Paddeln in der Stadt mit Kindern: Leinen los in Hamburg, Berlin und Oldenburg

Paddeln in der Stadt hört sich im ersten Moment so an, wie Ananas-Anbau in Oberfranken. Doch es gibt Städte, die sind nah ans Wasser gebaut und hier lohnt es sich zu einer ganz anderen Stadtführung aufzubrechen: Die ganze Familie steigt ins Kanu und paddelt los. Sogar organisierte Paddeltouren in den Städten gibt es. In Hamburg, Berlin und Oldenburg seid Ihr auch gut im Kajak oder Kanu mit den Kindern unterwegs.

“So dann setzen sich mal die Lütten rein!” bittet ein freundlicher Mann von der Kanuvermietung die Kinder ins Kajak. Für Familien die gerne paddeln ist die Hansestadt ein ideales Revier. Eindrücke die Fußgänger nie haben, bekommen die großen und kleinen Paddler zu sehen. Alte Villen, prächtige Bäume, verschlungene und enge Kanäle gibt es in der Metropole an der Elbe zu entdecken. In Hamburg gibt es mehr Brücken als in Venedig und niemand muss Angst haben, mit einer Gondel zu kollidieren. Auch vor den Containerfrachtern braucht sich kein Paddler zu fürchten. In deren Fahrwasser kommen wir nicht. Wir sind auf der Alster unterwegs. Einheimische unterscheiden sie, ganz hanseatisch korrekt, in Binnen- und Außenalster. In Schleswig-Holstein entspringt der 56 Kilometer lange Fluß und mündet bei Hamburg in die Elbe. Einheimische Paddler und Touristen sind gerne auf der Alten Alster unterwegs. Die alten gemauerten Seitenkanäle sind für Paddler ein Abenteuer. Vllig anders präsentiert sich Hamburg vom Wasser aus in Wilhelmsburg. Hier liegen historische Industriebauten und eine wilde Natur eng zusammen. Mit 35 Hektar ist die Wilhelmsburg die größte Binneninsel von Europa und hat genügend Kanäle, auf denen die Familie paddeln kann. Vor Stromschnellen braucht hier niemand Angst zu haben. Für Kinder ideal ist die Tour am Inselpark. Ein weiterer Vorteil von Paddeln in Hamburg: Das eigene Boot könnt Ihr zuhause lassen, denn es gibt in der Hansestadt viele Kanuverleiher. (youtube Video (c) Stadt Hamburg)

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

 

 

Paddeln in der Stadt mit Kindern: Canoe and the city

“Wie komme ich am schnellsten zur Dahme?” fragt ein Paddler einen Berliner. Der Haupstädter zuckt die Schultern und meint nur “Na hörn´se mal, seh ick aus wie ein Heiratsvermittler!” 95 Kilometer ist die Dahme lang. Etwa elf Kilometer fließt dieser Nebenfluss der Spree durch Köpenick. Zuerst geht es an der Rohrwall-Insel vorbei. Dieses Eiland kennen nur die allerwenigsten Berliner. Ganz anders verhält es sich mit der Schlossinsel. Sie liegt in der Dahme kurz bevor der Fluß in die Spree mündet. Hier liegt das prächtige Schloss Köpenick im barocken Stil. Vis a Vis davon auf dem Festland ist das Rathaus von diesem Stadtteil. Weiter paddelt Ihr auf der der Müggelspree. Verwechselt diesen Abschnitt der Spree bitte nicht mit dem Müggelsee. Umrundet auf der Alten Spree die Baumgarteninsel. Zu Kaisers Zeiten sind hier die Wäscherinnen gewesen und gingen ihrer harten Arbeit nach. Heute befinden sich auf der Insel Kleingärten. Auf der Dahme geht es wieder zurück zur Stelle, wo Ihr die Boote eingesetzt habt.

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Paddeln in der Stadt mit Kindern: Auf dem Haaren durch Oldenburg

Zwei Stunden dauert die offizielle Stadtführung durch Oldenburg. Wer hier mit will, muß schwimmen können und eine Regenjacke dabei haben. Anstatt über Kopfsteinpflaster in der Gruppe durch die historische Innenstadt von Oldenburg zu gehen, paddelt die Familie auf der Haaren und dem früheren Befestigungsgraben. Mit dabei ist ein Stadtführer, der zu den verschiedenen Bauwerken die vom Wasser aus zu sehen sind und der Geschichte von Oldenburg einiges zu erzählen hat. 27 Euro kostet pro Person eine solche Führung, doch sie ist das Geld wert, denn das Kanu ist in dem Preis inkludiert.

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