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Spiele im Wald für Kinder: Suchkasten, Schnitzeljagd und Tipibau

Waldspiele begeistern die jungen Outdoorer auf jeden Fall. Bei einem Spaziergang im Forst lassen sich so die von allen Eltern gefürchteten Quengelattacken vermeiden. Im Gegenteil: Die Kleinen sind begeistert und kommen in Zukunft gerne mit in den Wald um dort zu spielen. Danke Ina für die tolle Idee!

“Quengeln ist die Atombombe der Kinder” sagte mir mal ein Vater. Da ist was dran. Die meisten Eltern kennen die Situation wenn gefühlt alle fünf Sekunden die Kinder fragen “Wann sind wir endlich da?” “Wie lange gehen wir noch?” Begeisterung sieht anders aus. In solchen Situationen verlieren selbst der Dalai Lama und Papst Franziskus ihre göttliche Ruhe. Bastelt doch mit den Kindern einen Sortierkasten bevor Ihr los wandert. Dazu benötigt Ihr:

  • leeren Eierkarton
  • Farbstifte
  • Aufkleber

Malt in die leeren Fächer vom Eierkarton unterschiedliche Farben. Ein Fach ist rot, ein anderes grün, eines weiß und so weiter. Verziert mit den Kindern die Sammelbox und ab in den Wald. Hier haben die Kinder die Aufgabe Dinge in den jeweiligen Farben in die leere Eierschachtel zu legen. Weiß kann ein Steinchen oder der Samen vom Löwenzahn sein, grün ein Gras, braun ein Stück von einem Baumzapfen. Hier lohnt es sich auch, wenn Eltern gegen Kinder spielen. Wer hat als erstes alle Farben voll? Die Sammelbox lässt sich auch beim nächsten Spaziergang mitnehmen. Auch könnt Ihr die Spielregeln ein wenig verschärfen. Es dürfen keine Pflanzen in die Box gelegt werden.

Waldspiele: Spontane Schnitzeljagd

Bei der Schnitzeljagd im Wald braucht Ihr wenig Material mitnehmen. Lasst die Kinder einen Teil der Spielstationen selbst bauen. Der Vorteil an dieser Schnitzeljagd: Ihr könnt einige der Ideen spontan bei einem Spaziergang im Wald oder Park umsetzen. Ein Erwachsener oder größere Geschwister gehen voraus und legen die Fährte, alle anderen folgen und versuchen die Spielstationen zu lösen. Auch für einen Kindergeburtstag oder Familienfreizeit ist die Schatzsuche im Wald ideal.

“Wie lange latschen wir noch durch den langweiligen Wald?” möchte ein Kind von seinen Eltern wissen. Es findet den Spaziergang am Sonntag alles andere als prickelnd. Eine derartige Situation kann schnell eskalieren und die Harmonie in der Familie ist dahin. Deshalb startet mit den Kindern spontan eine Schnitzeljagd. Ein Teil geht voraus und legt die Pfeile aus Ästen, Zweigen oder Steinchen am Boden aus. Der andere Teil der Familie folgt und versucht die Spielstationen zu lösen.

Eine Spielstation für die Schnitzeljagd im Wald ist das Ringelwerfen. Alles was Ihr an Material benötigt ist bereits da. foto (c) kinderoutdoor.de

Nehmt Reisig der sich biegen lässt. Ist der Reisig zu trocken bricht er. Daraus bindet Ihr drei Ringe. Sucht Euch einen Baum, an dem ein Aststumpf etwa einen Meter über dem Boden wegsteht. Nun sollen die Kinder die selbstgeflochtenen Ringe über diesen Stumpf werfen.

Material:

  • Reisig

Folgt weiter den Pfeilen durch den Forst und bald seid Ihr an der nächsten Aufgabe.

Legt einen Haufen mit den gleichen Baumfrüchten, wie Eicheln oder Kastanien, an. Nun sollen die Kinder schätzen wie viele es sind.

Material:

  • Baumfrüchte
Schnitzeljagd im Wald: Wie viele Kastanien liegen hier? foto (c) kinderoutdoor.de

Nehmt wieder die Spur auf und bald seid Ihr bei der nächsten Spielstation. Kennt Ihr den Spruch “Vor lauter Wald keine Bäume sehen”. In diese Richtung geht unser Spiel. Verbindet einem Kind die Augen und führt es zu einem Baum. Den tastet das Kind ab. Wie ist die Rinde? Nach was duftet der Baum? Wie dick ist der Baum? Wo beginnen seinen Äste? Hat er Nadeln oder Blätter? Geht mit dem Kinder zurück zum Ausgangspunkt und nun soll es den Baum wiederfinden.

Material

  • Schlauchtuch als Augenbinde

Stock balancieren

Nehmt einen möglichst geraden Ast. Haltet die Hand waagerecht, so dass die Innenseite nach oben schaut. Nun stellt Ihr den Ast darauf und versucht ihn zu balancieren. Das Spiel lässt sich ausbauen: Versucht mit dem Ast auf der Hand einen Slalomkurs zu laufen oder über Hindernisse (beispielsweise Holzscheite) zu steigen.

Material:

  • Gerade Äste

Wieder geht es auf unserer Spur weiter und beim nächsten Spiel zeigen die Kinder wie gut sie sich im Wald auskennen.

Baumratespiel

Legt auf den Waldboden Rindenstücke, Baumfrüchte, Blätter oder Nadeln von verschiedenen Bäumen. Die Kinder sollen nun herausfinden zu welchem Baum diese Teile gehören.

Material:

  • Baumfrüchte
  • Rindenstücke
  • Blätter
  • Nadeln

Am Ende von diesem besonderen Spaziergang haben die Kinder nur eine Frage: “Wann gehen wir mal bitte wieder in den Wald?”

Waldspiele: Zelte bauen für die kleinen Abenteurer

Spiele im Wald oder dem Park sind für die Kinder das pure Abenteuer. Sie können sich in einer für sie fremden Umgebung austoben und ihre Ideen umsetzen. Kinder haben viele Einfälle für Spiele im Wald. Beliebt ist es ein Zelt oder anderen Unterstand zu bauen.

Spiele im Wald brauchen wenig Aufwand. Das meiste was die Kinder dazu brauchen ist schon da. Mit Bruchholz, Moos, Ästen und Zweigen zaubern die Outdoor Kids geniale Bauten. Damit könnt Ihr einen sonst langweiligen Spaziergang am Sonntag für die Kinder interessant gestalten. Bietet ihnen spontane Spiele im Wald an. Eines könnte sein, ein Zelt zu bauen. Dazu braucht Ihr eine alte Decke oder Rettungsfolie. Zuerst suchen sich die Kinder zwei gleichgroße Astgabeln. Diese spitzt Ihr am unteren Ende an und rammt sie in den Boden.

Ausflüge mit Kindern sind so was von spannend: Baut doch mit Kindern ein Zelt im Wald. Foto (c) kinderoutdoor.de

Nun sucht Ihr einen stabilen Ast, mit dem Ihr und die Kinder beide Astgabeln miteinander verbinden könnt

Zu guter letzt eine Decke drüber und an den vier Enden die Decke oder Rettungsfolie abspannen. Dazu könnt Ihr Steine verwenden oder Zeltheringe aus Ästen schnitzen.

Bald ist unser Zelt im Wald fertig. Foto (c) kinderoutdoor.de

Eine andere Methode ist, aus langen Ästen ein Indianerzelt zu bauen. Stellt um einen Baumstamm einen Ast an den anderen. Doch unterschätzt diese Arbeit nicht, denn Ihr braucht einige Äste dafür. Doch die Kinder setzen bei solchen abenteuerlichen Spielen oft ungeahnte Energien frei.

Zelten ist im Wald verboten, aber ein Zelt aus Ästen bauen? foto (c) kinderoutdoor.de

Waldspiele: Ratet die Bäume!

Ein Holzfäller muss die Bäume kennen. Wenn er den Auftrag hat, eine Eiche zu fällen, dann kommt es weniger gut, wenn er stattdessen eine Kiefer umsägt. Deshalb muss ein Waldarbeiter wissen, was die Merkmale der Bäume sind. Viele Spaziergänger verwechseln gerne die Fichte mit der Tanne. Dabei gibt es hier etliche Unterschiede. Nur welche? Das ist weniger Euere Sorge, sondern die der Kinder. Bei der Schnitzeljagd müssen sie die Bäume bestimmen. Legt Ihnen einen Auswahl an Zweigen, Rinde, Baumfrüchte, Nadeln und Blättern vor. Was davon gehört zu welchen Baum?

Material:

  • Zweige, Rinde, Baumfrüchte, Nadeln und Blätter
Seht Ihr noch den Wald lauter Bäume? Spielt mit den Kindern Wald raten! Foto (c) kinderoutdoor.d

Spiele im Wald: Baut mit den Kindern einen Barfußpfad

Einen Barfußpfad mit den Kindern bauen und zwar ohen jedes Werkzeug. Alles was Ihr an Material benötigt um diesen Sinnespfad anzulegen findet Ihr im Wald. Die Kinder toben sich dabei kreativ aus und haben die tollsten Ideen für ihren Barfußpfad.

Barfußpfad selber bauen? Dazu braucht Ihr kein Werkzeug und müsst keinen Baumarkt leer kaufen.  Foto (c) kinderoutdoor.de

Barfußpfad selber bauen? Dazu braucht Ihr kein Werkzeug und müsst keinen Baumarkt leer kaufen.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Den Barfußpfad selber bauen und alles ohne Werkzeug oder teures Material aus dem Baumarkt. Das ist überhaupt kein Problem, denn die Kinder haben viele Einfälle, wie sie den Pfad für die Sinne anlegen. Geht mit den Outdoor Kids in einen Wald oder Park. Hier liegt alles bereit was Ihr braucht um den Barfußpfad zu bauen. Zuerst sammeln die Kinder das Baumaterial zusammen: Lange Äste, Moos, Baumzapfen, Kieselsteine, Rinde, Reisig, Bucheckern, Eicheln und andere Dinge. Brombeerranken eignen sich allerdings weniger dafür.

Barfußpfad selber bauen und zwar ohne Werkzeug. Hier seht Ihr das Material dafür. Foto (c) kinderoutdoor.de

Barfußpfad selber bauen und zwar ohne Werkzeug. Hier seht Ihr das Material dafür.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Barfußpfad anlegen: Die Natur mit den Füßen spüren

Zeichnet am Boden den Barfußpfad auf. Fünf Meter sind für den Einstieg mehr als genug. Etwa einen Meter sollte er breit sein. Nun legt Ihr mit den Ästen diesen Pfad der Länge nach aus. Mit kürzeren Stücken unterteilt Ihr ihn. Nun ist der Barfußpfad in etwa gleichgroße Sektoren eingeteilt. Jetzt toben sich die Kinder aus. Jeden Sektor füllen sie mit natürlichen Materialien. Bitte mixt diese nicht, sondern gebt in ein Feld nur Baumzapfen oder Reisig. Es ist unglaublich was die Kinder alles finden, um damit den Barfußpfad zu bestücken. Allerdings brauchen sie dazu auch ein wenig Geduld und Ausdauer. Den Barfußpfad müsst Ihr nicht gerade führen, er kann auch wie eine Schlange oder zickzack sein.

Nun ist es soweit: Wir weihen den Barfußpfad ein. Da bekommen die Füße was zu spüren.  foto (c) kinderoutdoor.de

Nun ist es soweit: Wir weihen den Barfußpfad ein. Da bekommen die Füße was zu spüren.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ihr könnt auch den natürlichen Untergrund mit einbinden, wie Pfützen oder Wurzeln. Ein Abenteuer für die Kinder ist es, wenn Ihr ihnen die Augen verbindet und sie durch den Barfußpark führt.

Baut mit den Kindern ein Wikingerschiff im Wald

Waldspiele sind ideal für Eltern um Quengelattacken der Kinder bei Spaziergängen zu vermeiden. Überrascht die Outdoorkids und baut mit den Kindern ein Wikingerschiff. Für unsere Waldspiele braucht Ihr wie immer nur wenig Material. Um mit den Kindern das Wikingerschiff zu bauen, benötigt Ihr ein altes Tuch und ein Seil. Das Holz für dieses Waldspiel ist bereits da.

“Ich mag nicht mehr!” oder “Mir ist langweillig!” Immer wiederholt und dann die Abstände verkürzen. Damit könnten Kinder sogar den Dalai Lama oder Pabst Franziskus zur Weißglut treiben. Dabei gibt es einen einzigen Grund, warum die Kinder quengeln: Ihnen ist langweilig! Höchste Zeit für unsere Waldspiele. Baut mit den Kindern ein Wikingerschiff. Dazu habt Ihr ein Seil und ein großes Tuch sowie ein Taschenmesser im Rucksack dabei. Die Idee dazu hatte ich in Schweden. Dort ließen Wikingerhäuptlinge ihre Gräber in Form von den Drachenschiffen anlegen. Mit Steinen legten die Wikinger dazu die Form von einem solchen Schiff auf den Boden und schütteten Erde auf.

Waldspiele brauchen wenig Material: Ein Seil oder eine stärkere Schnur und ein altes Tuch. Schon baut Ihr mit den Kindern ein Wikingerschiff.
foto (c) kinderoutdoor.de

Waldspiele: Baut mit den Kindern ein Wikingerschiff

Die Kinder suchen nun möglichst lange und dicke Äste zusammen. Diese legt Ihr in Schiffsform auf den Boden.

Bei unserem Waldspiel, legen die Kinder Äste auf den Boden um daraus ein Wikingerschiff zu bauen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Immer mehr Äste kommen hinzu und langsam wachsen die Bordwände von unserem Wikingerschiff.

Die Kinder stecken den Grundriss vom Wikingerschiff ab.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ganz markant bei einem Wikingerschiff ist der Drachenkopf am Bug. Damit wollten die Wikinger die Schutzgeister der Gegner vertreiben. Archäologen sind der Meinung, dass die Drachenköpfe an den Wikingerschiffen eher selten gewesen sind. Wir suchen uns bei dem Waldspiel einen Ast mit einer Gabel, der wie ein Drachenkopf aussieht.

Am Steven befindet sich nun der markante “Drachenkopf”.
Foto (c) kinderoutdoor.de

Ein Wikingerschiff ließ sich auf drei Arten antreiben: Durch das Segel, mit Rudern oder beides kombiniert. Sucht Euch mit den Kindern einen langen geraden Ast. Das ist der Masten von unserem Schiff. Was uns noch fehlt ist ein Querbaum. Noch einmal sucht Ihr den Wald nach einem langen, geraden Ast ab.

Unser Mast mit Querbaum liegen bereits am Boden.
foto (c) kinderoutdoor.de

Nehmt nun das Seil und verbindet den Masten mit dem Querbaum. Zieht den Knoten fest, denn sonst kommt der Querbaum runter.

Vernkotet nun den Masten mit dem Querbaum.
foto (c) kinderoutdoor.de

Das Seil bindet Ihr kurz an den Enden vom Querbaum fest. Es reicht hier ein halber Schlag und Ihr brauche dazu keinen professionellen Seglerknoten.Damit der Masten von unserem Drachenschiff steht, nehmt Ihr das Taschenmesser und spitzt damit das Ende von diesem Ast an. Dann hält das Ganze auch, wenn Ihr den Ast in den Waldboden rammt.

Spitzt mit dem Taschenmesser das Ende vom Masten an.
foto (c) kinderoutdoor.de

Bindet nun das alte Tuch mit einem halben Schlag jeweils am Ende vom Querbaum fest. Dadurch braucht Ihr keine Nägel und das Segel hält trotzdem.

Befestigt mit einem halben Schlag an jeder Seite vom Querbaum das Segel.
foto (c) kinderoutdoor.de

Jetzt ist es höchste Zeit, den Masten in den Boden zu stecken. Am besten übernimmt diese Aufgabe ein Erwachsener. Wer auf Nummer sicher gehen will, der legt Holzblöcke oder große Steine um den Masten um ihn zu stabilisieren.

Wir setzen den Masten für unser Wikingerschiff.
foto (c) kinderoutdoor.de

Damit die Kinder auch “Sitzbänke” haben. legt Ihr große Holzblöcke in das Wikingerschiff. Jetzt ist es fertig und klar zum Auslaufen. Das Waldspiel beginnt! Legt Euch in die Ruder und los geht es auf große Fahrt durch den stürmischen Nordatlantik.

Leinen los zum Waldspiel. Das Wikingerschiff ist fertig zum Auslaufen. foto (c) kinderoutdoor.de

Das Drachenschiff ist klar zum Ablegen. foto (c) kinderoutdoor.de