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Kinder fahren Schlitten: Skihelme reduzieren Unfallrisiko

Kinder fahren Schlitten, aber nur mit Skihelm. Wer sein Kopf beim Rodeln schützt, ist klar im Vorteil! Leider fahren nur wenige Kinder und Erwachsene Schlitten mit einem Skihelm auf dem Kopf. Kollisionen können schwere und schwerste Verletzungen nach sich ziehen. Der ADAC hat in einer Skihalle Unfälle mit Schlitten simuliert und ausgewertet. Die Ergebnisse legen nahe, dass Outdoorkids und Erwachsene einen Skihelm brauchen.

Die Wenigsten tragen beim Schlittenfahren einen Helm. Er sollte aber nicht nur beim Fahrrad- und Skifahren zur Grundausstattung gehören, auch beim Rodeln kann ein Helm lebensgefährliche Verletzungen um ein Vielfaches mindern. Der ADAC hat mit Hilfe von Crashtests untersucht, wie viel besser der Kopf eines Schlittenfahrers bei einer Kollision geschützt ist, wenn ein Skihelm getragen wird. Ergebnis: Ein Helm reduziert die Belastung auf den Kopf um mehr als 70 Prozent, die Wahrscheinlichkeit einer schweren Kopfverletzung sinkt um 80 Prozent. Eine Unfalldatenanalyse von Einsätzen der ADAC Luftrettung aus den Jahren 2018 bis 2021 ergab, dass knapp die Hälfte der verunglückten Wintersportler Schlittenfahrer waren und deren Verletzungsschwere höher war als die der Ski- und Snowboardfahrer.

Kinder fahren Schlitten, aber bitte nur mit Helm um schwere Verletzungen zu vermeiden. foto (c) ADAC/Sascha Kreklau

Welche Verletzungen ziehen sich Schlittenfahrer zu?

Während sich Ski- und Snowboardfahrer vermehrt infolge eines Sturzes verletzten, brauchten Schlittenfahrer oft medizinische Hilfe nach einer Kollision mit einem Baum oder anderen Objekten. Auch die Verletzungsmuster waren unterschiedlich: Bei Ski- und Snowboardfahrern wurden Traumata der unteren Extremitäten am häufigsten diagnostiziert, bei Schlittenfahrern Schädel-Hirn-Traumata.

Was passiert bei Kollisionen mit dem Schlitten? Der ADAC wollte es wissen und führte einen professionellen Test durch. foto (c) ADAC / Sascha Kreklau

Kinder fahren Schlitten: 3% tödlich!

Für den Test stellten die ADAC Ingenieure Crashs in einer Skihalle nach. Dafür wurde der so genannter Biofidel-Dummy eingesetzt. Während herkömmliche Dummies möglichst unzerstörbar sein sollten, besteht der innovative Biofidel-Dummy aus Weichteilen, Knochen und Sehnen, die dem Menschen nachempfunden sind und die bei einer entsprechenden Last brechen, sich dehnen und reißen wie bei einem realen Unfallopfer. Das Gewicht dieser Dummies beträgt 78 Kilo bei einer Körpergröße von 1,75 m. Sensoren messen außerdem die Beschleunigung des Kopfes beim Aufprall. Bei den Crashtests saß der Dummy auf einem Holzschlitten und fuhr mit 25 km/h gegen eine Holzbarriere. Mit und ohne Helm prallte der Dummy zuerst mit den Beinen und danach mit dem Kopf gegen das Hindernis. Das Tragen des Helms reduzierte die Belastung auf den Kopf um mehr als 70 Prozent. Durch einen Skihelm sinkt daher die Wahrscheinlichkeit einer schweren Kopfverletzung von 90 Prozent ohne Helm auf nur 10 Prozent. Übrigens: Die Wahrscheinlichkeit einer tödlichen Kopfverletzung beim Aufprall ohne Helm liegt immerhin noch bei 3 Prozent. Der Aufprall mit und ohne Helm lässt sich mit einem Frontal-Crash bei 50 km/h vergleichen, bei dem der Kopf auf einen Airbag oder ungeschützt auf dem Lenkrad aufschlägt.

Die Experten vom ADAC rüsten sich zum Test. foto (c) ADAC / Sascha Kreklau

Was empfiehlt der ADAC Schlittenfahrern?

Deshalb empfiehlt der ADAC Schlittenfahrern, sowohl auf dem örtlichen Schlittenberg als auch auf der Rodelbahn im Skigebiet, unbedingt einen Helm zu tragen. Insbesondere Kinder haben ein hohes Risiko mit dem Schlitten zu verunglücken und schwere Kopfverletzungen zu erleiden.

Die ADAC Ingenieure werten die Daten von einem Crash-Test Dummi aus. foto (c) ADAC / Sasch Kreklau

Wie sollen Rodler fahren?

Eine vorausschauende Fahrweise und Rücksichtnahme auf andere Wintersportler sollten selbstverständlich sein. Auf und neben Rodelstrecken sollten mögliche Gefahrenquellen wie Bäume oder Objekte durch Fangzäune oder Schutzmatten entschärft werden.

Der ADAC zeigt mit seinen Daten aus den Crashtests, warum ein Skihelm kein Luxus ist. foto (c) ADAC

Kinder fahren Schlitten

Kinder fahren Schlitten und gehen damit einen alten Vergnügen im Winter nach. Wir stellen Euch heute Rodelbahnen vor, worauf Ihr beim Schlitten fahren achten solltet und wie Ihr den Schlitten perfekt präpariert. Wer seinen Schlitten richtig pflegt, kommt flotter und auch sicher um die Kurven. Wir zeigen Euch worauf Ihr beim Schlitten fahren achten solltet.

 

Sobald die Baumkronen glitzern, die Berggipfel weiß getüncht und die Wiesen von einer leichten Schneedecke bedeckt sind, ist der Winter in Pfronten eingezogen. Mit den kälteren Monaten kommt die Zeit der Wintersportler, die die vielen Angebote rund um den beliebten Ferienort nutzen. Auch Familien kommen in den Genuss von Aktivitäten an der frischen Luft – und freuen sich zwischendurch oder hinterher über regionale Köstlichkeiten in den vielen Einkehrmöglichkeiten. So geht es vom Breitenberg auf Skiern, auf dem Snowboard oder auf dem Schlitten rasant bergab, während kleinere Skigebiete und ruhige Winterwanderungen im Tal auf kleine und große Gäste warten.

Kinder Schlittenfahren
Kinder rodeln deutlich flotter auf diesem Sportgerät als auf einem herkömmlichen Schlitten.
foto (c) kinderoutdoor.de

Worauf solltet Ihr beim Schlittenfahren achten?

Beim Schlittenfahren solltet Ihr bitte darauf achten:

  • Nehmt beim Schlittenfahrer Rücksicht auf andere Wintersportler
  • Erkundigt Euch ob die Rodelbahn auch freigegeben ist
  • Zieht feste Schuhe, warme Kleidung und einen Helm an
  • Um Zusammenstöße zu vermeiden steigt Ihr rechts neben dem Schlittenhügel auf
  • Wählt die Geschwindigkeit so, dass Ihr jederzeit den Schlitten zum Stehen bringt
  • Wenn Euch andere Rodler nicht bemerken und die Gefahr einer Kollission besteht, macht auf Euch aufmerksam
  • Skipisten sind für Skifahrer gedacht.
  • Wer rodelt trinkt keinen Alkohol
Schlittenfahren mit Kindern: Der Start für den Bärenritt befindet sich an der Bergstation vom Sunjet, hinter dem Berggasthof Jägerhaus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder fahren Schlitten auf der längsten Natur-Rodelbahn im Allgäu

Gleich fünf Rodelbahnen locken Winterfreunde in Pfronten zu einem rasanten Erlebnis auf Kufen. Die Piste am Hausberg, dem imposanten Breitenberg, ist mit ihren sechseinhalb Kilometern sogar die längste Natur-Rodelbahn im ganzen Allgäu. Mit der Breitenbergbahn geht es hinauf zur Bergstation, wo sogleich die Sonnenterrassen der Hochalp Hütte und des Berghauses Allgäu auf hungrige und durstige Abenteurer warten. Wer einen noch weiteren Panoramablick über das Allgäu und die Tiroler Alpen genießen möchte, erreicht nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch die bewirtschaftete Ostlerhütte auf 1.838 Metern. Mit dem Vierer-Sessellift „Hochalpbahn“, geht es von der Bergstation weiter nach oben, zum Start der Rodelbahn. Von dort rasen alle Adrenalinliebhaber mit dem Schlitten flink bergab. Unten angekommen, bringt ein kostenloser Shuttlebus die Rodler schließlich wieder an den Ausgangspunkt, die Talstation der Breitenbergbahn. Ausführliche Informationen über den Routenverlauf, Höhenmeter und Einkehrmöglichkeiten entlang der Rodelbahnen bietet die Pfronten Outdoor App.

Winter Schnitzeljagd mit dem spekatulären Ringelstechen vom Schlitten aus.
foto (c) kinderoutdoor.de

Was ist der Unterschied zwischen einem Schlitten und einer Rodel?

SCHLITTEN RODEL
  • Flache Kufen
  • Schräge Kufen
  • Starres Gestell
  • Flexibles Gestell
  • Steuerung durch bremsen
  • Steuerung durch Gewichtsverlagerung
  • Lattensitz
  • Gurt- oder Stoffsitz
  • kann beim Geradeausfahren abdriften
  • spurtreu
  • schmale Metallkufen
  • breite Metallkufen
  • Hörner nach oben gebogen
  • Hörner nach innen gebogen
Kinder
Kinder rodeln: Der Unterschied zwischen einer Rodel und einem Schlitten ist hier gut zu sehen. Die Kufen stehen schräg.
foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder fahren Schlitten: Fünf Gründe warum es der ganzen Familie Spaß macht zu rodeln

Schlittenfahren ist im Winterurlaub für die meisten eher ein Beiwerk. Wenn die Kinder keine Lust auf´s Skifahren haben, dann geht eben die ganze Familie zum Rodeln. Wobei die Teenager meistens motzen wie ein angehender US-Präsident auf Twitter. Dabei gibt es fünf gute Gründe, mit der Familie zu rodeln. 

“Ob als Familie mit dem Nachwuchs oder mit Freunden in der Gruppe, beim Rodeln ist keiner ausgeschlossen!” sagt der Papst. Der Rodel-Papst Stefan Herbke. Er veröffentlicht regelmäßig den meistgelesensten Rodelführer.

Schlittenfahrer brauchen keine Lift und kommen, fast jeden Hang, runter.  foto (c) kinderoutdoor.de
Schlittenfahrer brauchen keine Lift und kommen, fast jeden Hang, runter.
foto (c) kinderoutdoor.de

Grund Nummer eins zum Schlittenfahren: Kein Lift? Kein Problem!

Skifahrer, außer sie sind mit Tourenski unterwegs, brauchen einen Lift um die Piste raufzukommen. Das gilt auch für Snowboarder. Schlittenfahrer hingegen haben den abgeänderten Bob Marley Song auf den Lippen:” No lift, no cry!” Einfach den Hang hinauf gestapft und rundergerodelt. So einfach ist das.

Grund Nummer zwei fürs Rodeln: Überall findet sich ein Hang mit Schnee

In Bergwelten könnt Ihr es lesen: Selbst in den Hauptstädten der Bundesländer ist Schlittenfahren möglich. Hamburg hat sogar eine Rodelbahn im Bergedorfer Gehölz, die fast einen Kilometer lang ist. Außerdem gibt es in Hamburg-Wittenburg die Alpincenter Skihalle in der das ganze Jahr Snowtubing möglich ist. In fast jedem Ort oder Großstadt gibt es einen Hügel der, wenn es denn Schnee hat, zum Rodeln geeignet und zu Fuß erreichbar ist.

Grund Nummer drei fürs Rodeln: Niemand muss ein Techniker sein

“Jeder kann sich auf einen Schlitten setzen und losfahren, die Technik spielt dabei keine Rolle, man sollte nur sein Tempo seinem Können anpassen,” findet der Rodelpapst Stefan Herbke. Im Gegensatz zum Skifahren oder Snowboarden sind keine teuren Kurse nötig um fürs Schlittenfahren die nötige Technik zu erlernen.

Nachtrodeln ist für Kinder und Jugendliche der ultimative Spaß im Winterurlaub. foto (c) kinderoutdoor.de
Keine Technik? Kein Problem! Rodeln ist einfach zu erlernen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Grund Nummer vier zum Schlittenfahren mit der Familie: Der Preis ist klein!

Wer sich eine Skiausrüstung kaufen muss und die Kleidung dazu, dessen Gedlbörse ist schnell so leer, wie die Truthahn-Ställe nach dem Tank´s Giving Tag in den USA. Schlittenfahren hingegen ist deutlich günstiger und schont das Budget der Familie. Dazu der Rodel-Experte Herbke:”Für den kurzen Rodelhang hinterm Haus reicht vielleicht ein Plastikrutscher, doch auf Naturrodelbahnen haben die nichts verloren. Hier sollte es schon ein stabiler Holzschlitten sein, wobei man hier nicht unbedingt das preiswerteste Modell wählen sollte. Mehr auszugeben ist nicht schwer und durchaus sinnvoll, immerhin handelt es sich hier um eine langlebige Investition – so mancher stabile Holzschlitten begleitet eine Familie ein Leben lang.”

Grund Nummer fünf zum Rodeln mit Teenagern: Pure Action!

Wer glaubt, dass nur kleine Kinder quengeln, der sollte sich manche Teenager anhören, wenn sie mit zum Schlittenfahren “müssen”. Ganz großes Drama, wie es sonst nur in der Mailänder Scala zu sehen ist. Doch Rodeln ist pure Aciton. Wer sich den Wallberg hinunterrodeln wagt, der erlebt das pure Tempo auf zwei Kufen. Schlittenfahren ist keinesfalls ein Spaß von dreißig Sekunden, so wie am Hügel im Park, sondern kann gut eine halbe Stunde dauern. Etliche Wintersportorte in den Alpen bieten Nachtrodeln an. Da ist Adrenalin pur und dagegen kommt keine Spielkonsole an, wenn es darum geht nachts mit dem Schlitten bergab zu brettern.

Kinder fahren Schlitten: Die ultimative Packliste fürs Schlittenfahren

Rodeln mit der Familie ist ein Outdoorabenteuer. Im Stadtpark treffen die Kinder Gleichaltrige und haben Spaß dort den Hang runter zu flitzen. Anders ist es in den Alpen und Mittelgebirgen. Hier sind die Rodelbahnen deutlich länger und entsprechend gut solltet Ihr ausgerüstet sein. Vor allem, wenn Ihr mit den Kindern zum Start der Rodelbahn zu Fuß aufsteigt ist die Ausrüstung wichtig. Wir haben für Euch eine praktische Packliste zusammengestellt. 

Rodeln mit der Familie: Unsere Packliste hilft Euch das Notwendigste in den Rucksack zu packen. So seid Ihr optimal ausgerüstet.
foto (c) kinderoutdoor.de

Wie Millionen von Diamanten glitzert die unberührte Schneedecke am Hörnle. Der Winter in den Ammergauer Alpen lässt Outdoor Familien die Bergwelt auf eine ganz andere Art und Weise erleben. Bei vielen Wanderungen wünschen sich oft Familien, sie könnten etwas flotter zurück ins Tal. Im Winter ist das möglich: Rauf auf den Schlitten und auf zwei flotten Kufen geht es bergabwärts. Bei vielen Rodelbahnen, wie auch die am Hörnle, lässt sich der Start auch mit der Seilbahn erreichen. Wer den Winter mit der Familie intensiv erleben will, der steigt zu Fuß hinauf. Alle die mit den Kindern im Stadtpark unterwegs sind, brauchen sich weniger aufwändig ausrüsten. Doch wer sich in den Bergen oder Mittelgebirgen mit der Familie bewegt, sollte optimal gepackt haben. Um Euch das zu erleichtern haben wir die Packliste für eine Rodeltour zusammengestellt. Gerne könnt Ihr diese Liste nach Eueren Bedürfnissen optimieren.

Für alle die mit der Familie Rodeln gehen empfehlen wir folgende Packliste:

  • Gamaschen (so bleiben die Füße und Beine trocken!)
  • Trekkingstöcke mit Tiefschneetellern (Diese breiten Teller finden auch im Pulverschnee Halt)
  • Isolierflasche mit warmen Getränk
  • Wanderkarte
  • Helm (beim Rodeln in den Bergen erreicht Ihr andere Geschwindigkeiten als im Stadtpark)
  • Handschuhe
  • Schlauchtuch (Damit könnt Ihr bei Kälte das Gesicht der Kinder schützen oder es unter die Mütze ziehen)
  • Erste Hilfe Set (es kann immer wieder bei Outdoor Abenteuern zu kleineren Blessuren kommen, dann ist es gut, Ihr habt Verbandsmaterial schnell zur Hand)
  • Handy
  • Feste Winterstiefel
  • Stirnlampe (wenn Ihr nachts rodelt ist diese besonders hilfreich!)
  • Taschenmesser (immer nützlich)

Kinder fahren Schlitten: Rodeln vom Breitenstein

Schlittenfahren mit Kindern ist meistens zu kurz. Wenn es nach den Outdoorkids geht. Geht doch Rodeln am Breitenstein im Allgäu. 6,5 Kilometer ist diese natürliche Rodelbahn lang und dürfte die längste im bayerischen Alpenraum sein. Doch diese Abfahrt für alle großen und kleinen Schlittenpiloten bietet viel mehr als Geschwindigkeit und sportliche Kurven. 

“Da drüben seht Ihr die Tiroler Alpen und dort zeigen sich die Schweizer Berge!” erklärt ein Bergfex am Gipfel vom Breitenstein den interessierten Kindern. “Gleich da drüben, dieser schroffe Berg der wie ein Backenzahn vom Braunbären aussieht, dass ist der Aggenstein. Über ihn verläuft die Grenze zu Tirol, ” berichtet der alte und erfahrene Bergsteiger weiter. Die Kinder stehen mit ihren Eltern am Gipfel vom Breitenstein. Das ist der Hausberg von Pfronten. Ein Berg der das ganze Jahr über ein reizvolles Ziel für Familien ist. In meinen Wanderbüchern (Die schönsten Wanderungen von Hütte zu Hütte mit Kindern  oder  Geheimnisvolle Pfade Bayerische Hausberge) findet Ihr immer wieder Touren die zum Breitenberg führen. Im Winter erwartet die Familien dort eine Rodelbahn die sich auf jeden Fall lohnt. Vom Anspruch her ist diese mittelschwer. Ihr kommt völlig entspannt dort oben an. Mit dem Vierersessellift Hochalpe geht es hinauf. Wer möchste stapft noch eine knappe halbe Stunde bergan, bis er die Ostlerhütte und den Gipfel vom Breitenberg erreicht. Die Hütte ist frisch umgebaut und Andrea Heiligensetzer die neue Wirtin auf 1.838 m. Wunderbar ausgesetzt liegt diese urige Berghütte. Hier lohnt es sich auch zu übernachten. ans Einschlafen denkt keiner, wenn es die Naturrodelbahn runtergeht. Gemütlich ist es am Start, der gut 6,5 Kilometer langen Abfahrt. Eine steile Gerade führt in den Wald hinein. Der Schlitten baut gut Tempo auf. Eine S-Kmobination zwingt die Rodler dazu Geschwindigkeit rauszunehmen.

Kinder fahren Schlitten: Rodeln am Breitenberg bleibt in Erinnerung

In einer scharfen Rechtskurve kommen die Rodler aus dem Wald gerast. Wieder können sie den Schlitten gleiten lassen um bald vor der nächsten Kurve abzubremsen. Eine Haarnadelkurve fordert dass Können der Piloten. Über eine längere Passage können die Rodler nun ihre Kufenflitzer laufen lassen. Wieder geht es in den Wald hinein. Hier kann es sein, dass der Schnee deutlich eisiger und dadurch der Schlitten schneller läuft. Eine S-Kurvenkombination lässt die Rodler Fahrt raus nehmen. Nach einer längeren Gleitstrecke kommt nun das letzte Drittel der Abfahrt. Hier erwarten die Rodler sportliche Kurvenkombinationen. Hier bleibt keiner ruhig auf dem Schlitten sitzen. Am Ende der Bahn kommen die Schlittenfahrer vor dem legendären Gasthaus Fallmühle an. Hier gibt es leckere regionale Spezialitäten. Außerdem verläuft dort auch die Grenze zu Tirol. Wer die KönigsCard- oder PfrontenCard hat, der fährt mit dem Bus kostenlos zurück zur Talstation vom Breitenberg. Wer die Gelegenheit für einen Winterspaziergang nutzen will, der marschiert etwa eine Stunde am Ufer der Steinacher Ach zurück. Schließlich gibt es am Gipfel vom Breitenberg eine Menge zu sehen und wer diese Rodelbahn nur einmal gefahren ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Kinder fahren Schlitten: im Allgäu: Den Imberg auf zwei Kufen abfahren

Schlittenfahren und Rodeln im Allgäu bietet alles was die kleinen oder großen Kufenflitzer erwarten. Das Tolle an dieser Rodelbahn: Tag und Nacht könnt Ihr dort unterwegs sein, denn das Nachtrodeln ist ein Erlebnis für sich. Hört sich eigentlich alles nach einem perfekten Platz zum Schlittenfahren und Rodeln mit Kindern im Allgäu an. 

“Lieber ein Holländer in der Bundesliga, als hundert auf dem Imberg!” stöhnt ein Vater. Eben ist er mit seiner Tochter den Imberg runtergerodelt und auf dieser Rodelbahn gibt es einen Abschnitt, an dem sich die Rodler und Skifahrer sowie Snowboarder die Piste teilen müssen. Doch dann kam ihm ein niederländischer Wintersportler in die Quere. Abrupt musste er den Schlitten bremsen um einen Zusammenstoß zu vermeiden. In den “Konfetti-Ferien”, über die Faschingstage, zieht es etliche Niederländer in die Berge. Selbst haben sie ja so gut wie keine und deshalb kommt das reiselustige Völkchen gerne nach Österreich, Südtirol oder Bayern. In Steibis auf dem Parkplatz vor der Imbergbahn zeigt sich das Ausmaß: Etliche Autos (keine Wohnwägen!) mit gelben Nummernschildern stehen dort. An der Kasse hängt ein Plakat auf niederländisch, dass zu einer Party einlädt. Hier im Allgäu fühlen sich unsere Nachbarn offensichtlich wohl und die Gastgeber, wissen was sie bieten müssen.

Holzschlitten pflegen: So kommt Ihr schneller den Rodelhügel runter

Holzschlitten pflegen ist wichtig, wenn die Rodelsaison beginnt. Mit unseren Tipps braucht Ihr nur fünf Minuten bist der Schlitten das Rennen mit den anderen am Rodelhügel im Park aufnehmen kann. Denn eine Rodel die Ihr einmal im Winter pflegt, hält viele Jahre. Außerdem gibt es keine braune Spur der rostigen Kufen im weißen Schnee.  

“Made in West Germany” steht auf einer Sitzlatte von meinem Schlitten. So alt ist das Teil schon. Trotzdem gehört dieser Oldtimer aus Holz auf unserem Schlittenhügel zu den Schnellsten. Vielleicht liegt es auch ein wenig an meiner Körpermasse. Bevor es zum ersten Mal Rodeln geht, überprüfe ich den Schlitten und das solltet Ihr auch tun. Am besten ist, die Kinder helfen Euch dabei. Zu den fleißigen Helfern braucht Ihr Schraubenzieher (seht bitte nach welche Schrauben in Euerem Schlitten verwendet wurden), Stahlbürste, Schleifpapier für Metall, Heißwachs, weicher Stofflappen und ein altes Bügeleisen. Bitte nehmt nicht das her, mit denen Ihr Eure Hemden bügelt…..

 

Schlitten pflegen, aber richtig. Hier ist das Material um die Rodel auf Vordermann zu bringen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Euer Schlitten wackelt wie ein Kamel? Dann sind ein paar Schrauben locker; im tatsächlichen Sinn. Zuerst dreht Ihr die lockeren Schrauben am Schlitten nach. Wenn diese fehlen oder abgerissen sind, ersetzt sie bitte durch neue. Wenn Schrauben, oder bei billigen Modellen Nägel,  bei den Sitzlatten herausstehen kann sich das Kind daran verletzen oder die Winterhose beschädigen.

Rodel pflege ist ganz einfach: Sind alle Schrauben fest? Das ist eher selten. Was wackelt zieht Ihr bitte nach.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ist Euch schon einmal der Schlitten selbständig den Hang runtergerast, weil das Zugband gerissen ist? Ärgerlich so was. Ebenso nervend ist es, wenn das Zugholz unangenehm in der Hand liegt. Schnitzt einfach selbst eines. Wir haben die Anleitung dazu.

Ist vom Schlitten das Zugseil noch in Ordnung?
Foto (c) kinderoutdoor.de

Schlitten pflegen: Die Kufen wachsen und schmirgeln

Bei den Bobpiloten und Rodlern ist es wichtig die Kufen entsprechend der Bahn zu schleifen. Ihr geht genauso vor. Zuerst mit der Eisenbürste den Flugrost entfernen. Bitte immer in Fahrtrichtung bürsten. Keine kreisenden Bewegungen. Nun kommt ein grobes Schleifpapier dran. Auch mit dem bitte immer auf die Fahrtrichtung achten. Nie dagegen schleifen. Werdet mit dem Schmirgelpapier immer feiner. Am Ende entfernt Ihr den Rost mit einem weichen Stofflappen. Das ist wichtig, denn ansonsten konserviert Ihr mit dem Heißwachs ganz erfolgreich den Rost.

Die Kufen vom Schlitten gründlich in Fahrtrichtung abschleifen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Zum Schluß kommt das Wachs. Mit dem Bügeisen bringt Ihr es zum Schmelzen und verteilt es gleichmäßig auf den Kufen vom Schlitten.

Kufen wachsen: Damit rast Ihr allen am Schlittenhügel davon.
foto (c) kinderoutdoor.de

Mit diesem Schlitten seid Ihr die Könige beim Rodeln. Die anderen haben so wenig Chancen wie ein Traktor gegen einen Formel Eins Boliden. Viel Spaß beim Schlittenfahren!

Kinder Outdoor Test: Sport Schlitten

KinderOutdoorTest: Wir haben den KhwSportSchlittenSnow Future ausprobiert. An einem besonders steilen Stück musste der in Thüringen hergestellte Sport Schlitten im Kinder Outdoor Test seine Klasse beweisen. Neben den Fahreigenschaften legten wir auch besonderen Wert auf Sicherheit. Wie gut sich in den Winterwochen der Khw Sport Schlitten Snow Future bewährte, zeigen wir Euch in unserem heutigen Kinder Outdoor Test.  

Elf Medaillen holten Thüringer Rodelsportler*innen bei der Weltmeisterschaft am bayerischen Königsee. Kein Wunder, bereits 1901 ließ ein Thüringer den ersten deutschen Stahlbob, genannt der “Schwarze Alexander”, bauen. Wenn es ein Bundesland mit Tradition im Schlitten- und Bobsport gibt, dann ist es Thüringen. Aus Geschwenda kommt auch KHW. Seit 1948 gibt es das Unternehmen und die tollen Plastirodeln oder Schlitten sind in über 40 Ländern der Welt erhältlich. Wir haben uns aus der gehobenen Klasse den KHW Snow Future organisiert. Auffällig ist an diesem, in Deutschland gefertigten Modell, der stromlinienförmige Aufbau. Für den Schlittenhügel im Park ist dieser Kufenflitzer eigentlich zu schade. Auf langen Abfahrten, wie es sie in den Alpen und Mittelgebirgen gibt, kann der KHW Snow Future seine ganze Klasse beweisen.

Kinder Outdoor Test: Auch in Steilstücken sicher

Die Lenkung spricht direkt an und die Mittelkufe ist gefedert. Auch auf ruppigeren Abfahrten lässt sich der Sportschlitten Snow Future zuverlässig steuern. Für den nötigen Sitzkomfort sorgt der gefederte Sitz. Es sind die vielen Details, wie eine rutschfeste Sitzfläche, die dem von Kinder Outdoor getesteten Snow Future zu einem besonders sportlichen und sicheren Gefährt machen. Bei hohen Geschwindigkeiten ist es wichtig den Schlitten perfekt zu bremsen. Beidseitig wirken die Bremsen. Es reicht mit nur einer freien Hand die Bremse zu betätigen. Die andere Hand ist am Lenker. Kufen aus Edelstahl sind auf den Kunststoff geschraubt. In kurzer Zeit baut der Snow Future eine hohe Geschwindigkeit auf und in flachen Abschnitten gleitet der Schlitten flott dahin. Auch in steilen Passagen behält die Mittelkufe Kontakt zum Schnee . Mit den beiden Bremskrallen aus Metall, lässt sich auch auf vereisten Bahnen zuverlässig stoppen. Auch eine Ziehleine ist bei dem Snow Future mit dabei. Unser Fazit:

Sechs von sechs möglichen Kompassen

Technische Daten:

  • Gewicht: 8,7 kg
  • Maximales Gewicht der Fahrer: 100 kg
  • Schlitten aus HDPE
  • Kufen aus Edelstahl