Outdoor Bekleidung imprägnieren: Das ist Trocken Roll

Outdoor Bekleidung imprägnieren ist im Herbst angesagt. Schließlich soll die Outdoor Bekleidung auch bei Schmuddelwetter dicht halten. Wir zeigen Euch wie Ihr die Regenjacken und Hosen richtig imprägniert und wie Ihr das Ganze ein wenig aufschieben könnt.

Für eine Reportage sprach ich mit einem Sporthändler. Er kam im Verlauf des Gesprächs auf eines seiner lustigsten Erlebnisse: Ein Kunde beschwerte sich bei ihm über das von einem seiner Verkäufer empfohlene Impräniermittel. “Seit dem ich es verwendet habe, stinkt meine Kleidung!” schimpfte der Kunde und zeigte seine Outdoorjacke her. Da musste sich der Sporthändler sehr zusammen nehmen um nicht laut loszulachen. Der Kunde hatte seine Jacke von innen mit Imprägnierspray behandelt, weil er meinte, dass das Mittel direkt auf die Membrane gehört. Diese ist durch den Außenstoff geschützt. Damit dieses nicht Feuchtigkeit aufnehmen kann, muss es imprägniert sein. Bisher setzten etliche Hersteller von Outdoor Bekleidung PFC ein. Doch Versuche an Ratten zeigten, wie dieses Mittel auch im Körper wirkt. Laut USEPA vergrößerten sich die Lebern der Tiere und die Fruchtbarkeit ließ deutlich nach. Andere Untersuchungen zeigten, dass sich PFC unter anderem negativ auf das Immunsystem der Kinder auswirken kann. Bekannte Hersteller, wie Nikwax, haben die Flourkarbone völlig aus dem Sortiment ausgeschlossen.

Outdoor Kleidung richtig imprägnieren und alles ist in trockenen Tüchern.  foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor Kleidung richtig imprägnieren und alles ist in trockenen Tüchern.
foto (c) kinderoutdoor.de

Outdoor Bekleidung imprägnieren: Erst mal in den Trockner!

Warum lässt die Imprägnierung bei Regenjacken oder Hosen nach? Wer regelmäßig einen Rucksack oder Umhängetasche um die Outdoorjacke hat, bei dem reibt sich die Imprägnierung mechanisch ab. Doch selbst die hochwertigste Imprägnierung lässt nach einiger Zeit nach. Bevor Ihr zu Imprägniersprays greift, probiert bitte folgendes aus: Gebt die Outdoorkleidung in den Trockner und wählt eine mittlere Temperatur (um die 60 Grad). Nach 30 Minuten holt die Funktionstextilien wieder raus und testet, ob die Imprägnierung wieder reaktiviert ist. Die Chancen dazu stehen gut. Hat die Imprägnierung nachgelassen dann merkt Ihr es daran, dass die Nässe über die Außennähte, den Säumen ins Innere der Outdoor Kleidung zieht. Auch die Leistung der Membrane lässt deutlich nach. Außerdem speichert der äußere Stoff die Nässe und entsprechend schwer sind dann die Regenjacken und Hosen. Wenn Ihr das Außenmaterial imprägniert, dann legt sich dieses Mittel um dessen Fasern. Die Membrane ist davon unbetroffen. Durch das Imprägniermittel weist dieser Stoff an der Außenseite das Oberflächen Wasser wie Regentropfen oder geschmolzene Schneeflocken wieder ab. Bei Kinderbekleidung kommt hinzu, dass sich der Schmutz weniger gut festsetzen kann.

Outdoorkleidung imprägnieren: Mach den Tropfen Test

Wenn Ihr wissen wollt ob die Kinderjacken oder Hosen perfekt imprägniert sind, lasst ein wenig Wasser darauf tropfen. Perlt es ab, ist die Imprägnierung in Ordnung. Zwei Arten von Imprägnierungen gibt es: Die einen kommen in die Waschmaschine, die anderen Mittel sprüht Ihr auf. Wichtig ist, dass Ihr vor dem Waschen oder Einsprayen die Gebrauchsanweisung lest. Einge Imprägnierungen müsst Ihr nach dem Trocknen mit einem Lappen einreiben oder die Kleidung Wärme aussetzen. Das kann im Trockner oder mit dem Föhn sein.

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