Kinder am Klettersteig: Spaß an der Staumauer und andere Reviere zum Kraxeln

Kinder am Klettersteig, da führen ganz neue Wege nach oben. Wichtig ist, dass Ihr mit dem Klettersteigset umgehen und die Kinder nachsichern könnt. Wo Ihr mit den Kindern am Felsen hinaufkommt, das stellen wir Euch vor.

Klettern macht Spaß, trainiert die Muskeln, die Ausdauer, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert das Wohlbefinden. Die Arbeit mit Fels und Stein gibt zudem Kraft für den Alltag. In der Ferienregion Mayrhofen-Hippach sind alle Freiluftfanatiker und Sommersportler bestens aufgehoben, denn hier schlägt jedes Kletterherz höher. Der einzige Klettersteig der Welt, der an einer Staumauer entlang führt, befindet sich hier. Aber damit nicht genug, die Staumauer hat noch viel Patz zu bieten! So wurde neben den beiden Routen mit den Schwierigkeitsstufen A/B und einer C-Variante auch ein Kinderkletterareal geschaffen. Die Klettermaxen ab 5 Jahren können sich am Kinderklettersteig, der sich am Rand der Staumauer befindet oder auch an den Kinder-Kletterrouten austoben.

Einzige Voraussetzung ist, dass sie abenteuerlustig und frei von Höhenangst sind. So erleben die Sprösslinge unvergessliche Kletterstunden in den Zillertaler Alpen.Wenn man schon die Staumauer raufklettert und dieses spannende Erlebnis an der Krone der Staumauer verarbeitet, dann braucht es auch ein spektakuläres Zurückkommen zum Ausgangspunkt. Die #schlegeis131 Abseilstation ist eine der vielen neuen Attraktionen am Schlegeis Stausee. Sie befindet sich direkt bei der Panorama Aussichtsplattform auf der Krone der Staumauer. 131 Meter rauf kraxeln und 131 Meter abseilen lassen – was für ein Adrenalinkick! Und wer immer noch Action haben möchte, für den wurde das Flying Fox #schlegeis131 konzipiert. Schweben inmitten der Zillertaler Bergwelt in 131 Meter über dem Grund, ca. 600 Meter entlang der Staumauer – wie ein Tiroler Adler schwebt Ihr dann dahin.

Seisenbergklamm. Das fällt den meisten bergbegeisterten Familien ein, wenn sie Weißenbach am Lofer hören. Nur wenige Kilometer hinter der Grenze zu Bayern, sie verläuft beim Nationalpark Berchtesgaden, liegt der Ort. Wer es sich zeitlich einrichten kann, der wandert mit den Kindern auf dem Erlebnisweg durch diese beeindruckende Alpenschlucht. Ein großer Vorteil am Klettersteig “Zahme Gams” ist der kurze Zustieg. In wenigen Minuten seid Ihr am Zustieg. Los geht es am Gasthof Seisenbergklamm. Zuerst wandert Ihr Richtung Klamm und folgt dann im Wald den gelben Schildern zum AV-Klettergarten. Auf einem schmalen Pfad geht es zur Felswand. Wie bei allen Klettersteigen gilt auch hier: Nur einklinken, wenn Ihr entsprechend ausgebildet seid. Bergschulen und die Alpenvereine bieten entsprechende Kurse an. Außerdem sollte die Aurüstung (Helm, Klettersteigset, Schuhe, usw) optimal sein. Ihr solltet fähig und dazu ausgerüstet sein Euch selbst und die Kinder eventuell nachzusichern. Im Saalachtal gibt es drei Klettersteige. Sie bilden die„Triologie“. Für Familien ist die “Zahme Gams” bei Weißbach am Lofer am besten geeignet.

Mit Kindern am Klettersteig: Ihr müsst hier optimal ausgerüstet sein und Euch sowie die Kinder sichern können. foto (c) kinderoutdoor.de

Durchgehend gesichert ist der Klettersteig “Zahme Gams” bei Weißbach /Lofer. foto (c) kinderoutdoor.de

Durchgehend ist dieser gesichert. An besonders steilen Passagen oder wo der Fels glatt ist, sind Trittbügel angebracht.Nach der Infotafel geht es links über eine Stufe hinauf. Anschließend rechts halten und ein Band queren. Über eine Platte geht es rauf zu einer Felsrampe. Etwas zu “knabbern” haben manche an dem Absatz. Es folgt die Passage, welche mit Klammern gesichert ist. Über ein Felsenband nach rechts und es folgt wieder eine Kletterei auf der Platte. Auf Trittbügeln finden die Füße einen Halt. Ihr habtden Steigbuch erreicht und nähert Euch nun dem Ziel. Über eine kurze Rinne geht es, optimal gesichert, weiter nach oben. Dort im Wald endet der Klettersteig “Zahme Gams”. Kurz müsste Ihr ein wenig aufsteigen um auf den Weg zurück nach Weißbach am Lofer zu gelangen. An sonnigen Tagen können auf dieser Via Ferrata einige Alpinisten unterwegs sein.

Klettersteig “Zahme Gams”

  • Höhenmeter: 120
  • Dauer: etwa (abhängig vom Können!): eine Stunde
  • Länge: 1,5 Km
  • Schwierigkeit: B/C

Unsere Bewertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

“Immer muss mindestens ein Karabiner im Stahlseil eingeklinkt sein!” erklärt Frank der Bergführer und weiter “Dass ist vor allem beim Umhängen extrem wichtig!” So einfach wie es aussieht ist das Kraxeln am Klettersteig keinesfalls. Leider kapieren dies manche Bergfreunde erst, wenn es zu spät ist und sie überfordert in der Wand sind. Besonders mit der Familie ist es wichtig, gut vorbereitet und ausgerüstet in den Klettersteig sich zu wagen. Immer wieder gibt es auf diversen Auktionsplattformen im Internet vermeintliche Schnäppchen, was die Ausrüstung für Klettersteige angeht. Doch vorsicht! Verwendet nur Gurte, Karabiner, Helme und andere Ausrüstung, welche den aktuellen Normen entsprechen. Wichtig ist auch die Erfahrung am Berg. Dazu zählt auch, die Wetterlage richtig einzuschätzen. Wen ein Gewitter die Familie im Klettersteig überrascht, dann hat sie ein Problem. Problematisch ist es auch, mit improvisierten Material in der Felswand am Fixseil unterwegs zu sein. Ein Fahrradhelm ist zum Radeln da und bietet an der Felswand nur bedingt Schutz. Oder kennt Ihr jemanden, der mit dem Fallschirm auf einem Segelboot unterwegs ist?

Auch am Klettersteig gibt es Regeln zu beachten. foto (c) kinderoutdoor.de

Wer sich mit der Familie in einen Klettersteig wagt, der muss sich selbst und die Kinder sichern können. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder am Klettersteig: Die optimale Ausrüstung ist wichtig. foto (c) kinderoutdoor.de

Kinder am Klettersteig: Diese Ausrüstung solltet Ihr dabei haben

  • Trekkingstöcke (Wenn der Zustieg etwas länger ist. Bei den meisten Klettersteigen für Familien sind diese jedoch  in wenigen Minuten von der Bergbahn aus zu erreichen)
  • Rucksack. Ein schmal geschnittenes  Modell mit einem Volumen von 30 bis 40 Litern ist sinnvoll dazu den passenden Regenüberzug.
  • Bergschuhe. Es gibt Modelle, die haben an den Sohlen spezielle Kletterzonen an den Sohlen. Kletterschuhe machen bei sportlichen Klettersteigen Sinn. Dort sind die Kinder meistens überfordert.
  • Klettersteigset. Es muss der aktuellen UIAA Norm entsprechen. Seit 1932 gibt es die international federation for climbing and mountaineering und diese reagiert deutlich flotter, als die Europäische Union. Das Klettersteigset sollte sich einfach in den Klettergurt befestigen lassen. Ebenso muss ein Bandfalldämpfer und spezielle Karabiner für den Klettersteig dabei sein.
  • Kletterhelm. Die neuesten Modelle sind unglaublich leicht. Im Gegensatz zu einem Fahrradhelm ist dieser Kopfschutz speziell für den alpinen Einsatz ausgelegt. Bei einem Klettersteig, besonders wenn hier viele Kletterer unterwegs sind, kann es passieren, dass von oben Steine, Handys oder andere Ausrüstung herabfällt.
  • Klettersteig Handschuhe. Diese sind kein Luxus, sondern schonen unglaublich die Hände.
  • Klettergurt. Die Kombigurte sind bei den Kraxlern beliebt. Ein großer Vorteil von diesem Gurt ist, dass der Brust- und Hüftgurt fix miteinander verbunden sind. Dadurch ist es deutlich einfacher, den Gurt anzulegen. Hingegen kann das Einstellen, je nach Modell, anstrengend sein. Auch sind die meisten Komplettgurte eher unbequem.
  • Gefüllte Trinkflasche. Eine Via Ferrata, besonders mit Kindern, kann schweißtreibend sein. Deshalb ist es wichtig, dass ich den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen.
  • Verpflegung
  • Erste Hilfe Set
  • 20 Meter Halbseil. An steileren Abschnitten ist es wichtig, die Kinder mit dem Seil zusätzlich zu sichern.  Außerdem benötigt Ihr ein Sicherungsgerät oder einen HMS Karabiner. Was noch wichtiger ist, dass Ihr wisst wie die Kinder zu sichern sind.
  • Wechselwäsche
  • Rettungsdecke
  • Regenjacke
  • Mobiltelefon
  • Seilrolle. Wenn es am Klettersteig, wie in Ramsau, eine Flying Fox gibt, dann ist es sinnvolle, wenn Ihr eine Seilrolle dabei habt.

Kinder am Klettersteig: In der Silvretta-Montafon, da geht das Kraxeln besonders schon!

Lange Zustiegswege und Routen die überfordern. So hat kein Kind Freude an einer Via Ferrata. Die Konditionsstarken steigen vom Tal auf, wer es entspannter haben will, der gondelt mit der Nach der  Versettla Bahn hinauf. Von dort braucht Ihr etwa 30 Minuten bis Ihr am Stahlseil steht. Ein großer Vorteil an diesem Steig ist, dass Ihr ihn in beiden Richtungen durchkraxeln könnt. Von der Schwierigkeit her stehen Euch Abschnitte mit B und C Stellen bevor. Etwa 300 Meter ist diese gut ausgebaute Route lang und führt am Grat hinauf. Plant als reine Kletterzeit, je nach Können, zwischen 30 Minuten und einer Stunde ein. Im Winter sind hier Freerider unterwegs, die sich ins Stahlseil einklinken. Für diesen Eisenweg gibt es, ausser dass er auch für Familien gut geeignet ist, einen weiteren guten Grund: Der Ausblick. Markante Gipfel wie die Versettlaspitze oder die Madrisella, dahinter erhebt sie die Silvrettagruppe. Wandert wieder zurück zur Versettla Bahn und gondelt ins Tal runter.

Klettersteige für Kinder: Los geht´s auf über 2.000 Meter

Rekordverdächtig ist die Zeit vom Zustieg. In nur fünf Minuten erreicht Ihr, von der Bergstation Birkhahnbahn kommend, den Klettersteig Little Balun. Hier seid Ihr im Urgestein unterwegs. Für die Kinder ist die Seilbrücke ein besonderes Abenteuer, wenn auch ein kurzes. Wenn der Felsen trocken ist, können sich hier Outdoorkids einklinken die älter als acht Jahre sind. Völlig Anfänger sind hier an manchen Passagen überfordert, denn immer wieder gibt es Querungen. Dort ist es auch wichtig, dass Eltern ihre Kinder sichern. Vom Niveau her ist dieser Klettersteit mit A/B kategorisiert, manche B-Abschnitte machen den jungen Kraxlern aber zu schaffen. Etwa 100 Höhenmeter führt Euch das Stahlseil hinauf. Plant etwa 45 Minuten bis zu einer Stunde dafür ein. Je nach dem, wie erfahren die Kinder im Klettersteiggehen sind. Am Ausstieg lohnt es sich den Blick über die Berge schweifen zu lassen. Ischgl ist bei gutem Wetter zu erkenen und auch das Paznaun. Doch am meisten beeindrucken die vielen Berge der Silvretta.

Klettersteig für Familien am Idrosee

Der Klettersteig Via Ferrata Sasse am Idrosee (auf italienisch Lago d’Idro) ist ein guter Einstieg für Familien. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad bei B/C (Der wahrscheinlich schwerste Klettersteig Deutschlands, die Karolawand im Odenwald hat E/F manche Experten geben ihr sogar den Schwierigkeitsgrad F) liegt, müsst Ihr erfahren am Klettersteig sein. Dazu gehört neben der Eigensicherung , dass Ihr auch die Kinder an schweren Stellen nachsichern könnt. Bitte klinkt Euch nur in diesen besonderen Klettersteig am Idrosee ein, wenn Ihr und die Kinder optimal ausgerüstet seid. (–> hier könnte ein Link zu a****n stehen, tut er aber nicht;-) Eine Via Ferrata der Extraklasse erwartet Euch am Lago d`Idro. Noch ein großer Schritt und schon hat das Kind den Trittbügel erreicht. Drei Meter unter den Wanderschuhen glitzern die kleinen Wellen vom Idrosee, wenn sie sanft auf die Felswand treffen. Bevor sich die Familien mit den Karabinern in das Fixseil einklinken, steigt Ihr etwa eine halbe Stunde zum Klettersteig auf.In der Nähe vom Campingplatz Miralago parkt Ihr das Auto. Packt die Helme, Klettersteigsets und die weitere Ausrüstung in die Rucksäcke. Steigt an der Straße auf, die nach Bondone führt. Bei der 3. Tornate (Kehre; diese sind am Straßenrand in Italien gut beschildert) findet Ihr den ersten Wegweiser zur “Via Ferrata Sasse”. Wer aus dem Süden vorfährt, stellt in Vesta das Auto ab. Hier findet Ihr ebenfalls die Schilder zum Klettersteig. Ihr wandert nun auf einer Forststraße etwa 20 Minuten dahin bis Ihr den Einstieg erreicht. Legt dort die Klettersteigsets an und setzt die Helme auf. Los geht´s!

Klettersteig für Familien am Idrosee: Nah am Wasser gebaut

Der Idrosee ist wenigen Urlaubern bekannt. Er liegt oberhalb vom Gardasee und es fehlen an diesem natürlichen Stausee die anonymen riesigen Hotelbauten. Kleinere Campingplätze, Ferienwohnungen und kleinere Häuser prägen das Bild. Bei Kletterern ist der Idrosee beliebt. Seit der Eiszeit ist er ein Stausee und hat, obwohl er nur 1,9 Kilometer breit ist, eine Tiefe von 122 Metern. Seit Urzeiten fischen hier die Menschen und auch heute noch steht der Idrosee bei den Anglern hoch im Kurs. Wir bewegen oberhalb der Petrijünger. Zwei bis drei Meter über der Wasseroberfläche seid Ihr nun unterwegs. Immer gut am Fixseil aus Stahl gesichert. Das Gelände hier am Ostufer ist steil und immer wieder schieben sich Felsen Euch in den Weg. an einer Felswand geht es steil hinauf. Trittbügel erleichtern auch den Anfängern das Vorwärtskommen. Manche Stellen sind etwas ausgesetzt, doch die geringe Höhe lässt bei den Kindern kaum die Knie vor Angst erweichen. Wenn Ihr etwa die Hälfte von der Via Ferrata Sasse absolviert habt, kommt ein Teil, der den Kindern besonders gut gefällt. Auf den Steigbügeln geht es permanent Richtung Idrosee hinunter. Diese sind steil im Felsen angebracht und hier ist es sinnvoll den Kindern entsprechend Zeit zu geben. Wenn Ihr diese Passage gemeistert habt, kommt für die kleinen Kraxler ein besonderer Höhepunkt: Eine Tibetbrücke. Auch hier ist es wichtig, dass sich die Kinder mit den Karabinern in das Stahlseil einklinken. Auf der wackeligen Brücke überquert Ihr eine kleine Bucht vom Idrosee. Jetzt kommt eigentlich der “schwerste” Teil von dieser Via Ferrata. Auf breiten Bügeln, die in den Felsen verankert sind, geht es steil den Felsen hinauf. Diese Schlüsselstelle hat eine Schwierigkeitsgrad von B/C. Oben kommt Ihr im dichten Wald an und habt den Klettersteig geschafft. Jetzt könnt Ihr nach Vesta absteigen. Ein kleiner Forstweg führt Euch zu dieser Siedlung die aus Ferienhäusern besteht. Was für die Kinder deutlich reizvoller ist, wenn Ihr den “Sentiero dei Contrabbandieri” wählt. Einen historischen Schmugglerpfad. Über ihn weht immer noch ein Hauch von Abenteuer und Gefahr. Wenn Ihr beim Abstieg über die in den Felsen gehauenen Treppen genau auf den Waldboden seht, entdeckt Ihr mit etwas Glück Feuersalamender.

Kinderklettersteig in Warth-Schröcken

Ein Klettersteig für Kinder, der perfekt ist für Einsteiger: So einen gibt es auf der Schrofenwies. Hier können die kleinen Alpinisten sich zum ersten Mal an einer Via Ferrata ausprobieren. Von der Höhe und der Länge her, eine ideale Anlage und sich in das Stahlseil einzuklinken. In Warth-Schröcken haben wir diesen Klettersteig für Kinder ausprobiert.

Der Klettersteig Spiderman in Warth-Schröcken ist ideal zum Üben. foto (c) kinderoutdoor.de

Wer sich an den Klettersteig Spiderman wagt, sollte eine Ahnung von der Via Ferrate und eine gute Ausrüstung haben. foto (c) kinderoutdoor.de

Am Einstiegsblock geht es über Trittbügel hinauf. foto (c) kinderoutdoor.de

Wie lange muss ein Fixseil im Felsen sein, damit die Outdoorkids ihre Freude haben? 50 Meter reichen völlig aus. Beim  Klettergarten Schrofenwies im Lechtal ist der Spiderman Klettersteig so lange und ideal um hier erste Erfahrungen am Felsen zu sammeln. Das soll jetzt keine Aufforderung sein, ohne Vorahnung sich dort einzuklinken. Immerhin auf eine Höhe von zehn Metern führt der Eisenweg im Felsen hinauf und wer will schon von einem Zehner im Freibad auf den Boden fallen? Alle die noch nie einen Klettersteig ausprobiert haben, kommen am besten mit einem Bergführer zur Schrofenwies. Der zeigt den Anfängern wie sie das Klettersteigset richtig anlegen. Auch bekommen die Neulinge erklärt wie sie sich am Stahlseil mit den Karabinern sichern. “Niemals beide Karabiner gleichzeitig öffnen!” erkärt der Bergführer den Kindern “Zuerst den Vorderen öffnen, über den Stahlstift umsetzen und wieder einklinken. Jetzt kommt erst der zweite Karabiner dran.” Der erfahrene Alpinist zeigt es den Kindern wie sie die Karabiner korrekt handhaben sollen. Dann sind die Kleinen selbst dran und probieren das eben Gezeigte aus. Wenn es notwendig ist, korrigiert der Bergführer. Die Kinder bekommen auch erklärt, warum es wichtig und richtig ist im Klettersteig einen Helm zu tragen. “Wenn über Euch jemand klettert und Steine lostritt oder von der Ausrüstung etwas verliert, dann kann euch das auf den Kopf fallen und verletzen.” Die Erwachsenen bekommen gezeigt, wie sie die Kinder am Klettersteig zusätzlich sichern können.

Klettersteig für Kinder: Die Seilbrücke wartet schon

Ein weiterer Vorteil an dieser Via Ferrata ist der kurze Zustieg. In wenigen Minuten ist die Felswand erreicht. Der Bergführer zeigt den Kindern am vordersten Block wo es langgeht. Ein kurzes Klicken der Karabiner und schon geht es rauf. Trittbügel erleichtern die Outdoorkids den Aufstieg. Immer wieder gibt es Tipps vom Bergführer. Nun hängen die Kinder zum ersten Mal die Karabiner um. Der Bergführer ist zufrieden. Vom Schwierigkeitsgrad sind wir hier in der Klasse B unterwegs. Zum Vergleich: Die extremsten Klettersteige sind mit einem F klassifiziert. Zum Glück ist der Spiderman davon weit entfernt und die Kinder kommen zügig voran. Am steilsten Stück vom Einstiegsfelsblock ist die Schwierigkeit sogar bei C. Doch auch diese Stelle meistern die Outdoorkids. Nun wartet eine interessante Passage auf die Knilche am Stahlseil: Sie queren am Felsennach rechts. Wenn die Kinder dort am Ende angekommen sind, können sie problemlos auf die Bergwiese aussteigen. Auf gut zehn Meter Höhe sind die kleinen Kraxler nun unterwegs. Souverän hängen sie die Karabiner um und queren die Wand konzentriert. Der Bergführer erklärt den Knilchen wie es weiter geht. Sie steigen nun am Stahlseil gesichert ab. Auch hier gibt es eine Stelle die manche erfahrenen Alpinisten mit C einstufen. Den Kindern ist es egal und sie kraxeln langsam am Felsen nach unten. Jetzt kommt für die Knilche der eigentliche Höhepunkt: Die Seilbrücke! Darauf haben sich die kleinen Bergsteiger schon gefreut, als sie sich beim Einstieg in das Stahlseil eingeklinkt haben. Vor einer grandiosen alpinen Kulisse bewegen sie sich auf der Seilbrücke zum Felsenblock auf dem das Abenteuer begann. Diese Passage ist mit B bewertet, doch das interessiert die Kinder eher weniger. Noch einmal die Karabiner vom Klettersteigset umsetzen und über die beiden Trittbügel im Felsen absteigen.Die Kinder haben wieder festen Boden unter den Füßen und klinken sich aus. Zum Glück ist beim Klettergarten Schrofenwies auch eine Rastbank mit Tisch dabei und dort setzen sich die Nachwuchsalpinisten erst einmal hin um zu fachsimpeln.

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