Radtouren mit Kindern in den Niederlanden: Was für eine Gouda!

Radtouren mit Kindern in den Niederlanden und die ganze Familie erlebt, wie entspannt ein Radurlaub sein kann. In unserem Nachbarland gibt es mit dem Fahrrad viel zu entdecken: Eine besondere Natur, viel Kultur und malerische Städte. Eigentlich das gelobte Land für Familien die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind, gäbe es da nicht immer wieder mal den Gegenwind…Wir haben auch eine praktische Packliste für Euch zusammengestellt

Eigentlich sind die Deutschen den Niederländern zu Dank verpflichtet. Nein, nicht wegen den spannenden Fußballabenden, sondern sie nahmen vor über 100 Jahren einen besonderen Gast auf. Am Ende des Ersten Weltkrieges machte sich Kaiser Wilhelm II aus den Staub. Vornehm gesagt, er ging in sein Exil in den Niederlanden. Damit endete die Monarchie in Deutschland. Kaum jemand weint dieser Zeit nach. In der Region Utrecht fand Wilhelm II standesgemäß auf einem Schloss “Haus Doorn” Unterschlupf.

Laut der neuesten Studie der niederländischen Fahrradstiftung „Fietsplatfom” darf sich die Region Utrecht über viereinhalb von fünf Sternen freuen und sich damit eine „echte Fahrradregion“ nennen. Die Fietsplatform vergibt die Sterne auf Grundlage der Breite des Angebots für Radfahrer in den jeweiligen Provinzen des Landes. Vor Kurzem war die Provinzhauptstadt Utrecht bereits in den Schlagzeilen, als sie Ende August 2019 die größte unterirdische Fahrradgarage der Welt eröffnete – ein Parkhaus auf drei Etagen mit Stellplätzen für 12.500 fietsen

Doch die Provinz Utrecht ist nicht nur auf dieses Rekordbauwerk am Utrechter Bahnhof stolz, auch ihre Radwege können sich sehen lassen. Sie sind ausgezeichnet ausgeschildert, und anhand des (übrigens landesweiten) Fahrradknotenpunkt-Netzwerks kann man sich seine individuelle Tour zusammenstellen. Von Knotenpunkt zum nächsten knooppunt bewegt man sich etwa auf der „Holländischen Wasserwerke-Route” vorwärts und entdeckt auf der 30 Kilometer langen Tour entlang der Neuen Holländischen Wasserlinie Forts und Verteidigungswerke. „Auf den Spuren Kaiser Wilhelms” folgt man etwa über 33,3 Kilometern der Geschichte des deutschen Kaisers im niederländischen Exil. Ganz neu ist die Route „Bauernkäse und Hexenwaage”, die über 29 Kilometer an Regional- und Käsemarkt, Bauernhöfen mit Hofläden, Hexenwaage und Taumuseum in Oudewater vorbeiführt. Weitere Touren in der Provinz Utrecht unter: www.routeninutrecht.de mit GPX-Download und Routenkarte mit Fahrradknotenpunkten und Kurzbeschreibungen.

Unter dem Meeresspiegel radeln

Die Provinz Flevoland (nicht zu verwechseln mit dem Legoland) bestand einst nur aus Wasser, nach der Trockenlegung ist das Gebiet der größte Polder in der Welt. Sechs Meter unter dem Meeresspiegel (NAP) finden Besucher ein einzigartiges, von Menschenhand geschaffenes, noch stets wasserreiches Gebiet mit besonderer Geschichte, junger Natur sowie inspirierender Kunst und Architektur. Die neue Polderlandschaft in Flevoland war auch ein geeigneter Ort für großangelegte und monumentale Kunstprojekte – sogenannte Landart. Internationale Künstler spielten mit den Proportionen innerhalb der Landschaft, sie schufen teilweise meterhohe Kunstwerke, die aus dem Grün herausragen. Auf vier Radrouten, die mit Knotenpunkten ausgeschildert sind, können Touristen die Provinz und die Landart-Kunstwerke entdecken: die kürzeste ist 29 Kilometer lang und führt in einem Rundkurs über den Nordostpolder von Hotel Saaze in Kraggenburg (Knotenpunkt 3) aus wieder zurück. Die längste Tour ist 50 Kilometer lang und führt rund um die moderne Architekturstadt Almere und entlang von zwei Landart-Kunstwerken, „Polderland garden of Love and Fire“ und die „Groene Kathedraal“ (Grüne Kathedrale). Start ist bei Knotenpunkt 85 (Nähe Landgoed De Kemphaan).

Mit Fahrrad und der starken Eemlijn

Der Nationalpark Arkenheem-Eemland nördlich von Amersfoort (Provinz Utrecht) ist mit seiner offenen, weiten und flachen Landschaft ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Mitten durch den Nationalpark tuckert die „Eemlijn” – von Amersfoort im Süden über Soest, Baarn und Eemdijk bis nach Spakenburg oder Huizen. Der besondere Service: Fahrräder sind an Bord willkommen!

Auf 18 Kilometern schlängelt sich die Eem durch die Landschaft; diese Flussroute und die Binnenseen Eemmeer (Spakenburg) bzw. Gooimeer (Huizen) befährt die „Eemlijn” im Liniendienst. Der Fahrradmitnahme-Service macht eine Radtour im Nationalpark noch komfortabler. Radfahrer können sich (auch kurzfristig) entscheiden, welche Strecke sie selbst radeln und wo sie sich einfach auf dem Boot einschiffen und von dort aus die Natur betrachten wollen. Da kein Weg, keine Straße die Eem entlangführt, der Fluss selbst für Radfahrer und Wanderer unerreichbar ist, ist die Fahrt mit dem Schiff wirklich noch ein Naturgenuss. Ein- und Ausstieg ist an verschiedenen Orten möglich; in der Hochsaison (15. Juni bis 14. September) fährt die Fähre täglich einmal hin und zurück.

Fietsboot Eemlijn, www.eemlijn.nl/german/, Tel.: +31 6 51 94 22 79, an Bord Snacks und Getränke, eigene Verpflegung darf mitgebracht werden, Ein- und Ausstiege in Amersfoort, Soest, Baarn, Eemdijk und Spakenburg bzw. Huizen, 15. Juni–14. Sept. tgl., ab 15 Sept. nur mittwochs bis sonntags, Zustieg 2 € (1 €), jede Teilstrecke 2 € (1 €), Fahrräder 2–3 €.

Mountainbiken in den Niederlanden

1987 kam die Single “In the dutch mountains” von der Band “The Nits” in die Plattenläden. Niederlanden und Berge, dass schließt sich für viele aus. Auch für abenteuerlustige Naturen gibt es Angebote: Mountainbiker können ihre Kletterfähigkeiten auf dem VAM-Berg bei Wijster (Provinz Drenthe) austesten. Verschiedene Mountainbike-Pfade führen die Fahrer auf Wegen mit einer Steigung von Durchschnittlich 10 Prozent durch die Drenther Hügellandschaft. Es gibt drei anspruchsvolle Anstiege und eine Abfahrt, die zusammen 2100 Meter ausmachen. Sie werden durch Elemente wie einem 300 Meter langen Steg und einer 60 Meter langen Pontonbrücke ergänzt. Das Highlight des Parcours ist ein 150 Meter langer, grob gepflasterter Abschnitt (Pavé-Sektor) mit einer Steigung von 15 Prozent.

Holland und Fahrrad, das gehört zusammen wie Tulpen und Frühling. foto (c) kinderoutdoor.de

Radeln und Bootfahren: Wie es Euch gefällt!

Von Amersfoort aus fährt täglich ein Schiff den Fluss Eem entlang. Das Besondere: Die Passagiere dürfen und sollen ihre Fahrräder mitnehmen an Bord, sodass sie die ländliche Region sowohl zu Wasser als auch zu Land erforschen können. Dank der Zwischenstopps in verschiedenen charmanten Dörfern am Fluss, kann sich jeder eine persönliche Route zusammenstellen und selbst entscheiden, welcher Teil der Strecke per Boot und welcher mit dem Fahrrad abgelegt wird. So entstehen zahlreiche Möglichkeiten: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch der Schlösser Soestdijk oder Groeneveld? Das Knotenpunktsystem für Radwege macht die Orientierung leicht.

Mit der Familie die Region Drenthe entdecken

Die Niederlande sind die Fahrrad-Nation schlechthin: In keinem anderen Land wird mehr Rad gefahren. Eine Provinz eignet sich ganz besonders zum Radeln und mausert sich zum Radparadies der Niederlande: Drenthe. Diese Region gilt als die Ursprünglichste der Niederlande und liegt an der Grenze zu Niedersachsen, dadurch ist sie das ideale Ziel für einen Kurztrip. Mit oder ohne Fahrrad.

Beim Radfahren mit der Familie in der niederländischen Region Drenthe, kommt Ihr sicher auch Schafherden vorbei. Foto (c) Drenthe Marketing

Radfahren gehört zu Holland und reiht sich zusammen mit Käse und Tulpen in die Klischees, die viel Deutsche über die Niederlande haben. Aber an Klischees ist ja auch immer etwas dran. Und so ist es auch mit dem Radfahren! Nicht umsonst wurde in den Niederlanden das Hollandrad erfunden. Nicht umsonst gibt es hier mehr als 32.000 Kilometer Radwegenetz. Das Fahrrad ist nationales Kulturgut. Und das Land ist, dank der flachen und abwechslungsreichen Landschaft, des milden Klimas, der geringen Entfernungen und der vorbildlichen Infrastruktur, Anziehungspunkt für Radfans aus der ganzen Welt. Eine Region sticht hier besonders hervor: Drenthe. In der am dünnsten besiedelte Provinz der Niederlande, die im Westen an Niedersachsen grenzt, warten 2.100 Kilometer Radwege und drei Nationalparks sowie UNESCO Welterbe-Stätten darauf, mit dem Rad erkundet zu werden.

Über 5.000 Jahre sind diese Hühnengräber in der Region Drenthe alt. Für die Kinder ein besonderes Outdoor Abenteuer. Foto (c) Drenthe Marketing

Einfache Tourenplanung mit den Knotenpunkten
Nirgendwo sonst in den Niederlanden gibt es so viele Radwege durch die freie Natur wie in Drenthe. Ausgedehnte Heidefelder, sanfte Hügel, Dünen, Seen und mäandernde Bäche bestimmen die Landschaft der Provinz. Ein besonderer Höhepunkt sind Radtouren durch die Region im Herbst. Wenn die Luft klarer wird und sich die Bäume und Wiesen verfärben, sind die Temperaturen noch immer mild und ideal, um auf Radtour zu gehen. Auf 2.100 Kilometern Radwegen verschlägt es Urlauber in historische Dörfer wie etwa Dwingeloo, Orvelte oder Diever. Oder in den UNESCO-Geopark „De Hondsrug“. Der niederländische Hunsrück verläuft zwischen Emmen im Südosten und Groningen im Norden. Er ist mit 32 Meter die höchste Erhebung Drenthes. Noch heute finden sich dort historische Hünengräber, die vor rund 5.000 Jahren aus Findlingen gebaut wurden. Diese Highlights finden Radfahrer mit den Knotenpunkten: 5.000 Informationstafeln und 20.000 Routenschilder machen die Tourenplanung in Drenthe einfach. Mit dem Radknotenpunkt-System kann man sich selbst Touren zusammenstellen, in dem man immer den angezeigten Punkten folgt. Zusätzlich zu den Knotenpunkten gibt es außerdem beschilderte Themenrouten. Weitere Informationen unter www.besuchdrenthe.de/radfahren.

Lagerfeuer kommt bei den Kindern immer gut an, besonders bei einer Radtour durch die niederländische Region Drenthe. foto (c) Drehnte Marketing

Radfahren mit der Familie: Eine Provinz, drei Nationalparks
Ein besonderes Erlebnis ist eine Radtour durch einen der drei Nationalparks in Drenthe. Der Nationalpark Dwingelderveld ist einer von ihnen. Von August bis Mitte September versinkt das größte zusammenhängende Feuchtheidegebiet der Niederlande in einem Meer aus lilafarbenen Blüten. Aber auch im Herbst ist der Nationalpark eine Radtour wert. Wenn der morgendliche Nebel die Heidelandschaft  einhüllt, herrscht hier eine ganz besondere Stimmung. Zwei große Schafherden ziehen außerdem durch die Landschaft – darunter die berühmten Drenther Heideschafe.
Tourentipp: Landschaftsroute Dwingelderveld (45 km)

Im Nationalpark Drents-Friese Wold radeln Urlauber durch das zweitgrößte zusammenhänge Waldgebiet Hollands. Der Park zählt außerdem zu den dunkelsten Regionen der Provinz: Bei einem Übernachtungsstopp sieht man bei wolkenlosem Himmel fast bis zu 2.900 Sterne. Im nächtlichen Stadthimmel sind es gerade einmal 50. Auch Mountainbiker finden im Nationalpark Drents-Friese Wold die ein oder andere spannende Tour – inklusive Singletrails.
Tourentipp: Drents Friese Wold  (45,5 km)

Der dritte Nationalpark Drentes ist der Nationalpark Drentsche Aa. Der kleine Fluss Drentsche Aa schlängelt sich auf 28 Kilometern Länge durch die Region. Er ist vollkommen naturbelassen und weder begradigt noch verbaut. An ihm fahren Radfahrer durch Heidefelder, Moore, Dünen oder vorbei an denkmalgeschützten sächsischen Bauernhöfen aus dem 18. Jahrhundert.
Tourentipp: Radroute Rund um Orvelte (41,5 Kilometer)

Natur pur und Outdoor-Abenteuer erwarten Euch in Drenthe. foto (c) Drenthe Marketing

Ausgewählte Radtouren
Die 61,7 Kilometer lange Route Pures Drenthe verbindet mehrere kulturhistorische Höhepunkte Drenthes. Start ist in der Provinzhauptstadt Assen. In Drents Museum können Urlauber archäologische Funde, darunter das älteste Boot der Welt und prähistorische Moorleichen, erkunden. In südlicher Richtung geht es von dort durch die abwechslungsreiche Landschaft. Anschließend führt die Strecke am Erinnerungszentrum Kamp Westerbork in Hoogdalen vorbei, wo die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs noch einmal anschaulich werden. Entlang der Route kann man zudem die riesigen Teleskope der Radiosternwarte und das Angerdorf-Westerbork besuchen. Über einige der größten Hünengräber und durch einen der ältesten Wälder der Niederlange geht es zurück nach Assen.

Die Route für Genießer ist die 33 Kilometer lange kulinarische Radroute Veenhuizen. Neben landschaftlichen Höhepunkten, wie dem Naturgebiet Fochteloërveen oder Weiden mit schottischen Hochlandrindern, steht hier vor allem regionale Kulinarik aus Drenthe im Vordergrund. Startpunkt ist das Hotel-Restaurant Bitter & Zoet in Veenhuizen. Vor der Tour kann man sich hier mit Bio-Produkten aus dem eigenen Anbau stärken. Weiter geht es zur Brauerei Maallust. Hier lernen Radfahrer alles über den Brauprozess und können im Anschluss direkt selbst verkosten. Zum Mittagessen mit hausgeräuchertem Fisch und luftgetrocknetem Schinken kehren Urlauber im Hotel-Restaurant De Jufferen Lunsingh ein. Ein Abstecher zum Café De Bosrand lohnt sich, wenn nach dem Lunch noch Platz für Kaffee, Eierlikör und hausgemachte Pralinen ist. Von hier geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Im Wildlands Zoo Emmen gibt es für die Kinder das ganze Jahr über eine Menge zu entdecken. foto (c) Drenthe Marketing

Die 51 Kilometer lange Radroute Raubende Riesen bei Ellertsveld ist eine Tour für die ganze Familie. Start ist in Emmen. Zu einem ersten Zwischenstopp lädt der Badesee Emmerstrand. Die idyllischen Angerdörfer Sleen, mit dem höchsten Kirchturm Drenthes, oder Noord-Sleen bieten sich für eine Kaffeepause an. Eingebettet zwischen Wälder, Moorseen und Heideflächen liegt gleich der nächste Stopp: der Badesee Kibbelkoele. In die Geschichte Drenthes tauchen Radfahrer im Freilichtmuseum Ellter und Brammert ein und erfahren dabei mehr über die Sage um die beiden gleichnamigen Riesen. Über Valthe, mit prachtvollen sächsischen Bauernhöfen, Grabhügeln und Hünengräbern, geht es zurück nach Emmen. Letzter Höhepunkt ist hier noch der WILDLANDS Adventure Zoo Emmen.

Doch es gibt noch weitere Punkte, warum die Familien aus Deutschland gerne in Drenthe unterwegs sind. Hier sind fünf Dinge, die deutsche Urlauber besonders an Drenthe lieben:

1. Niederländische Gastfreundschaft und kurze Anreise

Die Niederländer sind offen und freuen sich auf Besuch aus dem Nachbarland. Fast überall in Drenthe verstehen und sprechen die Menschen Deutsch – und belegen sogar Kurse, in denen sie lernen, wie sie den deutschen Urlaubern den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Verständigungsprobleme gibt es also nicht. Auch die kurze Anreise ist ein Grund für einen Besuch: aus Niedersachsen und Nord-Rhein-Westfalen erreicht man Drenthe bequem mit dem Auto. Die täglichen Flugverbindungen ab München, Berlin und Frankfurt zum Flughafen Groningen Airport Eelde erleichtern die Anreise auch von weiter weg.

2. Radfahren

In keinem Land wird mehr Rad gefahren als in den Niederlanden. Das gilt vor allem in Drenthe: insgesamt führen 2.100 Kilometer Radwege durch die Landschaft. Neben beschilderten Themenrouten können Radfahrer in Drenthe mit Hilfe des Knotenpunkts-Systems ganz einfach eigene Routen zusammenstellen – ganz ohne Vorkenntnisse. 5.000 Informationstafeln und 20.000 Routenschilder helfen bei der Orientierung.

3. Das breite Familienangebot

Die Niederlande sind ein familienfreundliches Reiseland – und in Drenthe kommen Familien voll auf ihre Kosten. Neben den individuellen Radtouren und den vielen kulturellen Angeboten, die die einzigartige Geschichte der Provinz schon für die Kleinsten erlebbar machen, halten der Baumkronenpfad am Hondsrug oder der komplett neu gestaltete WILDLANDS Adventure Zoo Emmen Abenteuer für die ganze Familie bereit. Die Themenwelten sind liebevoll mit Details wie verlassenen Tempel, Flugzeugwracks, Expeditionsfahrzeugen und Ureinwohnerdörfern gestaltet.

4. Niederländische Natur in drei Nationalparks

Drenthe ist die am dünnsten besiedelte Provinz der Niederlande. Drei Nationalparks prägen die Region: Der Nationalpark Dwingelderveld ist mit einer Fläche von 37 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Westeuropas. Die Landschaft wird hier von Heidefeldern dominiert. Der dichte Waldbestand im Drents-Friese Wold macht den 6.150 Hektar großen Nationalpark zum offiziell dunkelsten Ort des holländischen Festlandes. In einer klaren Nacht können Besucher hier bis zu 2.900 Sterne beobachten; im Stadthimmel sind es zum Vergleich nur etwa 50. Der Nationalpark Drentsche Aa zeichnet sich durch Moore und Dünen entlang des gleichnamigen Flusses aus. Außerdem liegt er fast vollständig auf dem Gebiet des UNESCO Geopark de Hondsrug, in dem sich zahlreiche Hünengräber befinden.

Sachsen in den Niederlanden? Unterwegs bekommt Ihr alte Hünengräber, historische Dörfer mit sächsischen Bauernhöfen und die Armutskolonien. Foto: Drenthe Marketing

5. Ursprünglichkeit und kulturelles Erbe

Drenthe wird nicht umsonst als die ursprünglichste Region der Niederlande bezeichnet. Nirgendwo sonst im Land ist die Geschichte so deutlich spürbar: Jahrhunderte alte Hünengräber, historische Dörfer mit sächsischen Bauernhöfen und die Armutskolonien, die 200 Jahre nach der Gründung 2018 zum UNESCO Weltkulturerbe nominiert wurden. Besucher können diese Ursprünglichkeit hautnah erleben: zum Beispiel im Hünengrab-Informationszentrum in Borger mit dem größten Hünengrab der Niederlande. Oder beim Klompenmacher, der seine Holzschuhe im historischen Dorf Orvelte noch genauso herstellt, wie im 18. Jahrhundert. Auch die Armutskolonien, ein Sozialprojekt, das Anfang des 20. Jahrhunderts scheiterte, können in Frederiksoord, Wilhelminaoord und Veenhuizen besucht werden.

Packliste für längere Radtouren mit Kindern

Auf den Fernwegen für Radfahrer rollt es im Sommer. Egal ob am Elbradweg, dem Bodensee-Radweg oder auf dem Weserradweg. Überall sind Familien auf den Fahrrädern unterwegs. Doch es gibt einen gravierenden Unterschied: Die einen sind optimal bepackt und die anderen eher weniger. Damit Ihr gut ausgerüstet und mit Fahrradtaschen unterwegs seid, die sich noch schließen lassen, haben wir eine Packliste für Euch erstellt.

” I never be your beast of burden!” pfeift ein Vater auf dem Altmühlradweg und beweist Humor. Doch er ist bereits der Packesel seiner Familie. Sein Fahrrad ist aufgeladen wie ein Schwertransporter. Je nachdem wie lange Ihr unterwegs seid, braucht Ihr logischerweise auch entsprechend Packtaschen oder einen Fahrradanhänger. Burley stellt spezielle Transportanhänger her, die ideal für längere Radtouren mit der Familie sind. Mit so einem Hänger, ist auf einem Schlag viel von der Ausrüstung verpackt. Am Gepäckträger und mit sogenannten Lowridern, das sind Bügel die Ihr an der Gabel befestigt um später Radtaschen einzuhängen, lässt sich eine Menge transportieren.

Die Kleinen sind im Burley D Lite Fahrradanhänger perfekt aufgehoben und haben dort einen hohen Komfort.
foto (c) burley

Packliste für eine mehrtägige Radtour mit der Familie: Technik ist fast alles

Wichtig ist, dass beim Fahrradurlaub das Velo läuft. Packt deshalb Folgendes ein:

  • Multitool
  • Reserveschläuche
  • Flickzeug
  • Luftpumpe
  • Fahrradschloss

Um genug Packvolumen zu haben und auf dem richtigen Weg zu radeln empfiehlt sich folgendes

  • Radtaschen
  • Packsäcke
  • Radhänger
  • Halterung für die Trinkflasche
  • Trinkflasche
  • GPs Gerät
  • Radkarte
  • Reiseführer

Wenn es auf Eurer Route keine Jugendherberge oder andere preiswerte Unterkunft für die Familie gibt, dann ist Zelten eine Alternative. Als Anhaltspunkt ist hier unsere Packliste

Vielleicht wollt Ihr unterwegs kochen. Dann kommt Folgendes in die Packtaschen:

  • Gas- oder Spirituskocher
  • Brennstoff für den Kocher
  • Kochset für Outdoorer
  • Feuerzeug oder Zündhölzer
  • Besteck
  • Becher
  • Spültmittel
  • Schwamm
  • Handtuch

Folgendes gehört auch unbedingt eingepackt:

  • Sonnencreme
  • Radhelm
  • Radhose
  • Radtrikot
  • Radschuhe (Wer ein Velo mit Klickpedalen hat)
  • Alle mit empfindliche Händen ziehen sich Radhandschuhe an
  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Erst Hilfe Set
  • Stirnlampe
  • Medikamente
  • Insektenschutzmittel
  • Waschbeutel
  • Wechselwäsche
  • Badesachen
  • Mikrohandtuch
  • Geld
  • Mobiletelefon
  • Taschenmesser

Bewusst haben wir die Liste mit den Ersatzteilen für´s Fahrrad kurz gehalten. Klar könnt Ihr Euch einen Ersatzreifen aufladen, Öl mitnehmen und Ersatzspeichen. Doch wer auf den viel befahrenen Routen für Radfahrer unterwegs ist, der findet dort auch einen Radreperateur. Vor allem die Ersatzteile könne viel Platz wegnehmen. Bei den Radtouren gilt: Weniger ist mehr. Hier ist es sinnvoller, an Ausrüstung bewusst zu sparen, denn alles müssen die Outdoorer mit Muskelkraft selbst voranbewegen. Auch ein Radcomputer ist zu diskutieren. Teilweise ersetzt ein GPS Gerät dessen Funktionen.

Checkt doch mal Euer Fahrrad und den Fahrradanhänger durch

Das Fahrrad und der Fahrradanhänger kommen jetzt wieder aus dem Keller und der Garage. Wer sofort damit losfährt der merkt wie die Kette knirrscht, der Reifen etwas schlapp sind und auch dass die Bremse eher nach dem Zufallsprinzip funktioniert. Höchste Zeit um das Fahrrad und den Fahrradanhänger fir für den Frühling zu machen. Wir haben Expertentipps für Euch, wie das gelingt. An die Schraubschlüssel!

Mit dem Fahrrad und Fahrradanhänger fit ins Frühjahr: Wir haben Expertentipps für Euch worauf Ihr achten solltet.
foto (c) burley

“Ich würde dazu raten, mit einer kurzen Fahrt zu einem beliebten Ziel – z.B. dem Spielplatz oder einer Eisdiele – zu beginnen. Oft hilft es auch, ein paar Sachen mitzunehmen, die das Kind gerne mag, egal, ob sein Lieblingskuscheltier, ein Buch oder eine Kleinigkeit zu naschen. Wenn der Nachwuchs etwas zögerlich oder ängstlich ist, lässt man ihn den Anhänger am besten in Ruhe und von allen Seiten erkunden, bevor die erste Fahrt überhaupt losgeht. Ich bin mir sicher, dass der oder die Kleine in kürzester Zeit erst dann schreien wird, wenn es Zeit ist, den Anhänger wieder zu verlassen!” das rät Allison Coughlin, die Geschäftsführerin vom Fahrradanhängerhersteller Burley, wenn es um die erste Ausfahrt mit den Kindern geht. Im Frühling ist es für die Kinder deutlich angenehmer im Fahrradanhänger zu sitzen, als im Kindersitz. Immer wieder beginnt es zu regnen oder es schneit plötzlich. Nachdem aber die meisten Kinderanhänger und Fahrräder in der kalten Jahreszeit eine Art Winterstarre befällt, ist es wichtig, das Ganze vor der ersten Ausfahrt zu überprüfen. Beginnen wir mit den Reifen: Um Fit in den Frühling zu starten. Seitlich am Reifen steht welcher Druck ideal ist. Bei den meisten Herstellern von Fahrradanhängern, findet Ihr diese Angabe in den Handbüchern. “Zwischen 1,5 und 2,0 Bar sollten es schon sein! ” erklärt ein Fahrradhändler. Nun rollt alles deutlich leichter und besser. Fehlt Luft im Hinterreifen und Ihr habt einen vollbesetzten Kinderanhänger dran, dann simuliert Ihr ungewollt eine Belastung, als wenn Ihr bei der Tour de France den Mont Ventoux raufradelt. Wenn die Kinder im Fahrradanhänger eine ungesunde grüne Gesichtsfarbe haben, als wenn sie in einer Jolle auf dem tosenden Meer unterwegs sind, dann liegt es daran, dass die Räder eine Unwucht haben.  Auch als “Achter” bekannt. Wer Probleme hat die Felge zu zentrieren, der geht zum Fahrradmechaniker.

Fahrrad und Fahrradanhänger fit für den Frühling: Da sind wohl ein paar Schrauben locker

Sehen wir uns doch mal den Kinderanhänger an. Wie sieht die Anhängerkupplung aus? Hat der Winter ihr zugesetzt und ist sie arg verrostet? Dann gibt es nur eines: Her mit einer neuen Anhängerkupplung oder Ihr riskiert einen Unfall. Ebenso lohnt es sich die Zugstange kurz zu begutachten. Wenn sie auffällige Schäden hat, dann ist es auch höchste Zeit für eine Neue. Kritisch solltet Ihr Euch die Bolzen vom Kinderanhänger ansehen. Sind die rostig? Raus damit und neue rein. Wenn die Schrauben locker sind, ist das nicht nur bei Menschen ein Problem, sondern auch am Fahrrad und beim Kinderanhänger. Was sich gelockert hat, zieht Ihr wieder fest. Ein Anhänger hat auch etliche Stoffteile. Seht Euch vor der ersten Ausfahrt in den Frühling an, ob diese Risse oder ändere Schäden haben. Habt Ihr ein E-Bike und wollt damit die Kinderanhänger ziehen? Auch dazu hat Allison Coughlin, die Geschäftsführerin vom Fahrradanhängerhersteller Burley, einen wichtigen Tipp: ” E-Bikes sind nicht immer mit den gleichen Hinterradnaben und -achsen ausgestattet. Es gilt also als Erstes zu überprüfen, ob die Anhängerkupplung sicher am E-Bike befestigt werden kann. Aber es sind viele verschiedene Steckachsen-Lösungen auf dem Markt erhältlich, und Burley bietet mehrere Kupplungsadapter an, so dass es oft möglich ist, den Fahrradanhänger mit einem E-Bike zu nutzen. Wer sich nicht sicher ist, kann sich gerne an unseren Kundenservice wenden: Einfach ein paar Fotos vom Bike schicken, und wir können in den meisten Fällen sagen, ob überhaupt eine Verbindungsmöglichkeit gegeben ist bzw. welcher Adapter am besten passt. Was noch ganz wichtig ist: Viele E-Bikes sind so ausgestattet, dass sie bis zu 32 km/h schnell fahren können! Das übersteigt das empfohlene Tempolimit für ebene, gerade Strecken mit Anhänger um 8 km/h. Um alle sicher ans Ziel zu bringen, sollten sich EBike- Fahrer hohe Geschwindigkeiten also lieber für Ausflüge ohne Anhänger aufheben.”