einer großen Weidefläche ist die Alpe Melköde zu sehen. Ein Bild wie aus dem Tourismus Prospekt.  Kleine Almhäuser, links daneben rauscht ein Wasserfall, dahinter ragt das Grünhorn empor und rechts erhebt sich der Hoch Ifen. An dieser Alpe lohnt es sich eine Pause einzulegen und die Kinder springen zu lassen. Vor allem der Wasserfall setzt bei den kleinen Bergsteigern ungeahnte Kräfte frei. Zur Schwarzwasserhütte ist es noch eine Stunde.

Am zweiten Tag habt Ihr den Hohen Ifen gut im Blick. foto (c) kinderoutdoor.de

Rechts an der Alpe Melköde vorbeigehen. Steil geht es dort bergan. Oben angekommen durchquert man auf einem ausgebauten Weg ein Hochmoor. Bitte auf den Wegen bleiben, denn die Vegetation dort ist empfindlich und außerdem sinkt man schnell bis auf die Knöchel oder tiefer in dem weichen Boden ein. Fasziniert sind die Kinder von dem Hochmoor: Mit tief bunten Farben blühen hier besondere Blumen und es leben auch seltene Amphibien hier. Mit etwas Glück bekommen die Kinder auch einen Alpenmolch zu sehen. Bald ist der Weg enger und windet sich durch schroffes Gelände zur Schwarzwasserhütte hinauf. An dieser Passage ist es gut sich Zeit zu lassen, denn die Kinder sind langsam müde. Bald ist die Schwarzwasserhütte zu sehen. Hier ist ein idealer Ort für das nächste Nachtquartier und eine gute Basis für weitere Touren.  Auf den Gipfel vom Hoch Ifen sind es von hier noch gut drei Stunden mit Kindern. Das ist nach diesem Tag entschieden zu viel. Am nächsten Tag habt Ihr, gut ausgeruht, die Wahl: Zurücksteigen ins Tal? Der Aufstieg zum Hoch Ifen braucht drei Stunden und die Kinder müssen trittsicher sein. Weitere Möglichkeiten sind das Steinmandl, das man in einer Stunde von der Schwarzwasserhütte aus erreicht. Wer die linke Richtung einschlägt kann in eineinhalb Stunden das Grünhorn oder das Starzeljoch erreichen. Auf jeden Fall lohnt es sich, nach einer Gipfeltour eine weitere Nacht auf der Schwarzwasserhütte anzuhängen. Am nächsten Tag geht es hinunter zur Talstation der Ifenbahn und von dort aus zurück mit dem Bus zum Auto am Eingang der Breitachklamm.

  • Schwierigkeit: Einfache Zwei-Tages-Wanderung die Ansprüchen an die  Kondition stellt

Was solltet Ihr für eine Hüttentour einpacken? Die Profis von Kinderoutdoor.de zeigen es Euch

Eine Packliste für eine Hüttentour schont Euere Nerven. Wenn Ihr mit dem guten Gefühl loswandern wollt, alles im Rucksack eingepackt zu haben, dann haben wir für Euch diese praktische Packliste erstellt. Diese könnt Ihr entsprechend den Kindern anpassen. Wenn alles dabei ist, dann macht die Übernachtung auf der DAV-Hütte auf jeden Fall Spaß.

Fast bin ich mit meinem Buch “Die schönsten Wanderungen von Hütte zu Hütte mit Kindern” fertig gewesen, doch irgendwie fehlte in diesem Buch noch etwas. Nach lange genug grübeln fiel es mir ein: Die Eltern brauchen eine Packliste. Denn bevor es auf ein Hüttenwochenende mit der Familie losgeht, gibt es eine Menge zu tun und plötzlich vergisst man das eine oder andere wichtige Ding einzupacken. Oben auf der Berghütte gibt es selten einen Ersatzschnuller oder genug Windeln fürs Kind. Die liegen gut verstaut zuhause……Damit Ihr alles im 60 Liter Rucksack dabei habt, kommt hier unsere Packliste:

Packliste Hüttentour mit Kindern: Alles eingesackt

Folgendes solltet Ihr bitte einpacken:

  • Bargeld (auf Berghütten lässt sich selten mit Karte zahlen)
  • Wanderkarte
  • Wanderführer
  • Kompass oder GPS Gerät
  • DAV Ausweis
  • Hüttenschlafsack
  • Microfaser-Handtuch
  • Zahnbürste und Zahncreme
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • kleiner Beutel für den Müll (echte Alpinisten nehmen den Müll mit ins Tal und trennen ihn dort)
  • Stöpsel für die Ohren
  • Wanderschuhe
  • Wechselwäsche
  • Trekkingstöcke
  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Waschgel oder Seife
  • Bürste
  • Sonnenmütze oder Sonnenhut
  • Bürste oder Kamm
  • Erste Hilfe Set
  • Insektenschutzmittel
  • Mobiltelefon und Ladegerät
  • Regenhülle für den Rucksack
  • Funktions T-Shirt
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • Flip Flops für die Hütte
  • Trinkflasche oder eine Trinkblase mit Schlauch für den Rucksack
  • Verpflegung

Für die Kinder packt Ihr bitte für die Hüttentour ein

  • Vorlesebuch für kleinere Kinder
  • Kuscheltier
  • Schnuller
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Nuckelflasche mit Sauger
  • Babynahrung
  • Babycreme
  • Spielsachen oder Spiele (viele Hütten haben Spiele für Ihre Gäste)