Kinder entdecken Irland: Die jungen Grünen kommen!

Kinder entdecken Irland, treffen dabei auf eine uralte Kultur und eine abwechslungsreiche Natur. Für Familien ist Irland das ideale Reiseland, wenn sie gerne draußen unterwegs sind. Die grüne Insel ist ein Stück Europa, dass es wert ist, hier mit den Kindern Outdoor Abenteuer zu erleben.

Wer bisher geglaubt hat, es gibt nur in den Alpen oder anderen europäischen Gebirgen beeindruckende Tälter, der sollte zum nördlichen Abschnitt der Antrim Coastal Route fahren. Hier klettert die gewundene Straße über hohe Klippen und schlägt einen Bogen zur Ostküste. Was es dort zu sehen gibt, ist das pure Irland. Vor der Outdoor Familie liegen die viel besungenen Glens, die neun Täler von Antrim. Die Haupttäler heißen Glencloy, „Tal der Hecken”, Glenariff, „Königin der Glens” und Glenarm, „Tal des Huflattichs“, und jedes hat seine ganz eigenen Reize und Legenden. Zehn Jahre von 1832 bis 1842 nahm der Bau der sich durch die monumentale Felsenlandschaft schlängelnden Küstenstraße mit ihren puppigen Dörfern in Anspruch, die zuvor von der Welt vergessen schienen. Auch heute noch führt das Sträßchen in eine wundersame Einsamkeit. Und jedes der drei Haupttäler mit den blumigen Namen verheißt anmutige Flecken voller Wildblumen und Vogelgezwitscher. Die „Königin der Glens“ mit dem Glenariff Forest Park ist gewissermaßen die Essenz aller neun Täler.

Was für ein Anblick! Glens of Antrim mit Runestone gehört zu den beeindruckendsten Ausblicken in Irland. foto (c) Tourism Ireland

Mehrere ausgeschilderte Wanderwege führen hier durch ein Gletschertal mit glasklaren Flüsschen und Wasserfällen auf dem Waterfall Walk. Und weiter hinauf in die eiszeitlich geformte Landschaft, immer höher über das Tal aufsteigend, wird man mit sagenhaft schönen Ausblicken über diese weite grüne Oase bis hin zur Schottischen See und die Hebriden beschenkt. Über Glenarm, dem dritten der Täler, ragt dann ungestüm der Slemish Mountain auf, ein karg wirkender Geselle, dessen Gipfel wie ein zerdrückter Hut aussieht. Dort oben musste der Nationalheilige St. Patrick als Sklave eines irischen Hochkönigs die Schafe und Schweine hüten. Was auch eine beachtliche Karriere ist: Vom Schweinehirten zum Heiligen. Und auch heute gibt es in diesem Tal kaum mehr als Schafweiden. Besser also im Küstenstädtchen Carnlough, das zum Glencloy, dem „Tal der Hecken“, gehört, ein wunderschönes Quartier nehmen. Dort gibt es das romantische Londonderry Arms Hotel, das einmal Winston Churchill gehörte. Und gleich nebenan wartet das herrlich altmodische Pub Glencloy Inn. Klassisch der Mahagonitresen mit vergoldeten Zapfhähnen und die Ledersessel in den Snugs, den Sitzkojen. Hier erzählt man sich einiges bis der Abend kommt. Auch, dass man im vergangenen Jahr am Nationalfeiertag des Heiligen wieder eine St. Patrick´s Parade auf den Slemish Mountain unternehmen wollte. Bei fürchterlichem Wetter zog man es an jenem 17. März jedoch vor, zu einer kurzen Kundgebung mit dem Auto bis zum Parkplatz vor dem Berganstieg zu fahren und dann schnellstens ins Pub einzukehren. So bleibt man weiter im Zweifel, auf welchem Weg es Patrick geschafft haben soll, dem Hochkönig zu entkommen und fortan Irland das Christentum zu predigen. So manches überlässt man in diesem romantischen Flecken Erde einfach weiterhin den Legenden.

Eine Wanderung mit den Kindern zum Glenariff Waterfall begeistert die jungen Outdoorer. Foto (c) tourism Ireland

Besuch beim Rekordhalter!

Eine Tropfsteinhöhle haben sicher schon die meisten Familien besucht. Doch was Euch in der Doolin Cave erwartet ist so was von beeindruckend. Der größte frei hängende Tropfsteinriese in der Doolin Cave ist der größte in Europa und der drittgrößte der Welt. Die Einheimischen nennen ihn „unser verborgenes Juwel im County Clare“. Mit einem Helm geschützt gelangt man bei einer geführten Tour ins Höhleninnere und dabei 350 Millionen Jahre zurück in die Entstehung der Landschaft. Auch oberirdisch ist sie von beeindruckenden Felsplatten und Klippen gestaltet. Die berühmten Cliffs of Moher liegen zwar nicht weit entfernt und werden vom Hafen Doolin mit Booten angefahren.

Der größte freihängende Tropfstein Europas ist in Irland zu sehen. foto (c) tourism Ireland

Bootstour auf dem größten See Irlands: Garantiert kein finsteres Lough!

Boot fahren geht bei den Kindern immer. Wenn Ihr mit der Familie in Irland unterwegs seid, dann solltet Ihr mit ihnen auf dem Lough Neagh schippern. Der mächtig große See liegt mit 30 Kilometern Länge und 15 Kilometern Breite mitten im Herzen Nordirlands und fünf der sechs Counties des Landes haben Anteil an seinen Ufern. Mehr Vielfalt, mehr unberührte Natur und mehr historischer Humus ist in Irlands Wasserwelt kaum zu finden. Nicht zu vergessen die acht Inseln im See, die an herrlicher Flora und Fauna unübertrefflich sind. Eine davon, Coney Island, hat die nordirische Ikone des Blues, Rock und Jazz, Van Morrison, im gleichnamigen Song in solch romantischer Orchestrierung besungen, dass man sofort dorthin aufbrechen möchte.

Viele Überraschungen hält für Outdoor Familien der Lough Neagh bereit. Begeistert sind die Kinder, wenn Ihr dort mit Ihnen einen Bootsfahrt unternehmt. foto (c) Lough Neagh Partnership


 
Und noch ein Titan der Sprachkunst, der vielfach preisgekrönte Nobelpreisträger der Literatur, Seamus Heaney, hat Lough Neagh lyrische Denkmale gesetzt. Mit dem Besuch im Familienmuseum der Heaneys, das schlicht „Home Place“ heißt, könnte eine Reise entlang des Sees beginnen.  
Und die schönste Art, Lough Neagh zu erfahren? Natürlich vom Wasser aus! Abháinn Cruises bietet verschiedene Bootsrundfahrten auf dem See an. Auch eine Tour nach Coney Island ist im Programm. Dabei fährt man auf offenem Wasser an gleich mehreren Häfen vorbei und kann den heimischen Aalfischern zusehen. Die Craic´n Food & Drink Tour (Craic bedeutet im Irischen „besonderen Spaß haben“) ist ein perfekter Weg, die üppige Region und ihre kulinarische Tradition kennenzulernen. Hierbei erfährt man die wilde Landschaft um den Lough Neagh, besucht Fischersleute und eine Büffelfarm, verkostet traditionell zubereitete Aalgerichte, lokale Biersorten, Farmkäse, Öle und Chutneys und landet zum guten Schluss im Crosskeys Inn, „Hungrig ist noch niemand von dieser Tour heimgekommen“, sagen die Einheimischen.

Alle auf´s Wasser: Paddeln in Nordirland

Nordirland vereint eine Menge an Wasserwegen und sportlichen Wasserrevieren für Paddler, die es wissen wollen und auch die Einsamkeit der Natur suchen. Bei diesen Gewässern geht es nicht allein um Freizeitvergnügen. Man braucht auch ein wenig Erfahrung im sportiven Kanu- und Kajakfahren, dazu Planung und gute Kenntnisse der Wasserwege. Dabei helfen ausgewiesene Canoe Trails und Bootsverleiher, oder man bucht geführte Touren, die von „guten Wassergeistern“ der einheimischen Paddler begleitet sind.Die größere Herausforderdung für erfahrene Paddler bildet im nordirischen County Fermanagh der Seenverbund des Lough Erne. Eine paradiesische Wasserlandschaft gesprenkelt von Hunderten kleinen und größeren naturbelassenen Inseln, die auf dem Canoe Trail ausgewiesen und mit wilden Campingplätzen für romantische Nächte versehen sind.Faszinierend ist auch der große Naturhafen Strangford Lough in der Grafschaft Down.

Nordirland bietet allen die gern auf dem Wasser unterwegs sind, viele Möglichkeiten mit den Kindern zu paddeln. foto (c) tourism ireland

Man nähert sich ihr von der Irischen See durch eine knapp zehn Kilometer breite Meerenge und gelangt dann in ruhigeres Fahrwasser. Oder dürfen es rund 150 Kilometer auf dem größten Binnensee, Lough Neagh, sein? Man erpaddelt sich Buchten und Seitenarme und eine einzigartige Vielfalt aus Wildnis- und Naturerlebnis. Der River Blackwater wäre sein Zubringer für solche Paddler, die eine erweiterte Wasserreise mit schönen Campingstopps unternehmen möchten.Der River Foyle ist dann eine ganz andere einzigartige Strecke. Von seiner Quelle reicht er über 53 Kilometer bis zum Atlantischen Ozean. Der Foyle Canoe Trail quert sowohl die Republik Irland als auch Nordirland durch ländliche Schönheit bis zur umtriebigen Stadt Derry~Londonderry. Und noch etwas: Der Fluss ist von den Gezeiten beeinflusst und kann in beiden Richtungen befahren werden. Eine umfassende Auswahl an Paddelrevieren, Gruppenangeboten, Blogs und Revierkarten dient zur Reisevorbereitung.

Erleuchtung garantiert: Zu den schönsten Leuchttürmen Irlands

Solche wunderbaren Leuchttürme gibt es nur in Irland, wie hier das Clare Island Lighthouse in Couty Mayo.foto (c) tourism ireland

Soweit das Auge reicht – nur noch die wogende See. So könnte ein Urlaubstag hoch über Irlands Küsten beginnen. Jedenfalls dann, wenn man sich in einem der acht Leuchttürme – von insgesamt zwölf der Great Lighthouses of Ireland – eingemietet hat, die bewohnbar gemacht wurden wie zu Zeiten der Leuchtturmwärter. Nur sind einige ein wenig mondäner geworden und luxuriös ausgestattet. Andere haben ihren historischen Charakter bewahrt und sind eher schlicht möbliert. 13 Great Lighthouses zieren die irische Küstenlinie und jedes hat seine Geschichten zu erzählen und seine eigene Atmosphäre. Erwähnt sei unbedingt, wenn auch nicht bewohnbar, Hook Head im County Wexford. Er bewacht als ältester in Betrieb stehender Leuchtturm der Welt seit 800 Jahren die Hafeneinfahrt von Waterford. Man kann ihn auf geführten Touren besichtigen.Ein ganz harter Brocken ist Wicklow Head in der gleichnamigen Grafschaft. Sein Leuchtfeuer gilt als das stärkste der Welt. Im oktagonalen Turm befinden sich hübsche Unterkünfte für Selbstversorger. Der Blick auf die Irische See könnte fantastischer nicht sein. Sechs der Great Lighthouses bewachen den großartigen Wild Atlantic Way. Darunter Clare Island im County Mayo, der einzige Leuchtturm in Irland, der B&B-Unterkünfte mit Sechs-Gänge-Menü bietet. Seine ehemaligen Wirtschaftsgebäude strahlen heute als luxuriöses Gästehaus in wunderschöner Küstenlandschaft. Perfekt zum Wandern, Radfahren und für künstlerisches Schaffen. Zwei weitere Perlen sind Galley Head im County Cork am sonnenverwöhnten Südabschnitt des Wild Atlantic Way und Loop Head im County Clare. Beide liegen an dramatische Klippen geschmiegt über der rauen See und sind großartige Schauplätze, um nach Walen, Delfinen und Robben Ausschau zu halten. Ihre Leuchtturmwärter-Cottages sind voller maritimem Charakter.

Für viele der wahrscheinlich schönste Leuchtturm der Welt: Fanad Lighthouse im County Donegal. foto (c) tourism ireland

Der als schönster Leuchtturm der Welt verdächtige Fanad Head im rauen Nordwesten von County Donegal ist ein wahrhaft unerschütterlicher Geselle. Wunderbar eingebettet zwischen dem idyllischen Lough Swilly und der feinsandigen Mulroy Bay ist er eine Foto-Schönheit. Die ehemaligen Wohnungen der Leuchtturmwärter sind zu gemütlichen, stilvollen Herbergen geworden. Im nordirischen County Down liegt mit St. John‘s Point ein echtes Nordlicht in wunderschöner abgelegener Position. Zwei komfortable Cottagewohnungen geben einem das Gefühl, selbst ein Leuchtturmwärter zu sein. Nicht zu verwechseln mit dem Leuchtturm gleichen Namens im County Donegal.Ebenfalls in Nordirland, County Antrim, liegt das Blackhead Lighthouse. Drei mit antiken Möbeln restaurierte Wohnungen bieten die perfekte Umgebung und den freien Blick auf die bizarre Meerenge des Belfast Lough.  

Walrecht für alle!

Irlands Gewässer sind seit Juni 1991 Schutzgebiete für Wale und Delfine in Europa. Die Irische See ist besonders artenreich, allein 26 Spezies listet die Irish Whale and Dolphin Group (IWDG) für die Irische See rund um die grüne Insel auf. Dazu gehören Finnwale, Buckelwale, Zwergwale, Orkas (Schwertwale), Delfine und Tümmler.
Als im Jahr 2013 die IWDG die Sichtung der „Blauwale von Kerry“ meldete, glich das einem Wunder, das die Organisation nun behutsam erforscht. Aus diesem Grund gehören touristische Whale-Watching-Touren in Irland nicht nur zum kommerziellen Abenteuervergnügen. Sie sind ein Bestandteil der stetigen wissenschaftlichen Beobachtung und Zählung der stark gefährdeten Meeressäuger.Nicht alle Arten sind auf einmal anzutreffen. Zwergwale und gewöhnliche Schweinswale tauchen im Jahr gewöhnlich als erste auf. Die größeren Bartenwale, wie der Finnwal und der Buckelwal, sind meist erst in den Herbstmonaten von Oktober bis November zu sehen. Doch das ganze Jahr über sieht man Delfine und Tümmler. Orkas sind in den nördlichsten Breiten der grünen Insel unterwegs, etwa vor Inishowen im County Donegal. Insgesamt gibt es rund um die Insel Irland 60 Orte, an denen Wale vom Festland aus gesehen wurden. Die IWDG bietet ihren Mitgliedern in kleinen Gruppen das intensive Erlebnis an, auf Walbeobachtungstour zu gehen und dabei die faszinierende Natur und die auch raue Irische See kennenzulernen.

Davon erzählen die Kinder noch lange, wie sie vor der irischen Küste Wale gesehen haben. foto (c) tourism Ireland

Drei der besten Spots für Delfin- und Walbeobachtung sind:

– Cape Clear, County West Cork
Wenn die Sonne hinter Irlands südlichster Insel Cape Clear untergeht, bietet sich ein fantastischer Anblick und an Sommerabenden die besten Chancen, Wale auftauchen zu sehen. www.corkwhalewatch.com

– Carrigaholt, County Clare
Etwas weiter nördlich ist Carrigaholt der ideale Ausgangspunkt, wenn man hohen Seegang vermeiden möchte. 160 hier ansässige Tümmler lassen sich zuverlässig blicken – in der Walbeobachtungssaison auch Finn- und Zwergwale.
www.dolphinwatch.ie

– Inishowen, County Donegal
Geduld und der Sinn für die Schönheit der Meereslandschaft sind Trumpf. Wenn dann einige Orkas auftauchen, ist es das größte Erlebnis.
www.govisitinishowen.com

Licht im Schacht: Mit den Kindern untertage

Gute Mine! Mit den Kindern bei der Arigna Mine Experience, Roscommon foto (c) tourism ireland

Gerade einmal zwei Jahrzehnte sind vergangen seit der letzte Bergmann vor dem Bild des Herzen Jesus auf seinem simplen Altar am Grubeneingang stand, sich bekreuzigte und in die Dunkelheit der Arigna Grube wanderte zu einem Tag zermürbender Arbeit. Arignas Kohlenschächte waren ein Teil der Landschaft, der Gemeinde und derer, die an den „Eisenbergen“ lebten. Die Pfade, die der Wind durch Torf und Heide schnitt, sind als „Bergmanns Wege“ zur Arbeit am Flöz bekannt.Die ersten Bergwerke in der Gegend waren im 18. Jahrhundert eröffnet worden und hatten seit dieser Zeit Arbeitsplätze gestellt, die die Gemeinde durch die schweren Jahre der großen irischen Hungersnot, der Great Famine, brachten. Nach der Schließung der Grube im Jahr 1990 hatten die Gemeindemitglieder eine gute Idee. Ab dem Jahr 2003 wurden die früheren Bergmänner zu Bergführern einer anderen Art. Sie brachten Schulklassen, Besucher und Touristen in die Tiefe des Berges. Heute ist daraus eine 45-minütige Untertagetour geworden, in der mit Geräuschen und Lichteffekten nahezu echtes Bergbauerlebnis vermittelt wird. Von komplizierten technischen Details der Abbaumethoden bis zur Frage wie die Mittagsbrote sauber gehalten wurden, können die Söhne der vormaligen Bergarbeiter und einige Veteranen nun berichten und authentische Geschichten aus dem Bergmannsleben erzählen. Über 300.000 Besucher und das Lob vieler Reiseschriftsteller machten den originalen Museumsspaziergang in den Berg zu einem Geheimtipp für alle, die ein etwas anderes Irlanderlebnis suchen. Darüber hinaus hat die Grafschaft Roscommon naturbelassene Wanderpfade und jede Menge stille unverbrauchte Natur zu bieten – und das herzliche Willkommen der ehemaligen Bergbaufamilien sowieso.
 
Links:
https://arignaminingexperience.rezgo.com/details/92252/the-arigna-mining-experience-tour

Irland ist auch unterirdisch beeindruckend, wie hier in der Arigna Mines (C) Co Roscommon

Fünf historische Stätten in Irland die Ihr unbedingt mit den Kindern entdecken solltet

Alle fünf dieser außerordentlichen historischen Stätten haben eines gemeinsam: Sie entstammen der Frühgeschichte Irlands und verweisen bis heute auf den Weg zurück in die Menschheitsgeschichte, als Irlands historischer Osten zu einem kulturellen Herzen der grünen Insel heranwuchs. Aus diesem Grund sind sie bis heute so gut erhalten und gleichzeitig bedeutungsvoll.

Rock of Cashel ist doch so, wie sich die Kinder eine Burg vorstellen.foto (c) tourism Ireland


  • Newgrange, das neolithische Ganggrab im lieblichen Tal des Boyne (Irisch: Brú na Bóinne), führt die Liste dieser historischen Zeitzeugen an.
  • Clonmacnoise, die frühe Mönchssiedlung am River Shannon aus dem 6. Jahrhundert ist zwar wesentlich jünger. Aber sie ist wie aus antikem zauberhaften Geist gemacht. Wer dort spaziert, kann die Spiritualität spüren.
  • Das Hook Lighthouse, vermutlich der älteste Leuchtturm der Welt, trug schon vor rund 2000 Jahren Fackeln am Einlass des Waterford Harbour.
  • Der Rock of Cashel, ein Phänomen, das über die Jahrhunderte zu einem Ensemble aus antiken Strukturen und einer Welt der mittelalterlichen und keltischen Historie zusammenwuchs, thront über einem Goldenen Tal, der schönsten Landschaft des County Tipperary.
  • Und Waterford, Irlands älteste Stadt, beherbergt das Viking Triangle, mit einem blendenden mittelalterlichen Stadtkern und drei sehr imposanten Museen aus 1100 Jahren Geschichte.
Newgrange führt Euch weit zurück in die Geschichte der Menschen. foto (c) tourism ireland

Wer also Irlands historischen Osten besucht, wird über kurz oder lang von einem dieser fünf Monumente nahezu aufgerufen, mal vorbei zu kommen. Besonders imposant, anmutig und schön sind alle diese Orte in ihrer ganzen Erhabenheit zu erkunden, wenn man sie außerhalb der Hochsaison bereist. Im März und April und im späteren Herbst kann man dort dann noch mit den alten Kelten, den irischen Hochkönigen des Rock of Cashel, den magischen Sonnenstrahlen, die durch eine Öffnung im Türstein bis in die hinterste Grabkammer von Newgrange fallen, in einen Dialog treten.
 
Links:

Psssst! Der Lough Neagh bleibt aber bitte unter uns……

Lough Neagh ist eine Entdeckerreise wert. Hier fühlen sich Outdoor Familien sofort wohl. foto (c) tourism ireland

Der See Lough Neagh ist mächtig groß, aber kaum einer kennt ihn. Politisch gehört er zu Großbritannien, geografisch zu Irland. Bei dem familiären Unternehmen Lough Neagh Tours rund um den größten See Irlands geht es einzig um die herrliche Natur. Ob bei der Erkundung von verborgenen Kulturschätzen, beim Kanufahren und Aalräuchern in fast unberührter Landschaft oder beim Musikabend in reetgedeckten Cottages schwingen immer die irische Kultur und Geschichte mit. Wer Outdoor liebt, gerne neue Freundschaften schließt und offen für neue Erfahrungen ist, findet hier ein kleines Paradies.
 
Link:
www.loughneaghtours.com/tours

Auf den sagenhaften Bergvon Nordirland: Slieve Donard

Gleich zwei Heilige haben in Irland riesenhaft erscheinende Berge als Rückzugsorte gewählt. Der irische Nationalheilige St. Patrick stieg auf den nach ihm benannten Croagh Patrick in die Einsiedelei. Der Aufstieg zum Gipfel ist zum Pilgerpfad geworden. Das kann man vom Slieve Donard zwar nicht behaupten, aber Sagen und Legenden ranken sich auch um diesen nordirischen Riesen. So soll der Heilige Domangard (Donard) im 6. Jahrhundert – nach seiner Bekehrung durch St. Patrick – auf dem Berggipfel bis zu seinem Tod eingesiedelt haben. Frühchristliche Spuren wird man anders als auf dem Croagh Patrick beim Aufstieg auf dem Donard Walk hinauf zum 852 Meter hohen Gipfel nicht finden, aber fantastische Aussichten und gewiss angenehme Mitwanderer.

Weite, Stille und Natur. Ein Outdoor-Erlebnis der Extraklasse ist eine Tour auf den Slieve Donard. foto (c) Tourism Ireland

Von einem Aussichtspunkt auf einer verwitterten Steinbrücke in der Dundrum Bay lässt sich die Dimension und Wildheit dieses Kerls von einem Berg schon ermessen. Ein am Fuß grüner romantischer Geselle, bis in seine Mitte von Wald, Moos und Farnen bedeckt und im letzten Drittel bis zum Gipfel ein von Wolken umhangener steinerner Brocken. So steht er da wie ein Gemälde. Die Einheimischen sagen, an klaren Tagen würde der Donard seine Füße in die Irische See strecken und mit dem kahlen Kopf gegen den Himmel stoßen. Was er in seiner Mitte tut, ist wetterabhängig. Auf jeden Fall aber, sagen ansässige Donard-Pilger, die sich mit wiederholten Wanderungen fit halten, solle man unterwegs auf Anam Na Tíre achten, den einzigen überkonfessionellen Gott Nordirlands. Die Worte sind Gälisch und das 50 Millionen Jahre alte Vulkangestein des Bergriesen mag sie in sich tragen: „The Soul of the Land“.
 
Links:
Slieve Donard Walks: www.walkni.com/walks/?k=slieve+donard
The John Hewitt, Belfast: www.thejohnhewitt.com

Torffeuer und feinster Schnee: Winter in den irischen Bergen

Bekanntlich liegt die vom Golfstrom begünstigte grüne Insel nur selten in froststarrem Kleid. Ein Torffeuer im Kamin eines B&B und eine gute Tasse Tee – vertreiben die Kältegeister außerdem genuss- und wirkungsvoll. Nichts kann dann schöner sein, als auf eine kleine Tour in die wenig berührte und stille Landschaft auszuschwärmen. In diesen drei ausgesuchten Landstrichen gibt es den irischen Winter in Reinkultur.
 
Glenveagh National Park, Co. Donegal
Eine beeindruckende Naturlandschaft ohne Vergleich, da sie im dünn besiedelten Norden der Insel ihre eigene Prägung hat. Hier bilden Wildnis, liebliche Täler und dunkle tiefgründige Seen eine Gesamtharmonie. Unter dem Bergriesen Mount Errigal, der mächtig über der Landschaft thront, gibt es eine ganze Reihe von ausgezeichneten Wanderwegen. Malerisch liegt das Glenveagh Castle aus dem 19. Jahrhundert an den Ufern des Lough Veagh mitten im Park.
www.ireland.com/de-de/articles/destinations/donegal/county-donegal

Winter im Glenveagh Nationalpark. Dem Golfstrom sei Dank. Foto (c) tourism ireland

Lagan Towpath, Co. Antrim
Das ist etwas für Stadtbürger, genauer ein erholsamer Rückzugsort mitten in Belfast. Ein wolkiger Sonntagmorgen, der bald einige Sonnenstrahlen durchlässt, und auf den Spazierwegen am Lagan River sind schon einige unverfrorene Jogger unterwegs. Das ist der beste Start aus dem Herzen der nordirischen Hauptstadt hinaus auf dem Titanic Belfast-Trail entlang des Flusses Lagan. Er führt an einem Schleusenwärtercottage vorbei in die urbanen Parks und bald in die Auen und Wälder der Umgebung.
www.walkni.com/walks/40/lagan-towpath

Outdoor Abenteuer im irischen Winter: Im Südwesten von Irland ist Sheep´s Head Way um zu wandern. foto (c) tourism ir


 
Sheep‘s Head Way, Co. Cork
Im äußersten Südwesten Irlands in der Grafschaft Cork bietet der Sheep’s Head Way auf 150 Kilometern atemberaubende Aussichten. In der malerischen Ortschaft Bantry, bekannt durch das imposante Bantry House und seinen wunderbaren terrassenförmig angelegten Garten, beginnt der Rundweg über die Halbinsel Sheep’s Head. Geschlängelte Pfade zweigen über die Hauptrouten ab hinauf in Hügel und Berge mit wundervollen Panoramen auf einsame tief in die Landschaft gesenkte Seen. Auf der gesamten Wegstrecke eröffnen sich spektakuläre Ausblicke auf das Wellenspiel des Atlantiks.
http://livingthesheepsheadway.com