Nachdem wir euch bereits einige der schönsten Touren in Bayern vorgestellt haben, geht die Reise jetzt quer durch Deutschland. Außerdem zeigen wir Wanderwege, die sich sowohl für Babys als auch für Kleinkinder eignen. Viele dieser Strecken sind gut ausgeschildert, bieten Rastplätze und lassen sich auch mit einem geländegängigen Kinderwagen problemlos bewältigen.
Baden-Württemberg: Natur erleben zwischen Schwarzwald und Bodensee
Mummelsee – kurzer Rundweg mit großem Erlebnis
Der Mummelsee gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Schwarzwald. Deshalb ist er besonders bei Familien beliebt. Der Rundweg um den See ist breit, fast eben und auch mit Kinderwagen leicht zu befahren.
Unterwegs spiegeln sich die Tannen im Wasser. Außerdem erzählen Schautafeln die Sage vom Mummelsee. Für Kinder wird der Spaziergang dadurch noch spannender. Nach der Runde lohnt sich ein Abstecher auf den Spielplatz oder in eines der Cafés.
Das macht die Tour besonders
- Rundweg mit wenig Steigung
- viele Sitzbänke
- Spielplatz in der Nähe
- Einkehrmöglichkeiten
- tolle Fotomotive

foto (c) kinderoutdoor.de
Titisee – entspannte Wanderung am Wasser
Der Titisee begeistert Familien zu jeder Jahreszeit. Während im Sommer Boote über den See gleiten, verwandelt sich die Landschaft im Winter in eine märchenhafte Kulisse.
Der Uferweg ist gut ausgebaut und bietet immer wieder schöne Ausblicke. Dadurch bleibt die Wanderung abwechslungsreich. Kleine Cafés laden außerdem zu einer Pause mit Kuchen oder Eis ein.
Nordrhein-Westfalen: Familienfreundliche Wege im Grünen
Baldeneysee in Essen
Wer glaubt, das Ruhrgebiet bestehe nur aus Industrie, wird hier überrascht. Rund um den Baldeneysee führen breite Wege direkt am Wasser entlang. Zudem gibt es zahlreiche Spielplätze und Picknickplätze.
Die Strecke eignet sich hervorragend für einen Halbtagesausflug. Außerdem beobachten Kinder gerne die Segelboote oder füttern die Enten am Ufer.
Naturpark Hohe Mark
Im Naturpark Hohe Mark verlaufen viele gut befestigte Waldwege. Deshalb finden Familien schnell eine passende Route. Besonders an heißen Sommertagen sorgt der Wald für angenehme Temperaturen.
Mit etwas Glück entdeckt ihr unterwegs Rehe oder Spechte. Dadurch wird die Wanderung fast zu einer kleinen Safari.
Niedersachsen: Wandern zwischen Heide und Meer
Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide zählt zu den schönsten Naturlandschaften Deutschlands. Vor allem während der Heideblüte verwandelt sich die Region in ein violettes Blütenmeer.
Viele Rundwege sind breit genug für Kinderwagen. Zusätzlich sorgen Schafherden und Aussichtspunkte für spannende Erlebnisse unterwegs.
Unser Tipp: Plant eure Tour am frühen Morgen. Dann ist es angenehm ruhig und die Temperaturen sind besonders familienfreundlich.

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Steinhuder Meer
Das Steinhuder Meer bietet mehrere flache Uferwege. Dadurch können auch ungeübte Wanderer entspannt unterwegs sein. Unterwegs warten Beobachtungstürme, kleine Strände und zahlreiche Rastplätze.
Gerade kleine Kinder lieben es, Wasservögel zu beobachten oder Muscheln zu sammeln.
Sachsen: Familienwanderungen mit Geschichte
Bastei – nicht nur für Bergsteiger
Viele verbinden die Bastei mit steilen Treppen und Felsen. Tatsächlich gibt es jedoch mehrere kinderwagengeeignete Wege bis zu den Aussichtspunkten.
Schon der Blick über das Elbsandsteingebirge lohnt die Anreise. Außerdem begeistert die berühmte Basteibrücke große und kleine Entdecker gleichermaßen.
Moritzburger Teichlandschaft
Flache Wege, ruhige Wälder und zahlreiche Seen machen diese Region ideal für Familien. Währenddessen können Kinder Enten, Schwäne oder Libellen beobachten.
Wer anschließend noch Zeit hat, besucht das berühmte Schloss Moritzburg.
Schleswig-Holstein: Mit Kinderwagen an die Ostsee
Timmendorfer Strand
Nicht jede Wanderung muss durch den Wald führen. Auch an der Ostsee gibt es wunderschöne Wege für Familien.
Die Promenade von Timmendorfer Strand ist breit, eben und kinderwagenfreundlich. Außerdem sorgen Spielplätze, Cafés und der feine Sandstrand für Abwechslung.
Grömitz
Die Strandpromenade von Grömitz zählt zu den längsten Deutschlands. Deshalb eignet sie sich hervorragend für entspannte Spaziergänge mit Kinderwagen.
Unterwegs entdeckt ihr Kunstwerke, kleine Häfen und gemütliche Fischrestaurants. Danach könnt ihr den Tag am Strand ausklingen lassen.
Kinderwagen oder Trage – was ist besser?
Diese Frage stellen sich viele Eltern. Eine allgemeine Antwort gibt es allerdings nicht.
Der Kinderwagen punktet mit:
- viel Stauraum
- angenehmem Schlafplatz
- leichterem Schieben auf breiten Wegen
- weniger Belastung für Rücken und Schultern
Die Trage ist im Vorteil bei:
- schmalen Pfaden
- Treppen
- felsigem Gelände
- steilen Bergwegen
Deshalb kombinieren viele Familien beides. Auf einfachen Wegen kommt der Kinderwagen zum Einsatz. Sobald der Untergrund schwieriger wird, wechseln die Eltern zur Trage.
Die häufigsten Fehler bei Kinderwagenwanderungen
Selbst erfahrene Outdoor-Fans machen gelegentlich Fehler. Mit einer guten Planung lassen sie sich jedoch leicht vermeiden.
Fehler Nummer 1: Die Strecke wird unterschätzt
Vier Kilometer können mit Baby länger dauern als zehn Kilometer ohne Kinder.
Fehler Nummer 2: Zu wenig Pausen
Kinder brauchen Zeit. Außerdem möchten sie die Natur entdecken. Plant deshalb lieber großzügige Pausen ein.
Fehler Nummer 3: Falscher Kinderwagen
Ein City-Buggy stößt auf Schotter schnell an seine Grenzen. Ein geländegängiger Kinderwagen rollt dagegen deutlich leichter.
Fehler Nummer 4: Zu wenig Getränke
Gerade im Sommer steigt der Flüssigkeitsbedarf schnell. Deshalb gehört ausreichend Wasser immer ins Gepäck.
Fehler Nummer 5: Zu ehrgeizige Planung
Nicht jeder Gipfel muss erreicht werden. Manchmal wird aus einer kurzen Wanderung einfach ein langes Picknick – und genau das macht den Tag oft unvergesslich.
Unser Tipp der Redaktion
Die schönsten Kinderwagenwanderungen sind nicht unbedingt die längsten. Viel wichtiger sind abwechslungsreiche Wege, spannende Naturerlebnisse und genügend Zeit zum Entdecken.
Wenn Kinder unterwegs Schnecken beobachten, Zapfen sammeln oder einen kleinen Bach entdecken, wird selbst eine kurze Tour zu einem echten Abenteuer. Genau deshalb lohnt es sich, das Tempo herauszunehmen und die Natur gemeinsam zu genießen.

