Hüttenwanderung mit Kindern: Bergglück in Tirol und dem Allgäu

Hüttenwanderungen mit Kindern, das ist ein Erlebnis, an das sich die ganze Familie noch lange erinnert. Jeden Tag heißt es aufbrechen und zu Fuß weiter um zur nächsten Berghütte zu gelangen. Wir stellen Euch eine Tour im Grenzgebiet von Bayern und Tirol vor, bei der die Kinder an einer Stelle auch klettern müssen. Außerdem zeigen wir Euch eine Hüttenwanderung mit Kindern im Allgäu. Das Ganze runden wir mit einer Packliste für Euch ab.

Mit den Kindern über eine Grenze wandern. Das ist auf jeden Fall etwas Besonders. Auch wenn die Kinder ein wenig schauen, denn außer dezenten Grenzsteinen ist kaum etwas von der Landesgrenze zu sehen. Anders als ein Gartenzaun. Manche Nachbarn verstehen sich gut, andere hingegen weniger. Das ist in der Schule so, wie auch im Wohngebiet. Zum Glück sind Tiroler und Bayern Nachbarn die selten Probleme miteinander haben. Höchstens die gemeinsame Sprache trennt die beiden. Verbunden und nicht getrennt sind beide Länder durch die Berge. Schließlich ist der Alpinismus in beiden Ländern unglaublich beliebt. Eindrucksvoll ist dies im Tannheimer Tal zu erleben. Teilweise über Gipfel und Gratwege verläuft dort die Staatsgrenze. In Grän, Österreich, beginnt die Dreitages Wanderung auf dem Parkplatz der Talstation von der Füssener Jöchle Bahn. Manche Kinder möchten, was verständlich ist, mit dem Lift zur Sonnenalm hochgondeln. Wer die eigenen Kräfte und die Kondition der jungen Wanderer schonen will, gondelt hinauf. Ein weiteres Plus: Von dort aus habt Ihr einen tollen Ausblick., Wer lieber zu Fuß hinauf will, der steigt rechts an der Talstation bergauf. Für alle die gerne ohne GPS unterwegs sind, erkennen hier sofort die ersten Schilderbäume. Dort folgt Ihr Weg mit Nummer 412 folgen. Am Waldrand entlang führt er über die Wiesen, welche im Winter als Skipisten genutzt sind. Das ist leider auch teilweise zu erkennen. Steil geht es bergauf, das letzte Drittel von diesem Weg verlangt noch einmal alles ab. Man kommt aus dem Wald heraus und geht am Fuß der Läuferspitze hinauf zur Sonnenalm. Dort angekommen ist es höchste Zeit für eine Rast. Von 1.812 m Höhe bietet sich ein Panorama mit unzähligen Gipfeln. Hinüber zur Läuferspitze, dem Reintaljoch und zum Schartenschrofen zu wandern ist mit Kindern eine weniger gute Idee. Das Gelände ist hochalpin und die kleinen Bergwanderer sind dort schnell überfordert. Um an den Fuß vom Aggenstein zu kommen, folgt dem Wanderweg mit der Nummer 404 rechts an der Sonnenalm vorbei. Von der hier aus sind es, laut Wegweiser, zwei Stunden, mit Kindern kann diese Etappe zweieinhalb bis drei Stunden dauern. Auf einem gut ausgebauten Pfad ist nach wenigen Minuten der Jochalmlift erreicht. Wer möchte kann zuvor auf den Gamskopf (1.890 m) steigen. Ein Trampelpfad führt an Lawinenverbauungen hinauf zum Gipfel. Auch hier bietet sich ein beeindruckendes Panorama ins Tannheimer Tal. Der Abstieg erfolgt ebenfalls über einen Trampelpfad zur Bergstation vom Jochalmlift. Auf einem schmalen Wanderweg geht es unterhalb der Sebenspitze vorbei. Bald kreuzt sich der Pfad mit einem anderen.

Mit Kindern auf Hütten. Der Aggenstein bietet einen genialen Ausblick auf den Foggensee. foto (c)

Zum Glück stehen hier wieder Hinweisschilder und bergab Richtung Bad-Kissinger Hütte gehen. Der Tannheimer Höhenweg hat einen großen Vorteil für die wandernde Familie: Er weist nur 250 Höhenmeter auf.  Über teilweise schroffes Gelände und durch Latschen führt der Pfad zur Seben Alm. Malerisch liegen die beiden Hütten in dem Hochtal. Weiter geht es Richtung Bad Kissinger Hütte. Immer wieder bieten sich eindrucksvolle Aussichten auf die Allgäuer Alpen. Unterhalb von einem Kamm entlang ist die bald DAV Hütte erreicht. Sie liegt direkt am Fuß vom Aggenstein. Eine Übernachtung auf der Bad Kissinger Hütte lohnt sich auf jeden Fall, denn sie ist der perfekte Ausgangspunkt für weitere Bergabenteuer.

Von der Hütte sind es bis auf den Gipfel vom Aggenstein (1.985 m) mit Kindern 45 bis 60 Gehminuten. Diese Tour und die Überschreitung zum Breitenberg ist nur ratsam, wenn die Kinder trittsicher und schwindelfrei sind. Ansonsten ist es besser von der Bad Kissinger Hütte über die Enge nach Grän abzusteigen. Hinter der Hütte weist ein Schild den Weg zum Gipfel. Auf einem Pfad führt er ein Stück um den Aggenstein herum. Steil verlaufen die Kehren hinauf zum Gipfel. Richtig schwer sind die letzten Meter bis zum Gipfel: Hier sind schwere Stahlketten und Drahtseile im Felsen verankert, damit die Bergsteiger sicher hinauf kommen. Hier müssen die Kinder eine kleine Kletterei meistern um ganz nach oben zu kommen. Auf dem 1.985 m hohen Gipfel bietet sich ein atemberaubendes Panorama. Wie eine Perlenkette stehen die mächtigen Gipfel der Allgäuer Alpen aufgereiht um den Aggenstein. Um zum Breitenberg und der Ostlerhütte zu kommen, muss man erst einmal wieder vom Gipfel absteigen. Bald ist der Weg zum Breitenberg erreicht. Auch wenn  eine Passage vom Abstieg „Böser Tritt“ heißt, ganz  so schlimm ist es nicht. Die Serpentinen die vom Aggenstein hinab führen sind zwar steil und erfordern Trittsicherheit,  sind aber für größere Kinder zu schaffen. Bald ist der Wiesensattel vom unteren Breitenberg erreicht. Von der Bergstation des Vierer-Sesselliftes-Hochalpe führt ein ausgebauter Weg hinauf zur Ostlerhütte.  Diese Unterkunft ist am Gipfel vom Breitenberg errichtet und ideal zum Übernachten. Am nächsten Tag erfolgt der Abstieg nach Pfronten-Steinach über den Wanderweg der unterhalb der Hochalpbahn verläuft. Nach dem Berghaus Allgäu geht es steil durch einen Wald in vielen Serpentinen Richtung Tal. Die meiste Zeit folgt der Wirtschaftsweg dem Verlauf der Breitenbergbahn und führt kurz vor dem Erreichen des Tales noch einen über einen großen Bogen zum Ziel.

  • Charakter: Schwer und erst für Kinder ab zehn Jahren

Von Fischen zur Otto Schwegler Hütte

Rhododendron hirsutum. So nennen Botaniker die bewimperte Alpenrose. Von Mai bis Juli lohnt sich die Wanderung über die vier Gipfel, denn unterwegs gibt es Felder voll von Alpenrosen. Dazu summen  tausende von Hummeln. Wanderglück pur!

In Fischen parkt man das Auto am Kurhaus. Von dort zur Unterführung der B 19 gehen und anschließend auf einer kleinen Verbindungsstraße Richtung Untermühlegg  wandern. Auf dem Weg dorthin überquert man die Weiler Ach. Der Fluß mündet bei Fischen in die Iller und ist insgesamt nur 12 Kilometer lang. Weiter geht es Richtung Obermühlegg. Von hier aus geht es auf dem Wanderweg bis nach Bolsterlang. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Der Ort gehört mit Bolsterlang, Fischen, Obermaiselstein und Ofterschwang zu den Hörnerdörfern. Den Namen hat diese Region im Oberallgäu weniger von den Hörnern der Kühe welche auf den saftig grünen Weiden grasen. Die Bezeichnung Hörnerdörfer kommt von den umliegenden Bergen wie das Ofterschwanger Horn, das Riedberger Horn, das Sigiswanger Horn, das Bolsterlanger Horn oder das Rangiswanger Horn. Letzeres gilt es am zweiten Tag zu überqueren. In Bolsterlang können die Kinder sich kurz bei einem Eis oder einem kühlen Getränk erholen. Auch gibt es hier in Käse zu kaufen und einen Dorfladen für alle die gerne beim Wandern ein Picknick mit den Kindern einlegen. In Bolsterlang den Wegweisern Sonderdorf folgen. Kurz nach dem Ortseingang rechts den Wiesenhang hoch zum Wald gehen unterwegs passiert man einen einzelnen Bauernhof. Wer Richtung Obermaiselstein marschiert und dann in das Bolgental marschiert, nimmt freiwillig einen Umweg auf sich. Nach einem moderaten Anstieg ist der Waldrand erreicht. Hier trifft man auf eine Weggabelung. Rechts zum Sonderdorfer Kreuz gehen. Eine Pause lohnt sich dort. Hinter und vor dem Kreuz stehen Ruhebänke. Sehr schön ist der Panoramablick vom Sonderdorfer Kreuz aus: Die Hörnerdörfer Fischen, Bolsterlang und Obermaiselstein und dahinter die aufragenden Berge.

Damit die Kinder nicht zu quengeln beginnen lohnt es sich hier mit ihnen zu spielen, etwas zu basteln oder eine Geschichte vorzulesen. Weiter geht es zur Alpe Zunkleiten. Immer am Hang oberhalb vom Bolgental geht es auf einem gut ausgebauten Weg bergauf. Mit den dichten Nadelwäldern und den feuchten Wiesen erinnert diese Gegend stark an Skandinavien. Ein Stück Nordeuropa mitten im Allgäu. Seit 30 Jahren kümmert sich die Familie Herz aus Sonderdorf um diese Jungviehalpe. Ein verführerischer Duft dringt meistens in die Nasen der Wanderer: Es riecht nach frischgebackenen Kuchen. Einer Versuchung der man keinesfalls widerstehen sollte. Vor allem die Kälber sind die Stars bei den Kindern. Aber bitte Vorsicht, wenn Mama Kuh in der Nähe ist! Die passt auf ihren Nachwuchs besser auf, als manche Menschen-Eltern. Weiter geht es nach dieser lohnenden Pause in einem weiten Bogen um das Bolsterlanger Horn auf dem Wanderweg. Der Weg gabelt sich Immer geht es bergauf. Bald lichtet sich der Wald und die Alpe Hinteregg ist erreicht.

Wandern mit Kindern: Wer über die Nagelfluhkette will, muss eine gute Kondition haben und Trittsicher sein. foto (c) kinderoutdoor.de

Von hier aus ist das Berghaus Schwaben zu sehen und in wenigen Minuten erreicht. Die erste Etappe ist geschafft. Im Berghaus Schwaben gibt es erst einmal ein deftige Abendessen nach Allgäuer Art und die Kinder sind nach dieser Tour sicher müde. Am nächsten Morgen hinter dem Berghaus Schwaben zum Großen Ochsenkopf aufsteigen. Er ist Teil vom Naturpark Allgäuer Nagelfluhkette. Durch einen dichten Nadelwald geht es über einen von Wurzel durchzogenen Weg hinauf. Bald ist der Sattel erreicht und hier links gehen bis zum Gipfel. Den Weg bis zum Aufstieg zurückgehen (das sind nur weniger Minuten) und auf dem Sattel durch den Bergwald zum Weiherkopf. Es ist ein Auf- und Ab. Der Weiherkopf ist unübersehbar verbaut, denn hier endet im Winter der gleichnamige Lift. Trotzdem ist der Blick über das Illertal hinweg auf die Allgäuer Alpen mit der Heubatspitze, den großen und kleinen Daumen oder den Gratkopf beeindruckend. Weiter geht es am Skilift vorbei auf dem Sattel zum  Ranigswangerhorn. Der Weg dorthin ist steil. Bei der Wegkreuzung der Markierung zum Gipfel folgen. Ein grandioses Panorama erwartet hier die Kinder. Am besten den kleinen Wandersleuten zeigen welche Gipfel sich auf der anderen Seite des Illertales sich befinden. Vor allem die Bergblumen geben dem Rangiswangerhorn einen besonderen Charakter. Hier leuchten die Alpenrosen. Nur schwer lässt sich wieder loswandern. Vom Gipfel auf dem gleichen Weg zurück und zur Rangiswangeralpe bergab wandern. Bei der Ober-Alple gibt es rechts einen Abzweig, auf diesen geht es weiter oberhalb vom Ostertal bis zur Holzschlag Alpe. Unterwegs überquert man Bäche und hier gibt es für die Kinder kein Halten. Sie wollen Dämme bauen oder Äste im Wasser schwimmen lassen. Weiter auf dem Weg bleiben bis der Weg in den Ostertalweg mündet. Links abbiegen und bei der Gabelung rechts gehen. Nach zweihundert Metern führt links ein Weg hinauf zur Otto Schwegler Hütte. Hier übernachten und mit den Kindern sich erholen. Bei der letzten Etappe geht es erst einmal zurück Richtung Weggabelung. Hier den Schildern zum Ofterschwanger Horn folgen.

Durch den Kempter Wald geht es steil bergauf. Kurz bevor man den Wald verlässt gabelt sich er Weg. Nicht links abbiegen zur Melkhütte, sondern auf dem Weg Richtung Bald ist der Skilift zu sehen. Ihm rechts bis zum Gipfel folgen. Steil geht es nach Ofterschwang hinunter. Hier gibt es in verschiedenen Gasthäusern und Hütten Essen unter dem Motto „Gutes vom Dorf“. Hier kommen regionale Produkte als typische Allgäuer Küche auf die Teller. Die Kinder müssen heute keine großen Anstiege mehr absolvieren. Bis zum Ausgangsort in Fischen sind es gut sieben Kilometer zu gehen. Wenn die Kinder nur noch schwer zum Weiterwandern zu motivieren sind, den Bus nach Bolsterlang nehmen und von dort aus nach Fischen wandern. Von hier aus ist zu Fuß auf dem Achweg über Obermühlegg nur halb so lange. Alle anderen gehen von Ofterschwang auf der Kirchgasse zum Ort hinaus bis Muderbolz. Dort rechts abbiegen und das Dorf verlassen. Links Richtung Dietrichs zum Wald gehen. Immer auf dem Weg bleiben bis der Ort erreicht ist. Weiter marschieren durch eine Wiesenlandschaft bis nach Untermühlegg. Am Ferienhof Böck vorbei über den Gundelsberg bis die Weiler Ach erreicht ist. Über den Fluss und auf dem Achweg hinein nach Fischen. Dort haben sich die Kinder ein Eis oder eine Brotzeit auf jeden Fall verdient.

Durch die wilde Breitachklamm

Bei dieser Tour kommen die Kinder auf Ihre Kosten: Von der spektakulären Breitachklamm, geht es hinauf zum Hoher Ifen, einem sehr markanten Gipfel im Allgäu. Unterwegs gibt es Wasserfälle und die bunte Blumenwelt von einem Hochmoor zu sehen. Kurzweiliger kann für Kinder das Wandern kaum sein.

In Tiefenbach startet die Wanderung durch die Breitachklamm. Sie ist nach der Höllentalklamm, die zweittiefste Klamm in Bayern mit Ihren 150 Meter hohen Felswänden. Im Besucherzentrum probieren die Kinder an Modellen aus, wie diese Schlucht entstanden ist und welchen Schaden das Wasser anrichten kann. Entstanden ist die Breitachklamm vor 10.000 Jahren und erst 1904 kam der damalige Ortspfarrer, Johannes Schiebel, auf die Idee diese Schlucht touristisch zu erschließen. Auf Steigen die am Felsen befestigt sind geht es durch die Breitachklamm. Mitgerissene Baumstämme und Felsblöcke geben einen Eindruck davon, mit welcher Wucht bei der Schneeschmelze die Breitach durch die Engstelle drückt. Nach dem Ende der Klamm gabelt sich der Weg. Links geht es zum Gasthof Walserschanze hinauf, alle die zur Mahdtalhaus im Kleinwalsertal wollen gehen den anderen Weg. Folgt dem Wegweiser Riezlern. Mit den Kindern sind es von hier aus etwa zweieinhalb bis drei Stunden zur Hütte der DAV Sektion Stuttgart. Folgt der Breitach stromaufwärts. Auch hier gibt es wieder, wie in der Klamm, perfekt ausgebaute und sichere Steige. Nachdem die Stahlbrücke über den Wildbach überquert ist, kommt kurz darauf eine Kugelmühle, das ist eine Kiesbank. Hier stehen hunderte von Steinmännchen, bis zum nächsten Hochwasser. Sicher wollen die Kinder auch das eine oder andere dazustellen.

Einen Tagesauflug im Allgäu solltet Ihr unbedingt mit den Kindern zur Breitachklamm unternehmen. foto (c) kinderoutdoor.de

Weiter geht es am Bach entlang. Ein Schild verrät, dass man nun die Republik Österreich betritt. Eine Einkehrmöglichkeit besteht in diesem Streckenabschnitt in dem urigen Gasthof Waldhaus. Bald kommen Wasserfälle die große und kleine Wanderer in den Bann ziehen. Bevor es in den Ort hineingeht, muss man noch eine überdachte Holzbrücke überqueren. In Riezlern dem Wegweiser zur Mahdtalhaus folgen. Eine Selbstversorgerhütte mit unglaublich viel Charme. Kinde fühlen sich hier wohl. Am nächsten Tag geht es weiter immer am Schwarzwasser entlang. Der Bach hat seinen Namen verdient, denn durch die Hochmoore oberhalb von Melköde ist sein Wasser richtig dunkel. Folgt der Beschilderung bis zur Auenhütte auf 1.273 m. Hier befindet sich der Parkplatz der Ifenbahn. Wer will kann von hier aus auch  mit dem Bus zurückfahren. Alle anderen gehen an der Talstation links vorbei und folgen dem Wegweiser zur Melköde und zur Schwarzwasserhütte. Zuerst führt der breite Weg am Schwarzwasser entlang und bei moderaten Anstiegen durch einen Wald. Immer wieder ist der Blick auf den Hoch Ifen frei, ein sehr markanter Berg, der Ähnlichkeiten mit einem Baumstumpf hat. Bald geht es leicht im Wald bergab und auf einer großen Weidefläche ist die Alpe Melköde zu sehen. Ein Bild wie aus dem Tourismus Prospekt.  Kleine Almhäuser, links daneben rauscht ein Wasserfall, dahinter ragt das Grünhorn empor und rechts erhebt sich der Hoch Ifen. An dieser Alpe lohnt es sich eine Pause einzulegen und die Kinder springen zu lassen. Vor allem der Wasserfall setzt bei den kleinen Bergsteigern ungeahnte Kräfte frei. Zur Schwarzwasserhütte ist es noch eine Stunde.

Am zweiten Tag habt Ihr den Hohen Ifen gut im Blick. foto (c) kinderoutdoor.de

Rechts an der Alpe Melköde vorbeigehen. Steil geht es dort bergan. Oben angekommen durchquert man auf einem ausgebauten Weg ein Hochmoor. Bitte auf den Wegen bleiben, denn die Vegetation dort ist empfindlich und außerdem sinkt man schnell bis auf die Knöchel oder tiefer in dem weichen Boden ein. Fasziniert sind die Kinder von dem Hochmoor: Mit tief bunten Farben blühen hier besondere Blumen und es leben auch seltene Amphibien hier. Mit etwas Glück bekommen die Kinder auch einen Alpenmolch zu sehen. Bald ist der Weg enger und windet sich durch schroffes Gelände zur Schwarzwasserhütte hinauf. An dieser Passage ist es gut sich Zeit zu lassen, denn die Kinder sind langsam müde. Bald ist die Schwarzwasserhütte zu sehen. Hier ist ein idealer Ort für das nächste Nachtquartier und eine gute Basis für weitere Touren.  Auf den Gipfel vom Hoch Ifen sind es von hier noch gut drei Stunden mit Kindern. Das ist nach diesem Tag entschieden zu viel. Am nächsten Tag habt Ihr, gut ausgeruht, die Wahl: Zurücksteigen ins Tal? Der Aufstieg zum Hoch Ifen braucht drei Stunden und die Kinder müssen trittsicher sein. Weitere Möglichkeiten sind das Steinmandl, das man in einer Stunde von der Schwarzwasserhütte aus erreicht. Wer die linke Richtung einschlägt kann in eineinhalb Stunden das Grünhorn oder das Starzeljoch erreichen. Auf jeden Fall lohnt es sich, nach einer Gipfeltour eine weitere Nacht auf der Schwarzwasserhütte anzuhängen. Am nächsten Tag geht es hinunter zur Talstation der Ifenbahn und von dort aus zurück mit dem Bus zum Auto am Eingang der Breitachklamm.

  • Schwierigkeit: Einfache Zwei-Tages-Wanderung die Ansprüchen an die  Kondition stellt

Packliste für eine Hüttenwanderung

Eine Packliste für eine Hüttentour schont Euere Nerven. Wenn Ihr mit dem guten Gefühl loswandern wollt, alles im Rucksack eingepackt zu haben, dann haben wir für Euch diese praktische Packliste erstellt. Diese könnt Ihr entsprechend den Kindern anpassen. Wenn alles dabei ist, dann macht die Übernachtung auf der DAV-Hütte auf jeden Fall Spaß.

Fast bin ich mit meinem Buch “Die schönsten Wanderungen von Hütte zu Hütte mit Kindern” fertig gewesen, doch irgendwie fehlte in diesem Buch noch etwas. Nach lange genug grübeln fiel es mir ein: Die Eltern brauchen eine Packliste. Denn bevor es auf ein Hüttenwochenende mit der Familie losgeht, gibt es eine Menge zu tun und plötzlich vergisst man das eine oder andere wichtige Ding einzupacken. Oben auf der Berghütte gibt es selten einen Ersatzschnuller oder genug Windeln fürs Kind. Die liegen gut verstaut zuhause……Damit Ihr alles im 60 Liter Rucksack dabei habt, kommt hier unsere Packliste.

Packliste für eine Hüttentour mit Kindern. Was gehört alles in den Rucksack und was nicht? Foto (c) kinderoutdoor.de

Packliste für eine Hüttentour mit Kindern. Was gehört alles in den Rucksack und was nicht?
Foto (c) kinderoutdoor.de

Packliste Hüttentour mit Kindern: Alles eingesackt

Folgendes solltet Ihr bitte einpacken:

  • Bargeld (auf Berghütten lässt sich selten mit Karte zahlen)
  • Wanderkarte
  • Wanderführer
  • Kompass oder GPS Gerät
  • DAV Ausweis
  • Hüttenschlafsack
  • Microfaser-Handtuch
  • Zahnbürste und Zahncreme
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • kleiner Beutel für den Müll (echte Alpinisten nehmen den Müll mit ins Tal und trennen ihn dort)
  • Stöpsel für die Ohren
  • Wanderschuhe
  • Wechselwäsche
  • Trekkingstöcke
  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Waschgel oder Seife
  • Bürste
  • Sonnenmütze oder Sonnenhut
  • Bürste oder Kamm
  • Erste Hilfe Set
  • Insektenschutzmittel
  • Mobiltelefon und Ladegerät
  • Regenhülle für den Rucksack
  • Funktions T-Shirt
  • Stirn– oder Taschenlampe
  • Flip Flops für die Hütte
  • Trinkflasche oder eine Trinkblase mit Schlauch für den Rucksack
  • Verpflegung

Für die Kinder packt Ihr bitte für die Hüttentour ein

  • Vorlesebuch für kleinere Kinder
  • Kuscheltier
  • Schnuller
  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Nuckelflasche mit Sauger
  • Babynahrung
  • Babycreme
  • Spielsachen oder Spiele (viele Hütten haben Spiele für Ihre Gäste)
Besucht uns!