Klettersteig für Kinder: Via Ferrata Bambini im Frankenjura

Klettersteig für Kinder, die meisten Eltern sehen sich bereits für eine längere Fahrt in die Berge packen. Dabei gibt es interesseante Klettersteige für die Familie in den Mittelgebirgen. Einen Klettersteig für Kinder findet Ihr im oberpfälzischen Hirschbachtal und die Macher von der Via Ferrata Bambini, wussten genau, worauf sie achten müssen.

Was haben ein Lokal von McDonald´s und der Kinderklettersteig Via Ferrata Bambini gemeinsam? Bei beiden ist alles auf die Größe der Kinder eingerichtet. In den Alpen gibt es einige Via Ferratas die für Familien eingerichtet sind, doch bei manchen sind die Griffe, Tritte und das fixe Stahlseil für Kinder kaum zu erreichen. Schnell tritt bei den kleinen Alpinisten Frust ein und ein Klettersteig ist ab dann für die Kinder so attraktiv wie Fencheltee. Anders gingen die Experten vor, als sie in der Hersbrucker Schweiz den speziellen Kindersteig anlegten. Von der Länge her und den Abständen kommen hier die Kleinen am Felsen sehr gut zurecht. Im Gegensatz zu den Alpen ist hier der “Zustieg” alles andere als beschwerlich. Das kommt den Kindern auf jeden Fall entgegen. Im Dorf Neutras, hier gibt es zwei urige Gasthöfe, geht es los. Ab hier ist der Weg zu den Felsen ausgeschildert. Folgt den Schildern “Höhenglücksteig”.

Rauf auf der Leiter! Auch das lernen die Kinder am Kinderklettersteig. foto (c) kinderoutdoor.de

Auch für die Via Ferrata Bambini gilt: Benutzt ihn nur, wenn ihr

  • optimal ausgerüstet seid (ein Kletterhelm gehört auch dazu!)
  • Euch und die Kinder sichern könnt

Die Via Ferrata Bambini ist zwar für Kinder angelegt, aber keinesfalls eine kindische Angelegenheit. Aufgeteilt ist sie in drei Sektoren:

  • Sektion 1: Hier lernen die Kinder auf Standhöhe die wichtigsten Techniken zum Sichern am Klettersteig
  • Sektion 2: Am Felsen können die Kinder ausprobieren, wie sie sich richtig in das fixe Stahlseil ein- oder aushängen und korrekt umhängen
  • Sektion 3: Hier lernen die Kinder wie sie sich an einer Leiter am Felsen richtig bewegen und wie sie die Trittstifte oder Bügel richtig nutzen.

Langeweile kommt hier nicht auf. Der Felsen ist optimal gestuft und Ketten erleichtern es, hier zu queren. Über eine Seilbrücke kommt Ihr in den Teil 2, dort sind Aluleitern am Felsen angebracht. Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass die Kinder richtig ein- und aussteigen. Optimal ist es auch gelöst, dass die kleinen Bergfexe abbrechen können. Der letzte Teil der Via Ferrata Bamini mit der Burm-Brücke bereitet den Kindern einen großen Spaß. Unsere Bewertung:

Sechs von sechs möglichen Kompassen

Packliste Ausrüstung Klettersteig mit Kindern: Das solltet Ihr dabei haben

Klettersteig für Kinder: Bei der Via Ferrata Bambini geht es in der Sektion 1 los. foto (c) kinderoutdoor.de
  • Trekkingstöcke (Wenn der Zustieg zur Via Ferrata länger ist. Bei den meisten Klettersteigen für Familien sind diese in wenigen Minuten von der Bergbahn aus zu erreichen)
  • Rucksack. Hier ist es sinnvoll ein eher schmaleres Modell mit einem Volumen von 30 bis 40 Litern zu nehmen.
  • Regenüberzug für den Rucksack
  • Bergschuhe. Es gibt sogar Modelle, die haben an den Sohlen spezielle Zonen für den Klettersteig. Kletterschuhe machen bei sportlichen Klettersteigen Sinn. Diese sind aber meistens für die Kinder weniger geeignet.
  • Klettersteigset. Achtet bei der Ausrüstung darauf, dass sie der UIAA Norm entsprechen. Seit 1932 gibt es die international federation for climbing and mountaineering und diese reagiert deutlich flotter, als die Europäische Union. Das Klettersteigset sollte sich einfach in den Klettergurt befestigen lassen. Ebenso muss ein Bandfalldämpfer und spezielle Karabiner für den Klettersteig dabei sein.
  • Kletterhelm. Die neuesten Modelle sind unglaublich leicht. Im Gegensatz zu einem Fahrradhelm ist dieser Kopfschutz speziell für den alpinen Einsatz ausgelegt. Bei einem Klettersteig, besonders wenn hier viele Kletterer unterwegs sind, kann es passieren, dass von oben Steine, Handys oder andere Ausrüstung herabfällt.
  • Klettersteig Handschuhe. Diese sind kein Luxus, sondern schonen unglaublich die Hände.
  • Klettergurt. Die Kombigurte sind bei den Kraxlern beliebt. Ein großer Vorteil von diesem Gurt ist, dass der Brust- und Hüftgurt fix miteinander verbunden sind. Dadurch ist es deutlich einfacher, den Gurt anzulegen. Hingegen kann das Einstellen, je nach Modell, anstrengend sein. Auch sind die meisten Komplettgurte eher unbequem.
  • Gefüllte Trinkflasche. Eine Via Ferrata, besonders mit Kindern, kann schweißtreibend sein. Deshalb ist es wichtig, dass ich den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen.
  • Verpflegung
  • Erste Hilfe Set
  • 20 Meter Halbseil. An steileren Abschnitten ist es wichtig, die Kinder mit dem Seil zusätzlich zu sichern.  Außerdem benötigt Ihr ein Sicherungsgerät oder einen HMS Karabiner. Was noch wichtiger ist, dass Ihr wisst wie die Kinder zu sichern sind.
  • Wechselwäsche
  • Rettungsdecke
  • Regenjacke
  • Mobiltelefon
  • Seilrolle. Wenn es am Klettersteig, wie in Ramsau, eine Flying Fox gibt, dann ist es sinnvolle, wenn Ihr eine Seilrolle dabei habt.

In Alpinschulen oder beim DAV lernt Ihr Euch richtig am Klettersteig zu verhalten. Dort erklären Euch die Profis, wie Ihr Euch und die Kinder optimal in der Via Ferrata sichert. Hier bekommt Ihr auch Tipps, was bei einem Stau am Klettersteig zu tun ist.

Weiterer Klettersteige für Kinder:

Kurzer Zustieg, mittlere Schwierigkeit und eine gute Stunde Kletterzeit – das sind die  Erfolgsfaktoren für einen gut besuchten Klettersteig. Wenn sich dann am Ausstieg noch eine Wallfahrtskirche mit Jausenstation befindet, ist das Konzept perfekt. Am 22. Juli 2017 konnten sich am der St. Magdalena Klettersteig im Gschnitztal erstmals alle Kraxler dort ins Stahlseil einklinken. Der Genuss-Klettersteig mit Ausrichtung nach Westen führt über 500 Meter Länge und 270 Höhenmeter umrahmt von der atemberaubenden Kulisse der Gschnitzer Bergwelt zum Wallfahrtskirchlein mit Jausenstation. Der Einstieg ist über den Wanderweg vom Parkplatz St. Magdalena in ca. 20 Minuten erreichbar, für die Kletterei ist dann noch ca. eine Stunde notwendig. Die mit ausreichend Tritthilfen und einigen Rastbänken machen den Steig im Schwierigkeitsgrad B/C auch für sportliche Anfänger und Kinder in Begleitung von erfahrenen Personen zum Klettererlebnis. Direkt neben dem Wanderweg befinden sich gut sichtbar der Anseilplatz und der Einstieg.Was hier besonders ist: Es gibt nicht nur einen Einstieg sondern gleich 5 Kurzvarianten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen von A (leicht) bis E (extrem schwierig) zum Testen. Alle Varianten treffen sich bei der oberhalbgelegenen Aussichtsplattform „Habichtblick“ mit Panoramazielen zur Bestimmung der umliegenden Berggipfel. Diese „Probemöglichkeiten“ am Klettersteig sind Teil eines zweiten Projekts rund um den Einstiegsbereich, der sogenannten Alpine Safety Area (ASA). Hier können Klettersteigbesucher einerseits ihre Kletterfertigkeiten testen, andererseits im Schulungsgelände rund um den Einstieg die richtige Gehtechnik beim Bergwandern auf roten und schwarzen Bergwegen trainieren. Dieses Übungsgelände ist einzigartig im Alpenraum, wichtige Inhalte und Informationen sind auf Schautafeln dargestellt.

Klettersteig mit Kindern im Wipptal: Gute Aussichten für kleine Alpinisten! foto (c) TVB Wipptal

Nach einer kurzen Pause am Sitzbankl beim „Habichtblick“ führt dann der eigentliche Klettersteig mit mittlerer Schwierigkeit weiter. Die Routenführung geht relativ geradlinig aufwärts über kleinere Felsnasen mit C-Passagen und einfacheres Gelände (A/B) bis direkt unterhalb des Wallfahrtskirchleins St. Magdalena. Nach der Kletterpartie hat man die Möglichkeit, in der kleinen Jausenstation einzukehren und sich mit einem kühlen Getränk zu erfrischen oder sich beispielsweise mit einer Portion Speck mit Ei zu stärken. Der Abstieg erfolgt dann in ca. einer Stunde entlang des bestehenden Wanderweges mit wunderschönen Kreuzwegstationen.

Nicht vergessen – die Sicherheitsausrüstung

Steinschlaghelm, Klettergurt, Klettersteigset, Handschuhe

Für anspruchsvollere Klettersteiggeher empfehlen wir den etwas schwierigeren Peter-Kofler-Klettersteig in der Stafflacher Wand im Bergsteigerdorf St. Jodok (Schwierigkeit B/C, Länge: 650m). Auch dieser zeichnet sich durch seine Ortsnähe (15 min. Zustieg), gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die sonnige Lage aus

Mehr Infos auf http://www.wipptal.at

Klettersteig mit Kindern in Mayrhofen-Hippach: Aufi muaß I!

Klettern macht Spaß, trainiert die Muskeln, die Ausdauer, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert das Wohlbefinden. Die Arbeit mit Fels und Stein gibt zudem Kraft für den Alltag. In der Ferienregion Mayrhofen-Hippach sind alle Freiluftfanatiker und Sommersportler bestens aufgehoben, denn hier schlägt jedes Kletterherz höher.
Actionparadies #Schlegeis131

Der erste Klettersteig der Welt, der an einer Staumauer entlang führt!. Aber damit nicht genug, die Staumauer hat noch viel Patz zu bieten! So gibt es neben den beiden Routen mit den Schwierigkeitsstufen A/B und einer C-Variante auch ein Kinderkletterareal. Die Klettermaxen ab fünf Jahren können sich am Kinderklettersteig, der sich am Rand der Staumauer befindet oder auch an den Kinder-Kletterrouten austoben. Einzige Voraussetzung ist, dass sie abenteuerlustig und frei von Höhenangst sind. So erleben die Sprösslinge unvergessliche Kletterstunden in den Zillertaler Alpen. Wenn Ihr schon die Staumauer raufklettert und dieses spannende Erlebnis an der Krone der Staumauer verarbeitet, dann braucht es auch ein spektakuläres Zurückkommen zum Ausgangspunkt. Die #schlegeis131 Abseilstation ist eine der vielen Attraktionen am Schlegeis Stausee. Sie befindet sich direkt bei der Panorama Aussichtsplattform auf der Krone der Staumauer. 131 Meter rauf kraxeln und 131 Meter abseilen lassen – was für ein Adrenalinkick! Und wer immer noch Action haben möchte, für den wurde das Flying Fox #schlegeis131 konzipiert. Schweben inmitten der Zillertaler Bergwelt in 131 Meter über dem Grund, ca. 600 Meter entlang der Staumauer – fühl dich frei wie ein Vogel!

Kinder am Klettersteig haben ihren Spaß, wenn sie optimal ausgerüstet und vorbereitet sind. foto (c) kinderoutdoor.de


Klettersteigparadies für Familien in Zimmereben

Neben dem Huterlaner-Klettersteig, Zimmereben-Klettersteig, Pfeilspitzwand-Klettersteig und dem kindergerechten Klettersteig mit Hochseilgartenelementen ist der fünfte Klettersteig im Gebiet rund um das Gasthaus Zimmereben. Der Astegg-Klettersteig befindet sich direkt am Ausstieg des Klettersteigs Pfeilspitzwand und endet im Hochtal Astegg, weit ober Mayrhofen. Das erste Drittel führt durch bewaldetes Gebiet, der zweite Teil entlang einer sehr markanten Felswand, doch spektakulär wird es im dritten Abschnitt. Die letzten knapp 50 Meter können in zwei verschiedenen Varianten geklettert werden – entweder über die Variante im Schwierigkeitsgrad B/C oder für Geübte die Variante D/E. Mit einem 510 Meter langen Fixseil wurde der Höhenunterschied von 220 Metern verbunden. Die Gehzeit beträgt ca. 1,5 Stunden. Der Rückweg führt über einen Wanderweg und über die Forststraße zurück zum Mariensteig bis ins Tal.

Klettersteiggebiet Knorren am Actionberg Penken

Ein besonderer Urlaubstag beginnt mit der Bergfahrt der Penkenbahn. Weiter mit der Kombibahn, vorbei an der Funsportstation führt der Weg direkt zum Klettergebiet Knorren. Da befinden sich die beiden Klettersteige Knorren Nadel im Schwierigkeitsgrad A/B und einer Gehzeit von etwa 90 Minuten und der Steinbock Klettersteig im Schwierigkeitsgrad B/C und einer Gehzeit von 45 Minuten. Klettersteigsets lassen kostenlos bei der Funsportstation ausleihen. Soll der Weg retour ins Tal auch noch spektakulär sein? Dann flieg doch einfach! Gib dir den Kick und mach einen Tandemflug hinunter – der atemberaubende Ausblick belohnt deinen Mut!

Klettersteige für den Herbst!

Über 38.000 Fahrzeuge fuhren im Jahr 2017 über den Brenner. 14,1 Millionen Pkw´s, Lastwagen, Wohnmobile, Busse und Motorräder sind hier in einem Jahr unterwegs gewesen. Tendenz steigend! Alle die mit der Blechlawine Richtung Süden unterwegs sind, verpassen etwas Besonderes: Das Wipptal. Die Meisten haben das Schild an der Autobahn zu diesem Tiroler Tal gesehen, doch die Wenigsten fahren dort hin. Mit Jugendlichen und am Berg entsprechend fitte Kinder solltet Ihr den Sankt Magdalena Klettersteig ausprobieren. Bei dieser Via Ferrata gilt wie bei allen anderen alpinen Vorschlägen von uns: Bevor Ihr mit den Kindern Euch in einen Klettersteig einklinkt, informiert Euch über den Klettersteig.  Welcher Schwierigkeitsgrad erwartet Euch und wie lange braucht Ihr um durchzukommen. Ebenfalls wichtig ist es vor dem Abmarsch zum Klettersteig den Wetterbericht einzuholen. Regengüsse in den Bergen sind unangenehm, doch im Klettersteig, sind sie noch widriger und gefährlich. Klinkt Euch nur ein, wenn Ihr Euch und die Kinder sichern könnt. Derartiges lernt Ihr bei den Alpenvereinen oder in Bergschulen. Parkt beim Kruschtner. Ab hier ist der Weg zum Klettersteig gut ausgeschildert. Etwa eine halbe Stunde seid Ihr unterwegs, bis Ihr den Einstieg vom Klettersteig erreicht habt.

Am Salewa Klettersteig bei Oberjoch müsst Ihr optimal ausgerüstet und trainiert sein. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder am Klettersteig im Herbst: Nach dem Ausklinken in die Jausenstation

Erst am Nachmittag liegt der Klettersteig in der Sonne. Das ist im Sommer für die Alpinisten angenehm. Einen großen Vorteil hat dieser Klettersteig: Ihr könnt testen wie fit Ihr seid. Dazu gibt es Touren von A bis E. Auf Infotafeln sind diese beschrieben. Die meisten Familien entscheiden sich für die Routen A oder B. Egal für welche Variante Ihr Euch entscheidet, das Ziel ist immer der Habichtblick. Infotafeln warnen vor den Gefahren an einem Klettersteig und geben wertvolle Tipps. Der Name ist treffend gewählt, denn von dort aus habt Ihr einen wunderbaren Überblick über das Gschnitztal. Es ist ein Seitental vom Wipptal. Positiv an diesem Klettersteig ist auch, dass es unterwegs immer wieder die Möglichkeit gibt, sich auszuruhen. Am Felsen selbst gibt es immer wieder Trittbügel die das Vorankommen erleichtern. Der Klettersteig selbst ist in einem guten Zustand. Das Fixseil aus Stahl und die Umhängestellen sind tadellos. Am Ausstieg erwartet Euch die Wallfahrtskirche Sankt Magdalena. Was der Familie jetzt auf jeden Fall gut tut, ist die Einkehr in die Jausenstation. Keine Sorge, niemand muss am Stahlseil absteigen. Über einen gut ausgebauten Wanderweg kommt Ihr mit den Kindern wieder zurück zum Parkplatz. Während am Brenner die Autos im Stau standen, hattet Ihr ein geniales Bergerlebnis mit der Familie.

Klettersteige für Familien in Tirol

Was ist der Unterschied zwischen dem Universum und Tirol? In Tirol finden sich nahezu unentdeckte Plätze öfter, als neue Sterne am Himmel. Egal wie oft eine bergbegeisterte Familie ihren Urlaub in Tirol verbracht hat, immer wieder gibt es neue Abenteuer zu entdecken. Derzeit ist das Kraxeln in Klettersteigen, auch mit der Familie, populär. Bei aller Begeisterung für diese Art vom Bergsport tritt dabei etwas in den Hintergrund, wie wichtig es ist, entsprechend vorbereitet und ausgerüstet zu sein. Wer sich in den Klettersteig mit den Kindern einklinkt, muss sich selbst und die Kinder nachsichern können. Ebenso ist es wichtig, dass alle in der Familie eine entsprechend gute Kondition haben und optimal ausgerüstet sind. Das nötige Wissen und Können eignen sich die Familien beim Alpenverein oder in einer Bergschule an, sonst besteht die Gefahr, mit dem Rettungshubschrauber wieder ins Tal zu kommen. In Osttirol gibt es die “Verborgene Welt“. So heißt der Klettersteig in den dortigen Lienzer Dolomiten. In der Nähe des normalen Wanderwegs von der Klammbrücke zum Schutzhaus Kerschbaumeralm befindet sich der Einstieg des 350 Meter langen Steiges im Schwierigkeitsgrad B mit einige C-Passagen. Das Besondere ist die Routenführung in unmittelbarer Nähe des Wassers über vier Seilbrücken – so gewinnt man spektakuläre Einblicke in die Welt des Klapfwasserfalls . Nach einer Kletterzeit von etwa 40 Minuten erreichen die Alpinisten den Ausstieg und nach weiteren 20 Minuten Wanderzeit die Kerschbaumeralm auf 1900 Metern, die mit Sonnenterrasse und Osttiroler Spezialitäten lockt und ein guter Ausgangspunkt für weitere Kletterpartien ist. Kurze Zustiegswege und Touren aller Schwierigkeitsgrade von einem Stützpunkt aus, machen das Klettern in Osttirol sowohl für Könner als auch für solche, die es werden wollen, zum Erlebnis. „Die Möglichkeiten für diese Sportart sind bei uns sehr vielfältig – und wir bauen das Angebot sukzessive aus“, betont Geschäftsführerin Eva Haselsteiner. Die Lienzer Dolomiten, wegen ihrer wilden Felsformen auch „die Unholden“ genannt, bieten zum Beispiel mit dem Gebiet um die Dolomitenhütte und den alpin angehauchten Routen um die Karlsbader Hütte Klettervergnügen auf internationalem Topniveau. Dank eines Übungsfelsens und diverser Klettergärten kommen rund um die Karlsbader Hütte aber auch Einsteiger voll auf ihre Kosten. Für Klettersteigfreunde gibt es gleich sechs verschiedene Varianten, der kurze Steig direkt am Laserzsee ist ideal für Anfänger und Kinder. Kompetente Auskunft und Beratung gibt’s gratis vom Hüttenwirt dazu.Wer sich lieber spielerisch dem alpinen Thema nähern möchte, besucht einen der Hochseilgärten. Zum Beispiel den Kletterpark Lienz am Hochstein, der zu den größten in ganz Österreich zählt, die Galitzenklamm, der Erlebnispark am Drauradweg inklusive Wasserschaupfad oder den Kletterpark Großvenediger am Fuße der berühmten Umbalfälle. Mit herrlichem Blick zu den Gletschergipfeln der westlichen Venedigergruppe gibt es für Groß und Klein über 100 Kletter-Elemente in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zum Balance üben und Höhenangst überwinden. In Osttirol wird viel Wert darauf gelegt, dass schon die Kleinsten viel Spaß beim Klettern haben. So bieten Kals und Lienz spezielle Kurse schon ab 6 Jahren an. Kinderklettern auf eigenen Wänden und Felsabschnitten kann bei allen örtlichen Bergführerbüros gebucht werden ebenso wie erfahrene Begleiter für den sicheren Weg auf den Gipfel.

Klettersteige mit Kindern in Tirol: Vom A bis C

In Tirol finden Alpinisten Klettersteige mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: vom Wasserfallsteig „Muttekopfhütte“ in den Lechtaler Alpen, der mit B/C (mäßig schwierig/schwierig) bewertet wird, bis hin zum anspruchsvollen Kaiser-Max-Klettersteig im Karwendel, der in Kategorie E (extrem schwierig) rangiert. Mutige Kraxler werden mit Ausblicken weit über die umliegenden Täler hinaus belohnt.

Klettersteig-Tourentipps für Einsteiger

Mit seinen „nur“ 50 Metern ist der Übungsklettersteig Rofan (A/B, wenig schwierig/mäßig schwierig) am Achensee recht kurz, aber interessant. Er eignet sich hervorragend, um für längere Klettersteige in Übung zu kommen und ist auch bei Kindern sehr beliebt. Der Rofanklettersteig ist mit der Rofanseilbahn erreichbar.

Der Klettersteig Little Ballun (B, mäßig schwierig) ist der neueste Zuwachs in Galtür. Der Einstieg zum Klettersteig ist in wenigen Minuten von der Bergstation der Birkhahnbahn erreichbar und für Kinder ab etwa acht Jahren geeignet. Der Urgesteinsklettersteig ist bestens gesichert – die nötige Klettersteigausrüstung muss man aber natürlich dabei haben.

Durchgehend gesichert sind die Klettersteige für Familien. foto (c) kinderoutdoor.de



Bei Imst, ganz in der Nähe der neu renovierten Muttekopfhütte – übrigens ein guter Tipp für eine Einkehr – verläuft ein moderner, kurzer Klettersteig im Schwierigkeitsgrad B/C (mäßig schwierig/schwierig). Er ist auch für Familien, Kinder und Jugendliche sowie für Einsteiger bei entsprechender Sicherung geeignet. Der Zustieg dauert ab der Bergstation Alpjoch der Imster Bergbahnen rund 50 Minuten.

Ganz in der Nähe von Lienz in Osttirol führt ein Klamm-Steig entlang tosender Wasserfälle durch die Galitzenklamm am Fuße des Rauchkofels. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich im Bereich B (mäßig schwierig), im oberen Abschnitt gibt es mehrere Stellen im Schwierigkeitsgrad C (schwierig). Besonders zu empfehlen ist die Galitzenklamm für Familien mit Kindern, da sie auch über den Wasserschaupfad erkundet werden kann.

Klettersteig-Tourentipps für Fortgeschrittene

Beim Lehner Wasserfall in Umhausen im Ötztal verläuft ein traumhafterKlettersteig (Schwierigkeit C/D+, schwierig/sehr schwierig) in reizvoller Umgebung, der für spektakuläre Fotomotive sorgt. Das Highlight ist ein sehr schwieriger Überhang (D), welcher aber umgangen werden kann. Für Kulturinteressierte befindet sich beim Ausgangspunkt ein Heimatmuseum.

Ein Übungsklettersteig der auch im späten Herbst offen hat ist in Latschau. foto (c) kinderoutdoor.de

Am Klettersteig Marokka erlebt man Fieberbrunn aus der Vogelperspektive. Auf der sportlichen Route (Schwierigkeitsgrad B/C, mäßig schwierig/schwierig) steigt man bestens gesichert bis zum schönen Gipfel (2.019 Meter) auf, die Tour mit alpinem Charakter vermittelt alles, was sich ein Klettersteigfan wünscht: Eine spannende Routenführung, fordernde Passagen, eine schwingende Seilbrücke und nicht zuletzt einen schönen Gipfel. Diese Route lässt sich gut mit dem Henne-Klettersteig und einer Einkehr im Wildseeloderhaus kombinieren.

Besonders beliebt an heißen Sommertagen ist der hoch gelegene Kletterpark am Pitztaler Gletscher mit gleich vier Klettersteigen – vom einfachen Erlebnissteig (B+, mäßig schwierig)  über den etwas anspruchsvolleren Murmeltiersteig (C, schwierig) und den Gamssteig (D, sehr schwierig) bis zum Steinbocksteig (D+, sehr schwierig) für Experten. Erreichbar ist der Pitztaler Kletterpark mit den Pitztaler Gletscherbahnen.

“Immer muss mindestens ein Karabiner im Stahlseil eingeklinkt sein!” erklärt Frank der Bergführer und weiter “Dass ist vor allem beim Umhängen extrem wichtig!” So einfach wie es aussieht ist das Kraxeln am Klettersteig keinesfalls. Leider kapieren dies manche Bergfreunde erst, wenn es zu spät ist und sie überfordert in der Wand sind. Besonders mit der Familie ist es wichtig, gut vorbereitet und ausgerüstet in den Klettersteig sich zu wagen. Immer wieder gibt es auf diversen Auktionsplattformen im Internet vermeintliche Schnäppchen, was die Ausrüstung für Klettersteige angeht. Doch vorsicht! Verwendet nur Gurte, Karabiner, Helme und andere Ausrüstung, welche den aktuellen Normen entsprechen. Wichtig ist auch die Erfahrung am Berg. Dazu zählt auch, die Wetterlage richtig einzuschätzen. Wen ein Gewitter die Familie im Klettersteig überrascht, dann hat sie ein Problem. Problematisch ist es auch, mit improvisierten Material in der Felswand am Fixseil unterwegs zu sein. Ein Fahrradhelm ist zum Radeln da und bietet an der Felswand nur bedingt Schutz. Oder kennt Ihr jemanden, der mit dem Fallschirm auf einem Segelboot unterwegs ist?

Kinder am Klettersteig: In der Silvretta-Montafon, da geht das Kraxeln besonders schon!

Ein Klettersteig im Herbst ist ein geniales Erlebnis für die Familie. foto (c) kinderoutdoor.de

Lange Zustiegswege und Routen die überfordern. So hat kein Kind Freude an einer Via Ferrata. Die Konditionsstarken steigen vom Tal auf, wer es entspannter haben will, der gondelt mit der Nach der  Versettla Bahn hinauf. Von dort braucht Ihr etwa 30 Minuten bis Ihr am Stahlseil steht. Ein großer Vorteil an diesem Steig ist, dass Ihr ihn in beiden Richtungen durchkraxeln könnt. Von der Schwierigkeit her stehen Euch Abschnitte mit B und C Stellen bevor. Etwa 300 Meter ist diese gut ausgebaute Route lang und führt am Grat hinauf. Plant als reine Kletterzeit, je nach Können, zwischen 30 Minuten und einer Stunde ein. Im Winter sind hier Freerider unterwegs, die sich ins Stahlseil einklinken. Für diesen Eisenweg gibt es, ausser dass er auch für Familien gut geeignet ist, einen weiteren guten Grund: Der Ausblick. Markante Gipfel wie die Versettlaspitze oder die Madrisella, dahinter erhebt sie die Silvrettagruppe. Wandert wieder zurück zur Versettla Bahn und gondelt ins Tal runter.Rekordverdächtig ist die Zeit vom Zustieg. In nur fünf Minuten erreicht Ihr, von der Bergstation Birkhahnbahn kommend, den Klettersteig Little Balun. Hier seid Ihr im Urgestein unterwegs. Für die Kinder ist die Seilbrücke ein besonderes Abenteuer, wenn auch ein kurzes. Wenn der Felsen trocken ist, können sich hier Outdoorkids einklinken die älter als acht Jahre sind. Völlig Anfänger sind hier an manchen Passagen überfordert, denn immer wieder gibt es Querungen. Dort ist es auch wichtig, dass Eltern ihre Kinder sichern. Vom Niveau her ist dieser Klettersteit mit A/B kategorisiert, manche B-Abschnitte machen den jungen Kraxlern aber zu schaffen. Etwa 100 Höhenmeter führt Euch das Stahlseil hinauf. Plant etwa 45 Minuten bis zu einer Stunde dafür ein. Je nach dem, wie erfahren die Kinder im Klettersteiggehen sind. Am Ausstieg lohnt es sich den Blick über die Berge schweifen zu lassen. Ischgl ist bei gutem Wetter zu erkenen und auch das Paznaun. Doch am meisten beeindrucken die vielen Berge der Silvretta.