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Kinder am Klettersteig: Ein luftiger Herbst in den Bergen

Kinder am Klettersteig, dass ist pures Bergabenteuer. Wer entsprechend optimal ausgerüstet und trainiert ist, der klinkt sich mit der Familie ins Fixseil ein. Wichtig ist, dass Ihr Euch sicher im Klettersteig als Familie bewegen könnt. Kurse bei den Alpenvereinen oder Bergschulen sind dafür wichtig. Wo Ihr mit den Kindern auf Klettersteigen unterwegs sein könnt, dass zeigen wir Euch heute.

Von wegen Idylle wie bei Heidi. Beim Eggishorn Klettersteig im Wallis meckert niemand. Alles was sich bergbegeisterte Familien wünschen bietet diese Via Ferrata. Von der Bergstation folgt Ihr dem Wegweiser zum Klettersteig. Zuerst erwartet Euch eine Querung. Wenn die ein Problem ist, dann dreht am besten um. Ist die Passage gemeistert wartet eine Hängebrücke auf Euch. Über 30 Meter ist diese lang. Etwas schwerer, A/B, ist die Schneefinkquerung. Kurz verschnaufen und es erwartet Euch ein Felsvorsprung. So verführerisch der nächste Abschnitt ist, manche haben ihre Probleme damit. Nochmals erwartet Euch eine hängende Brücke. Keine Sorge, Ihr seid in der Schweiz unterwegs und den Eidgenossen könnt Ihr vertrauen. Diese ist 40 Meter lang. Wer Probleme mit der Höhe hat, umgeht die Hängebrücke am besten. Über den Gemstritt gilt es nun, Ihr quert wieder den Felsen. zu einer Felsplatte mit dem Namen “Maerläufer” zu gelangen.  Wer für heute genug vom Klettern hat, der nimmt den Ausstieg für den Notfall. Es folgen die anspruchsvollen Passagen die einen Schwierigkeitsgrad von B/C haben. Es geht schon in die Arme, bis der Adlersitz erreicht ist. Wer möchte kann hier an einem Flying Fox nach unten rauschen. Alle anderen umgehen diesen Spaß am Drahtseil. Zum Schluss erwartet die Kleterer der Falkenturm und die letzte hängende Brücke. Wer Bergerfahren und fit genug ist, packt noch den Gipfel vom Eggishorn (2.927 m).

Klettersteig Eggishorn

  • Schweiz
  • Kanton Wallis
  • Höhenmeter: 183
  • Dauer 1 1/2 bis 2 Stunden
  • Schwierigkeit: B/C

Am Klettersteig mit Kindern: Kraxeln lernen im Meraner Land

Etliche Bergheroen kommen aus Südtirol: Reinhold Messner, Luis Trenker oder Hans Kammerlander. Nur um die populärsten Alpinisten aus diesem Teil der Dolomiten zu nennen. Ein Problem für viele Familien ist, dass es zu wenige Klettersteige gibt, an denen sie üben können. Einmalig in Südtirol ist der am Knott auf Unterstell. Mit der Seilbahn geht es rauf und entsprechend kurz ist der Zustieg. Fünf Routen gibt es dort. Sie reichen von der Schwierigkeit A bis hin zu Passagen mit D. Wer sich dorthin wagt, der muss am Felsen erfahren sein und sich sowie die Jugendlichen sichern können. Neu ist seit dem Sommer 2018 der Spitzbuamsteig. Hier braucht es Kraft in den Armen und Bergerfahrung. Los gehts am Wandfuß. Ein Blick nach oben genügt: Es fehlen Tritte und Griffe. Kinder sollten sich hier nicht einklinken, nur Jugendliche oder Erwachsene.

 

Ab dem Wirbel, über diese Konstruktion lässt sich eine Seilbrücke erreichen, können die Kinder auch wieder auf dem Spitzbuamsteig unterwegs sein. Nach dieser Tour haben die Alpinisten dickere Arme als sonst. Heftig ist der Einstieg zur Sally Route. Hier befinden sich die Kraxler gleich im Bereich B bis D. Vor allem die Überhänge machen auf dem 50 Meter langen Stahlseil den Bergsteigern zu schaffen. Für alle Einsteiger, die hoffentlich eine Kurs beim Alpenverein oder einer Bergschule absolviert haben, empfiehlt sich die Turtle Route. Sie ist 40 Meter lang und hat durchgehend die Schwierigkeit B. Trittbügel helfen an den schweren Stellen nach oben.Anspruchsvoller ist die Abzweigung bei der Turtle Route: Nach etwa 25 bis 30 Metern am Seil geht es zur Reibungs-Traverse.

Klettersteig mit Kindern: Bergerfahrung und eine gute Ausrüstung gehören zum Abenteuer am Felsen unbedingt dazu.
foto (c) kinderoutdoor.de

Sie hat vor dem Ausstieg eine Schwierigkeit im C Bereich. Wer sie meistert erreicht die Himmelsleiter. Im Mittelfeld in Sachen Anspruchsvoll bewegt sich der Klettersteig Affele. Die Familien können sich auf 50 Meter am Stahlseil freuen. Heftig ist die Querung namens “Oacherle” die sich im D/D Bereich bewegt. Weiter geht es über die mit C bewertete Passage, welche zum Elefantenbauch führt.Dieser Abschnitt macht, Niveau C, seinem Namen alle Ehre. Über eine Himmelsleiter geht es zum Ausstieg.Wer in den 80ern aufgewachsen ist kennt sie:Die Rocky Filme. Wer die 60 Meter Tour am Seil schaffen will, der muss ich hin und wieder ein wenig durchboxen. Als erstes stellt sich die Oacherle Querung einem entgegen. Von dort geht es weiter zum Guten Geist und es ragt ein kleiner Überhang aus dem Felsen. Ein richtiges Schwergewicht ist die Himmelsleiter: Steil geht es bei Ihr hinauf.