Ungewöhnliche Ausflüge für Kinder: Geysire und Dinos in Deutschland

Ungewöhnliche Ausflugsziele warten in Deutschland auf die Kinder: Dinos und Geysire. Ja, die gibt es tatsächlich. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen überrascht, wenn in Andernach der höchste Kaltwassergeysir der Welt 50 bis 60 Meter in die Höhe spritzt. Ebenso beeindruckend sind die Spuren, welche die Dinosaurier in Deutschland hinterlassen haben. Alles perfekte Ausflugsziele für die Familie.

“Das sieht aus, als wenn eine Flasche mit Mineralswasser überläuft!” spottet ein Mann. Tatsächlich sieht das was an Wasser aus der Erde austritt eher dürftig aus. Doch im Inneren baut sich ein unglaublicher Druck auf. Während in den USA oder auf Island die Fontänen aus dem Boden schießen, weil unterirdisch sich das Wasser sehr stark erhitzt, funktioniert der Geysir in Andernach anders. Im Erlebniszentrum haben wir gelernt, wie es dazu kommt. Hier konnten die Kinder experimentieren und wenn sie laut lachten, dann gab es keine bösen Blicke vom Museumspersonal. Im Gegenteil! Sie zeigen den kleinen und großen Besuchern, warum der Kaltwassergeysir in Andernach ausbricht. Vereinfacht gesagt: Es ist so, als wenn Ihr eine frische Mineralwasserflasche stark schüttelt und dann öffnet. Was dann passiert wisst Ihr sicher: Das Wasser spritzt Euch wegen dem Druck den die Kohlensäure aufgebaut hat, nur so entgegen. Ganz grob gesagt, läuft es so in Andernach ab. Riesige Co2 Bläschen drücken das Wasser zur Erdoberfläche. Im Geysir-Erlebniszentrum ist mitmachen erwünscht und für die Kinder gibt es tolle Hörspiele. Am besten hat den Outdoor-Kids die Fahrt mit dem Fahrstuhl ins Innere der Erde gefallen. Gemeinsam mit den CO2-Molekülen gingen wir auf die spannende Reise vom Erdinneren bis an die Oberfläche und zur Wasserfontäne. Bei der Tour durch die Ausstellung erfuhren wir, wie die Kaltwassergeysirs funktionieren und vieles rund um den Vulkanismus. Heiß wie Magma sind die Kinder auf das Geysir gewesen.

In der Vulkaneifel gibt es ein Geysir zu dem Ihr wandern könnt: Bei Daun im Landkreis Vulkaneifel gibt es eine solche Wasserfontäne. Im Dörfchen Wallenbronn befindet sich der Brubbel. Für Wissenschaftler ist es ein Kaltwasser Geysir, für die Kinder etwas spannendes! Alle 35 Minuten gibt es eine etwa vier Meter hohe Fontäne. Im Untergrund befindet sich Kohlendioxid. Wenn der Druck unterirdisch durch das Gas zu groß ist, schießt das Wasser nach oben hinaus und der Brubbel ist zu sehen. Wenn die Kinder mehr über Vulkane und Geysire wissen wollen, geht mit Ihnen auf dem kinderwagentauglichen Brubbelpfad. Dort bekommt Ihr erklärt wo das Kohlendioxid in der Natur vorkommt. An zwölf Infoständen erfahrt Ihr eine Menge über die unterirdischen Geheimnisse der Vulkaneifel.

Mehr Infos unter

www.eifel.info

Dinos in Thüringen: Wandern zum T-Rex

Thüringen ist ein Muss für alle Outdoorer. Im Thüringer Wald lässt es sich wie zu Zeiten von Goethe entspannt mit der Familie wandern. Was die Wenigsten wissen: In Thüringen gibt es auch Dinos zu sehen! In Georgenthal erwartet Euch ein Saurierrundweg. Schon am Schlossplatz empfängt Euch der Platheosaurus. Braucht es noch mehr Motivation, damit die Kinder loswandern? Hier im tiefsten Thüringen erwarten Euch und die Kinder zwanzig nachgebaute Dinosaurier. Dazu gibt es Infotafeln, die Euch den jeweiligen Dino erklären. Oder die Kinder übernehmen diese Aufgabe. Folgt der Saurierfährte und wandert auf der auf der Johannisstraße zum Mühlteich. Hier steht Ihr vor dem Giraffenhalssaurier und macht seinem Namen alle Ehre. Folgt dem Weg über die Fundstätte “Bromacker” zur Lochmühle. Wer möchte kann mit den Kindern von dort mit dem Bus zurück nach Georgenthal fahren.

Sauriererlebnispfad Georgenthal

  • Länge: 4,5 Kilometer
  • Dauer: 2Stunden
  • Höhenmeter: 80
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dinofaktor: Sehr hoch
Jurassic Park? Nein die Kinder wandern auf einem Dinoweg. foto (c) kinderoutdoor.de

Dinos suchen und finden!

Fossilien kennen die meisten Kinder nur aus dem Museum. Doch es gibt auch Möglichkeiten, wie Ihr mit den Kindern Fossilien suchen könnt. Dazu braucht Ihr Hammer, Meißel und Geduld. Für die Kinder ist es ein tolles Outdoor Erlebnis nach den Fossilien selbst zu klopfen. Wir zeigen Euch wo Ihr das tun könnt!

Fossilien suchen mit KIndern: Das ist ein richtiges Outdoor-Abenteuer.  foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien suchen mit KIndern: Das ist ein richtiges Outdoor-Abenteuer.
foto (c) kinderoutdoor.de

“Suuuuuuuuuuper ich hab was gefunden!” schallt es über den Fossilienklopfplatz Hohenmirsberger Platte in der fränkischen Schweiz. Der Kalkstaub hat sich auf dem verschwitzten Gesicht von dem nun überglicklichen Jungen abgesetzt. Seit über einer Stunde klopft er mit Hammer und Meißel die Steine auf. Im Sommer ist dieser beliebte Platz für große und kleine Fossilienfreunde geöffent. Beim malerischen Ort Pottenstein unter einem Aussichtsturm befindet sich dieser Platz. Vor Ort lässt sich das Werkzeug für die ersten archäologischen Großtaten ausleihen. Wer auf der Hohenmirsbacher Platte klopfen will, der nimmt wegen den Öffnungszeiten Kontakt mit Siggi Groß auf.

Fossilien klopfen: Ein toller Fund. Wer solche Versteinerungen haben will, der muss raus gehen und selbst danach klopfen.  foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien klopfen: Ein toller Fund. Wer solche Versteinerungen haben will, der muss raus gehen und selbst danach klopfen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien suchen: Fünf mal Dinoglück für die Kinder

Im Altmühltal gibt es fünf Steinbrüche in denen Ihr mit den Kindern auf Jagd nach Versteinerungen gehen könnt. Im Besuchersteinbruch Mühlheim, er kostet Eintritt, geht Ihr 150 Millionen Jahre in der Zeit zurück. Auf mehr als 6.000 Quadratmetern findet Ihr sicher Fossilien. Vom 10 bis 16 Uhr ist diese Besuchersteinbruch geöffnet. Bevor Ihr Euch in Solnhofen, von dort kommen die weltbekannten Kalkplatten, auf die Suche nach Fossilien macht, besucht Ihr am besten das Museum. Dann sind die Kinder motiviert, wenn sie die versteinerten Flugsaurier gesehen haben. Auch für diesen Steinbruch ist Eintritt fällig. Von zehn bis 17 Uhr könnt Ihr dort die Steine aufklopfen. Kostenlos und öffentlich zugänglich ist die Fossiliensammelstelle Titting. Bis Ende Juni ist sie wegen Baurabeiten leider gesperrt.

Kinder suchen Fossilien, ob sie allerdings einen solchen Flugsaurier finden ist eher weniger wahrscheinlich.  foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder suchen Fossilien, ob sie allerdings einen solchen Flugsaurier finden ist eher weniger wahrscheinlich.
foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien suchen auf der Alb: Erst ins Urweltmuseum, dann klopfen

Auf der Schwäbischen Alb gibt es vier Steinbrüche für Fossilien. Der wahrscheinlich Tollste ist der in Holzmaden. Auf der anderen Straßenseite sehen Euch Dinos an. Sie stehen vor dem Urwelt-Museum-Hauff. Dort ist wunderbar die Welt der Dinos und die Erdgeschichte erklärt. Vor 180 Millionen Jahren ist die Schwäbische Alb unter einem tropischen Jurameer gelegen. Deshalb finden sich noch heute viele Versteinerungen aus dieser Zeit. Nach dem sich die Kinder nun über die Welt der Dinos und Fossilien besser auskennen, geht es über die Straße zum Klopfplatz. Auch hier steht eine Plastikechse aus der Urzeit und schon sind die Kinder ganz in ihrem Element und suchen Fossilien.

Das tolle beim Fossiliensammeln mit Kindern: Die Fundstücke halten ewig! Foto (c) kinderoutdoor.de

Das tolle beim Fossiliensammeln mit Kindern: Die Fundstücke halten ewig!
Foto (c) kinderoutdoor.de

Dinosaurierspuren mit den Kindern ansehen

Bereits 1921 entdeckte ein Geologe bei Bad Essen die ersten Abdrücke der Echsen. Im Laufe der Jahrzehnte suchte man gezielt den Steinbruch nach weiteren Spuren der Saurodopen ab. Ihr könnt die Dinosaurier mit einer kleinen Wanderung kombinieren. Startet beim Wanderparkplatz am “Roten Pfahl”. Er befindet sich an der Straße nach Meedorf. Im Wald folgt Ihr den ausgeschilderten Weg. Die Fundstelle ist öffentlich zugänglich und zum Schutz vor dem Wetter mit Glas überdacht. Vor wahrscheinlich 150 Millionen Jahren hinterließen die Dinosaurier hier ihre beeindruckenden Spuren. Der Rundwanderweg ist 8,6 Kilometer lang und unterwegs stehen Infotafeln sowie nachgebildete Saurier. Eine Zeitreise könnt Ihr mit den Kindern im Oberkirchener Sandsteinbruch unternehmen. Hier gibt es  140 Millionen Jahre alte Dinosaurier Spuren zu sehen. Ein großer Vorteil von diesem Fundort ist, dass es sich im Naturpark Weserbergland befindet und Ihr dort eine Menge mit den Outdoor Kindern unternehmen könnt. Ein 4,6 Kilometer langer Naturerlebnispfad bringt Euch die Welt der Dinosauer näher und die ist alles ander als langweillig. Mit den Kindern reist ihr zurück in die Kreidezeit. Wenn Ihr genaueres über dieses Naturwunder wissen wollt, geht bei einer Führung mit. In etwa zwei Stunden bringt der Guide  zu allen wichtigen Plätzen. Der sogenannte Hühnerhof bekam seinen Namen durch die vogelähnlichen Sichelklauensaurier, dessen Spuren im Sandstein zu sehen sind. Die riesigen Fußabdrücke der Iguanodonten findet Ihr ein wenig höher gelegen auf der Oberen Fährtenplatte. Der Bückeberg ist übrigens 370 Meter hoch. Beide Funde sorgten weltweit für eine Sensation. Dr. Anette Richter, Paläontologin im Landesmuseum Hannover mit ihrem Team war es, die 2007 und 2008 die Spuren im Sandstein entdeckt hat. Seit dieser Zeit reisen Wissenschaftler aus aller Herren Länder in die Bergstadt Obernkirchen, um die Fußstapfen der Saurier unter die Lupe zu nehmen.
Nun könnt Ihr mit den kleinen  Dinosaurier Fans ebenfalls auf diesen Spuren wandeln. Übrigens: Die Fährtenplatte ist mittels einer Rampe barrierefrei gestaltet. Der Besuch mit einem Kinderwagen oder einer Gehhilfe ist möglich.

Mehr Infos unter:

www.dinos-natur.de

Dinosaurier bevölkerten einmal die Erde. Warum sie ausgestorben sind, darüber sind sich die Wissenschaftler uneinig. Noch heute findet man, auch in Deutschland, Spuren von diesen gewalten Urzeit Echsen. Im Dinosaurier Park Münchehagen können Kinder etliches darüber erfahren und mitmachen. In diesem ehemaligen Steinbruch fand man zufällig 1980 die etwa 140 Millionen Jahre alten Spuren der Dinosaurier. Im Sandstein haben sich ungefähr 250 Trittsiegel verewigt. In dem Saurierpark gibt es lebensechte Nachbildungen dieser ausgestorbenen Tiere und einen 2,5 Kilometer langen Rundweg. Außerdem stehen Abenteuerspielplätze und Mitmach-Aktionen bereit. Dort lernen die Kinder 50 Millionen alte Fossilien freizulegen. Die geballte Ladung Dinos!

Donnerechsen im Teutoburger Wald

Wandern mit KIndern zu Dinosaurier: Unterwegs gibt es Nachbildungen von Dinos zu sehen. foto (c) kinderoutdoor.de

Plötzlich starrt ein Dino mit gefletschen Zähnen die Kinder an. Es ist zwar ein Zaun um das Urtier errichtet, doch der hilft wenig, wenn der verärgerte Saurier loslegt. Wir befinden uns nicht in einer der hundertsten Folgen von Jurassic Park sondern sind im Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald unterwegs. Auf dem europäischen Fernwanderweg E 11 (Niederlande – Polen) ist ein kleiner Teil ein Muss für alle begeisterten Dinofans. Der E 11 ist 2.500 Kilometer lang, unsere heutige Tour ist ein Rundweg von 6,4 Kilometer. Er führt Euch zu den berühmten Dinospuren von Barkhausen. 1921 entdeckte ein Geologe die über 150 Millionen Jahren alten Saurodopen Spuren. Seit dem Jahr 2000 sind die Abdrücke unter einem Glasdach gesichert. Ob Archäologen einmal auch von uns Spuren der Familientouren finden? Los gehts am Saurierwanderparkplatz an der K 409. Von hier ist der Weg optimal ausgeschildert. Folgt den Schildern mit der 98 vom Osnabrücker Land. Die Tour führt Euch um den Linnerberg. Der Weg führt durch den Wald und im Sommer habt Ihr es dort angenehm schattig sowie kühl. Kurzweilig ist der Weg, weil es unterwegs Infotafeln und Dinosaurier (aus Plastik) zu sehen gibt.

Dinospuren bei Barkhausen

  • Länge: 6,5 Kilometer
  • Dauer: 2,5Stunden
  • Höhenmeter: 165
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dinofaktor: Sehr hoch
Wandern im Herbst mit Kindern zu den Dinos. foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien mit Kindern im Allgäu suchen

Vor 2oo Millionen Jahren ist das heutige Allgäu ein idealer Ort für einen Badeurlaub gewesen. Hier wogte das karabische Meer Tethys. Der Erdmantel faltet sich auf und so entstanden an dieser Stelle die Allgäuer Alpen. Die Lebewesen vom Urmeer sanken in den ehemaligen Meeresboden ein. Er trocknete aus und so entstanden, vereinfacht erklärt, die Versteinerungen in den Felsen von diesem Abschnitt der bayerischen Berge. Im Naturpark Allgäuer Nagelfluhkette gibt es einen Abschnitt, an denen sich immer wieder Fossilien finden. Zwischen den Bergen Bölgen und Besler verläuft ein Premiumwanderweg. Für die meisten Familien ist dieser zu schwer. Es geht hinauf auf fast 1.700 Metern und führt über ein Grat. Doch wenn Ihr Euch im Schönberg Achtal zwischen der Herzberg Alpe und der Alpe Schönberg bewegt, dann stehen die Chancen gut, die eine oder andere Versteinerung zu finden. Über 120 Millionen Jahre sind diese Fossilien alt. Bei jedem Schritt den sie tun, starren die Knilche gebannt auf den Boden. Bücken sich, drehen immer wieder einen Stein um und jubeln, wie bei einem Lotto-Sechser, wenn sie Urzeit-Muscheln oder Schnecken finden. Nehmt möglichst leere Rucksäcke mit, denn die Kinder füllen sie Euch mit Fossilien. Im Sommer ist die Herzbergalpe und die Alpe Schönberg bewirtschaftet.

Abschnitt  der Beslerrunde

  • Länge 4 Kilometer
  • Höhenmeter: 190
  • Dauer: zwei  Stunden

Wandern mit Kindern in der Eifel: Korallensuche und Barfußpfad für die Familie

Ein geologisches Lehrbuch ist die Eifel. Unsere Rundtour startet beim Naturzentrum von Nettersheim. Von dort ab ist der Weg gut beschildert. Das GPS kann zuhause bleiben. Zuerst geht es an einem Schaugarten vorbei. Dort riecht Ihr, wie die Eifel duftet. Doch die Kinder wollen Fossilien finden. Wandert zur Reise in die Baumwipfel. Nehmt Euch für diese Station entsprechend Zeit. Weiter auf dem Weg passiert Ihr den  Auf dem  Römerweiher. Hier lohnt es sich zu pausieren. Haltet Euch bei der nächsten Abzweigung rechts. Der Weg führt Euch über den Bahndamm. Von dort geht es weiter bergan. Bald erreicht Ihr einen Parkplatz. Dort haltet Ihr Euch rechts. Jetzt geht es über eine hölzerne Treppe zu einem Heiligtum, das sich dort befand. Wieder geht es zurück zum Parkplatz. Noch einmal überquert Ihr den Bahndamm und wandert zu einem Steinbruch. Noch einmal passiert Ihr einen Fund aus römischer Zeit. Wenn Ihr auf dem Hohenzug zurück nach Nettersheim seid, heißt es die Augen offen zu halten. Dort gibt es Spielstationen. Dazu gehört ein Barfußpfad, aber auch die Korallensuche.

Rund um Nettersheim

  • Länge 7 Kilometer
  • Höhenmeter: 120
  • Dauer: drei  bis vier Stunden

Fossilien sammeln mit Kindern bringt Euch und die Kleinen zusammen. Plötzlich sitzen die Eltern neben den Kindern und klopfen ebenso konzentriert die Steine auf. Alle freuen sich über eine versteinerte Muschel, Schnecke oder Pflanze. Doch die Fossilien finden sich nur an bestimmten Stellen. Wir stellen Euch die Orte vor, wo es sich lohnt mit den Kindern Fossilien zu sammeln.

Die Taschen sind ausgebeult. Gespannt sind die Nähte vom Rucksack. Schweißperlen ziehen sichtbar ihre Bahnen durch den Staub im Gesicht. Mit schweren Beinen geht es voran. Wir sehen hier keinen Goldgräber auf dem Nachhauseweg sondern ein Kind, nach zwei Stunden Steineklopfen seine Schätze abtransportiert. Ammoniten, Korallen sowie Muscheln haben die Kleinen eifrig gesucht und gefunden. Überall klopft es.

Das solltet Ihr zum Fossilien sammeln mit Kindern mitnehmen:

Optimal ausgerüstet haben die Kinder den meisten Spaß an der Suche nach Versteinerungen. Wenn im Sommer die Sonne auf die brache Fläche von einer Fossiliensammelstelle herunter brennt, kann es ohne Sonnenschutz unangenehm sein. Für Kinder und Erwachsene.

Eine Frage welche Euch die Kinder auf jeden Fall stellen: Wie kommen die Schnecken und Muscheln in den Stein?

Wenn vor Millionen Jahren im Jurameer ein Tier starb, dann sank es auf den Boden des Gewässers. Im Gegensatz zu heute, fehlte im Wasser der Sauerstoff. Die toten Tiere am Meeresgrund verweste kaum. Ein Film aus Bakterien bildete sich auf dem Kadaver. Die Strömungen unter Wasser schütten die Tierleiche immer mehr zu. Die Weichteile verwesten Durch Pressungen entstanden im Lauf der Millionen Jahre die heutigen Fossilien.

Fossilien suchen mit Kindern: Das ist im Steinbruch Fischer in Holzmaden möglich. foto (c) kinderoutdoor.de

Versteinerte Muscheln und Haizähne finden die Kinder bei ihrer Suche. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder und Eltern suchen gemeinsam nach Versteinerungen. foto (c) kinderoutdoor.de

Stolz sind die Kinder wenn sie Fossilien gefunden haben. foto (c) kinderoutdoor.de

Fossilien sammeln mit Kindern: Äquator in der Eifel

In Nettersheim, Eifel, befindet sich ein sehenswertes Naturzentrum. Hier können sich die Kinder dank eines großen Aquariums vorstellen, wie vor über 300 Millionen Jahren es hier ausgesehen hat. Damals lag die heutige Eifel nahe dem Äquator und entsprechend sind auch die Temperaturen gewesen. In den Kindern ist das Jagdfieber ausgebrochen. Versteinerungen aus dieser Region gibt es im “Haus der Fossilien” zu sehen. Der “Fossilienacker” ist das ideal Jagdrevier nach den Fossilien. Wer möchte kann mit Experten auf die Suche gehen oder selbst den Fossilienacker absuchen.

Fossilien sammeln mit Kindern: Im Altmühltal klopfen

Gratis ist die Fossiliensammelstelle Titting. Grob erklärt ist es ein riesiger Sandkasten  mit Kalkbruchsteinen gefüllt. Da ganze Jahr über ist die Fundstelle geöffnet und  sie befindet sich oberhalb vom Ort Titting. Wer im Urlaub keinen Hammer oder Meißel dabei hat, leiht sich diese bei der Touristeninfo aus. Hier zeigen die Mitarbeiterinnen wie Ihr zur Fossiliensammelstelle „Am Galgenberg“ kommt. Langweilig ist es für die Kinder auf keinen Fall wenn sie Fossilien sammeln. Hier  klopfen auch Gleichlatrig und so haben die Kleinen schnell neue Spielkameraden. Eine andere Sammelstelle befindet sich im Steinbruch bei Schamhaupten. Vom 1. April bis zum 31. Oktober ist die Sammelstelle offen. Vor Ort lässt sich kein Werkzeug ausleihen, deshalb nehmt Hammer und Meißel bitte selbst mit. Interessant ist  auch der Fossilienlehrpfad der sich dort befindet. Ein Klassiker ist der Blumenberg bei Eichstätt. Hier im Steinbruch begrüßt der Allosauraus die großen und kleinen Fossiliensucher.

Fossilien sammeln mit Kindern in Brandenburg

Seit siebenhundert Jahren bauen Arbeiter im brandenburgischen Rüdersdorf Kalkstein ab. Den aktiven Tagebau können sie nicht besichtigen, aber den Museumspark. Auf dem Außengelände machen sich die Kinder auf sie Suche anch Muscheln und Haizähnen. Wer möchte kann seine Funde auch präparieren.

Kinder suchen Fossilien auf der Schwäbischen Alb

Das Museum Hauff solltet Ihr unbedingt gesehen haben. Hier gibt es den Ichthyosaurus zu bewundern. Ein Fischsaurier mit unglaublichen Appetit. Fast 1.000 versteinerte Tiere fanden die Forscher um den Ort Holzmaden auf der Schwäbischen Alb. Wunderbar präpariert gibt es die Fossilien im Museum Hauff zu bestaunen und einen urzeitlichen Baumstamm mit hunderten von Wasserlilien. Im Schieferbruch Ohmen gibt es die Möglichkeit im Schiefer selbst nach Fossilien zu suchen. Vis a vis vom Museum befindet sich der Steinbruch Fischer, auch hier finden die Besucher tolle Versteinerungen.

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