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Kinder Bob richtig steuern

Den Kinder Bob richtig steuern, will gelernt sein. Bei Kinder Outdoor Wissen erklären wir Euch, wie Ihr den Bob sicher auf dem Schlittenhang lenkt. Wenn Ihr ein paar Tipps und Tricks von unserem Kinder Outdoor Wissen beachtet, ist es für die Kinder einfach den Bob zu steuern. Damit sind sie sicher im Schnee unterwegs und können im Notfall perfekt ausweichen.

 

So ein Bob ist in manchen Belangen einem klassischen Schlitten überlegen. Ist der Schnee noch pulverig und lässt es sich mit dem Bob deutlich besser fahren als mit dem Schlitten. Außerdem sitzen die Kinder tiefer und durch den niedrigeren Schwerpunkt baut der Bob schneller eine Geschwindigkeit auf. Deshalb ist es wichtig, dieses Sportgerät optimal zu steuern. Bei einem Bob der über ein Lenkrad verfügt, erübrigen sich solche Tipps, doch die Masse hat keine Steuerung oder nur links und rechts zwei Bremsgriffe. Für diese Bob´s sind unsere Ratschläge aus der Rubrik Kinder Outdoor Wissen.

Kinder Bob richtig steuern: Die einfache Plastikwanne

Beginnen wir mit den einfachsten Modellen. Sie haben keine Lenkung und keine Bremsgriffe. Damit können die meisten Kinder nur geradeaus den Schlittenhang hinunterheizen. Doch was ist, wenn es zu einer Kollission kommen kann? Weil „plötzlich“ ein Baum oder ein anderes Kind im Weg steht? Da hilft nur eines: Ausweichen! Dieses Manöver läuft so ab:

  • Von der entgegensgesetzten Seite auf die Ihr fahren möchtet, greift Ihr mit der Hand unter den oberen Rand vom Bob
  • Neigt Euch mit dem Oberkörper in die Kurve

jetzt sollte der Bob in diese Richtung fahren, wenn Ihr im optimalen Fall das ganze Gewicht auf dieser einen Kufe habt. Hier hilft nur eines: Üben!

Kinder Bob richtig steuern: Sanft bremsen

Euer Plastikbob hat links und rechts zwei Bremsgriffe? Sehr gut, damit lässt sich noch einfacher steuern! Zieht vorsichtig an dem Bremsgriff auf der Seite, wohin Ihr die Kurve machen wollte. Bei einer Linkskurve den linken Griff, bei einer Rechtskurve den rechten Griff. Wichtig ist: Betätigt den Bremsgriff mit Gefühl, sonst purzelt Ihr aus dem Bob. Auch hier hilft nur eines: Üben, üben, üben.

Kinder Bob richtig steuern: Ausweichen üben

Ideal ist es, Ihr übt ein wenig abseits vom Schlittenhang mit den Kinder. Legt einen Rucksack in den Schnee, oder ein andere weiches Hindernis (bitte stellt Euch nicht selbst als Pylon zur Verfügung). Die Kinder sollen mit dem Bob diesem Gegenstand ausweichen. Einmal links, das andere Mal über die rechte Seite. Lasst Sie durch Verlängerung der Anfahrt auch die Geschwindigkeit erhöhen. So bekommen die Kinder ein Maximum an Fahrsicherheit.

ältere Beiträge aus unserer Reihe Kinder Outdoor Wissen

Kinder Outdoor Wissen: Schlitten pflegen

Schlitten pflegen mit Kinder Outdoor Know How und Ihr rodelt allen davon. Ihr müsst nur ein paar Minuten investieren und braucht nur wenig Werkzeug. Schritt für Schritt zeigen wir Euch, wie Ihr den Schlitten perfekt pflegt. Vom Zugseil über die Sitzbretter zu den Kufen. Dank unseren Expertentipps seid Ihr mit dem Schlitten flott unterwegs.

Da rubbelt ein ganz schlauer Blogger mit dem Schmirgelpapier auf den Kufen von einem bemitleidenswerten Schlitten hin und her. Leider kann der Zuschauer den “Erfolg” von dieser Aktion nicht sehen. Der Schnee sammelt sich unter den Kufen an und “stollt” wie die Experten sagen. Wer gerne extram langsam über den Schlittenhügel rodeln will oder vornüber kippt, weil sich Schneekeile unter den Kufen gebildet haben, der malträtiert so die Kufen. Bei unseren Tipps, dazu gehört auch die Kufen mit der Fahrtrichtung zu schleifen, läuft Euer Schlitten deutlich besser als zuvor. Wenn Ihr einen Plastikschlitten habt, könnt Ihr Euch einige unserer Tipps sparen. Es sei denn, der Schlitten aus Kunststoff hat Metallkufen. Beginnen wir von vorne.

An Werkzeug und Material sucht Euch folgendes zusammen:

  • Schraubenzieher (Schlitz und/oder Kreuz; aber dazu gleich!) alternativ ein Multitool
  • Schmirgelpapier in verschiedenen Stärken
  • Skiwachs
  • Lappen
  • Eisenbürste

Schlitten pflegen: Vorne anfangen

Überprüft das Zugseil. Nichts ist so peinlich und auch gefährlich, wenn sich ein Schlitten beim Hochziehen löst, weil die Zugschnur gerissen ist. Überprüft zu erst ob das Seil beschädigt ist. Wenn dem so ist, tauscht es aus. Ist das Ziehholz kaputt, schnitzt Euch ein Neues. Als nächstes erwartet Euch ein Aha-Erlebnis. Ihr staunt, wie viele Schrauben so ein Schlitten aus Holz hat. Diese verbinden die Verstrebungen oder halten die Kufen fest. Manche Hersteller verwenden Kreuzschrauben, anderen Schlitzschrauben und wieder andere beide Arten von Schrauben. Dreht alle Schrauben fest, diese lockern sich im Winter. Wie fest sind die Sitzbretter? Steht eine Schraube oder Nagel aus dem Holz? Das kann die Hose beschädigen oder verletzen. Versenkt die Schraube oder den Nagel wieder im Holz. Kommen wir zu den Kufen. Mit der Eisenbürste entfernt Ihr den groben Flugrost. Jetzt kommt zum ersten Mal das Schleifpapier zum Einsatz. Beginnt mit dem Gröbsten. Je kleiner die Zahl auf der Rückseite vom Sandpapier, umso gröber ist es.

  • —>WICHTIG: Reibt mit dem Schleifpapier immer in Fahrtrichtung. Von den Hörnern nach hinten. Ansonsten stollen die Kufen, weil sich in der Oberfläche die Schneekristalle ansammeln können. Es entsteht ein Schneekeil.

Mit dem trockenen Lappen wischt Ihr den Rost ab. Ihr wundert Euch sicher, was da alles zu sehen ist. Jetzt kommt das nächste Schleifpapier dran. Steigert Euch immer mehr. Zum Schluss, nach dem Feinsten Schleifpapier versiegelt Ihr die Kufen mit Skiwachs. Die Rodelsaison kann kommen!

Kinder Outdoor Wissen: So kommt Ihr schneller den Rodelhügel runter

Holzschlitten pflegen ist wichtig, wenn die Rodelsaison beginnt. Mit unseren Tipps braucht Ihr nur fünf Minuten bist der Schlitten das Rennen mit den anderen am Rodelhügel im Park aufnehmen kann. Denn eine Rodel die Ihr einmal im Winter pflegt, hält viele Jahre. Außerdem gibt es keine braune Spur der rostigen Kufen im weißen Schnee. 

“Made in West Germany” steht auf einer Sitzlatte von meinem Schlitten. So alt ist das Teil schon. Trotzdem gehört dieser Oldtimer aus Holz auf unserem Schlittenhügel zu den Schnellsten. Vielleicht liegt es auch ein wenig an meiner Körpermasse. Bevor es zum ersten Mal Rodeln geht, überprüfe ich den Schlitten und das solltet Ihr auch tun. Am besten ist, die Kinder helfen Euch dabei. Zu den fleißigen Helfern braucht Ihr Schraubenzieher (seht bitte nach welche Schrauben in Euerem Schlitten verwendet wurden), Stahlbürste, Schleifpapier für Metall, Heißwachs, weicher Stofflappen und ein altes Bügeleisen. Bitte nehmt nicht das her, mit denen Ihr Eure Hemden bügelt…..

 

Schlitten pflegen, aber richtig. Hier ist das Material um die Rodel auf Vordermann zu bringen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Euer Schlitten wackelt wie ein Kamel? Dann sind ein paar Schrauben locker; im tatsächlichen Sinn. Zuerst dreht Ihr die lockeren Schrauben am Schlitten nach. Wenn diese fehlen oder abgerissen sind, ersetzt sie bitte durch neue. Wenn Schrauben, oder bei billigen Modellen Nägel,  bei den Sitzlatten herausstehen kann sich das Kind daran verletzen oder die Winterhose beschädigen.

Rodel pflege ist ganz einfach: Sind alle Schrauben fest? Das ist eher selten. Was wackelt zieht Ihr bitte nach.
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Ist Euch schon einmal der Schlitten selbständig den Hang runtergerast, weil das Zugband gerissen ist? Ärgerlich so was. Ebenso nervend ist es, wenn das Zugholz unangenehm in der Hand liegt. Schnitzt einfach selbst eines. Wir haben die Anleitung dazu.

Ist vom Schlitten das Zugseil noch in Ordnung?
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Schlitten pflegen: Die Kufen wachsen und schmirgeln

Bei den Bobpiloten und Rodlern ist es wichtig die Kufen entsprechend der Bahn zu schleifen. Ihr geht genauso vor. Zuerst mit der Eisenbürste den Flugrost entfernen. Bitte immer in Fahrtrichtung bürsten. Keine kreisenden Bewegungen. Nun kommt ein grobes Schleifpapier dran. Auch mit dem bitte immer auf die Fahrtrichtung achten. Nie dagegen schleifen. Werdet mit dem Schmirgelpapier immer feiner. Am Ende entfernt Ihr den Rost mit einem weichen Stofflappen. Das ist wichtig, denn ansonsten konserviert Ihr mit dem Heißwachs ganz erfolgreich den Rost.

Die Kufen vom Schlitten gründlich in Fahrtrichtung abschleifen.
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Zum Schluß kommt das Wachs. Mit dem Bügeisen bringt Ihr es zum Schmelzen und verteilt es gleichmäßig auf den Kufen vom Schlitten.

Kufen wachsen: Damit rast Ihr allen am Schlittenhügel davon.
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Mit diesem Schlitten seid Ihr die Könige beim Rodeln. Die anderen haben so wenig Chancen wie ein Traktor gegen einen Formel Eins Boliden. Viel Spaß beim Schlittenfahren!

Schlitten Pflege: In fünf Minuten zu schnellen Kufen

Schlitten Pflege und Ihr lasst am Rodelhügel alle anderen hinter Euch! Wenn Ihr stolzer Besitzer von einem klassischen Holzschlitten seid, dann investiert fünf Minuten Zeit und Ihr brettert deutlich flotter über den Berg hinunter. Gemeinsam mit den Kindern bringt Ihr den Holzschlitten auf Vordermann.

“In erster Linie das Herunterfahren” Diese Antwort soll der ehemalige deutsche Rennrodler Georg “Schorsch” Hackl einem Reporter bei den olympischen Winterspielen in Salt Lake City gegeben haben, als ihn dieser fragte, was er in diesem Wettkampf noch besser machen kann. Genau darum geht es auch bei Euch am Rodeln: Das Herunterfahren. Aber irgendwie kommt Ihr nicht so richtig vom Fleck und die anderen Schlittenpiloten sind fast schon am Ende der Schlittenbahn angelangt. Doch Ihr hängt immer noch ganz oben am Start fest. Was ist los? Ein Blick in den Schnee verrät Euch das Problem: Die Kufen von Euren Schnlitten haben während der Zeit im Keller/Garage/Dachboden Rost angesetzt und der hinterlässt braune Spuren im Schnee. Das Korrosionsprodukt bremst Euch aus. Hier gibt es nur eines: Weg damit!

Kinder Outdoor Wissen: Schlitten Pflege lohnt sich

Gehen wir systematisch vor. Beginnen wir am Zugholz: Ist dieses noch vorhanden oder müsst Ihr und die Outdoorkids an einem dicken Knoten den Schlitten nach oben ziehen? Dann schnitzt eines. Dazu benötigt Ihr nur ein Stück Holz und ein Taschenmesser. Außerdem lohnt es sich bei der Gelegenheit zu testen, wie reißfest die Zugleine noch ist. Es ist gefährlich, wenn sich auf den Weg nach oben vom Rodelhang plötzlich der Schlitten selbständig macht und den Hügel runterrast. Stellt den Schlitten vor Euch auf den Boden und haltet die beiden Hörner fest. Eine Hande bewegt Ihr von Euch weg, die andere zu Euch hin. Wie stark wackelt der Schlitten? Ein wenig flexibel sollte der Kufenflitzer sein, doch wenn er wackelt wie der Schwanz von einem Murmeltier, dann ist es höchste Zeit die Schrauben zu kontrollieren. Am Schlittenhügel könnt Ihr das nachholen und mit einem Multitool nachziehen. Ärgerlich ist es auch, wenn bei den Sitzlatten ein Nagel oder eine Schraube heraussteht. Das kann Risse in den Schneehosen geben. Versenkt die herausstehenden Teile zurück ins Holz und die Gefahr ist gebannt.

Schlitten Pflege: Kommt in die Kufe!

Der Schlitten ist jetzt stabilisiert und nun wenden wir uns den Kufen zu. Auf ihnen bildet sich ein dünner Wasserfilm und darauf gleitet der Schlitten oder die Rodel dahin. Auch beim Bobfahren ist es wichtig, wie die Kufen geschliffen sind. Hier hat jeder Pilot sein eigenes Geheimnis. Wie Ihr die Kufen vom Holzschlitten flott bekommt ist keinesfalls top secret. Zuhause solltet Ihr überprüfen ob die Metallkufen noch am Holz anliegen. Stehen diese an manchen Stellen ab, dann liegt das an den Schrauben oder Nägeln. Sie finden keinen Halt mehr im Holz. Versenkt diese wieder darin. Der erste Schritt für flotte Kufen ist ziemlich grob. Nehmt eine Drahtbürste und entfernt den gröbsten Rost. Wichtig ist hier, wie beim restlichen Schleifen der Kufen, arbeitet immer in Fahrtrichtung. Von vorne nach hinten. Nehmt einen alten Lappen oder ein Papiertaschentuch und fahrt über die Kufen. Erschreckt nicht, wenn Ihr seht welche Ablagerungen sich dort befunden haben. Dabei sind wir erst am Anfang unserer Schlitten Pflege. Besorgt Euch Schleifpapier für Metall in unterschiedlicher Körnung. Beginnt mit der gröbsten Körnung und schleift damit die Kufen ab. Auch hier gilt: Von vorne nach hinten arbeiten. Nehmt immer feineres Schleifpapier her und säubert nach jedem Arbeitsgang die Kufen mit einem Lappen oder Papiertaschentuch. Wer möchte kann die Kufen mit Heißwachs, wie es die Skifahrer verwenden, versiegeln. Für Traditionalisten gibt es eine Methode die schon bei den Urgroßeltern Erfolg hatte: Fahrt mit einer Schwarte Schweinespeck über die Kufen. Denn auch für Euch und die Kinder gilt am Schlittenhügel: “In erster Linie das Herunterfahren”

Kinder Outdoor Wissen: Ab wann das Eis betreten?

Kinder Outdoor Wissen erklärt Euch heute, wann das Eis tragfähig ist. Es ist schließlich ein großer Spaß im Winter auf einem zugefrorenen See oder Weiher zum Schlittschuhlaufen oder zum Eisstockschießen zu gehen. Doch das ist alles andere als ungefährlich. Jedes Jahr passieren Unfälle, wenn das Eis bricht. Ab wann könnt Ihr Euch auf das Eis wagen? Wir haben die Antworten dazu!

Am 9. Januar 2021 musste die bayerische Polizei den zugeforenen Nymphenburger Schlosskanal sperren. Ein Grund: Das Eis ist zu dünn gewesen. Trotzdem wollten viele Outdoorer sich auf das brüchige Eis wagen. In Österreich gibt es Eismeister. Sie sind in der Gemeinde dafür zuständig, festzustellen, wann das Eis von einem See dick genug ist um darauf unterwegs zu sein. In Deutschland können die örtliche DLRG oder Behörden Auskunft geben, ob eine Eisfläche freigegeben ist. Bei allen anderen natürlichen Eisflächen ist es wichtig. bestimmte Regeln zu beachten. Wichtig ist niemals alleine auf das Eis gehen und die Warnhinweise zu beachten. Oft sind Eisflächen von den Gemeinden generell gesperrt. Dazu stehen entsprechende Schilder am Ufer. Auch die Kinder sollten wissen, dass natürliche Eisflächen mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Wenn die Oberfläche zugeschneit oder überwachsen ist, gilt es besonders aufzupassen. Risse oder dunkle Flecken im Eise sind unter der Schneedecke nicht zu erkennen. Ab wann ist eine Eisdecke tragfähig. Hier ist es wichtig zu unterscheiden zwischen einem fließenden und stehenden Gewässer.

  • Eisdicke bei stehenden Gewässern mindestens 15 Zentimeter.
  • Dicke des Eises bei fließenden Gewässern mindestens 20 bis 25 Zentimeter.

Gefährlich ist es, wenn Ihr bei schlechter Sicht das Eis betret. Bleibt am Ufer wenn

  • es dunkel ist
  • Nebel oder Schneetreiben herrscht

Bei Tauwetter kann das Eis innerhalb weniger Stunden an Tragfähigkeit einbüßen. Ebenso gefährlich ist es an den ersten kalten Tagen sich aufs Eis zu wagen. Die Eisdecke reicht kaum um darauf unterwegs sein zu können.

Bei folgenden Anzeichen sofort runter vom Eis!

  • Es knackst oder/und  knistert beim Betreten vom Eis.
  • Unter dem Eis haben sich dunkle Flecken gebildet
  • schwallweise kommt Wasser auf das Eis

Kinder Outdoor Wissen sicher Schlitten fahren

Kinder Outdoor Wissen zeigt Euch heute, wie Ihr sicher Schlitten fahren könnt. Mit unseren Tipps haben Eltern und Kinder den maximalen Spaß am Rodeln. Schließlich ist Schlitten fahren ein wunderbares Outdoor Abenteuer im Winter. Egal ob im Stadtpark, den Mittelgebirgen oder den Alpen: Sicher macht Schlitten fahren der ganzen Familie richtig Freude.

Immer wieder passieren Unfälle beim Schlitten fahren. Ein kleines Mädchen raste mit ihrer Rodel gegen eine Hauswand. Auch Erwachsene verursachen Stürze. So verlor eine Frau über ihren zu schnellen Schlitten die Kontrolle und raste gegen einen Baum. Kinder fahren einen Vater mit ihrer Rodel um, der am Rand vom Schlittenhang stand. Viele der Unfälle lassen sich vermeiden. Wir haben für Euch fünf Tipps zusammen gestellt:

 Kinder Outdoor Wissen: Wie sicher ist der Schlitten?

Bevor die Kufen das erste Mal den Schnee berührern ist es wichtig, dass Ihr den Schlitten überprüft?

  • Sind Schrauben locker?
  • Stehen Bretter ab?
  • Ist das Zugseil ausgefranst?
  • Sind die Kufen rostig?

Wenn Ihr bei einem oder allen Punkten mit Ja geantwortet habt, ist es höchste Zeit, den Schlitten instandzusetzen.

Kinder Outdoor Wissen: Skitouren mit Kindern

Kinder Outdoor Wissen ist heute im Schnee unterwegs: Skitouren mit Kindern. Viele Eltern überlegen es sich, ob sie mit den Kleinen eimal abseits der gespurten Pisten auf Skitour gehen. Dafür ist es aber wichtig, die Lawinengefahr richtig einschätzen zu können, körperlich fit sowie bergerfahren zu sein und die richtige Ausrüstung zu haben. Kinder Outdoor Wissen hat deshalb bei dem Skitouren Spezialisten Dynafit nachgefragt.

 

Am Skitourengehen führt in diesem Winter kein Weg vorbei. Seit vielen Jahren boomt das Erkunden der winter-lichen Berglandschaft ohne Lift und motorisierte Helfer. In Zeiten von Corona und Social Distancing wird das Tourengehen weiteren Zuwachs erfahren wie Branchenkenner und Sporthändler übereinstimmend vorhersagen. Experten gehen von rund fünf Mio. Skitourengängern weltweit aus, alleine zwei Mio. davon in Europa. Aber wie funktioniert der Ausdauersport eigentlich genau und welche Ausrüstung benötigt man, um so richtig auf Touren zu kommen? Skitourenspezialist DYNAFIT hat die Antworten und verrät, worauf es beim Equipment ankommt.

Kinder Outdoor Wissen: Tourenski mit denen geht´s bergauf und bergab!

Die Grundlage jeder Skitour sind spezielle Tourenski, die den Aufstieg und die Abfahrt im Gelände ermöglichen. Im Gegensatz zu normalen Pistenski bzw. Renncarvern sind Tourenski moderater tailliert und wiegen deutlich weniger als die Bretter für die Piste. Jedoch gibt es auch bei den Tourenski große Unterschiede und je nach Einsatzgebiet stehen andere Eigenschaften im Fokus:Aufstiegsorientierte Tourengeher achten vor allem auf geringes Gewicht und Wendigkeit, während die Abfahrtsorientier-ten auf breitere Ski setzen, die im Tiefschnee gut aufschwimmen und so für Powdervergnügen sorgen. Der Mittelweg sind sogenannte Allround-Ski. Diese haben ein moderates Gewicht bei einer Skimitte zwischen etwa 80 und 95 mm. Für die Wahl der richtigen Skilänge ist vor allem das persönliche Können und das Einsatzgebiet entscheidend. Kurze Ski sind zwar wendiger, haben im Powder aber weniger Auftrieb. Die Faustregel für Allrounder liegt bei Körpergröße minus 10 cm

Kinder Outdoor Wissen: Skitourenbindung und alles hält

Ohne sie geht nichts: die Skitourenbindung. Um komfortabel bergauf steigen zu können, muss die Ferse beim Touren-gehen beweglich bleiben. Bei den Bindungen unterscheidet man zwischen zwei Systemen: die Rahmenbindung und die Pin-Bindung. Bei der Rahmenbindung ist der Schuh auf einem Verbindungssteg zwischen Vorder- und Hinterbacken befestigt, der bei jedem Schritt bergauf mitgehoben wird und für die Abfahrt verriegelt werden kann. Demgegenüber wird der Schuh bei der Pin-Bindung über zwei seitliche Löcher an der Schuhspitze, den sogenannten Inserts, und den dazu passenden Metallzapfen am Vorderbacken direkt auf dem Ski befestigt. Der Hinterbacken der Bindung bleibt auf dem Ski und der Schuh selbst ist frei beweglich. Das spart Gewicht und ist im Aufstieg deutlich komfortabler. Über 70% der aktuell verkauften Tourenbindungen setzen auf das Pin-System, das vor über 35 Jahren von DYNAFIT als Erstes auf den Markt gebracht wurde. Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch sogenannte Hybridbindungen, die auf die Kombi-nation aus Pins und alpinem Hinterbacken bauen.

Skitouren mit Kindern: Abgesperrte Bereiche sind tabu. Punkt!
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Wissen: Für alle Fälle Skitourenfelle

Die Felle sind einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beim Skitourengehen. Ohne sie geht es nicht bergauf – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Skitourenfelle werden im Aufstieg unter die Ski geklebt um zu verhindern, dass man nach hinten wegrutscht. Gleichzeitig müssen sie aber auch gut nach vorne gleiten, damit es bergauf nicht zu anstren-gend wird. Neben der Klebeschicht sorgen entweder Haken, Clips oder Bügel, die man vorne und hinten in die Ski klemmt, für den Halt der Felle. Beim Material setzen die meisten Hersteller auf Mohair, das Fell der Angoraziege, bzw. eine Mischung aus Mohair und Synthetik. Wichtig: Das Skifell muss den Skibelag komplett abdecken, die Stahlkanten aber frei lassen. Am besten kauft man Ski und Felle zusammen, um eine optimale Passform sicherzustellen.

Kinder Outdoor Wissen: Besser als Sneakers sind die Skitourenschuhe

Spezielle Skitourenschuhe sind ihren alpinen Verwandten rein optisch sehr ähnlich, technisch gibt es jedoch einige Unterschiede. Allen voran besitzen Skitourenschuhe einen Ski-Walk-Mechanismus, der im Aufstieg Bewegungsfrei-heit bietet und so eine natürliche und kraftsparende Gehtechnik ermöglicht. Für die Abfahrt kann dieser geschlossen werden und der Schuh ist fixiert und bietet dem Fuß Halt. Wie bei den Tourenski so ist auch bei den Skitourenschuhen zwischen abfahrts- und aufstiegsorientierten Modellen zu unterschieden. Für Aufsteiger gibt es sehr leichte, flexible und bequeme Skitourenschuhe während bei abfahrtsorientierten Tourengehern die Stabilität im Vordergrund steht. Bei der Wahl des Skitourenschuhs ist es essentiell auf die Kompatibilität mit der entsprechenden Bindung zu achten – vor allem bei den Pin-Systemen und den Hybridbindungen. Schließlich bilden Skischuh und Bindung ein unzertrennlich-es System, das perfekt ineinandergreifen muss. Bei über 90% der Skitourenschuhe kommen die für die Verwendung von Pin-Bindungen notwendigen Inserts von Marktführer DYNAFIT zum Einsatz. Die entsprechenden Modelle sind mit einem orangefarbenen Siegel gekennzeichnet und garantieren einwandfreie Funktionalität und höchste Sicherheitsstan-dards im Zusammenspiel mit DYNAFIT Pin-Bindungen

Skitour mit Kindern auf den Alpkopf in Tirol.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Wissen: Der Skitourenstock ist nicht alles, aber ohne Skitourenstock ist alles nichts

Skitourenstöcke dürfen auf keiner Tour fehlen. Sie sind leicht, stabil und in der Regel länger als normale Skistöcke. Häufig sind sie verstellbar, um die Länge an die Hangneigung anzupassen bzw. für die Abfahrt kürzer einstellen zu können. Wichtig ist zudem ein komfortabler Griff mit gutem Grip. Damit der Stock im tiefen Schnee genug Auftrieb hat, besitzen Skitouren-stöcke einen großen Teller. Außerdem verfügen sie über eine krallenförmige Spitze für sicheren Halt in felsigen Passagen.

Kinder Outdooor Wissen: Kleidung die funktioniert

Schnee, eisige Kälte oder Sonnenschein mit T-Shirt Temperaturen – bei Skitouren können die Wetterbedingungen oft extrem unterschiedlich sein bzw. sich im Laufe der Tour stark verändern. Hinzu kommt, dass man beim fordernden Anstieg schwitzt, während man bei der Abfahrt schnell auskühlen kann. Um sich auf die unterschiedlichen Verhältnis-se optimal einzustellen, sollte man auf clevere Materialien setzen und sich nach dem Zwiebelschalenprinzip anziehen. Die unterste Schicht, die direkt auf dem Körper aufliegt, sollte aus einem Funktionsshirt bestehen, welches das Kör-perklima optimal reguliert, Schweiß vom Körper wegtransportiert und gleichzeitig dafür sorgt, dass man nicht überhitzt. Darüber kommt eine Zwischenschicht in Form einer wärmenden Isolationsjacke, die man bei Bedarf im Aufstieg oder bei sehr warmen Temperaturen ausziehen kann. Den Abschluss bildet die Außenschicht in Form einer Soft- oder auch Hardshelljacke bzw. Hose, die vor Wind und Wetter schützt

Die letzten hundert Höhenmeter vor dem Gipfel haben es in sich.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Wissen: Sicherheitsausrüstung und Lawinenkunde

Das Thema Sicherheit spielt beim Skitourengehen eine enorm wichtige Rolle. Wer abseits der gesicherten Pisten unter-wegs ist, der muss sich zwingend mit dem Thema Lawinenkunde auseinandersetzen und sich entsprechendes Wissen aneignen. Sicherheitsequipment – bestehend aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde – sowie ein Erste-Hilfe-Set gehören immer ins Gepäck. Das Mitführen alleine reicht natürlich nicht aus und man muss als Tourengeher auch wissen, wie man die Sicherheitsausrüstung einsetzt und wie die Suche nach einem Verschütteten abläuft. Vor jeder Tour ist es Pflicht, den Lawinenlagebericht und die Wettervorhersage zu checken. Für Skitoureneinsteiger empfiehlt es sich daher, die ersten Gehversuche im gesicherten Skigebiet zu unternehmen. Mittlerweile gibt es in vielen Regionen spezielle Skitourenparks bzw. markierte Aufstiegsrouten, damit sich Tourengeher und Pistenskifahrer nicht in die Quere kommen. Kennt Ihr den letzten Satz vom Mann einer Giftmörderin? “Schatz der Kaffee schmeckt heute etwas seltsam!” Und der letzte Satz vom einem Starkstrom-Elektriker:” Nein auf dieser Leitung ist keine Spannung!” und die letzten Worte von einem Skitourengeher:” Das klappt schon!” Am Tag vor der Skitour holt ihr Euch unbedingt für Euer Gebiet den den Wetter- und Lawinenlagebericht ein. In den 20 Uhr Nachrichten den Wetterbericht anzuschauen reicht nicht aus. Vor allem der Lawinenlagebericht ist lebenswichtig. Er informiert darüber, wie die aktuelle Lawinenlage ist. In fünf Stufen gibt er an, wie die Gefahr durch Lawinen ist. Nur wer diese Informationen hat und sich daran entscheiden kann, zieht sich die Tourenski an und geht los.

Skitour mit Kindern zur Grünleitennockhütte oder / und auf den Gipfel.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Outdoor Wissen: Was Ihr sonst noch braucht…..

Skitourengehen ist ein ausrüstungsintensiver Sport. Neben der Grundausstattung aus Ski, Bindung, Fellen, Tourenskischuhen, Stöcken und Sicherheitsausrüstung gibt es noch eine Reihe weiterer Extras, die man neben Essen und Trinken auf einer langen Skitour mit dabei haben sollte. Allen voran ein entsprechend großer Rucksack, um das Equip-ment sicher verstauen zu können. Bei eisigen Bedingungen und schwierigen Schneeverhältnissen dürfen sogenannte

Harscheisen, die Steigeisen der Tourengeher, nicht fehlen. Diese können bei Bedarf am Ski befestigt werden und kral-len sich im Aufstieg in den Schnee, so dass der Tourengeher auf harschem Untergrund nicht abrutscht. Für Sicherheit in der Abfahrt wiederum gehört ein Helm ins Gepäck. Wer im Gelände unterwegs ist, der sollte zur Orientierung eine Karte und Kompass bzw. ein GPS-Gerät mitnehmen. Darüber hinaus braucht man für eine Skitour auch die Klassiker des Wintersports wie Ski- bzw. Sonnenbrille, Handschuhe, Mütze oder Stirnband.

Kinder Outdoor Wissen: Tipp für alle Skitouren Einsteiger

Die ersten Gehversuche unternehmen Skitoureneinsteiger am besten in der Nähe von gesicherten Pisten. Viele Ski-gebiete haben sich mittlerweile auf Tourengeher eingestellt und haben eigene Skitourenparks gegründet bzw. weisen entsprechende Aufstiegsrouten aus. Mehr Informationen dazu www.dynafit.com/de-de/einstieg-ins-skitourengehen

Kinder Outdoor Wissen: Packliste für eine Skitour

Skioturen mit Kindern fordern auch die Eltern heraus. Es gilt eine Tour zu finden, die weder gefährlich ist noch zu sehr die Kondition der Kinder fordert. Wer Skitouren mit Kindern geht, der muss auch anders seinen Rucksack packen als sonst. Damit alles dabei ist, haben wir Euch eine Packliste für Skibergsteiger erstellt.

“Ja sag amol, wo wollt Ihr denn hin? Auf den Mount Everest?” meint ein anderer Tourengeher, als er vor der Ostlerhütte am Breitenberg (1.838m) die Felle von den Ski nimmt. Da kommt ein Vater mit seinem Sohn kommen schwer bepackt angestapft. Die Rucksäcke sind mehr als überladen. Wie sich heraustellt, wollen beide nicht einmal auf der Ostlerhütte übernachten (was ein Fehler ist!) sondern haben alles doppelt und dreifach eingepackt: Eine Daunenjacke für die Abfahrt, mehrere Thermoskannen, eine zusätzliche Skihose, eine Daunenweste, eine Fleeceweste, Ladegerät für das Mobiltelefon, Solarzellen für die Stromversorgung unterwegs und viele andere tolle Dinge die eigentlich zuhause bleiben könnten. Dabei sind die beiden keine drei Wochen im winterlichen Karakorum unterwegs gewesen, sondern am Breitenbeg im Allgäu. Es ist ein Extrem beim Skitourengehen: Die einen Skibergsteiger nehmen nicht einmal das Nötigste mit, die anderen schleppen den halben Kleiderschrank den Berg hinauf. Beides ist alles andere als optimal. Bei Skitouren mit Kindern ist wichtig, dass diese einen leichten Rucksack und keinen überladenen dabei haben. Damit die Outdoorkids lernen was bei einer Skitour dabei sein muss, ist es sinnvoll, wenn Ihr als Eltern mit Ihnen packt. Es gibt Touren, vor allen die am Rand einer Piste entlang führen, da kann die Lawinenausrüstung zuhause bleiben. Lernt den Kindern vor Ort auch, wie die Lawinenlage einzuschätzen ist und dass es ein Muss ist vor dem Beginn einer Tour, die Informationen darüber einzuholen.

Skitouren mit Kindern. Das gehört eingepackt:

  • Steigfelle
  • LVS-Gerät
  • Lawinensonde
  • Lawinenschaufel
  • Harscheisen
  • Wechselwäsche
  • Helm
  • Sonnenschutz
  • Sonnenbrille
  • Erste Hilfe Set
  • Gebietskarte
  • Kompass
  • Warme Handschuhe
  • Warme Mütze
  • Verpflegung
  • Trinken
  • Kabelbinder (die Retter in vielen Nöten!)

Kinder Outdoor Wissen: Fünf goldene Regeln fürs Skitourengehen mit Kindern

Skitouren mit Kindern möchten gerne viele Eltern gehen. Bevor Ihr anfellt oder durch den unberührten Pulverschnee gemeinsam ins Tal wedelt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Fünf goldene Tipps haben wir für Euch zusammengestellt, damit die Skitouren mit Kindern von Anfang an gelingen.

Optimal ist die Skitour ausgeschildert. Ideal für alle Orientierungslosen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Skitouren mit Kindern Regel Nummer 1: Sicherheit geht immer vor!

Beim Skibergsteigen geht immer eine Gefahr von Lawinen aus. Sucht Euch für Touren mit Kindern Gipfel aus, die gering oder so gut wie überhaupt nicht lawinengefährdet sind. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass es in Hinblick auf Lawinen keine absolute Gewissheit mehr gibt. Selbst auf Hängen wo über Jahrzehnte Hinweg nie ein Schneebrett abrutschte, passiert es nun. Bevor Ihr mit den Kindern losgeht holt Euch den aktuellen Lawinenlagebericht für Euere Region ein. Auch was die Lawinenausrüstung angeht, solltet Ihr entsprechend ausgestattet sein. Beliebt ist auch bei Skitouren mit Kindern am Rand der Pist aufzusteigen. Auch hier gilt: Verhaltet Euch vorsichtig und achtet bitte auf die zehn Regeln vom DAV zu diesem Thema. Wenn Ihr mit den Kindern nach dem Aufstieg über die Piste wieder abfahrt, setzt bitte einen Helm auf. Der Skihelm ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, nicht Pflicht, aber er schützt effektiv.

Skitouren mit Kindern Regel Nummer 2: Lasst Euch Zeit!

Stellt Euch vor Ihr müsstet mit einem ausgezeichneten Skibergsteiger wie Benedikt Böhm von Dynafit den Berg hinauf. Wenn dieser Experte möchte, dann kann er ein Tempo anschlagen, dass der Normalmensch keine fünf Minuten durchhält. Macht Euch diese Situation bewusst, wenn Ihr mit den Kindern auf der Skitour unterwegs seid. Es ist unglaublich frustrierend, wenn die Kleinen hinter den Eltern den Berg hinauf hecheln müssen. Da kommt kein Spaß am Skibergsteigen auf. Eine Faustregel wie viele länger eine Skitour mit Kindern dauert ist schwer zu definieren. Manche Experten sagen Ihr braucht mindestens doppelt so lang, andere wiederum gehen davon aus, dass Ihr vier mal länger unterwegs seid. Vergesst die Aufstiegszeiten und lasst den Kindern das Tempo machen. Genießt die Zeit mit den Kindern auf Tour.

Skitouren mit Kindern Regel Nummer 3: Wolkenlos und Sonnenschein

Was sind wir für tolle Kinder gewesen: Bei jedem Wetter, selbst beim Schneesturm fuhren wir bei minus 15 Grad mit untaillierten Ski die Piste runter. Stundenlang. Manchmal trickst uns die eigene Erinnerung aus und wir sind, im Nachhinein gesehen, die absoluten Superkinder gewesen. Hin und wieder zumindest. Den meisten Kindern macht eine Skitour bei klirrender Kälte oder starken Wind keine Freude. Deshald unternehmt nur eine Sktiour, wenn das Wetter auch kindgerecht ist. Denkt bitte auch daran, dass Kinder deutlich schneller auskühlen als Erwachsene. Deshalb ist es besser, Ihr geht mit ihnen bei Postkartenwetter auf den Berg.

Skitouren mit Kindern Regel Nummer 4: Die passende Tour gemeinsam finden

Alles schweigt, nur einer spricht. So was nennt man Unterricht. Plant mit den Kindern gemeinsam die Skitour. Zeigt Ihnen in Tourenführern oder am Computer wie der Berg aussieht und welche Besonderheiten es dort gibt. Gut ist es immer, wenn Ihr unterwegs eine Berghütte oder einen Gasthof ansteuern könnt. Eine gemeinsame Einkehr kommt bei den Kindern immer gut an. Wichtig ist für die Kinder, dass Ihr ein attraktives Ziel auf der gemeinsamen Skitour habt: Ein toller Aussichtsgipfel beeindruckt die Outdoorkids. Achtet bei der Planung darauf, dass die Abfahrt kindgerecht ist. Eine gute Lösung ist es, wenn Ihr eine bestehende Piste in die Abfahrt integriert.

Skitouren mit Kindern Regel Nummer 5: Gut ausgerüstet auf den Berg

Auch beim Skitourengehen habe ich oft beobachtet, dass die Eltern optimale Kleidung und Ausrüstung anhaben, während die Kinder eher improvisiert ausgerüstet sind. Wer von den Erwachsenen möchte mit einer gewöhnlichen Skijacke bergauf steigen? Da kommen die Tourengeher schnell ins Schwitzen. Den Kindern muten einige Eltern derartiges aber zu. Deshalb achtet darauf, dass die Kinder möglichst optimal ausgerüstet mit Euch auf Skitour gehen. Das beginnt bei den speziellen Tourenstöcken und geht weiter über den Rucksack. Ein Allerweltsrucksack sorgt dafür, dass die Kinder am Rücken schwitzen und er schlackert bei der Abfahrt hin und her. Das ist alles andere als sicher. Packt bitte auch entsprechend Proviant für Euch und die Kinder ein. In Euren Rucksack, damit die Kleinen wenig Gewicht den Berg hinauf bewegen müssen.

Kinder Outdoor Wissen zelten im Winter

Kinder Outdoor Wissen und zelten im Winter ist ein Abenteuer ohne eiskalte Überraschung. Im Schnee zu campen ist eine Herausforderung. Dazu ist ein entsprechend hochwertiges Material nötig, ein optimaler Platz und entsprechendes Wissen. Wir zeigen Euch heute bei Kinder Outdoor Wissen, worauf Ihr beim Zelten im Winter achten solltet.

Fährt jemand vorsätzlich bei Schnee und Eis mit dem Auto über einen Alpenpass? Hoffentlich nicht! Trotzdem versuchen immer wieder Outdoorer mit einer Ausrüstung für den Sommer im Winter zu zelten. Das kann nicht gut gehen. Beginnen wir beim Zelt. Ein Modell, dass für alle Jahreszeiten oder speziell für den Winter ausgelegt ist, hat seine Berechtigung. Schneelappen, im Outdoorer Sprech auch Snowflaps genannt, schützen Euch davor, dass es Schnee zwischen die äußere Plane und das Innenzelt bläst. Weniger zu empfehlen sind Einwandzelte im Winter. Bei diesen Modellen bildet sich schneller im Inneren Kondenswasser. Aus dem entstehen später Eiszapfen und Ihr könnt unfreiwillig in einer Eishöhle nächtigen. Die Folgen sind fatal. Ein Winterzelt ist so ausgelegt, dass Ihr es auch mit Handschuhen bedienen könnt. Auch was das Gewebe vom Außenzelt angeht gibt es hier deutliche Unterschiede zu einem Modell für den Sommer: Die Stärke der Fasern sollte auf jeden Fall 30 Denier oder noch besser 40 Denier sein. Das ist kein Marketingtrick. Der schwere Schnee kann auf der Außenhülle liegen bleiben unter so einer Belastung, sollte diese diese nicht reissen. Außerdem muss das Zelt so konstruiert sein, dass kein Schnee darauf liegen bleiben kann. Auch das Gestänge kommt im Winter an seine kalten Grenzen. Neun Millimeter sollte es im Durchmesser haben, zehn Millimeter lassen auch ängstliche Outdoorer ruhig schlafen. Beim Zelten im Winter braucht Ihr deutlich mehr Platz als im Sommer. Warum? Weil die Kleidung voluminöser ist. Im Sommer braucht Ihr T-Shirts, Regenjacken und Trekkinghosen. Im Winter hingegen müsst Ihr Daunenjacken, gefütterte Hosen und Pullover einpacken.

Kinder Outdoor Wissen zelten im Winter: Platzwahl

Bevor Ihr das Zelt aufbaut sucht Euch einen optimalen Platz. Ein Schutz gegen den Wind ist optimal. Wenn Ihr in den Bergen unterwegs seid, achtet darauf, dass Ihr in keiner Zone seid, in der Lawinen abgehen. Zuerst schaufelt Ihr eine ebene Fläche für das Zelt. Den Abraum nehmt Ihr her um damit einen Schutzmauer gegen den Wind und Schnee zu bauen. Wenn Ihr das Zelt abspannt ist es wichtig, dass Ihr viele Abspanntpunkte habt und mit speziellen Schneeheringen arbeitet. Sonst verwandelt sich das Zelt in einen Drachen. Extrem wichtig ist es auch, dass die Schlafsäcke und Isomatten für die eisigen Temperaturen ausgelegt sind.