Kinder basteln eine Rakete die in fünf Minuten abhebt

Kinder basteln eine simple Rakete, für die Ihr kein Feuer oder chemische Substanzen braucht. In weniger als fünf Minuten hebt das Weltraumfahrzeug ab. Bei Kindergeburtstagen hat sich diese Bastelei bewährt.

Unsere Rakete ist fertig zum Abheben. foto (c) kinderoutdoor.de

“Dann hebt er ab und völlig losgelöst von der Erde…..” wer in den 80ern musikalisch unterwegs gewesen ist, kam am “Major Tom” von Peter Schilling kaum vorbei. Dem Stuttgarter ist damit ein perfekt arrangierter Gassenhauer gelungen. So einen Hit wünscht sich jeder Musiker. Ebenso ein Volltreffer ist heutige Bastelei (was für ein Übergang!). Im Haus können die Kinder ihre Raketen fliegen lassen und die Gefahr sich dabei zu verletzen ist bei gleich null. Folgendes Material braucht Ihr

  • Einwegspritzen (ohne Kanülen!)
  • Klebestift
  • Schere
  • Papier
  • Zahnstocher
Hier ist nochmals unsere Materialliste. foto (c) kinderoutdoor.de

Wir zeigen Euch, wie Ihr das Ganze zum Fliegen bringt!

Kinder basteln eine Rakete: Startrampe inbegriffen

Für alle ganz Vorsichtigen: Kappt eine Spitze vom Zahnstocher mit der Schere, somit ist das letzte Risiko sich verletzen zu können beseitigt. Schneidet mit der Schere zwei gleich große Dreiecke aus. Sie sind später das Leitwerk der Rakete.

Moderne Kunst? Nein die Leitwerke

Mit dem Klebestift bestreicht Ihr die Dreiecke jeweils an der Innenseite und klebt sie um eine Ende vom Zahnstocher (das mit der Spitze) herum. Fertig ist die Rakete.

Die Rakete ist fertig. Foto (c) kinderoutdoor.de

Wer möchte kann die Rakete mit zwei Leitwerken ausrüsten. foto (c) kinderoutdoor.de

Zieht die Einwegspritze nach hinten auf. Steckt in die Spitze die Rakete und drückt nun den Kolben nach vorne. Die Luft darin will entweichen, doch in der Düse steckt ja die Rakete, dadurch entsteht ein Druck und dieser schießt die Rakete in die Luft.

Schon rast unsere Rakete dahin. foto (c) kinderoutdoor.de

Hier ist eine weitere Idee von uns für eine Rakete:

Eine Brausetabletten Rakete zu basteln ist in wenigen Minuten geschafft und auch größere Kinder sind von diesem Experiment begeistert. Bitte probiert diesen Versuch nur draussen aus und nicht im Kinderzimmer.

In meiner Kindheit hörte man es überall ploppen. Brausetabletten Raketen standen bei uns ganz hoch im Kurs. Denn für ein solches Raumfahrzeug brauchte es nur drei Dinge: Eine leere Filmdose mit Deckel, Mineralwasser mit Kohlensäure und eine Brausetablette oder Brausepulver. Es fanden regelrechte Wettbewerbe statt, wessen Rakete am höchsten flog. Manche behaupteten, ihre Raketen mit Brausetablettenantrieb stiegen höher als der Kirchturm. Um unser Raumfahrzeug zun basteln braucht Ihr eine Schere, Altpapier, Klebstoff, eine leere Filmdose.

Die Brausetabletten Rakete im Rohzustand. Foto (c) kinderoutdoor.de

Die Brausetabletten Rakete im Rohzustand.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Nun schneiden wir eine Spitze aus dem Papier aus.

Unsere Rakete mit dem Brausetabletten Antrieb braucht auch eine Spitze. Foto (c) kinderoutdoor.de

Unsere Rakete mit dem Brausetabletten Antrieb braucht auch eine Spitze.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt kleben wir die Spitze aus Papier zusammen.

Hier kleben wir die Spitze von unserer Rakete zusammen. Foto (c) kinderoutdoor.de

Hier kleben wir die Spitze von unserer Rakete zusammen.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Brausetabletten Rakete basteln: Und sie fliegt doch!

Jetzt klebt Ihr zum Schluss die Rakete auf die leere Filmdose.

Bereit zum Abheben ist unsere Brausetabletten Rakete. Foto (c) kinderoutdoor.de

Bereit zum Abheben ist unsere Brausetabletten Rakete.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt sucht Ihr Euch für das Raumfahrzeug einen Startplatz. Bitte nicht in der Wohnung die Rakete abheben lassen. Besser ist es, Ihr geht in den Park oder auf eine freie Fläche. Nun müsst Ihr die Rakete mit Treibstoff versorgen. Füllt etwa ein Drittel der Filmdose mit Mineralwasser auf. Verwendet bitte eines mit Kohlensäure. Vor dem Befüllen legt Ihr in den Deckel der Filmdose die Brausetablette. Solche bekommt Ihr in jedem Super- oder Drogeriemarkt zu kaufen. Drückt nun den Deckel fest auf die Filmdose und zwar so, dass er abschließt. Sonst entweicht alles und die Rakete bleibt am Boden. Bitte schüttelt nicht die Filmdose. Nun die Rakete auf den Boden stellen.

Fertig zum Abheben und bestankt ist unsere Rakete mit Brausetablette und Mineralwasser. foto (c) kinderoutdoor.de

Fertig zum Abheben und bestankt ist unsere Rakete mit Brausetablette und Mineralwasser.
foto (c) kinderoutdoor.de

Es dauert nur wenige Sekunden und schon hebt die Brausetablettenrakete mit einem lauten Plopp ab!

Da ist sie schon abgeflogen unsere Rakete. Foto (c) kinderoutdoor.de

Da ist sie schon abgeflogen unsere Rakete.
Foto (c) kinderoutdoor.de

 Aber warum hebt die Rakete eigentlich ab? Das wollen die Kinder sicher wissen. Ganz einfach: Das Mineralwasser mit Kohlensäure löst die Brausetablette auf. Dadurch entstehen “Gase”. Diese dehnen sich aus, können sich aber nicht weiter ausbreiten und irgendwann ist der Druck in der Filmdose so groß, dass sie in die Luft fliegt.

Schnitzt doch mal mit den Kindern eine Rakete

Kinder schnitzen eine Rakete mit dem Taschenmesser und dieses schnittige Flugobjekt rast richtig flott dahin. Die Kinder schnitzen heute ein Spielzeug, dass ich bei Franzosen zum ersten Mal gesehen habe. In kurzer Zeit ist die Rakete mit dem Taschenmesser gebastelt und es ist beeindruckend wie weit sie fliegt. Ganz ohne feurigen Antrieb. Ein geniales Spielzeug, dass die Kinder schnitzen können und eigentlich keine Hilfe der Erwachsenen dazu brauchen. Wenige Meter vor mit schlug ein Holzpfeil ein. Mein Blutdruck ging hoch wie eine Saturn V Mondrakete. “Der spinnt wohl!” dachte ich mir und wollte mir umgehend den Übeltäter schnappen. Doch der kam von Weitem auf mich zugerannt und entschuldigte sich lebhaft auf franzöisch. “Moment mal!” dachte ich mir “So ein  Bürscherl kann diesen Holzpfeil so weit schleudern?” Unmöglich. Es sind gut und gerne 80 Meter. Aber selbst ein talentierter Werfer schafft das nicht. Es musste sich also um eine Rakte handeln! Ich zog den Flugkörper aus dem Boden und betrachtet ihn mit genauer. An einem Ende hatte es vier kleine Leitflügel und vorne eine Spitze. Mir fehlte ein Antrieb. Nirgends entdeckte ich einen Düse oder einen Motor. Da stand der Übeltäter schon vor mir. Inzwischen hatte sich mein Blutdruck wieder normalisiert. Ein Pfadfinder aus Frankreich. Ich wollte von ihm wissen, wie diese seltsame Rakete heißt. Er sagte nur “Flèche polynésienne” Zu Deutsch polynesischer Pfeil. Außer Atem zeigte mir der franzöische Pfadfinder, wie er geschnickt eine Schnur um die Rakete band und das andere Ende um die rechte Hand schnürte. Er legte die Rakete zwischen Daumen und Zeigefinger, holte mit der Wurfhand weit aus und schon schwirrte der Flèche polynésienne los. Unglaublich! Dieses mal warf der Knilch, er ist vielleicht so um die zehn Jahre jung gewesen, ebenfalls wieder über die 80 Meter. Mehrmals ließ ich mir dieses seltsame Wurfgerät vorführen. Ob Eingeborene in Polynesien tatsächlich diesen Pfeil als Jagdwaffe benutzen konnte ich nicht zweifelsfrei recherchieren. Auf jeden Fall ist es eine gute Geschichte dazu. Da sind wir bei einem wichtigen Punkt: Diese Wurfrakete fliegt weiter als Ihr mit einem selbstgemachten Kinderbogen schießen könnt, deshalb achtet bitte, dass vor Euch niemand steht, den diesews Flugobjekt erlegen könnte. Weil es ein wenig schwer ist, zu erklären wie Ihr die Schnur wickeln müsst, habe ich eine eigene Version von diesem Wurfpfeil kreiiert. Mit einem künstlichen Wurfarm. Folgendes an Material benötigt Ihr dazu:

Kinder schnitzen eine Rakete aus diesem wilden Materialmix.
foto (c) kinderoutdoor.de

  • Taschenmesser oder Multitool mit Klinge
  • starke Schnur
  • Astgabel
  • möglichst geraden etwa Zeigefingerdicken Ast (Nehmt Haselnuss und die Allergiker sind Eure besten Freunde!)
  • alten Karton
  • Schere
  • Stift

Kinder schnitzen eine Rakete: Ab in die Erdumlaufbahn

Die Kinder schnitzen abstehende Zweige von der späteren Rakete ab.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder schnitzen mit der großen Klinge kleine Zweige und Knospen von unserer späteren Rakete.

Mit dem Taschenmesser schnitzen die Kinder die Spitze rund, sonst geht von der Rakete ein gewissen Gefahrenpotenzial aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Weil wir uns nicht auf der Jagd in französisch Polynesien befinden, rundet Ihr bitte mit dem Taschenmesser das dünnere Ende von unserer Rakete ab. Die Verletzungsgefahr ist bei einer angespitzten Spitze viel zu groß. Immer einen kurzen Schnitt an der Kante, dreht das Holz für wenige Millimeter in der Hand. Es folgt der nächste Schnitt. So entsteht eine Halbkugel.

Spaltet mit der großen Klinge das dicke Ende der Rakete.
foto (c) kinderoutdoor.de

Nehmt nun das dickere Ende und spaltet es mit der großen Klinge über Kreuz. In diese Schlitze vom Ast stecken wir später unsere Leitflossen. Sie geben der Rakete eine perfekte Lage in der Luft. Anstatt ins Schlingern zu geraten, hat sie eine gute Flugbahn.

Wir stecken die vier Leitflossen in das Ende der Rakete.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zeichnet auf den Karton vier gleich große Dreiecke auf und schneidet sie mit der Schere aus. Fertig sind unsere Lenkflossen für die Rakete. Steckt die vier Teile nun in die Schlitze am dicken Ende vom Ast. Fertig ist unser Flèche polynésienne.

Fertig ist unsere Abschußrampe für die Rakete.
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Weichen wir von der ursprünglichen französischen Version ein wenig ab und bauen uns einen Wurfarm. In unserem Fall eine Startrampe für die Rakete. Nehmt dazu die Astgabel und spannt dazwischen die Schnur. Das Ganze sieht jetzt wie eine Steinschleuder aus.

Fertig ist unsere Rakete zum Abflug.

Gleich fliegt unsere Rakete los! foto (c) kinderoutdoor.de

Wir können unsere Rakete, Flèche polynésienne, starten lassen. Legt das Ende mit den Leitwerken in die gespannte Schnur der Astgabel und klappt diese unter die Rakete. Nehmt die Astgabel ganz vorne mit Eurer Wurfhand und bewegt diese, wie zum Wurf, möglichst schnell und kräftig nach vorne. Ihr habt jetzt einen verlängerten Hebel (Arm) und entsprechend mehr Schwung als sonst. Wundert Euch nicht, wenn die Rakete deutlich weiter fliegt, als Ihr es Euch gedacht habt. Viel Spaß beim Schnitzen mit den Kindern.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Für diesen Artikel, die Fotos und die Links erhalten wir weder Geld, Sachleistungen, Provisionen noch andere Zuwendungen. Wir empfehlen auch bewusst keine Hersteller von Taschenmessern und stehen bei diesen auch nicht auf der Gehaltsliste.

Kinder basteln eine Rakete und die ist ein richtiger Hingucker. Bei unserer kommt nämlich Feuer aus dem Triebwerk. Klar ist so ein Raumschiff weniger für die Wohnung geeignet, sondern ihr müsst die Rakete draußen testen. In weniger als 15 Minuten seid Ihr mit dem Basteln fertig.

“Wo ist das Backpulver?!” Oh je, da hatte ich es mit den Raketenexperimenten ein wenig zu sehr übertrieben. Schließlich ist Backpulver kombiniert mit Essigessenz ein wunderbarer Treibstoff. Am Sonntag wenn das Backpulver fehlt und der Besuch in wenigen Stunden kommt ist das eine Katastrophe. An der Tankstelle gibt es zwar Bier, Grillkohle. Rasierschaum und Klopapier aber kein Backpulver zu kaufen. Für die nächsten Wochen musste ich deshalb meine Versuche mit dem legendären Backpulver Antrieb aussetzen. Alles ohne UNO Embargo und kreuzenden US Flugzeugträger vor der Haustüre. Ein anderer Raketenantrieb musste her!

Kinder basteln eine Rakete: Altpapier hebt ab

Die meisten Materialien für unser Raumschiff habt Ihr zuhause im Altpapier. Eine Papprolle ist das Kernstück unserer Bastelei. Entweder Ihr verwendet eine leere Klorolle (für Kurzstreckenraketen), oder eine Papprolle vom Haushaltspapier (Mittelstrecke) oder eine Rolle von Warensendungen (Weltraumrakete). Außerdem benötigt Ihr Karton oder Moosgummi, Wasserfarben, Pinsel, Kleber, Taschenmesser und gelbe oder oranges Krepppapier.

Aus diesem Durcheinander basteln die Kinder eine Rakete mit Feuerantrieb.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zuerst malt Ihr mit den Wasserfarben die Papprolle an. Während diese trocknet haben wir nun genug Zeit die anderen Einzelteile in Ruhe zu basteln.

Hier bekommt die Papprolle ihren Anstrich.
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Während die Rakete trocknet, schneidet Ihr ein Stück vom Moosgummi oder dem Karton aus und bastelt eine Spitze, die auf die Papprolle passt.

Wir beginnen mit der Spitze unserer Rakete und basteln sie aus Karton oder Moosgummi.
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Klebt jetzt die Spitze auf ein Ende von der Papprolle.

Sie sind der Meinung, dass ist Spitze!!!! Klebt an ein Ende der Papprolle die Spitze auf.
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Im nächsten Arbeitsschritt schneiden wir die Leitwerke unserer Rakete aus, damit sie stabil in der Luft liegt. Ihr entscheidet, ob das Raumschiff mit drei oder vier Leitwerken durch die Luft saust. Ich habe den Moosgummi gedrittelt und entsprechend zusammengefaltet.

Schneidet mit dem Taschenmesser oder der Schere die Leitwerke aus.
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Fertig sind unsere Leitwerke und wir können sie bald an die Rakete montieren.

So sieht das fertige Leitwerk aus.
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Schneidet vom orangenen oder roten Krepppapier dünne Streifen ab. Sie sind das Feuer aus unserem Triebwerk.

Da haben wir es: Das Feuer aus dem Triebwerk.
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Mit dem Taschenmesser schneidet Ihr nun an einem Ende der Papprolle Schlitze hinein. Schneidet so viele, wie Ihr Leitwerke habt.

Mit dem Taschenmesser schneiden wir die Schlitze für unser Leitwerk in die Papprolle.
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Steckt zuerst in die Schlitze, gleichmäßig verteilt, die Kreppstreifen hinein.

In die Schlitze steckt Ihr die Kreppstreifen.
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Zum Schluss steckt Ihr nun die Leitwerke dazu. Fertig ist die Rakete.

Noch die Leitwerke in die Rakete und das Raumschiff kann abheben.
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Im Garten oder Park werft Ihr die Rakete in einem steilen Winkel in die Luft und wie Feuerstrahlen flattern die Kreppstreifen.

Unsere Rakete ist fertig zum Abheben.
foto (c) kinderoutdoor.de


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