Berghütten der Extraklasse: Abenteuer, Zukunft und viel Ausblick

Berghütten haben immer einen besonderen Flair. Lässt sich der noch steigern? Wir haben drei Berghütten für Euch gefunden, die sich von der  Masse abheben: Eine ist völlig ursprünglich spartanisch, die andere Berghütte wirkt wie ein gelandetes UFO und die dritte erfüllt alle Erwartungen. Wir stellen Euch drei Berghütten in der Schweiz vor, die es wert sind, dorthin zu wandern.

Ein uralter Steintreppenweg führt hinauf zur Alpe Nimi im Maggiatal.  Foto (c) Ticino Turismo

Ein uralter Steintreppenweg führt hinauf zur Alpe Nimi im Maggiatal.
Foto (c) Ticino Turismo

Berghütten gibt es in der Schweiz im Überfluss. Alleine der Schweizer Alpenclub betreibt 152 davon und bietet etwa 9.200 Schlafplätze. Wir haben in der Eidgenossenschaft drei besondere Berghütten entdeckt. Eine davon ist die Alpe Nimi im Tessin. Sie liegt aug 1.375 m. Für manche Berghütten ist das schon Flachland. Wenn Ihr dorthin wandern wollt, seid Ihr einige Stunden zu Fuß unterwegs. Der Aufstieg ist nur mit größeren und trittsicheren Kindern möglich. Doch der Weg lohnt sich. Ihr steigt über einn uralten Treppenpfad auf, dessen Steine Generationen von Bergsteigern und Hirten abgescheuert haben. Ebenso viele Jahrzehnte alt sind die Steinbrücken. Aus groben Felsstücken gebaut überspannen sie die Wildbäche. Auf der Alpe Nimi angekommen gibt es nichts zu meckern.

Kein Grund zu meckern! Pietro kümmert sich auf der Alpe Nimi um den Rohstoff für seinen leckeren Ziegenkäse.  Foto (c) Ticino Turismo

Kein Grund zu meckern! Pietro kümmert sich auf der Alpe Nimi um den Rohstoff für seinen leckeren Ziegenkäse.
Foto (c) Ticino Turismo

Die einzigen die hier den ganzen Tag meckern sind die Ziegen. Immer wieder trotten auch die Wollschweine um diese ungewöhnliche Alpe. Wer bei Berghütten nicht auf das Spa verzichten will, findet es hier. Wenn auch radikal einfach: Eine Badewanne, die mit eiskalten und bergkristall klaren Quellwasser gefüllt ist. Dafür habt Ihr in dieser Wanne einen Blick, den nur wenig Menschen beim Baden haben: Er schaut über das Maggiatal und könnt am Horizont gut den Lago Maggiore erkennen. Für Ruhe ist auch gesorgt. Das Mobilfunknetz hier oben eher löchrig wie ein Bergkäse. Alle die keine halbe Stunde ohne Facebook und anderen digitalen Müll auskommen können, bleiben lieber im Tal. Geöffnet ist die Alpe Nimi mit 14 Schlafplätzen von Juni bis September. Pietro Zanoli kümmert sich in dieser Zeit um die tierische Belegschaft und natürlich auch um die Gäste. Unbedingt müsst Ihr auf dieser einsamen Alpe den Ziegenkäse probieren. Der gute Geist dieser Alpe ist Pietro. Vor einigen Jahren arbeitete er an der Börse in Zürich.  Dank Pietro gibt es die Alpe Nimi immer noch.

Mehr Infos unter:

www.ticino.ch

Ist das noch eine Berghütte? Ja und zwar eine umweltfreundliche. Die neue Monte Rosa Hütt im Wallis ghört zu den spektakulärsten ihrer Art.  Foto ©Valais/Wallis Promotion

Ist das noch eine Berghütte? Ja und zwar eine umweltfreundliche. Die neue Monte Rosa Hütt im Wallis ghört zu den spektakulärsten ihrer Art.
Foto ©Valais/Wallis Promotion

Berghütten der Zukunft; Zukunft der Berghütten?

Sind hier mitten in den Schweizer Bergen die Außerirdischen gelandet? Diese Frage stellt sich mancher Wanderer oberhalb vom Gorner Gletscher. Wer hierher kommen will, muss im Hochgebirge erfahren sein. Die Monte Rosa Hütte ist keine klassische Wanderberghütte. Ohne Steigeisen, Eispickel, Seil und viel Ausdauer gibt es kein Raufkommen. Der Anblick dieser neuen Hütte mit ihrer glänzenden Außenhaut ist beeindruckend. Der Glorner Gletscher und der Himmel über dem Wallis spiegeln sich darin. Entworfen haben diese ungewöhnliche Beghütte Studenten sowie Lehrende von der ETH Zürich. Aufwändig ist es gewesen, zwischen zwei Gletschern eine solche futuristische Hütte zu realisieren. Unter der Aluminiumhülle befindet sich eine ausgeklügelte Technologie um möglichst effizient mit der Energie und den knappen Ressourcen in den Bergen umzugehen.

Mehr Infos

http://www.section-monte-rosa.ch/de/unsere-hutten/monte-rosa-huette

Das Wallis wie aus dem Bilderbuch, mit Cabane de Chanrion. Foto ©Valais/Wallis Promotion/ Yves Garneau

Das Wallis wie aus dem Bilderbuch, mit Cabane de Chanrion.
Foto ©Valais/Wallis Promotion/ Yves Garneau

Berghütten mit Tradition: Cabane de Chanrion

1890 erbaute der Schweizer Alpen Club die Cabane de Chanrion im Wallis. So wie sich diese Hütte auf 2.462 Metern heute präsentiert, ist der Neubau von 1938. Hier oben in den Walliser Alpen ist Zeit etwas anderes als im hektischen Tal. Legendär ist Hubert Bruchez, er bewirtete hier von 1919 bis 1969 seine Gäste. Zeit braucht Ihr auch, wenn Ihr von Barrage de Mauvoisin aufsteigt. Je nach Kondition und können seid Ihr zwischen vier und fünf Stunden auf dem Gletscher unterwegs. Doch der Blick von dieser Hütte und das urige Essen sind jeden Meter wert! Geöffnet ist diese traditionelle Berghütte von April bis Mai und von Anfang Juli bis Ende September

Mehr Infos unter:

www.valais.ch

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