Kinder schnitzen Zwerge

Kinder schnitzen Zwerge. Die Gnome, gemeint sind die Zwerge nicht die Kinder, sind ideal um das Schnitzen zu lernen. Wir stellen Euch zwei Varianten vor: Bei einer Option hat der Zwerg, ganz klassisch, eine spitze Mütze auf, bei der zweiten Möglichkeit eine Kopfbedeckung mit Bommel. An Material braucht Ihr verdächtig wenig…..

Zwischen 1690 und 1695 sind sie entstanden. Die ersten Gartenzwerge. Entworfen hat sich der österreichische Barockbaumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach. Der hieß wirklich so. 28 von den steinernen Knilchen stellte er im Zwergerlgarten von Schloss Mirabell, dass bekanntlich in Salzburg steht. Womit wir ein uraltes Vorurteil widerlegt haben: Gartenzwerge sind keine deutsche Erfindung, sondern von den Ösis! Inzwischen ist der Zwergerlgarten renoviert und dazu schreibt das zuständige Bundesdenkmalamt:

An der Stelle des heutigen Kinderspielplatzes unterhalb des Bastionsgartens zeigen historische Gartenansichten, dass Ende des 17. Jahrhunderts 28 Zwergfiguren auf hohen Steinsockeln den barocken Schlossgarten, der auf den berühmten Baumeister Johan Bernhard Fischer von Erlach zurückgeht, zierten. Der so genannte Zwergelgarten bildetein der Barockzeiteine raffinierte Antithese zur imposanten Götter-und Heldenwelt des Hauptparterres.1811 wurde die veraltetebarocke Gartenanlage des Schlosses Mirabell teilweise zerstört und ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild unterhalb der Wasserbastei angelegt. Auf Geheiß des Oberhofmeisteramtes wurden die Zwergenskulpturenversteigert. Das Ensembleder grotesken Zwergeverteilte sich in der Umgebung Salzburgs auf verschiedene Eigentümer. Es ist der Initiative des Salzburger Stadtvereins zu verdanken, dass 1923 einige Zwerge wieder in den Mirabellgarten zurückkehrten. Weitere folgten 1928, 1941 und 1979. Die 15 zurückgekehrten Zwergenfiguren wurden parallel unter den linear gepflanzten, mittlerweile mächtigen Laubbäumen aufgestellt. Sowohl die fehlenden Sockel als auch die kontextlose Aufstellung unter den Bäumen setzten den Zwergfiguren zu, sie verschmutzten stark und erfuhren dadurch auch Beschädigungen.Aufgrund des unbefriedigenden optischen und technischen Zustands dieses Gartenteils nahm das Stadtgartenamt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt eine Neugestaltung des Bastionsgartens unter Beibehaltung der Baumpflanzungen in Angriff. Im März 2015 fanden archäologische Grabungen statt, bei denen die Fundamente der barocken Brunnenanlage im Zentrum der Wasserbastei gefunden wurden. Die Neugestaltung des Zwergelgartens nimmt Bezug auf das ehemaligeBrunnenbecken auf der Wasserbastei und zielt mit der Neuaufstellung der barocken Zwergenfiguren in sechs thematischen Gruppen aufeine deutlich verbesserte künstlerische Wirkung und Wahrnehmbarkeit ihrer Bedeutung und Würde.Aus konservatorischen Gründen wurden in enger Abstimmung mit der Abteilung für Salzburg des Bundesdenkmalamtes die 15 Skulpturen in den Wintermonaten restauratorisch gereinigt und partiell instand gesetzt. Die Positionierung auf etwas erhöhten Sockeln und abgerückt von den Bäumen soll die witterungsbedingte Einschmutzung mindern. Es wurden 28 neue Sockel gebaut, die zum Teil frei bleiben müssen, da einige Zwergfiguren nach wie vor verschollen sind. In den letzten Jahren konnten aber immerhin von 4 Skulpturen, die sich in der UmgebungSalzburgs in Privatbesitz befinden, Kopien angefertigt werden, so dass heute wieder 19 Zwerge den Zwergelgarten bevölkern.

Wir schnitzen uns Zwergerl, ohne Barock. Dazu solltet Ihr an Material haben:

  • ein Stück Astholz
  • Multitool, Taschenmesser mit Säge, oder ein Fahrtenmesser und eine Säge
  • Wasserfarben und Pinsel
Kinder schnitzen einen Zwerg aus diesem Ast. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen Zwerge: Auf die Mütze kommt es an

Beginnen wir mit der einfachsten Version von einem Zwerg. Der mit einer spitzen Zipfelmütze. Schnitzt dazu ein Ende vom Ast wie einen Bleistift an.

Zuerst das Holz anspitzen. Hier lernen die Kinder, die Klinge vom Körper weg zu bewegen. Foto (c) Kinderoutdoor.de

Es folgt ein Kerbschnitt, etwa einen Fingerbreit, unter halb der Mütze. Immer rundherum ins Holz schnippeln. So entsteht eine Kerbe, die später der Hals von unserem Zwerg ist.

Mit einem Kerbschnitt schnitzt Ihr den Hals vom Zwerg. foto (c) kinderoutdoor.de

Wie Ihr den restlichen Gnom schnitzt, ob er eine Nase bekommt oder Arme und Beine, dass entscheidet Ihr. Am Ende malt Ihr den Zwerg mit Wasserfarben an.

Kommen wir zur zweiten Variante. Dem Zwert mit einer Bommelmütze.

Ein klein wenig schwieriger ist der Gnom mit seiner Bommelmütze. Zuerst rundet Ihr oben das eine Ende vom Haselnussholz ab. Immer ein kurzer Schnitt an der Kante. Dreht das Holz in der Hand um ein paar Millimeter und schnippelt wieder ein Stück weg. Mit jedem Schnitt neigt sich die Kante nach innen. So entsteht eine Halbkugel.

Hier entsteht der Bommel! Foto (c) kinderoutdoor.de
Schnitt für Schnitt entsteht eine Halbkugel. foto (c) kinderoutdoor.de

Als nächstes kerbt Ihr etwa einen Fingerbreit unterhalb der Halbkugel das Holz so lange ein, bis eine kleine Kugel entsteht. Auch hier ist es wichtig, immer wieder den Ast in der Hand kurz zu drehen.

Wir schnitzen eine Kerbe und so entsteht der Bommel von der Zwergenmütze.  foto (c) kinderoutdoor.de

Langsam entsteht der Bommel bei unserem Zwerg. foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt ist Fingerspitzengefühl und eine scharfe Klinge gefordert. Schnitzt das Holz unterhalb der Kugel wie einen Bleistift zu, aber vorsicht, sonst fliegt am Ende der tolle Bommel weg…..

Jetzt schnitzen wir die Mütze von unserem Skizwerg. Foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist die Mütze von unserem Zwerg mit dem Bommel. foto (c) kinderoutdoor.de

Weiter geht es wie bei unserem Zwerg mit der spitzen Mütze. Kerbt einen Fingerbreit unterhalb der Mütze das Holz ein und so entsteht der Hals vom Zwerg. Auch hier ist es völlig offen, wie Ihr den Gnom gestaltet.

Am Ende bemalt Ihr den Zwerg nach Gusto. So einen Zwerg könnt Ihr in den Garten zwischen die Blumen oder in eine Topfpflanze stellen. Diese Schnitzerei von den Kindern ist ein wunderbares Geschenk und Unikat.

Fertig sind die geschnitzten Zwerge. foto (c) kinderoutdoor.de

Ältere Schnitzideen für Kinder:

Kinder schnitzen ein Geduldsspiel. Dazu braucht Ihr wenige Material und ein Taschenmesser oder Multitool mit Säge. Die Kinder schnitzen sich ein Spiel, mit dem die Urgroßeltern schon ihre Freude hatten. Wir haben die Schnitzanleitung für Euch mit Film und Fotos. Mit diesem Spiel haben die Kinder bei einer langen Bahnfahrt oder im Auto ihren Spaß. Alles ohne App und Smartphone.

Reifen treiben. Klickerkasten. Stelzen. Seilspringen oder das Becherspiel. Mit diesen tollen Dingen spielten schon vor über 100 Jahren die Kinder. Wir haben heute ein altes Geduldsspiel für Euch wiederentdeckt. In wenigen Minuten lässst sich das Ganzs schnitzen. Bevor die Kinder zu schnitzen beginnen, führt Euch der Weg hinaus in den Wald oder Park. Hier findet Ihr einen großen Teil von dem nötigen Material.

  • Ein dickes Stück Ast
  • eine dünnes Stück Ast
  • eine Schnur
  • Taschenmesser oder Multitool mit Säge

Niemand muss für diese Schnitzarbeit im Internet das Material bestellen. Darüber freut sich das Konto und der Paketbote.

Kinder schnitzen ein Geduldsspiel. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen: Zuerst mal einen Becher basteln

Mit der Ahle (dass ist der Stechdorn) vom Multitool oder dem Taschenmesser bohrt Ihr so gut es geht in ein Ende vom dicken Ast. Erweitert das Loch so gut es geht. Anschließend vorsichtig die Vertiefung mit der großen Klinge ausarbeiten. Bitte aufpassen, dass sie nicht abbricht.

Kinder schnitzen ein Loch in den dicken Ast. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn das Loch tief und breit genug ist, sägt Ihr dieses Stück vom Ast ab. Jetzt haltet Ihr einen kleinen Becher in der Hand.

Sich Sägen bringt Regen. Oder so ähnlich. foto (c) kinderoutdoor.de

Die Kinder schnitzen vom dünnen Ast ein Ende Runde. Dazu setzt Ihr die Klinge an der Kante an. Ein kurzer Schnitt, dreht den Ast in der Hand und wieder setzt Ihr einen Schnitt an. Die Kanter verlagert sich immer mehr nach innen. So entsteht langsam eine Halbkugel.

Nun schnitzen wir die Kugel aus Holz. foto (c) kinderoutdoor.de

Nun schnitzt Ihr mit einem Kerbschnitt rundum etwa einen Fingerbreit unterhalb ins Holz. Immer wieder den Ast in der Hand drehen. So entsteht eine Holzkugel. Diese sollte in den geschnitzten Becher passen und genug Platz darin finden.

Die geschnitzte Kugel ist fertig. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der Ahle bohrt Ihr auf der Unterseite vom Becher möglichst mittig ein kleines Loch. Legt die Schnur in das Loch. Schnitzt aus einem Holzrest einen kleinen Keil und verkeilt damit die Schnur.

Bohrt ein Loch in die Unterseite vom Becher. foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt kommt die Kugel dran. Auch hier bohrt Ihr ein kleines Loch in die Holzkugel, legt die Kordel in das Loch und verkeilt es.

Zum Schluss kommt die Kordel in die Kugel. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unser tolles Geduldsspiel. Damit lassen sich die Kinder perfekt im Zug oder Auto beschäftigen. Ziel ist es, die Kugel mit einem flotten Schwung in den Becher zu bugsieren. Viel Spaß dabei!

Kinder schnitzen dieses tolle Geduldsspiel. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen heute einen höchst ungewöhnlichen Gesellen: Einen Waldschrat. Für Anfänger ist dieses Projekt ideal. Hier lernen sie die verschiedenen Teile von einem Taschenmesser kennen und diese richtig einzusetzen. Danke an Daniel, der diesen tollen Waldschrat geschnitzt hat. Während andere die Leser mit vermeintlichen Best of Ausgaben langweilen, lassen wir uns immer wieder was neues einfallen, ohne dabei auf der Gehaltsliste von einem Messerhersteller zu stehen. Wir schnitzen garantiert ohne App.

Kinder schnitzen einen Waldschrat. Während andere ihre abgestandenen Ideen aufbrühen, lassen wir uns Neues einfallen. Foto (c) kinderoutdoor.e

“Pass auf, dass dich die Schrazen nicht erwischen!” warnten manche Eltern früher im Wald die Kinder. Schrazen, so sagt man in Österreich und Teilen von Bayern zu Fabelwesen die im Wald leben. Woanders sind diese Geister als Waldschrate bekannt und in der Niederlausitz sprechen die Leute von den Schraden. In der Oberpfalz hingegen heißen diese Erdgeister Schratzeln und haben mysteriöse Schratzellöcher hinterlassen. Ideal ist es mit den Kindern bei einem Spaziergang im Wald oder dem Park einen Waldschrat zu schnitzen. Dazu braucht Ihr hoffentlich keine App. Alles was Ihr dazu benötigt ist

  • ein gerader Ast mit abstehenden kleinen Zweigen.
  • ein Taschenmesser (welchen Hersteller Ihr benutzt ist uns völlig egal, weil wir uns von keiner Taschenmessermarke sponsern lassen)

Zuerst schneidet Ihr den Aust auf eine passende Länge zu. Wer möchte kann einen kleinen Schratzen schnitzen, der ist nur ein paar Zentimeter klein oder einen richtigen riesigen Schratzen, der einen halben Meter misst oder noch größer ist. Das Tolle an dieser Schnitzarbeit ist: Jeder Waldschrat ist garantiert ein Unikat.

Ein Stier? Nein! Ein Waldschrat mit Hörnern. foto (c) kinderoutdoor.de

Beginnen wir am Kopf und runden diesen ab. In unserem Fall geht das nur halbwegs, denn unserem Schratz stehen links uns rechts Hörner weg. Mit der Ahle, das ist der Stechdorn vom Taschenmesser (keine Sorge Affiliate Links gibt es bei uns auch nicht!) bohren wir dem Schraden zwei Augen. Es ist aber auch gut möglich, dass Euer Fabelwesen nur ein Auge hat. Bei Homer gibt es ja auch die Zyklopen, mit denen sich Odysseus anlegt (Womo Fahrer bitte die Begriffe googeln!) oder es ist auch möglich, dass der Waldschrat ganz viele Augen hat. Schließlich gibt es auch den Fisch “Neunauge” wobei der tatsächlich nur zwei Augen hat und die restlichen sieben sehen nur so aus.

Jetzt schaut uns der Waldschrat aber an! Foto (c) kinderoutdoor.de

Unser Waldschrat will aber auch was essen und dazu braucht er einen Mund. Mit der kleinen Klinge schnitzen wir ihm seine Futterluke.

Damit der Waldschrat auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann. Foto (c) kinderoutdoor.de

Die Figur von einem Naturgeist unterscheidet sich doch erheblich von der eines Menschen. Mit der großen Klinge schnitzen wir ihm einen ansehnlichen Körper und eine Nase die Respekt einflößt. Wer möchte kann den Waldschrat anmalen und die Streber unter uns schmirgeln ihn ordentlich mit Sandpapier ab, dass sind auch die Leute, die zum Schnitzen eine App brauchen.

Bella Figura! Schnitzt dem Waldschrat einen Körper. Foto (c) kinderoutdoor.de

Bushcraft für Kinder bringt Euch immer wieder neue Materialien nahe, die Ihr draußen in der Natur finden könnt. Heute verwenden wir für unser Bushcraftprojekt mit Kindern das Stöckchen von einer abgebrannten Silvesterrakete und nehmen zum Schnitzen einen Sparschäler aus der Küche her. Wir zeigen Euch Schritt für Schritt wie Ihr einen tollen Holzring basteln könnt.

Sparen. Dafür gibt es in der Küche den Sparschäler. Damit lässt sich wunderbar Gemüse schälen und zwar so, dass nur die Schale weg ist. Mit einem Gemüseschäler lässt sich aber auch schnitzen. Sparen wir doch ein zweites Mal und anstatt ein Vierkantholz zu kaufen, suchen wir uns draußen mit den Kindern den Stiel einer abgebrannten Silvesterrakete. Die liegen oft noch Wochenlang nach dem Jahreswechsel herum. Unser Bushcraft mit Kindern kann beginnen! Dazu braucht Ihr folgendes Material:

  • Holzleim
  • Wäscheklammer
  • Stöckchen von der Silvesterrakete
  • Sparschäler für Gemüse
Hier ist unser Material für das heutige Bushcraft Projekt mit Kindern. foto (c) kinderoutdoor.de

Bushcraft für Kinder: Span um Span!

Nehmt den Sparschäler und versucht einen gleichmäßig dicken und möglichst langen Span vom Raketenstöckchen zu schälen. Das geht viel besser als mit dem Taschenmesser und es besteht auch nicht die Gefahr, dass Ihr Euch schneidet. Ideal für Kinder ist diese Lösung.

Schält mit dem Sparschäler einen möglichst gleichmäßigen Span vom Raketenstöckchen. foto (c) kinderoutdoor.de

Die Außenseite von der Spirale aus Holz bestreicht Ihr mit wenig Holzleim. (Auf dem Foto haben wir absichtlich viel vom Leim verwendet, damit Ihr ihn besser sehen könnt.)

Wenig Holzleim auf die Außenseite vom Span aufbringen. foto (c) kinderoutdoor.de

Wickelt nun den verleimten Holzring möglichst straff um einen Finger. Den Ausdruck “jemanden um den Finger wickeln” kennt Ihr hoffentlich.

Wickelt Euch den verleimten Ring um einen Finger. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit einer Wäscheklammer fixiert Ihr den Holzring an einem Ende. Lasst den Ring trocknen.

Fixiert den Holzring mit einer Wäscheklammer. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unser Holzring. Ein echter Hingucker und perfekt als Geschenk.

Fertig ist unser toller Holzring. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen eine Outdoor Tasse und die hält dicht! Nachhaltiger kann ein Trinkgefäß für alle die gerne draußen unterwegs sind, kaum sein. Wir haben für Euch die Schnitzanleitung in Bildern und Schritt für Schritt. Vom Ast bis zur fertigen Tasse.

Ein Flugzeugträger der Gerald. R. Ford Klasse hat eine Verdrängung von 97.000 Tonnen. In Deutschland fallen pro Jahr, so seriöse Schätzungen, 106.000 Tonnen Einwegbecher im Abfall. 320.000 Coffee to go Becher sind es hierzulande pro Stunde. Da gibt es nur eines: Wir halten dagegen mit einer Tasse aus dem nachhaltigsten Material: Holz. An Material für unsere heutige Schnitzarbeit benötigt Ihr:

Gesucht, gefunden. Aus der Astgabel schnitzen wir eine Outdoor Tasse. foto (c) kinderoutdoor.de

Wie immer beginnt alles mit einen Ausflug in den Wald oder Park. Sucht dort mit den Kindern eine Astgabel, die sollte aber bitte am Boden liegen. Bitte keine grünen Äste abschneiden. Bei unserer Suche gehen wir vor, wie die Handwerker vor Generationen. Sie suchten sich das Holz nach der Form und setzten es entsprechend ein.

Kinder schnitzen einen Outdoor Tasse: Der Henkel ist schon dran

Sägt das Holz entsprechend zurecht. foto (c) kinderoutdoor.de

Zuerst sägt Ihr die Astgabel, möglichst in der Natur, zurecht.

Rundet das Ende vom Seitentrieb entsprechend ab. foto (c) kinderoutdoor.de

Den abstehenden dünnen Trieb schnitzt Ihr am Ende rund. Immer ein kurzer Schnitt an der Kante. Dreht das Werkstück. Wieder ein kurzer Schnitt. So geht es Millimeter um Millimeter und langsam entsteht eine Halbkugel.

Mit der großen Klinge entfernt Ihr die Rinde vom Holz. foto (c) kinderoutdoor.de

Nun braucht Ihr ein Messer mit stehener Klinge. Bei einem Taschenmesser oder Multitool besteht die Gefahr, dass bei dieser Arbeit die Klinge bricht oder die Mechanik Schaden nimmt. Bohrt in die Mitte vom Haupttrieg mit der Spitze in das Holz. Übt entsprechend Druck aus und vertieft das Loch mit jeder Umdrehung.

Höhlt mit der Klinge das Holz aus. foto (c) kinderoutdoor.de

Holzspäne will niemand mittrinken. Deshalb schmirgelt mit dem Schleifpapier das Innere der Tasse und den Rand ab.

Schmirgelt das Werkstück ab, sonst müsst Ihr Holzspäne mittrinken. foto (c) kinderoutdoor.d

Fertig ist die geschnitzte Outdoor Tasse und Ihr habt ein tolles Geschenk!

Fertig ist der Outdoor Becher. Foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzt einen Outdoor Becher

Mit Kindern schnitzen ist immer wieder ein Abenteuer. Den Kindern fallen die tollsten Dinge ein, die sie selbst mit dem Taschenmesser herstellen wollen. Wie bei einem perfekten Design üblich, brauchen wir nur extrem wenig Material für unsere heutige Arbeit. Ein Stück dicker Holunder und eine dicke Schnur reichen aus. Dazu noch ein hochwertiges Taschenmesser und Schmirgelpapier. Los geht´s!

“Autsch!” schrie das Kind auf und führte anschließend einen wahren Veitstanz auf. Was anfänglich noch lustig aussah entpuppte sich als schmerzhafte Erfahrung für das Kind. Es hatte sich am Lagerfeuer einen Tee aus dem Kessel geholt und in die Blechtasse gegossen. Diese erhitzte sich und das Outdoorkid ließ vor Schmerzen die Tasse fallen. Damit verbrühte es sich die Füße. So was muss nicht sein und lange dachten wir darüber nach, wie können Kinder eine Tasse schnitzen? Dazu wollen wir kein Spezialwerkzeug einsetzen. Wir brauchten ein Holz, dass innen “hohl” ist. Da fiel uns der Holunder ein. Dieser hat markantes weißes Mark, dass sich leicht entfernen lässt. Allerdings fällt der Markkanal bei dickeren Holunderästen entsprechend dünner aus. Bitte schneidet keinen Holunder ab, der im Saft steht. In unserem Fall richtete der Hausmeister von einer Sportanlage mit der Kettensäge ein wahres Massaker unter den Holunder-Sträuchern an, die am Maschendrahtzaun wuchsen. So konnte ich auch sehen, welches Holz viel Mark hatte. Wer keinen Becher, sondern eine Tasse haben möchte, der benötigt einen Henkel. Wir wollen diesen ohne bohren befestigen. Deshalb fertigen wir den Henkel aus einer dicken Schnur an. Nehmt eine, die reißfest und beständig ist. Sonst ergießt sich der heiße Inhalt von der Tasse über Euch. Wie bei vielen unserer Projekt sucht Ihr am Anfang mit den Outdoorkids in der Natur ein dickes Stück Holunder. Zum Glück lässt sich so eines noch nicht über das Internet bestellen (dadurch entgehen manchen Bloggern 10% Provision….eine Runde Mitleid bitte!)

Mit kindern schnitzen: Aus diesem Material fertigen wir eine Outdoortasse.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit Kindern schnitzen: So richtig hohl

Fangen wir mit dem langwierigsten Teil von unserem Projekt an. Den Holunder aushöhlen. Wenn Ihr Euch das Stück von einem bereits gefällten Holunder abschneidet, könnt Ihr auch sehen, wie dick oder dünn der Kanal mit dem weißen Mark im Inneren ist. Je dicker um so besser in unserem Fall. Mit der großen Klinge, diese sollte stabil sein, puhlt Ihr zuerst das Mark heraus. In den meisten Fällen hat Euere Outdoor-Tasse nun ein Fassungsvermögen von einem größeren Reagenzglas. Das ist deutlich zu wenig. Höhlt mit der großen Klinge das Holz weiter aus. Denkt bitte daran, dass Euere Outdoor-Tasse auch einen Boden braucht und der Rand weder zu dünn noch zu dick sein sollte. Drückt die Klinge gegen das Holz und lasst es so rotieren. Dadurch bekommt Ihr einen gleichmäßigen Innenraum der Tasse aus Holunder. Diese Arbeit zieht sich hin, besonders wenn das Holz schon intensiv getrocknet ist.

Höhlt mit der großen Klinge vom Taschenmesser den Holunder aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Nur die Wenigsten freuen sich, wenn sie beim Trinken aus einem Gefäß feste Stoffe mit sich aufnehmen. Holzspäne, selbst vom “gesunden” Holunder, stehen weniger oben in der Beliebtheit. Deshalb greift zum Schleifpapier und befreit das Innere der Holztasse von den Spänen. Beginnt mit einem groben Sandpapier, kleine Körnung, und steigert Euch zu Feineren (große Körnung).

Schmirgelt mit Sandpapier das Innere der Outdoortasse gründlich ab, damit später nichts darin schwimmt….
foto (c) kinderoutdoor.de

Der Becher ist jetzt fertig. Wir wollen aber eine Tasse! Nehmt die Schnur und schneidet entsprechend zwei lange Teile ab. Denkt bitte daran, dass Ihr einen Teil der Schnur um die Tasse wickeln müsst. Wer Luftmaschen häkeln kann ist hier klar im Vorteil. Manche Profis können das sogar ohne Häkelnadel. So genanntes Fingerhäkeln, nicht zu verwechseln mit dem bayerischen Sport Fingerhakeln.

Luftmaschen mit den Fingern häkeln. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unser Henkel für die Outdoor Tasse. foto (c) kinderoutdoor.de

Bindet nun den gehäkelten Henkel an der Outdoor-Tasse fest.

Bindet zum Schluss den Griff um das Holz der Tasse fest.
foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unsere Outdoor-Tasse. Ein echtes Unikat und super als Geschenk geeignet.

Fertig ist unsere Outdoor-Tasse.
foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzen wir einen zünftigen Holzbecher

Schnitzen wir doch mal etwas für den Alltagsgebrauch. Heute wagen wir uns an einen Holzbecher. Wie immer ist die Materialliste übersichtlich: Ein Hohlbeitel, Taschenmesser, Schmirgelpapier und Astholz. Über diesen tollen Outdoor Becher freuen sich die Kinder auf jeden Fall, denn sie haben auch fleißig mitgebastelt. Wir haben die Schnitzanleitung für Euch. 

Schnitzen gehört auch bei den Samen dazu. Dieses uralte Volk lebt verstreut über Norwegen, Finnland, Schweden sowie Russland. Von einem Sami kaufte ich eine geschnitzte Holztasse, nachdem ich ihm zugesehen hatte, wie er mit dem Beiteln und dem typischen Lapplandmesser das Holz bearbeitete. Immer wieder wollte ich mich an so einen Becher wagen, doch irgendwie passte es nie so richtig. Eine Nachbarin schnitt ihren Kirschbaum radikal im Frühjahr aus und da kam ich an einige schöne Äste. Jetzt wollte ich es wissen, ob ich auch einen Becher schnitzen kann. Hier ist die Anleitung dazu.

Schnitzen wir doch mal einen Holzbecher. Hier seht Ihr das Material dazu.  foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzen wir doch mal einen Holzbecher. Hier seht Ihr das Material dazu.
foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzen: Aus dem Ast entsteht ein Outdoor Becher

Zuerst braucht Ihr ein entsprechendes Stück Astholz. Bitte nehmt keine Eibe oder Esche her, diese Bäume sind nämlich giftig. Zuerst höhlt Ihr mit dem Stechbeitl den Ast aus. Lasst einen Rand von ungefähr einem halben bis einen Zentimeter stehen. Wenn Ihr keine Werkbank habt um den Ast einzuspannen, rammt ihn in den Boden. Nun ist Kraft gefordert, wenn Ihr den Ast etwa zehn bis 15 Zentimeter aushöhlt.

Schnitzen hat auch mit Kraft zu tun. Hier höhlen wir den Ast aus.  foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzen hat auch mit Kraft zu tun. Hier höhlen wir den Ast aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

So sollte nun der Ast aussehen.

Die meiste Arbeit ist nun geschnitzt.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Die meiste Arbeit ist nun geschnitzt.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt erst mit der Säge vom Taschenmesser den “Becher” vom Ast abschneiden.

Nun sägen wir den Becher vom Ast ab. Foto (c) kinderoutdoor.de

Nun sägen wir den Becher vom Ast ab.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt erst schnitzen mit der großen Klinge vom Taschenmesser die Rinde ab.

Rind um gelungen. Wir schnippeln mit dem Taschenmesser die Rinde weg.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Rind um gelungen. Wir schnippeln mit dem Taschenmesser die Rinde weg.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Nun schnitzen wir dem Taschenmesser den Boden von unserem Holzbecher ein wenig ab.

Eine runde Sache! Mit dem Taschenmesser schnitzen wir den Boden vom Becher ab.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Eine runde Sache! Mit dem Taschenmesser schnitzen wir den Boden vom Becher ab.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Zum Schluss schmirgeln wir mit dem Schleifpapier den Outdoorbecher innen und außen gründlich ab.

Ein tolles Geschenk ist dieser selbstgeschnitzte Outdoor Becher. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit dem Taschenmesser und Schleifpapier bekommt der Holzbecher seinen Feinschliff. foto (c) kinderoutdoor.de

Und trinken wir aus unserem selbst geschnitzten Becher. Foto (c) Kinderoutdoor.de

Schnitzt einen Pilz

Kinder schnitzen im Herbst einen Pilz, der sofort auffällt. “Der sieht aus wie ein holländischer Faußballfan!” meint ein Kind, als es den Orange-Becherling sieht. Tatsächlich hat dieses Schwammerl farblich etwas von den Oranje Kickers. Das Tolle bei diesem Pilz ist, hier lernen die Outdoorkids einige wichtige Techniken beim Schnitzen mit dem Taschenmesser.

“Iiiiih, der Pilz ist sicher giftig!” meint ein Kind und will auf den Gemeinde Orangebecherling treten. Doch da liegt der kleine Spaziergänger falsch. Dieser Schlauchpilz, so heißt die Familie zu denen der Schwammerl gehört, ist genießbar. Manche Pilzsucher geben ihn in den Salat hinein. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Geschmacklich hat Orangebecherling etwas von holländischen Gemüse aus dem Treibhaus. Mit seiner knalligen Tönung macht er sich farblich im Salat ganz gut, vom Geschmack her ist dieser Pilz eher unauffällig. Dafür hat er einen großen Vorteil: Er ist kaum zu verwechseln und fällt, wenn Ihr mit den Outdoorkids im Wald unterwegs seid, dank seiner Signalfarbe sofort auf. In Europa, Japan und den USA ist dieser Pilz verbreitet. Natürlich auch in den Niederlanden. Solltet Ihr keinen einzigen Schwammerl im Forst finden, dann gibt es keinen Grund traurig zu sein. Schnitzt mit den Kindern doch diesen Pilz nach. Deshalb führt Euch der Weg in den Wald oder in die Bibliothek. Sucht Euch dort einen Pilzführer mit einem Foto vom Gemeinen Orangebecherling. Außerdem braucht Ihr ein Stück breites Astholz, ein Taschenmesser mit Säge, Pinsel, Malkasten und Schleifpapier. Damit habt Ihr alles was ihr braucht.

Kinder schnitzen einen Pilz aus diesen Materialien.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen einen Pilz: Dieses Schwammerl findet jeder gut

Zuerst höhlt Ihr den Hut vom Pilz aus. Seht Euch das Schwammerl in der Natur oder auf Bildern an. Sofort fällt auf, dass der Hut vom Gemeinen Orangebecherling nach oben gebogen ist und wie eine Schale. Im Gegensatz zu den meisten Pilzen die einen “Schirm” haben. Entsprechend sind die Kinder jetzt beim Schnitzen gefordert. Mit der kleinen und später der großen Klinge arbeitet Ihr diesen Pilzhut aus und zwar von innen nach außen. Bitte lasst den Ast zum Schnitzen ganz, denn damit habt Ihr ihn erheblich besser im Griff.

Die Kinder höhlen mit dem Taschenmesser zuerst den Hut vom Pilz aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Seht Euch den Gemeinen Orangebecherling genau an. Bei ihm ist der Stiel kaum zu sehen. Nur ein wenig schaut dieser aus dem Waldboden heraus. Entsprechend schnitzen wir nun die Unterseite zu. Lasst das Holz am Ende vom Pilz, dort wo unsere “Standplatte” ist, stehen und schnitzt es nicht weg. Das sieht später wie Gras oder Nadeln von Bäumen aus.

Langsam ist bei unserem Werkstück der Waldboden zu sehen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Nun dürft Ihr zur Säge greifen und den Pilz mit der Standplatte abschneiden. Haltet diese eher dünn, denn es geht schließlich um den Pilz den die Betrachter bewundern sollen. Bei der Säge zeigt sich, wie hochwertig das Taschenmesser ist; oder auch nicht.

Die Kinder haben diesen Pilz geschnitzt. Es fehlt ihm noch die Farbe.
foto (c) kinderoutdoor.de

Was für dieses Schwammerl auch markant ist: Er hat in seinem Hut tiefe Risse. Diese schnitzen wir ein. Außerdem ist der Rand vom Pilz wellig. Auch das könnt Ihr mit der kleinen Klinge entsprechend schnitzen. Nach oben hin ist die Wand vom Hut des Pilzes immer dünner. Das lässt sich später auch mit dem Schleifpapier ausarbeiten.

Nun schnitzen wir den Rand vom Pilzhut wellig und mit Rissen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bevor Ihr zum Malkasten greift schmirgelt Ihr den Pilz gründlich ab. Mit dem groben Schleifpapier arbeitet Ihr die tiefen Schartern heraus. Lasst das “Gras” am Fuß vom Pilz stehen. Seht Euch das Original an und malt nun den Hut vom Schwammerl in einem kräftigen Orange an.

Die Kinder malen den Pilz zum Schluss an.
foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unser leuchtender Gemeiner Orangebecherling.

So sieht unser fertiger Pilz aus. foto (c) kinderoutdoor.de

Der geschnitzte Pilz ist vom Original kaum zu unterscheiden. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen einen fliegenden Ball und haben anschließend ein Spielzeug, dass bei den Gleichaltrigen für Aufsehen sorgt. Bei unserer Anleitung zum Schnitzen handelt es sich um ein uraltes Spielzeug und Ihr könnt sicher sein, dass auch Euere Urgroßeltern und deren Großeltern schon damit gespielt haben. Entsprechend einfach ist das Ganze zu schnitzen. Mit unserer Anleitung schnitzen die Kinder dieses Spielzeug ganz alleine.

Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser oder Ochs am Berg schau um oder Ball an die Wand. Es sind alles Kinderspiele die (fast) vergessen sind. Dabei haben über Generationen die Kleinen miteinander ihre Freude an diesen Spielen gehabt. Heute gibt es zum Glück für alles und jedes eine App. Auch beim Spielzeug ist einiges in Vergessenheit geraten. Zum Glück gibt es eine wunderbare Einrichtung, die sich gegen das für immer Verlorengehen von Spielsachen stemmt: Das Spielzeugmuseum in Nürnberg. Zinnfiguren, aufziehbare Elefanten aus Blech und Dampfmaschinen sind hier sicher, damit sie auch in Jahrzehnten noch die Kinder bestaunen können. Leider ging viel selbst gemachtes Spielzeug für immer verloren. Besonders die Kinder vom Land und der ärmeren Schichten hatten aus einfachen Materialien und selbst gefertigte Spielsachen. Von der Strohpuppe mit den genähten Kleidchen hin zu geschnitzten Figuren oder Schwertern. Manches Spielzeug stellten sich die Kinder sogar selbst her. Ohne pädagogische dabei pädagogisch betreut zu sein. Ein solches Spielzeug sah ich einmal in einem Freiluftmuseum. Hier konnte ich das Reifentreiben und andere alte Kinderspiele ausprobieren. Auf dem Tisch sah ich etwas Unscheinbares liegen worauf ich mir keine Reim machen konnte. Ein Stück Holz mit zwei Löchern und ein kleiner Ball. “Haben sie eine Ahnung was das ist?” fragte mich der Mitarbeit vom Museum. Ich zuckte mit den Achseln. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht führte er mir das Spielzeug vor. Er nahm das Holzstück in den Mund. Im vorderen Teil befand sich eine kleine Einkerbung. Darauf legte er vorsichtig den Ball und begann sofort stark zu pusten. Langsam hob der Ball ab. Geschickt schaffte es der Mitarbeiter vom Museum den Ball wieder auf der Kerbe landen zu lassen. Für mich stand fest: Dass ist eine perfekte Schnitzerei für Kinderoutdoor.de

Folgendes braucht Ihr an Material für dieses uralte Spielzeug:

  • ein etwa zehn bis 15 Zentimeter langes Stück Holz. Ideal ist Holunder, weil dieser innen hohl ist. Ansonsten nehmt Haselnuss.
  • Taschenmesser oder Multitool mit Ahle (Stechdorn)
  • einen Ball aus Styropor der etwa so groß wie der Ball fürs Tischtennis ist
  • für alle die kein Holz vom Holunder verwenden bitte noch einen Drahtbohrer herrichten

Kinder schnitzen einen fliegenden Ball mit dem Taschenmesser: Da geht Euch schnell die Puste aus

Kinder schnitzen aus dieser übersichtlichen Materialliste ein uraltes Spielzeug.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Ihr einen geraden Ast vom Holunder habt, entfernt mit einem Stück Draht etwa 2/3 vom Mark. Jetzt habt Ihr eine perfekte Röhre. Noch ein Sicherheitshinweis (rein präventiv): Bitte denkt daran, dass manche Kinder und Erwachsenen auf das Holz vom Holunder allergisch reagieren. Für alle die keinen Holunder haben, nehmen ein schnödes Stück von der Haselnuss. Die Allergiker applaudieren dazu!Mit dem Drahtbohrer, den gibt es für wenige Euro im Fachhandel zu kaufen (bestellt bitte nicht jeden Mist übers Netz) und dieses Werkzeug braucht auch keinen Strom. Also ideal für Kinderhände. Bohrt damit den Ast der Haselnuss ebenfalls zu 2/3 aus.

Bohrt mit der Ahle die Röhre im Ast an.
foto (c) kinderoutdoor.de

Im nächsten Schritt unserer Schnitzanleitung bohrt Ihr von oben mit der Ahle vom Taschenmesser oder Multitool ein Loch in den Ast. Dabei solltet Ihr die Röhre anbohren. Durch diesen Kanal tritt später die Luft aus. Entsprechend wichtig ist es, dass Ihr die Öffnung ausarbeitet. Sie sollte nicht zu groß und auch nicht zu klein sein, sonst hebt der Ball nicht ab.

Die Kinder schnitzen eine Kerbe in das Holz. Darauf legen wir später den Ball ab.
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Schnitzt nun um das Loch auf dem Holz mit dem Taschenmesser oder dem Multitool eine Kerbe ein.  Wer möchte kann die Öffnung in die wir hineinpusten noch mit dem Taschenmesser abrunden. Fertig ist unser uraltes Spielzeug. Legt den Ball auf die Kerbe und pustet gleichmäßig in das Holz. Schohn fliegt unser Ball in die Luft.

Die Kinder schnitzen das eine Ende vom Blasrohr rund. foto (c) kinderoutdoor.de

Die Kinder schnitzen das eine Ende vom Blasrohr rund. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit viel Puste bringen wir den Ball zum Fliegen. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit viel Puste bringen wir den Ball zum Fliegen. foto (c) kinderoutdoor.de

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