Ausflug mit Kindern in einen Nationalpark: Natur pur!

Ein Ausflug mit den Kindern in einen Nationalpark bietet Euch echte Outdoor-Erlebnisse. Bei dem Wort Nationalpark denken die Meisten sofort an die Reservate in den USA. Doch die 16 Schutzgebiete in Deutschland können problemlos mithalten. Eine pure Wildnis erwartet Euch hier.

1970 eröffnete der Nationalpark Bayerischer Wald als Erster in Deutschland. Zwanzig Jahre später kam die Sächsische Schweiz dazu. Mächtige Tafelberge erklimmen, durch tiefe Felsschluchten wandern, unscheinbare Kostbarkeiten entdecken und seltenen Stimmen lauschen: Zwischen April und Anfang November nehmen zertifizierte National-parkführer der Sächsisch-Böhmischen Schweiz fast täglich kleine und große Naturfreunde auf unvergessliche Entdeckertouren durch das Land-schaftsschutzgebiet und den Nationalpark mit. Sie gehören neben den vielfältigen Angeboten für Familien zu den spannendsten Naturerlebnissen im Elbsandsteingebirge, der grenzübergreifenden Region zwischen Dresden und Prag, einer der faszinierendsten Landschaften in Mittel-europa.„Die Nationalparkführer können einem die Augen öffnen, auch als Kenner der Sächsischen Schweiz“, erklärt Hanspeter Mayr, Sprecher der Nationalparkverwaltung. „Sie laufen unter dem Motto ‚Man sieht nur, was man weiß‘, dabei können Besucher richtig viel mitnehmen.“ Jeden Freitag zeigt Nationalparkführer Ralf Schmädicke Gästen die wildromantischen Gründe um Stadt Wehlen. Es geht mitten durch tief eingeschnittene Sandsteinschluchten, in denen Besucher den Kopf weit nach hinten legen müssen, um den Himmel zu sehen. Hier klammern sich 30 Meter hohe Kiefern an fast senkrechten Felswänden fest, und es ist trotz der Nähe zu einem beliebten Touristenort so ruhig, dass Besucher sich völlig ungestört auf das meditative Naturerlebnis einlassen können.Sieben Touren führen durch die Sächsische Schweiz. Mal geht es in die wilde Felsenwelt im Schmilkaer Gebiet, mal abseits der Touristenströme um den Kurort Rathen, mal auf Kräuterexkursion rund um das malerisch gelegene Hinterherms-dorf. Neu in diesem Jahr ist die „Entdeckungsreise zwischen Königstein, Pfaffenstein und Lilienstein“, die ab sofort jeden Mittwoch stattfindet. Dabei durchlaufen Besucher die Landschaftsstockwerke des Elbsand-steingebirges mehrmals. Die Touren dauern drei bis sechs Stunden und finden bei jedem Wetter statt. Wanderschuhe und geeignete Kleidung sind empfehlenswert. Start- und Endpunkte der Touren sind in der Regel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Ein Teil der Sächsischen Schweiz ist Nationalpark und lohnt den Besuch mit Kindern. (c) istock /javarman3

Naturerlebnisse für Familien in der Sächsischen Schweiz

Ein Angebot explizit für Familien macht Mario Wolf mit seiner „Höhlen-tour für kleine und große Räuber“. Jeden Samstag begibt sich der National-parkführer mit Kindern ab vier Jahren und ihren Eltern ab Pfaffendorf auf die Suche nach dem Schatz des Räuberhauptmanns Sterl.Spiel, Natur-erfahrung und Umweltbildung finden im Infogelände Waldhusche in Hinterhermsdorf und in der Bildungsstätte Sellnitz am Fuße des Tafelbergs Lilienstein zusammen. Beide Orte werden von der Nationalpark-verwaltung betrieben. Die Waldhusche ist ein über 60 Hektar großes Areal mit verschiedenen Themenwegen und Erlebnisstationen. Hier können Kinder Baumstämme sägen, Spinnennetze erklettern und Borken-käferröhren erkunden. Ein Teil der Wege ist mit Kinderwagen befahrbar. Die Bildungsstätte Sellnitz ist ein ehemaliger Dreiseithof mit einer frei zugänglichen Erlebniswiese. Verschiedene Stationen sprechen die Sinne der Kinder an. Es gibt zum Beispiel ein Baumtelefon, einen Barfußpfad und einen Augenbaum. Ein Besuch der Bildungsstätte kann mit einer Wanderung zum Lilienstein kombiniert werden. Für Gruppen ab zehn Personen bietet die Nationalparkverwaltung, nach Voranmeldung auch ein Familienprogramm auf der Erlebniswiese an.Spannende Hintergrundinformationen zum grenzüberschreitenden Naturraum Elbsandsteingebirge liefern mit kindgerechten, interaktiven Dauerausstellungen auch die beiden Nationalparkzentren in Bad Schandau und Krásná Lípa (Schönlinde). ■

Informationen zu den Entdeckertouren und zu den Angeboten für Familien hat die Nationalparkverwaltung auf ihrer Webseite www.nationalpark-saechsische-schweiz.de zusammengefasst. Touren in die Böhmische Schweiz bietet Nationalparkführer Ralf Schmädicke an. Auf seiner Webseite gibt er eine Übersicht saechsisch-boehmische-schweiz.tours. Passende Unterkünfte können über den Buchungsservice des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz unter +49 3501 470147 oder online www.saechsische-schweiz.de gefunden werden.

Auf den Wolf gekommen: Erlebnisse im Bayerischen Wald

Der Wald, in dem der Wolf tanzt: „Hauptsache wild“ könnte das Motto im Nationalpark Bayerischer Wald, einem der größten Waldschutz-gebiete Mitteleuropas, lauten. Denn im ältesten Nationalpark Deutschlands, wo sich Wälder, Moore und Bäche auf einer so großen Fläche wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural nach ihren ureigenen Gesetzen entwickeln dürfen, geht es wild zu. Besucher erleben hier wilden Wald und wilde Tiere. Sie entdecken auf 243 Quadratkilometern unberührte Urwälder, den größten Baum-wipfelpfad der Welt – und im weitläufigen Freigelände heimische Tiere wie Wolf, Luchs oder Wisent, denen man in freier Wildbahn kaum mehr begegnet.

Die Kraft der Natur: Im Nationalpark spürt man sie
„Natur Natur sein lassen“ heißt das Motto im Nationalpark Bayerischer Wald seit mehr als 40 Jahren. Hier, zwischen Lusen, Rachel und Falken-stein, entscheidet nur die Natur, wie sie sich entwickelt. Die Bäume wachsen nicht so, wie der Mensch es will oder wie man es von forstwirt-schaftlich genutzten Wäldern kennt. Sie schlagen ihre Wurzeln dort, wo es ihnen passt, mal dicht nebeneinander, mal etliche Meter voneinander entfernt. Mal bilden die Tannen, Buchen und Fichten in den Hochlagen an den Kämmen oder die Aufichtenwälder in den Tälern eine fast undurch-dringliche grüne Waldwildnis. Mal sieht man wüst-karge Windwurf-flächen, die nach Gewitterstürmen oder Borkenkäferbefall sich selbst überlassen wurden. Hinter jeder Wegbiegung erlebt man die Natur neu. Anders. Überraschend. Vielseitig. Naturliebhaber entdecken hier die feinen, rosa-violetten Blüten seltener Pflanzen wie Weidenröschen und Soldanelle, aber auch den grau-braunen Zunderschwamm an den Stämmen mancher Buchen oder Birken. Wer genau hinschaut, merkt, wie nah neues Leben und Vergänglichkeit in der Natur beieinander sind. Bei einer Wanderung sieht man junge Bäume, die sich ihren Platz im Wald erkämpfen, aber auch morsche, abgestorbene Baumstümpfe. Der Nationalpark ist ein Paradies, in dem man die Kraft der Natur so stark spürt wie in keinem Wald, in dem der Mensch seine Hände im Spiel hat – aber kein grünes Waldmeer, keine heile Welt, in der alles prächtig gedeiht, weil der Mensch eben nicht eingreift. Hunderttausende Besucher lassen sich jedes Jahr faszinieren von der Waldwildnis und ihrer ganz eigenen Dynamik. Sie genießen den Blick von Waldwoge zu Waldwoge, die Aussicht auf den Bayerischen Wald und den Böhmerwald, die Ruhe in der Natur, weit weg von der Dauerbeschallung des Alltags. Zusammen bilden der Nationalpark Bayerischer Wald und sein tschechischer, 681 Quadrat-kilometer großer, Nachbar Šumava das größte zusammen-hängende Waldgebiet in Mitteleuropa. Das Wegenetz mit 500 Kilometern Wanderstrecke im Nationalpark Bayerischer Wald und mit 890 Kilometern in der Šumava bietet jede Menge Gelegenheit, sich zu erden. Denn wer hier unterwegs ist, senkt sein Stresslevel von selbst. Mit jedem Schritt ist man tiefer drin in der Ursprünglichkeit, weiter weg von der Hektik der Zivilisation, näher dran an sich selbst. Man lässt sich von der Waldwildnis praktisch im Vorbeigehen seine eigenen Akkus aufladen und findet zu innerer Ruhe, ganz von allein.

Der Baumwipfelpfad Neuschönau im Bayerischen Wald gehört zu den längsten der Welt. foto (c) Tourismusbüro Neuschönau

Wald-Erlebnis in luftiger Höhe: Dafür sorgt der größte Baumwipfelpfad der Welt
Fast aus der Vogelperspektive erlebt man den Nationalpark von einer seiner bekanntesten Einrichtungen aus: Hoch hinauf geht es nämlich auf dem 1300 Meter langen und größten Baumwipfelpfad der Welt. Hier spazieren die Naturliebhaber acht bis 25 Meter über dem Waldboden auf einer Holzkonstruktion, die behutsam in den heimischen Bergwald integriert wurden. Die Stege sind auch für Eltern mit Kindern im Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet, sie führen bis zur Plattform des Aussichtsturms. Aus 44 Metern genießen die Besucher hier die Rundumsicht: auf die Waldwildnis, aber auch auf die Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes. In den Einrichtungen des Nationalparks erfahren die Besucher dann mehr über den wilden Wald und seine Bewohner. Erste Anlaufstelle sind die Besucherzentren: Im „Hans-Eisenmann-Haus“ im Nationalparkzentrum Lusen und im „Haus zur Wildnis“ im Nationalpark-zentrum Falkenstein gibt es jede Menge Informationen für Einheimische und Urlaubsgäste: Dauerausstellungen, in denen beispielsweise die „Geschichte von Wald und Menschen“ erläutert wird, Kinos mit Filmen zum Nationalpark, den Kinderfilm „Flotterlu“, Hörstationen mit dem kleinen Schmetterling, eine Ausstellungsrallye oder einen kleinen Natur-Klettergarten für die Jüngsten, ein Café, den Nationalparkladen und vieles mehr. Hier gibt´s vielleicht auch das passende Mitbringsel für die Lieben daheim: einen Plüsch-Luchs. Seit kurzem ist der Luchs in freier Wildbahn wieder in den Wäldern unterwegs, wie Fotofallen und Pfotenabdrücke beweisen. Der Luchs ist so scheu, dass man ihn kaum zu Gesicht bekommt. Er ist aber auch das Symboltier des Nationalparks und im Tierfreigelände ganz in echt zu bewundern. Eine Tour durch das 200 Hektar große Tierfreigelände, das im Winter wie im Sommer geöffnet ist, ist ein besonderes Erlebnis im Naturwald. In den weitläufigen Landschafts-gehegen und Volieren sind Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, die im Bergwald daheim, in freier Natur aber kaum zu sehen sind, aber auch Arten, die heute selten geworden oder längst ausgerottet sind. Luchse schleichen hier auf Samtpfoten durch das weitläufige Gelände. Urrinder und Wildpferde grasen auf den Wiesen. Elche und Wisents streifen ebenso umher wie Braunbären und Wildschweinrotten, sogar ein Wolfsrudel lebt im Nationalpark. Es lohnt sich, ein Fernglas einzupacken. Dann kann man von den sieben Kilometer langen Rundwegen aus vielleicht auch dämmerungsaktive Tiere wie die Eule, kleine Greif- und Stelzvögel und das seltene Auerhuhn entdecken oder Marder, Biber oder Fischotter beobachten. Die Natur ist für alle da – und soll für alle zugänglich sein. Das ist dem Team des Nationalparks sehr wichtig. Die Rundwege im Tierfrei-gelände sind deshalb barrierefrei angelegt, genau wie die meisten anderen Einrichtungen des Nationalparks, soweit es in der freien Natur möglich ist.

Im Tierfreigelände bindet man Euch keinen Bären auf. Den bekommt Ihr zu sehen. foto (c) kinderoutdoor.de

Nachhaltiger Urlaub: Hier gehen Tourismus und unberührte Natur zusammen
Mehr über 700 Pflanzenarten, die typisch sind für die Region, lernen die Besucher im Nationalparkzentrum Lusen kennen: Sie wachsen im Naturgarten vor dem „Hans-Eisenmann-Haus“ auf einer kleinen Anhöhe. Die Pflanzenarten sind hier beschildert. Wer mag, erfährt, welche Blütenpflanzen, Gräser oder Farne er unterwegs auf der Wanderung gesehen hat. Gedanklich zurück in die Vergangenheit reist man beim Nationalparkzentrum  Falkenstein in der Steinzeithöhle, in der Schautafeln, Filme und 3D-Animationen zeigen, wie sich Klima, Landschaft und Tiere im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Urlaub im Nationalpark steht für nachhaltigen Urlaub. Dafür machen sich auch die Nationalpark-Partner Bayerischer Wald stark. Sie zeigen, dass es möglich ist, Tourismus und Natur zusammenzubringen. Gastgeber, Touristiker, Erlebnisanbieter und weitere Partner geben ihre Begeisterung und ihr Wissen über den Nationalpark an die Besucher weiter. Sie setzen beispielsweise auf Angebote wie das Gästesevice-Umwelt-Ticket „GUTi“ oder dem VCL-Ticket, mit dem Urlauber kostenlos mit Bus und Bahn fahren, Erdgasbusse oder ökologisch orientierte Nationalpark-Partner-Hotels. Für tierisch wilde Wald-Erlebnisse – und Umweltbegeisterung, die noch wirkt, wenn der Urlaub längst vorbei ist.

Mit dem Planwagen durch den Nationalpark Eifel

on vielen Arten, die Natur im Nationalpark Eifel zu erleben, ist die Fahrt in einer Kutsche sicher die außergewöhnlichste. Ab dem kommenden Sonntag starten am Nationalpark-Zentrum Eifel wieder regelmäßig Fahrten, bei denen Gäste ganz entspannt aus der Kutsche heraus die Natur genießen können. Für die gemächliche Fortbewegung sorgt ein Kaltblüter-Gespann, das jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von April bis Oktober zwischen dem Nationalpark-Zentrum Eifel, Walberhof und der ehemaligen Ortschaft Wollseifen pendelt. Die Haltestelle der Kutsche, an der die Touren beginnen und enden, befindet sich etwa 200 Meter unterhalb des großen Besucher-parkplatzes in Vogelsang IP in Richtung der „Burgschänke“.Den passenden Rahmen zur Kutschfahrt bildet ein Besuch des Nationalpark-Zentrums mit der barrierefreien Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Außerdem lädt die Ausstellung zur Dorfgeschichte Wollseifens in der alten Dorfschule dazu ein, sich über die bewegte Geschichte der Ortschaft zu informieren.

Mit der Kutsche geht es gemütlich durch den Nationalpark Eifel. Foto (c) Nationalpark Eifel / M. Harzheim

1946 mussten die 500 Einwohner den Ort innerhalb von drei Wochen verlassen und wurden zu Vertriebenen im eigenen Land. Besonders am Angebot: Die Kutschen verfügen über eine Rampe, die auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern und anderen in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen dieses ganz besondere Naturerlebnis ermöglicht. Neu ist ab dieser Saison eine Mappe im A4-Format, in der Teilnehmende der Kutschfahrt Informationen über den Natio-nalpark, den Standort Vogelsang IP mit seinen Ausstellungen und über die Wüstung Wollseifen finden. Carina Heinen, Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit in der Nationalparkverwaltung Eifel, hatte die Mappe als Ausbildungsprojekt neu aufgelegt. Viele Bilder von Zeitzeugen zeigen darin anschaulich die bewegte Geschichte der Ortschaft. Die neue Broschüre liegt in der Kutsche aus. Die einfache Strecke kostet für Erwachsene 7 Euro (einfach) oder 10 Euro (hin und zurück) – Kinder bis einschließlich 12 Jahre zahlen den halben Preis. Für Eltern mit bis zu drei Kindern bis einschließlich 12 Jahre gibt es einen Familientarif von 25 Euro. Die ersten Fahrten finden am 7. und 21. April statt – jeweils um 11.30 Uhr und 14:15 Uhr ab Nationalpark-Zentrum Eifel. Bis Mitte Oktober ist Kutscher Horst Steffens aus Monschau-Höfen regelmäßig dort unterwegs.
Die Reitanlage Steffens bietet für Gruppen (maximal 25 Personen) auch exklusive Fahrten auf der Strecke „Vogelsang – Walberhof – Wollseifen” an. Diese können direkt bei der Reitanlage gebucht werden.

Reitanlage Steffens aus Monschau-Höfen, Tel.: 0177/4478041 oder 02472/5369, Fax: 02473/9272494.

Wer sich von fachkundigen Experten begleiten lassen möchte, kann bei der Nationalparkverwaltung einen zertifizierten Nationalpark-Waldführer buchen.

Informationen zum Angebot unter www.nationalpark-eifel.de/kutschfahrten

Zehn Jahre UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Unglaublich was die Kinder im Watt bei einer geführten Tour alles finden. foto (c) kinderoutdoor.de

Seit 2009 ist das Wattenmeer vor unserer Nordseeküste UNESCO-Weltnaturerbe. Anlässlich des 10. Geburtstages stellt die „Erbenge-meinschaft“ der Anrainer-Länder (Deutschland, Dänemark und die Niederlande) unter dem Motto „Ein Wattenmeer: Unser Erbe. Unsere Zukunft.“ ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Einheimische und Gäste auf die Beine.

Den Auftakt machten die 3. Wilhelmshavener Schweinswaltage, die bei schönem Wetter mit erfreulich vielen Wal-Sichtungen und spannendem Begleitprogramm mehrere tausend Besucher*innen erfreuten. Im Herbst werden die 11. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer den festlichen Reigen abrunden und beschließen. Dazwischen gibt es allein im nieder-sächsischen Wattenmeer zahlreiche Veranstaltungen, die sich vor allem dem Weltnaturerbe-Erlebnis mit allen Sinnen widmen: fühlen, riechen, hören, sehen, schmecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Dunkel-Wattwanderung mit verbundenen Augen, einem Spaziergang bei Nacht oder kulinarischen (Ver)führungen mit Köstlichkeiten aus der Region? Oder einer Ausfahrt auf einem Traditionssegler, der sich bei Ebbe trocken-fallen lässt?

Bei einer Wattwanderung lernt Ihr einen höchst ungewöhnlichen Lebensraum kennen. Foto (c) kinderoutdoor.de

Die Nationalpark-Häuser und Wattenmeer-Besucherzentren planen außerdem besondere Märkte, Ausstellungen und sogar ein „Nachhall“-Festival, und auch die Nationalpark-Ranger laden zu be-sonderen Exkursionen an der Küste ein. Den Höhepunkt bildet die trilaterale Fahrradtour in der eigentlichen Geburtstagswoche um den 26. Juni – an diesem Tag vor 10 Jahren sprach die UNESCO die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe aus. Unter dem Motto „Ein Watten-meer. Zwei Räder. Drei Länder“ starten von den Niederlanden und Däne-mark aus zwei Radfahrer-Gruppen, die dann mit Staffel-Wechsel weiter entlang der niedersächsischen bzw. schleswig-holsteinischen Küste bis Wilhelmshaven fahren. Interessierte können Tagesetappen mitradeln. Unterwegs gibt es Zwischenstopps mit kleineren und größeren Veran-staltungen. Am 30. Juni treffen die radelnden Botschafter*innen dann in Wilhelmshaven ein, wo ganztags ein großes Weltnaturerbe-Fest am Südstrand gefeiert wird.

Alle Jubiläumsveranstaltungen im niedersächsischen Teil des Wattenmeeres sind hier zu finden (Angebote werden fortlaufend ergänzt):https://www.nationalpark-wattenmeer-erleben.de/10-jahre-wne

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