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Sony RX10 V Test: Die neue All-in-One-Kamera im Check

Wer mit Kindern draußen unterwegs ist, kennt das Problem: Gerade noch planscht der Eisvogel am Bach, im nächsten Moment springt ein Reh über die Lichtung oder der Nachwuchs saust mit dem Mountainbike den Hang hinunter. Bis das Objektiv gewechselt ist, ist das Motiv längst verschwunden. Genau hier möchte die neue Sony RX10 V punkten. Mit ihrem 25-fachen Zoom, einem KI-gestützten Autofokus und einer beeindruckenden Serienbildgeschwindigkeit verspricht sie maximale Flexibilität. Doch wie schlägt sich die All-in-One-Kamera im Outdoor-Alltag? Wir haben uns die neue RX10 V genauer angesehen.

Eine Kamera für fast jedes Abenteuer

Outdoor-Fotografie bedeutet vor allem eines: Motive warten nicht. Ein Buntspecht fliegt davon, das Murmeltier verschwindet im Bau oder die Kinder rennen lachend über eine Almwiese. Deshalb zählt jede Sekunde.

Genau für solche Situationen hat Sony die RX10 V entwickelt. Statt mehrere Objektive mitzuschleppen, steckt hier ein ZEISS Vario-Sonnar T mit einer Brennweite von 24 bis 600 Millimetern* fest in der Kamera. Dadurch deckt sie praktisch alles ab – vom Landschaftsfoto bis zur detailreichen Tieraufnahme.

Gerade Familien profitieren davon. Während andere Fotografen noch ihre Objektive wechseln, genügt hier ein Dreh am Zoomring. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass wertvolle Momente nicht verloren gehen.


Erster Eindruck: Robust und sofort einsatzbereit

Schon beim ersten Griff vermittelt die RX10 V einen hochwertigen Eindruck. Der ausgeprägte Handgriff liegt sicher in der Hand. Außerdem orientiert sich die Bedienung an Sonys Alpha-Serie. Wer bereits eine spiegellose Sony-Kamera nutzt, findet sich deshalb schnell zurecht.

Positiv fällt außerdem das wettergeschützte Gehäuse auf. Schließlich endet eine Familienwanderung nicht automatisch, sobald ein Regenschauer aufzieht. Auch Staub auf Schotterwegen oder feuchte Morgenluft bringen die Kamera nicht sofort aus der Ruhe.

Mit knapp über einem Kilogramm ist die RX10 V allerdings kein Leichtgewicht. Trotzdem ersetzt sie eine komplette Fotoausrüstung mit mehreren Objektiven. Dadurch relativiert sich das Gewicht schnell – besonders auf längeren Wanderungen.

Sony RX10 V Test: Die neue All-in-One-Kamera im Check foto (c) Sony

Der 25-fache Zoom: Wenn Tiere plötzlich ganz nah sind

Der größte Trumpf der RX10 V ist ohne Zweifel ihr riesiger Zoombereich.

24 Millimeter eignen sich hervorragend für:

  • Landschaften
  • Familienfotos
  • Hütten
  • Seen
  • Lagerfeuer

Am anderen Ende warten beeindruckende 600 Millimeter. Damit rücken selbst weit entfernte Motive überraschend nah heran.

Während unseres gedachten Outdoor-Einsatzes zeigt sich schnell, wie praktisch dieser Brennweitenbereich ist. Eben noch fotografiert ihr eure Kinder beim Picknick. Sekunden später sitzt ein Bussard auf einem abgestorbenen Baum. Ein kurzer Dreh am Zoomring genügt – und schon landet der Greifvogel formatfüllend im Sucher.

Genau diese Vielseitigkeit macht den Reiz der RX10 V aus.


Autofokus mit künstlicher Intelligenz – schneller als viele Eltern reagieren können

Kinder stehen selten still. Das gilt übrigens auch für Eichhörnchen, Hunde oder Mountainbiker. Deshalb entscheidet der Autofokus oft darüber, ob ein Bild gelingt oder nicht.

Sony stattet die RX10 V mit einem neuen KI-gestützten Real-time Recognition AF aus. Die Kamera erkennt unter anderem:

  • Menschen
  • Tiere
  • Vögel
  • Insekten
  • Autos
  • Züge
  • Flugzeuge

Besonders spannend ist jedoch die intelligente Personenerkennung. Selbst wenn ein Kind eine Mütze trägt, den Kopf dreht oder kurz hinter einem Baum verschwindet, verfolgt die Kamera das Motiv zuverlässig weiter.

Gerade bei lebhaften Familienausflügen sorgt das für deutlich mehr scharfe Bilder.

Sony RX10 V Test: Superzoom und Alleskönner. foto (c) Sony

30 Bilder pro Sekunde: Der perfekte Moment geht nicht verloren

Kinder springen selten nur einmal ins Wasser. Meist folgt auf den ersten Sprung gleich der nächste – und genau dann entstehen die besten Fotos.

Hier spielt die RX10 V ihre Stärke aus.

Mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde hält sie selbst schnelle Bewegungen fest. Gleichzeitig bleibt das Sucherbild sichtbar. Dieses sogenannte Blackout-Free-Shooting erleichtert das Verfolgen bewegter Motive enorm.

Ob rennende Kinder, ein startender Graureiher oder ein Hund beim Sprung ins Wasser – die Wahrscheinlichkeit, den perfekten Moment einzufangen, steigt deutlich.


Bildqualität: Mehr als nur viele Megapixel

Auf dem Papier liefert die Kamera rund 20 Megapixel. Das klingt zunächst unspektakulär. Entscheidend ist jedoch der große 1-Zoll-Sensor in Kombination mit dem leistungsstarken BIONZ-XR-Prozessor.

Gerade bei wechselnden Lichtverhältnissen zeigt sich der Vorteil. Schatten im Wald, helles Sonnenlicht oder Gegenlicht am See bringen viele Kameras schnell an ihre Grenzen.

Die RX10 V verarbeitet solche Situationen deutlich souveräner. Farben wirken natürlich, feine Strukturen bleiben erhalten und das Bildrauschen hält sich selbst bei höheren ISO-Werten angenehm in Grenzen.

Besonders Landschaftsaufnahmen profitieren davon. Himmel, Wolken und Wälder zeigen viele Details, ohne künstlich überzeichnet zu wirken.

Sony RX10 V Test: Innovation Made in Japan. foto (c) Sony

Unser erster Praxiseindruck

Schon nach kurzer Zeit wird klar: Die Sony RX10 V richtet sich nicht an Gelegenheitsfotografen, sondern an Menschen, die möglichst viele Motive mit nur einer Kamera festhalten möchten.

Für Familien bedeutet das vor allem eines: weniger Ausrüstung, mehr Flexibilität und deutlich weniger verpasste Momente.

Natürlich ersetzt die RX10 V keine Profi-Systemkamera mit lichtstarken Teleobjektiven. Allerdings kostet eine vergleichbare Kombination schnell mehrere Tausend Euro mehr und wiegt oft doppelt so viel.

Genau deshalb könnte die neue Sony für Outdoor-Fans, Tierbeobachter und aktive Familien zu einer der interessantesten Superzoom-Kameras des Jahres werden.

Im zweiten Teil folgt der Vergleich mit anderen Superzoom-Kameras, die Videofunktionen im Outdoor-Einsatz, Tipps & Tricks, FAQ, ein ausführliches Fazit,