Familienwanderungen zu Murmeltieren: Touren mit Pfiff!

Familienwanderungen zu Murmeltieren und Ihr habt ein lohnendes Ziel für die Kleinen. Schließlich finden Kinder und Erwachsene diese Nager aus den Alpen niedlich. Mit ein wenig Glück und gutem Wetter könnt Ihr die Murmeltiere beobachten. Denkt bitte daran, es handelt sich um Wildtiere. Wenn die Corona Krise rum ist, dann haben wir ein paar tolle Vorschläge für Euch, wie Ihr mit den Kindern zu Murmeltieren wandern könnt.

Was haben ein Schiedsrichter im DFB Pokalfinale und ein Murmeltier im Krumital gemeinsam? Einmal zu spät gepfiffen und dann ist es vorbei. In Europa waren sie bereits ausgestorben, als man sich 1986 entschloss, die Bartgeier im Raurisertal wieder anzusiedeln. Seither sind im wilden, unberührten Krumltal wiederSteinadler, Bart- und Gänsegeier in freier Wildbahn anzutreffen. Im Sommer haben bis zu 30 Bartgeier ihre Schlafplätze in der Moosen- und der Rotwand. Die majestätischen Tiere mit bis 2,9 Meter Flügelspannweite zählen zu den größten Greifvögeln Europasund überhaupt zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Einmal pro Woche werden im Sommer geführte Wanderungen mit einem Nationalpark Ranger auf dem Lehrweg „Könige der Lüfte“ organisiert. Bei dieser Wanderung können mit etwas Glück auch Steinadler, Murmeltiere, Gämsen und viele weiter Alpentiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Familienwanderung zu Murmeltieren bei Berchtesgaden

Ab April erwachen sie langsam aus ihrem Winterschlaf, suchen Futter und pfeifen sich schrille Töne zu: Besonders wohl fühlen sich Murmeltiere offenbar auf den Almwiesen von Deutschlands einzigem alpinen Nationalpark Berchtesgaden. Wanderer entdecken die „Mankei“, wie sie in der Region heißen, zum Beispiel am Funtensee, an der Königsbachalm, der Wanderroute Kleine Reibn oder der Büchsenalm am Jenner, die nicht umsonst Murmeltieralm heißt. Auch wenn die Nager als scheu gelten, die meisten beobachten Besucher neugierig, rümpfen die Nase und kommen an den Wegesrand getrippelt. Im Oktober ist wieder Schluss mit der Murmeltier-Parade. Dann verabschieden sich Bären und Katzen – also Männchen und Weibchen – in ihre wohlverdiente Winterruhe. www.berchtesgaden.de 

Na Wattens! Murmeltiere in Tirol!

In der Region Hall-Wattens, circa 10 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Innsbruck, lässt sich dieser besonders intensiv erleben. Umgeben vom imposanten Karwendel – Bergmassiv, das mit einer außergewöhnlichen Vielfalt von seltenen Pflanzen und Wildtieren aufwarten kann, und den sanfteren Tuxer Voralpen, die sich perfekt für genussvolle Tageswanderungen eignen, liegen die elf Orte der Region in einer bevorzugten Lage im Inntal.

Jetzt ruhig verhalten! Sonst pfeifft Euch das Murmeltier was. foto (c) kinderoutdoor.de



Der Bergnatur auf der Spur

„Da, ein Murmeltier“, Stefan flüstert, damit der scheue Alpenbewohner sich nicht gleich wieder in seiner Höhle verkriecht. Seine Freundin Lisa staunt: Noch nie hat sie ein Wildtier so nahe erlebt. Die beiden wollten ursprünglich nur den Zirbenweg entlang wandern, einem Rundwanderweg auf 2000 m Seehöhe, der vom Patscherkofel zum Glungezer führt. Angeschrieben ist der Weg mit zwei Stunden Gehzeit, doch nun sind sie schon wesentlich länger unterwegs. Kein Wunder, hinter jeder Wegbiegung wartet ein faszinierender Ausblick, ein neuer Berggipfel, der sich harmonisch im Alpenpanorama einfügt, ein neuer Sehnsuchtsort, für den leider erst im nächsten Tirol – Urlaub Zeit ist. Und nun die Murmeltiere! Lisa strahlt: Besondere Erlebnisse wie diese sind es, die für sie den Bergsommer in Tirol ausmachen.

Für Naturliebhaber gibt es in der Region Hall-Wattens viel zu sehen: Der Alpenpark Karwendel zum Beispiel hat es sich zum Ziel gesetzt, die imposante Bergnatur für Besucher erlebbar zu machen. Ein Beispiel dafür sind die regelmäßig durchgeführten Nature – Watch – Touren.

Ausgerüstet mit eigens für die Wanderungen entwickelten Ferngläsern von Swarovski Optik und von ausgebildeten Nature Watch – Bergwanderführern begleitet, geht es auf Entdeckungsreise: Seltene Wildtiere wie Steinadler, Gämsen, Steinböcke, aber auch Edelweiß und Enzian findet man zwischen zerklüfteten Berglandschaften und saftigen Almwiesen.

Eine Ferien- und Wanderregion für die ganze Familie
Die Natur ist eine grandiose Geschichtenerzählerin: Sprudelnde Bäche, grasende Kühe, pfeifende Murmeltiere und geheimnisvolle Wälder regen die Fantasie an und kommen dem Bewegungsdrang von Kindern entgegen. Kein Auto in Sicht und kein Verkehrslärm stört die Ruhe. Plötzlich vernimmt man das Klopfen des Spechtes und entdeckt einen märchenhaften Fliegenpilz im Moos. Der Salzburger Pongau mit seinen bekannten Ferienregionen gilt als wahres Familienwanderparadies: Ein bestens markiertes Wanderwegenetz, zahlreiche bewirtschaftete Almhütten samt Übernachtungsmöglichkeiten und eine Vielzahl von kinderleichten Wanderwegen versprechen jede Menge Abwechslung. Einige der Orte liegen bereits im Nationalpark Hohe Tauern, so etwa Bad Gastein oder Hüttschlag im Großarltal: Das größte Naturschutzgebiet Zentraleuropas gilt als eine der faszinierendsten Landschaften der Welt und erfahrene Nationalpark-Ranger kennen jeden Winkel der Region.

Leichte Familienwanderungen auf die Alm
Die meisten der bewirtschafteten Almhütten im Salzburger Pongau sind in rund 60 bis 90 Gehminuten erreichbar, viele Wege sind sogar kinderwagentauglich. Der Salzburger Almsommer wird traditionell Mitte Juni eröffnet und dauert bis Ende September. Neben den herkömmlichen Almhütten gibt es im Salzburger Pongau auch 78 ausgezeichnete Almsommerhütten: Diese erfüllen zahlreiche Qualitätskriterien und sind besonders echt und authentisch. Vor allem hausgemachte Schmankerl wie Pofesen, Krapfen oder Kaiserschmarrn haben das Potenzial, die neue Leibspeise zu werden. Die ausgewiesenen Kinderwagen-Almen sind mit einem geländetauglichen Kinderwagen über Forstwege leicht erreichbar. Die Kinderalmen verfügen über Streichelzoo, Spielgeräte aus Naturmaterialien oder Kindererlebnispfade.

Wanderungen zu Murmeltieren: Da sind die Kinder sofort dabei. foto (c) kinderoutdoor.de

Moderne Bergbahnen und actionreiche Erlebnisberge
Wer Lust auf einen Gipfelsturm hat, steigt in eine der Bergbahnen, die kleine und große Naturliebhaber in nur wenigen Minuten in luftige Höhen befördern. Vielerorts ist die Nutzung der Bergbahnen in den Gästekarten der Regionen inkludiert. Auch oberhalb der Baumgrenze wird die Natur zum Abenteuerspielplatz: Auf dem 2.300 Meter hohen Stubnerkogel im Gasteinertal etwa gibt es eine 140 Meter lange Hängebrücke und einen Klettersteig. In „WAGRAINi’s Grafenberg“ in Wagrain erwartet Gäste eine Natur- und Erlebniswelt mit über 30 Abenteuerstationen und auf dem Geisterberg in St. Johann gibt es Luftschaukeln, ein Geisterschloss und einen Geistersee.

Auf Schatzsuche, Entdeckungsreise oder Safari – die Themenwege
Eine kinderfreundliche und lustige Alternative zu Alm- und Bergwanderungen stellen die unterhaltsamen und zum Teil sogar interaktiven Lehr- und Themenwege dar. Allein in der Salzburger Sportwelt gibt es 14 Wege dieser Art: So etwa den Lehrpfad „Wasser bewegt“ in Flachau oder das erlebnisreiche Wandervergnügen „Alles Alm“ in Radstadt. Vor allem die Tierwelt übt eine besondere Faszination auf Kinder aus. Am Hochkönig erwandert man den „Ameisenweg“ und auf dem 1,5 Kilometer langen Kinderwanderpfad „KITIWAPF“ in Eben machen sich kleine und große Entdecker auf die Spuren von heimischen Wildtieren. In Filzmoos kann man auf dem „Natur-Erlebnisweg Bachlalm“ sogar zu einer eineinhalbstündigen Murmeltier-Safari aufbrechen: Die putzigen Pelztiere lassen sich aus nächster Nähe beobachten und betrachten ihre menschlichen Besucher mit ebenso unverhohlener Neugierde. In Großarl begeistert die „ Rucki Zucki’s Gaudi-Alm“ – Salzburgs größter Almspielplatz mitten im Ortszentrum – alle, die sich so richtig austoben möchten.

Gemütlich wohnen und himmlisch schlafen
Die Orte im Salzburger Pongau verfügen über eine lange touristische Tradition und viele Unterkünfte und Family SalzburgerLand-Hotels werden als Familienbetrieb geführt. Hier weiß man ganz genau, was sich Familien wünschen. So etwa werden Langschläferfrühstück, großzügige Ferienwohnungen oder Kinderanimationsprogramme angeboten. Ein besonderes Erlebnis ist der Urlaub am Bauernhof: Dabei haben Kinder die Möglichkeit, das bäuerliche Leben mit seinen alltäglichen Arbeiten und vielen Tieren zu entdecken.

KINDERLEICHT.WANDERN: TOP-SOMMERPAUSCHALEN 2020 

„Auf zur Murmeltier-Safari‘“ in Filzmoos
Schon gewusst? Die kleinen, pelzigen und meist scheuen Murmeltiere werden in der Filzmooser Gegend als „Manggei“ bezeichnet. Wer die kleinen Kerlchen gerne einmal hautnah erleben möchte, ist auf der Bachlalm in Filzmoos goldrichtig. Dort sind die Murmeltiere an Gäste und Besucher gewöhnt und mit ein bisschen Geduld schafft man es sogar, sie zu füttern und zu streicheln. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken: Gut ausgerüstet mit der „Wander-Wunder-Box“ geht es zur geführten Wanderung „Über Stock und Stein“ und „Almi“ – die Almhütte auf Rädern – bringt Wanderer zur Kirchgasshütte/Aualm. Von Langeweile also keine Spur!

Anpfiff! Stubaier Alpen – Faltegartenköpfl

Das Faltegartenköpfl ist für Familien ideal. Es ermöglicht ein prachtvolles Alpenpanorama – ohne langen Aufstieg. Ein idealer Ausgangspunkt findet sich am Haiminger Sattele. Von dort ist die Feldringalm, die hungrige Wanderer mit lokalen Spezialitäten und hausgemachten Köstlichkeiten willkommen heißt, in Kürze zu erreichen. Über die idyllischen Feldringer Böden geht es weiter zum Gipfelkreuz, das sich bereits von weitem zeigt. Der kurzweilige Weg zum Gipfel wird gesäumt von duftenden Zirbenwäldern, herrlichen Bergweiden sowie zahlreichen Almrosen und Rauschbeeren. Achtsame Wanderer können auch immer wieder einen Blick auf Murmeltiere erhaschen. Am Gipfel angelangt, wird man mit einem absolut atemberaubenden Weitblick ins Inntal belohnt – auf die Mieminger Kette und die Zugspitze sowie im Süden den Acherkogel, den nördlichsten 3000er Europas.

Tourdaten:
Herrliche Zirbenwälder und Almrosenmeer mit einmaligen Aussichten – für Familien und Bergwanderer
Dauer – hin und retour: 3,5 h
Streckenlänge: 9 km
Anfangs- und Endpunkt: Haiminger Sattele
Höhe: 1.697m bis 2.184m
Höhenmeter bergauf: ca. 500

Safari auf der Bachlalm zu den Murmeltieren

Im Salzburger Land fühlen sich die frechen Nager auch wohl. Eine kinderfreundliche und lustige Alternative zu Alm- und Bergwanderungen stellen die unterhaltsamen und zum Teil sogar interaktiven Lehr- und Themenwege dar. Allein in der Salzburger Sportwelt gibt es 15 Wege dieser Art: So etwa den Lehrpfad „Wasser bewegt“ in Flachau oder das erlebnis-reiche Wandervergnügen „Alles Alm“ in Radstadt. Vor allem die Tierwelt übt eine besondere Faszination auf Kinder aus. Am Hochkönig erwandert man den „Ameisenweg“ und auf dem 1,5 Kilometer langen Kinder-wanderpfad „KITIWAPF“ in Eben machen sich kleine und große Entdecker auf die Spuren von heimischen Wildtieren. In Filzmoos kann man auf dem „Natur-Erlebnisweg Bachlalm“ sogar zu einer eineinhalbstündigen Murmeltier-Safari aufbrechen: Die putzigen Pelztiere lassen sich aus nächster Nähe beobachten und betrachten ihre menschlichen Besucher mit ebenso unverhohlener Neugierde. In Großarl begeistert die „Gaudi-Alm“ – Salzburgs größter Almspielplatz mitten im Ortszentrum – alle, die sich so richtig austoben möchten.

Hüttenwanderung zu Murmeltieren im Allgäu

Pfeifen bayerische Murmeltiere anders als ihre Kollegen aus Tirol? Mit Kindern auf Hütten, das kann auch hoch hinaus gehen. Die Rappenseehütte liegt malerisch an einem verwunschenen Bergsee auf 2.091 Meter und hier bekommt Ihr mit großer Sicherheit auch Murmeltiere zu sehen. Am besten ist, Ihr steigt auf zwei Tage verteilt dorthin auf, sonst kommen die Kinder an Ihre Grenzen. Unterwegs erwartet Euch eine höchst ungewöhnliche Hütte.

Durch die allgäuer Highlands geht es hinauf zur Rappenseehütte. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Familien zu einer Hütte wollen, kann das GPS zuhause bleiben, wenn der Weg so gut beschildert ist wie hier im Allgäu. foto (c) kinderoutdoor

Eine lohnende Zwischenstation zur Rappenseehütte ist die Enzianhütte. foto (c) kinderoutdoor.de

Auf Hütten mit KIndern führt Euch ganz weit rauf: Wie hier zur Rappenseehütte im Allgäu. foto (c) kinderoutdoor.de

Am Fellhorn herrscht Hochbetrieb. Dicht geparkt stehen die Autos bei der Talstation. Zum Verdruss mancher Touristen ist hier Schluss, denn in das Stillachtal darf nicht jeder mit dem Auto fahren. Das ist gut so! Zuerst wandert Ihr nach Birgsau. Alle die nach dem Motto unterwegs sind: “Lieber schlecht gefahren, als gut gewandert!” nehmen den Bus zu diesem kleinen Dorf. Von hier wandert Ihr weiter nach Einödsbach. Es ist die südlichste Siedlung Deutschlands, die ganzjährig bewohnt ist. Dort lohnt es sich in dem urigen Gasthaus einzukehren und für die Kinder gibt es einen Spielplatz. Wer möchte, kann dort auch übernachten. Weiter geht es hinauf zur Enzianhütte. Diese feiert 2017 ihr 80. Jubiläum! Bevor es soweit ist, müssen die Familien noch ein Abenteuer bestehen: Kurz nach Einödsbach führt ein schmaler Steg über einen Wildbach. Am Drahtseil festhaltend geht es rüber. Haltet Euch bergauf bis zu Peter´s Älpele am Linkerskopf. In der Hauptsaison ist diese bewirtschaftet. Den Kindern tut die Pause gut. Auf schmwalen Pfaden geht es weiter bergauf. Alle die wasserdichte Wanderschuhe mit Membranen anhaben sind hier klar im Vorteil. Passt unterwegs gut auf, denn der Weg zur Enzianhütte ist teilweise etwas eigenwillig ausgeschildert. So ist beispielsweise ein größerer Stein beschriftet und weist den Weg. Über einen steilen und mit Felsbrocken übersäten Hohlweg geht es hinauf auf den Kamm. Es sind nur noch 30 Minuten bis zur Enzianhütte. Ungewöhnlich gut ist die Küche der Enzianhütte, denn wie steht es schon an der Hausmauser: „Kochen ist eine Kunst, und keineswegs die unbedeutendste!“ Das stimmt vor allem auf der Enzianhütte, denn was hier auf den Tellern landet, hat zum Glück nichts mit den totfrittierten Tiefkühlgerichten mancher Selbstbedienungshütten zu tun.

Mit Kindern auf Hütten: Rappensee wir kommen!

Weiter geht es am nächsten Tag zur Rappenseehütte. Sie eignet sich perfekt als Basis für weitere Bergtouren. Über einen Wiesenweg geht es bergauf. Ein Pfad führt am Berg vorbei. Hier kommt eine Stelle, welche die Familien konzentriert überqueren muss: Ein Schneefeld. Es hat sich durch den Weg gefressen. Zum Glück ist ein Fixseil dort verankert. An diesem Engpass Zeit lassen und die Kinder sichern. Sobald diese Stelle gemeistert ist, geht es weiter auf dem Pfad. Unterwegs ist immer wieder Trittsicherheit wichtig, dafür gibt es vom Weg aus Wasserfälle zu sehen. Bald ist eine Materialseilbahn zu sehen. Es ist Zeit für den finalen Aufstieg zum Rappensee. Auf dem Wanderschild ist 20 Minuten bis zu der DAV-Hütte angegeben, doch mit Kindern ist es besser eine halbe Stunde oder mehr an Gehzeit einzuplanen. Steil führt der Weg hinauf. Unterwegs bieten sich tolle Tiefblicke und eine Sicht auf einen Wasserfall. Seine Wasser rauschen hier beeindruckend in die Tiefe. Der Weg schlängelt sich am Kamm entlang und plötzlich steht man vor einer unvergleichlichen Bergkulisse: Vorne der Rappensee, dahinter das Hohe Licht, der Hochrappenkopf, der Biberkopf und der Rappenseekopf. Was für die Kinder am wichtigsten ist: Die Rappenseehütte. Idyllisch liegt sie am gleichnamigen See in dem sich die Berge spiegeln. Nachdem die Kinder ihre Unterkunft bezogen haben, lohnt sich ein Ausflug zum Großen Rappensee. Er liegt nur zehn Minuten von der Hütte entfernt und ist ideal um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Berge spiegeln sich auf der Wasserfläche und die Kinder können Dämme in den See bauen. Immer wieder pfeift es neben Euch und wer gute Augen bekommt Murmeltiere zu sehen.Für den nächsten Tag gibt es verschiedene Möglichkeiten an Bergtouren. Das ist auch ein Grund, warum die Rappenseehütte bei Bergsteigern so beliebt ist. Denn von hier kommen die Alpinisten zum Heilbronner Höhenweg. Für Kinder ist er jedoch nicht zu empfehlen. Zurück geht es in Stillachtal auf demselben Weg wie beim Aufstieg.

Pfiff und weg! Wanderungen zu Murmeltieren lohnen sich. foto (c) kinderoutdoor.de

Schwierigkeit: Schwere Zwei-Tages-Wanderung für Kinder ab zehn Jahren mit entsprechender Kondition

Ausgangsort: Oberstdorf

Ausgangspunkt: Talstation Fellhornbahn

Endpunkt: Talstation Fellhornbahn

Verkehrsanbindung: Auf der A 7 Richtung Füssen fahren. Am Autobahndreiecke Allgäu auf die A 980 wechseln. Richtung Lindau/Oberstdorf folgen. Bei Waltenhofen auf die vierspurig B19 Richtung Oberstdorf. Vor dem Ort zur Fellhornbahn(ausgeschildert) abbiegen.

Gehzeit: Vom Parkplatz an der Fellhornbahn bis zum Gasthof Einödsbach 1 ½ bis zwei Stunden. Bis zur Enzianhütte über Peters Älple sind es drei Stunden. Von der Enzianhütte bis zur Rappenseehütte geht man mit Kindern zwischen zwei und drei Stunden.

Markierung: Gut

Essen und Trinken: Gasthof Adler Birgsau, Berggasthof Einödsbach, Petersalpe, Enzianhütte, DAV Rappenseehütte.

Information:

Tourismus Oberstdorf
Prinzregenten-Platz 1
87561 Oberstdorf

Tel. 08322 7000
Fax 08322 700 236

www.oberstdorf.de/dorf/tourismus/

Murmeltiere oberhalb vom Gardasee

Bergsteigen mit Kindern im Trentino, das führt Euch weg vom Trubel durch faszinierende karge Landschaften. Der Balkon vom Gardasee ist der Monte Altissimo di Nago. Unterwegs könnt Ihr zwei Mal einkehren und die Familie schafft, ganz ohne Seilbahn, einen “echten” 2.000er. Mit etwas Glück bekommt Ihr, so wie wir, am Monte Altissimo di Nago auch Steinadler und Murmeltiere zu sehen.

Wie bunte Papierchen von Bonbons, die über den Gehsteigen fliegen sehen vom Gipfel die Drachen der Kitesurfer aus. Solche Tiefblicke bieten sich vom Gipfel des Monte Altissimo die Nago. Schon der Weg zum Start ist abenteuerlich. Etliche Möglichkeiten bieten sich dabei an: Vom Dorf San Giacomo aufzusteigen. Doch für Kinder verlängert es dadurch die Tour und die Höhenmeter erheblich. Besser ist es das Auto beim Parkplatz am Rifugio Graziani abzustellen. Auf der SP 3, einer schmalen Landstraße geht es über etliche Serpentinen und kleinen Tunnels hinauf. Hin und wieder kommen Rennradfahrer bergab entgegengeflitzt. Manchen Kindern kann die Fahrt zum Rifugio Graziani ein wenig auf den Magen schlagen…..Es gibt zwei Möglichkeiten auf den Gipfel zu kommen: Links an der Hütte vorbei gehen und auf dem Weg mit der Nummer 633 über einen breiten, aber steilen Schotterweg aufsteigen. Eine Variante, die deutlich kürzer ist als unsere Tour, aber auch weniger ansprechend. Oder Ihr haltet Euch rechts an der Hütte und folgt den Wegweisern zur Malga Campo, einer malerischen und bewirtschafteten Alm. Folgt dazu den Schildern mit der Nummer 622. Bei dieser Tour geht es kaum durch einen Bergwald, deshalb nehmt unbedingt Sonnenmützen und Hüte mit. Auf einem leicht ansteigenden, breiten Fahrweg geht es moderat ansteigend der Alm entgegen. Kurzweilig gestaltet sich die Wanderung, weil unterwegs bebilderte Infotafeln mit italienischen und englischen Texten aufgestellt sie. Sie erklären auch die Tierwelt in den Bergen und welche schützenswerten Pflanzen hier wachsen. In einem Weiten Bogen wandert Ihr mit den Kindern am Monte Altissimo di Nago dahin. Ihr hört es bimmeln. Die Alm ist nahe. Wer möchte kann dort einkehren und frische Buttermilch, Würste und Käse genießen. Ambitionierte Familien, steigen rechts zum Gipfel vom Monte Campo (1.667 Metern) auf. Ein exzellenter Aussichtsberg. Wichtig ist bei dieser Tour eine optimale Ausrüstung für Kinder und Eltern: Wanderschuhe (keine Turnschuhe), Rucksack, Trekkingstöcke, Wechselwäsche und Regenjacken. Hier oben auf dem Balkon vom Gardasee schlägt das Wetter schnell um.

 Bergsteigen mit Kindern im Trentino: Hier geht es auf den Monte Altissimo hinauf. foto (c) kinderoutdoor.de

Bergsteigen mit Kindern im Trentino: Einkehren oder übernachten auf dem Gipfel

Nach der Almhütte mit ihrem kleinen Weiher ist ein gutes Orientierungsvermögen hilfreich. Links geht es auf dem Wanderweg 633 zur Bocca Paltrane auf 1.831 Meter hinauf. Teilweise fehlen über längere Distanzen markierte Felsen oder Wegweiser. Hier ist es gut eine Wanderkarte dabei zu haben. Vorbei an Latschenkiefern geht es über den schmalen Weg steil bergauf. Oben angekommen bietet sich ein beeindruckender Rundumblick. Für einige hundert Meter geht es gemütlich dahin, bis wieder eine anstrengende Passage auf die Bergsteiger wartet. Keine Sorge Ihr seid zu keiner Zeit auf ausgesetzten Stellen unterwegs. Links und rechts von Euch wuchern wilde Brombeerbüsche. Sie wachsen über die Reste von Stallungen und Hütten. Immer wieder gibt es auch kleinere Höhlen im Felsen zu sehen. Bald ist das Rifugio Altissimo zu sehen. Die ganze Familie hat nun ein Ziel vor Augen und wandert entsprechend flott weiter. Noch einmal geht es auf schroffen Gelände steil hinauf. Oben auf dem Gipfelplateau angekommen, ist links eine Bergkapelle “San Damiano Chiesa” zu sehen. Wer möchte kann in das 1888 errichtete (andere Quellen schreiben vom Jahr 1889) Refugio vom italienischen Alpenverein CAI (Club Alpino Italiano; Nicht mit der CIA verwechseln!) einkehren. Hier kommt geschmacklich einwandfreies Bergsteigeressen auf die Teller. Von einer kräftigen Gemüsesuppe bis hin zu einem Brotzeitbrettl ist hier für jeden das passende Essen dabei. Wer möchte kann auf der urigen Hütte, Massenbetrieb sieht anders aus, auch übernachten. Wie auf allen Alpenvereinshütten gilt auch hier: Erst reservien, dann gastieren. Nur wenige hundert Meter hinter der Hütte befindet sich der Gipfel (2.079 Meter). Anstelle eines Kreuzes steht hier eine Stahlkonstrutkion. Dafür entschädigt der Blick hinunter auf die Uferorte Torbole und Riva del Garda. In dieser Situation ist der Neid auf die Gleitschirmflieger gerechtfertigt. Auf dem Weg mit der Nummer 651 geht es wieder zurück zum Startpunkt beim Rifugio Graziani. Diese Hütte hat auch eine attraktive Sonnenterrasse…..

“Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab”s nämlich auch keins.”Ein wunderbares Zitat aus dem Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”. Die Hauptperson in diesem sehenswerten Streifen erlebt immer und immer wieder den gleichen Tag. Womit wir beim Thema sind. Einen besonderen Tag erlebt Ihr, mit den Kindern bei den Murmeltieren von der Bachlalm. Ihr müsst wissen, dass Murmeltiere gute Schläfer sind. Im Oktober ziehen sie sich in ihre Bauten zurück um den Winter zu verschlafen und kommen erst wieder im März heraus. Was für ein Leben! Wenn Ihr diese eigentlich scheuen Tiere auf der Bachlalm sehen wollt, ist es besser morgens oder am Abend unterwegs zu sein. Dafür gibt es einen guten Grund. Zwar sind die Murmeltiere nicht in Gewerkschaften (in Österreich: Arbeiterkammern) organisiert, doch die kleinen Burschen sind empfindlich was die Hitze angeht. Am Mittag, wenn die Bergsonne besonders herunterbrennt, bleiben die Murmeltiere deshalb lieber in ihren Bauten. Dort ist es für sie angenehm kühl. Auf etwa 1.500 Meter liegt die Bachlalm und ist berühmt für die zahmen Manggeis. Dabei handelt es sich um keine japanischen Comics, sondern die Murmeltiere sind damit gemeint. Geöffnet hat die Alm welche zwischen Filzmoos (Salzburger Land) und Ramsau am Dachstein (Steiermark) liegt, etwa von Pfingsten bis ungefähr Ende Oktober. So genau lässt sich das schwer sagen, weil sich das Ganze auch nach dem Wetter richtet.

Wanderung zu Murmeltieren: Lieber Manggeis sehen, als Mangas lesen

Um zu der Kolonie von Murmeltieren zu kommen gibt es verschiedene Wege und Arten. Dazu gehört auch eine pauschele  Murmeltier Safari. Sie gibt es im Zeitraum 23. Juni bis 08. September 2018 umfasst sieben Übernachtungen und diverse Leistungen wie eine geführte Wanderung und Murmeltier beobachten mit einem Experten. Wer sich selbst auf den Weg machen will, der kann mit dem Auto oder noch besser dem Bus bis zum Gasthaus “Dachsteinruhe” fahren. Hier gibt es auch einen Wanderparkplatz, alle die mit dem Bus kommen steigen bei der Haltestelle Nummer 46 aus. Alle die es noch gemütlicher wollen, nehmen den Shuttle-Bus hinauf zur Alm. Alle anderen steigen von der L 219 auf. Folgt den Wegweisern “Bachlalm”. Nehmt dazu am besten, wenn Ihr kleinere Kinder habt, eine Kindertrage mit. Mit dem Kinderwagen macht die Tour wenig Spaß. Zuerst geht es kurz am Waldrand entlang. Serpentinen führen hinauf zu einer größeren freien Fläche. Hier wieder am Waldrand wandern. Ihr überquert einen Bach und kurz darauf seid Ihr auf den Weidegründen der Schaidalm. In einem weiten Linksbogen geht es durch Wiesen hinüber zur bewirtschafteten Bachlalm. Dort kehrt Ihr erst einmal ein. Am Spielplatz toben sich die Kinder aus, während Ihr in der Sonne sitzt und eine Jause (Brotzeit) genießt. Gestärkt geht es auf die Safari. Wenn Ihr Karotten oder Äpfel dabei habt, stehen die Chancen gut, dass Ihr damit ein Murmeltier aus seinem Bau locken könnt. Ihr seht es selbst, wie durchlöchert der Almgrund von den Murmeltieren ist. Wie das Ganze ausarten kann, beweist Euch folgender Rekord: Der längste Murmeltierbau ist 113 Meter lang gewesen und ging bis zu sieben Meter unter die Erdoberfläche. Daran haben sicher Generationen von Murmeltieren fleißig gearbeitet. Wenn Ihr Euch ruhig verhaltet, bekommt Ihr die Murmeltiere der Bachlalm zu sehen. Sie haben sich an die Menschen gewöhnt und ihre Scheu abgelegt. Die Kinder sind völlig im Glück, wenn so ein putziges Alpentier sich Leckerlis holt. Auf dem gleichen Weg wie Ihr aufgestiegen seid, kommt Ihr wieder zum Startpunkt beim Gasthaus Dachsteinruhe zurück. “Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab”s nämlich auch keins.”

Wanderungen zu den Murmeltieren auf der Bachlalm

Länge: 3 Kilometer

Höhenmeter: 370

Dauer: Etwa 1 1/2 Stunden

Schwierigkeit: Leicht

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