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Waldtiere entdecken: 50 Tiere, die Kinder in Deutschland sehen können Teil 2

Ein Rascheln im Gebüsch, das Klopfen eines Spechts oder ein Reh auf der Waldlichtung – Deutschlands Wälder sind voller spannender Tiere. Doch welche Waldbewohner können Familien mit etwas Geduld tatsächlich entdecken? Wir stellen 50 heimische Waldtiere vor, verraten ihre spannendsten Geheimnisse und zeigen, wie Kinder auf der nächsten Wanderung selbst zu kleinen Naturforschern werden.

Der Wald steckt voller Überraschungen. Während manche Tiere lautstark auf sich aufmerksam machen, bleiben andere fast unsichtbar. Wer langsam unterwegs ist und aufmerksam schaut, entdeckt mit etwas Glück sogar Arten, die viele Erwachsene noch nie gesehen haben.

Hier kommen weitere spannende Waldbewohner.

Waldtiere entdecken. “Gefährlichste” Raubtiere wie der Waschbär gibt es 365 Tage im Jahr zu sehen.

Foto (c) kinderoutdoor.de

16. Waschbär

Eigentlich stammt der Waschbär aus Nordamerika. Heute lebt er auch in vielen deutschen Wäldern.

Seine schwarze Gesichtsmaske macht ihn unverwechselbar.

Waschbären sind ausgezeichnete Kletterer und öffnen mit ihren geschickten Pfoten sogar Mülleimer oder Futterboxen.


17. Fichtenkreuzschnabel

Sein Schnabel sieht schief aus.

Genau das macht ihn zum Spezialisten.

Mit dem gekreuzten Schnabel holt er Samen aus Tannenzapfen.


18. Eichelhäher

Der Eichelhäher gehört zu den cleversten Waldvögeln.

Im Herbst versteckt er Tausende Eicheln.

Viele davon findet er später nicht mehr wieder.

Aus den vergessenen Eicheln wachsen neue Bäume.

Der Vogel arbeitet also ganz nebenbei als Förster.


19. Kleiber

Der Kleiber beherrscht etwas, das kaum ein anderer Vogel schafft.

Er läuft kopfüber den Baumstamm hinunter.

Das macht ihn zu einem echten Kletterprofi.


20. Gartenbaumläufer

Der kleine Vogel sucht Insekten in der Baumrinde.

Durch seine braune Tarnfarbe ist er kaum zu entdecken.


21. Schwarzspecht

Der größte heimische Specht zimmert riesige Höhlen in alte Bäume.

Später ziehen dort Eulen, Fledermäuse oder Siebenschläfer ein.


22. Grünspecht

Der Grünspecht liebt Ameisen.

Mit seiner langen Zunge holt er sie aus dem Boden.

Darum sieht man ihn oft auf Wiesen am Waldrand.


23. Kolkrabe

Kolkraben gelten als äußerst intelligent.

Sie lösen Probleme, merken sich Gesichter und spielen sogar miteinander.


24. Fledermaus

In Deutschland leben über 20 Fledermausarten.

Sie orientieren sich mit Ultraschall.

Das funktioniert sogar bei völliger Dunkelheit.


25. Siebenschläfer

Sein Name ist Programm.

Bis zu sieben Monate verschläft dieses kleine Nagetier im Winter.

Waldtiere entdecken – und was sie bedeuten. Wandern mit Kindern im Allgäu und an den Flüssen bekommt Ihr auch den Feuersalamander zu sehen. foto (c) kinderoutdoor.de

26. Feuersalamander

Sein gelb-schwarzes Muster warnt Feinde.

Der Feuersalamander produziert ein Hautgift und wird deshalb kaum gefressen.

Nach Regentagen steigen die Chancen auf eine Beobachtung.


27. Grasfrosch

Im Frühjahr wandern Tausende Grasfrösche zu ihren Laichgewässern.

Kinder entdecken dabei oft den berühmten Froschlaich.

Waldtiere entdecken. Was für ein Abenteuer: Plötzlich taucht eine Schildkröte auf. foto (c) kinderoutdoor.de

28. Erdkröte

Erdkröten laufen erstaunlich weite Strecken.

Viele Naturschützer helfen ihnen jedes Frühjahr sicher über Straßen.


29. Ringelnatter

Keine Angst!

Die Ringelnatter ist ungiftig.

Sie frisst vor allem Frösche und Fische und flüchtet fast immer vor Menschen.

Waldtiere entdecken. Mit etwas Glück seht Ihr bei dem Feilnbacher Moorerlebnisweg eine Kreuzotter.

foto (c) kinderoutdoor.de

30. Kreuzotter

Sie ist Deutschlands einzige heimische Giftschlange.

Trotzdem gilt:

Kreuzottern greifen Menschen nicht an.

Sie beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.

Deshalb niemals versuchen, eine Schlange anzufassen.


31. Waldameise

Ein Ameisenhaufen ist eine richtige Großstadt.

Bis zu eine Million Tiere können gemeinsam darin leben.


32. Hirschkäfer

Der Hirschkäfer gehört zu den größten Käfern Europas.

Die riesigen “Geweihe” besitzen nur die Männchen.

Damit kämpfen sie um Weibchen.


33. Nashornkäfer

Sein Horn wirkt gefährlich.

Tatsächlich ist der Nashornkäfer völlig harmlos.


34. Glühwürmchen

Im Sommer verwandeln Glühwürmchen den Wald in eine kleine Lichtershow.

Leuchten können übrigens nur die Weibchen.


35. Libelle

Viele Libellen leben an Waldteichen.

Sie gehören zu den schnellsten Insekten überhaupt.


36. Kreuzspinne

Mit ihren kunstvollen Netzen fängt sie Fliegen und Mücken.

Das weiße Kreuz auf dem Rücken gab ihr den Namen.


37. Wespenspinne

Gelb-schwarz gestreift sieht sie gefährlicher aus, als sie ist.

Für Menschen ist sie praktisch ungefährlich.


38. Weinbergschnecke

Die größte heimische Schnecke steht unter Naturschutz.

Sie kann mehrere Jahre alt werden.


39. Regenwurm

Ohne Regenwürmer gäbe es viele Waldböden nicht.

Sie lockern die Erde auf und verwandeln Laub in wertvollen Humus.


40. Schnecke ohne Haus – die Nacktschnecke

Auch sie gehört zum Wald.

Besonders nach Regen kommen viele Nacktschnecken hervor.


41. Habicht

Der Habicht jagt blitzschnell zwischen den Bäumen.

Seine Wendigkeit ist beeindruckend.


42. Mäusebussard

Der häufigste Greifvogel Deutschlands kreist oft über Waldlichtungen.


43. Turmfalke

Rüttelnd bleibt er fast an einer Stelle in der Luft stehen.

So entdeckt er Mäuse auf dem Boden.


44. Gimpel

Seine rote Brust macht ihn im Winter leicht erkennbar.


45. Kohlmeise

Eine der häufigsten Vogelarten Deutschlands.

Ihr Gesang begleitet viele Waldspaziergänge.


46. Blaumeise

Klein, bunt und ständig in Bewegung.

Sie sucht Insekten zwischen Zweigen und Blättern.


47. Rotkehlchen

Kaum ein Vogel wirkt so zutraulich.

Seine orange Brust leuchtet schon von Weitem.


48. Zaunkönig

Winzig klein.

Aber unglaublich laut.

Sein Gesang gehört zu den kräftigsten aller heimischen Singvögel.


49. Gänsesäger

An Waldflüssen und Seen taucht dieser elegante Wasservogel nach Fischen.

Waldtiere entdecken – und was sie bedeuten. Biber beißen sich durch! Für die Kinder ist es beeindruckend, was für dicke Bäume die Biber durchbeissen können.

Foto (c) kinderoutdoor.de

50. Biber

Der größte Nager Europas verändert ganze Landschaften.

Mit seinen Dämmen entstehen neue Lebensräume für viele andere Tiere.


So erkennt ihr Tierspuren

Nicht immer zeigen sich die Tiere selbst.

Oft verraten sie sich durch ihre Spuren.

Darauf solltet ihr achten:

  • Fußabdrücke im Matsch
  • Federn
  • angenagte Zapfen
  • Nüsse mit Fraßspuren
  • Spechtlöcher
  • Gewölle von Eulen
  • Wildwechsel
  • Losung (Tierkot)

Für Kinder wird daraus schnell eine spannende Schatzsuche.


KinderOutdoor-Tipps für kleine Naturdetektive

  • Nehmt ein Fernglas mit.
  • Tragt Kleidung in gedeckten Farben.
  • Verhaltet euch leise.
  • Bleibt auf den Wegen.
  • Beobachtet Tiere mit Abstand.
  • Hinterlasst keinen Müll.
  • Notiert eure Entdeckungen in einem Naturtagebuch.
  • Fotografiert Spuren statt Tiere zu verfolgen.

Lustige Wald-Fakten

  • Ein Specht bekommt beim Hämmern keine Kopfschmerzen.
  • Eichhörnchen vergessen jedes Jahr Hunderte ihrer Nussverstecke.
  • Fledermäuse sehen besser, als viele denken.
  • Wildschweine können hervorragend schwimmen.
  • Ein Hirschkäfer kann fast so lang werden wie ein Kugelschreiber.

Fazit

Der Wald ist eines der spannendsten Klassenzimmer überhaupt. Hinter jedem Baum wartet eine neue Entdeckung. Wer langsam unterwegs ist und aufmerksam hinsört, sieht mit etwas Glück Rehe, Spechte oder Eichhörnchen. Mit Geduld lassen sich sogar seltene Tiere beobachten.

Für Kinder wird daraus eine Schatzsuche, bei der es keine Verlierer gibt. Selbst wenn sich kein Fuchs zeigt, gibt es immer spannende Spuren, Vogelstimmen oder kleine Krabbeltiere zu entdecken.

FAQ

Welche Waldtiere sehen Kinder am häufigsten?

Eichhörnchen, Rehe, Buntspechte, Rotkehlchen, Kohlmeisen und Waldameisen gehören zu den häufigsten Beobachtungen.

Wann lassen sich Waldtiere am besten beobachten?

Frühmorgens und in den Abendstunden sind viele Tiere besonders aktiv.

Braucht man ein Fernglas?

Nein. Viele Tiere lassen sich auch ohne Fernglas entdecken. Es hilft jedoch dabei, Vögel oder Rehe besser zu beobachten.

Darf man Wildtiere füttern?

Nein. Wildtiere finden in der Natur ausreichend Nahrung. Füttern kann ihnen sogar schaden.

Warum sollte man auf den Wegen bleiben?

So schützt ihr Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume. Außerdem sinkt die Gefahr, Jungtiere unbeabsichtigt zu stören.

Welche Tiere sind für Kinder gefährlich?

Wildschweine mit Frischlingen und Kreuzottern sollte man nur aus sicherer Entfernung beobachten. Grundsätzlich gilt: Wildtiere niemals bedrängen oder anfassen.

Was tun, wenn ein Jungtier allein ist?

Nicht anfassen! Viele Elterntiere sind in der Nähe und versorgen ihren Nachwuchs weiter.

Kann man im Wald Bären oder Wölfe sehen?

Wölfe leben wieder in einigen Regionen Deutschlands, bleiben Menschen jedoch fast immer fern. Bären kommen in Deutschland nur äußerst selten vor.

Wie verhalten sich Kinder richtig im Wald?

Leise sprechen, Tiere beobachten statt verfolgen, keinen Müll hinterlassen und Pflanzen nicht beschädigen.

Was macht einen Waldspaziergang besonders spannend?

Wer genau hinschaut, entdeckt nicht nur Tiere, sondern auch Spuren, Federn, Fraßreste, Höhlen, Pilze und unzählige kleine Naturwunder.