Die Wildkräuter-Entdeckung geht in die letzte Runde. Jetzt warten zehn weitere essbare Pflanzen darauf, von kleinen Naturdetektiven entdeckt zu werden. Außerdem zeigen wir spannende Sammelspiele für Familien, geben praktische Tipps für sichere Kräuter-Abenteuer und beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Sammeln mit Kindern.
21. Vogelmiere
Die Vogelmiere wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Trotzdem steckt in diesem kleinen Kraut eine echte Überraschung.
So erkennt ihr sie
- kleine weiße Blüten
- zarte, ovale Blätter
- weiche Stängel
Geschmack
Vogelmiere schmeckt mild und erinnert leicht an frische Erbsen.
Verwendung
Sie passt wunderbar in:
- Salate
- Kräuterquark
- Butterbrote
Naturfakt: Viele Vögel fressen die Samen der Vogelmiere. Daher kommt auch ihr Name.

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22. Huflattich
Schon sehr früh im Jahr zeigt der Huflattich seine gelben Blüten.
Erkennungsmerkmale
- gelbe Blüten vor den Blättern
- große, hufförmige Blätter
Die Pflanze ist spannend zu beobachten. Allerdings sollte sie nicht regelmäßig gegessen werden, da sie natürliche Inhaltsstoffe enthält, die problematisch sein können.
KinderOutdoor-Tipp: Lieber anschauen, fotografieren und bestimmen.
23. Spitzwegerich
Der Spitzwegerich wächst fast überall.
Erkennen
- schmale Blätter
- fünf deutliche Blattadern
- längliche Blütenstände
Verwendung
Junge Blätter können fein geschnitten in Kräutermischungen verwendet werden.
Außerdem ist Spitzwegerich ein spannendes Beispiel dafür, wie widerstandsfähig Pflanzen sein können.

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24. Scharbockskraut
Im Frühjahr leuchten seine gelben Blüten im Wald.
Wichtig:
Nur sehr junge Blätter vor der Blüte werden traditionell genutzt. Nach der Blüte steigt der Gehalt bestimmter Inhaltsstoffe.
Deshalb gilt für Familien:
Nur mit sicherer Bestimmung sammeln und lieber kleine Mengen verwenden.
25. Wilde Rauke
Die Wilde Rauke bringt Würze auf den Teller.
Geschmack
Sie schmeckt deutlich kräftiger als normale Salatrauke.
Verwendung
- Pizza
- Salate
- Kräuterquark
Kinder können dabei lernen, wie unterschiedlich Pflanzen schmecken.
26. Brennender Hahnenfuß
Hier ist Vorsicht angesagt.
Obwohl viele Hahnenfuß-Arten auffällige gelbe Blüten besitzen, gehören sie nicht in den Sammelkorb.
Kinderwissen:
Nicht jede schöne Blume ist automatisch essbar.
Diese Pflanze eignet sich deshalb besser zum Beobachten und Bestimmen.
27. Wilde Petersilie
Die Wilde Petersilie gehört zu den Pflanzen, bei denen besondere Vorsicht nötig ist.
Denn einige giftige Pflanzen sehen ähnlich aus.
Für Kinder gilt deshalb:
Nur sammeln, wenn eine erfahrene Person die Pflanze eindeutig bestimmt hat.
28. Sauerampfer
Der Sauerampfer gehört zu den Lieblingspflanzen vieler Kinder.
Erkennungsmerkmale
- längliche Blätter
- frischer, säuerlicher Geschmack
Verwendung
Kleine Mengen passen gut:
- in Salate
- auf Brote
- in Kräutermischungen

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29. Gänseblümchen
Das kleine Blümchen begleitet Familien fast überall.
Verwendung
Die Blüten machen:
- Salate bunter
- Butterbrote schöner
- Kräuterquark spannender
Außerdem lernen Kinder mit Gänseblümchen besonders einfach, dass essbare Pflanzen direkt vor der Haustür wachsen.
30. Löwenzahn
Zum Abschluss darf ein echter Klassiker nicht fehlen.
Der Löwenzahn begleitet Kinder von der ersten Pusteblume bis zur eigenen kleinen Kräuterküche.
Verwendung
- junge Blätter im Salat
- Blüten als Dekoration
- Sirup aus Blüten
Naturfakt: Eine Pusteblume ist kein einzelner Samen. Sie besteht aus vielen kleinen Flugkörpern, die der Wind verteilt.
Spannende Wildkräuter-Sammelspiele für Kinder
1. Das Duft-Quiz
Ein Kind schließt die Augen. Danach hält ein anderes Kind vorsichtig ein Blatt bereit.
Kann der Duft erraten werden?
2. Die Farben-Challenge
Wer entdeckt zuerst:
- eine gelbe Blüte?
- ein rotes Blatt?
- eine weiße Blume?
3. Kräuter-Detektive
Jedes Kind bekommt eine Aufgabe:
„Finde eine Pflanze mit runden Blättern.“
„Suche ein Kraut, das nach Knoblauch riecht.“
4. Das Wildkräuter-Memory
Fotografiert verschiedene Pflanzen.
Zu Hause werden die Bilder sortiert und gemeinsam bestimmt.
5. Mein Natur-Tagebuch
Kinder zeichnen Pflanzen, kleben Fotos ein oder schreiben spannende Fakten dazu.
So entsteht mit der Zeit ein persönliches Naturbuch.
Praktische Tipps für Familien
Eine kleine Ausrüstung reicht
Ihr braucht keine große Outdoor-Ausrüstung.
Hilfreich sind:
- kleiner Korb
- Lupe
- Bestimmungsbuch
- Handy für Fotos
- Trinkflasche
Der richtige Sammelort
Sammelt besser:
- auf unbelasteten Wiesen
- am Waldrand
- im eigenen Garten
Vermeidet:
- Straßenränder
- Hundewiesen
- gespritzte Flächen
Gemeinsam bestimmen
Kinder sollten Pflanzen nicht alleine ausprobieren.
Bestimmt neue Kräuter immer gemeinsam. Dadurch wird Sammeln sicherer und macht außerdem mehr Spaß.

Wildkräuter für Kinder. Foto (c) kinderoutdoor.de
FAQ: Wildkräuter mit Kindern sammeln
Ab welchem Alter können Kinder Wildkräuter entdecken?
Schon kleine Kinder können Pflanzen beobachten, riechen und vergleichen. Beim Essen sollten Erwachsene jedoch immer mitbestimmen.
Welche Wildkräuter sind für Anfänger geeignet?
Löwenzahn, Gänseblümchen und Spitzwegerich gehören zu den einfacheren Arten.
Trotzdem gilt: Jede Pflanze muss sicher erkannt werden.
Darf man überall Wildkräuter sammeln?
Nein. Naturschutzgebiete, geschützte Pflanzen und private Grundstücke sind tabu.
Können Kinder Wildkräuter direkt essen?
Besser nicht. Wascht gesammelte Pflanzen gründlich und bestimmt sie vorher sicher.
Warum sind Wildkräuter spannend für Kinder?
Weil sie Natur zum Anfassen bieten. Kinder entdecken, dass Lebensmittel nicht nur aus dem Supermarkt kommen.
Was tun, wenn man eine Pflanze nicht kennt?
Nicht pflücken und nicht probieren.
Fotografieren, bestimmen und später wiederkommen.
Fazit: Wildkräuter machen jeden Spaziergang zum Abenteuer
Wildkräuter sind kleine Naturwunder direkt vor unserer Haustür. Sie machen aus einem normalen Spaziergang eine Entdeckungsreise und bringen Kinder dazu, genauer hinzusehen.
Dabei geht es nicht nur ums Sammeln. Viel wichtiger ist die Verbindung zur Natur. Kinder lernen Pflanzen kennen, entwickeln Respekt vor Lebensräumen und entdecken, wie vielfältig unsere Umwelt ist.
Mit etwas Neugier, einer Lupe und offenen Augen wird jede Wiese zum Abenteuerplatz.
Denn manchmal liegt der spannendste Schatz nicht am Ende eines Wanderweges – sondern direkt am Wegesrand.

