Kinder Outdoor Bergwandern: Krokusblüte bei Oberstaufen

Kinder Outdoor Bergwandern und es blüht Euch was. In Oberstaufen blühen am Hündle tausende von Wildkrokussen. Wie ein riesiger Teppich zieht sich das Blütenmeer über 20 Hektar dahin. Eine perfekte Kinder Outdoor Bergwanderung.

Ein paar Wochen wird es noch dauern, bis sich der Frühling in all seiner Pracht auch in den Bergen zeigt. Aber wenn es so weit ist, dann erstrahlen die Bergwiesen besonders intensiv in allen erdenklichen Farben. Ein kräftiges Lila und ein leuchtendes Blau sind es am Hündle in Oberstaufen. Kaum ist der Schnee geschmolzen, sprießen dort nämlich die Wildkrokusse. Aber nicht hier zwei und dort ein paar. Es ist ein knapp 20 Hektar großer Blumenteppich, der sich da am Hündle je nach Wetterlage zwischen Ende März und Mitte April erstreckt.

Über einen leichten Wanderweg zur Krokuswiese
Dieses faszinierende Blütenmeer auf rund 1.000 Meter Seehöhe können glücklicherweise nicht nur Bergsteiger bestaunen. Mit der Hündlebahn – die mit der Oberstaufen PLUS Gästecard übrigens kostenlos genutzt werden kann – ist man schnell auf dem Berg und in einer rund 30-minütigen, leichten Wanderung an der Krokuswiese. Der gut ausgebaute Weg ist sogar kinderwagentauglich und wer möchte, kann einen kurzen Abstecher zum Gipfelkreuz des Hündle machen. Ideal für Familien im Anschluss an das Blütenschauspiel ist der Erlebniswanderweg Hündle-Schwandalpe. An 22 Stationen erfährt, erfühlt und testet man hier Wissenswertes über das Allgäu.

Das Naturschauspiel mit einer längeren Wanderung oder eine Bike-Tour verbinden
Wem dieser Weg zu einfach ist, der macht sich auf die etwa zehn Kilometer lange Hochsiedelrunde. Sie führt hinauf aufs Hündle, die noch schneebedeckten Gipfel der Nagelfluhkette hat man dabei immer Blick. Erst an der Hochsiedelalpe rückt dann das leuchtende Blütenmeer in den Vordergrund. Weiter führt der Weg hinunter nach Talkirchdorf und an der Ach zurück zur Hündle Talstation. Fahren statt zu gehen ist auch möglich: Mit dem Mountainbike oder dem E-Bike kommt man ebenfalls hinauf zu den Krokussen. Am besten erlebt man dieses Naturschauspiel übrigens an einem klaren Tag, da sich die Blüten nur bei Sonnenschein so richtig öffnen.

Ein Blütenmeer aus Krokussen gibt es am Hündle bei Oberstaufen zu bewundern. foto (c) Ouberstaufen Tourismus

Allgäuer Spezialitäten auf den Alpen oder ein Picknick im Blütenmeer
Wer vom vielen Staunen und Freuen über die frischen Farben hungrig wird, kann sich in einer der Alpen stärken – Alpe heißt im Allgäu das, was man andernorts Alm nennt. Spezialitäten wie ein Brot mit Bergkäse oder Kässpatzen gibt es zum Beispiel auf der Hündle Alp oder in der Berghütte Schwändle. Am schönsten ist es aber wohl, das erste Picknick des Jahres am Rande des großen blauen Blütenteppichs abzuhalten. Den leckeren Allgäuer Bergkäse für das Picknick kann man sich an der Sennalpe auf dem Hündle ganz frisch mitnehmen.

Nichts verpassen: Live-Updates zur Krokusblüte im Internet
Krokusse gehören übrigens zu den Schwertliliengewächsen und es gibt rund 235 Arten. Aus der Krokusart Crocus sativus wird Safran gewonnen. In unseren Breiten gehören Krokusse zu den ersten Blumen im Frühjahr, sie werden trotz ihrer frühen Blütezeit durch Insekten bestäubt. Wann die Wildkrokusse am Hündle tatsächlich aufblühen hängt von der Schneelage und den Temperaturen ab, in der Regel ist das zwischen Ende März und Mitte April. Nach den vielen Schneefällen im Januar wird es 2019 vermutlich eher Mitte April, bis sich die ersten Krokusblüten unter der Allgäuer Sonne öffnen. Aktuelle Infos zur Krokusblüte gibt es ab Ende März auf der eignen Krokus-Webseite. von Oberstaufen Tourismus

Weitere Wanderungen mit Kindern in Oberstaufen

Wenn die Luft wieder klarer wird und die Sonne nicht mehr ganz so erbarmungslos brennt, beginnt für Bergfreunde die schönste Zeit des Jahres – die Wandersaison. Neben der Bewegung sind es vor allem die Panoramen und Ausblicke in die Natur, die das Wandern so attraktiv machen. Dank der bevorzugten Lage am Rand der Allgäuer Alpen kann man in Oberstaufen nicht nur in ganz unterschiedlichen Höhenlagen wandern, sondern dabei auch noch wirklich spektakuläre Ausblicke von drei ganz unterschiedlichen Wanderwegen genießen, die zu Recht vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Wandersiegel „Premiumwanderwege“ ausgezeichnet sind.

Ausblick I: über den Großen Alpsee, einen spektakulären Wasserfall und in einen Urwald
Den ersten fantastischen Ausblick hat man auf dem Premiumwanderweg „Wildes Wasser“ schon gleich zu Beginn: Von der Bergstation der Hündlebahn, wo die Tour startet, kann man weit in Richtung Nordosten über die grünen Hügel des Allgäuer Voralpenlandes schauen. Dazwischen liegt, nicht weit entfernt, der Große Alpsee. Und wer genau hinsieht, kann vielleicht sogar die Lädine, ein mittelalterliches Segelschiff erkennen. Der Premiumwanderweg führt auf seinen elf Kilometern auch über die Weißach, die sich an den Buchenegger Wasserfällen beeindruckend aus dem Felsen rund 18 Meter in die Tiefe stürzt. Der Wasserfall ist gut zugänglich, eignet sich an heißen Tagen für eine erfreuliche Abkühlung und bietet neben dem imposanten Anblick auch spannende Einblicke: in die Geschichte der Allgäuer Alpen nämlich. Die Felsstufen sind aus dem typischen Gestein des Naturparks, dem sogenannten Nagelfluh. Schon an den Flusskieseln erkennt man den Aufbau dieses Gesteins: viele, vom Wasser abgerundete Steine, die über Jahrmillionen geradezu zusammen „gebacken“ wurden. An den Hängen der Weißachschlucht wächst einer der letzten Urwälder Deutschlands, das Naturwaldreservat Achrain – eine Mischung aus Weißtannen, Ahornbäumen, Buchen, Eiben, Mehlbeeren und Eschen, die sich im Herbst übrigens in den schönsten Farbtönen verfärben und damit einen weiteren spektakulären Ausblick bieten.

Ausblick II: bis zum Ulmer Münster, auf uralte Baumveteranen und über die Grenze nach Österreich
Über eine alpine Hochebene führt der Premiumwanderweg „Alpenfreiheit“. Der knapp 17 Kilometer lange Rundweg startet an der Bergstation der Imbergbahn. In aller Ruhe und Stille sind hier oben über die Jahrhunderte Ahornbäume, Bergulmen, Weißtannen, Ebereschen und einige mehr zu imposanten Riesen gewachsen. Ein wahrer Baumveteranen-Garten ist auf den Alpweiden entstanden. Einige Exemplare hat die Natur besonders bizarr wachsen lassen, wie etwa den sogenannten „hohlen Baum“. Er ist wohl rund 350 Jahre alt und hat einen Umfang von 6,5 Metern. Damit ist er der zweitstärkste Ahorn Deutschlands. Eine der Eiben ist vermutlich sogar rund 1.000 Jahre alt. Ebenfalls uralt ist das Häderich-Moor, an dem man auf der „Alpenfreiheit“ vorbeikommt und das sich auf dem grenzüberschreitenden Wanderweg bereits auf österreichischer Seite befindet. Es ist eines der besterhaltenen Hochmoore in dieser Höhenlage. Wenige Gehminuten nach dem Moor gelangt man auf den Gipfel des Kojensteins, der auch noch zu Österreich gehört. Bei gutem Wetter können Wanderer von hier sogar das Ulmer Münster sehen, dessen gotischer Spitzturm mit seinen 161,5 Metern zwar der höchste Kirchturm der Welt ist, aber trotzdem immerhin gut 100 Kilometer vom Kojenstein entfernt liegt. Unterwegs lohnt sich übrigens immer eine Einkehr in eine der zahlreichen bewirtschafteten Alpen, wie zum Beispiel auf der Hörmoos Alpe. Die Kräuter aus dem bunten Garten vor der Alpe auf 1.300 Metern werden gleich nebenan in der höchstgelegenen Schnapsbrennerei des Allgäus verarbeitet.

Ausblick III: in die Schweiz zum Säntis, über Österreich zum Bodensee und bis in den Schwarzwald
Der „Luftige Grat“ ist der alpine und wohl anspruchvollste Weg unter den drei Premiumwanderwegen in Oberstaufen. Seinem Namen macht er alle Ehre: Auf den ersten Kilometern passiert man ein paar ausgesetzte, felsige, eben sehr „luftige“ Stellen und einige der höchsten Gipfel der Nagelfluhkette wie etwa den 1,704 Meter hohen Seelekopf. In den extremen Lebensbedingungen hier oben, wo beständig der Wind über den Grat fegt, überleben nur wenige Pflanzen. Eine davon ist die Silberwurz, eine ursprünglich arktische Pflanze, die nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren hier eine neue Heimat fand. Kurz bevor der Weg den Grat verlässt, gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man einen wahrlich beeindruckenden Weitblick in Richtung Westen hat: Hinter den nahen Bergen des Bregenzerwaldes in Österreich erhebt sich das wuchtige Säntis-Massiv, das bereits in der Schweiz liegt. Etwas weiter nordwestlich ist der Bodensee zu erkennen mit den vielen Wein- und Obstgärten an seinem Ufer und schließlich folgt die sanft hügelige, grüne Voralpenlandschaft des Westallgäus und Oberschwabens. Bei besonders guter Sicht sind am Horizont sogar der Schwarzwald und die Schwäbische Alp zu erkennen. Wer lange genug in die Ferne geblickt hat, sollte auch einmal in den Himmel schauen. Denn hier in der Luft über der kargen Berglandschaft leben Alpendohlen, Kolkraben, Steinadler und Birkhühner. Der Alpine Premiumwanderweg „Luftiger Grat“ startet an der Bergstation der Hochgratbahn und führt über gut zehn Kilometer bis zur Bergstation der Imbergbahn.

Wandern mit dem Kinderwagen am Imberg

Ein Miniklettersteig erwartet die Kinder am Erlebnisweg am Imberg. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit dem Kinderwagen kommt Ihr bei dieser Familientour im Allgäu hoch hinaus und die Kinder sind leichtfüßig wie Gemsen unterwegs. Auf dem Alperlebnispfad bekommen die Outdoorkids spielerisch viel Wissenswertes über die Berge und seine Bewohner kennen. Ihr wählt aus drei Rundwege mit 6,3, 5,3 und 2,3Kilomete aus. Alle diese Touren sind für den Kinderwagen geeignet. 

Mit der Imbergbahn gondelt Ihr gemütlich hinauf. Von der Bergstation, sie liegt auf 1.214 m, wandert Ihr los los. Dort stehen die ersten Wegweiser und der Alpenerlebnispfad ist einwandfrei ausgeschildert. Wer hier ein GPS Gerät braucht, der verfährt sich auch im Kreisverkehr. Vom Imberghaus geht es unter den Nordlift hindurch zu Waldrand. Bald ist die erste der insgesamt 47 Stationen erreicht. Hier erfahrt Ihr viel Wissenswertes über die Alpwirtschaft. Im Allgäu sagen die Einheimischen zu einer Alm nämlich Alpe. Durch den Wald bis Ihr eine kleine Straße mit Bushaltestelle erreicht. Hier wandert Ihr rechts. Nach wenigen Metern gabelt sich der Weg erneut und dort links gehen. Kurzweilig ist der erste Abschnitt vom Alperlebnispfad. Immer wieder gibt es Stationen zum Mitmachen oder mit Fragen. Bald erreicht Ihr einen Miniklettersteig. Einen Meter über dem Wanderweg verläuft in einem extra dafür freigelegten Felsen ein fixiertes Stahlseil. Klar, die Kinder müssen hier sofort klettern. Kaum sind sie damit fertig, laufen sie wieder zum Start des kleinen Klettersteiges zurück und kraxeln dort erneut. Ein völlig ungefährliches Erlebnis, aber für die Kinder ein richtiges Abenteuer. Wer möchte kann bei der nächsten Abzweigung links abgehen, und den Erlebnispfad abkürzen. Alle anderen gehen weiter am Waldrand entlang und durch Almwiesen bis zu Häuslers Gschwend. Hier lässt es sich gut einkehren und während die Kinder eine künstliche Kuh melken, lassen sich die Eltern ein kaltes Getränk schmecken.

Erlebniswege mit Kindern: Der Alperlebnispfad am Imberg begeistert die Familien. foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit Kinderwagen am Imberg: Wieviel  trinkt eine Kuh am Tag?

Weiter wandern wir zur Alpe Glutschwanden. Auf dem Weg dahin gibt es Aktionsstationen. Wer sich stärken will, kehrt auf dieser urigen Alpe ein. Nun besteht die letzte Möglichkeit, die Tour abzukürzen. Wenige hundert Meter nach der Hütte knickt der Weg nach links ab. Bald ist ein nächster Höhepunkt von dieser Tour erreicht: Eine kleine Hängebrücke. Wenn die Kinder vorsichtig darüber gehen, beginnt sie leicht zu schwanken. Interessant ist die Mitmachstation, wie viel Wasser eine Kuh an einem Tag trinkt. Dazu schöpfen die Kinder mit einem Eimer Wasser aus dem Bergbach und schütten es in eine Wanne. In die Häderichmoore führt nun der Wanderweg. Manchen Eltern läuft es eiskalt über den Rücken, wenn die Kinder die Schuhe und Socken ausziehen um Barfuß das Hochmoor zu spüren. Der Weg führt nun vorbei an der Alpe Hintere Hochwies und weiter zur Alpe Hochwies. Hier haben die Familien einen unvergesslichen Blick auf die Allgäuer Berge. Ebenfalls lange im Gedächtnis bleibt der leckere Kuchen und die deftigen Brotzeiten. Wenige Meter nach Alpe Hochwies den linken Wanderweg nehmen. Er führt hinunter zum Lanzenbach und der Schmalzgrube.

Auch für Kinderwagen ist der Alperlebnispfad am Imberg geeignet. foto (c) kinderoutdoor.de

Mit Trittsteinen können sich hier die Kinder einen Übergang bauen. Bei der Brücke stellt sich eine simple Frage: Wenn hier an dieser Stelle ein Blatt in den Lanzenbach fällt, in welchem Meer kommt es später raus? Nach der Schmalzgrube rechts halten und zum Alpengasthof Hochbühl wandern. Doch bevor Ihr dort oben seid, gilt es einen steilen Anstieg zu packen. Zuvor messen die Kinder welche Neigung dieser Hang hat. Hier schwitzen die Anschieber der Kinderwagen und der Schweiß fließt reichlich, wie das Wasser vom Lanzenbach. Beim Alpengasthof Hochbühl gibt es für die Kinder einen Zoo und einen Spielplatz. Weiter führt der Weg an einer Bergwachthütte vorbei. Am Waldrand kommt Ihr bis zur Abzweigung vom Hinweg. Hier rechts halten und bis zur Bergstation der Imbergbahn gehen. Manche Kinder schlafen ein, wenn die Gondel sanft schaukelnd ins Tal hinunterschwebt.

Hüttentour am Hochgrat

Ein wunderbarer Fernblick bietet sich Euch vom Hochgrat aus bei dieser Hüttenwanderung. foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit Kindern und einer Hüttenübernachtung ist für die kleinen Alpinisten das Höchste! Wir wandern vom Hochgrat, dem höchsten Berg der Nagelfluhkette im Allgäu, hinüber zum Grasgehren. Geeignet ist die Tour für Kinder ab 12 Jahren die Trittsicher sind und fit. Dafür bekommt Ihr bei dieser Hüttenwanderung mit den Kindern tolle Fernblicke und eine alpine Natur geboten.“Ach das sind ja nur 15 Kilometer!” meint ein Vater, der mit seinem Sohn an mir und meiner kleinen Seilschaft vorbeirauscht. 15 Kilometer sind in den Bergen eine ordentliche Distanz, denn es gilt auch die Höhenmeter zu schaffen. Wer hier zu flott loswandert, den holen die Berge auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Für die heutige Wanderung mit Kindern und Hüttenübernachtung ist es wichtig bei guter Kondition zu sein und den Rucksack otpimal zu packen. Hier im Allgäu gibt es keine Sherpas, die einem das Gepäck geduldig nachtragen. Los geht es bei der Talstation der Hochgratbahn. Wer sich schonen möchte, der gondelt hinauf und steigt dann zum Staufnerhaus aus. Alle anderen folgen den Schildern zum Hochgrat. Unterquert die Seilbahn und haltet Euch rechts. Kurz geht es durch den Wald und dann den Berg hinauf. Zuerst wandert Ihr zur Unteren Lauchalpe. Weiter geht es durch Weideflächen und Ihr kommt an eine Eibe, die mehr als 1.000 Jahre alt sein soll. Als nächstes passiert Ihr die Obere Lauchalpe. Wer möchte kann dort einkehren. folgt dem Weg bis zum Staufner Haus. Es ist eine DAV Hütte und bekannt für sein hervorragendes regionales Essen. Besonders die Käsespatzen sind ein Genuss. Hier übernachtet Ihr wunderbar und am nächsten Tag geht es los.

Wandern mit Kinder im Allgäu: Vom Hochgrat zum Grasgehren hinüber. foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit Kindern und Hüttenübernachtung: Auf geht´s zum Grasgehren!

Nach dem Stauferhaus geht es steil hinauf zur Bergstation der Hochgratbahn. Wer möchte kann unterhalb vom Grat hinauf zum Gipfel steigen. Besser ist aber, Ihr spart Euch die Kraft. Zur Obergelchenwang Alpe steigt Ihr ab. Im Talgrund angekommen durchquert Ihr ihn und nun geht es bergauf zur Scheidweg Alm. Hier ist ein Grat der Euch zum Heidenkopf (1.685 m) führt. Trittsicherheit und gute Wanderschuhe sind hier Pflicht! Besonders heikle Stellen sind mit Drahtseil abgesichert. Hier in diesem schroffen Gelände sind die Kinder hochkonzentriert dabei. Vom Heidenkopf geht es nun auf einem schmalen Grat hinüber zum Siplingerkopf (1.746 m). Diese Gegend ist für seinen Blumenreichtum bekannt. Überall blüht und grünt es. Bitte hetzt nicht über diesen Grat, sondern nehmt Euch Zeit. Wandern mit Kindern ist frei von Leistungsdruck. Am Siplingerkopf angekommen bietet sich ein ultimativer Panoramablick über die Allgäuer Berge. Wenn das Wetter optimal ist, ist auch der Säntis zu erkennen. Bitte nehmt Euch Zeit beim Abstieg, hier gibt es ein paar schwere Passagen. Helft den Kindern diese zu überwinden. Weiter beim Abstieg zur Oberen Wilhelmine Alpe. Diese ist nur hin und wieder bewirtschaftet, wenn der Senn da ist. Geht am Grat unterhalb vom Belicherhorn und steigt ab zur Höllritzer Alpe. Von hier wandert Ihr Richtung Prinschenhütte. An der nächsten Kreuzung rechts zum Grasgehren halten von dort zur Grasgehrenhütte absteigen. pe ragt der nächste Gipfel des Tages auf. Das markante Bleicherhorn. Für alle die heut von Gratwanderungen genug haben gibt es eine interessante Alternative um zur Grasgehrenhütte zu kommen. Sie zweigen auf dem Weg zum Bleicherhorn rechts ab und gehen zur Höllritzer Alpe. Dort in den Höllritzertobel absteigen. Ihr habt nun gut 15 Kilometer und etliche Höhenmeter in den Beinen. Da schalfen die Kinder tief und fest.

Wandern mit Kindern im Allgäu: Das Ziel ist mit der Grasgehrenhütte erreicht. foto (c) kinderoutdoor.de

Schwierigkeit: Schwere Zwei-Tages-Wanderung die Trittsicherheit und Kondition voraussetzt. Für Kinder ab 12 Jahren geeignet.

Start: Talstation Hochgratbahn

Ziel: Grasgehren Hütte

Markierung: Sehr gut

Kompasskarte 3 – Allgäuer Alpen, Kleinwalsertal (1:50 000)

Essen und Trinken: Untere Stieg Alpe, Untere Lauch Alpe, Staufnerhaus, Bergrestaurant Hochgratbahn, Scheidwang Alpe, Obere Wilhelmine Alpe (wenn der Hirte da ist)

Information: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH
Hugo-von Königsegg-Straße 8
D-87534 Oberstaufen

Tel: +49 8386 9300-0
Fax: +49 8386 9300-20
E-Mail: info@oberstaufen.de

www.oberstaufen.de

DAV Hütte Staufnerhaus, 1.634 m

Kontakt:

Staufnerhaus

Lanzenbach 4
87534 Oberstaufen

0049/8386/8255

  • Öffnungszeiten: Ganzjährig
  • Betriebsurlaub: April, November und im Dezember bis Weihnachten geschlossen
  • Schlafplätze: 63 Matratzenlager, 17 Zimmerlager
  • Charakteristik der Hütte: Urig, alternativ und wunderbares Essen!

Berghütte Grasgehren, 1.447 m

Kontakt: www.berghuette-grasgehren.de

Grasgehren Berghütte
Riedbergpass 1
87538 Obermaiselstein

Tel. 08326 7773
Fax 08326 9549

info@berghuette-grasgehren.de

Öffnungszeiten: Ganzjährig

Schlafplätze: 2 Einzelzimmer, 3 Doppelzimmer,1 Dreibettzimmer, 3 Vierbettzimmer, 2 Sechsbettzimmer, 1 Hüttenlager mit 8 Betten und 1 Hüttenlager mit 12 Betten

Charakteristik der Hütte: Viel Holz! Großer Parkplatz direkt vor der Hütte.

Über die Nagelfluhkette wandern

Wandern mit Kindern: Mit Berfexen ab zwölf Jahren ist die Überquerung der Nagelfluhkette möglich. foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit Kindern und auf urigen Berghütten übernachten. Das gibt es bei der Überquerung der Nagelfluhkette. In drei Tagen schaffen es Kinder ab zwölf Jahren, die über eine entsprechende Kondition und Trittsicherheit verfügen,  vom Hochgrat bis zum Gipfel vom Mittag.

„Alles aus Herrgottsbeton!“ meint ein Allgäuer Bergsteiger und zeigt mit dem Trekkingstock auf die Nagelfluhkette vor ihm. Ein Wanderer aus dem nördlichen Deutschland hört dies und entgegnet:“Also auf mich wirkt das alles ganz natürlich!“ Hergottsbeton ist ein Sedimentgestein und sieht aus wie grober Waschbeton. Der Naturpark Nagelfluhkette zieht sich etwa 20 Kilometer vom westlichen Illertal bis zur Hörnerkette. Bei dieser Tour stehen einige Gipfel dem Programm. Gute Kondition und Trittsicherheit. Los geht die Tour an der Talstation der Hochgratbahn. Zuerst zur Unteren Lauchalpe wandern. An der 100-jährigen Eibe vorbei und links hinauf zum Hochgrat. Vorbei an der Oberen Lauchalpe und weiter bergauf steigen. Rechts geht es zum Staufner Haus ab. In dieser DAV Hütte auf 1.634 m ist die erste Übernachtung

Kinderoutdoor Tipp: Unbedingt die Käsespätzle im Staufner Haus essen. Christoph, der Hüttenwirt ist gelernter Koch und verwendet regionale Zutaten. Der Hittisauer Bergkäse gibt den Käsespätzle einen unglaublichen Geschmack!

Wandern mit Kindern: Der zweite Tag an der Nagelfluhkette

Wandern mit Kindern aufs Hochgrat (1.834 m). Dieser Gipfel ist der Höchste in der Nagelfluhkette. foto (c) kinderoutdoor.de

Am zweiten Tag der Tour geht es hinauf zur Bergstation der Hochgratbahn. Ws für ein steiler Anfang! Von dort führt ein mit Stahlseilen gesicherter Weg hinauf auf 1.834 m Höhe. Der höchste Punkt der Nagelfluhkette ist erreicht! Da gibt es nur eines: Die gigantische Aussicht genießen! Wenn das Wetter mitspielt sind die Zugspitze und der Großvenediger zu sehen! Weiter geht es auf dem steilen Kamm zum Rindalphorn. Es ist mit 1.822 m nur unwesentlich niedriger als der Gipfel vom Hochgrat. Der Weg führt steil zur Grünlesscharte hinunter. Sie ist eine Schlüsselstelle auf dieser Tour. Als nächster Gipfel folgt der Buralpkopf. Auch zehrt der Anstieg an den Kräften. Im Gegensatz zum Hochgrat kommen nur wenige Bergsteiger auf den Buralpkopf. Wer dort hinauf will, muss auch einen Grat überwinden, der allerdings gesichert ist. Moderat führt der Weg weiter zum dritten Gipfel an diesem Tag. Dem Sedererstuiben (1.737m). Hier ist es wichtig, dass sich die Alpinisten orientieren. Denn nur ein schmaler Pfad führt rechts hinauf zum Gipfel. Alle die diesen Abzweig übersehen, dürfen einen Umweg um den Berg gehen. Der Abstieg erfolgt über eine Scharte. Zur Alpe Gund abzweigen. Hier ist das Nachtlager am Fuße vom Sedererstuiben.

Kinderoutdoor Tipp: Für die Etappe am zweiten Tag genügend Essen und Trinken einpacken. Unterwegs besteht keine Möglichkeit zur Einkehr. Außer zur Inneren.

Wandern mit Kindern: Eine Leiter die beeindruckt!

Endspurt! Wobei es Bergsteiger eher ruhiger angehen lassen. Wem der Weg über die Nagelfluhkette am dritten Tag zu viel ist, wandert hinunter zur Alpe Mittelberg. Von dort ins Steigbachtal und weiter bis nach Immenstadt. All jene die diese Drei-Tages-Tour schaffen wollen, wandern von der Alpe Gund dem Wegweiser nach zum Stuiben. Wer nicht schwindelfrei ist, hat hier ein Problem. Der steilabfallende Weg ist mit Stahlseilen präpariert. Wer die Überquerung der Nagelfluhkette zu Ende bringen will, steigt der Beschilderung folgend zum Stuiben (1.794m) hinauf. Der Weg dorthin ist steil und teilweise auch mit Drahtseilen gesichert. Schwindelfreiheit ist wichtig! Auf einem Kamm wandern die Alpinisten weiter zum nächsten Gipfel des Tages: Der Steineberg (1.683 m). Am Gipfel müssen sich die Bergfexe entscheiden: Absteigen über eine 30 Meter lange Leiter oder über einen steilen Steig den Gifpel umkurven. Unten angelangt geht es weiter durch Bergwiesen zum vorletzten Gipfel der Tour: Dem Bärenköpfle. Noch eine kurze Etappe durch leichtes Gelände und der Gipfel vom Mittag ist erreicht. Von hier aus den Schildern hinunter ins Tal nach Immenstadt folgen. Die Nagelfluhkette ist überquert und der Herrgottsbeton hat gehalten.