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Kinder Skibergsteigen auf die Scheinspitze

Skitouren mit Kindern sollten möglichst sicher vor Lawinen sein. In den Ammergauer Alpen gibt es mit der Scheinbergspitze (1.926m) eine solche Tour. Diese ist aber unglaublich beliebt in der Skibergsteiger Szene. Abenteuerlich ist der drahtgesicherte Anstieg zum Gipfel. Diesen sollte nur unternehmen, wer trittsicher und schwindelfrei ist.

Mancher Schuss geht nach hinten los. 1985 gab es Plan, damals ist das Skibergsteigen noch einer kleinen Gruppe von Spezialisten vorbehalten gewesen, die Tourengeher in „geordnete“ Bahnen zu lenken. Premiere feierte dieses Projekt in den Alpen an der Scheinbergspitze. Doch die Berichterstattung über das Pilotprojekt führten genau zum Gegenteil: Nun erlangte dieser Berg einen hohen Bekanntheitsgrad. Besonders an Wochenende stehen sich hier die Tourengeher fast gegenseitig auf den Skiern. Los geht´s am Wanderparkplatz im Lindertal. Folgt einer Forststraße und beachtet bitte die Hinweistafeln vom Projekt „Skibergsteigen umweltfreundlich“. Haltet Euch links, wenn Ihr ein grünes Schild mit einem passiert. Überquert eine Brücke und auf einem Forstweg geht es bergauf.  Verlasst die Forststraße und bald koimmt Ihr wieder auf eine weitere Forststraße. Bleibt hier in westlicher Richtung und bald erreicht Ihr eine  Waldschneise . Über einen bewaldeten Höhenrücken geht es weiter bergauf. Bald steht Ihr im Freien und ihr gelangt zu einer Kuppe. Diese ist dem Gipfel vorgelagert. Wenn Ihr zum Gipfel wollt, haltet Euch links. Zuerst geht es durch eine Mulde und über einen steilen Anstieg geht es zum Gipfelgrat. Hier deponiert Ihr die Ski und steigt zu Fuß auf. Bitte tut dies nur, wenn Ihr tritt- und schwindelsicher seid.

  • etwa 4,5 Km lang
  • Schwierigkeit: leicht
  • Gehzeit: 2 3/4 Stunden zum Gipfel 3 1/4 Stunde

Kinder Skibergsteigen: Pisten Skitouren

Bergsteiger WissenBergsteiger Wissen kommt an einem Trend nicht vorbei: Pisten Skitouren. Diese sind derzeit bei Skibergsteigern richtig angesagt, denn auch im gesicherten und präparierten Raum kann man seiner Leidenschaft nachgehen. Wir geben hier einen Über­blick, wo Skitourenbegeisterte im SalzburgerLand am Rand der präparierten Hänge aufsteigen und später über offizielle Pisten abfahren können.

Hallein/ Bad Dürrnberg: Skitour zum Zinkenstüberl
Hierbei handelt es sich zwar um keine reine Pistenskitour, wohl aber um den Klassiker unter den Skitouren im Tennengau. Los geht’s am Parkplatz der Zinkenlifte Hallein-Bad Dürrnberg, nach rund einer Stunde und 15 Minuten erreicht man das 500 Meter höher gelegene Zinkenstüberl. Vor allem am Abend ein Genuss.

Faistenau in der Fuschlseeregion: Skitourenlehrpfad auf die Loibersbacher Höhe
Einsteiger Skitour mit Informationstafeln zum Verhalten im Gelände und alpiner Sicherheit. Start beim Parkplatz (gebührenpflichtig) Mitterholz (Keflau) im Ortsteil Tiefbrunnau, Faistenau. Abfahrt entlang des Anstiegs oder als Variante vom Gipfelkreuz nach Südosten dem breiten Rücken folgend.

Gaissau-Hintersee: Skitour auf das Wieserhörndl
Skitour mit Aufstieg direkt ab dem Parkplatz des Skiliftes Gaissau-Hintersee. Der markierte Weg führt am Rand der Piste entlang, die Abfahrt erfolgt über die Piste. Es besteht auch die Möglichkeit auf den Spielberg zu gehen. In den vergangenen Jahren wurde einiges in die passende Infrastruktur für Skitourengeher investiert. Wichtig: Nicht vergessen, die Parkgebühren zu entrichten.

Dachstein West: Von Rußbach auf den Hornspitz
Neue Skitourenroute (3,6 km; 630 hm), die vorbei an der Hornhütte bis zum Hornspitzgipfel führt und mit schönen Aussichten und einer präparierten Talabfahrt punktet. Ab Inbetriebnahme des Skigebietes begehbar. Eine unkomplizierte, rund eineinhalbstündige “Spritztour” auch für ambitionierte Einsteiger. Im neuen Atomic Touring Experience Center kann zudem Ausrüstung ausgeliehen werden.

Karkogel Abtenau: Pistentouren-Route auf den Karkogel
Die gekennzeichnete Route 7 (1,5 km; 400 hm) auf den Karkogel verläuft während des gesamten Weges gut abgegrenzt neben der Piste. Die übersichtlichen Hinweistafeln weisen die Pistentour bestens aus. Für die Abfahrt ist die Skipiste bis 17 Uhr geöffnet, danach ist die Aufstiegsroute auch zur Abfahrt zu nutzen.

Bergsteiger Wissen: Pistenskitouren im Pongau

St. Johann-Alpendorf:
Skitourenroute Hahnbaum
Die ausgewiesene Skitourenroute auf den St. Johanner Hausberg beginnt beim Übungslift Hahnbaum (kostenloser Parkplatz). Die Aufstiegs- und Abfahrtsrouten sind markiert und nachts gesichert.

Skitourenroute Alpendorf
Vom Skitourenparkplatz Heizwerk im Alpendorf geht es am linken Pistenrand Richtung Kreistenalm, weiter zur Obergassalm und an der Buchauhütte und Gernkogelalm vorbei bis zum Ziel, dem Gernkogel.

Gasteinertal:
Aktuell sind folgende Routen geöffnet:

  • ST 1 Gipfelsieg Sportgastein
  • ST 4 Jungeralm
  • ST 5 Stubneralm 
  • ST 6 Schlossalm-Aeroplan
  • ST 7 Schlossalm-Kamin

Abend-Pistenskitouren
Die Abend-Pistenskitour auf die Stubneralm ist immer dienstags und an bestimmten Abenden um den Vollmond geöffnet, die Abend-Pistenskitour am Graukogel jeden Mittwoch und Freitag sowie an Vollmondabenden.

Wagrain-Kleinarl: Skitour entlang „Rote 8er“
Start an der Talstation in Moardörfl/Wagrain. Der Aufstieg auf der ausgeschilderten Route erfolgt am linken Pistenrand, bei der Franzl Alm wird die Piste gequert. Nach der Mittelstation geht es am rechten Pistenrand weiter bis zur Bergstation. Die Abfahrt erfolgt auf der Piste „Rote 8er“. Ausrüstung kann beim Tourenski Testcenter an der Talstation ausgeliehen werden.

Flachauwinkl/Kleinarl: Skitourenrouten Shuttleberg / Mooskopf
Markierte Pistentouren entlang des Pistenrandes im Skigebiet Shuttleberg Flachauwinkl zum Mooskopf. Startpunkte sind in Flachauwinkl (Beginner Lift) und in Kleinarl (Bergstation Champion Shuttle). Geöffnet zu den Betriebszeiten des Shuttlebergs.

Eben/ monte popolo: Skitourenroute monte popolo Eben
Die ausgewiesene Skitourenroute startet bei der Talstation monte popolo und führt entlang der Piste bis zur Bergstation.

Obertauern:
Auch in Obertauern stehen Pisten-Skitouren zur Verfügung, z. B. rauf auf den Hundskogel, auf die Seekarspitze oder zum Grünwaldkopf-Seekareck.

Großarltal:
Seit dem Winter 2020/2021 bietet ein neuer Skitourenführer einen Überblick über alle Touren und Routen im Großarltal.

Bergsteiger Wissen: Pisten-Skitouren im Pinzgau

Saalfelden Leogang: Skitourenberg Biberg
Eine Fülle an Abfahrtsvarianten findet man am Biberg in Saalfelden. Der ehemalige Skiberg ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt und auch am Abend eine schnelle Tour wert.

Zell am See-Kaprun:
Skitourenrouten am Kitzsteinhorn
Die beiden Skitourenrouten „Eisbrecher“ und „Schneekönigin“ starten am Langwiedboden und bieten einen ausgeschilderten Aufstieg am Pistenrand, die Abfahrt erfolgt über die Pisten des Kitzsteinhorns. Da hier Liftbetrieb erforderlich ist, können beide Touren erst mit Eröffnung des Skigebiets begangen werden. 

Ronachkopf: das Skitourenparadies
Auch wenn es sich hier um keine klassische Pistenskitour handelt, darf der Ronachkopf in Thumersbach in dieser Sammlung nicht fehlen. Gegenüber von Zell am See, auf rund 1.350 Höhenmetern gelegen, ist dieser Berg ideal für alle, die ihre Skitour abseits der präparierten Pisten der Schmittenhöhe gehen möchten. Wintersportler erfreuen sich zudem am Ausblick auf die Schmittenhöhe, die Hohen Tauern und hinunter nach Zell am See.

Wildkogel-Arena:
Jeden Mittwoch findet ein Skitourenabend im neuen Aussichts-Bergrestaurant statt. Die Pisten sind extra dafür bis 21:30 Uhr geöffnet. Geführte Skitouren mit den Tauernguides sind jederzeit möglich.

Hochkönig:
In der Region Hochkönig locken mehrere Aufstiegsrouten und zwei Skitourenlehrpfade abseits der Pisten zum Skitourenvergnügen. Sobald die Bergbahnen offen sind, können diese benutzt werden. 

Salzburger Saalachtal: Tourenlehrpfad im Heutal
Der Tourenlehrpfad ermöglicht den Aufstieg auf einer vorbereiteten Aufstiegsspur, die Abfahrt erfolgt über die Skipiste. Einsteiger können auf insgesamt 7 Stationen ihre ersten Erfahrungen zum Skitourengehen sammeln.

Raurisertal: Markierte Skitourenrouten im Gebiet der Rauriser Hochalmbahnen
Der Aufstieg auf den 4 Routen erfolgt über markierte Aufstiegsrouten, die Abfahrt erfolgt über die Pisten.

Skitour mit Kindern: Die Vennspitze

Ein Skitour für Kinder die über eine gute Kondition und Bergerfahrung verfügen geht auf die Vennspitze (2.390 m). In den Tuxer Alpen liegt dieser schneesichere Berg. Hier lohnt sich eine Skitour zu unternehmen. Wer es auf den Gipfel schafft, den erwarten Blicke Herrliche Blicke ins Wipptal und zum östlich gelegenen Olperer. Bei jeder Skitour mit Kindern ist wichtig, den Lawinenlage- und Wetterbericht vor dem Start abzurufen.

Leichte Skitour ist ein etwas zweifelhaftes Attribut. Wer legt fest, was leicht ist beim Skibergsteigen? Eine völlig subjektive Wertung. Das Wort leicht oder Anfänger fällt oft im Zusammenhang mit der Vennspitze. Es sind nur gut 800 Höhenmeter bis zum Gipfel und oberhalb vom Gasthof Steckholzer geht es los. Zuerst über verschneite Wiesen und aufwärts zur Rodelbahn Padaun. Es folgt eine Schneise im Wald. Diese erinnert von ihrem Charakter an eine Skipiste. Es folgt ein kurzes Steilstück. Hier lohnt es sich die Aufstiegshilfe der Tourenbindung aufzuklappen. Durch übersichtliches Gelände geht es nun weiter bergan in ein gestuftes Kar. Über Geländestufen geht es hinauf zum Gipfel. Wer eine einsame Skitour sucht, ist hier jedoch ein wenig falsch am Platz. Tiroler und Südtiroler Skibergsteiger*innen sind an der Vennspitze unterwegs. Dieser Berg hat den Vorteil besonders Schneesicher zu sein. Im Idealfall sind hier von Dezember bis April Skitouren möglich. Vor allem der Gipfelhang ist lawinengefährdet.

  • Start: Parkplatz Padnaunsattel
  • Höhenmeter: 820
  • Einkehr: Gasthof Steckholzer
  • Tal: Valser Tal

Skitouren mit Kindern in den Vogesen

Skitouren mit Kindern in den Vogesen haben ihre guten Gründe. Die Gefahr von Lawinen ist in diesem französichen Mittelgebirge deutlich geringer, ebenso sind hier weniger Skitourengeher unterwegs als in den Alpen. Ein weiterer Vorteil von einer Skitour mit Kindern in den Vogesen: Diese Touren sind kürzer, technisch und konditionell weniger anspruchsvoll.

Bussang. Diese Gemeinde solltet Ihr kennen. Hier entspringt nämlich die Mosel (franzöisch: La Moselle). Dort gibt es auch ein aufgelassenes Skigebiet. Es führt Euch auf den Tête de la Bouloie. Los geht es am Parkplatz von Bussang. Hier könnt Ihr noch nicht die Ski anschnallen, aber keine Sorge von den Einwohnern sieht Skitourengeher niemand schräg an. Die sind diesen Anblick inzwischen gewohnt. Haltet Euch auf der Avenue de la Gare bis zur Ru de Lamerey und folgt Ihr in Richtung Süden. Bald habt Ihr den Ortsrand von Le Breuil erreicht. Hier schnallt Ihr die Ski an. Haltet Euch nun bergauf Richtung Hotel La Bouloie. Passiert es und über die ehemalige Skiabfahrt steigt Ihr zum Gipfel vom Tête de la Bouloie auf. Dort oben bietet sich ein grandioser Blick auf die junge Mosel im Tal. Auf demselben Weg wie Ihr aufgestiegen seid, kommt Ihr wieder zurück.

  • Skitour: Tête de la Bouloie
  • Höhenmeter: 560
  • Dauer: etwa zwei Stunden
  • charakter der Tour: einfach
Skitouren für Kinder führen auch auf verschneiten Forstwegen entlang und trotzdem haben die Outdoorkids ihre Freude daran.
foto (c) kinderoutdoor.de

Skitouren mit Kindern in den Vogesen: Auf den Mount Everest

Der höchste Berg der Vogesen ist der Grand Ballon. Auf ihn führen einige Skitouren. Wir wählen die Variante von Altenbach aus. Stellt in dem kleinen Dorf das Auto ab und haltet Euch am Chemin du Grand Ballon. Ein Forstweg bringt Euch nach dem Dörfchen bergauf. Bald erreicht Ihr eine große Lichtung: Den Bienenwald. Nicht den linken Forstweg nehmen, sondern steigt weiter rechts auf zur Route des Cretes. An Ihr entlang kommt Ihr zum Robert Redslob Monument (er ist ein deutsch franzöischer Staatsrechtler gewesen). Moderat geht es zum Gipfel des höchsten Berges der Vogesen: Den Grand Ballon. Ihr steht nun auf 1.424 Meter mit einer malerischen Radarkuppel und Sendemasten. Auf dem gleichen Weg kommt Ihr wieder zurück nach Atenbach.

  • Skitour: Grand Ballon
  • Höhenmeter: 710
  • Dauer: etwa zwei einhalb Stunden
  • Charakter der Tour: einfach

Kinder Outdoor Skitour zum Ellmauer Tor

Eine Kinder Outdoor Skitour die Euch, wenn das Wetter passt, eines der grandiosesten Panoramen im Wilden Kaiser bieten kann. Manchem Skibergsteiger ist diese Tour zu kurz, doch wer entsprechend fitte Kinder hat die auch gut abfahren können, ist hier richtig. Wichtig ist bei der Kinder Outdoor Skitour: Holt Euch bitte vorher den Lawinenlagebericht ein. Fällt dieser entsprechend kritisch aus, bleibt im Tal.

Den Bergdoktor kennt wohl jeder. Selbst jene, die sich diese unsägliche TV Serie nicht ansehen. Ein Teil von dieser Tele-Schmonzette spielt auch am Wilden Kaiser. Wer keinen Bergdoktor und seine Dienste benötigen will, der startet zu der heutigen Kinder Outdoor Skitour nur wenn:

  • keine Lawinengefahr besteht
  • die Ausrüstung optimal ist
  • die Kinder fit sind
 

 

Los geht es standesgemäß an einem Parkplatz. Nehmt den vor der Wochenbrunner Alm. Zuerst steigt Ihr norwärts auf einer zugeschneiten Straße auf. Folgt der Straße bis zur DAV Gaudeamushütte auf 1.270 Metern Höhe. Seit 120 Jahren gibt es diese urige Unterkunft in den Tiroler Bergen. Wenn Ihr dort angekommen seid, befindet Ihr Euch bereits im Kübelkar. Jetzt heißt es die erste steile Stufe zu überwinden. Deshalb ist die heutige Skitour nur für Kinder gedacht, die bereits einige Erfahrung auf den Tourenski haben. Hier heißt es lange queren. Entsprechende Spuren in denen Ihr aufsteigen könnt findet Ihr sicher, denn diese Tour ist beliebt. Der Boden vom Kübelkar ist erreicht und Ihr könnt Euch kurz erholen, denn die nächste steile Stufe wartet wieder auf Euch. Hier haltet Ihr Euch ebenfalls rechts. Manche fragen sich nach dieser anstrengenden Etappe wann endlich der Felsensattel erreicht ist?

Blick hinauf von der Mulde zum Ziel: Dem Ellmauer Tor. foto (c) kinderoutdoor.de

Wenn Ihr eine Mulde durchquert habt, liegt bereits der finale Hang vor Euch. Rauf und Ihr seid oben auf dem Felsensattel angekommen. Ein Aufstieg zum Goinger Halt ist mit Kindern auf keinen Fall zu empfehlen. Den Ausblick vom Ellmauer Tor zieht Euch die Felle von Ski! Rings um Euch türmen sich Felsenmassive auf und im Süden grüßen wie aus einem Prospekt für Touristen die Hohen Tauern. Grandios! Da freuen sich alle auf die Abfahrt.

  • Länge der Skitour: 7,5 Km
  • Höhenmeter Aufstieg: 930
  • Höhenmeter Abstieg: 930
  • Dauer: 3 Stunden
Grandioser Ausblick vom Ellmauer Tor, wenn nur die Wolke nicht wären…..foto (c) Kinderoutdoor.de 

Skitour mit Kindern: Der Alpkopf ruft!

Eine Skitour mit Kindern sollte weder Euch noch die kleinen Skibergsteiger an ihre Grenzen bringen. Eine solche Skitour für die Familie haben wir in Berwang (Tirol) gefunden. Der große Vorteil für alle die es etwas entspannter haben wollen: Mit dem Lift lassen sich zwei Drittel vom Aufstieg zurücklegen. Außerdem ist der 1.802 Meter hohe relativ sicher was Lawinen angeht. Doch das Wichtigste: Es gibt dort den, wahrscheinlich, schönsten Blick auf den höchsten Berg Deutschlands! 

„Weils Schifoan is‘ des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll’n kann!“ heißt es in der Skifahrer-Hymne von Wolfang Ambros. Mit leiwand meinen die Österreicher, dass etwas richtig großartig ist. Ein Superlativ das kaum noch zu steigern ist, so wie der Schifoan Song von Wolfgang Ambros. Wer mit den Kindern die Skipisten verlässt und auf eine Tour geht, der hat auch dieses besondere Gefühl vom Skifahren. Wichtig ist, dass Ihr Euch nur abseits der präparierten Abfahren bewegt, wenn Ihr Euch den Lagebericht zur Situation der Lawinen vor Ort eingeholt habt. Ebenfalls sollte die Ausrüstung stimmen und Ihr sowie die Kinder über eine entsprechende Kondition verfügen. Bei dem Alpkopf ist wichtig, dass Ihr auch über kontrolliert abfahren könnt. Besonders die Abfahrt vom Gipfel hat es in sich. Im schlimmsten Fall hilft hier nur: Ski abschnallen und diese Passage zu Fuß absteigen. Aber beginnen wir von vorne. Der Start befindet sich mitten im Bergdorf Berwang. Ein Schneeloch. Dank seiner Höhenlage hält sich der Schnee in diesem Endtal lange. Am Parkplatz beim Skilift Sunjet zieht Ihr die Felle auf. Zwei Möglichkeiten gibt es, auf den Gipfel zu kommen: Wer an der Piste beim Bärenbad zum Jägerhaus aufsteigen möchte hält sich links in den Wald und bleibt konsequent am Rand der Piste. Das gilt auf für jene, die über die Piste am Sunjet aufsteigen. Sie passieren das Berggasthaus Jägerhaus und weiter bergauf zur Hochalm. Auf halben Weg dorthin kommt für wenige hundert Meter eine sehr steile Passage. Am Waldrand geht es weiter bis zum Höhenrücken der Hochalm. Hier sind auch die Bergstationen der Sonnalpbahn und der Almkopfbahn.

 

 

Skitour mit Kindern: Die Abbiegung ins Abenteuer!

Dort haltet Ihr Euch links und steigt in den Wald. Die Spur ist kaum zu verfehlen. In sanften Anstiegen geht es durch den Forst auf einem verschneiten Waldweg bergan. Bald erreicht Ihr ein Plateau mit einer Bank und einem Wegweiser zum Alpkopf. Jetzt beginnt der schwierige Teil unserer Tour. In unwegsamen Gelände gilt es älteren Spuren hinauf zum Gipfel zu folgen. Bitte achtet auf die Sträucher und kleinen Bäume. Bald kommt Ihr bei einer Wetterstation an. Von hier seht Ihr wunderbar die Zugspitze und die Bleispitze. Jetzt noch den finalen Aufstieg zum Gipfel. Dort seht Ihr die Hohglbergspitze, Heiterwang im Tal, Berwang, den Thaneller und viele andere beeindruckende Berge. Beeindruckt sind auch manche von der bevorstehenden Abfahrt. Hier ist es wichtig, dass alle Ihre Ski beherrschen. Wer sich unsicher ist, schnallt die Ski ab und steigt bis zu dem Aussichtsplateau mit der Ruhebank ab. Dort die Brettl wieder anschnallen und durch den Forstweg abfahren. Der Rückweg ist identisch mit dem Aufstieg. Genießt die rasante Fahrt auf der Piste. Sie führt Euch wieder hinunter nach Berwang. Dort wo Ihr Euch zuvor langsam den Berg hochgekämpft habt, lasst brettert Ihr nun flott dahin. Schnell stellt sich eine gewisse Euphorie ein. Feine Schneekristalle stauben hinter den Ski hoch. An der steilen Passage oberhalb vom Jägerhaus stellt sich ein Brennen in den Oberschenkeln ein. Schließlich wollen die Höhenmeter auch auf sich aufmerksam machen. Am Parkplatz mitten in Berwang wieder angekommen kommt den Kindern und Erwachsenen der alte Song von Wolfgang Ambros in den Sinn: „Weils Schifoan is‘ des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll’n kann!“

 

Kinder Skitouren in Osttirol

Kinder Skitouren lassen sich in Osttirol gehen. Wichtig ist aber, dass Ihr bergerfahren und optimal ausgerüstet seid. Skitourismus und Naturschutz stehen vielerorts nicht immer im Einklang. Dass es auch anders gehen kann, zeigt Osttirol. Die Region stellt mit ihren 266 Dreitausendern ein Paradies für Skibergsteiger dar. Damit das auch so bleibt, werden bereits Kinder und Jugendliche für einen achtsamen Umgang mit der Natur sensibilisiert. 

Martin Rainer, Leiter des Osttiroler Alpinkompetenzzentrums, weiß um den Boom, den Skitourengehen gerade in den letzten Jahren erfahren hat und auch um die Problematik, die dieser Trend nach sich zieht: „Die Nutzung der Natur ist ein Privileg, der achtsame Umgang mit ihr liegt uns in Osttirol daher ganz besonders am Herzen.“ Konkret bedeutet das: „Alpine Kompetenz, die ausdrücklich den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur einschließt, wird unterrichtet. Bei den sogenannten Winter Life Camps wird bereits Kindern im Schulalter Achtsamkeit und Rücksicht gegenüber der Natur vermittelt. „Nur so können wir den sensiblen Umgang mit unseren einzigartigen Ressourcen garantieren“, mahnt Martin Rainer. Eine wichtige Rolle fällt dabei den einheimischen Bergführern zu: „Anders als im Sommer, sind die „Wanderwege des Winters“, also die Skitourenrouten, vergänglich. Unsere Aufgabe ist es daher, frühmorgens die erste Aufstiegsspur im frischen Schnee so anzulegen, dass sensible Naturzonen umgangen werden und wir gleichzeitig die größtmögliche Sicherheit für Skitourengeher gegen alpine Gefahren gewährleisten können“, erklärt Egon Kleinlercher, Obmann des Osttiroler Berg- und Skiführerverbandes.Bergsport bietet eine unvergleichliche Fülle an Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Einheimische wie auch Gäste können von Osttirols Bergwelt und der alpinen Kompetenz vor Ort profitieren und außergewöhnliche Abenteuer erleben. Und dabei soll in Osttirol ausdrücklich niemand ausgeschlossen sein, aber für einen gewissenhaften Umgang mit der Natur sensibilisiert werden.

Skitourengehen mit Kindern: Gemeinsam statt gegen die Natur

Die Aufstiegsfelle unter die Skier geschnallt, geht es beim Skitourengehen aus ureigener Kraft nach oben. Auf den kräftezehrenden Aufstieg folgt der krönende Höhepunkt: Die Abfahrt durch jungfräulichen Pulver- oder zischenden Firnschnee. Skitouren im ungesicherten Terrain erfordern, deshalb ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Risikokompetenz: Das Skiabenteuer will daher gelernt sein – Einsteiger machen ihre ersten Gehversuche deshalb am besten auf der Piste, in einem der Osttiroler Skigebiete, die spezielle Tourenkarten anbieten. Außerdem: Naturnutz und Naturschutz liegen auf einer Skitour im freien Gelände eng beieinander. Wer umweltverträglich unterwegs ist, beachtet Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere. In Osttirol ist man sich dieser Verantwortung gegenüber der Natur seit jeher bewusst. Und trotzdem werden restriktive Maßnahmen vermieden. Das Potenzial sanfter Tourismusstrukturen wird aufgezeigt und mit speziellen Angeboten gefördert. Wie im Villgratental: Seit 2015 entwickeln die Dörfer Außer- und Innervillgraten im Rahmen des Projektes „Bergwelt Tirol miteinander erleben“ eine naturverträgliche Form des Skitourengehens, die auf die Ansprüche aller Naturnutzer in diesem Raum Bedacht nimmt.

Skitouren mit Kindern: Am besten mit Bergführer

 

Für einen Skitourengeher, der angeleitet von einem Bergführer erstmals den Schritt ins Gelände wagt, wird die erste Skitour ein emotional nachhaltiges Erlebnis sein. Und die Profis? Versierte Skitourengeher, die sich bereits erfahrene Alpinisten nennen dürfen, finden in Osttirols Bergwelt einen schier endlosen Spielplatz. Eine ganz besondere Herausforderung: Die Skiroute Hoch Tirol. Bei dieser überaus anspruchsvollen Hochgebirgsdurchquerung werden mehr als 18.000 Höhenmeter und 140 Kilometer in sechs Tagen bewältigt. Die Tour startet in Kasern in Südtirol und führt in fünf Etappen über die eindrucksvollen Gletschergipfel der Venediger- und Glocknergruppe ins alpine Herz Osttirols, wo neben dem Großen Geiger und Großvenediger final auch Österreichs höchster Berg, der 3.798 Meter hohe Großglockner, bestiegen wird. Übernachtet wird bei diesem einzigartigen Abenteuer natürlich nicht im Tal, sondern auf bewirtschafteten Schutzhütten in über 2.000 Metern Höhe.

Skitour mit Kindern in Südtirol: Hinauf zur Kuhleitnhütte

Eine Skitour mit Kindern in Südtirol führt Euch auf einer relativ sicheren Route hinauf zur Kuhleitnhütte auf 2.355 Metern Höhe. Ihr befindet Euch dann mit den Kindern zwischen dem Ifinger (2.581 m) und dem markanten Plattinger (2.615 m). Der große Vorteil an dieser Skitour mit den Kindern: Ihr seid hauptsächlich im sicheren Gelände unterwegs. 

 

 
Im Sommer bin ich diese Tour schon einmal gegangen. Von der Kuhleitnhütte ging es weiter zum einzigartigen Kratzbergsee. Dieses Gewässer erinnert mehr an Skandinavien, als an Südtirol. Los geht die Tour in Falzeben. Vorbei an der Umlaufbahn und dort zieht Ihr die Steigfelle auf. Schnallt die Ski an und haltet Euch auf dem Wanderweg mit der Nummer 14. Geht links an der Seilbahn vorbei. Parallel führt Euch der ausgewiesene Weg hinauf zur Zuegghütte. Teilweise steigt Ihr durch den verschneiten Forst auf, teilweise führt die Route am Waldrand entlang. An einem kleinen See haltet Ihr Euch rechts und passiert die Zuegghütte. Unterquert die Umlaufbahn und steigt an der Sommerrodelbahn vorbei. Wenige hundert Meter oberhalb von Euch liegt die Bergstation und der Berggasthof Piffing. Folgt den blauen Schildern zur Kuhleitnhütte. Auf dem präparierten Winterweg, er verläuft in Sichtweite zum Skilift Piffing, geht es weiter  zur Waidmannalm.Wer technisch versiert ist, der geht direkt auf die Kuhleitnhütte zu. Dazu müsst Ihr aber die Spitzkehren beherrschen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der bleibt weiter auf der ausgeschilderten„Kuhleiten-Route“. Sie ist zwar etwas länger als die direkte Route, aber technisch und konditionell leichter.
Skitour mit Kindern in Südtirol: Hinauf zur Kuhleitnhütte.
foto (c) kinderoutdoor.de
 
Skitour mit Kindern in Südtirol: Runter kommen sie immer
 
Ein großes Problem für viele Kinder ist es, wenn sie bei der Skitour im unpräparierten Gelände abfahren müssen. Mit dem tiefen Schnee kommen die Kleinen oft nicht zurecht. Anders ist es bei unserer heutigen Skitour mit Kindern in Südtirol: Ihr fahrt auf der Piste ab. Über die Sankt Oswald Piste geht es auf dem Skiweg rüber zur Rotwandhütte. Von hier fahrt Ihr über die Zuegghütte ab und weiter zum Startpunkt in Falzleben. Hier kommt kein halbwegs passabler Skifahrer an seine Grenzen. Wichtig ist, dass Ihr als Skitourengeher bei dieser Tour ein paar Dinge beachtet. Am Donnerstag sowie Freitag gibt es keine Präparierung entlang der Kuhleiten-Route. von 17.3o Uhr bis 23.00 Uhr können die Alpinisten aufsteigen. Wichtig ist, dass Ihr spätestens um 23 Uhr wieder in Falzboden angekommen sein müsst. Es ist lebensgefährlich auf der Piste unterwegs zu sein, wenn diese präpariert wird. In Südtirol ist es auch wichtig zu wissen, dass der Aufstieg auf der Piste oder  der Schlittenabfahrt verboten ist. Egal zu welcher Tageszeit. Pistenfahrzeuge haben Vorrang und haltet Abstand zu diesen PS-Boliden. Wenn Ihr in der Dunkelheit aufsteigt oder mit den Kindern abfahrt: Schaltet die Stirnlampen ein und tragt Kleidung die reflektiert. Wenn Ihr eine Piste überquert, geht entsprechend vorsichtig vor. Für Einsteiger ist die Tour mit den Kindern ideal.

Skitouren mit Kindern. Das gehört eingepackt:

  • Steigfelle
  • LVS-Gerät
  • Lawinensonde
  • Lawinenschaufel
  • Harscheisen
  • Wechselwäsche
  • Helm
  • Sonnenschutz
  • Sonnenbrille
  • Erste Hilfe Set
  • Gebietskarte
  • Kompass
  • Warme Handschuhe
  • Warme Mütze
  • Verpflegung
  • Trinken
  • Kabelbinder (die Retter in vielen Nöten!)
  • Aufs Smartphone: App von Alpenkalb, Ortovox oder Mammut

Outdoor Wissen: Skitourenbindungen und Felle

Outdoor WissenZum Outdoor Wissen gehört auch, sich mit Bindungen und Steigfellen zu beschäftigen. Diese beiden unscheinbaren Teile sind unentbehrlich beim Skibergsteigen. Worauf Ihr achten solltet , wenn Ihr zum ersten Mal auf Tour geht, dazu geben zwei anerkannte Experten wertvolle Tipps.

Ski, Schuh und Bindung bilden beim Tourengehen eine Einheit. Welche Bindung für welchen Einsatz – und muss das Setup immer superleicht sein? Nicht unbedingt, sagt Stefan Burki, Leiter Marketing bei Fritschi Swiss Bindings. Vielmehr geht es um das passende Setup. Wir haben uns darüber mit dem Tourenbindungsexperten unterhalten.

Nicht erst seit Corona zieht es immer mehr Menschen auf Skitour. Was sind deine Tipps, wenn sich ein Skitourenneuling ausstatten möchte? Worauf kommt es bei Einsteiger wirklich an?
Stefan Burki: Sicherheit zuerst! Das gilt nicht nur für die umfangreiche Ausrüstung. Damit die Skitour zum Genuss wird, ist das Bewusstsein bezüglich der Risiken im freien Gelände die wohl wichtigste Voraussetzung. Neulinge wenden sich dazu am besten an einen Profi, denn besonders die Handhabung der Sicherheitsausrüstung will gelernt sein. Bergschulen und Fachhändler verleihen Skitourenausrüstungen. Nach den ersten eigenen Erfahrungen fällt es leichter, die Ausrüstung anzuschaffen, welche den persönlichen Bedürfnissen entspricht.

Oft hat man den Eindruck, bei Skitourenmaterial geht es nur um Leichtbau. Das ist ja nicht unbedingt immer massentauglich, oder?
SB: Ich teile die angesprochene Meinung, dass mit dem Fokus auf nur leichtes Gewicht konzipierte Produkte in der Handhabung entsprechende Erfahrung erfordern und bezüglich Sicherheit und Dauerhaftigkeit an Grenzen stossen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Produkte mit einem optimalen Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung. Schlussendlich geht es um die persönlichen Bedürfnisse und es liegt in der Natur der Sache, dass eine Skitourenausrüstung möglichst leicht sein soll.

Welche Zielgruppe sprecht ihr denn mit der neuen Fritschi Tecton an. Für wen habt ihr diese Bindung entwickelt? 
SB: Mit der Tecton sprechen wir die Powder- und Powerfans an. Sie erfüllt die Wünsche der abfahrtsorientierten Community, welche die Traumhänge leicht mit eigener Muskelkraft erreichen und keine Kompromisse im Abfahrtserlebnis eingehen will.

Wo unterscheidet sie sich vom Vorgängermodell?
SB: Neu werden Carbon verstärkte Hightech-Kunststoffe eingesetzt, in der Folge ist die Tecton noch stabiler und langlebiger geworden. Technische Optimierungen machen sie noch zuverlässiger und darüber hinaus verleiht ihr das neue Design einen kraftvollen Charakter.

Fritschi stellt seine Bindungen zu 100% in der Schweiz her. foto (c) Fritschi

Wo setzt ihr euren Schwerpunkt in der Bindungskollektion? Gewichtsersparnis oder Stabilität?
SB: Fritschi setzt den Schwerpunkt auf die Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Funktionalität und Material. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass schlussendlich spezifisch angepasste Technologien gefragt sind, deshalb bieten wir für jedes Modell eine auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Technologie. Zum Bespiel spricht die Tecton mit einer Pin-Fronteinheit und einem Alpinbacken, wie erwähnt, die abfahrtorientierte Community an, während die leichte Xenic den ambitionierten Spezialisten abholt, für den es wichtig ist, kraftsparend unterwegs zu sein.

 
Foto: Domi Tauber/Contour
 

Outdoor Wissen: Skitourenfelle – Steigen und gleiten

Einfaches Handling und guter Grip beim Aufsteigen oder schnelles Gleiten und geringes Gewicht? Werner Koch, Geschäftsführer bei Koch alpin, sagt, worauf Beginner und Fortgeschrittene beim Kauf von Skitourenfellen achten sollten. Und er gibt Tipps zur Fellpflege.

Nicht erst seit dem vergangenen Corona-Winter finden mehr Menschen gefallen am Skitourengehen. Welches Fell empfiehlst du einem Tourenneuling?
Werner Koch: Das Thema Felle finden im Beratungsgespräch zu Unrecht meist wenig Beachtung. Gerade für EinsteigerInnen machen Probleme mit dem Fell das großartige Erlebnis der ersten Skitouren schnell zunichte. Für den Anfang sind solide Steigeigenschaften und unkompliziertes Handling wichtiger als schnelles Gleiten und geringes Gewicht. Unser hybrid mix Fell ist da eine ideale Wahl, den es bietet ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen sicherem Grip und gutem Gleiten, ist dabei anwenderfreundlich ohne Kraftaufwand zu trennen und einfach zu verstauen und bietet eine lange Lebensdauer, die gerade im Einsatz am Pistenrand Vorteile bietet. Auch das exakte Zuschneiden an der Skikante gelingt hier mühelos.

Worin unterscheiden sich denn High-End- und Einsteigerfelle?
WK: Ich würde hier keinen Wiederspruch sehen, denn der Einsteiger ist der Kunde mit den höchsten Ansprüchen. Hier muss das Material auch ohne viel Erfahrung und Improvisationstalent funktionieren, damit die Freude am Tourengehen erhalten bleibt. „Tourenfüchse“ legen eher Wert auf gutes Gleiten und sind bereit, die Felle öfters zu ersetzen. Für besonders leichte und gut gleitende Mohair Felle ist eine saubere Gehtechnik von Vorteil, kein Problem mit etwas Erfahrung aber oft zu viel Herausforderung für Einsteiger.

Sobald man sich mit einer Neuanschaffung auseinandersetzt, kommt schnell die Frage nach dem Materialmix auf, wie wichtig ist aber die Fellbefestigung am Ski oder Board?
WK: Wesentlich ist hier das Ausprobieren beim Kauf, das vermeidet böse Überraschungen daheim oder noch schlimmer, beim ersten Einsatz. Angepasst an die Dicke der Ski bietet contour zum Beispiel unterschiedliche tail clips. Die enorme Vielfalt an shapes heutiger Splitboards ist ebenfalls eine Herausforderung für viele Standard-Felle. Also: beraten lassen und beim Kauf prüfen, ob auch wirklich alles sauber sitzt. Kleiner Tipp: Bei Ski mit Kunststoff-Enden lassen sich die Kerben kinderleicht mit einem Teppichmesser an die Breite der Fell-Clips anpassen.

Jetzt vielleicht noch ein Tipp von dir für ein immer gut klebendes Fell auf Tour mit mehreren Aufstiegen.
WK: Felle mögen gepflegt werden! Den Haftkleber klassischer Klebefelle rechtzeitig auffrischen, am besten mit dem Transfer-Tape zum Aufbügeln. Bei hybrid Fellen nimmt die Klebrigkeit infolge Verschmutzung ab, gründliche Reinigung mit dem hybrid Reinigungstuch oder -spray schafft hier schnell und nachhaltig Abhilfe und verhindert Haftungsprobleme, bevor sie unterwegs auftreten. Wichtig ist es, den Skibelag vor dem Auffellen gründlich abzuwischen.