Kinder Mikroabenteuer: Tierisch gut

Kinder Mikroabenteuer sind weder mit großen Aufwand noch mit viel Kosten verbunden. Es geht eigentlich nur um eines: Wagt es! Raus mit Euch und den Kindern und schon erwartet Euch ein Mikroabenteuer. Unsere heutigen Ideen haben alle mit Tiere zu tun.

Mikroabenteuer für Kinder: Kleines Insekt, große Leistung. foto (c) kinderoutdoor.de

Bienen sind uns Menschen voraus. In einigen Dingen. Die Urbienen haben bereits die Zeit der Dinosaurier miterlebt, das beweisen Fossilien in Bernstein. Als der T-Rex und andere Dinos über die Erde trampelten, ist vom Menschen oder den Säugetieren überhaupt nichts da gewesen. Bienen lieferten auch den Stoff für literarische Bestseller, damit ist jetzt weniger die Biene Maja gemeint, und auch den Grund für ein erfolgreiches Volksbegehren in Bayern. Höchste Zeit, dass Ihr mit den Kindern bei den Bienen vorbeischaut. Ein Mikroabenteuer ist es, wenn Ihr mit den jungen Outdoorern einen Imker besucht. Noch besser ist es, Ihr habt einen Lehrbienenstand bei Euch in der Nähe. Dort gibt es spezielle Schaukästen. Diese haben eine durchsichtige Wand und die Kinder können die Bienen im Stock perfekt beobachten.

Schon seit dem antiken Ägypten halten sich die Menschen Bienen. foto (c) kinderoutdoor.de

Von dem Imker erfahrt Ihr dann viele interessante Sachen. Warum die Bienen vor allem in Hände oder das Gesicht stechen, wenn sie sich verteidigen müssen. Weil dort der Bär wenig oder keinen Pelz hat und die schlauen Insekten diese bewährte Taktik auch auf den Menschen anwenden. Hier bekommt Ihr Euch zu hören wie viele Kilometer Bienen zurücklegen um ein Glas Honig zu produzieren: Etwa zwei mal um die Erde! Für ein Kilogramm Honig müssen die Insekten ungefähr zwei Millionen Blüten anfliegen. Das Leben in einem Bienenbau ist faszinierend und teilweise auch brutal. Viele interessante Dinge über die Bienen, die Euch und den Kindern bisher unbekannt gewesen sind, erfahrt Ihr bei einem Mikroabenteuer beim Imker oder dem Lehrbienenstand. Wer weiß, vielleicht versucht sich ein Kind später einmal als Bienenzüchter…..

Bienenstöcke sind ein Mikroabenteuer für Kinder foto (c) Kinderoutdoor.de

Kinder Mikroabenteuer: Besuch auf einem Bauernhof

Sauwohl fühlen sich diese Schweine. foto (c) Kinderoutdoor.de

Die Milch kommt aus dem Tetrapack. Die Eier aus der Schachtel. Die Wurst und das Fleisch aus der Kühltheke. Während der Käse von der Käsetheke ist. Das alles ist für Kinder und Erwachsene selbstverständlich. Doch woher stammen diese Lebensmittel? Hier erwartet Euch das nächste Kinder Mikroabenteuer! Besucht doch spontan einen Bauernhof. Dort latscht Ihr bitte nicht schnurstracks in den nächsten Stall hinein. Es handelt sich um wertvolle Tierbestände und diese sind die Lebensgrundlage von einem Landwirt. Wenn Ihr mit dem Hofherren sprecht, zeigt er Euch sicher die Ställe und was sonst noch alles zu einem Bauernhof dazugehört. Irgendwann kommt auch der Punkt, an dem Ihr Euch fragt: Bei so viel Arbeit die hinter einem Ei oder einem Liter Milch steckt, wie kann sich das für den Landwirt lohnen? Mit ein wenig Glück dürfen die Kinder sogar Hühner, Schweine, Kühe oder andere Tiere füttern.

Ich wollt Ich wär ein Huhn! Bei einem Mikroabenteuer auf dem Bauernhof kommt Ihr dem Federvieh richtig nahe. foto (c) kinderoutdoor.de

Mikroabenteuer für Kinder: Pferdehof

Auch ein Microadventure für Kinder: Besucht einen Pferdehof. foto (c) kinderoutdoor.de

Es ist kein Vorurteil. Mädchen, zumindest der größte Teil davon, steht auf Pferde oder/und Ponys. Wer daran zweifelt, der beantwortet die Frage für sich: Hören Mädchen oder Buben die Bibi und Tina CD´s an? Höchste Zeit sich mit den Kindern in ein Mikroabenteuer zu stürzen. Ab geht es zum Pferdehof. Hier dürfen die Kinder die Reittiere füttern und sicher ist es auch möglich, auf einem Pony eine Runde zu reiten. Alles Glück dieser Erde, liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde.

Der Besuch auf einem Pferdehof ist ein kleines Abenteuer für die Kinder. foto (c) kinderoutdoor.de

Mikro Abenteuer: Wilde Tiere füttern!

Kinder Outdoor Abenteuer wilde Tiere füttern, da denken viele Erwachsene sofort an Löwen oder andere exotische Tiere. Doch es gibt auch in Deutschland und manchen Alpenländern die Möglichkeit wilde Tiere zu füttern oder dabei zuzusehen. Manchmal lassen sich auch sonst scheue Waldbewohner in Tiergehegen beobachten.

1707 hatte Herzog Eberhard Ludwig eine Idee: Er ließ in Ludwigsburg ein Stück Wald einzäunen. Dort setzten seine Förster Fasane aus und diese konnte der Herzog jagen. Damals gehörte die Jagd zu den größten Vergnügen bei Hofe. Außerdem leisteten sich die Adeligen auch eigene Theater. Später kam in diese Fasanerie noch ein Schloß hinzu. Erst für die Jagd, dann für die Geliebte des Königs. Einen württembergischen König gibt es schon lange nicht mehr, aber der Favoritepark mitten in der Stadt ist erhalten geblieben. Hier können die Kinder Muffelwild, Damwild und Axiswild beobachten. Dieses ist aber scheu und zeigt sich selten. Bitte immer auf dem Hauptweg bleiben und keinesfalls die Tiere stören. Es lohnt sich ein Fernglas mitzunehmen.

  • Eintritt: kostenlos
  • geöffnet: ganzjährig

Eichhörnchen füttern in Fischen (Allgäu)

Einer gegen alle ist unfair. So hieß es früher auf dem Pausenhof. Wahrscheinlich ging es den Eichhörnchen, als wir an einem wolkenverhangenen Tag nach Fischen fuhren. Da tummelten sich gut fünfzig Eltern mit Kindern im Wald und alle hetzten hinter den drei vier Eichhörnchen her, die sich unvorsichtigerweise zeigten. Alle Kinder und Erwachsenen meinten es gut und hatten Nüsse in den Händen. Doch die kleinen Nager hatten für diesen Tag schon genug und liefen so schnell weg wie es ging. Beim Eichhörnchenwald kommt es darauf an, wie viele andere Outdoorer dort unterwegs sind, dann ist es den Tieren einfach zu viel und sie verstecken sich im Geäst oder ziehen sich in ihre Kobel zurück.

Im Herbst lohnt sich eine Wanderung zu den Eichhörnchen. Da sind die wuselig unterwegs. foto (c)kinderoutdoor.de

Obwohl, wer ein wenig nachdenkt, kann die kleinen pelzigen Tiere auch verstehen. Die haben wahrscheinlich schon schmerzende Bäuche wegen zu viel Futter und wollen einfach mal ihre Ruhe haben. Enttäuscht werfen manche Kinder und Eltern die Nüsse weg. Zumindest die Raben und Ringeltauben freuen sich über das unerhoffte Futter. Wenn sich keine Eichhörnchen zeigen, ist das kein Grund traurig zu sein. Es gibt einen attraktiv angelegten Themenweg über die Eichhörnchen.

Kinder Ausflüge im Allgäu: Mit ein wenig Geduld fressen Euch die Eichhörnchen aus der Hand. foto (c) kinderoutdoor.de

Hier lernt Ihr und die Kinder eine Menge über diese kleinen Wald- und Parkbewohner. Von Station zu Station flitzen die Kinder dahin. Kaum seid Ihr fünf Minuten zu Fuß vom Eichhörnchenwald entfernt tauchen sie plötzlich wieder auf: Die Eichhörnchen. Sie sind weniger überdreht und jetzt gilt es, sich richtig zu verhalten. Bleibt ruhig an einem Platz und es ist ziemlich falsch, die Tiere durch das Unterholz zu verfolgen. Werft Ihnen nach und nach Nüsse zu. Wenn die Eichhörnchen Euch vertrauen, kommen sie näher ran. Immer ein paar Zentimeter weiter wagen sich die Tiere heran und dann ist es endlich soweit: Die Eichhörnchen fressen Euch aus der Hand. Es lohnt sich auf jeden Fall den Themenweg über die Eichhörnchen mit den Kindern zu erwandern. Es erwarten Euch keine Steigungen in diesem Mischwald und wenn der Kinderwagen halbwegs dicke Reifen hat, kommt Ihr problemlos mit dem Handporsche weiter. Nach diesem Ausflug im Allgäu wissen die Kinder und Ihr mehr über die Eichhörnchen Bescheid, als die meisten anderen. Dazu gehört auch, den Tieren nur ein paar Nüsse zu geben, zuviel Nahrung schadet ihnen. Wie bei den Menschen auch. Wenn das Wetter passt, könnt Ihr anschließend zum Minigolfspielen gehen.

Schon haben die Eichhörnchen Vertrauen zu Euch gefasst und holen sich das Futter aus der Hand. foto (c) kinderoutdoor.de

Eichhörnchenrundweg:

  • Länge: etwa 1,5 Km
  • Höhenmeter: 5
  • Charakter: Leichter Waldweg
  • Kinderwagen geeignet: Ja
  • Parkplatz: Fischen, Wanderparkplatz Grundbachweg

Kinder Mikroabenteuer: Kostenlose Wildgehege besuchen

Kinder besuchen Wildparks und kommen scheuen Waldtieren näher als in der freien Natur. Bei manchen Wildgehegen dürfen die Kleinen auch die Tiere füttern. Ein Kriterium hatten wir bei der Auswahl der Wildparks: Sie müssen kostenlos sein. Schließlich haben Familien immer eine Menge an Ausgaben. Quer durch Deutschland stellen wir Euch attraktive Wildparks vor, die lohnende Ziele für einen Ausflug mit der Familie sind.

Beim Wildgehege beeindrucken die Hirsche Kinder und Erwachsene. foto (c) kinderoutdoor.de

Plötzlich steht er vor einem. Der König des Waldes! Damit ist keinesfalls der Bär gemeint. Den ersten Platz vom größten und schwersten Landtier in Europa belegt der Wisent. Während der erwachsene Bärenmann zwischen 260 und 360 Kilogramm wiegt. Bringt der ausgewachsene Wisentbulle gut 600 Kilogramm auf die Waage. Eine frische Brise weht von der Ostsee herüber. Im Wildgehege Hasseldieksdamm, es liegt in Hassee einem Stadtteil von Kiel, stolziert der Wisent über die Wise. Hier gibt es auch auf dem über 12 Hektar großen Wildgehege auch andere seltene Waldtiere zu beobachten. Der Bison ist hier ebenfalls zu sehen. Beeindruckend sind die Auerochsen und das schottische Hochlandrind mit ihren gewaltigen Hörnern.Ein Rundweg führt um das Gehege. Außerdem gibt es weitere fünf städtische Wildgehege in der Hauptstadt von Schleswig-Holstein.

Wildgehege Hasseldieksdamm

  • ganzjährig geöffnet
  • freier Eintritt

Adresse:

Melsdorfer Straße

24109 Kiel

Im Wildgehege in der Stadt gibt es auch “Raubtiere” wie den Waschbären zu beobachten. foto(c) kinderoutdoor.de

Kinder besuchen Wildparks:Keine Bären, aber dafür ein Abenteuerspielplatz und viele andere Waldtiere

Knapp 900 Quadratkilometer ist die Bundeshauptstadt Berlin groß. Inzwischen sollen sich dort, geschätzt, über 5.000 Wildschweine tummeln. Hinzu kommen noch andere Tiere, die sich in der Großstadt angesiedelt haben wie der Fuchs. Der Spandauer Forst ist so was wie der Amazonas: Artenreich und dicht bewachsen. Hier gibt es auch Dachse, Waschbären und Eisvögel. Leider zeigen sich die Tiere selten den Besuchern vom Spandauer Forst. Hier stimmt die Ökologie. Für Familien lohnt es sich, den Berliner Amazonas mit seinen Moorseen und Laubwald zu besuchen. Am Kuhlakenteichs steht ein Abenteuerspielplatz. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, der braucht dazu keine langen Strecken zurücklegen. Von der Schönwalder Straße ist das größte Wildgehege von Berlin flott zu erreichen. Im Spandauer Wildgehege sind Wildschweine, Rehe, Damwild und Mufflons unterwegs.

Wildgehege Spandauer Forst

  • ganzjährig geöffnet
  • freier Eintritt

Adresse:

Schönwalder Allee

13587 Berlin-Spandau

Wandern kann Kindern richtig Spaß machen: Wenn es unterwegs Wildschweine zu beobachten gibt. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder besuchen Wildparks: Kleine Detektive im Grafenberger Wald

“Da ist so ein Dorf nördlich von hier!” erklärt mir ein Kölner wo die Landeshauptstadt von NRW liegt. Am meisten erfreut sich der Kölner über meinen Gesichtsausdruck. Ich verstehe nur Bahnhof. Ein Dorf nördlich von Köln? Es dauert eine Zeit, bis sich diesen Scherz kapiert habe. Seit über 90 Jahren gibt es im Grafenberger Wald das öffentliche Wildgehege. Hier stolzieren Rothirsche mit ihren Rehen dahin. Wildschweine buddeln mit ihren Rüsseln den Boden durch. In anderen Gehegen sind die Fasane untergebracht. Beeindruckt sind die Kinder von den bunten und langen Federn. Auch Waschbären, Fuchse und andere kleine Räuber gibt es hier zu bewundern. Wer möchte kann sich vor dem Besuch vom Wildgehege Arbeitsblätter für die Kinder ausdrucken. Außerdem gibt es im Grafenberger Wald einen tollen Spielplatz und eine Waldschule. Ganz schön viel für das Dorf nördlich von Köln.

Wildgehege Grafenberger Wald

  • ganzjährig geöffnet
  • freier Eintritt

Adresse:

Rennbahnstraße 60

40629 Düsseldorf

Kinder besuchen Wildparks: Von Alpakas bis Zebus in Bad Marienberg

Im Westerwald sind die Kinder im Wildpark von Bad Marienberg auf der Pirsch. Vier Kilometer ist der Rundweg lang und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl gut zu befahren. Vom Stadtzentrum sind es zu Fußm nur zehn Minuten bis zum südlichen Eingang vom Wildpark. Hier gibt es heimische Tiere wie Damwild, Hausschafe, Rotwild sowie Pferde zu sehen. Auch exotische Bewohner lassen sich hier beobachten wie Lamas, Kamerumschafe, Sikaschafe oder Beos. Das ganze Jahr über ist hier etwas geboten.

Wildgehege Bad Marienberg

  • ganzjährig geöffnet
  • freier Eintritt

Adresse:

Wildparkstraße

56470 Bad Marienberg

Im Wildpark bekommen die Kinder ein Tier zu sehen, dass sie sonst nur im Sprung vom Verkehrszeichen kennen: Das Reh. foto (c) kinderoutdoor.de

Ein Wildpark ist für Kinder und Erwachsene ein tolle Sache. Mitten in der Stadt gibt es ein besonderes Stück Natur. Bei manchem Wildpark, wie der in Düsseldorf, ist der Eintritt sogar freit und Ihr könnt das ganze Jahr hinein. Wir stellen Euch drei Wildparks in Städten vor, deren Besuch sich lohnt. 

“Unseren Wildpark gibt es seit 1904!” erklärt mir eine Freundin aus Leipzig ganz stolz. Sie hatte auch die Idee, einen Artikel über Wildparks in Städten zu schreiben. “Hier im Wildpark können die Kinder heimische Tiere beobachten, die in einem Zoo niemand richtig wahrnimmt!” erklärt sie mir. Über 250 Tiere leben im Leipziger Wildpark. In den über 110 Jahren hat sich dieser Wildpark weiterentwickelt. Es entstanden neue Gehege und die Verantwortlichen nahmen auch Tiere auf, die mittlerweile in Deutschland ansässig sind. Der Waschbär gehört dazu. Der Eintritt in den Wildpark von Leipzig, er liegt wunderbar im Auenwald, ist kostenlos. Manchmal gibt es auch Flugvoführungen mit einem Steinkauz oder dem Wüstenbussard. Außerdem ist der Leipziger Wildpark, das ganze Jahr geöffnet!

Im Leipziger Wildpark gibt es auch Tierarten zu sehen, die nach Deutschland eingewandert sind.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Im Leipziger Wildpark gibt es auch Tierarten zu sehen, die nach Deutschland eingewandert sind.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Wildpark Düsseldorf: Wildschweine füttern

Seit 1927 freuen sich die Düsseldorfer an ihrem Wildpark im Grafenberger Wald. Ungefähr 100 Tiere sind in den weitläufigen Gehegen vom Wildpark zuhause. Kostenlos kommt Ihr das ganze Jahr über in den Wildpark hinein. Was die Kinder besonders freut, wenn sie Wildschweine oder das Dammwild füttern. Allerdings in Maßen! Als die Rotte genüßlich schmatzt sagt eine Mutter spontan “An irgendwas von zuhause erinnert mich das!” Die Kinder sehen sich an und ahnen nich, dass ihre Essgewohnheiten gemeint sind. Einen Kinderspielplatz gibt es im Düsseldorfer Wildpark auch und die Kinder können sogar als Wildpark-Detektive unterwegs sein. Die Blätter dazu gibt es hier zum kostenlosen Runterladen.

Saustark ist der Wildpark in Düsseldorf. Hier dürfen die Kinder, in Maßen, Wildschweine und Dammwild füttern.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Saustark ist der Wildpark in Düsseldorf. Hier dürfen die Kinder, in Maßen, Wildschweine und Dammwild füttern.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Wildpark Hardegsen: Altbekanntes und Besonderes

Im niedersächsischen Hardegsen ist der Wildpark wegen seiner Streichelwiese bei den Kindern beliebt. In diesem Jahr feierte der Wildpark seinen 50. Geburtstag und steht bei den Familien hoch im Kurs. Familienfreundlich ist der Eintritt: Es ist gratis den Wildpark zu besuchen. Ungefähr 20 unterschiedliche Tierarten leben dort. Auch exotische Haustierrassen wie die Thüringer Waldziege gibt es dort zu bewundern.

Eine Streichelwiese, wie im Wildpark Hardegsen, kommt bei den Kindern immer gut an.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Eine Streichelwiese, wie im Wildpark Hardegsen, kommt bei den Kindern immer gut an.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Mikroabenteuer für Kinder: Tiere im Watt

Eine Wattwanderung mit Kindern bringt Euch den höchst seltsamen Lebensraum im Meer näher. Dabei gibt es eine Menge zu entdecken und die Outdoorkids suchen hoch motiviert nach den small Five. Ein weiterer Vorteil bei dieser Tour: Es geht immer flach dahin und es sind Experten dabei, die den Kindern und Euch das Ökosystem Wattenmeer erklären. Wir stellen Euch familienfreundliche Touren vor.

Die small Five gibt es im Wattenmeer zu sehen. foto (c) kinderoutdoor.de

“Seht mal her was ich da habe?” fragt die Wattführerin ihre kleinen Zuhörer und zeigt auf einen Wattwurm. Inrteressiert gucken sich die Kinder dieses seltsame Tier an. Die Expertin erklärt den Knilchen warum dieses Tier auch ein wichtiger Bewohner für das Watt ist. Am Ende will sie wissen” Hat noch jemand Fragen an mich?” Da kommt ein Mädchen und hebt den Finger. “Ja bitte!” sagt die Wattführerin. “Kann ich so einen Wurm bitte haben?” fragt das Kind. “Wieso denn das?” möchte die Expertin wissen. “Den will ich meinem großen Bruder ins Bett legen!” erklärt das Mädchen und alles lacht. Lustig geht es auf einer Exkursion im Watt zu. Die Führungen für Kinder oder Familien dauern zwischen einer und zwei Stunden. Für Kinder ab zwölf Jahren bieten sich auch längere geführte Touren an, die vier bis sieben Stunden dauern. Wichtig ist, dass Ihr mit ausgebildeten Führern ins Watt geht, denn dort lauern Gefahren die Euch unbekannt sind: Seenebel der in weniger als einer halben Stunde aufzieht und Euch die Sicht sowie Orientierung nimmt. Besonders hinterhältig sind die Schlicklöcher in denen die Wanderer nur mit Hilfe von anderen wieder herauskommen. Gefährlich ist es auch, wer im Watt in ein Gewitter gerät. Nur Ortskundige kennen die sicheren und kürzesten Wege zurück an Land. Bei einer geführten Tour überquert Ihr auch Priele. Das sind Flüsse im Watt. Wem dieses System unbekannt ist, für den kann es sich zu einer Falle entwickeln. Deshalb: Geht nur mit Wattführern hinaus.

Unglaublich was die Kinder im Watt bei einer geführten Tour alles finden. foto (c) kinderoutdoor.de

Wattwandern mit Kindern bei Büsum: Immer der Nordsee nach!

Etwas zwei Kilometer führt diese Wanderung hinaus ins Watt. Getroffen haben sich die Interessierten beim Strandhaus Büsumer Deichhausen. Faszniert beobachten die Kinder wie sich das Meer zurückzieht und das Land darunter auftaucht. Mit dem Nationalparkführer suchen sie das Watt ab und entdecken die vielfältigen tierischen Bewohner. Beeindruckend ist auch zu sehen, wie das Wasser in den Prieln fließt. Zwei Stunden etwa dauert diese Exkursion und die Outdoorkids hören nachts das Meeresrauschen, wenn sie sich ins Bett legen.Einen interessanten Schwerpunkt haben die geführten Wanderungen bei Friedrichskoog. Die Kinder sollen zu dieser Tour nämlich ihre Schaufeln und Eimer mitbringen. Damit spielen sie nicht im Sandkasten sondern buddeln unter fachkunder Anweisung im Watt. Unglaublich was es da alles zu finden gibt! Noch lange schwärmen die Outdoorkids von dieser Aktion.

Bei einer Wattwanderung lernt Ihr einen höchst ungewöhnlichen Lebensraum kennen. Foto (c) kinderoutdoor.de

Familientour im Watt: Föhr und die small Five

Am AOK Kinderkurheim bei Wyk treffen sich die Teilnehmer dieser Tour. Kinder ab drei Jahren dürfen mit ihren Eltern daran teilnehmen. Dabei lernen die Outdoorkids, dass das Watt mehr ist als nur eine riesige Fläche von nassen Schlick und Sand. Hier leben nämlich die small Five. In Afrika sprechen die Wildhüter bei einer Safari von den Big Five, die jeder Besucher einmal gesehen haben sollte: Nashorn, Giraffe, Löwe, Büffel und Leopard. Doch hier im Watt tummeln sich kleinere Tiere: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Wattschnecke und Nordseegarnele. Mit etwas Glück gibt es alle fünf Tiere zu sehen. Zu jedem der small Five haben die Wattführer etwas interessantes zu erzählen. Täglich frisst sich der Wattwurm durch den Sand und filtert so pro Jahr etwa 25 Kilogramm davon. Dieses Tier trägt somit zum Erhalt des Ökosystems bei. Oder die Herzmuschel ist ein wunderbarer Wasserfilter. Je nach Größe “reinigt” sie zwischen zwei und zwei einhalb Liter por Stunde. Ebenfalls gefrässig sind die Wattschnecken. Sie futtern Algen und Bakterien. Mit diesen Erklärungen kapieren die Kinder, wie das System Wattenmeer zusammenhängt.

Mikroabenteuer für Kinder: Tiere am Strand entdecken

Outdoor Kinder entdecken den Strand und für so eine Safari ist die Jahreszeit egal. Am Strand liegen ist für Kinder so prickelnd wie das eigene Zimmer aufräumen. Dabei gibt es am Strand, egal ob an Nord- Ostsee, Mittelmeer oder Fluß für die Outdoor Kinder etliches zu entdecken. Im Wasser finden die Kinder hoffentlich keinen Müll, sondern interessante Tiere und Pflanzen. Wir haben Tipps für Euch, wie Ihr mit den Kindern auf Strandsafari gehen könnt.

„Was für eine schöne Muschel“ freute sich ein Vater über eine Muschel. Triumphierend hielt er sie in die Luft. Beim genaueren Hinsehen entdeckte er kleine Zahlen an der akkurat geriffelten Oberfläche. Zielgerichtet hatte ich eine Muschel, die mit klebriger Zuckermasse gefüllt gewesen ist, am Strand gefunden. Die Chance darauf stand wahrscheinlich so hoch, als mit einem Lottoschein den Jackpot zu knacken. Zu jeder Jahreszeit ist es ein Abenteuer mit den Kindern den Strand zu erkunden. Heute wollen wir uns unter das Wasser begeben. Dazu braucht Ihr

  • Kescher
  • Sandeimer
  • Sandschaufel
  • Handtuch
  • Wechselwäsche

Zuerst füllt Ihr den Sandeimer zur Hälfte mit Wasser. Wichtig ist, dass Ihr alles was Ihr an Tieren und Pflanzen aus dem Meer gekeschert hat, wieder ins Meer zurück schüttet. In der Ostsee könnt Ihr in der Nähe von Buhnen, dass sind abgeschnittene Holzpfosten die vom Ufer ins Meer hinausführen Garnelen fangen. Auch diese kommen nach der Strandsafari wieder zurück ins Wasser. Im Schutz von dieser Uferbefestigung finden sich auch andere Tiere. Wie die Muscheln.

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: Hier trefft Ihr den Strandstorch von Föhr. foto (c) kinderoutdoor.de

Die Schalentiere kommen aber auch im Süßwasser vor und sind ein Zeichen für eine gute Qualität vom Wasser. Perlen finden sich darin nicht. In der Ostsee leben die Miesmuschel, Herzmuschel, baltische Plattmuschel und Sandklaffmuschel. Wenn die Schalen davon geschlossen sind, lasst sie bitte zu. Wer schnell ist und gut mit dem Kescher umgehen kann, fängt kleinere Fische, die in der Nähe zum Strand unterwegs sind. Etwas glibbriger sind die Quallen. Doch Vorsicht! Einige Quallen können Euch und den Kindern richtige Qualen verursachen. Deshalb fasst diese urzeitlichen Tiere besser nicht an. Auch Tang ist interessant um ihn genauer anzusehen. Der Blasentang schwebt im Wasser herum, weil seine Blasen mit Luft gefüllt sind. In manchen Flüssen und Seen haben sich Krebse eingenistet. Die können aber kräftig mit ihren Scheren zwicken und deshalb lasst Ihr und die Kinder besser die Finger davon. An der Nordsee sind die Einsiedlerkrebse unterwegs. Sie ziehen in verlassene Häuser der Wasserschnecken ein. Sie leben in einer Symbiose mit den Seeanemonen. Die Wasserpflanzen wachsen auf den Schalen und leben von den Essensresten der Einsiedlerkrebse. Im Gegenzug schützen die Seeanemonen mit ihren giftigen Stoffen die Krebse. In allen Größen und Formen finden sich Muschelschalen am Strand. Ebenso gehen den Kindern die Scheren von Krebsen ins Netz. Besonders lustig finden die Kinder Krabben, denn diese Wassertiere bewegen sich seitlich.

Outdoor Kinder entdecken den Strand (c) kinderoutdoor.de

Auch glatt geschliffene Glasscherben oder Tonscherben. In den Wintermonaten könnt Ihr an der Ostseeküste Bernstein entdecken. Das ist versteinertes Harz von Bäumen die hier vor Jahr Millionen gewachsen sind. Im Winter ist der Bernstein leichter als das kalte Wasser und deshalb besser zu finden. Hier gibt es eine fatale Verwechslung, vor der die Seebäder warnen: Im Krieg warfen Flugzeuge Bomben mit Phosphor ab. Dieser sieht dem Bernstein sehr ähnlich und kann sich plötzlich entzünden. Im Gegensatz zu dem urzeitlichen Baumharz stinkt Phosphor. An den Buhnen findet Ihr auch Seepocken. Diese Parasiten nisten sich an Holz, Schiffsrümpfen aber auch an manchen Walarten ein. Für die Kinder ist eine solche Strandsafari unglaublich kurzweilig. Manche Seebäder bieten solche Exkursionen für Kinder an. Am Strand selbst finden sich Federn von Seefedern wie den Möwen und Strandgut. Aus vom Meer bearbeiteten Holz lassen sich tolle Dinge basteln.