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Kinder Outdoor Rezepte: Rhabarber Limo

Kinder Outdoor Rezepte brauchen, im Gegensazu zu manchen Rezepten der Erwachsenen, wenig Zutaten. Das beweist heute unsere selbst gemachte Rhabarber Limonade. Die schmeckt so was von intensiv und die Farbe ist der Wahsinn. Doch was noch besser ist: Die Kinder sind stolz, selbst etwas so leckeres zubereitet zu haben.

https://youtu.be/Rxat_k10Dag

rheu barbarum. Fremdländische Wurzel. So lässt sich die frühere Bezeichung für den Rahbarber aus dem Lateinischen frei übersetzen. Unsere Vorfahren haben scheinbar ein „wenig“ genuschelt und so entstand aus rheu barbarum das deutsche Wort Rhabarber. Im 11. Jahrhundert und sicher schon früher bauten die Menschen im Himalaya dieses Knöterichgewächs an. Aus den Stängeln lässt sich einiges herstellen: Kompott, Kuchen, Konfitüren, Most oder Saft. Wie lässt sich der Geschmack vom Rhabarber beschreiben? Vielleicht trifft es die Bezeichung pikant säuerlich am besten.

Kinder Outdoor Rezepte: Was für ein Getränk!

Zuerst schält Ihr den Rhabarber. Im Gegensatz zu Kuchen oder Kompott, ist es weniger schlimm, wenn Ihr die Schale nicht komplett entfernt. Schneidet die Blattstiele in dünne Scheiben und gebt diese in einen Topf. Nun presst Ihr eine Bio Zitrone aus und kippt den Saft über den Rhabarber. Zum Schluss kommt noch ein halber Liter Leitungswasser hinzu. Das Ganze umrühren und kurz aufkochen lassen. Anschließend gönnt dem Sirup zehn bis 15 MInuten zum Abkühlen. Fischt die Rhabarberstückchen heraus. Wer möchte kann den Saft süßen. Wie und mit was, dass ist Euch überlassen. Mit einem Trichter füllt Ihr den zartrosa Saft in eine verschließbare Glasflasche um. Wenn Ihr die Rhabarber Limonade trinkt, verdünnt sie bitte im Glas mit Mineralwasser. Was für ein Genuss!

Kinder Outdoor Rezepte: Zutaten für die Rhabarber Limonade

  • etwa 500 Gramm ungeschälte Rhabarber Stangen
  • 500 ml Leitungswasser
  • den Saft von einer Bio Zitrone

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Kinder Outdoor kochen: Lavendelsirup

Outdoor kochen bringt Geschmack ins Glas. Wir bereiten uns einen Lavendelsirup zu. Damit habt Ihr im Winter auch noch den Duft und den Geschmack von diesem Heilkraut im Haus. Es ist kinderleicht den Lavendelsirup anzusetzen. Outdoor kochen kommt heute mal ohne Gaskocher oder Lagerfeuer aus.

Lavendel, Minze, Salbei, Majoran,

die Ringelblum’, die mit der Sonn’ entschläft

Schrieb einst William Shakespear. Der Lavendel kam einst dank Benediktier Mönche aus dem Mittelmeerraum zu uns in die Mitte Europas. Bienen und Hummeln freuen sich über diese fein duftende Heilpflanze mit ihren lila Blüten. Wenn diese getrocknet sind, lassen sich Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank daraus nähen. Die jungen Blätter können manchen Salat aufwerten und in Frankreich gewinnen Destillerien ein feines Öl aus dieser Pflanze. 2020 schaffte es der Lavendel zur Heilpflanze des Jahres. Der Oskar unter dem Grünzeug. So viel zur Theorie. Wir kochen heute mit dem Lavendel und setzen einen leckeren Sirup an. Den könnt Ihr draußen oder drinnen zubereiten. Die Kinder helfen beim Outdoor kochen sicher gerne mit. Zuerst Löst Ihr den Zucker in heißen Wasser auf. Lasst es abkühlen. In der Zwischenzeit erntet Ihr die Lavendelblüten. Die Finger riechen noch Tage später nach dieser Heilpflanze. Bitte achtet darauf, dass das Zuckerwasser wirklich abgekühlt ist. Wenn Ihr in einem warmen oder lauen Zuckerwasser die Lavendelblüten ansetzt, kommt ein bitteres Gebräu heraus, dass Ihr nicht einmal dem schlimmsten Feind zum Trinken geben möchtet. Zupft die Blüten von den Stängeln und gebt sie in das Zuckerwasser. Wer möchte kann noch ein paar Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft dazu geben. Deckt das Gefäß mit dem angesetzten Lavendelsirup ab und stellt es über Nacht an einen dunklen kühlen Ort. Auch Keller genannt. Die größte Aufgabe steht Euch bevor: Die Blüten vom Sirup trennen. Manche Rezepte empfehlen eine Stoffwindel oder Geschirrtuch. Derartiges können nur Leute schreiben, die diesen “guten” Tipp selbst nicht ausprobiert haben. Das Gewebe saugt sich nämlich voll mit der Flüssigkeit und diese wandert durch das Tuch. Irgendwann ist der Stoff gesättigt und das Ganze beginnt zu tropfen. Auch zieht Ihr eine tolle Tropfspur hinter Euch her, wenn Ihr den abgesiebten Inhalt entsorgen wollt. Vergesst den Unfug. Folgende Konstruktion hat sich bewährt: Ihr steckt einen Trichter aus der Küche in die Flasche und stellt dort einen zylindrischen Teesieb hinein. Jetzt gebt Ihr immer eine Schöpfkelle nach und nach in den Sieb. Lasst Euch Zeit bei der Arbeit, sonst läuft das Ganze über und es schwimmen die Blüten vom Lavendel im Sirup. Dann habt Ihr die doppelte Arbeit. Immer wieder den Sieb ausleeren und in Ruhe den Lavendelsirup abfüllen. Am besten schmeckt dieser verdünnt mit Mineralwasser. Gebt einen oder zwei Eiswürfel hinzu. Es folgt beim Trinken eine regelrechte Explosion auf der Zunge und im Abgang schmeckt Ihr extrem intensiv den Lavendel. So, als ob Ihr mit offenen Mund in einen Lavendelbusch gestolpert seid. Die Flaschen noch beschriften und in den kommenden sechs Monaten aufbrauchen. Der Lavendelsirup eignet sich hervorragend als Geschenk. Selbst gemacht und von den Kinder kommt immer gut an. Geschmacklich liegt der selbst hergestellte Lavendelsirup dem aus dem Supermarkt um Lichtjahre voraus! Probiert es selbst.

Outdoor kochen Lavendelsirup Zutaten:

  • Ein Liter Wasser
  • ein Kilogramm Zucker
  • ein paar Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft
  • Zwei Hände voll Lavendelblüten

Outdoor Rezept für Kinder: Leckerer Holunderblütensirup

Ein Outdoor Rezept für Kinder sollte auch saisonal sein. Jetzt ist die Zeit der Holunderblüte und da lässt sich ganz leckerer Sirup daraus herstellen. Kinderleicht ist das Ganze und Ihr seid außerdem mit den Outdoorkids draußen unterwegs um die Holunderblüten zu sammeln. Den Sirup füllt Ihr dann in Flaschen ab und habt im Sommer ein leckeres Getränk!

Selbst gemacht schmeckt am besten! Der Holunderblütensirup ist ein simples Outdoor Rezept für Kinder.
foto (c) kinderoutdoor.de

Im Mittelalter hatten die Menschen ein gespaltenes Verhältnis zum Holunder. Einerseits glaubten sie, dass diese Pflanze sie vor Unheil beschützt, andererseits verwendeten sie kein Holunderholz, weil sie meinten dass Hexen darin wohnen könnten. Viele Mythen ranken sich um diese Pflanze. Da bleiben wir lieber auf dem Boden der Tatsachen und sammeln uns die Holunderblüten ein. Das tolle an diesem Moschuskrautgewächs ( in die Gattung gehört der Holunder tatsächlich) ist, dass er (fast) überall gedeiht. In der Stadt, im Park, dem Wald oder in einer Feldhecke. Überall leuchtet es jetzt weiß von den Holunderblüten. Zum Glück sind Kinder Jäger und Sammler. Nehmt einen Korb und zieht los um die Büten vom Holunder einzusammeln. Wichtig ist, dass Ihr möglichst anschließend beginnt, den Sirup anzusetzen. Lasst bitte dabei die Kinder möglichst viel selbst tun, denn das Rezept ist so was von simpel. Anders hingegen der Holunderblütensirup aus dem Supermarkt. Da steckt richtig viel Chemie drinnen. Ich habe sogar einen Sirup entdeckt, der kam ganz ohne Holunder aus. Nicht mal ein Extrakt war in diesem trauringen Trunk. Das Ganze in einer leckeren Plastikflasche abgefüllt. Ohne Schmutz, kein Umweltschutz! Bewusst habe ich darauf verzichtet dieses Gebräu zu verkosten, wenn der Holunder komplett fehlt. Dafür gibt es aber tolle Säuerungsmittel….Konsequenterweise ist der nächste Schritt, dass uns die Nahrungsmittelindustrie mit einer Nudelsuppe ohne Nudeln beglückt. Zumindest auf dem Etikett ist ein Holunder zu sehen, wenn er schon im Sirup völlig fehlt.

Kinder brauen einen Sirup aus Holunderblüten: Wohl bekomm´s!

Bitte wascht nicht die Blüten, denn unter fließendem Wasser zerlegen sich diese unglaublich schnell. Versucht sie vorsichtig im Wasser zu reinigen. Als nächstes benötigt Ihr einen großen Topf. Die Faustregel für dieses Rezept ist: Auf einen Liter Wasser kommt ein Kilogramm Zucker. Schließlich verdünnen wir zum Trinken den Sirup. Gebt das Wasser in den Topf und anschließend den Zucker. Kocht kurz diese Mischung auf und verrührt alles. Jetzt gebt Ihr die Holunderblüten hinzu. Wie viel Ihr dazu benötigt? Schwer zu sagen, das hängt von der Größe der Blüten ab. Bei einem Liter kommt Ihr mit etwa zehn großen Holunderblüten gut hin. Ansonsten schaden zuviele davon dem späteren Sirup auf keinem Fall. Als nächstes wascht Ihr die Zitronen und mit dem Taschenmesser schneidet Ihr sie in Scheiben. Diese legt Ihr mit den Holunderblüten in das Zuckerwasser. Manche Bekannte von mir geben Orangen hinein oder sogar Weißwein. Dann ist das Getränk allerdings eher für Erwachsene geeignet. Schließlich wollen wir die Kinder nicht abfüllen. Im nächsten Schritt deckt Ihr den Topf ab und lasst ihn 24 Stunden an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Damit beginnt der schwerste Abschnitt für die Kinder: Warten! Spült die Flaschen in denen Ihr den Holunderblütensirup abfüllt mit heißem Wasser aus. Steckt einen Trichter in den Flaschenhals. Zuerst entfernt Ihr die Zitronen und Blüten aus dem Sirup. Legt einen Kaffeefilter oder eine Mullbinde vom Ersten Hilfe Set in den Filter. Damit fangen wir die Schwebstoffe auf. Gießt nun vorsichtig den Holundersirup ein und füllt die Flasche bis obenhin. Deckel draufschrauben, beschriften und fertig ist der eigene, selbst hergestellte Sirup. Zum Trinken mischt Ihr ihn mit Mineral- oder gewöhnlichen Wasser aus der Leitung. Es soll ja Erwachsenen die mischen den leckeren Sirup mit Prosecco oder Sekt. Nun, jeder wie er will. Wenn der Sirup gut gelungen ist, dann schmeckt er intensiv nach Holunder: Zitronig, holzig und frisch.

 

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 10 – 15 Holunderblüten (je nach Größe)
  • 2 Zitronen

Waldmeister Sirup Rezept: Durstlöcher für Outdoor Kids

Unser Waldmeister Sirup Rezept ist schon etwas älter und kommt ohne Lebensmittelfarbe aus. Dafür ist es unglaublich simpel und Ihr bekommt in die Becher was zu trinken, dass Ihr mit den Kindern selbst hergestellt habt. Für unser Waldmeister Sirup Rezept müsst Ihr erst einmal in den Wald gehen oder in den Garten.

Waldmeister Sirup. Bei unserem Rezept könnt Ihr frischen oder getrockneten Waldmeister verwenden. foto (c) kinderoutdoor.de
Waldmeister Sirup. Bei unserem Rezept könnt Ihr frischen oder getrockneten Waldmeister verwenden.
foto (c) kinderoutdoor.de

Chemiebrühe. Aroma, Säuerungsmittel Citronensäure, Zucker, färbende Konzentrate aus Zitrone und Saflor, Wasser, Karamellzuckersirup, Frabstoff Brillantbla FCF. Daraus besteht ein Waldmeister-Sirup aus dem Supermarkt. Moment, da fehlt doch noch was. Genau. Von Waldmeister ist in diesem Gebräu keine Rede. Da stellt sich die Frage, ob das so in Ordnung ist. Bei einer Nudelsuppe erwartet der gesunde Menschenverstand auch, dass Nudeln in der Brühe herumschwimmen. Bei Waldmeister-Sirup ist das offensichtlich egal. Hier darf sich die Lebensmittelchemie mal wieder richtig austoben. Wohl bekomm´s! Bei einer Wanderung im Thüringer Wald bekam ich auf einer Hütte einen unglaublich guten Waldmeister-Sirup zu trinken. Ich fragte die Wirtin, wo es dieses leckere Getränk zu kaufen gibt. Sie sagte mir “Na hier!” und holte eine bauchige Flasche hervor. Was für eine Farbe! Die gute Frau erklärte mir auch, wo es in der Nähe der Hütte den Waldmeister zu finden gibt. Dieses Labkraut liebt nämlich Buchenwälder. Davon gibt es in Thüringen genug. Was mich auch wunderte, dass der Waldmeister für den Sirup auch getrocknet sein kann. Zum Schluss schrieb mir die Wirtin auch noch ein Rezept für Waldmeister-Bowle auf. Doch das hat auf Kinderoutdoor.de eher weniger was zu suchen.

Rezept Waldmeister Sirup: Wenig Arbeit, viel Geschmack

Rezept für Waldmeister Sirup: Garantiert ohne Farb- und Aromastoffe. foto (c) kinderoutdoor.de
Rezept für Waldmeister Sirup: Garantiert ohne Farb- und Aromastoffe.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zuerst sammelt Ihr den Waldmeister. Der wächst übrigens auch im Garten, wenn Ihr Euch so eine Pflanze kauft. Zuerst presst Ihr zwei bis drei Zitronen aus und gebt diese mit einem Kilogramm Zucker und einem Liter Wasser in einen Topf. Das Ganze aufkochen lassen und immer wieder umrühren. Vom Herd nehmen und gebt dem Gemisch Zeit zum Abkühlen. Auf keinen Fall den Waldmeister in das heiße Zuckerwasser geben. Nun kommt der Waldmeister, frisch oder getroknet mit dazu. Wer möchte kann die Scheiben von einer Zitrone mit hinzu legen. Rührt die Mischung immer wieder um und lasst sie drei bis vier Tage ruhen. Die Ruhezeit, so die Wirtin, ist extrem wichtig für den Geschmack und die Farbe vom Waldmeister Sirup. Nun benötigt Ihr ein feines Sieb um die Blätter aus dem Sirup zu bekommen. Der Trick der Wirtin: Legt ein sauberes Geschirrtuch in ein Küchensieb. Es dauert zwar bis der Sirup durchsickert, doch er ist dann optimal gefiltert. Den Sirup erhitzt noch einmal kurz. Bitte nicht kochen lassen! In der Zwischenzeit spült Ihr leere Flaschen mit kochendem Wasser aus und in diese füllt Ihr den Sirup ein. Mit Wasser oder Mineralwasser mischt Ihr das Ganze!

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • eine große Handvoll Waldmeister (frisch oder getrocknet)
  • 1 kg Zucker
  • vier Zitronen

Königskerze: Leckerer Sirup gegen Husten und Co.

Königskerze ist nur ein Name von dieser ungewöhnlichen Pflanze. Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt vom Altertum, empfahl in seinen Schriften die Königskerze um damit Wunden zu behandeln. Auch Hildegard von Bingen kannte den Nutzen der Königskerze. Aus dieser Heilpflanze lässt sich ganz simpel ein Sirup herstellen, der den Kindern bei Husten hilft.

Die Königskerze ist so vielseitig, wie ihre Namen. So heißt diese prächtige Pflanze auch Wetterkerze,Wollblume, Himmelsbrand oder Unholdskerze. Egal wie man die Königskerze nennt, sie sieht prächtig aus und ist gesund. Im Bayerischen Wald wanderte ich. Da traf ich in einem Dorf eine alte Frau, die alle nur “de Kräuterhex” nannten. Ihr Garten ist ein einziges Blütenmeer gewesen. Hier wuchsen der Eibisch, der echte Alant, die Katzenminze, das Benediktiner Kraut, der Sonnenhut und die Königskerzen. Um die zwei Meter hoch standen die Prachtexemplare im Garten der alten Frau. Sie erzählte mir, dass man mit der Milch der Königskerze Warzen bekämpfen kann und natürlich auch vom Tee, der sich aus diesen gelben Blüten brühen lässt. Interessant ist auch der Königskerzensirup gewesen, denn ich bis dahin nicht kannte.

Königskerzen Sirup hilft bei Kindern und Erwachsenen gegen Husten. Foto (c) kinderoutdoor.de
Königskerzen Sirup hilft bei Kindern und Erwachsenen gegen Husten.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Königskerzen Sirup gegen Husten

Sammelt zu erst drei bis vier Esslöffel der Blüten von der Königskerze. Natürlich aus dem Garten. Nun wascht Ihr die Hollunderblüten und gebt sie mit denen der Königskerze in einen Topf. Gießt einen halben Liter Wasser dazu und gebt den Saft von einer Zitrone hinzu. 400 Gramm Zucker einrühren. Kurz, aber wirklich nur kurz, das Ganze aufkochen lassen. Nun kommen noch Blätter vom Spitzwegerich und Thymian mit hinein. Zum Schluss noch fünf bis sieben Esslöffel flüssigen Honig einrühren. Bitte nehmt den vom örtlichen Imker und nicht diesen Verschnitt (Honig aus EU / Nicht EU Länder) aus dem Supermarkt oder Reformhaus. Über Nacht abgedeckt stehen lassen. Anschließend siebt Ihr den Sirup ab und füllt ihn in Einmachgläser. Damit die Kinder den Königskerzensirup zu sich nehmen können, verdünnt Ihr ihn mit Wasser.

Outdoor kochen: Eine vegetarische Tarte

Outdoor kochen erfindet sich immer wieder neu und selbst Erwachsene sind vom Ergebnis überrascht. Um eine leckere Tarte zu backen, braucht es weder einen Hightech-Grill noch einen Backofen. Wir backen unsere Tarte am Lagerfeuer und zwar in einem Untersetzer von einem Blumentopf. Den Teig könnt Ihr zuhause herstellen und mit den Kindern am offenen Feuer die Tarte backen. Dabei kann sich jeder die Tarte belegen wie er möchte. Besser kann ein Outdoor Rezept kaum sein.

Es kein französiches Nationalgericht. Jedes Departement, jede Region hat eine eigene oder mehrere kulinarische Spezialitäten. Kein Hamburger oder Berliner behauptet ernsthaft, dass Weißwürste das deutsche Essen schlechthin sind. Wenn es ein Essen geschafft hat, überall in Frankreich präsent zu sein, ist es die Tarte. Das ist einfach zu erklären. Dieser Kuchen aus Mürbeteig lässt sich süß oder herzhaft belegen. Somit kann die Tarte bei nahezu jeden punkten. Unsere Tarte backen wir draußen am Lagerfeuer. Wenn Ihr mit den Kindern eine Nachtwanderung unternehmt, kann dies der perfekte Abschluss sein. Jedes Kind bekommt einen neuen, tönernen Untersetzer von einem Blumentopf. Bei gebrauchten Untersetzern kann es ein wenig problematisch sein, wenn dort Dünger zum Einsatz kam, da können sich Rückstände gebildet haben. Den Teig bereitet Ihr zuhause vor und stellt den Kindern am Lagerfeuer die verschiedenen Beläge für die Tarte hin: Äpfel, Blaubeeren, Käse, Pilze, Speck oder Gemüse. Jeder wie er will.Schon kann das große Outdoor backen losgehen.

Outdoor kochen: Einfach, einfacher, am einfachsten, unser Teig!

Gebt die Zutaten für den Teig in eine Schüssel und verrührt sie zusammen. Wenn Ihr einen glatten Teig habt, deckt die Schüssel ab und stellt sie an einen trockenen, warmen Platz. Nach etwa 20 Minuten sollte der Teig, dank der Hefe, gut aufgegangen sein.Drückt nun den Teig in die Untersetzer und steckt in den Teigboden mit einer Gabel ein paar mal ein. Jetzt könnt Ihr den Mürbteig belegen wie Ihr wollt. Die süße Fraktion freut sich auf Äpfel oder diverse Beeren, alle die es pikanter lieben legen Gemüse, Käse oder Pilze auf. An die Glut damit und dort stehen lassen, bis die Tarte fertig gebacken, aber nicht verbrannt ist.

Zutaten für den Teig:

  • 300 Gramm Mehl
  • 100 bis 150 ml Wasser
  • 50 bis 80 ml Öl
  • Hefe (trocken oder frisch)
  • Wer nur eine süße Tarte machen möchte, gibt etwa 50 Gramm Zucker hinzu

Outdoor kochen für Kinder:  eine Bushcraft Pizza

 

Bushcraft Pizza ist ein perfektes Essen, für alle die draußen gerne neue Wege gehen. Auch kulinarisch. Wer lieber die biedere Atmosphäre von seinem Wohnmobil bevorzugt, kommt nie in den Genuss einer Pizza vom Lagerfeuer. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer sagt, dass eine Bushcraft Pizza flach und rund sein muss? Wir zeigen Euch verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr draußen eine leckere Pizza backen könnt.

Ich bin froh, dass ich mein eigenes Essen nicht selbst jagen muss. Ich habe keine Ahnung, wo die Pizzas leben.

Die Pizza aus dem italienischen Restaurant schmeckt um Lichtjahre besser, als die aus dem Tiefkühlregal. Den entscheidenen Hauch von Freiheit bekommt das “belegte Fladenbrot” (so die deutsche Definition von der Pizza), wenn wir sie draußen am Lagerfeuer zubereiten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Egal für welche Ihr Euch entscheidet, nehmt für den Pizzateig folgendes Grundrezept:

  • 500 Gramm Mehl
  • drei bis vier Esslöffel Ölivenöl
  • Salz
  • 200 ml Wasser (lauwarm)
  • einen Hefewürfel oder ein Päckchen Trockenhefe
  • eine Prise Zucker
  • Tomatenpüree

Gebt das Mehl in eine Schüssel. Zerbröselt den Hefewürfel und vermischt beides. Es kommen nun das Olivenöl, das Wasser, Salz und Zucker hinzu. Wenn Ihr eine Trockenhefe verwendet hat es sich bewährt, wenn Ihr ein wenig länger den Teig knetet. Wer zuhause den Teig für das Lagerfeuer vorbereitet, nimmt einen Knetenhaken bei der Küchenmaschine her. Die Schüssel mit dem fertigen Teig mit einem Geschirrhandtuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Nach einer guten halben Stunde sollte der Teig genug geruht haben. Jetzt kommen wir zu den verschiedenen Versionen einer Bushcraft Pizza.

Bushcraft Pizza aus dem Blumentopf

Rollt den Pizzateig in den Untersetzer von einem Blumentopf aus. Gebt ein wenig Tomatenpüree darüber. Belegt die Pizza nach eigenem Geschmack. Als Decke kommt ebenfalls ein Untersetzer vom Blumentopf darauf. Stellt die Pizza an den Rand der Glut vom Lagerfeuer und wartet bis das leckerer Teil fertig ist. Habt Ihr zuhause eine Brotzeitbox aus Edelstahl? Perfekt! Bitte seht nach, ob der Deckel an der Innenseite eine Einfassung aus Gummi hat. Ist dem so, dann funktioniert unser Trick leider nicht. Denn der Gummi schmilzt am Feuer. Das gleiche gilt für Teile aus Kunststoff, wie die Verschlüsse. Wenn alles aus Edelstahl gefertigt ist, rollt in der Brotzeitdose den Teig aus, Tomatensugo drauf und belegen. Ab damit an die Glut. Bitte denkt daran: Die Brotdose ist anschließend richtig, richtig heiß! Sonst verbrennt Ihr Euch die Finger.

Outdoor kochen: Haselkätzchen schmecken auch!

Kinder kochen draußen und da kommen besondere Zutaten in den Topf. Heute kochen die Kinder mit Haselkätzchen. Das ist Weltpremiere, denn wir haben das erste Kinder Outdoor Rezept mit diesem natürlichen und gesunden Lebensmittel. Was noch wichtiger ist: Die Haselkätzchen schmecken.

Welche Katze frisst keine Mäuse? Das Weidekätzchen. Nun, dieses schmeckt wahrscheinlich weniger gut. Wahrscheinlich ein sehr holziger Genuss. Deutlich besser schmeckt das Haselkätzchen. Hierbei handelt es sich um die männlichen Blüten vom Haselnussstrauch und gehören zu den ersten Frühlingsboten. Was die wenigsten Outdoorer wissen: Der Haselnussstrauch ist essbar. Na ja, wer kein Biber ist, dem schmeckt das Holz davon wahrscheinlich weniger. Aber die Knospen, Blätter, Nüsse und die Haselkätzchen sind essbar. Letztere sogar unglaublich gesund. Ihr könnt diese “Würstchen” ernten und trocknen oder frisch vom Baum mit kochenden Wasser überbrühen. Lasst das Ganze 15 Minuten ziehen, siebt alles ab und schon habt Ihr einen richtig guten sowie gesunden Tee. Raus mit Euch und zupft ‘Euch eine Hand voll von den Haselkätzchen.

Kinder kochen draußen: Hier baumeln die leckeren Haselkätzchen. foto (c) kinderoutdoor.de

Folgende Zutaten benötigt Ihr:

  • Eier
  • Butter
  • Mehl
  • Zucker
  • eine Prise Salz
  • Milch
  • Haselkätzchen

Outdoor kochen für Anfänger: Das Brot aus der Dose

Outdoor kochen ist simpel. So einfach, dass es kaum zu glauben ist. Oder wer kann sich vorstellen, ein leckeres Brot in einer leeren Konservendose zu backen? Wer mit den Kindern am Lagerfeuer kochen will, der sollte unbedingt dieses superleichte Rezept ausprobieren. Bei einer Nachtwanderung, oder beim Zeltlager kann so jedes Kind ein eigenes Brot in der leeren Dose backen. Der Aufwand dazu ist minimalst und das Ergebnis maximal lecker.

Früher ist alles besser gewesen. Die Rucksäcke sind gur zur Hälfte mit dem Schlafsack gefüllt gewesen. Dieser gab zwar auch in Sommernächte nur bedingt warm und zog schnell die Feuchtigkeit an, doch es gab keine 300 Gramm Hightech-Modelle. Ebenso bei den Kochern. Hier half selbst schlaues einpacken wenig, denn die Kocher nahmen zu viel Platz ein und die dazugehörigen Töpfe brachten manchen Outdoorer ins Schwitzen. Ganz Harte bereiteten sich Fladenbrot auf flachen Steinen am Lagerfeuer zu. Das schmeckte nach Asche und mit ein wenig Pech hatte es auch kleine Steinchen intus. Bei unserem heutigen Outdoor-Rezept für Kinder mischen wir uns den Brotteig selbst an. Es gibt zwar fertige Backmischungen, doch mit denen ist es wie mit einem Rollator. Man kommt zwar damit vorwärts, aber es ist doch sehr mühselig und spaßfrei. Deshalb beginnt unser Abenteuer bereits damit, einen Teig anzusetzen. Einen Sauerteig anzusetzen ist den meisten Outdoorer, verständlicherweise, zu aufwändig. Aus diesem Grund schlagen wir Euch einen simplen Hefeteig vor. Dazu könnt Ihr auch trockene Hefe verwenden und die Zutatenliste hält sich in Grenzen. Niemand muss einen Bäckerelehre absolviert haben um dieses Rezept zu meistern. Weil es kinderleicht ist, sollten auch die Outdoorkids unbedingt mitbacken. Unser Dosenbrot, keinesfalls zu verwechseln mit einer Brotdose, lässt sich im offenen Lagerfeuer, dem Grill, in einer Feuerschale oder dem Ofen zubereiten. Weil die wenigsten beim Wandern oder Kanufahren einen Ofen mitschleppen, lassen wir aus diesem Grund auch die Temperaturangabe für den Ofen entfallen. Wer keine leere Konservendose verwenden will, der kann dazu auch einen leeren Blumentopf verwenden. So einen haben Outdoorer auch eher selten im Rucksack.

Outdoor Rezepte für Kinder: Brot am und im Lagerfeuer backen

Zuerst löst Ihr die Trockenhefe (nicht den Würfel) in handwarmen Wasser auf. Gebt die Milch dazu. Als nächstes gebt Ihr das Mehl, ein wenig Butter und Salz hinzu. Wichtig ist beim Mehl, dass Ihr für dieses Rezept bitte Weizenmehl Type 550 verwendet. In einem Haushalt ist Weizenmehr 405 Standard, damit haben wir bei diesem Brot weniger gute Ergebenisse erzielt. Verwendet deshalb bitte das 550er. So eines findet Ihr in jeden Supermarkt. Mit etwas Glück auch bei Discountern. (hier ließe sich doch wunderbar ein Link zu einem Discounter legen um 10% Provision einzustreichen 😉

Outdoor Rezepte für Kinder brot backen am Lagerfeuer: Der Teig ist bereits fertig.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bei Outdoor Abenteuern bleibt die Küchenmaschine meistens zuhause (auch der ach so tolle Thermomix hat Urlaub), deshalb greift Ihr jetzt selbst zum Kochlöffel. In den nächsten zehn bis 15 Minuten fließt der Schweiß wie das Wasser vom Röthbachfall (den könnt Ihr per Suchmaschine mal suchen). Knetet den Teig intensiv durch bis er elastisch ist, wie ein Schlangenmensch im Zirkus.

Auch der Brotteig braucht mal Pause.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ihr und der Teig habt Euch jetzt Ruhe verdient. Der Teig kommt in eine Schüssel. Deckt diese mit einem Tuch ab und stellt sie an einen warmen Ort. Dank der Hefe geht der Teig jetzt richtig gut auf. Holt ihn zwei dreimal aus seiner kuscheligen Schüssel und knetet ihn noch einmal durch.

Schmiert mit Butter die Brotform ein.
foto (c) kinderoutdoor.de

Als nächstes fettet Ihr Euere Backform ein. Schmiert mit der Butter die Innenseite der leeren Konservendose oder vom Blumentopf damit kräftig ein. Im nächsten Arbeitsschritt gebt Ihr den Teig dazu. Etwa 3/4 sollten von der Form damit gefüllt sein. Auf keinen Fall macht Ihr die Dose oder den Blumentopf randvoll, denn sonst quillt das Brot unkontrolliert heraus, verbrennt im Feuer und dann stinkt es gewaltig.

Befüllt die Dose etwa zu 3/4 mit dem Teig.
foto (c) kinderoutdoor.de

Als nächstes stellt Ihr das Brot in die Glut und wartet ein wenig. Je nach Hitze kann es zwischen 15 und 30 Minuten dauern bis es durch ist. Raus damit, aber vorsicht die Dose ist heiß. Lasst es abkühlen und klopft dann das Brot aus der Form heraus. Den Kindern schmeckt das selbst gebackene Brot so was von gut, davon schwärmen sie noch lange.

Zutaten:

25 Gramm Butter

10 Gramm Hefe

100 ml Milch

80 ml Wasser

200 Gramm Weizenmehl 550

Salz

Butter

leere Dose oder Blumentopf aus Ton

Outdoor kochen am Lagerfeuer: Klassisches Fladenbrot

Outdoor Rezepte für Kinder lernen den Kleinen vor allem eines: Den Umgang mit Lebensmitteln. Beim Kochen am Lagerfeuer, dem Gas– oder Spirituskocher nehmen die Kinder Zutat für Zutat in die Hände und bereiten sich daraus ein Essen. Das ist mühsamer als sich ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu stellen oder kochendes Wasser über die Instantsuppe zu gießen, aber die Kinder lernen dabei eine Menge. Wir beschäftigen uns heute mit einem uralten Essen der Menschheit: Brot. Davon gibt es einige Varianten für das Lagerfeuer.

Für die einen ist es der Killer ihrer Gesundheit. Andere hingegen können sich ein Leben ohne kaum vorstellen: Brot. Seit mindestens über 14.000 Jahren begleitet das Brot die Menschen. Interessanterweise haben unsere Vorfahren bereits Brot gebacken, bevor sie systematisch mit dem Ackerbau begannen. Anstatt in ausgeklügelten Backöfen, legten unsere Vorfahren den Teig als Fladen in die Asche oder aus heiße Steine. Unser heutiges Rezept hat also eine lange Tradition. Über tausende von Jahren konnten die Menschen nur Fladenbrot herstellen weil ihnen zwei wichtige Dinge fehlten: Öfen und Hefe. Im antiken Ägypten nahm das Handwerk der Bäcker Fahrt auf. Dort schafften es die Experten die Hefe zu kultivieren und entwickelten leistungsfähige Öfen. Zu diesem Zeitpunkt ging das Backen in Mitteleuropa noch deutlich primitiver vonstatten. Welche Wirkung dieses simple Backwerk auf die Menschen hatte, ist noch heute in den Museen zu sehen. Wegen der groben Mahlsteine und dem Fladen auf den heißen Steinen, gerieten immer wieder Steinchen in die Brote. Diese schädigten die Zähne unserer Vorfahren und Zahnärzte fehlten damals. Unser Fladenbrot lässt sich am Lagerfeuer oder am Gasgrill zubereiten. Kommen wir zum wohl einfachsten Rezept für ein Brot:

  • 20 Gramm Hefe oder Backpulver
  • 500 Gramm Weizenmehl  405
  • etwa 300 ml Wasser

Vermischt das Zutaten zu einem Teig. Gebt sie in einen Topf, deckt ihn mit einem Geschirrtuch ab und stellt ihn an einem warmen Ort ab. Hier hat der Teig die Möglichkeit zu “gehen”. In der Zwischenzeit entfacht Ihr ein Feuer. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Fladenbrot zu backen:

  • Ihr wickelt den Teig in eine Alufolie ein und deckt diese mit Glut zu.
  • Ihr erhitzt zwei möglichst platte Steine. Holt sie aus der Glut. Streut ein wenig Mehl darauf legt den Teig auf einen heißen Stein und bedeckt ihn mit dem anderen. Etwa eine halbe bis zu einer Stunde backt nun der Fladen.

Dieses simple Brot vom Lagerfeuer schmeckt entsprechend einfach.

Outdoor kochen für Kinder: Gewürzfladenbrot

Verfeinern wir doch unser doch sehr einfaches Rezept.

  • 20 Gramm Hefe oder Backpulver
  • 500 Gramm Weizenmehl  405
  • etwa 300 ml Wasser
  • ein Teelöffel Salz
  • ein wenig Pfeffer
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • frische Wildkräuter

Gebt die Zutaten alle in einem Topf und vermischt sie zu einem Teig. Knetet so lange, bis dieser geschmeidig ist. Die Fladen könnt Ihr in der Alufolie, zwischen zwei heißen Steinen oder in der Dose backen.