Kinderoutdoor in Rheinland-Pfalz: Ausflugsziele im Winter

Kinderoutdoor in Rheinland-Pfalz, da ist auch im Winter einiges los. Ein Vielfalt an Outdoor Aktionen und einzigartigen Ausflügen für die Kinder erwartet Euch im verschneiten Rheinland-Pfalz. Was Ihr unbedingt mit den Outdoorkindern zwischen Rhein und Mosel einmap ausprobieren solltet, stellen wir Euch heute vor.

Wen es nach den Weihnachtstagen an die frische Luft zieht, der kann am 28. Dezember 2019 an einer Führung zu den Altschloßfelsen in Eppenbrunn teilnehmen. Während der Wanderung entlang des Naturdenkmals Altschloßfelsen werden spannende Sagen, Mythen und Geschichten erzählt, ergänzt um Wissenswertes über die Entstehung des imposanten Sandsteinsriffs. Ein Glühweinumtrunk im Wald rundet die Wanderung ab.

Kinderoutdor im winterlichen Rheinland-Pfalz, eine Wanderung zum vereisten Altschloßfelsen gehört unbedingt mit dazu. Foto (c) Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Belznickelmarkt in Pirmasens und Neujahrsmarkt in Speyer

In der Pfalz bieten zwei Weihnachtsmärkte auch nach Weihnachten die Gelegenheit zu einem Besuch: Der „Neujahrsmarkt“ in Speyer ist bis einschließlich 6. Januar 2020 geöffnet. Der „Belznickelmarkt“ in Pirmasens öffnet bis zum 29. Dezember 2019 seine Pforten. „Belznickel“ ist übrigens der pfälzische Name für Knecht Ruprecht.

Der Medicus im Historischen Museum der Pfalz

Am 8. Dezember 2019 öffnet die neue Sonderausstellung „Medicus – die Macht des Wissens“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Sie nutzt den literarischen Zugang, um die komplexe und faszinierende Entwicklung des medizinischen Fortschritts in fesselnder Weise zu vermitteln. Dabei spannt sie den Bogen vom Altertum bis zur Gegenwart.

Märchenlesung mit der Burgdame

Burg Rheinstein begeistert als Weihnachtsburg

Mit über 60 Burgen und Schlössern zählt der Romantische Rhein zwischen Remagen/Unkel und Bingen/Rüdesheim zu den burgenreichsten Regionen der Welt. Viele der steinernen Zeitzeugen öffnen ihre Tore und ermöglichen großen und kleinen Besuchern eine Reise in die Vergangenheit. Besonders faszinierend ist in der Vorweihnachtszeit ein Besuch in der „Märchenhaften Weihnachtsburg“,  der Burg Rheinstein bei Trechtingshausen.

Noch bis zum 15. Dezember 2019 tauchen Besucher samstags und sonntags von 12 bis 19 Uhr in ein wahres Weihnachtsparadies ein. Sie reisen in die Welt der Prinzessinnen und Prinzen, Sagen und Märchen. Bereits den Weg hinauf zur Burg säumen einige Figuren aus der Märchen- und Sagenwelt. Bei Dunkelheit erwachen diese aus ihrem Schlaf und erstrahlen in bunten Farben. Auch die Burg selbst wird in verschiedenen Farbtönen illuminiert.

Das Romantik-Schloss Burg Rheinstein verzaubert zur Weihnachtszeit Groß und Klein. Die Burg erstrahlt in buntem Lichterglanz. Romantische Märchenerzählungen und spannende Sagen, gegen Drachen kämpfende Ritter sowie Leckeres aus der Burgküche erwarten die Besucher. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dem Angebot der Burg Rheinstein verwendet werden foto (c) Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH



Burgherr führt durch die Burg

Im Laufe des Tages stehen drei Programmpunkte im Fokus: Im festlich geschmückten Rittersaal können Kinder einer Märchenlesung der Burgdame höchstpersönlich lauschen. Der Burgherr führt durch die Burg und erzählt dabei spannende Sagen, Rittergeschichten und Anekdoten. Auf dem Burgturm kämpft der Ritter Diethelm von Rheinstein gegen einen feuerspeienden Drachen. Jeder Programmpunkt wird drei Mal pro Tag angeboten.

Zwischendurch können die Besucher auf eigene Faust durch die liebevoll geschmückten Wohnräume streifen und dabei die wertvollen Buntglasfenster, die wunderschönen Wand- und Deckenmalereien sowie die antiken Möbel bestaunen. Auch in die neugotische Romantik-Kapelle mit der einzigen Preußengruft am Mittelrhein kann ein Blick geworfen werden.

Burgundergarten mit “Prinzenbar”

Im Burgundergarten werden an der „Prinzenbar“ Glühwein, Kinderpunsch, Würstchen und Waffeln angeboten. Auch der „Kleine Weinprinz“, die Tafelwirtschaft auf Burg Rheinstein, hat geöffnet.

Stadtführung “Alle Jahre Werther”

Winterliche Themenführung durch Wetzlar

Die Tourist-Information Wetzlar organisiert Stadtführungen auch in der Adventszeit und zwischen den Jahren.  Während der vorweihnachtlichen Stadtführung „Alle Jahre Werther“ erleben die Teilnehmer eine amüsante Geschichte, die sie in das 18. Jahrhundert zurück versetzt. Aufhänger ist der Besuch des jungen Dichters Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1772 in der damaligen Reichsstadt Wetzlar und sein daraus entstandener Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“.

So wird erläutert, wie im Winter 1774 die Mutter des jungen Dichters schwer bepackt durch den Weihnachtstrubel marschiert. Ihr Sohn hat gerade auf der Leipziger Herbstmesse sein neues Buch vorgestellt: „Die Leiden des jungen Werther“. Diese Exemplare schleppt seine Mutter nun stapelweise durch Wetzlar, vorbei an unheimlichen Händlern und aufdringlichen Wirtsleuten, um den “Werther” massenhaft als Weihnachtsgabe zu verteilen. Doch der Wetzlarer Jurist Karl Breidenbach schäumt vor Wut über Goethes sittenwidrigen Roman und will das Buch verbieten lassen. Da hat Breidenbach jedoch nicht mit Goethes Mutter gerechnet…

Während des Rundgangs gibt es kleine Kostproben, die auch schon im 18. Jahrhundert auf dem Speisezettel standen. Noch bis zum 18. Dezember 2019 finden mittwochs und freitags sowie am Dienstag, 17. Dezember 2019, Führungen um 18 und 20 Uhr statt. Samstags starten die Führungen um 16 und 18 Uhr. Die Karten kosten 14 Euro für Erwachsene und enthält einen Gutschein für ein Heißgetränk auf dem Weihnachtsmarkt. Vereinzelte Termine sind bereits ausverkauft.

Vielfältige Stadtführungen werden in Wetzlar angeboten. Diese reichen von der Kostümführung rund um Goethes “Die Leiden des jungen Werther” bis zur Altstadtführung. foto (c) Rheinland-Pfalz Tourismus



Stadtführungen „Zwischen den Jahren“

Zwischen dem 28. und 31. Dezember 2019 bietet die Tourist-Information Wetzlar täglich um 14 Uhr eine Führung durch die Wetzlarer Altstadt an. Verwinkelte Gassen, ineinander verschachtelte Fachwerk- und Barockhäuser und der in seiner stilistischen Vielfalt einzigartige Dom prägen das Stadtbild.

Noch heute kann man an den Straßennamen und den Bezeichnungen der Marktplätze die mittelalterliche Struktur Wetzlars erkennen. Damalige Berufe und Handelswaren, städtische Einrichtungen und geistliche Niederlassungen spiegeln sich in den Namen wider. Treffpunkt zu der anderthalbstündigen Führung ist der Brunnen am Domplatz. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Wintererlebnis mit Huskys im Hunsrück

Mit Schlittenhunden durch das Mittelgebirge

Das mehr als 700 Quadratmeter große Huskygehege des Tier-Erlebnisparks in Bell im Hunsrück beherbergt 27 Siberian Huskys. Sie sind neben Tigern, Pumas, Kattas, Papageien sowie Wald- und Bauernhoftieren die Stars des Tierparks. Die Schlittenhunde wurden aus zweiter Hand übernommen und haben im Park ein neues, artgerechtes Zuhause in einem Rudel mit viel Platz, Beschäftigung und liebevoller Pflege gefunden.

Der Tier-Erlebnispark bietet mit den Hunden Schlittentouren, Wanderungen, Besuche im Gehege und für Kindergeburtstage auch Rundfahrten an.
Der Winter im Hunsrück ist prädestiniert für eine Fahrt mit dem Schlitten oder Huskyquad unter Führung der Huskys.

„Huskytour” und „Huskytour Musher”

Bei einer „Huskytour“ erlernt man zuerst den Umgang mit den Hunden und erfährt dabei viel Interessantes über die Arbeit, die Haltung und den Charakter der Siberian Huskys. Nach dem das Material gepackt und die Fahrt mit dem Huskyquad oder Schlitten vorbereitet ist, startet die fünf bis acht Kilometer lange, erlebnisreiche Tour. Zurück im Huskygehege dürfen die Teilnehmer bei der Fütterung der Huskys dabei sein.

Eine Huskytour mit den Siberian Huskys aus dem Tier-Erlebnispark Bell im Hunsrück
Der Winter im Hunsrück ist prädestiniert für eine Fahrt mit dem Schlitten oder Huskyquad unter Führung der Huskys aus dem Tier-Erlebnispark Bell. Der Tier-Erlebnispark bietet mit den Hunden Schlittentouren, Wanderungen, Besuche im Gehege und für Kindergeburtstage auch Rundfahrten an.Das mehr als 700 Quadratmeter große Huskygehege des Tier-Erlebnisparks in Bell im Hunsrück beherbergt die Siberian Huskys. Sie sind neben Tigern, Pumas, Kattas, Papageien sowie Wald- und Bauernhoftieren die Stars des Tierparks. Die Schlittenhunde wurden aus zweiter Hand übernommen und haben im Park ein neues, artgerechtes Zuhause in einem Rudel mit viel Platz, Beschäftigung und liebevoller Pflege gefunden. foto (c) rheinland-pfalz tourismus gmbh


Das Angebot „Husky-Tour“ kann für bis zu zwei Personen gebucht werden. Es dauert zirka 2,5 Stunden und kostet mit Besuch im Huskygehege, Fahrt mit dem Quad/Schlitten, Leitung und Betreuung durch den Guide sowie Fütterung der Tiere 89 Euro pro Person.

An der Felsformation “Frau Holle” beginnt die 7,7 km lange gleichnamige Traumschleife. Der Wanderweg führt durch dichte Wälder, vorbei an den traumhaften Bachläufen der Lauschbach und der Wadrill. Höhepunkt ist der Biberdamm am Keller Steg.foto (c) rheinland-pfalz tourismus



Die Tour kann auch als „Huskytour Musher“ für bis zu zwei Personen gebucht werden. Dieses Angebot beinhaltet zusätzlich ein Frühstück im Restaurant des Tierparks, einen kleinen Lunch und den Ausklang des zirka fünfstündigen Programms mit Suppe an einer Grillstelle oder im Restaurant. Die „Huskytour Musher“ kostet 174 Euro pro Person.

Für die Huskytouren wird eine normale körperliche Fitness vorausgesetzt. Geeignet sind sie für Personen im Alter zwischen 16 bis zirka 60 Jahren. Jeder Gast muss in der Lage sein, das Gespann nach der Einweisung zu halten, mit dem Quad zu fahren, einen Husky zu führen und die Tour oder Wanderung in normalem Tempo gut durchzuhalten.

So sieht ein echtes Rentier au. Mit so einem friedlichen Tier könnt Ihr in Rheinland-Pfalz wandern gehen.. foto (c) kinderoutdoor.de

Winterwanderung mit Rentieren

Nicht am Nordpol sondern im Nahetal

Wer Rentiere einmal näher kennen lernen möchte, der muss dazu nicht in den hohen Norden reisen. In Niederhausen an der Nahe leben die „Gehilfen des Weihnachtsmannes“ auf der „Rentieralm“. Dort gibt es die Möglichkeit, nach Voranmeldung an einer geführten Rentier-Wanderung teilzunehmen. Diese dauert rund 2,5 Stunden.

Winterwandern mit Kindern in Rheinland-Pfalz: Hier sind die besten Begleiter. foto (c) kinderoutdoor.de

Gemeinsam mit den Tieren führt die Wanderung durch die Weinberge und die Natur des Nahelandes bei Bad Kreuznach. Im Anschluss an die Tour findet in geselliger Runde ein Picknick statt. Dabei wird auch der Rentier-Führerschein übergeben. Für Erwachsene kostet eine Rentiertour 59 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen 39 Euro. Die Termine für die Touren sind auf der Webseite der Rentieralm unter www.rentieralm.de veröffentlicht.

Mit der Dampflok durch das Brohltal

Winterliche Fahrten mit dem Vulkan-Expreß

Wenn es in der Eifel schneit, ist ein Ausflug mit dem Vulkan-Expreß besonders romantisch. Rund zwei Stunden dauert die Fahrt von Brohl bis nach Oberzissen. Die schmalspurige Eisenbahn windet sich durch das teilweise sehr enge Tal über elegante Steinbrücken und durchfährt einen fast 100 Meter langen Tunnel.

Doch auch ohne Schnee genießen Kinder und Erwachsene gleichermaßen die außergewöhnlichen „Nikolausfahrten“ durch das Brohltal. Vom 30. November bis 15. Dezember 2019 beschenkt der Nikolaus am Haltepunkt Schweppenburg-Heilbrunnen Kinder bis elf Jahre mit einer reichlich gefüllten Tüte. Abgerundet wird das Eisenbahn-Erlebnis mit einem Besuch auf einem Weihnachtsmarkt, zum Beispiel in Brohl, Burgbrohl, Niederzissen oder auf Schloss Burgbrohl.

Wenn es in der Eifel schneit, ist ein Ausflug mit dem Vulkan-Expreß besonders romantisch. Rund zwei Stunden dauert die Fahrt von Brohl bis nach Oberzissen. Die schmalspurige Eisenbahn windet sich durch das teilweise sehr enge Tal über elegante Steinbrücken und durchfährt einen fast 100 Meter langen Tunnel. Doch auch ohne Schnee genießen Kinder und Erwachsene gleichermaßen die außergewöhnlichen „Nikolausfahrten“ durch das Brohltal. foto (c) rheinland-pfalz Tourismus GmbH


Zu den Winterangeboten des Vulkan-Expreß gehören auch die „Weihnachtsfahrt“ am 26. Dezember 2019, die „Silvesterfahrt“ am 31. Dezember 2019 sowie mehrere „Winterfahrten“ im Januar und Februar 2020. Alle Termine gibt es online auf der Webseite des Vulkan-Expreß unter www.vulkan-express.de Eine Anmeldung ist erforderlich.

Winterliche Heide, wärmender Kachelofen

Winterwandern auf dem Traumpfad Wacholderweg

(rpt) Der Traumpfad „Wacholderweg“ bei Langscheid ist mit seinen 8,8 Kilometern ein idealer Winterwanderweg. In rund drei Stunden sind 264 Höhenmeter zu bewältigen, was auch bei kälteren Temperaturen für einen Wanderausflug passt. Ob verschneit oder nicht – die Heidelandschaft ist bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit reizvoll.

Selbst wenn sie im Winter eher karg und rau erscheint, so ist doch gerade dies auch typisch für die Eifel. Mal reichen die Blicke weit, mal geht es hinab ins Tal der Nette. Wer es etwas kürzer mag, der kann das Traumpfädchen „Langscheider Wacholderblick“ erwandern. In nur 3,2 Kilometern verläuft es durch das Naturschutzgebiet.

Zur Einkehr lädt die „Wabelsberger Wacholderhütte“ ein. Sie liegt direkt am Startpunkt der Wege und lockt mit einem warmen Platz am Kachelofen und regionaler Küche.

Weiterer Infos zu dieser und weiteren Winterwanderungen unter www.gastlandschaften.de/winterwandern

Wenn Frau Holle ihre Betten ausschüttelt

Winterliche Wanderungen auf Traumschleifen im Hunsrück

Ist der erste Schnee gefallen und die Sonne scheint, was liegt da näher, als Winterjacke und Mütze zu schnappen und eine kleine Winterwanderung zu machen? Einige der im Hunsrück liegenden Traumschleifen Saar-Hunsrück können auch gut in der kalten Jahreszeit begangen werden. Sie verfügen über ein leichteres Profil und kürzere Distanzen.

Die Traumschleife „Frau Holle“

Nach germanischem Volksglauben sind in den Spalten des mächtigen Felshanges bei Reinsfeld die Augen der Frau Holle zu sehen. An diesem Felsen beginnt die märchenhafte Winterwanderung auf der sieben Kilometer langen Traumschleife „Frau Holle“ in der Verbandsgemeinde Hermeskeil durch die abwechslungsreiche Landschaft des Schwarzwälder Hochwaldes. Neben dichtem Nadelwald haben vor allem das Lauschbachtal und das Wadrilltal auch in der kalten Jahreszeit ihre Reize. In der angestauten Wadrill kann man eine Biberburg gut erkennen. Am Ende der Wanderung lädt die Gastronomie in Reinsfeld zur Einkehr ein.

An der Felsformation “Frau Holle” beginnt die 7,7 km lange gleichnamige Traumschleife. Der Wanderweg führt durch dichte Wälder, vorbei an den traumhaften Bachläufen der Lauschbach und der Wadrill. Höhepunkt ist der Biberdamm am Keller Steg. foto (c) rheinland-pfalz tourismus gmbh

Winterwanderung durch Wacholderschutzgebiete, Wälder und Streuobstwiesen

Der Kuckucksweg im Lahn-Dill-Bergland

Seinen Namen verdankt der rund zwölf Kilometer lange Premiumwanderweg „Kuckucksweg“ nicht in erster Linie dem Vogel, sondern eigensinnigen Einwohnern des Dorfes Eibach im Lahn-Dill-Bergland. Der Begriff „Eibacher Kuckuck“ wurde im Mittelalter für Dorfbewohner verwendet, die angeblich Landbesitzungen erhalten hatten, die ihnen nicht zustanden. Von den einstigen Streitigkeiten ist auf dem Weg nichts mehr zu sehen, wohl entdeckt man aber die Spuren der Eisenerzgewinnung, die jahrhundertelang das Gebiet prägte.

Auch ungeübte Wanderer können den Rundweg mit einer Gehzeit von circa 3,5 Stunden genießen. Zahlreiche Aussichtspunkte bieten Rundumblicke in die umgebene Winterlandschaft.  

Landschaftlich reizvoll sind die wilden Wacholderbestände im Naturschutzgebiet Kanzelstein. Die felsigen und kargen Standorte wurden früher als Weideland genutzt. Streuobstwiesen stellen auch in der kalten Jahreszeit ein idyllisches Fotomotiv dar. In den frostigen Wäldern genießen nicht nur Tiere sondern auch Menschen die Winterruhe.

Am Ende der Wanderung lädt der Gasthof Kanzelstein zur Einkehr ein, der auch als Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland ausgezeichnet ist.

Kulturgeschichte zu Fuß entdecken

Tourentipps für winterliche Wanderungen im Moselland

Das Moselland ist ein uraltes Kulturland, geprägt durch über 2.000 Jahre menschlichen Handelns. Da lassen sich Geschichten erzählen, von den Römern, die Trier zum Sitz mächtiger Kaiser erhoben und das Moseltal zu dem Weinanbaugebiet machten, das es noch heute ist, von starken Rittern, mächtigen Kurfürsten, emsigen Weinbauern, stolzen Bürgern und reichen Händlern. So werden Wanderungen über die uralten Pfade, über die der Moselsteig und die Moselsteig-Seitensprünge verlaufen, zu interessanten Zeitreisen. Auch für kürzere Winterwanderungen gibt es geeignete Touren.

Typisch für die Mosel ist besonders die Tallandschaft entlang ihres stark gewundenen Unterlaufs, die von Weinbau an teils steilen Hängen geprägt ist. foto (c) rheinland-pfalz tourismus gmbh



Zeitreise zwischen Reil und Bullay

Eingebettet in die winterliche Wein- und Flusslandschaft der Mosel verläuft die acht Kilometer lange Wanderung zwischen Reil und Bullay entlang vielfältiger Zeugen preußischer Verkehrs- und Bautechnik. Höhepunkte sind die erste Doppelbrücke (1877) in Deutschland für Fahrzeuge und Bahn und das gewaltige Eisenbahn-Hangviadukt (1880) von Pünderich, das mit 786 Metern Länge und 92 Segmentbögen das Längste in Deutschland ist. Die Panoramablicke von der Marienburg oder vom Prinzenkopf-Aussichtsturm lassen die Eisenbahnlandschaft wie ein „Märklin-Spielzeugland“ erscheinen. Bereits im Jahre 1818 zog dieser beeindruckende Blick den Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm IV. in seinen Bann.

Rheinhessische Hügel im Winterkleid

Winterwanderung auf der Hiwweltour Eichelberg

Wenn sich Kälte, Raureif oder gar Schnee über die rheinhessische Hügellandschaft legen, entfalten die „Hiwweltouren“, die Premiumwanderwege in Rheinhessen, ebenfalls ihre Reize. Dann ist die Luft besonders frisch und klar und die weiten Ausblicke sind besonders spektakulär.

Die Hiwweltour „Eichelberg“ führt über gut elf Kilometer auf den mit Kiefern bewachsenen Eichelberg und durch die urwüchsige Natur der Rheinhessischen Schweiz. Die abwechslungsreiche Mischung aus einer weitläufigen Wiesenlandschaft, aus Wäldern und Weinhügeln macht den Reiz der Tour aus. Der Picknickplatz am Tisch des Weines bietet herrliche Aussichten zur Neu-Bamberger Heide. Auch der Ajaxturm und die Burgruine in Neu-Bamberg liegen perfekt im Blickfeld.

Verlässt man die Hiwweltour in Neu-Bamberg und lenkt die Schritte durch die Kandelpforte, den Torturm der ehemaligen Stadtbefestigung, ist man schon auf dem Weg zur Junkermühle. Das Ausflugslokal mit dem gemütlichen Gewölbekeller lädt nach der Wanderung zur Einkehr ein.