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Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: Cool bleiben im Sommer

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen sind im Sommer lohnende Ziele. Die ganze Familie kann sich im Wasser abfrischen oder dort gemeinsam spielen. Wir stellen Euch Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen vor sowie Bastelideen am Wasser.

An sonnigen, warmen Tagen kann es am Chiemseeufer und auf dem Chiemsee-Radweg schon mal voll werden. Wer sich im Getümmel nicht (mehr) wohlfühlt, kann bestens ausweichen! Hier sind ein paar exemplarische Rückzugsmöglichkeiten im Chiemgau.

Frillensee: Kältester See, leicht zu erreichen
Der Frillensee bei Inzell ist der kälteste See im Chiemgau und der zweitkälteste in Mitteleuropa. Hohe Berge schirmen ihn von der Sonne ab, weshalb das Wasser selten wärmer wird als zwölf Grad. Der leichte, halbstündige Weg ist vor allem für Familien ein kleines Abenteuer: An 18 Stationen können Kinder etwa testen, wie weit sie auf dem weichen Waldboden springen können – und wie weit Fuchs und Reh. Baden ist im Frillensee nicht erlaubt. Aber es ist sehr erfrischend, vom Steg aus die Füße ins Wasser zu tauchen und auf das unergründlich grüne Wasser zu schauen. Der See liegt auf rund 900 Metern.

Parkplatz Adlgaß in Inzell, Einkehr: Biergarten am Forsthaus Adlgaß

Taubensee: Höchstgelegener See, nicht so leicht zu erreichen
Der Weg zum Taubensee, dem höchstgelegenen See im Chiemgau, dauert von Reit im Winkl aus zweieinhalb Stunden. Über den „Kroatensteig“ von Schleching aus geht es schneller, ist aber steiler. Die alten Schmugglerpfade fordern Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Auf über 1100 Metern behält man auch an heißen Tagen einen kühlen Kopf, vor allem bei einem Bad im See, der auch das „Auge des Chiemgaus“ genannt wird.

Weg von Schleching: Parkplatz Streichenkapelle, Einkehr: Chiemhauser Alm oder Taubenseehütte / Weg von Reit im Winkl: Parkplatz Tourist Info, Einkehr: u.a. Stoibenmoseralm, Hutzenalm, Gasthof Stoaner, Taubenseehütte
Staubfall: Hinter dem Wasserfall durchgehen
Der höchste Wasserfall im Chiemgau ist 200 Meter hoch. Die Besonderheit: Der Weg, ein alter Schmugglerpfad zwischen Bayern und Österreich, führt hinter dem Fall entlang. Je nach Witterung fallen schwere oder aber sehr feine, fast nebelartige Tropfen über den Aussichtspunkt – daher der Name „Staubfall“. Die Wanderung dauert insgesamt rund zwei Stunden. Der erste, flache Teil des Weges kann sehr gut mit dem Fahrrad bewältigt werden.

Parkplatz: Laubau bei Ruhpolding, Einkehrmöglichkeiten in Ruhpolding

Tiroler Ache: Radtour mit Logenplätzen
Der gut ausgebaute Radweg auf dem Damm der Tiroler Ache bietet vor allem zwischen dem Chiemsee und Marquartstein ein doppeltes Vergnügen: einerseits der unverstellte Blick auf die Chiemgauer Alpen, denen man immer näher kommt. Andererseits viele (einsame) Kiesbänke, die sich gut für Rast, Picknick oder Sonnenbad eignen. Nach gut zehn Kilometern verlässt der Radweg den Damm und führt durch Auen und Moose. Eine gute Radkarte weist den Weg bis Schleching. Dort im Ortsteil Ettenhausen startet der Schmugglerweg, eine einstündige Wanderung zum Achendurchbruch.

Parkplatz: Autobahnausfahrt Feldwies, Einkehrmöglichkeiten in Marquartstein oder Schleching

Rauschberg: Holzgeister auf kühlen 1645 Metern
Auf dem Gipfel des Rauschbergs bei Ruhpolding wartet Kölli, der Holzgeist. Auf eineinhalb Kilometern, die auch für Kinderwägen geeignet sind, vermittelt der „Holzgeisterweg“ anschaulich, warum Totholz so wichtig ist. Auf den Gipfel führt die Rauschbergbahn. Positiver Nebeneffekt an heißen Tagen: Auf 1645 Metern ist es etwa sechs Grad kühler als im Tal. 

Parkplatz: Rauschbergbahn Ruhpolding, Einkehr: Rauschberghaus

Wandern mit Kindern zu Wasserfällen wandern. Zum Staubfall kommt Ihr aus dem bayerischen Ruhpolding oder aus dem österreichischen Heutal. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: Wasserfall und Themenweg im Zillertal

Planschen am Bach, die Gerüche und Klänge des Waldes entdecken, beim Naturquiz mitraten und am Fuß des höchsten Wasserfalls im Zillertal ein Picknick veranstalten. Nicht nur, aber auch die Kinder werden diese Runde lieben.

Wasserfall Hart
©TVB Erste Ferienregion im Zillertal

Weg mit Handy und Tablet und mit allen Sinnen rein in die Natur. Der Naturerlebnisweg in Hart teilt sich in eine nördliche und eine südliche Runde. Spiel und Spaß lassen sich an den verschiedenen Stationen verbinden. Der Vogellehrpfad informiert über 44 heimische Vogelarten.

Bestens geeignet für einen gemütlichen Ausflug mit der Familie. Angenehme, nicht zu steile Wege führen durch Wald und Wiesen. Am Bach wartete eine Kettenbrücke und an warmen Sommertagen ist durchaus auch das Spielen im Bach angesagt.

Auf der südlichen Runde ist mit 91 Metern der höchste Wasserfall Hart im Zillertal zu finden. Besonders beeindruckend ist der Schleierwasserfall im Frühjahr bei der Schneeschmelze, denn dann führt der Bach am meisten Wasser. Hier gibt es auch einen Picknicktisch für die wohlverdiente Pause.

Die südliche Runde ist ca. 2,5 km, die nördliche 2 km lang. Sie können problemlos miteinander verbunden werden, dann sollte man sich knapp 3 Stunden Zeit nehmen, damit genug Zeit zum Entdecken der Natur bleibt.

Verschiedene Startpunkte sind möglich. Günstiger Ausgangspunkt ist das Restaurant Almdiele im Ortsteil Haselbach.

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: In Tirol rauscht es

Wasser ist jenes Element, das in uns die meisten Emotionen erweckt. Tirol ist stolz auf seine natürlichen Wasserressourcen. Im Herz der Alpen ist das Wasser wild und ungezähmt, gleichzeitig oft still und einladend. In allen Fällen ist es pure Natur. Denn jeder Bach und jeder See hat in Tirol Trinkwasserqualität.

Gesundheitsplattform beim Grawa Wasserfall im Stubaital.
Gesundheitsplattform beim Grawa Wasserfall im Stubaital. ©TVB Stubai Tirol

Die alpine Bergwelt wäre ohne ihre Wasserläufe, Wasserfälle, Bergseen und Tümpel halb so attraktiv. Wie Kristalle funkeln die Bergseen, die von versteckten Quellen und Gletscherwasser gespeist werden. Tosende Wasserfälle bereichern Tirols Natur genauso wie Badeseen. Achen locken Wildwassersportler zum Rafting, Canyoning und Kanufahrten ins Herz der Alpen. Darüber thronen die Gletscher auch im Sommer wie erhabene Könige. Dort, wo Naturliebhaber in Tirols Bergwelt auf das Element Wasser treffen, erliegen sie dem Zauber dieser Wasser-Kraftplätze.

Tirols größter Wasserfall
Sucht der Gast einen Kraftort im Ötztal, der für das Thema Wasser steht, findet er den Stuibenfall. Tirols größter Wasserfall ist ein Naturmonument: Der Horlachbach stürzt in die Tiefe und versprüht glitzernden Wassernebel. Darum der Name, denn „Stuiben“ heißt „Staub“. Auf fünf Plattformen entlang des Wasserfalls erleben Besucher dieses Naturschauspiel. Abenteurer versuchen sich am familienfreundlichen Klettersteig.

Die Ötztaler Wasserläufer
Sechs neue Wanderungen drehen sich im Ötztal rund um das Thema Wasser. Zwei dieser „Wasserläuferwege“ zeichnet das Deutsche Wanderinstitut als Premiumwege aus. Die Auszeichnung erfolgt nach Kriterien wie Erlebnisqualität, leichte Begehbarkeit, Wegbeschaffenheit und Markierung. Die Wasserläuferwege im Ötztal veranschaulichen n den Weg des Wassers vom Gletscher bis zum See. Auf Wunsch begleiten fachkundige Wasserläufer-Guides die Besucher.

Wandern entlang des Lechs
Im Lechtal im Tiroler Außerfern ist der 2012 freigegebene Lechweg für viele Weitwanderer ein heißer Tipp für Weitwanderer. Eine Wanderung in dieser ursprünglichen, vom Wasser gestalteten Landschaft, zeigt Naturliebhabern das eindrucksvolle Wechselspiel zwischen stillem Wasser und brausendem Fluss. Auf einer Strecke von 125 Kilometern begleiten Wanderer den Lech. Von der Quelle nahe des Formarinsees in Vorarlberg bis zum Lechfall in Füssen im Allgäu erleben Weitwanderer die Wandelbarkeit des Wassers und dessen Einfluss auf die Landschaft.

Familienklassiker: Hexenwasser in Hochsöll
Das Hexenwasser ist einer der ersten Themenparks der Alpen rund um das Element Wasser. Es zeigt die Schönheit und Kraft des Wassers und schärft vor allem das Bewusstsein der Kinder für dessen Wert. 60 feuchtfröhliche Stationen bieten Gelegenheit zum Planschen und Pritscheln. Eine dieser Stationen ist die sogenannte Hexenmühle – eine Wassermühle, bei der Kinder selbst Steine schleifen können. Außerdem erwartet Kinder beim Hexenwasser in Hochsöll ein Schuhmuseum, ein Bienenhaus, Hexenschirme, klingende Steine, ein Hexenbadehaus und vieles mehr.

Aufatmen am Wasserfall
Der Grawa Wasserfall im hinteren Stubaital ist mit 85 Metern der breiteste Wasserfall der Ostalpen. Aus einer Höhe von 180 Metern rauscht das Wasser des Sulzaubaches in die Tiefe. Am Fuße des Wasserfalles befindet sich eine barrierefreie Plattform, die einen optimalen Ausblick bietet. Gut tut der Wasserfall all jenen, die unter Atemwegserkrankungen leiden. Schon eine Stunde im Sprühnebel des Wasserfalls fördert das leichtere Atmen.

Badeseen mit Trinkwasserqualität
Tirol ist im Sommer ein Refugium für alle, die gerne Baden gehen – und zwar in einem See inmitten der Bergwelt. Die Badeseen in Tirols sind so sauber, dass man daraus trinken kann. Vom Achensee – mit neun Kilometern Länge der größte See Tirols – bis zu den kleineren, versteckten Bergseen. Dazu kommt, dass manche Speicherteiche von Skigebieten im Sommer als Badesseen dienen. So können Wanderer ihren Ausflug in die Berge mit einem Sprung ins kühle Nass verbinden. Zum Beispiel im neuen Speicherteich Hög in der Region Serfaus-Fiss-Ladis.

In Serfaus wartet eine weitere Wasser-Attraktion: Das Serfauser Murmliwasser ist so groß wie zwei Fußballfelder und befindet sich unterhalb der Mittelstation der Komperdellbahn. Der dort fließende Wildbach wurde aus ökologischen Gründen nicht verändert und als zentrales Element in diese Familienwelt einbezogen. Maskottchen des gesamten Areals ist „Murmli“, das seinen Namen den vielen Murmeltieren in der Gegend verdankt.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Wasser-Erlebnissen in Tirol: www.tirol.at/wasser

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: Norwegen in Südtirol

Kinder Outdoor wandern in Südtirol bringt Euch bei dieser Tour zu einem ungewöhnlichen Ziel: Plötzlich steht Ihr vor einem See, der mehr an einem Fjord in Skandinavien erinnert als an Südtirol. Unterwegs gibt es Berggasthöfe zum Einkehren und diese Tour ist jeden Schritt wert.

Dass wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfüllbare Forderung. Aber wir können zu verhüten versuchen, dass die Kinder so werden wie wir.

Schrieb einst Erich Kästner. 1933 verbrachte er seinen Urlaub in Meran. Seinen Charme hat sich Meran seitdem immer noch bewahren können. Doch worin liegt das Besondere von diesem Ort im Vinschgau? Dort und den umliegenden Tälern lassen sich die alpin-mediterrane Natur und Kultur Südtirols in direkter Nachbarschaft zueinander erleben. Meran mit seiner üppigen Vegetation und dem milden Klima ist das mediterrane Zentrum der Region. Als geschichtsträchtige Kurstadtist Meran reich an Kulturangeboten und Gastronomie von internationalem Rang. Aus Tradition ist man hier weltoffen: Aus dem Zusammenleben der deutschen und italienischen Volksgruppen entsteht ein besonderes Lebensgefühl, das sich im Alltag widerspiegelt. Von Meran aus erreicht Ihr in kurzer Zeit ruhige Täler und Bergemitgelebten alpinen Bräuchen, aufrichtiger Gastlichkeit sowie intakter Natur. Der Naturpark Texelgruppe, der Meraner Höhenweg und die fünf Ski-und Wandergebiete bieten alpine Aktivitäten in unterschiedlichen Höhenlagen und Schwierigkeitsgraden. Meran liegt in einem Tal, das nach Norden von den bis zu 3.337 Meter hohen Bergen der Texelgruppegeschützt ist und sich nach Süden in Richtung Bozen öffnet.

Wie in Skandinavien wirkt der Kratzberger See und seine karge Umgebung. foto (c) kinderoutdoor.de

Diese geschützte Lage sorgt für ein besonders mildes Klimadas ganze Jahr über. Der Kontrast zwischen der mediterranen Pflanzenwelt in den Garten-und Parkanlagen der Stadt und den schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund machen den besonderen Reiz der Stadt aus. Der Pflanzenreichtum ist besonders in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sichtbar. Für Familien sehr zu empfehlen und der Eintrittspreis fällt für Eltern und Kinder moderat aus. Dieser sehenswerte Garten wurde 2013 als „International Garden of the Year“ ausgezeichnet und gilt somit als einer der schönsten botanischen Gärten weltweit. Mit dem Aufenthalt der Kaiserin Elisabeth von Österreich auf Schloss Trauttmansdorff im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zum Liebling der europäischen Aristokratie: Der Grundstein für Südtirol als internationale Urlaubsregion war gelegt. Heute erlebt man in Meran historischen Charme mit einem lebendigen Stadtleben. Das prächtige Kurhaus mit seinen Jugendstilelementen steht im architektonischen Dialog mit der modernen Therme Meranvon Stararchitekt Matteo Thun. Eine bunte Flora und Fauna lässt sich entlang der vor über 100 Jahren angelegten Promenaden inmitten der Stadt entdecken. Doch die Kinder wollen in die Natur. In der Region rund um Meran liegen fünf Wintersportgebiete: Meran 2000, das in unmittelbarer Nähe zu Meran liegt, die ursprüngliche Schwemmalm im Ultental, das kleine und romantische Vigiljoch bei Lanaund das idyllische Pfelders im Passeiertal. Wer die sportliche Herausforderung sucht, findet sie auf dem Gletscher im Schnalstal. Auf einer Skitour, beim Langlaufen oder Schneeschuhwandern lässt sich die unberührte Natur der Region sanft erkunden.

Kurzweilig ist die Wanderung für Kinder, Bergerfahrung und Trittsicherheit vorausgesetzt, denn unterwegs gibt es grasende Haflinger sowie Kühe zu sehen. foto (c) kinderoutdoor.de

Tour zum Kratzberger See: Eines der schönsten Gewässer in den Alpen

Wer viel Kondition und wanderfreudige Kinder hat, der marschiert in Falzleben los. Immer in Sichtweite zur Seilbahn geht es hinauf. Der Fahrpreis ist für Familien happig und das gesparte Geld lässt sich unterwegs gut in einen Kaiserschmarrn investieren. Unterhalb vom Pfiffing Köpfl endet die Seilbahn. Für die Gondoliere und alle die von Falzleben aufgestiegen sind, beginnt hier der Weg zum Kratzberger See. Über den gut ausgeschilderten Kuhleitenweg geht es zur Waidmannalm. Schnell kommt Ihr kaum vorwärts, denn unterwegs stehen Pferde auf der Weide. Vor allem Haflinger grasen hier seelenruhig mit Kühen. Was für ein Kind kann da schon stur weiterwandern? Bald ist die Waidmannalm erreicht. Warum einer Versuchung widerstehen? Eine kurze Einkehr ist immer richtig. Jetzt geht es auf dem gut ausgebauten Waidmannweg bis zum Missensteiner Joch (2.138 Meter) . Dort steht, unüberrsehbar, ein großes Kreuz. Es bietet sich Euch ein grandioser Blick auf das Sarntal. Alleine deswegen lohnt sich die Tour. Während Ihr am Waidmannweg dahinwandert bekommt Ihr einen Eindruck davon, was der Skitourismus alles in den Bergen anrichtet. Der Weg vom Missensteiner Joch zum Kratzbergsee ist schmal, grob und ein wenig abenteuerlich. Für manche Kinder ist es besser, am Joch umzudrehen. Alle die gut zu Fuß greifen diese fordernden Kilometer an. Folgt der Markierung 4 / E5. Bald seht Ihr den Kratzbergersee vor Euch liegen. Sein Wasser ist eiskalt. Die kahlen Felswände erinnern an Nordeuropa. Hier entspringt auch der Kratzbergbach, der als kleiner Wasserfall vom See abläuft. Weil der See die meiste Zeit des Tages im Schatten der Berge liegt und sein Wasser vor allem geschmolzener Schnee ist, entfällt hier der Badespaß. Es sei denn, jemand hat einen Neopren Anzug dabei. Flott geht es wieder zurück, denn die Kinder wollen die Pferde am Wegesrand wieder sehen. Diese grasen, heben kurz die Köpfe und freuen sich am saftigen Gras. Die Kinder sind trotzdem begeistert.

Dass wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfüllbare Forderung. Aber wir können zu verhüten versuchen, dass die Kinder so werden wie wir.

  • Charakter der Wanderung: Mittelschwer
  • Wanderzeit: etwa fünf Stunden
  • Höhenmeter: etwa 510 m
  • Einkehr: Restaurant Falzeben, Restaurant Panorama, Piffinger Köpfl, Kirchsteigeralm, Meranerhütte, Moschwaldalm
  • Länge: 15 km
  • Kinderwagen geeignet: Nein
Auf einen kurzen Stück vom europäischen Fernwanderweg E 5 geht es zum Kratzberger See. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: Schippern am Ammersee

Der Ammersee bietet Familien eine perfekte Kombination aus einer gemütlichen Fahrt mit dem Ausflugsdampfer und einer entspannten Tour am See-Ufer entlang. Hier bietet sich auch die Gelegenheit im Ammersee zu baden. Für die Kinder ein perfekter Tag. Da schiebt sich die RMS Diessen mit einer weißen Bugwelle durch den Ammersee. Doch dieses Schiff ist anders: Seitlich treiben es zwei Schaufelräder an. 1908 lief bereits die RMS Diessen vom Stapel. Doch wofür steht RMS? „Reichsmajestäts Schiff?“ rät ein Passagier. Da muss ein erfahrener Passagier lachen „Das hieß SMS: Seiner Majestät Schiff. RMS steht für Radmotor Schiff,“ erklärt der erfahrene Seefreund und weiter „Während ein Schiff normalerweise eine oder mehrere Schiffschrauben antreibt, hat ein Radmotor Schiff Schaufelräder. Diese befinden sich steuer- und backbords oder der Schaufelraddampfer hat nur eines hinten. So wie sie früher am Mississippi gefahren sind.“ Allerdings fährt die RMS Diessen ohne Dampf. Seit 1974 treiben zwei Dieselmotoren den Ausflugsdampfer an. Um das Schiff anzutreiben sind zu viele Leute nötig gewesen und die Dampfmaschine ist alles andere als umweltfreundlich gewesen. Beinahe sah es aus, als ob die RMS Diessen nicht ihr 100. Jubiläum feiern kann. Zu sehr hatten Ihr Wind, Wetter und Wasser zugesetzt. Zum Glück ließen die Verantwortlichen das betagte Schiff komplett sanieren. Seit 2006 schippert dieser Schaufelraddampfer wieder über den Ammersee. Drei Möglichkeiten habt Ihr mit den Kindern diesen See kennenzulernen. Nehmt Euch dreieinhalb Stunden Zeit und legt zur großen Rundfahrt in Stegen ab. Unterwegs gibt es eine Menge am Ufer zu entdecken: Dazu gehört die Andechs. Dieser außer Dienst gestellte Raddampfer ist das Schwesterschiff der RMS Diessen. Die Segler nutzen ihn als schwimmendes Clubhaus. Sehenswert ist auch die Sankt Jakob Kirche. Doch am meisten beeindruckt Kinder und Erwachsene der Blick auf die Zugspitze. Bei klarem Wetter zeichnet sich der Mount Everest von Deutschland klar am Horizont ab.

Wandern am Ammersee ist die pure Idylle für die Familie. (c) gwt Starnberg GmbH-homas Marufke

Wenn das Schiff in Herrsching anlegt, gehen viele Passagiere an Land. Wunderbare alte Villen gibt es hier zu bestaunen. Hier im Ort leben und lebten Künstler, Politiker, Autoren und Adelige. Ein Spaziergang durch Herrsching ist in manchen Winkeln wie eine Zeitreise. Bei der großen Rundfahrt überquert Ihr dreimal den Ammersee. Von allen der neuen Stege könnt Ihr zu dieser Seefahrt ablegen. Für alle die weniger Zeit haben bietet sich die südliche Rundfahrt an, die etwa eine Stunde und zwanzig Minuten. Eine weitere Option ist die nördliche Rundfahrt. Hier gibt es eine Unterbrechung in Herrsching. Bemerkenswert ist, wie entgegenkommend die Fahrpreise für Familien sind. Alle die wieder festen Boden unter den Füßen haben wollen, wandern von Breitenbrunn nach Stegen. Immer am Ammersee entlang führt dieser malerische Weg, bei dem Ihr das Wort Höhenmeter streichen könnt. Um den Einstieg zu finden, müsst Ihr ein wenig die Augen offen halten. Zuerst geht Ihr zum Steg runter. Ein Pfad führt Euch von hier am Ufer entlang.

Wer will da noch Meer? Am Ammersee fühlen sich Outdoor Kinder wohl. foto (c) gwt Starnberg GmbH Thomas Marufke

An alten Bäumen führt Euch der Uferweg zuerst nach Buch. Wer gemütlich unterwegs ist, braucht für diese Etappe etwa eine Stunde. Wer jetzt genug vom Wandern hat, der geht an den Steg und fährt mit dem nächsten Dampfer einfach weiter. Wer möchte geht nun auf dem Sieben-Brückerl-Weg nach Stegen. Durch den Wald geht es oberhalb vom Ammersee weiter. Besonders im Sommer ist diese Passage wegen des Schattens angenehm. Unterwegs führen sieben Brücken über Bäche, die in den See münden. Am Ortsrand von Stegen gibt es Kiesstrände und wer spontan baden will, der lässt sich hier nieder. Im Ort selbst bieten sich zwei Biergärten an um gemütlich einzukehren. Wer den Weg nicht zurückwandern will, der besteigt in Stegen den Dampfer und schippert in der Abendsonne über den Ammersee.

Kinder Outdoor Wanderung am Plansee: Willkommen im Fjord

Eine Familienwanderungen am Plansee und Ihr fühlt Euch wie in Norwegen. Dabei seid Ihr mitten in den Ammergauer Alpen unterwegs. Was für Eltern mit kleineren Kindern an dieser Familientour interessant ist: Bei dieser Wanderung erwarten Euch nur wenige Höhenmeter, dafür aber wunderschöne Blicke auf einen beeindruckenden Bergsee.

“Das sieht doch wie ein Fjord aus!” sagt Thilo Kreier. Er betreibt die beliebte Seite wandern-mit-familie.de und kennt sich im Allgäu sowie den angrenzenden Tirol aus. Die Felswände enden an manchen Stellen dirket im Wasser vom Plansee. Dichte Wälder umgeben den zweitgrößten natürlichen See Tirols. Mit seinen drei Quadratkilometern ist er so groß wie 420 Fußballfelder. Wir laufen keinem Ball hinterher sondern wandern am Plansee. “Im Sommer ist hier alles voll,” erklärt mir Thilo und zeigt auf das leere Strandbad. “Allerdings ist auch im August das Wasser ziemlich frisch” sagt der Macher von wandern mit Familie und grinst. Im Sommer tut es sicher gut in den Plansee zu springen. Die Kulisse ist auch atemberaubend und da kann kein noch so modernes Spaßbad mithalten. Bekannt ist der See auch für seine ausgezeichnete Wasserqualität. Für die Tour am Plansee startet Ihr beim Camping Seespitze (dort parkt Ihr auch das Auto) oder überlegt es Euch anders. Das Tolle an dieser Wanderung mit den Kindern: Ihr könnt auswählen wie die tour losgeht. Mit dem Ausflugsschiff schippert Ihr zum Heiterwanger See. An der Seespitze, bei den  Hotels “Fischer am See” und “Forelle” sind dafür die Anlegestellen. Oder Ihr geht über eine  Brücke an dieser Engstelle vom Plansee hinüber zum anderen Ufer. Dort ist der Weg jedoch schmal. Als dritte Möglichkeit gibt es noch am Ufer zum Heiterwanger See zu gehen. Rechts von Euch sind die steilen, bewaldeten Hänge von der Schrofennas (1.708 m).

Eine Familienwanderung am Plansee bringt Euch einem skandinavischen Fjord näher.
foto (c) kinderoutdoor.de

Familienwanderung am Plansee: Der Canale Grande ist erreicht

Nach etwa 1,5 Kilometern erreicht Ihr eine besondere Stelle. Hier beginnt ein Kanal. 1908 vollendeten Arbeiter dieses Bauwerk. Der etwa 600 Meter lange Kanal verbindet den Heiterwanger See mit dem Plansee. Auch hier kommen die steilen Hänge mit ihrem dichten Bergwald nah an das Ufer heran. Im Mittelalter schon ist der Heiterwanger See ein begehrtes Gewässer gewesen. In ihm tummeln sich die Fische. Schon Kaiser Maximilien I, der Herrscher ist dank eines Historien Dreiteilers wieder etwas in das öffentliche Interesse gerückt, ging hier jagen oder fischte. Im Herbst wirkt der Heiterwanger See noch attraktiver. Wie im Indian Summer im Nordosten der USA oder Kanada verleihen die vielen mit bunten Blättern geschmückten Bäume, eine besonders feierliche Atmosphäre. Noch einmal bäumt sich die Natur in den Ammergauer Alpen gegen den grauen Winter auf. Was für ein butnes Finale. Wieder überquert Ihr auf einer Brücke einen Kanal und wandert zum Fischer am See. Von dort aus geht es weiter zum Grundbach. Nun spielen die Kinder an seinem Ufer. Der Bach mündet hier in den Heiterwanger See. Über eine Wiesenfläche hinweg könnt Ihr im Hintergrund den Ort Heiterwang sehen. Nach wenigen hundert Metern ist Schluß mit freier Sicht und Ihr erreicht wieder einen Wald. Hier haltet Ihr Euch weiterhin am Wanderweg, der direkt am Ufer entlang führt. Verlaufen ist hier kaum möglich, denn der Weg ist gut beschildert. Papa darf sein tolles GPS Gerät zuhause lassen. Folgt dem Uferweg. Kurz müssst Ihr ein Schottfeld überqueren. “In der Zwirche” heißt diese markante Stelle. Hier rauscht im Frühjahr bei der Schneeschmelze das Wasser vom Pitzenbach durch das Pitzental (bitte nicht mit dem Pitztal verwechseln) unaufhaltsam in den See. Entsprechend viel Geröll führen die Fluten mit sich. Auf einer kleinen freien Fläche wandert Ihr auf den Kanal zu, der den Heiterwanger und Plansee miteinander verbindet. Ihr passiert dabei die Speckbacherhütte, diese ist jedoch in privaten Besitz. Überquert wieder den Kanal und folgt dem Hinweg zurück zum Camping Seespitze. Eines ist sicher: Ihr fühlt Euch spätestens jetzt wie in einem nordeuropäischen Fjord.

Königlich wandern und baden: Der Alpsee

Wo ist Bayern am schönsten? Auf alten Bildern! Wie in einem Prospekt der Tourismuswerbung lässt sich um den Alpsee wandern. Vorbei am Schloss Hohenschwangau. Über dem See thront der Traum einer jeden kleinen Prinzessin: Schloß Neuschwanstein. An sonnigen Tagen sieht es aus, wie in einem Cinderella Film. Unterwegs kommt bei den Kinder garantiert keine Langeweile auf!

Als wir am Parkplatz das Auto abstellen, ärgere ich mich. Und zwar über mich selbst. Überall in Hohenschwangau sind ganze Prozessionen von Touristen aus aller Welt unterwegs. Mit Schirmen, Pappschildern oder Landesfahnen sammeln die Guides ihre Herden hinter sich. Und ich mittendrin mit den Kindern. Das ist ein Fehler gewesen, sage ich zu mir selbst. Vor dem Eintritt von Schloß Hohenschwangau staut sich die Masse auf über 100 Meter. Die Kinder und ich gehen an den Wartenden vorbei. Es ist das Epizentrum der Touristen. Am Alpsee können wir sehen, wie sich vor dieser malerischen Kulisse die Besucher aus der ganzen Welt schnell fotografieren lassen. Sie winken in die Kameras, schneiden Grimassen, küssen sich oder stehen unnatürlich verrenkt da. Wir biegen rechts ab. Nach wenigen hundert Metern kehrt Ruhe ein. Nur links der See und rechts der Wald. Bis hierher kommt die Masse der Besucher nicht. Zum Glück. Wir kommen gut voran, obwohl es heiß ist, denn der Weg verläuft im Wald. Seine Kühle tut gut. Bald erreichen wir das Marienmonument am anderen Ende des Sees. Ludwig II, der Ludwig, ließ den Gedenkstein zu Ehren seiner Mutter setzen. Mountainbiker kommen vorbei, knipsen ein schnelles Foto und radeln weiter. Wir setzen uns auf die Bank und lassen die Kinder im knietiefen Wasser planschen. Anschließend gehen wir zum Strandbad. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Das Ganze wirkt von außen wie eine königlich bayerische Badeanstalt: Dunkel, hölzern und wenig elegant. Hier bekommen die Kinder ein Eis und wir kühlen uns im Alpsse ab. Alleine die Kulisse um uns ist den Eintritt wert gewesen. Berge, blau weißer Himmel und Schloß Neuschwanstein, wenn auch eingerüstet.

foto (c) kinderoutdoor.de

Busse im Minutentakt

Nach dem Baden sind wir wieder unterwegs uns steigen zum Winterziehweg auf. Auf halber höhe bewegen wir uns im Wald  oberhalb der Straße. Linienbusse fahren im Minutentakt zum Schloß Neuschwanstein. Mir schwant wenig Gutes! An der Marienbrücke angekommen haben wir wenig Freude an dem Ausblick. Hinter uns dieses wunderbare Schloß, vor uns ein Wasserfall. Dazwischen wir. Wie bei einem Rugbyspiel drücken sich hier die Menschenmassen aneinander. Die einen wollen fotografieren, die anderen nach vorne, ein paar bleiben stehen und mittendrin telefoniert ein Italiener. Wir steigen über die Pöllatsch-Schlucht ab. Wildwasser pur und wenig Wanderer. Zurück beim Auto stellt sich die Frage: Schön ist es gewesen, aber ein bißchen weniger Touris hätten es auch getan.

Rund um den Alpsee

  • Länge: 5,5 Kilometer
  • Höhenmeter: 200
  • Dauer: zwei bis drei Stunden
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder Wanderungen zu Flüsse und Seen: Outdoor basteln unterwegs

Bushcraft für Kinder sorgt für Abwechslung beim Spaziergang oder einer Wanderung. Alles was Ihr für Bushcraft mit Kindern benötigt findet Ihr in der Natur und mit dem Taschenmesser oder einem Multitool habt Ihr das perfekte Werkzeug dabei. Heute haben wir die Bauanleitung für ein Wasserrad. In weniger als zehn Minuten seid Ihr damit fertig und es dreht sich am Bach. Die Kinder sind begeistert, was Ihr für tolle Sachen mit ihnen Basteln könnt.

“Es klappert die Mühle” ein altes Kinderlied erinnert an die Wichtigkeit der technischen Anlagen. Sie mahlten Getreide, zerkleinerten Mahlgut (wie die Kugelmühlen) oder trieben wuchtige Hämmer und Sägen an. Bereits im 3. Jahrhundert vor Christus gab es in China die ersten Mühlen, welche das Wasser antrieb. Nach Deutschland kam diese Technik mit den Römern. Im Rheinland fanden Archäologen die Überreste einer römischen Wassermühle, die um das Jahr Null in Betrieb gewesen ist. Noch heute sind etliche Mühlräder erhalten. Manche weit über 100 Jahre alt. Wir wollen bei unserem Bushcraft Projekt ein Wasserrad basteln. Ohne Schnüre, Seile, Nägel oder Schrauben. Heute arbeiten wir nur mit den Materialien, die wir in der Natur finden. Ihr benötigt:

Bushcraft für Kinder kommt mit wenig Material aus. So wie Ihr hier sehen könnt. Aus diesen Zutaten basteln wir ein Wasserrad.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bushcraft für Kinder: Erst suchen, dann das Wasserrad bauen

Bevor wir mit dem Basteln loslegen, sucht Ihr und die Kinder im Wald, Park oder am Flußufer das Material zusammen. Zuerst sucht Ihr Euch zwei etwa gleich dicke Äste vom Haselnuss. Diese sollten so dick wie ein kleiner Finger sein. Schneidet beide Äste so zu, dass sie gleich lang sind. Sonst läuft unsere Mühle “unrund”

Schneidet zuerst zwei gleichlange Äste zu.
foto (c) kinderoutdoor.de

Im nächsten Arbeitsschritt bereiten wir die Aufnahme der Schaufelblätter vor. Wir klemmen sie in das Holz ein. So halten sie, ohne dass wir sie mit Nägel, Schrauben oder Schnüre fixieren müssen. Schneidet mittig die Enden von den Ästen ein.

Spaltet die Ende der beiden Äste. Sie nehmen später die Schaufelblätter auf.
foto (c) kinderoutdoor.de

Höchste Zeit, die Schaufelblätter vorzubereiten. Gegen sie drückt das vorbeiströmende Wasser und bringt so das Wasserrad zum Rotieren. Mit dem Taschenmesser/Multitool/Beil schneidet Ihr sie so zurecht, dass alle vier Rindenstücke gleich groß sind. Bitte noch nicht die Schaufelräder in die Einschnitte stecken. Zuerst müssen wir die Äste durch die Achse aus Holunder klopfen.

Stellt vier gleich große Rindenstücke her. Sie sind später die Schaufelblätter.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bei dem nächsten Schritt helft Ihr am besten den Kindern. Mit der Ahle (das ist der Stechdorn von der Rückseite des Taschenmesser) bohrt Ihr ein Loch in die Mitte vom Holunderast. Das Loch sollte durchgehen.  Anschließend erweitert Ihr es mit der kleinen oder großen Klinge vom Taschenmesser. Entgegengesetzt wiederholt Ihr das ganze Prozedere. Durch diese beiden Löcher müssen anschließend die Arme unserer Schaufelblätter passen. Bohrt die Löcher enger, als die beiden Äste dick sind. Dadurch sind sie in der Achse aus Holunder fixiert. Schnitzt mit dem Taschenmesser die beiden Enden der Achse an. Dadurch läuft sie leichter.

Bereitet die Achse für die Schaufelarme vor.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit einem Ast, einem dicken Stein, oder der flachen Rückseite vom Outdoorbeil. Geht vorsichtig dabei vor, dass das Holz nicht reisst. Klopft die beiden Äste so hindurch, dass sie gleich weit aus der Achse herausstehen.

So sollte jetzt das halbfertige Wasserrad aussehen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Steckt nun die vier gleich großen Rindenstücke als Schaufelblätter in die gespaltenen Enden der Äste. Unser Mühlrad ist klar. Doch es benötigt eine Halterung. Bereitet dazu die beiden Astgabeln vor. Entfernt die überzähligen Äste. Spitzt mit der großen Klinge oder dem Beil das Ende der Astgabel an. Schließlich wollt Ihr die Halterung in den Bach oder Fluß steckten.

Spitzt die Astgabeln für das Wasserrad an einem Ende an.
foto (c) kinderoutdoor.de

Rammt die Astgabeln so in den Untergrund vom Gewässer, dass sie parallel zueinander stehen. Die Entfernung zwischen den Astgabeln sollte soweit sein, dass sie kleiner ist, als die Länge der Achse aus Holunder. Legt nun das Wasserrad in die beiden Astgabeln. Wenn Ihr gut gearbeitet habt, davon gehe ich aus, dann dreht sich das Wasserrad. Beginnt es sich nicht zu drehen, überprüft ob die Arme mit den Schaufelblättern gleich lang ausgerichtet sind. Was hier auch noch hilft: Erhöht die Fließgeschwindigkeit und damit den Wasserdruck auf die Blätter vom Wasserrad. Die Kinder errichten einen kleinen Staudamm. Durch eine Öffnung fließt das Wasser deutlich schneller ab und treibt die Mühle an. Viel Freude beim Basteln! Setzen wir unser fertiges Wasserrad ein.