Berghütten mit Kindern: Fünf Tipps für eine geniale Übernachtung in den Bergen

Berghütten mit Kindern kann für alle ein völlig entspanntes Abenteuer sein. Doch es gibt ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit es keinen Frust auf der Hütte gibt. Wer glaubt, dass ein Leichtschlafsack das Gleiche ist wie ein Hüttenschlafsack oder es auf Berghütten keine Hausschuhe braucht, der liegt damit ein paar Lichtjahre daneben. Gerne zeigen wir Euch heute, worauf es beim Packen für einen Hüttenaufenthalt ankommt und welche kleinen fehlenden Dinge sich zu einem großen Problem entwickeln können.

„Ach herrje, jetzt ist uns das Salz ausgegangen!“ Kein Problem, schnell zum Supermarkt und eines gekauft. Das Duschgel ist unauffindbar. Ab in den nächsten Drogeriemarkt. Doch was ist wenn auf einer Berghütte die Windeln für das Kind ausgehen? Da warten ein paar hundert Höhenmeter bis zur nächsten Gelegenheit um Einzukaufen. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Sachen in die Rucksäcke einzupacken, wenn Ihr auf eine Berghütte mit der Familie wollt.

Berghütten mit Kindern Tipp eins: Sherpas mieten oder sinnvoll einpacken

Bei Oscar Verleihungen gibt es immer Schockmomente für prominente Frauen, wenn nämlich eine andere genau das gleiche Kleid anhat. Ähnlich ärgerlich ist es, wenn Ihr Salz, Pfeffer, Öl, Tee und so weiter mühsam im Rucksack auf eine Hütte für Selbstversorger hochschleppt. Ihr öffnet in den Küche den ersten Schrank und was steht dort? Salz, Pfeffer, Öl, Tee und weitere wichtigen Dinge für die Küche. Fragt zuvor beim Hüttenwart nach, was in der Unterkunft alles vorhanden ist. Viele Gäste lassen dort unverderbliche Gewürze und andere Lebensmittel zurück. Das Gleiche gilt für Spiele. Zum Glück sind viele Berghütten frei von einem WLAN, was sich sicher noch ändert, und es gibt dort Karten- sowie Brettspiele. Sind diese bereits vor Ort, dann könnt Ihr Euere Spiele zuhause lassen. Dadurch bleiben die Rucksäcke kleiner und leichter. Einige Hütten sind so familienfreundlich und haben sogar für die kleinsten Gäste Babystühle (also die schleppen hoffentlich keine Eltern durch´s Gebirge) und Geschirr für die Knilche. Entweder Ihr mietet Euch einige Sherpas samt Yak-Karawane um Euer Gepäck auf die Hütte zu bringen, oder Ihr erkundigt Euch zuvor, was Ihr wirklich mitnehmen müsst.

Berghütten mit Kindern: Willst Du von der Hausordnung Gebrauch machen?
Foto (c) kinderoutdoor.de

Berghütten mit Kindern Tipp zwei: Das sollte unbedingt dabei sein

Unverzichtbar ist ein Erste Hilfe Set. Solche gibt es zwar auch auf der Hütte, aber wenn Ihr mit der Familie wandern wollt, dann kann es doch zu kleineren Blessuren kommen. Für die Kinder ist es schon rein psychologisch wichtig, wenn Ihr ihnen ein Wundpflaster aufkleben könnt. Ebenfalls wichtig sind Zündhölzer. Viele Selbstversorgerhäuser haben keine zentrale Heizung wie bei Euch zuhause. Hier heizt Ihr mit Holz. Dieses hilft Euch wenig vor der Hütte, wenn Ihr es nicht anzünden könnt, weil die Schachtel mit Zündhölzern die auf dem Kachelofen liegt, leider so leer ist wie die Staatskasse von Griechenland. Hilfreich sind auch Anzünder für den Ofen. Ist dieser schon einige Tage ohne Feuer kühlt er aus und lässt sich besonders im Winter nur wieder schwer anfeuern. Eine Packung spezieller Ofenanzünder erleichtert Euch die Arbeit. Wichtig sind auch die Kuscheltiere für die Kinder.

Auf Berghütten mit Kindern solltet Ihr ein Erste Hilfe Set dabei haben.
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Berghütten mit Kindern Tipp drei: Leinen oder nicht Leinen, das ist hier die Frage

Ein Hüttenschlafsack lässt sich nicht ersetzen. Er ist eigentlich ein zusammengenähtes Stück Stoff ohne Futter. Im Gegensatz zu einem Schlafsack für Outdoor-Abenteuer isoliert der Hüttenschlafsack nicht, sondern ist lediglich aus Gründen der Hygiene da. Schließlich ist es nur schwer möglich, regelmäßig die Betten auf einer Berghütte frisch zu beziehen. Da lässt sich mit keinem Hüttenwart oder Hüttenwirt verhandeln: Ein Schlafsack ist kein Hüttenschlafsack. Erkundigt Euch ob Ihr auf der Hütte einen Hüttenschlafsack oder Bettwäsche benötigt. In einigen Fällen lässt sich ein Hüttenschlafsack vor Ort kaufen oder Bettwäsche mieten. Auch dadurch spart Ihr Euch Gewicht und Volumen in den Rucksäcken.

Wie wollt Ihr die Betten überziehen? Oder habt Ihr am Ende gar den Hüttenschlafsack vergessen?
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Berghütten mit Kindern Tipp vier: Auf leisen Sohlen unterwegs

Mit kalten Füßen den ganzen Abend unterwegs zu sein, ist weder für Kinder noch für Erwachsene besonders prickelnd. Das kann Euch aber passieren, wenn Ihr keine Hütten- oder Hausschuhe eingepackt habt. Bevor Ihr in die Hütte geht, habt Ihr im Vorraum die Bergschuhe auszuziehen. Wer den restlichen Tag keine kalte Füße haben möchte, der packt Hütten- oder Haussschuhe ein.

Berghütten mit Kindern Tipp fünf: Lichtlos durch die Nacht

Ein Klassiker auf jeder Berghütte: Nachts muss ein Kind aufs Klo. Doch Ihr findet nicht den Lichtschalter und schon eskaliert die Situation. Bevor Panik aufkommen und alle mitbekommen, welcher Druck das Kind plagt, ist es besser Ihr habt eine Stirnlampe dabei. Legt diese griffbereit zum Nachtlager und Ihr könnt den Kindern sofort helfen, wenn sie auf´s Klo müssen oder ein Kuscheltier nicht finden.

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