Outdoor Abenteuer in den Wiener Alpen: Exotisches Niederösterreich

Outdoor Abenteuer in den Wiener Alpen, in dieser Region von Niederösterreich könnt Ihr mit der Familie das ganze Jahr über unterwegs sein. Besonders jetzt im Herbst ist die “bucklige Welt” oder der “Semmering” einen Urlaub wert. Auf dem höchsten Berg von Niederösterreich, dem Schneeberg ( 2.076 Meter) gibt es für Familien “Das Paradies der Blicke”. Auch auf urige Hütten bieten sich an, dort zu übernachten.

Ausblicke, die bezaubern. Frische Luft. Und Gipfel, die in der Herbstsonne glänzen. Für neue Eindrücke und abwechslungsreiche Bergerlebnisse sind die Wiener Alpen in Niederösterreich das perfekte Ziel. Bergbahnen erschließen die schönsten Aussichtspunkte in wenigen Minuten. Zertifizierte Gastgeber und ausgezeichnete Hütten heißen die Wanderer willkommen. Nur eine Auto- oder Bahnstunde südlich von Wien lädt der „Weg am Wiener Alpenbogen“ zum Wandern in Bilderbuchlandschaften ein. Auf dem rund 300 Kilometer langen Weg kann man aus 19 Etappen und 21 regionalen Routen wählen. Seinen Ausgang nimmt der Weg am Wiener Alpenbogen nahe bei Wiener Neustadt am Fuß des Rosaliengebirges, von dort zieht er im Uhrzeigersinn in einem weiten Bogen durch die Hügel- und Bergwelt südlich von Wien. Allen Strecken gemein sind erhebende Ausblicke und eindrucksvolle Panoramablicke. Dieser Vielzahl an besonderen Blickplätzen verdanken die Wiener Alpen die Bezeichnung „Paradies der Blicke“.

Zwecks Planung seiner Lieblingsroute und zur Orientierung empfiehlt es sich, die kostenlose Wiener Alpen App herunter zu laden. Sie informiert über alle Wege, Ausflugsziele sowie über Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Vor Ort sind die 19 Etappen mit gelben Wanderschildern gekennzeichnet. Die 21 regionalen Routen sind Rundwanderungen, die wieder zum Hauptweg zurückführen. Man erkennt sie am grünen Wiener Alpen-Logo. Orientierungstafeln an eigens eingerichteten Wanderstartplätzen zeigen den Wegverlauf und alle Blickplätze an.

Highlands? Nein, es ist der Schneeberg von den Wiener Alpen. © Niederösterreich Werbung/ Andreas Jakwerth

Zertifizierte Wanderdörfer und Wanderhotels: In den Wanderdörfern Kirchberg am Wechsel und Puchberg am Schneeberg gelingt der Einstieg zum Weg am Wiener Alpenbogen mühelos. Entspannt wandert man hier von Almhütte zu Almhütte, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Wanderfreundliche Services wie Wandertipps, geführte Wanderungen und Leih-Ausrüstung bieten die mit dem „Österreichischen Wandergütesiegel“ zertifizierten Wanderhotels.

Buchtipp Wanderführer „Wiener Alpenbogen“: Martin Moser vom Wanderblog gehlebt.at hat Impressionen vom Wiener Alpenbogen in einem neu erschienenen Rother Wanderführer zusammengefasst. Auf 144 Seiten schildert er die 19 Etappen des Weges am Wiener Alpenbogen sowie die 21 angeschlossenen regionalen Routen mit exakten Wegbeschreibungen, Kartenausschnitten mit Routenverlauf, Höhenprofilen sowie mit detaillierten Informationen zu Einkehrmöglichkeiten und Unterkünften (EUR 15.40,-; erhältlich im Buchhandel).

Im Tal grünt es, der Schneeberg bleibt weiß. foto (c) ©WA_FranzZwickl.

Vom Tal auf den Berg: Der Sonne ganz nah

Wenn in der Ebene herbstliche Nebelschwaden hängen, herrscht in der Höhe meist herrlicher Sonnenschein. Mit den Bergbahnen der Wiener Alpen in Niederösterreich geht es in wenigen Minuten auf die schönsten Gipfel und zu aussichtsreichen Plätzen. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der über 100 Jahre alten Schneebergbahn. Sie führt fast bis ganz hinauf auf Niederösterreichs höchsten Gipfel und ermöglicht auch jenen, die nicht so weit wandern wollen, vom höchsten Punkt Niederösterreichs übers Land zu blicken. Ebenfalls zu traumhaften Aussichtspunkten und schönen Wanderwege gelangt man mit der Schneeberg-Sesselbahn und der Sesselbahn der Bergbahnen Mönichkirchen. Per Seilbahn geht’s auf den Hirschenkogel am Semmering und zum Hüttenhüpfen auf die Rax.

An der Hohen Wand befindet sich das Hubertushaus. Wer sich hier keine Kaspressknödel schmecken lässt, ist selbst schuld. foto c)oeav-gebirgsverein-robert-vondracek

Von Hütte zu Hütte

Guter Service, freundliche Bedienung und ein offenes Ohr für Wanderer: Auf diesen ausgezeichneten Hütten in den Wiener Alpen ist das Essen tadellos und die Stimmung urig. Sie sind für die sympathische Atmosphäre und ihre regionale Küche bekannt.

  • Frisch renoviert: Auf 957 Metern am idyllischen Hochplateau zwischen Gutenstein und Puchberg liegt der Berggasthof Mamauwiese. Er ist auch mit dem Auto erreichbar.
  • Aussichtsreich über den Felsflanken der Hohen Wand thront das Hubertushaus, ein Klassiker auf der Hohen Wand. Kaspressknödel und Spinatnockerln sind die Favoriten der Hubertushaus-Gäste.
  • Schön gelegen: Auf der Speckbacher Hütte am Kreuzberg kann man köstlich speisen und von dort verschiedene Wanderwege einschlagen, zum Beispiel den Bahnwanderweg, der die UNESCO Welterbe Semmeringeisenbahn begleitet.
  • Bodenständige Kost, dazu ein unvergleichliches 360-Grad-Panorama: Vom Wetterkoglerhaus am Gipfel des Hochwechsels reicht der Blick bei gutem Wetter bis nach Slowenien und Ungarn.
  • Die „Akropolis der Rax“ – wie das Habsburghaus auch genannt wird – thront auf 1.785 Metern Seehöhe am Gipfel des Grieskogels im Rax-Gebirge. Durch die Panoramafenster der Gaststube genießen Wanderer einen wunderbaren Ausblick auf Schneealpe, Ötscher und Hochschwab.
  • Wer die Rax über die Preiner Wand besteigt, stärkt sich in der Neuen Seehütte. Bei regionalen Spezialitäten wie Schweinsbraten aus dem Holzofen oder hausgemachtem Topfenstrudel lassen sich entspannt die nächsten Touren planen.
  • Prächtig gelegen: Das Ottohaus lädt zum Einkehren, Rasten und Nächtigen am Rax-Plateau ein.
  • Im Rax-Alm Berggasthof auf 1.545 Metern, im selben Gebäude wie die Bergstation der Rax-Seilbahn, genießen die Wanderer traumhafte Panoramablicke und regionale Spezialitäten.
  • Lichtdurchflutete Räume, regionale Küche und eine Wanderauszeichnung kennzeichnen das Naturfreundehaus Knofeleben auf 1.250 Metern am Gahns, einem Ausläuferberg des Schneebergs.
Übernachten mit Stil. Futuristisch wirkt das Naturfreundehaus Knofeleben in den Wiener Alpen. foto i(c) wiener alpen/ Bene croy
  • Direkt im verwegenen Höllental zwischen Rax und Schneeberg befindet sich das Weichtalhaus – ein idealer Stützpunkt für Kletterer und Naturliebhaber. Dort kann man übernachten und Kurse belegen.
  • Von der Enzianhütte am Kieneck, erreichbar über anregende Wanderwege, hat man von etwa 1.100 Meter einen wunderschönen Weitblick über die umliegenden Berge.

Unterirdisch: Die Wiener Alpen!

Von den rund 4.000 Höhlen in Niederösterreich bergen die Wiener Alpen die größte und wohl spannendste Tropfsteinhöhle: die Hermannshöhle bei Kirchberg am Wechsel ist Heimat der meisten Fledermausarten Europas. 2018 konnte diese Höhle ihren 150-jährigen Schaubetrieb feiern.

Eindrucksvolle Felsgebilde und bizarre Tropfsteinfiguren säumen den 4.430 Meter langen Weg durch ein faszinierendes Labyrinth. Insgesamt 73 Höhenmeter umfasst das geheimnisvolle unterirdische Reich der Hermannshöhle im Eulenberg bei Kirchberg am Wechsel. Hier hängen auf mehreren Etagen nicht nur bezaubernde Stalaktiten von der Decke, sondern auch jede Menge flatternder Zeitgenossen: die größte Tropfsteinhöhle Niederösterreichs gilt auch als Europas artenreichstes Fledermausquartier.

Im Reich der Fledermäuse


Bis zu 14 Fledermausarten tummeln sich in der Hermannshöhle bei erfrischenden 7 Grad und 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Sie haben witzige Namen, wie „Hufeisennase“, „Bartfledermaus“, „Fransenfledermaus“, „Großes Mausohr“, „Bechsteinfledermaus“, „Zwergfledermaus“, „Braunes Langohr“ oder „Mopsfledermaus“. Am häufigsten unter den etwa 300 in der Hermannshöhle lebenden Fledermäusen kommt hier die „Kleine Hufeisennase“ vor.

Der Weg durch das Labyrinth


Der Haupteingang zur Hermannshöhle befindet sich in 627 Metern Seehöhe beim sogenannten „Windloch“, der Ausstieg erfolgt durch das „Taubenloch“. Der Weg verläuft über mehrere Etagen bequem auf gut ausgebauten Stiegen und Pfaden mit elektrischer Beleuchtung. Höhepunkt der Wanderung ist die 25 Meter hohe, imposante „Fürstenhalle“ mit zahlreichen Ablagerungen von Bergmilch und Tropfsteinen mit den Stalaktiten und Stalagmiten.

Die Abenteuerführung

Untertage ist es für die Kinder das pure Abenteuer durch die engen Gänge der Höhle zu gehen. foto (c) kinderoutdoor.de


Wer körperlich fit ist und sich intensiver auf das Abenteuer „Höhlenforschung“ einlassen möchte, bucht per Voranmeldung die etwa 3-stündige Abenteuerführung. Der Weg führt – ohne elektrische Beleuchtung – auf alten, nicht mehr ausgebauten Wegen durch ein verwinkeltes Labyrinth abseits der großen Hauptklüfte. Geprüfte Höhlenführer begleiten die Tour und erzählen dabei spannende Geschichten. Da die Gänge teilweise recht eng und der Boden feucht und lehmig ist, tritt man die Wanderung am besten in alter Kleidung und mit Gummistiefeln und Gummi-Arbeitshandschuhe an. Mehr Informationen zur Anmeldung gibt es online.

Reguläre Öffnungszeiten

Besuchen kann man die Tropfsteinhöhle nur im Rahmen einer Führung. Reguläre Führungen finden im Zeitraum 1. Mai bis 30. September täglich um 09:30, 11:00, 13:30, 15:00 und 16:30 Uhr statt und dauern eine ¾ Stunde. Im April und Oktober ist die Höhle nur an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Gruppen können sich unter der Telefonnummer 02641/2326 oder 0664/53 11 026 anmelden.

Weitere Schauhöhlen & Bergwerke

Eine weitere interessante Schauhöhle liegt in Bad Fischau: In der Eisensteinhöhle gibt es großartige Perlsinter- und Kristallbildungen zu entdecken. Wegen ihrer warmen Thermalquelle wird sie auch als Thermalhöhle bezeichnet.

Wer im Naturpark Hohe Wand unterwegs ist, gelangt über markierte Wanderwege in Dreistetten zur Einhornhöhle. Hier geht es durch mehrere Stollen zu einer großen Halle, in der neben Stalagmiten und Stalaktiten auch Knochen und Zähne von Höhlenbären zu bestaunen sind.

Als „Tor zum Erz“ ist das Schaubergwerk am Grillenberg in Payerbach bekannt. Es ist eines der ältesten und neben der Seegrotte Hinterbrühl bei Mödling das einzige Schaubergwerk in Niederösterreich. Interessierte jeden Alters erwartet eine abenteuerliche Reise zurück in die Eisenstein-Bergbaugeschichte des oberen Schwarzatales.

Ein untypisches Schaubergwerks-Erlebnis: wer den Semmering Basistunnel besser kennenlernen und verstehen möchte, kann der Infobox in Gloggnitz einen Besuch abstatten. In der Box wird durch Experimentieren und Entdecken die technische Meisterleistung des Projekts Semmering-Basistunnel verinnerlicht und vertieft. Die gewaltige Dimension und der Stellenwert des Basistunnels werden so deutlich. Besonders die jungen Gäste fasziniert die kreativ aufbereitete Box.

Warum nach Kanada fliegen, wenn es doch das malerische Höllental in Niederösterreich gibt. foto (c) robert-herbst

Outdoorer Himmel im Höllental

Vor allem die Bewohner Wiens wissen, dass „die Quelle des Lebens“, ihr Trinkwasser, im Höllental liegt. Genauer gesagt in Reichenau, wo die Kaiserbrunnquelle ihren Ursprung hat. Zwischen 1869 und 1873 wurde hier die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung errichtet. Kaiser Franz Joseph I. eröffnete sie am 24. Oktober 1873, also genau vor 145 Jahren. Seither fließt das Wasser Tag für Tag unermüdlich von Kaiserbrunn nach Wien. Was alles hinter der Bereitstellung von Trinkwasser für Wien steht, erfährt man im Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn in Reichenau.

Entlang der schönsten Abschnitte der Wiener Wasserleitung wurde 1998 der 1. Wiener Wasserleitungsweg errichtet. Der landschaftlich eindrucksvollste Teil führt durch das wildromantische Höllental. Die 3,7 Kilometer lange Tour, gut geeignet für Kinder ab 6 Jahren, beginnt in Hirschwang und führt entlang der munter fließenden, kristallklaren Schwarza. Auch rund um den Wanderweg bietet die Gegend viele Ideen für einen entspannten Ausflug. Die Kleineren können sich auf dem Spielplatz im Kurpark Reichenau austoben, die Größeren eine Bootsfahrt unternehmen oder Kaffee und Kuchen im Parkcafé von Familie Flackl genießen.

Kein Auto weit und breit! Eine intakte Natur bekommen die Outdoorer in den Wiener Alpen geboten. foto (c) (c)Wiener Alpen/Bene Croy

Übernachten im Weichtalhaus

Mitten im Höllental, das idyllisch zwischen Schneeberg und Rax liegt, steht auf 560 m Seehöhe das moderne Weichtalhaus. Seit den 1920er-Jahren übernachten hier Kletterer und Wanderer. Direkt beim Haus werden im Kletterzentrum Kletter-Kurse angeboten.

Wer hier einen Kletterkurs macht oder nach einer Tagestour zu müde zum Heimfahren ist, kann in gemütlichen Doppel- oder Mehrbett-Zimmern schlafen. Für Schulklassen und Klettergruppen gibt es auch zwei Lager mit Stockbetten. Für Verpflegung ist gesorgt.

Paradies für Kletterer

Auch außerhalb des Kletterzentrums stehen zahlreiche Touren zur Auswahl, von gut abgesicherten Routen für Anfänger und Familien bis zu Sportkletter-Routen für Extrem-Kletterer. Bei Sonne kann auch im Winter geklettert werden.

Das Höllental bietet außerdem gute Möglichkeiten für Klettersteig-Tagestouren. Insgesamt sechs Klettersteig-Zustiege sind in weniger als einer Stunde vom Weichtalhaus aus erreichbar: Weichtalklamm, Wachthüttlklamm, Teufelsbadstubensteig, Gustav-Jahn-Steig, Gaislochsteig, Ernst-Graf-Hoyos-Steig.

Balkon mit Aussicht

Den wohl imposantesten Ausblick auf den zerklüfteten Canyon des Höllentals hat man von der sogenannten „Höllental-Aussicht“ auf 1.620 m Höhe. Erreichbar ist der „Balkon” auf der Rax in etwa einer halben Stunde Gehzeit von der Bergstation der Rax-Seilbahn – eines der Top-Ausflugsziele im „Paradies der Blicke“, wie die Wiener Alpen generell genannt werden.

Attraktion für Bahnliebhaber

Wer sich lieber auf Schienen als am Kletterseil fortbewegt, wird von der Höllentalbahn begeistert sein. Fast fünf Kilometer lang ist die Strecke der Museumsbahn von Payerbach über den Kurort Reichenau nach Hirschwang am Fuße der Rax.

Die Fahrt im sorgsam renovierten Triebwagen bietet grandiose Ausblicke auf das Schwarzaviadukt der Semmeringbahn. Im Bahnhofscafé in Payerbach findet man eine reiche Auswahl an Bahninformationen und Gelegenheit, den Zug und Personal in historischen Uniformen zu fotografieren.

Die Bahn ist von Juni bis Mitte Oktober jeden Sonntag regulär in Betrieb.

Kindererlebniswelt am „Dach der Buckligen Welt“

In eine Märchenwelt begeben sich Kinder und Erwachsene am neu gestalteten Rundweg in Hochneukirchen, der höchsten Erhebung der Buckligen Welt. Erlebnisstationen, Hängematten, über 50 bemalte Vogelhäuschen und spannende Geschichten vom lustigen Ohrwurm Bakabu führen zum Höhepunkt, der Hutwisch-Aussichtswarte, von dem ein 360°-Panoramablick bis zum Neusiedler See und Slowenien möglich ist. Für Stärkung sorgt eine Info- und Genusstankstelle am Startpunkt des Erlebnisweges.

Neu: Puchis Welt auf der Wunderwiese

Das Revier des süßen Waschbärs Puchi erstreckt sich in Puchberg am Schneeberg von der Wunderwiese bis zur Wunderalm, die bequem mit der Schneeberg Sesselbahn erreicht werden kann. Stimmung kommt bereits beim Wasserpark bei der Talstation auf. Mit einer Reifenrutsche oder Puchi-Carts für Kinder ist auf der Wunderwiese volle Action angesagt. Für Schivergnügen zu jeder Jahreszeit sorgt ein Mattenschihang. Naturerlebnis und Spaß für die gesamte Familie bieten sich auf der Wunderalm mit Kletterpyramiden, Seildschungel, Streichelzoo oder bequemen Relax-Liegen an.

Die Familie wandert auf dem Wildwasserweg dahin und entdeckt die Besonderheiten der Natur in den Wiener Alpen. foto © Wiener Alpen/Florian Lierzer

Wild: Bullenshow beim Ramswirt

Ein Spektakel der besonderen Art bietet sich in Kirchberg am Wechsel an. Mittels gratis Bullen-Express geht es für die ganze Familie zur Bullen-Ranch, bei der nicht nur ein Besuch beim Zuchtbullen „Ramsi“, sondern auch ein wildes Bullen-Rodeo auf dem Programm stehen.

Groß und Klein am Bikepark Semmering

Die Family Easy Line ist die ideale Ausgangsroute am Hirschenkogel, um sich mit dem Bergabfahren anzufreunden. Maximaler Fahrspaß bei minimaler Schwierigkeit wird mittels Anlieger, Wiesenkurven und Wellen garantiert. Der Höhepunkt dieser Strecke ist die weltweit einzigartige Brücke im Korkenzieherstil.

Kinderbikepark am Semmering

Ob Hütchenfahren, Zielbremsen oder 8er-Fahren – auf einem 5.000 m² großen Areal auf der Passhöhe lernen schon die Jüngsten, dass Mountain-Biken großen Spaß macht. Bremsmanöver, Hindernisübungen und leichte Sprünge können auf verschiedene Kurse erprobt werden. Für Fortgeschrittene bieten sich Steilkurven, Wellenbahnen und Baumstämme zum Bezwingen an.

Die Rax ist ein Familienberg

Als eines unter den 49 größten und bekanntesten Top-Ausflugszielen Niederösterreichs ist die Rax-Seilbahn für eine Reise in luftige Höhen mit einer atemberaubenden Rundumsicht sehr zu empfehlen. Die Krönung für die ganze Familie ist der neu gestaltete Erlebnis- und Naturlehrpfad am Hochplateau, der mittels eigener App spielaktiv von der ganzen Familie entdeckt werden kann. Rückentragen für Kleinkinder gibt es zum Verleihen bereits bei der Talstation.

Entspannt auf den höchsten Berg

Mit dem Salamander Zug geht es in einer 40 minütigen Fahrt nach oben, jedoch nicht ohne Zwischenstopp bei der Haltestelle Baumgartner, wo sich riesige Schneebergbuchteln sowohl bei Jung und Junggebliebenen größter Beliebtheit erfreuen. In nur 5 Gehminuten vom Bergbahnhof Hochschneeberg entfernt, befindet sich der höchste Kinderspielplatz Niederösterreichs. Hängebrücke mit Jägerhochstand und viele Klettermöglichkeiten warten.

Ein richtiges Paradies für Kinder

Die Hohe Wand ist ein Naturpark, der große, wie auch kleine Besucher zu begeistern weiß. Einzigartig und exklusiv sind  Wanderungen mit zahmen Lamas und Alpakas, die jeden ersten Sonntag im Monat stattfinden. Das Geheimnis des Hexenwaldes ist am Kindererlebnisweg mittels bunter Steine zu lösen. Geschicklichkeit und Gleichgewicht können am Generationenwald Rast- und Spielplatz erprobt werden. Besonders beliebt ist der Streichelzoo. Von Mai bis Oktober wird eine Naturschatzsuche für die ganze Familie angeboten, bei der es einen Zahlencode für eine geheimnisvolle Schatzkiste zu knacken gibt. 

Einfach eindrucksvoll. Über zahlreiche Brücken und Stege geht es für Eltern und Kinder von Muggendorf aus in das romantische Tal der Myrafälle hinauf. Eine willkommene Abkühlung vor allem in den heißen Sommermonaten bieten auch die nassen Felsen und schattigen Wälder der Johannesbachklamm, die bei Würflach liegt.

Mit Kindern übernachten

In den Wiener Alpen sind zahlreiche Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit speziellen Angeboten für kleine Gäste zu entdecken: der Alpengasthof Enzian und der Bauernhof der Familie Wachabauer in Mönichkirchen, der Biobauernhof Ofnerhof der Familie Gruber, das Gästehaus Apschner und der Bauernhof Dissauer der Familie Rosinger sind in St. Corona am Wechsel zu finden, der Bauernhof und Mostheurigen Althammerhof liegt in Klamm an der Semmering.

Hier erholt sich die Familie in den Wiener Alpen: Im Alpengasthof Enzian und die Kinder können sich austoben. foto ©Alpengasthof Enzian

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten für die gesamte Familie gibt es auf www.wieneralpen.at/kinderhotels. Mehr Informationen rund um das Familienwanderparadies Wiener Alpen, wie etwa Wanderwege mit dem Kinderwagen oder einen Überblick über die zahlreichen Kinderattraktionen, sind unter www.wieneralpen.at/familienurlaub zu finden.

Auf die Plätze, fertig, los auf der Erlebnisalm

Auf der Erlebnisalm auf der Mönichkirchner Schwaig sind Rollerbahn und Schaukelweg der Hit. Groß und Klein kommen mit einer rasanten Abfahrt auf der 2 km langen Roller- und Mountaincartbahn auf ihre Rechnung. Sehr gefragt ist auch der Schaukelweg, der mit 17 Stationen für Abwechslung und Spannung garantiert.

Haus Seisers schräge Wiese. Der Kinder- Freizeit-Park auf der Spielwiese in Mönichkirchen lockt mit einem neuen 70 Meter Förderband, auf dem die kleinen Sportler zum lustigen Reifenrutschen, rasanten Runderradeln und zu einer Wasserrutsche transportiert werden. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Einradfahren und ein Riesen-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht.

Hamari – der Kletterpark für Jung und Junggebliebene

Der größte Kletterpark der Wiener Alpen liegt in Mönichkirchen und bietet für abenteuerlustige oder gemütliche Besucher von 3 bis 99 Jahren eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Auf der 750 m langen Kletterstrecke finden sich 12 unterschiedliche Parcours und 85 Stationen. Besonders beliebt sind die drei über 550 m langen Flying Fox Parcours und der schwarze Parcours für Kletterprofis, die kleinen Kletterer dürfen sich auf den 50 Meter langen Flying Fox freuen.

Einmal wie Münchhausen fühlen. Das ist im Kraxlpark Hamari möglich.
©Hamari Kraxlpark

Natur pur und viele Abenteuer in der Familienarena

Der Familien-Freizeit-Hit in St. Corona am Wechsel ist die neue Sommerrodelbahn, die allein oder zu zweit ausprobiert werden kann. Motorik und Balance sind im Motorikpark gefragt. Über 25 Stationen halten die ganze Familie in Bewegung. Wissenswertes über die „Königin des Waldes“ erfahren Klein und Groß am Ameisenpfad mittels 15 lehrreichen Stationen. Kleine Radler ab drei Jahren sind im Mini-Bikepark gern gesehen, hier bieten sich gleich zwei Strecken zum Staub aufwirbeln an. „Wexl Trails“ werden für alle Alterstufen angeboten. Neu und voll im Trend ist das Stand-Up-Paddling mit Ausblick am Speichersee. Ein kulinarischer Höhepunkt ist die „Wexl Lounge“, ein gemütliches Restaurant mit Blick auf den Mini-Bike-Park und Kinderspielplatz. Die „Wexl Lounge“ ist barrierefrei und deshalb auch für Familien mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrer zugänglich.

Wenn es mal regnet in den Wiener Alpen

Die faszinierende Zinnfigurenwelt Katzelsdorf, östlich von Wiener Neustadt, sticht aus der Fülle an Museen hervor. Rund 40.000 kunsthandwerkliche Miniaturen aus Zinn repräsentieren die „große Welt im Kleinen“. Zu sehen sind vor allem historische Abläufe, Märchen und Schauspieler sowie altes Spielzeug. Die aktuelle Sonderausstellung befasst sich mit der Geschichte der Buckligen Welt und Wiener Neustadts. Ulrich von Liechtenstein erzählt G’schicht‘ln aus Stadt & Land.

Zeitreise durch die Besiedlungsgeschichte im PIZ 1000

Auf eine Zeitreise durch 3.500 Jahre ereignisreicher Besiedlungsgeschichte der Region führt die Ausstellung im Pittener Regionsmuseum „PIZ 1000“. Ausgehend vom Spannungsfeld zwischen Geologie und Besiedlung reicht der Erzählbogen der Schau von der Bronzezeit über das Mittelalter bis hin zur Industriegeschichte der letzten Jahrhunderte.

„Auf den Spuren des Grafen von Chambord“ am Bourbonenweg

Der Spazierweg durch Lanzenkirchen gibt Einblicke in jene Zeit, in der Bourbonen in Frohsdorf lebten. In der Zeit nach der französischen Revolution wohnte Henri d’Artois, Herzog von Bordeaux und Graf von Chambord, auf Schloss Frohnsdorf. Er war der letzte Vertreter der französischen Hauptlinie der Bourbonen und galt als Thronwunschkandidat der legitimistischen Partei in Frankreich.

Weitere Schauplätze im Land der 1.000 Hügel

Die Bucklige Welt verfügt über eine in Europa beinahe einzigartig Wehrkirchenlandschaft. Näheres darüber und über die Wehrkirche Edlitz im Speziellen erzählt die Wehrkirchendokumentation in Edlitz. Im Museumsdorf in Krumbach kann man in die Bucklige Welt längst vergangener Tage eintauchen. Im Zentrum liegt das Heimatmuseum, das von 1571 bis 1910 als Bürgerspital diente. Ergänzt wird es durch den „Fuch’sen Hausstock“, den Wohnteil eines alten Bauernhofes sowie durch einen Schüttkasten, in dem eine Mostgalerie eingerichtet ist. Zu sehen gibt es außerdem eine Mühle mit Leinenstampfe und einen Ausstellungsstadel.

Bad Schönau gilt seit dem traditionellen Erzählkunstfestival von Folke Tegetthoff als „fabelhaft!es Dorf“. Dazu passend sind verschiedene „erzählende Stationen“ quer durch den Ort und über den Kurpark verstreut. Auf den Hutwisch, die mit knapp 900 Metern höchste Erhebung der Buckligen Welt – gelangt man über einen Erlebnisweg zum „Dach der Buckligen Welt“. Kindern mit Handy erzählt unterwegs der Ohrwurm Bakabu über die Bakabu-App an mehreren Hörstationen interessante Geschichten und Sagen aus der Region.