Wer mit Kindern durch den Wald spaziert, entdeckt oft mehr als nur Bäume. Ein Specht hämmert gegen einen Stamm, ein Eichhörnchen springt von Ast zu Ast und mit etwas Glück huscht sogar ein Reh durchs Unterholz. Doch welche Tiere leben eigentlich in unseren Wäldern? Wir stellen 50 spannende Waldbewohner vor, verraten, woran Kinder sie erkennen und geben viele Tipps für die erfolgreiche Tiersuche. Also: Augen auf, Ohren spitzen und los geht’s auf Safari im deutschen Wald!
Der Wald ist ein riesiger Abenteuerspielplatz
Für Kinder ist der Wald ein echtes Abenteuer. Hinter jedem Baum könnte sich ein Tier verstecken. Ein Rascheln im Laub, ein Klopfen an einem Baum oder ein Schatten zwischen den Farnen – schon beginnt das große Rätselraten.
Tatsächlich leben in deutschen Wäldern Hunderte Tierarten. Einige sind leicht zu entdecken. Andere zeigen sich nur mit viel Geduld oder in der Dämmerung. Genau das macht einen Waldspaziergang so spannend.
Das Schöne daran: Man braucht weder Fernglas für mehrere hundert Euro noch eine teure Kamera. Gute Augen, offene Ohren und etwas Geduld reichen meistens völlig aus.
Warum Tiere beobachten Kinder begeistert
Kinder lieben Geschichten. Und jedes Wildtier erzählt eine.
Warum trommelt der Buntspecht gegen den Baum?
Weshalb trägt das Eichhörnchen Nüsse durch den Wald?
Warum läuft der Fuchs nachts herum?
Wer solche Fragen beantwortet, macht aus einer Wanderung ein spannendes Naturerlebnis.
Ganz nebenbei lernen Kinder, Tiere zu respektieren und die Natur mit anderen Augen zu sehen.

foto (c) kinderoutdoor.de
1. Eichhörnchen
Das Eichhörnchen gehört zu den bekanntesten Waldtieren überhaupt.
Sein buschiger Schwanz dient als Balancierhilfe und gleichzeitig als warme Decke beim Schlafen.
Kinder erkennen es an:
- rotem oder braunem Fell
- buschigem Schwanz
- schnellen Sprüngen von Ast zu Ast
KinderOutdoor-Tipp:
Im Herbst sammeln Eichhörnchen fleißig Nüsse. Wer aufmerksam schaut, entdeckt manchmal kleine Verstecke.

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2. Reh
Viele Kinder nennen jedes größere Wildtier “Hirsch”.
Dabei ist das Reh deutlich kleiner.
Rehe leben meist am Waldrand oder auf Lichtungen.
Am frühen Morgen und kurz vor Sonnenuntergang steigen die Chancen auf eine Begegnung besonders.

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3. Rotfuchs
Der Fuchs gilt als schlau.
Tatsächlich ist er vor allem vorsichtig.
Tagsüber ruht er häufig in seinem Bau.
Mit etwas Glück entdeckt man seine Spuren auf matschigen Waldwegen.
4. Buntspecht
Kaum ein Waldtier hört man häufiger.
Das typische Klopfen entsteht nicht beim Fressen.
Der Specht trommelt auch, um sein Revier zu markieren.
Seine Zunge kann bis zu zehn Zentimeter lang werden.

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5. Wildschwein
Wildschweine besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn.
Mit ihrer kräftigen Schnauze wühlen sie den Boden nach Würmern, Wurzeln und Eicheln um.
Kinder sollten immer Abstand halten.
Vor allem Bachen mit Frischlingen verteidigen ihren Nachwuchs entschlossen.

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6. Dachs
Tagsüber schlafen Dachse tief unter der Erde.
Erst in der Dämmerung verlassen sie ihren Bau.
Der Dachs baut oft über viele Generationen hinweg riesige Höhlensysteme.
Manche besitzen dutzende Eingänge.
7. Hase
Der Feldhase lebt meist am Waldrand.
Seine langen Ohren helfen ihm dabei, Feinde früh zu entdecken.
Lustig:
Hasen können bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell laufen.
Da kommt kaum ein Mensch hinterher.

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8. Rothirsch
Der Rothirsch ist das größte heimische Wildtier Deutschlands.
Ein ausgewachsener Hirsch kann deutlich über 200 Kilogramm wiegen.
Während der Brunft im Herbst hört man sein lautes Röhren oft kilometerweit.

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9. Waldkauz
Der Waldkauz wird häufiger gehört als gesehen.
Sein Ruf gehört zu den bekanntesten Geräuschen der Nacht.
Anders als viele glauben, kann eine Eule ihren Kopf nicht komplett drehen.
Etwa 270 Grad sind jedoch möglich.
Das reicht völlig aus, um fast alles im Blick zu behalten.
10. Uhu
Der Uhu ist die größte Eule Europas.
Seine Flügelspannweite erreicht bis zu 1,80 Meter.
Trotz seiner Größe fliegt er fast lautlos.
Das macht ihn zu einem hervorragenden Jäger.
11. Maus
Ohne Mäuse gäbe es viele andere Waldtiere nicht.
Sie stehen auf dem Speiseplan von Füchsen, Eulen, Mardern und Greifvögeln.
Außerdem verbreiten sie Samen und helfen so dem Wald beim Wachsen.
12. Marder
Marder sind ausgezeichnete Kletterer.
Sie springen geschickt zwischen Ästen hin und her.
Manchmal besuchen sie sogar Dachböden oder Scheunen.
Im Wald bleiben sie dagegen meist unsichtbar.
13. Baummarder
Der Baummarder verbringt einen großen Teil seines Lebens in den Baumkronen.
Er jagt Eichhörnchen, Mäuse und Vögel.
Mit seinen kräftigen Krallen kann er sogar kopfüber einen Baum hinunterlaufen.
14. Igel
Viele denken beim Igel an den Garten.
Doch ursprünglich stammt er aus lichten Wäldern und Waldrändern.
Im Herbst frisst er sich eine dicke Fettschicht an.
Dann verschläft er den Winter.
15. Blindschleiche
Sie sieht aus wie eine Schlange.
Ist aber eine Echse.
Der Unterschied?
Die Blindschleiche besitzt bewegliche Augenlider.
Außerdem kann sie ihren Schwanz abwerfen, wenn ein Feind zugreift.
Das abgetrennte Schwanzstück zappelt weiter und lenkt den Angreifer ab.
Die Blindschleiche flüchtet in dieser Zeit.
KinderOutdoor-Tipps für kleine Tierforscher
Wer Waldtiere entdecken möchte, braucht keine Superkräfte.
Diese Tricks helfen:
- Früh morgens oder abends in den Wald gehen.
- Langsam laufen.
- Leise sprechen.
- Häufig stehen bleiben.
- Nicht quer durchs Unterholz laufen.
- Ein kleines Fernglas mitnehmen.
- Auf Federn, Fraßspuren und Fußabdrücke achten.
- Tiere niemals füttern.
- Hunde anleinen.
Ein lustiger Merksatz lautet:
“Wer laut ist, sieht meistens nur andere Wanderer.”
Wusstest du schon?
Der Wald ist niemals still.
Auch wenn man zunächst nichts hört, kommunizieren Tiere ständig miteinander.
Spechte trommeln.
Rehe bellen.
Füchse schreien.
Eulen rufen.
Wildschweine grunzen.
Wer sich fünf Minuten ruhig auf einen Baumstamm setzt, erlebt oft mehr als auf einer ganzen Wanderung.
Fortsetzung folgt mit Teil 2: Weitere 35 spannende Waldtiere, Tierspuren erkennen, Beobachtungstipps für Familien, lustige Wald-Fakten und eine ausführliche FAQ.

