Familien Outdoor Urlaub im Chiemgau: Paddeln, baden, wandern Traktor fahren

Familien Outdoor Urlaub im Chiemgau ist, wenn die Beschränkungen wegen der Corona Pandemie entsprechend aufgehoben sind, eine perfekte Alternative zu einer Fernreise. Alles was Outdoor Familien lieben findet sich im Chiemgau: Seen, Berge, eine intakte Natur und etliche Möglichkeiten aktiv mit der Familie draußen unterwegs zu sein. Außerdem gibt es Tipps vom Kanu Weltmeister zum Paddeln mit der Familie.

Vorfreude ist die schönste Freude. Das gilt für die Bescherung an Weihnachten, bei den Tagen vor dem Geburtstag und auch auf die Zeit nach der Corona Pandemie. Endlich wieder mit der Familie Outdoor Abenteuer erleben! Dazu braucht es keinen Flug nach Kanada oder Australien. Im Chiemgau, einer südlichen Region von Bayern, schlagen die Herzen der Outdoorkids und der Eltern höher.

Mit dem Chiemsee als Bade- und Wassersportrevier, familienfreundlichen Wanderzielen, den beiden großen „Märchenparks“ in Ruhpolding und Marquartstein und dem größten Mammutskelett der Welt in Siegsdorf finden Familien im Chiemgau zahllose Optionen für unterhaltsame und spannende Ferien. Bergwander-Workshops in Reit im Winkl, Mär- chenwanderungen auf der Herreninsel oder die Entdeckertouren des Programms „Der Natur auf der Spur“ ermöglichen den Eltern sogar kurze Atempausen vom Erziehungsalltag. Bewegungsfreudige Kinder sind bei SUP-, Segel- oder Kletterkursen gut aufgehoben. In das Schloss Herrenchiemsee haben Kinder bis zum 18. Geburtstag freien Eintritt; es gibt täglich drei kostenlose Kinderführungen. Nicht ohne Grund kommen also manche Familien seit Jahrzehnten in den Chiemgau. Manchmal kommen gleich drei Generationen gemeinsam. Mehr-Generationen-Urlaub ist ein neuer Trend.

Traktorfahren und Stalldiplom für Kinder
Auf dem Stefanutti-Hof in Grabenstätt dürfen die Eltern ausschlafen, während die Kinder mit dem Bauern den ersten morgendlichen Stall- gang machen. Diese und viele weitere Angebote halten die Chiemgauer Urlaubsbauernhöfe (nicht nur) für gestresste Stadt-Eltern und ihre Kin- der bereit. Neben den Gärten mit Spielplatz, Streichelzoo, Ponyreiten, Mini-Fuhrpark und Trampolin öffnen viele Bauern als Schlechtwetter-Al- ternative auch ihre Heustadel und Scheunen für die jungen Gäste. So etwa der Estererhof in Seeon mit seiner Spielscheune, der schon zahlrei- che Gold-Auszeichnungen der DLG erhalten hat. Insgesamt haben zwölf Urlaubsbauernhöfe eine Goldmedaille der DLG. Manche Höfe, etwa der Moierhof in Seebruck, lässt die kleinen Gäste im Heu übernachten. Der Huberhof in Truchtlaching hat einen eigenen kleinen Badestrand an der Alz. Ein Bambini-Stalldiplom können die kleinen Gäste bei vielen Chiem- gauer Ferienbauernhöfen erwerben, wenn sie im Stall mithelfen.

Familienurlaub-Trend: Mehrere Generationen gemeinsam
Die heutigen Lebensmodelle bringen es mit sich, dass Oma und Opa häufig nicht mehr in der Nähe der Enkel wohnen; manchmal leben letztere sogar auf einem anderen Erdteil. Gerade größere Ferienwohnungen oder Gästehäuser im Chiemgau haben in den vergangenen Jahren einen Trend ausgemacht: Die Familien treffen sich einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Urlaub. Vermieter wie der Sonnhof Reit im Winkl, einem familienfreundlichen Urlaubsort mit einem vielfältigen kostenl sen Freizeitangebot für Kinder, beherbergen nicht selten zeitgleich Großeltern, Kinder und Enkel. Auch im Empfinger Gütl in Traunstein, das eine Ferienwohnung mit acht Betten vermietet, oder im Hotel Malerwinkl in Seebruck mehren sich Anfragen von Großfamilien.

Training mit dem 60ger-Profi
Werner Lorant war Trainer des TSV 1860 München. Von seiner langjäh- rigen Erfahrung profitieren nun die jungen Gäste des 5-Sterne-Cam- pingplatzes „Strandcamping“ in Waging am See. Im Juli und August trai- niert er jeden Mittwoch die jungen Fußballbegeisterten in zwei Alters- gruppen auf dem zum Strandcamp gehörenden Platz. Sein Partner ist der Ex-Bundesligaspieler Dieter Eckstein. Das Training ist für die jungen Campinggäste kostenlos.

Freizeit- und Märchenparks
Beliebte Ausflugsziele im Chiemgau sind der Freizeitpark in Ruhpolding und der Märchenpark in Marquartstein. Die von zwei Chiemgauer Brü- dern betriebenen Parks sind sehr liebevoll und mit viel Gespür für Kinder einerseits und für Details andererseits ausgestattet. Der Ruhpoldinger Park liegt mitten im Wald, der in Marquartstein an einem Hang am Fuß der Hochplatte. Für kleinere Kinder sind in letzterem vor allem der sehr
große, überdachte Sandkasten und der Wasserspielplatz attraktiv. In- nerhalb des Parks verläuft auch eine Sommerrodelbahn.

Wer Kraft in den Armen hat, kommt auch mit dem Kinderwagen hinauf ins Röthelmoos bei Ruhpolding. foto (c) kinderoutdoor.de

Familien Outdoor Urlaub mit Zeitreise: Steinzeitgarten und Keltengehöft
Die Mammutknochen im Naturkundemuseum in Siegsdorf sind 45.000 Jahre alt. Seit das besterhaltene Mammut-Skelett, das auch in Siegsdorf gefunden wurde, im Museum steht, haben es schon mehr als eine Million Menschen besucht. Im Garten des Museums können Kinder jeden Donnerstag von Mitte Mai bis Ende Oktober die Alltagstechniken der Steinzeitmenschen unter Anleitung ausprobieren und Steine, Holz, Fell und Wolle bearbeiten oder Lehmbackofen Brot backen. Wie bequem ein römisches Kettenhemd ist, können junge Besucher von Mitte Mai bis Anfang September jeden Dienstagnachmittag im Keltengehöft in Seebruck testen. Keltisches Handwerk kann ebenso ausprobiert werden wie das Schießen mit Pfeil und Bogen.

Wer sich ein bisschen gruseln möchte, ist beim Raubritter Heinz von Stein an der richtigen Stelle. Anfang des 13. Jahrhunderts hat er sich der Legende nach in der größten Höhlenburg Deutschlands einquartiert. Gefängnis, Folterkammer, Küche und Schlafräume können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Erzählt wird unter anderem von grausamen Folter- und Vollzugsmethoden des Raubritters. Historische Führungen gibt es von April bis Oktober täglich ab einer Teilnehmerzahl von fünf Personen.

Mit Kindern wandern: Rauf zum höchsten Gasthaus im Chiemgau. foto (c) kinderoutdoor.de

Familien Outdoor Urlaub: Bergwander-Workshops für Kinder in Reit im Winkl
Jeden Mittwoch im Juli und August nimmt die erfahrene Bergwander- führerin Marlies Speicher Kinder ab acht Jahren mit in die Berge. In dem fünfstündigen Workshop geht es um den Wald, das richtige Wandern, die passende Ausrüstung und die Besonderheiten der Chiemgauer Bergwelt. Mit Spielen und spannend aufbereitetem Naturwissen möchte die Reit im Winklerin die Kinder für die Berge begeistern und Freude an der Bewegung vermitteln. Kinder ab acht Jahren können teil- nehmen. Die Anmeldung ist jeweils bis 12 Uhr am Vortag unter Telefon
+49 176 98678804 erforderlich. Die Teilnahme kostet 35 Euro.

Auf dem Chiemsee ist Inselhopping mit dem Kanu angesagt. foto (c) kinderoutdoor.de

Familien Outdoor Urlaub im Chiemgau: Strandbäder und Badestrände
Rund um den Chiemsee finden Familien zahlreiche kindgerechte Strandbäder mit Kiosk und Spielplatz vor – etwa in Übersee, Chieming und Seebruck. Der Chiemsee bietet aber auch viele ausgedehnte Natur- Badestrände. Auch der Waginger See ist als wärmster See Oberbayerns ein beliebtes Baderevier mit zahlreichen Badeplätzen. Eine kleine Be- sonderheit ist das idyllische Flussbad an der Alz mitten in Truchtlaching, das von einem Radiosender einmal zur „schönsten Flussbadestelle Bay- erns“ gewählt wurde.

Nah am Wasser: Treiben lassen auf der Alz
Eine Schlauchbootfahrt auf der Alz ist ein gemütliches Familienvergnü- gen. Wer in Seebruck ein Boot einsetzt, kann sich bis zur oben erwähnten Flussbadestelle in Truchtlaching gemütlich treiben lassen. Danach ändert sich der Charakter des zunächst beschaulich mäandernden Flüsschens; die Anforderungen an die Paddler werden höher. Das Befahren der Alz, dem Abfluss des Chiemsees, ist aus Naturschutzgründen erst ab 1. Juli erlaubt. Es gibt auch geführte Floßfahrten.

Segel- und SUP-Kurse für Kinder
Fast alle Segelclubs rund um den Chiemsee bieten während der Som- mermonate meist einwöchige Segel- und Optikurse für Kinder ab sieben Jahren an. Alle Anbieter sowie Revier-Infos zum Chiemsee stehen auf der Seite www.chiemsee-segeln.de. Einen SUP-Kurs für Kinder ab sechs Jahren gibt es beispielsweise beim SUP Center Chiemsee. 90 Minuten kosten dort 30 Euro. Ein Familien-Surfkurs am Waginger See inklusive Ausrüstung kostet 129 Euro bei der Surfschule Bittl.

Familien Outdoor Urlaub: Hüttentour im Chiemgau

Wandern mit Kindern von Hütte zu Hütte. Viele Eltern scheuen sich davor zurück. Sie meinen, dass die Berghütten zu weit auseinander liegen und sie zu viele Höhenmeter mit den Kindern zurücklegen müssen. Doch es gibt Hüttentouren, die bieten alles was sich Familien wünschen; Kurze Wege und urige Unterkünfte. Geht doch mit den Kinder im Chiemgau von der Frasdorfer Hütte zur Hochrieshütte wandern. Platz ist auf der Frasi genug. Trotzdem: Erst anrufen und die Schlafplätze für Euch und die Kinder reservieren. foto (c) kinderoutdoor.de Ein lohnendes Ziel: Die Frasdorfer Hütte im Chiemgau. foto (c) kinderoutdoor.de

Wie beliebt die Frasdorfer Hütte, von Experten “Frasi” genannt, bei den Münchnern ist, das zeigt sich an den Autokennzeichen beim Wanderparkplatz Lederstube. Hier unsere leichte Drei-Tages-Tour los. Sie ist ideal für alle die zum ersten Mal von Hütte zu Hütte mit den Kindern wandern wollen. Auf einem breiten Forstweg geht es moderat den Berg hinauf. Rechts von Euch plätschert munter die Ebnater Achen. Immer durch den Wald geht es bis zum Weiler Zellboden. Dort verlassen wir kurz den Wald. In weiten, aber steilen Serpentinen geht es zum Almboden der Frasdorfer Hütte hinauf. Nach diesem letzten anstrengenden Stück ist die erste Unterkunft zum Übernachten erreicht. Bei der Frasdorfer Hütte gibt es auch einen großen Spielplatz und die Kinder toben sich hier aus.Mit Kindern zur Frasdorfer Hütte wandern. Hier übernachten wir zum ersten Mal.  foto (c) kinderoutdoor.de

Mit Kindern zur Frasdorfer Hütte wandern. Hier übernachten wir zum ersten Mal.
foto (c) kinderoutdoor.de

Tag 1:

  • Gehzeit: 1 1/2 – 2 Stunden
  • Höhenmeter: 200
  • Schlafplätze 62

Mit Kindern wandern: Rauf auf den Hochries

Am nächsten Tag packen wir die Rucksäcke und steigen zu unserem nächsten Ziel auf: Der Hochrieshütte. Bergauf verlassen wir die Frasdorfer Hütte und bald gabelt sich der Weg. Nicht zur Hofalm wandern, sondern auf der Forststraße bleiben. Wie schon beim Aufstieg zur Frasdorfer Hütte kommen zwei steile Serpentinen. Hier kommt die Familie kurz ins Schwitzen. Vorbei an der Riesenhütte, diese wird zur Zeit generalsaniert, steigen wir weiter zum Hochries auf. Von der Bergstation der Hochriesbahn sind es noch 15 Minuten. Wenn die letzte Bahn am Abend surrend ins Tal gondelt, dann kehrt plötzlich Ruhe ein. Es ist, als ob jemand einen Schalter umgelegt hat. Die Kinder sind müde und wir Eltern genießen den wunderbaren Ausblick auf die Chiemgauer Berge.

Tag 2:

  • Gehzeit: 2 1/2 – 3 Stunden
  • Höhenmeter: 620 m
  • Schlafplätze in der Hochrieshütte: 13 in Mehrbettzimmern und 30 im MatratzenlagerHüttenwanderung mit Kindern: Gut ausgeschildert ist der Weg von Hütte zu Hütte.  foto (c) kinderoutdoor.de

Hüttenwanderung mit Kindern: Gut ausgeschildert ist der Weg von Hütte zu Hütte.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit Kindern: Runter geht´s!

Am nächsten Morgen erwacht die ganze Familie am Gipfel vom Hochries. Gemütlich geht es los. Zuerst bis zur Frasdorfer Hütte absteigen. Ganz klar: Hier kehrt die Familie ein und stärkt sich mit einer deftigen Brotzeit. Von dort geht es gemütlich den Aufstiegsweg vom ersten Tag hinunter. Wenn es der Wasserstand zulässt, bauen die Kinder an der Ebnater Ache kleine Dämme oder lassen Rindenschiffe zu einer Regatta antreten. Für alle Familien die einmal den Reiz einer Hüttentour zum ersten Mal erleben wollen, ist diese Wanderung zu empfehlen.

3. Tag:

  • Gehzeit: 3 1/2 – 4 Stunden
  • Höhenmeter: 820

Familien Outdoor Urlaub im Chiemgau: Kinderwagen? Kein Problem!

Wandern mit dem Kinderwagen ist im Chiemgau für die Familien im Frühjahr ein absoluter Höhepunkt im Outdoor-Jahr. Für diese Touren braucht Ihr keine Oberarme wie Wladimir Klitschko zu haben um den Kinderwagen auf den Berg zu schieben. Unsere drei Touren aus dem Chiemgau bieten Euch tolle Ausblicke, leckere Essen auf urigen Almen und viel Spielmöglichkeiten für die Kinder. Mit dem Kinderwagen zur Schwarzachenalm wandern. Das ist eine völlgi gemütliche Tour. Foto (c) kinderoutdoor.de Auf der Schwarzachenalm geht es entspannt zu. Das gilt auch für die Kühe. foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit dem Kinderwagen ist im Chiemgau alles andere als problematisch. Hier im bayerischen Voralpenland gibt es wunderbare Touren die sich mit dem Handporsche bewältigen lassen. Eine davon ist bei Ruhpolding und führt Euch zu einer der schönsten Almen in Bayern. Ihr startet beim Wanderparkplatz am Holzknechtmuseum. Dieses ist sehenswert und zeigt Euch wie hart die Waldarbeiter früher gelebt haben. Ihr folgt dem Fischbach bis sich dieser gabelt. Wandert mit dem Kinderwagen über die Brücke und wandert leicht bergauf immer in Sichtweite zum Bach. Der breite Weg ist gut ausgeschildert und in einem weiten Bogen führt er Euch am Fuß vom Mahdeck entlang. Nach einer knappen Stunde erreicht Ihr die Schwarzachenalm. Sie liegt vom Wanderweg aus gut zu sehen rechts auf saftigen Weiden. Hier erschossen auch am 24. Oktover 1835 Jäger den letzten Bären im Königreich Bayern. Auf der Alm könnt Ihr die Kinder laufen lassen. Es gibt hier keine gefährlichen Abgründe, dafür deftiges Essen und einen wunderbaren Blick in den Chiemgau. Wer einmal auf der Frasdorfer Hütte gegessen hat, der kommt deswegen wieder her. Foto (c) kinderoutdoor.de Mit einem großen Kinderspielplatz ist die Frasi ausgestattet. Foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern mit dem Kinderwagen: Rauf auf die Frasi

Etwas anstrengender ist die nächste Wanderung für die Familie. Ihr marschiert zur Frasdorfer Hütte hinauf. Von allen nur “de Frasi” geannt. Sie liegt im Hochriesgebiet. Am Wanderparkplatz Lederstube geht es los. Vor allem an sonnigen Wochenenden im Frühjahr stehen hier einige Fahrzeuge rum. Ihr wandert über einen Forstweg bergauf. Rechts von Euch ist die Ebnather Ache. Wenn Ihr immer wieder mal stehen bleibt und schnuppert, dann riecht ihr es: Der Wald bei der Frasdorfer Hütte ist voll von Pilzen. Diese gibt es auch auf der Frasi zu essen. Kurz bevor Ihr die Hochebene mit der Hütte erreicht, müsst Ihr zwei steile Serpentinen mit dem Kinderwagen meistern. Bald kommt die Frasdorfer Hütte in Sicht. Hier ist auch ein großer Kinderspielplatz auf dem sich die größeren Geschwister austoben können. Das Essen und die Brotzeiten auf der Frasi kommt aus der Region und hier frittiert niemand etwas kaputt. Der Hinweg ist auch Euer Rückweg. Eine Tour mit dem KInderwagen die sich lohnt führt ins Röthelmoos hinauf. foto (c) kinderoutdoor.de Das Röthelmoos ist ein Hochmoor und entsprechend blüht es hier. Foto (c) kinderoutdoor.de

Wandern im Chiemgau mit dem Kinderwagen: Aufs Röthelmoos

Diese Wanderung spart Euch den Besuch im Fitness-Studio. Uns führt der Weg hinauf zum Röthelmoos. Einer Hochebene oberhalb von Ruhpolding. Reich an Wild ist der Bergwald um das Röthelmoos gewesen. Das zog auch immer wieder Wilderer an. So starb hier 1883 ein Wildschütz bei einem Schusswechsel mit dem Förster. In Urschlau parkt Ihr das Auto und folgt den Schildern zum Röthelmoos. Für diesen Forstweg solltet Ihr einen Kinderwagen mit dicken Reifen haben, sonst verliert Ihr schnell den Spaß am Wandern. Zuerst marschiert Ihr am Walderlebniszentrum vorbei. In weiten Kurven zieht sich der Weg dahin. Bald ist die historische Triftklause erreicht. Die Holzknechte stauten dort das Wasser auf und ließen in dem künstlichen See die gefällten Bäume schwimmen. Dann öffneten sie den Damm und durch die Flutwelle riss es die Baumstämme hinunter ins Tal, wo sie in die Sägewerke kamen. Eine lebensgefährliche Arbeit ist das gewesen. Wie Ihr bald seht ist das Röthelmoos ein wunderbares Hochmoor. Überall blüht es. Ihr kehrt mit den Kindern entweder bei der Lagerbauer Alm oder der Dandlalm ein. Bei beiden Almen schmeckt es wunderbar und Ihr habt einen Blick auf Gurnwandkopf sowie die Hörndlwand.Auf dem gleichen Weg wie Ihr hochmarschiert seid, kommt Ihr auch wieder zurück.

Familien Outdoor Urlaub im Chiemgau: Der Geigelstein ruft!

Wandern mit Kindern kann ganz einfach sein: Geht auf den Geigelstein, der ist ideal zum wandern mit Kindern im Chiemgau. Ihr habt von dort einen tollen Ausblick und es gibt etliche Alpentiere zu beobachten. Nehmt zum Wandern auf den Geigelstein ein Fernglas für die Kinder mit!

Wandern mit Kindern im Chiemgau bietet für Familien einen großen Vorteil: Es geht ohne Stress ab! “Papa, das hat mir supergut gefallen!” meint ein kleiner Bub zu seinem Vater. Sie kommen vom Geigelstein. Auch wenn dieser Gipfel auf der Liste für meine Bücher fehlte, ich ging im Frühjahr trotzdem gerne hinauf.

Zu viele Erinnerungen verbinde ich mit dem Geigelstein und meine Kinder hatten auch eine große Freude an diesem Berg. Von Ettenhausen, bei Schleching, führt eine Sesselbahn hinauf. Doch diese ist 2014 nicht in Betrieb. Immerhin ist dieser Berg mit seinen 1.813 m der zweihöchste Gipfel im Chiemgau.Der Aufstieg führt über eine Forststraße und die ist schattig. So macht den Kindern der Aufsteig wenig aus.

Wandern mit Kindern: Die unbekannte Blume!

Bekannt ist der Geigelstein auch als Blumenberg. Nur gut, dass ich einen Pflanzenführer eingepackt hatte. “Papa was ist das da für eine Blume?” fragten mich die Kinder und ich blätterte und blätterte und blätterte. Nichts! Ja kann das sein, eine Alpenblume die in meinem Handbuch fehlt? Die Form der Blüte erinnerte an eine umgedrehte Ananas in einem zarten Rosa und tiefem Rot. Später fand ich heraus, um welche seltene Alpenpflanze es sich handelte. Widder´s Kohlröschen. Unterwegs blieben wir immer wieder stehen. Auch das gehört zum Wandern mit Kindern: Einfach mal eine Pause einlegen! Gämsen ziehen nur wenige hundert Meter von uns bergauf. Die Kinder sind begeistert.

Bei unserem Aufstieg zum Gipfel bleiben sie immer wieder stehen, nehmen das Fernglas und spähen. Bei der Wuhrsteinalm legen wir unsere erste große Pause ein. Meine kleinen Begleiter bekommen ein Eis und Limo. Auch das ist ein Bestandteil, beim Wandern mit Kindern. Über Serpentinen wandern wir weiter bergauf zum Gipfel. Der Weg ist gut ausgeschildert und wir haben immer wieder wunderschöne Ausblicke in den Chiemgau. Steil ist es noch einmal kurz vor dem Gipfel. Die Kinder sehen die kleine Kapelle und das Gipfelkreuz. Das mobilisiert noch einmal Kräfte. Oben suchen sie wieder die Berge nach Tieren ab. Ein totales Glück ist es, als sie ein Auerhuhn entdecken. Über unseren Aufstiegsweg gehen wir wieder zurück ins Tal. Auf der Wuhrsteinalm gibt es wieder Limo, Eis und eine Brotzeit. Genau in dieser Reihenfolge. Das ist der große Vorteil vom Chiemgau: Es geht hier alles ohne Stress!

Paddeln mit Kindern auf dem Simsee!

Paddeln mit Kindern braucht kein Wildwasser, damit die Familie lange davon erzählt. An eine gemütliche und völlig entspannte Kanutour mit den Kindern erinnern sie alle immer wieder gerne. Technisch sowie köperlich einfach ist die Paddeltour auf dem Simssee. Der hat einen großen Vorteil: Er ist im “Schatten” vom benachbarten Chiemsee.

“Vielleicht kannst Du mir die fünf bayerischen Alpenrandseen aufzählen.” fordert der Lehrer seinen Schüler Peter auf. Dieser gerät ein wenig in Verlegenheit “Kochelsee. Äh ja  Und der Königssee! stammelt Peter los. Der Lehrer hakt nach: ” Bisserl schneller” Da flüstert dem Peter in seiner Not jemand “Edersee” zu und der Schüler wiederholt das Ganze auch. Da verbessert ihn der Lehrer ärgerlich:” Edersee? Du meinst wohl den Tegernsee!” Was der Lehrer nicht wissen konnte, dass der unsichtbare Kobold Pumuckl dem Peter diesen Unfug eingeflüstert hat. Auf der Folge “Pumuckl in der Schule” ist diese Episode zu hören. Was der Kobold nicht wissen konnte: Der Simssee gehört auch zu den bayerischen Alpenrandseen und zum Glück ist er weniger bekannt. In seiner Nachbarschaft ist nämlich das bayerische Meer: Der Chiemsee und dorthin fahren die Wassersportler und Touristen. Ein malerisches Köngisschloss auf einer Insel fehlt zwar im Simssee, dafür aber gibt es beim Paddeln mit Kindern einen wunderbaren Blick auf die bayerischen Berge und der ist auch königlich! Während auf dem Ausflugsdampfer unterwegs sind und deren Wellen Euch zu schaffen machen können, fällt auf dem Simssee alles ein wenig kleiner aus. Genau deshalb lieben ihn auch echte Wassersportfreunde. Massentourismus und zugeteerte Flächen so groß wie Fußballplätze damit die Autos der Touristen parken können, fehlen hier am Simssee. Hier geht es ruhig und beschaulich zu.Wer mit der Familie zum ersten Mal in einem Kanu oder Kajak Platz nimmt, schippert am besten zum Einstieg auf dem Simsee.

Paddeln mit den Kindern am Simsee: Geht es noch toller? foto (c) kinderoutdoor.de

Paddeln mit Kindern am Simssee: De groaße Reibm

Einmal den Simssee mit dem Kanu umrunden, dafür braucht Ihr etwa einen halben Tag. Wer keine eigenes Kanu oder Kajak besitzt, kann sich am Simssee eines leihen. Schwimmwesten anziehen und los geht´s nach einer kurzen Einweisung. Wenn Ihr auf dem Wasser seid ist eines wichtig: Auf den bayerischen Seen kann schnell das Wetter umschlagen. Wenn Stürme drohen,gibt es entsprechende Warnanlagen am Ufer. Wenn Ihr diese Lichtsignale seht: Sofort am Ufer anlegen und raus aus dem Wasser. Das ist zum Glück am Simssee, fast, kein Problem. Im Gegensatz zu manch anderen bayerischen See, ist hier nur ein kleiner Teil des Ufers in privaten Besitz. Auch die Lage vom Simssee ist äußerst reizvoll: Eingebettet in die typischen Hügel des bayerischen Voralpenlandes liegt dieses Gewässer. Vom Ufer und Wasser aus sind der Wendelstein, Kampenwand und andere markante Gipfel zu sehen. Wer mit den Kindern am Simssee, dessen Wasser angenehm warm sein kann, baden will, der hat hier genug Gelegenheit. Die Uferstreifen sind sandig und mit Kies. Da lässt sich wunderbar Zeit am “Strand” verbringen. Vier kostenlose und gepflegte Badeplätze gibt es hier. Nach dem Paddeln mit den Kindern bietet sich auch auch, am Simssee zu zelten. Hier gibt es auch einen Campingplatz, wo Ihr das Zelt aufschlagen könnt und eine entsprechende Infrastruktur habt. Für den großen oder kleinen Hunger zwischendurch gibt es Lokale direkt am Simssee. Dort legt Ihr an und lasst es Euch gut gehen. Typische regionale Speisen aus dem Chiemgau kommen hier auch auf die Teller. Wenn Ihr den Simssee einmal umpaddelt legt Ihr ungefähr 15 Kilometer zurück, eine Strecke die auch für Anfänger zu schaffen ist. Außerdem besteht die Möglichkeit auf dem See, das Ganze abzukürzen. Wer auf einem Fluss paddelt, dem fehlt diese Option. Gemeinsam lasst Ihr den Tag am Simssee ausklingen. Ein absoluter Geheimtipp ist die Abenddämmerung an diesem oberbayerischen See. Rot golden leuchtend spiegelt sich die untergehende Sonne im Wasser vom Simssee.

Familien Outdoor Urlaub: Königlich paddeln!

Berge, See und paddeln mit den Kindern. Beim Chiemsee liegt alles eng zusammen. foto (c) kinderoutdoor.de

Paddeln mit Kindern braucht keine Flüsse. Auch Seen bieten reizvolle Touren auf dem Wasser für die ganze Familie. In Bayern bietet sich der Chiemsee zum Paddeln mit Kindern an. Hier könnt Ihr mit dem Kanu Inselhopping betreiben.

Ganz ohne Fluss geht es auch bei dieser Tour nicht. Bei Rimsting setzten wir die Kanus ein und paddeln auf der Prien erst einmal Richtung Chiemsee. Zuvor müssen wir aber durch die Schafwaschener Bucht. Diese wirkt auf manche Paddler wie ein eigener See. Das Abenteuer beginnt. Zuerst solltet Ihr den schmalen Durchlass zum Chiemsee finden. „Des Delta vo der Prien verlandet immer mehr. Weils so viel Holz und Sand mitbringt!“ erklärt ein ortsansässiger Paddler und meint sorgenvoll „Wenn des so weiter geht, is in 200 Joahr de Bucht weg vom Fenster!“ Beim Paddeln sehen die Kinder wo auch ein Teil von unserem Wohlstandsmüll landet: Im Schilfgürtel an der Prienmündung. „Der Mensch macht sich alles Schöne immer konsequent selbst kaputt!“ findet der ortsansässige Kajakfahrer resigniert und zieht mit wenigen Paddelschlägen davon. Nach wenigen hundert Metern ist der See erreicht. „Hier sind gleich ganz andere Wellen als auf dem Fluss!“ meint ein Kind. Wir bleiben nah am Ufer und schippern am Badeplatz bei Osternach vorbei. Weiter mit Blick aufs Land schippern wir bis Prien. Dort fahren wir an Stegen und Häuser vom Ruderverein Prien sowie der Wasserwacht vorbei. Letztere brauchen wir heute hoffentlich nicht. Ein Ausflugsdampfer will in Prien anlegen. Manche Passagiere winken herüber. Wir drehen mit dem Kanu auf Herrenchiemsee zu. Das Abenteuer beginnt und wir paddeln über den offenen See. Bei den Kindern ist keine Angst, sie sind auf das Ziel fixiert. Herrenchiemsee haben wir bereits vor Augen. Dort angekommen haben wir einen wunderbaren Blick vom Kanal aus auf das Schloss. Rechts herum paddeln wir um die größte Insel im Chiemsee. Bei Pauls Ruh legen wir an, machen Picknick und die Kinder baden vergnügt.

Paddeln mit Kindern auf dem Chiemsee, auch bayerisches Meer genannt. foto (c) kinderoutdoor.de

Paddeln mit Kindern: Inselhopping auf bayerisch

Nun steuern wir unser nächstes Ziel an. Die Krautinsel. Doch zwischen den beiden Eilanden heißt es aufmerksam sein, wie uns der einheimische Paddler warnte. Dort gibt es immer wieder flache Stellen. Auf der Krautinsel weiden entspannt Kühe und sehen uns kurz neugierig an, bevor sie wieder weitermampfen.  Diese Insel kam zu ihrem Namen, weil m Mittelalter dort die Nonnen vom Kloster auf der benachbarten Insel Frauenchiemsee Gemüse angebaut haben.  „Das Anlanden ist erlaubt, aber das ganze Gelände ist vermint!“ warnte ein Paddler, der am Chiemsee lebt. Mit Minen meinte er keine Sprengkörper aus dem Krieg, sondern die Kuhfladen. Wir beherzigen seine Worte und paddeln lieber zur Fraueninsel. Die Sonne brennt vom weißblauen Himmel herab auf den Chiemsee. Wir schlendern über diese Insel und wundern uns, wie viele Touristen auf diesen kleinen Fleck Land passen. Seit dem Jahr 728 ist hier ein Kloster. Beeindruckt sind wir vom Inselmünster und den beiden uralten Bäumen: Die Tassilolinde und die Marienlinde. Über 1.000 Jahre, so Experten, sollen diese Bäume alt sein. Wir setzen das Kanu wieder ein und nehmen Fahrt auf. Unser Ziel ist das gegenüberliegende Ufer auf Höhe von Aisching. Mit Kindern im Boot schippert es sich unter Land einfach ein wenig entspannter. Kräftig paddeln die Töchter und wir kommen, obwohl ein Wind uns von der Seite bläst, gut voran. Um zum Badeplatz von Urfahrn zu gelangen, müssen wir noch einmal eine Strecke offenes Wasser überqueren. Auch diese Halbinsel erreichen wir problemlos. Bevor wir wieder in die Schafwaschener Bucht einlaufen können, müssen wir die Landzunge von Sassau umrunden.

Paddelt mit den Kindern zur Insel Herrenchiemsee. In welchem See liegt diese wohl? foto (c) kinderoutdoor.de

Beim Badeplatz Osternach ist unser Kanu kurz vor dem Einlass zur Bucht. Hier merken wir an den Paddelblättern wie das Wasser rausdrückt. Noch einmal müssen die Kinder und ich alle Kräfte mobilisieren. Auch die letzten Meter auf der Prien bis zu unserer Anlegestelle. Über sechs Stunden sind wir unterwegs gewesen und haben ungefähr 18 Kilometer im Kanu zurück gelegt. Und wo der Chiemsee ist, dass wissen die Kinder jetzt.

Ein Mann, ein Boot. Der Name von Toni Prijon steht auf unzähligen Kanus und Kajaks, die auf allen Gewässern in der Welt unterwegs sind. Seine Eltern gründeten 1962 das Unternehmen in Rosenheim und noch immer fertigt Prijon alle HTP-Kajaks und diverse Zubehör-Artikel in der oberbayerischen Stadt. Außergewöhnlich ist auch, dass Vater und Sohn einmal den Weltmeistertitel im Wildwasserrennsport gewannen (Anton Prijon 1959 und Toni Prijon 1987) . Unermüdlich wie er als Leistungssportler trainierte, verbessert Toni Prijon seine Boote und denkt bei der Produktion auch an den Umweltschutz. So produziert seit 2009 eine Solarstromanlage einen Teil der Energie für den Standort in Rosenheim. Zum Sortiment von Prijon gehören auch Kinder- und Jugendkajaks wie der “Flipper” sowie Boote für Flusstouren. Der frühere Leistungssportler und Familienvater gab Kinderoutdoor.de gute Tips zum Paddeln mit Kindern.

Schon als kleines Kind saß Toni Prijon aus Rosenheim im Kajak. Später sollte er es als Leistungssportler zu vielen Meistertiteln bringen. Der Spaß am Wassersport ist dem oberbayerischen Kanuhersteller geblieben.
Foto: Outkomm – Moritz Becher

Kinderoutdoor.de : Wann bist Du zum ersten mal in einem Kajak gesessen?

Toni Prijon: Das weiß ich nicht mehr so genau. Wahrscheinlich war ich damals zwischen vier und fünf Jahre alt. Als Bub bin ich immer nach der Schule sofort zum Paddeln gegangen. Der Schulranzen flog ins Eck und ich ging zum Inn. Der ist nur 100 Meter hinter meinem Elternhaus. Solange ich die Hausaufgaben gemacht hatte, war es meinen Eltern egal, wie lange ich zum Paddeln ging.

Wann sollten Kinder im Kanu oder Kajak fahren?

Toni Prijon: Ab sechs Jahre frühestens. Die Kinder sollten schwimmen können und entsprechend Kraft haben, sonst macht es ihnen keinen Spaß auf dem Wasser unterwegs zu sein. Wichtig ist, dass die Eltern die Kinder in keine zu großen Boote setzen. Oft sehe ich, wie sich Kinder in ausrangierten Erwachsenenkajaks abmühen müssen. Das ist der falsche Weg. Die Kinder lernen das Paddeln dadurch nicht richtig und haben keinen Spaß bei dem Wassersport. Daher ist es wichtig, Kinder in spezielle Kinderkajaks zu setzen.

Woran erkennen Eltern einen guten Kanuverleiher?

Toni Prijon: Wer Mitglied im Bundesverband Kanu ist, wurde vom Verband zertifiziert. Hierfür muss er bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Andererseits soll dies nicht heißen, dass es sich bei denjenigen, die diese Zertifizierung nicht haben, automatisch um schlechte Kanuverleiher handelt. Immer mehr Verleiher und Kanuschulen haben jedoch die Zertifizierung. Auch an der Qualität der Boote, Schwimmwesten und Paddel lässt sich erkennen, wie gut ein Verleiher ist. Und natürlich gehört auch eine Einweisung zum Muss im Verleihgeschäft.

Was gehört für einen Tagesausflug mit den Kindern im Kajak an Bord und worauf sollen Eltern achten?

Toni Prijon: Die Schwimmweste ist obligat. Darüber braucht mit mir niemand diskutieren. Wichtig ist auch eine Sonnencreme, denn am Wasser reflektiert sich das Sonnenlicht sehr stark und eine leichte Mütze. Eine Tour mit Kindern sollte nicht länger als vier Stunden dauern, sonst meutert die Mannschaft. Schließlich wollen die Kleinen nicht den ganzen Tag im Boot sitzen, was ich auch verstehen kann. Wichtig ist, Pausen einzulegen und für Abwechslung zu sorgen. Den Kindern bereitet es z.B. große Freude zu angeln. An einem Stock eine Schnur zu befestigen. Diese Angel können die Kinder ins Wasser halten und haben garantiert ihre Freude daran – natürlich nur mit entsprechender Erlaubnis… Das Baden gehört zu einer Kanutour ebenfalls dazu.

Wo sollten Familien unbedingt zum Paddeln gehen?

Toni Prijon: Als Lokalpatriot kann ich den Chiemsee empfehlen. Hier bin ich oft mit meinen Kindern unterwegs gewesen. An den Ufern gibt es gute Gastwirtschaften, ein ideales Motivationsmittel. Auf den Inseln lässt sich baden und die Kinder haben ein Ziel auf das sie zufahren können. Ähnlich dem Gipfel am Berg. Sehr gut kommt bei den Kindern an, wenn man mit ihnen vom Boot aus Tiere beobachtet, wie einen Reiher oder Biber. Davon erzählen sie noch tagelang. Auch beim Paddeln am Chiemsee gilt: Nicht zu lange Touren planen, schließlich soll der Ausflug der ganzen Familie Spaß bereiten.

Vielen Dank für das Gespräch Toni!