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Schinderhannes-Radweg: Familienabenteuer im Hunsrück

Auf den Spuren des legendären Schinderhannes geht es entspannt durch den Hunsrück. Der 38 Kilometer lange Bahntrassenradweg führt Familien und Genussradler über die ehemalige Hunsrückbahn vorbei an Burgruinen, historischen Sehenswürdigkeiten, einem Tierpark und herrlichen Aussichtspunkten. Eine Radtour, die Geschichte, Natur und jede Menge Fahrspaß miteinander verbindet.

Warum dieser Radweg so besonders ist

Der Schinderhannes-Radweg gehört zu den beliebtesten Bahntrassenwegen in Rheinland-Pfalz. Und das aus gutem Grund: Die Strecke verläuft auf einer ehemaligen Bahnlinie und ist dadurch fast durchgehend eben.

Dadurch eignet sie sich besonders gut für Familien mit Kindern. Außerdem ist sie ideal für Genussradler und E-Bike-Touren. Steile Anstiege gibt es kaum, stattdessen rollt man entspannt durch die Landschaft.

Zudem ist der Weg weitgehend autofrei. Das sorgt für Sicherheit und ein sehr entspanntes Fahrerlebnis.

Entlang einer ehemaligen Bahntrasse begibt man sich im Hunsrück auf den Schinderhannes-Radweg. Der berüchtigte Räuber – bürgerlich Johannes Bückler. Der nach ihm benannte Radweg ist mit 38 Kilometern ein Leichtes für eine E-Bike-Tour. Die alte Trasse der Hunsrückbahn ebnet der Radstrecke den Weg und somit kommt die Tour von Emmelshausen bis Simmern mit wenigen Höhenmetern aus. foto (c) Vincent Dommer / Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH (CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

Wer war der Schinderhannes?

Der Name klingt geheimnisvoll – und genau das ist er auch.

Johannes Bückler, besser bekannt als Schinderhannes, lebte im späten 18. Jahrhundert im Hunsrück. Er wurde berühmt als Räuber, ist aber bis heute eine zwiespältige Figur zwischen Legende und Realität.

Während einige ihn als Kriminellen sahen, stilisierten ihn andere zum Volkshelden. Genau diese Mischung macht ihn bis heute so faszinierend.

Besonders spannend: Seine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnisturm in Simmern im Jahr 1799. Genau dort endet heute die Radtour.


Start in Emmelshausen: entspannt losradeln

Die Tour beginnt in Emmelshausen. Schon nach wenigen Minuten merkt man, wie angenehm Bahntrassenradwege sind.

Denn die Strecke ist gleichmäßig und gut ausgebaut. Deshalb können auch Kinder problemlos mithalten.

Außerdem gibt es kaum Verkehr, was das Radfahren zusätzlich erleichtert.

Entlang einer ehemaligen Bahntrasse begibt man sich im Hunsrück auf den Schinderhannes-Radweg. Der berüchtigte Räuber – bürgerlich Johannes Bückler. Der nach ihm benannte Radweg ist mit 38 Kilometern ein Leichtes für eine E-Bike-Tour. Die alte Trasse der Hunsrückbahn ebnet der Radstrecke den Weg und somit kommt die Tour von Emmelshausen bis Simmern mit wenigen Höhenmetern aus. foto (c) Vincent Dommer / Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH (CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

Sauerbrunnen: ein historischer Zwischenstopp

Kurz nach dem Start lohnt sich ein Halt im Ortsteil Sauerbrunnen.

Dort steht ein historisches Brunnenhaus aus dem Jahr 1898. Allerdings reicht die Nutzung der Quelle deutlich weiter zurück – bis ins 18. Jahrhundert.

Dadurch entsteht ein spannender Mix aus Natur und Geschichte.

Tipp: Perfekt für eine erste Pause oder ein kleines Picknick.


Pfalzfeld: eine Reise in die Keltenzeit

Weiter geht es nach Pfalzfeld. Dort wartet ein echtes Highlight der Region.

Eine rekonstruierte keltische Flammensäule erinnert an die Besiedlung vor über 2.000 Jahren. Dadurch bekommt die Radtour plötzlich eine historische Tiefe.

Besonders Kinder finden diesen Stopp spannend, weil Geschichte hier greifbar wird.


Panorama pur im Hunsrück

Zwischen den Orten öffnet sich immer wieder die Landschaft.

Während man gemütlich dahinrollt, wechseln sich Wälder, Felder und Hügel ab. Dadurch entsteht fast ein Panoramaweg-Gefühl.

Zudem gibt es zahlreiche Fotospots entlang der Strecke.


Kastellaun: Burgruine, Altstadt und Kaffeepause

Kastellaun ist einer der schönsten Orte entlang der Route.

Schon von weitem sieht man die Burgruine über der Stadt thronen. Diese bietet nicht nur Geschichte, sondern auch eine tolle Aussicht.

Außerdem lohnt sich ein Besuch im „Haus der regionalen Geschichte“.

Währenddessen können Kinder die Altstadt erkunden oder einfach Eis essen.

Der 38 Kilometer lange Schinderhannes-Radweg führt Radfahrer von Emmelshausen nach Simmern. Er ist nach “Schinderhannes”, dem “Robin Hood des Hunsrücks” benannt. Folgt man dem Wegeverlauf von Emmelshausen nach Simmern kann man das gemütliche Radeln auf der ehemaligen Bahntrasse auskosten. Der Schinderhannes-Radweg ist daher insbesondere bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. foto (c) Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Tier-Erlebnispark Bell: das Highlight für Familien

Ein echtes Highlight für Familien ist der Tier-Erlebnispark Bell.

Dort leben unter anderem Giraffen, Tiger und Pumas. Viele Tiere stammen aus Auffangstationen oder ehemaligen Zoos.

Dadurch hat der Park einen besonderen Charakter.

Zudem ist er perfekt für eine längere Pause geeignet. Deshalb sollte man hier mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.


Dudenrother Schanze: Geschichte am Wegesrand

Zwischen den Stationen entdeckt man die Dudenrother Schanze.

Diese historische Anlage erinnert an frühere Verteidigungszeiten. Auch wenn heute nur noch Reste sichtbar sind, wirkt der Ort sehr eindrucksvoll.


Neuerkirch: Kunst trifft Fachwerk

In Neuerkirch zeigt sich der Hunsrück von seiner kulturellen Seite.

Hier stehen historische Fachwerkhäuser neben einer Kunstscheune und einem kleinen Museum.

Dadurch entsteht ein spannender Kontrast zwischen Tradition und Kreativität.


Durch das Külzbachtal bis zum Ziel

Die letzten Kilometer führen durch das idyllische Külzbachtal.

Dabei folgt der Radweg dem Flusslauf, wodurch die Strecke besonders ruhig wirkt.

Zwischen Külz und Keidelheim überquert man außerdem den 50. Breitengrad – ein kleines geografisches Highlight.

Schließlich erreicht man Simmern.


Ziel Simmern: der legendäre Schinderhannesturm

In Simmern endet die Tour am berühmten Schinderhannesturm.

Dort war einst ein Gefängnis, aus dem Schinderhannes spektakulär floh.

Heute befindet sich dort ein Museum, das seine Geschichte erzählt.

Dadurch bekommt die Radtour einen starken historischen Abschluss.


Warum sich die Tour besonders lohnt

Der Schinderhannes-Radweg bietet eine seltene Kombination.

Einerseits ist er sportlich leicht. Andererseits ist er voller Geschichte und Abwechslung.

Zudem eignet er sich perfekt für Familien, Gruppen und E-Bike-Fahrer.


Praktische Tipps für die Tour

  • Beste Zeit: April bis Oktober
  • Dauer: ca. 3–5 Stunden mit Pausen
  • Fahrrad: Trekkingrad oder E-Bike ideal
  • Verpflegung: ausreichend Wasser mitnehmen
  • Pausen: Kastellaun und Simmern bieten viele Möglichkeiten

FAQ

Wie lang ist der Schinderhannes-Radweg?

Er ist etwa 38 Kilometer lang.

Ist der Radweg für Kinder geeignet?

Ja, aufgrund der geringen Steigungen ist er sehr familienfreundlich.

Gibt es Sehenswürdigkeiten unterwegs?

Ja, unter anderem Burgen, Museen und ein Tierpark.

Ist der Weg gut ausgeschildert?

Ja, die Strecke ist durchgehend beschildert.

Kann man den Radweg mit E-Bike fahren?

Ja, er ist ideal für E-Bikes geeignet.


Der Schinderhannes-Radweg ist weit mehr als nur eine Fahrradtour.

Vielmehr verbindet er Natur, Geschichte und Freizeitspaß auf einzigartige Weise. Deshalb zählt er zu den schönsten Bahntrassenradwegen im Hunsrück.

Und genau das macht ihn zu einem perfekten Ziel für einen entspannten Tagesausflug.