Outdoor schnitzen für Kinder: Ein Floß mit Außenborder

Outdoor schnitzen für Kinder lässt sich in seiner Wirkung steigern, wenn Ihr den Outdoorkids was völlig unerwartetes bietet. Zuerst schnitzt Ihr mit dem Taschenmesser oder Multitool ein Floß mit den Kindern und zieht dann einen kleinen Außenborder aus der Jackentasche oder dem Rucksack. Die Kinder können es kaum mehr erwarten, das Floß ins Wasser zu geben.

“Wie gut”, sagte der kleine Tiger, “wenn man einen Freund hat, der ein Floß bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten.” Heißt es in dem Kinderbuch “Weisheiten von Tiger und Bär”. Ein Floß ist für die Kinder etwas Magisches. Wie ein Magnet die Eisennägel, zieht das Wasser die Kleinen an. Mit so einem Floß verbinden die Kinder Abenteuer und Fernweh. Um einen schmwimmbaren Untersatz zu bauen, der Kinder oder Erwachsene über Wasser trägt, braucht es eine Menge an Material: Entweder Holzstämme oder Fässer und Bretter.

Deutlich einfacher ist es, ein simples Boot aus Mülltüten zu bauen.

Das Ganze lässt sich noch steigern: Baut doch ein Floß mit einem Außenborder. Dazu benötigt Ihr:

  • Einen Ast
  • Taschenmesser oder Multitool mit Säge und Ahle
  • ein Stück wasserfeste Schnur
  • einen dünnen Zweig
  • ein Blatt von der Pestwurz

Zuerst sägt Ihr ein paar gleich lange Stücke vom dicken Ast ab. Durchbohrt diese an den Enden jeweils auf der gleichen Höhe. Nehmt nun den dünnen Zweig und schiebt ihn durch die Löcher. Nun ist unser Floß fast fertig. Mit der Ahle bohrt Ihr in die Mitte vom Floß eine Vertiefung. Dort steckt Ihr einen anderen dünnen Ast hinein. Jetzt hat das Floß einen Masten. Aus dem Blatt der Pestwurz basteln wir ein Segel. Schneidet es mit dem Taschenmesser zwei Mal ein. Steckt den Masten durch. Euer Floß ist fast fertig. Mit der Schnur bindet Ihr mittig den Außenborder fest. Spästens jetzt kennt das Glück der Kinder kein Ende mehr. Schaltet den batteriebetriebenen Motor ein und das Floß kann auf große Fahrt gehen.

Outdoor schnitzen: Boote und Schiffe

Kinder schnitzen Boote und Schiffe, die lassen sie dann auf dem See, Weiher oder Bach schippern. Wir stellen Euch verschiedene Tpyen von Schiffen vor: Ein Motorboot mit Antrieb, ein Wikingerschiff, eine Hansekogge, eine asiatische Dschunke, eine Krabbenkutter und einen Containerfrachter. Drei Dinge sind uns bei allen Anleitungen zum Schnitzen wichtig: Wenig Material, so einfach wie möglich und das Schiff soll  schwimmen können ohne die halbe Eskimorolle hinzulegen. Egal für welchen Schiffstyp Ihr Euch entscheidet, alle haben eine große Gemeinsamkeit: Ihr braucht dazu ein Stück Astholz und ein Taschenmesser.

Riva ist ein italienischer Hersteller von Yachten. Keine davon ist für kleinere Geldbeutel gedacht. Markant sind die Motorboote aus den 50er bis 70er Jahren. Sie haben tiefrote Planken aus Mahagoniholz. Wer sich so ein Schmuckstück kaufen will, muss über 100.000 Euro investieren. Bei uns geht es deutlich preiswerter zu. Für unser Motorboot benötigt Ihr:

  • Ein Taschenmesser oder Multitool mit Säge
  • Einen Haushaltsgummi
  • Ein Stück Astholz
  • ein kleines Stück durchsichtigen Kunststoff

Zuerst spaltet Ihr mit der großen Klinge das Astholz. Schneidet mit der Säge ein Teil heraus, dass es wie ein U aussieht.Das ausgesägte Restholz bitte aufbewahren, daraus schnitzen wir die Kinder den Antrieb.Schnitzt das Holzstück dünn zu und so schmal, dass es in die Aussparung passt.Schnitzt links und rechts zwei kleine Kerben in die Aussparrung. Nehmt die große Klinge vom Taschenmesser und schnitzt damit die typische Form von einem schnittigen Motorboot. Spannt zwischen den beiden Kerben den Gummi. Klemmt dazwischen das Antriebsblättchen ein. Vorne am Bug schnitzt Ihr einen kleinen Spalt in das Holz. Darin klemmt Ihr das kleine Stück durchsichtigen Kunststoff als Scheibe ein. Dreht das Antriebsblätten um die eigenen Achse. Setzt das Boot ins Wasser und schon rattert der “Motor” los. Ein paar Meter kann das geschnitzte Boot sogar gegen die Strömung fahren und ist ein absoluter Hingucker. Durch seine flache Bauweise liegt unser Motorboot ruhig im Wasser und ist kentersicher. Sägt ein Stück aus dem Holz auf um darin die “Schiffsschraube” einzubauen. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen ein Wikingerschiff mit dem Taschenmesser: Flake Ahoi!

Die Geschichten von Wicki, dem kleinen und schlauen Wikingerjungen, kennt hoffentlich jeder. Es gab da eine Zeichentrickserie aus den 70ern, den Spielfilm von Bully Herbig und jetzt eine am Computer animierte Serie. Höchste Zeit für uns ein Wikingerschiff zu schnitzen. Mit ihren Drachenköpfen vorne am Bug sind diese Schiffe sind die Nordmänner auf den Meeren und Flüßen unterwegs gewesen.Im Gegensatz zu den Wikingern raubt Ihr hoffentlich nicht das Material zum Schnitzen zusammen.

  • Multitool oder Taschenmesser mit Säge
  • Ein Stück Astholz
  • Einen dünnen Zweig
  • ein kleines Stück Papier
Fertig ist unser geschnitztes Wikingerschiff. foto (c) kinderoutdoor.de

Zuerst sägt Ihr zwei Schnitte etwa einen Daumenbreit von den Enden ein. Der Schnitte sollte bis zu Hälfte der Holzdicke gehen. Nehmt die große Klinge und entfernt das Holz zwischen den beiden Einschnitten. Schnitzt am Bug vorsichtig den Drachenkopf und ein geschwungenes Ende am Heck. Damit unser Drachenschiff stabil im Wasser liegt, klappt Ihr den runden Dosenöffner vom Taschenmesser aus. Höhlt damit den Bootskörper aus. Dazu ist ordentlich Kraft nötig. Im nächsten Arbeitsschritt bohrt Ihr in die Mitte ein Loch in das Wikingerschiff. Das Loch soll bitte nicht durchgehen. Spitzt mit dem Taschenmesser den dünnen Zweig an einem Ende an und steckt ihn als Masten hinein. Wer möchte kann aus noch dünneren Zweigen Ruder schnitzen. Bohrt dazu in gleichmäßigen Abständen kleine Löcher steuerbord und backbord in die Bordwände. Steckt dort die dünnen Zweige hinein. Diese Ruder geben dem Wikingerschiff Stabilität. Schneidet aus dem Papier ein rechteckiges Stück aus und steckt es als Segel an den Masten. Wer will, malt an den Bordwänden Schilder auf. Legt kleine Kieselsteine in den Bootskörper als Ballast und das Wikingerschiff ist absolut kippsicher.

Kinder schnitzen eine Hansekogge: Der Containerfrachter des Mittelalters

Schnitzen will gelernt sein: Nun sieht unsere Kogge langsam wie ein Schiff aus. foto (c) kinderoutdoor.de

Ihren Aufstieg hat die Hanse, ein Städtebund der in seiner besten Zeit 190 Städte in 16 Ländern als Mitglieder hatte, verdankte seinen Aufstieg auch der Kogge. Drei große Vorteile hatte dieses Schiff. Es ließ sich als Frachter oder als Kriegsschiff verwenden. Mit kleiner Besatzung ließ sich die Kogge segeln und benötigte wenig Holz beim Bau. Der Segler konnte 80 bis 200 Tonnen, je nach Typ, an Ladung aufnehmen. Ein wichtiger Bauteil fehlte dem Schiff der Hanse: Es hatte keinen Kiel und deswegen ist es unmöglich gewesen, damit gegen den Wind anzukreuzen. Um dieses klassische Segelschiff mit den Kindern zu schnitzen solltet Ihr folgendes haben:

  • Taschenmeser oder Multitool das eine Säge hat
  • Astholz
  • dünne Zweige
  • Papier
Steckt die drei Masten in die Kogge. foto (c) kinderoutdoor.de

An den beiden Enden hatte die Kogge so genannten Kastelle. Zuerst sägen wir an beiden Enden vom Holz bis zur Mitte hin ein. Das Holz im Zwischenraum entfernt Ihr mit dem Taschenmesser. Schnitzt mit dem Taschenmesser die markante Form der Kogge. Klappt den runden Dosenöffner aus und höhlt damit den Laderaum aus. Auch das Holz aus den Kastellen könnt Ihr entfernen. Wer Details liebt, der sägt Zinnen in die Kastelle. Schnitzt drei dünne Zweige zurecht. Spitzt sie an den Enden an. Fertig sind unsere Masten. Bohrt in die beiden Kastelle und mittig in den Schiffskörper mit der Ahle, dass ist der Stechdorn vom Taschenmesser, steckt darin die Masten ein. Schneidet drei Segel aus und schneidet in jedes zwei kleine Schlitze ein. Durch diese steckt Ihr die Segel auf die Masten. Fertig ist unsere Hansekogge. Damit der mittelalterliche Frachter nicht zur Seite kippt, legt Ihr kleine Kiesel in die Kogge. Dank dem Ballast, schippert Euer Segler nun durch die Wellen.

Schnitzen lernen: Fertig ist unsere Kogge, besser gesagt eine Kraweel. Foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor schnitzen mit Kindern: Eine Dschunke

Fertig sind wir mit dem Schnitzen und unsere Dschunke kann in See stechen. foto (c) kinderoutdoor.de

Seit wann es in China Dschunken gibt, ist unbekannt. Marco Polo, der weit gereiste Händler aus Venedig, beschrieb im 13. Jahrhundert dieses auffällige Segelschiff aus dem Fernen Osten. Bereits im 12. Jahrhundert gab es Dschunken, die mit einem Schaufelfradantrieb Flüsse befuhren. Hochseetaugliche Dschunken konnten 300 Passagiere aufnehmen und mehrere hundert Tonnen Ladung transportieren konnten. Übersichtlich ist unsere Liste an Material für diese Bastelei mit dem Taschenmesser.

  • Taschenmeser oder Multitool mit Säge
  • Astholz
  • dünne Zweige
  • Papier
Bereitet die Masten für die Dschunke vor. foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzt den markanten Bug der Dschunke. Mit der großen Klinge schnitzt Ihr nun die Bordwände der Dschunke leicht schräg zu. Bevor Ihr weiterschnitzt, seht Euch Fotos von diesem chinesischen Schiff an. Der Bug ist sehr extrem. Von der ganzen Form her ist die Dschunke durchgehend gebogen. Jetzt ist Kraft gefragt, denn Ihr höhlt mit dem Taschenmesser die Dschunke innen aus. Der Stechdorn vom Taschenmesser leistet Euch gute Dienste. Bohrt damit ins Heck, Bug und die Mitte vom Schiff Löcher. Bereitet die Zweige als Masten vor und spitzt sie an den Enden an. Steckt die Masten in die Löcher.

Fertig ist unsere Dschunke für die große Fahrt. foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor schnitzen: Ein Containerschiff

Kinder schnitzen noch viel lieber, wenn Sie anschließend ihre Werke ausprobieren können. Mit dem Taschenmesser am Bach oder einem See sitzen und ein Schiff schnitzen. Klar, dass die Kinder anschließend das geschnitzte Boot gleich schwimmen lassen. Heute haben wir die Schnitzanleitung für ein Containerschiff. Das ist am Bach oder am Wasserspielplatz ein Hingucker und die Kinder können sagen: “Hab ich selbst geschnitzt!”

Containerschiffe sind schon was beeindruckendes. Höher als manches Haus türmen sich an Deck die Container. So ein Schiff schnitzen heute die Kinder! Wie immer ist unsere Schnitzanleitung Schritt für Schritt.Kinder schnitzen ein Containerschiff: So sieht ein Teil vom Original aus.  foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen ein Containerschiff: So sieht ein Teil vom Original aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Für diese Schnitzarbeit braucht Ihr ein Stück trockenes Astholz, ein Taschenmesser, Schleifpapier und wer will malt mit Wasserfarben das Containerschiff am Ende an.Kinder schnitzen ein Containerschiff und das ist alles was Ihr dazu braucht. Foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen ein Containerschiff und das ist alles was Ihr dazu braucht.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Nun sägt Ihr mit dem Taschenmesser an einem Ende vom Ast etwa bis zur Hälfte ein.Kinder werken mit dem Taschenmesser und sägen hier ein Containerschiff aus.  foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder werken mit dem Taschenmesser und sägen hier ein Containerschiff aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der großen Klinge vom Taschenmesser schnitzen die Kinder nun Holz bis zum Einschitt weg.kinder lernen schnitzen und dem Umgang mit der Säge vom Taschenmesser. foto (c) kinderoutdoor.de

kinder lernen schnitzen und dem Umgang mit der Säge vom Taschenmesser.
foto (c) kinderoutdoor.de

Als nächstes sägt Ihr am anderen Ende das Holz ein und ein paar Zentimeter vor dem Heck.Mit der Säge vom Taschenmesser sägt Ihr am Heck ein.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der Säge vom Taschenmesser sägt Ihr am Heck ein.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen mit dem Taschenmesser: Schiff ahoi!

Auch am Heck schnitzen die Kinder mit der großen Klinge vom Taschenmesser das Holz weg und sägen ebenfalls eine Kerbe.Kinder werken mit dem Taschenmesser. Sägen gehört dazu! Foto(c) kinderoutdoor.de

Kinder werken mit dem Taschenmesser. Sägen gehört dazu!
Foto(c) kinderoutdoor.de

Als nächstes schnitzen die Kinder das Heck vom Containerschiff.Kinder lernen schnitzen und schnippeln nun das Heck vom Containerschiff.  foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder lernen schnitzen und schnippeln nun das Heck vom Containerschiff.
foto (c) kinderoutdoor.de

Da fehlt doch noch was? Genau! Die Kinder schnitzen mit dem Taschenmesser die Brücke vom Schiff und runden den Bug abDie Kinder schnitzen nun die Brücke von unserem Schiff. foto (c) kinderoutdoor.de

Die Kinder schnitzen nun die Brücke von unserem Schiff.
foto (c) kinderoutdoor.de

So sollte nun das Containerschiff von oben ausehen.Kinder schnitzen ein Containerschiff und sind bereits auf der Zielgeraden. So sieht das Werkstück nun von oben aus.  foto (c) kinderoutdoor,de

Kinder schnitzen ein Containerschiff und sind bereits auf der Zielgeraden. So sieht das Werkstück nun von oben aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der Säge schneiden wir nun die Abstände zwischen den Containern heraus.Die Kinder sägen die Zwischenräume der Container heraus.  foto (c) kinderoutdoor.de

Die Kinder sägen die Zwischenräume der Container heraus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wer will kann, so wie wir, den Schornstein aus einem Stück schnitzen oder ein kleines Stück Zweig nachträglich auf der Brücke anbringen. Mit dem Schleifpapier das Schiff abschmirgeln und anschließend anmalen. Wer das Containerschiff im Wasser fahren lassen möchte, der lackiert es, wenn die Wasserfarben trocken sind. Die Kinder sind mit dem Schnitzen fertig nun bekommt das Containerschiff seine Farbe. foto (c) kinderoutdoor.de Die Kinder haben ein tolles Containerschiff geschnitzt. Foto (c) kinderoutdoor.de

Wir sind am Ende unserer Schnitzanleitung. Viel Spaß beim Schippern.Unsere Schnitzanleitung ist zu Ende und das Containerschiff geht auf große Fahrt.  foto (c) kinderoutdoor.de

Unsere Schnitzanleitung ist zu Ende und das Containerschiff geht auf große Fahrt.
foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor schnitzen: Ein U-Boot

Kinder schnitzen ein U-Boot aus einem Stück Astholz. Dazu verwenden sie ein Taschenmesser oder ein Multitool mit Säge. Gleich vorweg: Bei dem von uns vorgestellten U-Boot handelt es sich um kein authentisches Fahrzeug, sondern um ein reines Spielzeug. Wir haben die Schnitzanleitung für die Kinder. Schritt für Schritt.

« le capitaine Nemo » so lautete der Originaltitel von Jules Vernes Abenteuerroman “20.000 Meilen unter dem Meer”. 1870 erschien das Buch mit dem seltsamen Kapitän Nemo, der mit seiner Nautilus durch die Weltmeere schippert. Unterwasser versteht sich! Wir schnitzen, weil vor 170 Jahren dieses geniale Buch von Jules Vernes herauskam, heute mit den Kindern ein U-Boot. Dazu benötigt diese ellenlange Zubehörliste:

  • Taschenmesser oder Multitool mit Säge (die sollte richtig scharf sein!)
  • ein Stück Astholz
  • Stift
  • Schmirgelpapier
Unsere Materialliste für das geschnitzte U-Boot. foto (c) kinderoutdoor.de

Ziel ist es, dass das geschnitzte U-Boot später stabil im Wasser liegt und maximal zu einem Drittel herausschaut. Los geht´s!

Kinder schnitzen ein U-Boot: Span für Span geht es voran!

Zuerst sägt Ihr im hinteren Viertel bis zur Hälfte in das Astholz. Daraus schnitzen wir später die Schiffsschraube.

Zuerst sägt Ihr am Ende bis zur Hälfte in das Holz. foto (c) kinderoutdoor.de

In die Mitte sägt Ihr nun ebenfalls zwei Mal in das Holz. Die beiden Einschnitte sollten einen Fingerbreite auseinander liegen. Daraus schnitzen wir später den Turm.

Sägt schon mal den Turm vom U-Boot vor. foto (c) kinderoutdoor.de

Auf das Ende vom Holz, dort wo Ihr hineingesägt habt, zeichnet Ihr ein Kreuz. Jetzt könnt Ihr Euch orientieren, wenn Ihr die Schiffsschraube schnitzen wollt.

Zeichne grob die Schiffsschraube ein. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der Ahle, der Säge und der großen Klinge legt Ihr nun die Schiffsschraube frei. Als nächstes, wenige Millimeter davor, schnitzt Ihr das Seitenruder ein. Es erinnert von der Form her an das Ruder von einem Flugzeug.

Das U-Boot hat nun ein Seitenruder und seine Schiffsschraube. foto (c) kinderoutdoor.de

Im nächsten Schritt schnitzt Ihr die Tiefenruder links und rechts in den Schiffsrumpf. Sie sollten auf Höhe vom Seitenruder liegen. Der hintere Teil von unserem U-Boot ist somit, fast, fertig.

Langsam nimmt das geschnitzte U-Boot seine Form an. foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzt nun den Bug, der vordere Teil, vom U-Boot. Der Bug ist bei einem solchen Unterwasserfahrzeug besonders schnittig.

Schnitzen wir den Bug von unserem U-Boot. foto (c) Kinderoutdoor.de

Ganz zum Schluss machen wir uns an den Turm. Mit der großen Klinge, Säge, Ahle und kleiner Klinge formen wir den Turm. Am Ende bohren wir dort vorsichtig von oben ein Loch hinein. Flacht das Deck gleichmäßig ab. Mit dem Sandpapier könnt Ihr kleinere Schnitzfehler ausbessern.

Mit dem Sandpapier schleifen wir das U-Boot ab. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig ist unser U-Boot für die erste Fahrt.

foto (c) kinderoutdoor.de

Schnitzen mit Kindern: In weniger als zehn Minuten rast unser Boot los

Zum Schnitzen mit Kindern könnt Ihr Euch den Weg in den Baumarkt sparen, um ein Holzbrett zu kaufen. Es reicht ein Restholz aus der Abfallkiste vom Schreiner oder Ihr leiht Euch eines heimlich aus dem Baucontainer. Schon können die Kinder schnitzen. Zuerst sägt Ihr den Bug vom Schiff auf. Der läuft bekanntlich spitz zusammen und so lassen sich dann hohe Geschwindigkeiten erzielen.

Unser Wellenflitzer soll optimal im Wasser liegen. Wir schnitzen mit den Kindern nun den Unterwasserkörper vom Schiff rund ab. Dadruch gleitet es besser durch die Wellen und liegt stabiler im Wasser. Mit dem Dosenöffner vom Taschenmesser oder dem Multitool entfernt Ihr nun das Holz aus dem Bootsinneren. Mit ein wenig Druck auf das Werkzeug geht es flott voran. Wenn Ihr Fichtenholz erwischt habt, erleichert das die Arbeit.

Unseren Antrieb platzieren wir, wie es bei Booten üblich ist, am Heck. Dazu bohrt Ihr ein Loch mittig in das Heck. Mit der Ahle, dabei handelt es sich um den Stechdorn auf der Rückseite vom Taschenmesser, lässt sich der Antriebskanal ausarbeiten. Bohrt zuerst mit der Ahle ein kleines Loch schräg durch das Holz und verbreitert es dann. Es sollte vom Durchmesser etwas dünner sein, als der “Hals” vom Luftballon. Steckt am besten mal zum Test den Ballon durch das Antriebsloch und pustet ihn auf. Kommt Luft durch und bleibt der Ballon an Bord? Super, dann seid Ihr so gut wie fertig damit. Tritt keine oder nur wenig Luft aus, müsst Ihr den Kanal noch ein wenig verbreitern.

Auf die Optik kommt es auch an, deshalb stechen wir vor in den Bug in die Mitte ein kleines Loch. Dort stecken wir später den kleinen Fahnenmasten hinein.

Schnitzt aus einem dünnen geraden Zweig, je nach Größe vom Schiff zwischen drei und fünf Zentimeter lang. Den steckt Ihr in das Loch am Bug. Zum Schluss noch die Fahn dranstecken, sie besteht aus einem Fitzelchen Altpapier. Fertig ist unsere Boot mit Raketenantrieb für seine erste Fahrt.

Pustet den Luftballon auf, bevor Ihr das Boot ins Wasser lasst. Haltet anschließend das Loch vom Luftballon zu. Legt das Boot ins Wasser und schon geht´s los! Die Luft drückt aus dem Ballon und muss dabei den engen Kanal im Bog vom Bootskörper. Dadurch baut die Luft ordentlich Druck auf. Sie strömt nun unter dem Wasser aus dem Ballon und treibt damit das Boot an. Unter dem Bug blubbert es kräftig und die Kinder sind begeistert.

Wir schnitzen mit Kindern ein Holzschiff, dass einen Raketenantrieb hat. Der ist bereits montiert. foto (c) kinderoutdoor.de

Los geht die wilde Fahrt: Von null auf hundert in wenigen Sekunden. foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor schnitzen: Ein Segelboot

Unsere Anleitung zum Schnitzen mit Kindern ist ideal für Tage, an denen das Thermometer über 25 Grad ist. Da gibt es nur eins: Ab mit der Familie ans Wasser. Am Bach, See oder Weiher schnitzt Ihr mit den Kindern ein Segelboot. Das ist ein Hingucker und gleitet stabil über die Wellen. Alles was Ihr dazu benötigt ist ein Taschenmesser, Zweige und ein Stück Holz.

3.700 Quadratmeter. So viel Segelfläche hat die Sailingyacht A. Zum Vergleich: Ein Fußballplatz mit 68m x 105m hat 7.140 Quadratmeter Fläche. Etwas bescheidener fällt das Segel von unserer heutigen Schnitzarbeit aus. Trotzdem haben die Kinder eine unglaubliche Freude dabei, wenn das geschnitzte Schiff zum ersten mal über das Wasser gleitet.

Schnitzen mit Kindern: Wenig Material, aber viel Spaß

Bevor wir zum Taschenmesser greifen holt Ihr Euch aus dem Wald oder Park ein Stück Astholz, einen dünnen Zweig und ein Stück Papier. Damit habt Ihr alles zusammen und es kann losgehen.

Wir schnitzen mit Kindern ein Segelboot aus diesem Sammelsurium.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der Säge vom Taschenmesser schneidet Ihr ein Stück vom Astholz ab.

Ein Taschenmesser für alle Fälle: Mit der Säge schneidet Ihr ein Stück vom Astholz ab.
foto (c) kinderoutdoor.de

Als nächstes schnitzen wir mit der großen Klinge vom Taschenmesser die Aufbauten und das Deck von unserer Luxusyacht heraus.

Grob schnitzen wir das Deck und die Aufbauten von unserer Yacht.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn wir schon dabei sind, dann arbeiten wir auch das Heck von unserem Segelschiff heraus. Nehmt dazu die große Klinge her und rundet das eine Ende mit dem Aufbau ab. Das Heck heiligt die Mittel; oder so ungefähr. Mit der großen Klinge arbeitet Ihr das Heck von unserer Yacht aus. foto (c) kinderoutdoor.de Ungefähr so sollte das Heck von Eurem Segelboot aussehen. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit dem Bug, wie ihn unsere Yacht im Moment aufweist, könnten wir beim Admirals Cup nie gewinnen. Völlig stumpf ist der vordere Teil von unserem stolzen Schiff. Schnitzen ihn doch entsprechend schnittig zu, damit sich die Yacht durch die Wellen arbeiten kann. Spitzt diesen Teil entsprechend zu.

Im nächsten Arbeitsschritt nehmen wir uns den Bug der Yacht vor.
foto (c) kinderoutdoor.de

Eigentlich braucht eine Yacht einen Kiel, doch der lässt sich schwer schnitzen. Deshalb arbeiten wir mit Ballast, damit unser geschnitztes Schiff stabil im Wasser liegt. Von der Beschaffenheit und Form der Klinge des Taschenmessers hängt es ab, wie gut Ihr das Deck aushöhlen könnt. Auch der Dosenöffner vom Taschenmesser kann dabei hilfreich sein.

Unsere Yacht braucht Ballast. Deshalb höhlen wir den Bootskörper so gut es geht aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Irgendetwas fehlt unserer Yacht?! Genau, der Masten. Irgendwo muss ja das Segel befestigt sein. Aus einen geraden Stück Holz schnitzen wir den Großmasten.

Fertig ist der Großmasten für unsere Segelyacht.
foto (c) kinderoutdoor.de

Damit das Segel stabil ist, benötigen wir wie bei einem echten Boot einen Großbaum. Dieser ist kürzer als der eigentliche Masten. Schnitzt ein entsprechendes Stück Holz und befestigt es im unteren Drittel vom Großmasten. Bohrt dazu ein Loch mit der Ahle, Stechdorn, in den Masten. Nun befestigt Ihr das Segel. Dieses lässt sich wunderbar aus Altpapier herstellen. Noch einmal kommt die Ahle zum Einsatz. Vorsichtig bohrt Ihr mittig eine Vertiefung (bitte kein Loch!!!) in den Boden von der Segelyacht. Dorthinein steckt Ihr nun den fertigen Masten.

Fertig ist unser geschnitztes Boot aufgetakelt.
foto (c) kinderoutdoor.de

Damit das Boot nicht kentert legt Ihr kleine Kieselsteine hinein. Bitte nur soviel Ballast mitgeben, damit noch immer Wasser unter dem Bootskörper ist und die Yacht schwimmen kann. Wenn Ihr zuviel Gewicht dem Schiff aufladet, dann geht es unter und Ihr habt ein U-Boot mit Segel. Jetzt ist es Zeit für den Stapellauf! Das von den Kindern geschnitzte Segelboot läuft aus. foto (c) kinderoutdoor.de Dank dem Ballast im Bootskörper liegt unsere geschnitzte Segelyacht stabil im Wasser.

Outdoor schnitzen: Eine altägyptische Barke

Mit dem Taschenmesser basteln wir heute ein antikes Wasserfahrzeug. Das Tolle an unserem heutigen Projekt: Die Kinder können mit der altägyptischen Barke auch ganz toll im Wasser spielen. Unsere Materialliste ist wie immer übersichtlich.

“Warum schnitzt Du nicht mal die Titanic?” fragte mich ein Vater. Dabei muss sich scheinbar das Gesicht wie im Stuhl vom Zahnarzt verzogen haben. So tragisch das Schicksal von diesem Passagierschiff auch ist, aus Bastlersicht finde ich den Pott stinklangweilig. Vier Schornsteine, davon einer Attrappe und eine Linienführung, die so prickelnd ist wie Mineralwasser, dass offen eine Woche auf der Fensterbank gestanden ist. Da finde ich es viel spannender, wenn wir in die maritime Geschichte ganz weit nach hinten gehen. In die Zeit des alten Ägyptens. Da gab es die Falkenbarke. Mit Blattgold ist das vierzig Meter lange Königsbarke überzogen gewesen und diente für kultische Zwecke. Der Pharao sprach von dort aus auch Recht. Ein über 4.000 Jahre altes Modell von diesem Schiff habe ich in Tokio in der ägyptischen Abteilung gesehen. Wie schwungvoll der ganze Bootskörper ist. Dagegen ist die Titanic so langweilig wie der Börsenbericht in der FAZ. Folgendes solltet Ihr an Material haben:

Aus diesem Stück Holz entsteht unsere königliche Barke. foto (c) kinderoutdoor.de

Wir schnitzen mit Kindern eine altägyptische Barke

Sägt zuerst die Aufbauten in das Holz. foto (c) kinderoutdoor.de

Mein Tipp: Bevor Ihr mit dem Schnitzen loslegt, seht Ihr Euch am besten ein Foto von der Barke an. Zuerst sägt Ihr das Holz auf die entsprechende Länge zu. An jedem Ende vom Ast sägt Ihr drei mal bis in die Mitte ein. Daraus schnitzen wir Bug, Heck und Aufbauten.

Legt den Zwischenraum der Aufbauten frei. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit der großen Klinge vom Multitool oder dem Taschenmesser entfernt Ihr nun das Holz zwischen den gesägten Einschnitten. So entsteht das Deck der Barke.

Schnitzt das Unterwasserschiff von unserer Barke. foto (c) kinderoutdoor.de

Höchste Zeit, dass wir uns um das Unterwasserschiff der Barke kümmert. Arbeitet mit der Klinge Bug und Heck aus. Das Ganze sollte gleichmäßig gebogen sein. Damit die Barke flott durch die Wasser des Nils gleitet, laufen Bug und Heck spitz zusammen.

Gut in Form. So gleitet die Barke flott durchs Wasser. foto (c) kinderoutdoor.d

Legt die Barke vor Euch hin und schnitzt Ihr nun die typisch gebogene Form des Bootskörpers.

Schnitzt nun den Bootskörper runder. foto (c) kinderoutdoor.d

Mit dem Dosenöffner vom Taschenmesser höhlt Ihr nun das Ruderdeck aus. Der Vorteil daran: Ihr könnt später Steinchen dort als Ballast ablegen.

Höhlt das Deck entsprechend aus . foto (c) kinderoutdoor.d

Mit der Ahle, dem Stechdorn vom Multitool oder dem Taschenmesser, schnitzt Ihr nun den Bug und das Heck, sowie die Aufbauten. Am Heck ist das Ende wie ein Papyrus gestaltet.

Arbeitet nun die Details an Bug und Heck aus. foto (c) kinderoutdoor.d

Mit der Ahle bohren wir in beide Seiten Löcher. Dorthinein stecken wir später die Ruder.

Bohrt die Löcher für die Ruder in die Bordwände. foto (c) kinderoutdoor.d

Möglichst die Mitte solltet Ihr für die Vertiefung in den Bootskörper finden. Denn dort stecken wir später den Masten hinein.

Bohrt in die Mitte ein Loch um darin den Masten zu befestigen. foto (c) kinderoutdoor.d

Mit dem Schmirgelpapier schleift Ihr die Barke gründlich ab. Außen und innen.

Schmirgelt den Bootskörper ab. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn der Wind fehlte, trieben Ruderer die Barke voran. Deshalb schnitzt als nächstes aus dem dünnen Zweig die Riemen.

Schnitzt den Masten und die Ruder. foto (c) kinderoutdoor.de

Steckt die Ruder in die Löcher der beiden Bordwände. Wenn die Barke später im Wasser ist, geben ihr die Riemen seitlich die nötige Stabilität.

Die Ruder sind bei unserer Barke auch klar. foto (c) kinderoutdoor.d

Im nächsten Schritt baut Ihr den Masten. Spitzt ihn am unteren Ende zu.

Fertig ist unser Masten. foto (c) kinderoutdoor.d

Bereitet nun das Segel vor. Die alten Ägypter schipperten mit Rahsegel herum.

Bereitet das Segel vor. foto (c)

Fertig ist unsere altägyptische Barke.
Fertig ist unsere ägyptische Barke. foto (c) kinderoutdoor.de