Outdoor Zelt im Test: Salewa Denali II im Dauerregen

Labor und Realität. Oft liegen diese Lichtjahre auseinander und wir haben desahlb das Trekkingzelt Salewa Denali II draußen getestet. Bei einem unglaublichen Wolkenbruch. Hielt dieser Klassiker dicht?

Skyfall. So heißt der 23. James Bond Film. In dem Streifen aus dem Jahr 2012 spielt Javier Bardem genial den Gegenspieler von James Bond. Am Ende des Filmes gibt es in den schottischen Highlands einen klassichen Showdown. Schlechtes Wetter inbegriffen. Einen Skyfall erlebte ich, beim Test vom Salewa Denali II. Dabei hatte ich einen simplen Plan: Im bayerischen Voralpenland ziellos wandern, eine spezielle Panoramakamera im Gepäck und die Natur genießen. Vom Wetterbericht hieß es nur: Lokale Gewitter möglich. Was heißt das schon? Mich trifft es sicher nicht. Mit seinen 2,4 Kilogramm passte das Zelt auch problemlos in den Rucksack. Bei Salewa, der bayerischen südtirolierischern Alpinmarke, gibt es dieses Modell schon länger im Sortiment. Außerdem ist das Denali in drei Versionen erhältlich: Für zwei, drei oder vier Personen.

Da es sich um ein Trekkingzelt handelt, ist es entsprechend flach gebaut und nur jüngere Kinder können darin stehen. “Wenn ein Produkt ein hervorragendes Design hat, kannst Du es intuitiv bedienen!” sagte mir einmal ein Designer und was dieses Salewa Trekkingzelt angeht, trifft der Spruch perfekt zu. Wer Bedienungsanleitungen noch nie so richtig prickelnd fand und halbwegs erfahren darin ist ein Zelt aufzustellen, der kommt ohne viel Lesestoff mit dem Denali klar. Zuerst das Innenzelt ausrollen. Die Qualität zeigte sich auch im Gestänge. Mehr oder weniger von selbst faltete es sich aus. Dabei bin ich etwas in Eile gewesen, denn der Donner grollte bereits über mir. Schnell die zwei Alustangen eingeklipst und den Kreuzungspunkt mit einer Schleife fixiert. Die silberne Querstand eingehängt und das Zelt flott am Boden festgemacht. Erste blitze zuckten bereits am Himmel. Das Außenzelt drüber geworfen und mit Klettverschlüssen an das Gestänge befestigen. Der Klett könnte ein wenig größer sein. Praktisch ist auch, wie einfach sich die vier Enden der Außenhülle mit Schnallen fixieren lassen. Der Skyfall kam immer näher. Der Wind blies die ersten Regentropfen heran. Schnell noch die Sturmleinen abgespannt, den Rucksack ins Zelt geworfen und schnell zugemacht. Mit voller Wucht ging der Skyfall los. Ein wahrer Wolkenbruch. Die Regentropfen platschen auf den ausgedörrten harten Boden. Zum Glück hat Salewa bei der Bodenwanne ein Material mit 5.000 Millimeter Wassersäule verbaut. Entsprechend hoch ist der Boden vom Zelt und so kann, kein Wasser eindringen. Ich zelte nämlich am Hang und das Wasser rauscht runter. Mein Zelt stellt sich dem abfließenden Regenwasser entgegen. Draußen entlädt sich ein Gewitter der Extraklasse. Links und rechts schüttelt der Wind das Zelt hin und her. Zum Glück bleibt das Gestänge an seinem Platz und auch die Außenplane verwandelt sich nicht in einen Drachen. Der Skyfall legt noch an Heftigkeit zu. Das eigene Wort ist nicht zu verstehen, so stark platschen die Regentropfen auf das Zelt. Hier zeigt es sich wieder, wie wichtig es ist, dass die Außenplane optimal abgespannt ist. Kein Tropfen dringt ins Innere ein.

Den Rucksack habe ich nicht in der Apsis abgelegt, denn hier sammelt sich das unter dem Zelt durchlaufende Wasser. Es ist sicher sinnvoll Geld für eine Bodenplane zu investieren. Der Platz ist für zwei Personen ausreichend, wenn das Gepäck bei den beiden Ausgängen untergebracht ist. Wie bei der guten alten Deutschen Bundesbahn gibt es auch im Denali II ein klassisches Gepäcknetz. Hier lassen sich Brille, Smartphone und Stirnlampe so verstauen, dass es problemlos wieder zu finden ist. Nach einer Stunde hatte sich das Gewitter abgeschwächt und der Regen ließ nach. Eine Pause von wenigen Stunden bis Mitternacht. Wie die Kugel in einem Flipper kamen die Regen- und Gewitterwolken wieder angezogen. Dieses mal ließ das Unwetter mir keine Chance kurz vor das Zelt zu gehen. Zum Glück hielt das Denali II von Salewa auch während des neuen Skyfalls dicht. Am nächsten Tag, die Wolken hingen schwer an den Berghängen, baute ich meine mobile Unterkunft ab. Mit wenigen Handgriffen hatte ich das Zelt abgebaut und verstaut. Weiter ging es durch die Berge vom Bayerischen Voralpenland. Bis zum nächsten Unwetter. Let the sky fall!

>>>>Technische Daten vom Salewa Denali II (laut Hersteller)<<<<<

  • Gewicht: 2,4 kg
  • Stangen: drei
  • Material der Stangen: 7001 T6 Aluminium
  • Anzahl Hering: 8

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

Hinweis in eigener Sache: Das Testmaterial haben wir uns selbst gekauft und bekommen von Salewa für diesen Test keine Zuwendungen. Außerdem erhalten wir kein Geld oder andere Leistungen für die im Text enthaltenen Links oder Videos. Ebenso kassieren wir keine Provisionen.

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