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Outdoor Kinder Bergsteigen am Chiemsee

Outdoor Kinder Bergsteigen am Chiemsee ist völlig entspannt für die ganze Familie. Wer lange Aufstiege scheut, der lässt sich mit der Familie gemütlich hochgondeln. Entspannt kommt die Familie so am Berg an und kann von dort aus das Chiemsee Alpenland erwandern. Einfacher und frei von jedem Stress. Wir stellen Euch vier Kinder Outdoor Wanderungen in der Chiemsee Region vor.

50 Berggipfel, 60 Almen und imposante Fernsichten gepaart mit einer von zahlreichen grünen Hügeln und tiefblauen Seen gesäumten Voralpenlandschaft: Das oberbayerische Chiemsee-Alpenland hat für Wanderer und Naturliebhaber allerhand zu bieten. Doch nicht alle Berggipfel und Hütten müssen einzig aus eigener Kraft erklommen werden. In vier der attraktionsreichsten Wandergebiete des Chiemsee-Alpenlandes befördern moderne Bergbahnen Fahrgäste in wenigen Minuten in höhere Gefilde und ermöglichen damit entspannte Familienausflüge, Genusswanderungen oder auch ein schnelleres Vorankommen für Weitwanderer. Alle vier Bergbahnen im Chiemsee-Alpenland können mit dem Kombi-Ticket Gipfel hoch4 plus genutzt werden; seit der Sommersaison erhalten Besitzer des Tickets darüber hinaus nicht nur 25 Prozent Ermäßigung für den Eintritt in die Chiemgau Thermen in Bad Endorf, sondern auch für die Therme Bad Aibling.

Tipp für Familien: Erlebnisberg Hocheck

Ein wahres Paradies für kleine und große Wanderer, das zugleich einen wunderbaren Blick auf Inntal und Kaisergebirge gewährt, ist der Erlebnisberg Hocheck: Die Sesselbahn startet in Oberaudorf und bietet bereits an der Mittelstation Attraktionen wie eine Sommerrodelbahn mit 360-Grad-Superkreisel, eine Goldwasch-Anlage, mehrere Kneipp-Becken sowie als besonderes Highlight den „Oberaudorfer Flieger“, ein Flying Fox, mit dem Wagemutige auf einer Strecke von 700 Metern über Bergwiesen direkt ins Tal hinabsausen. Wer höher hinaus möchte, findet an der Bergstation eine Vielzahl an Wanderwegen, wie zum Beispiel den Sagenweg am Hocheck, ein zirka drei Kilometer langer Weg für die ganze Familie, der von der Bergstation bis zur Mittelstation führt. An Zwischenpunkten finden sich Sagen aus der Umgebung und zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder, wie das Zwergerlhaus oder das Drehspiel. Wer möchte, kann zum krönenden Abschluss in rasanter Fahrt mit der TÜV-geprüften Gebirgsachterbahn hinab zur Talstation sausen. Die Talstation der Hocheckbahn befindet sich in der Gemeinde Oberaudorf, welche gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden ist.

Touren für alle Niveaus: Hochriesgebiet

Das Wandergebiet rund um die 1.569 Meter hohe Hochries wartet mit einem ausgedehnten Wegenetz mit kurzen, familienfreundlichen Touren und Almhütten bis hin zu ganztägigen Mehr-Gipfel-Wanderungen auf. Mit der Hochriesbahn in Samerberg-Grainbach erreichen Bergfans das Gipfelkreuz und die DAV-Hochrieshütte mit Panoramaterrasse in nur fünf Minuten ab der Bergstation über einen kinderwagentauglichen Weg. Wer etwas mehr Kondition mitbringt, kann den Gipfel von der Mittelstation über die Ebersberger Alm und das Riesenplateau erklimmen. Auf den Spuren der Landwirtschaft wandeln Interessierte auf den Samerberger Landwirtschaftswegen: Die rund sieben Kilometer lange Talrunde zeigt die verschiedenen Arten der Bewirtschaftung auf, während die zwölf Kilometer lange Almrunde von der Talstation der Hochriesbahn über Forststraßen, Wiesen und Steige zu den Almgebieten der Hochries führt. Unterwegs gibt es typische Brotzeiten und regionale Schmankerl bei den bewirteten Almen. Tipp für Adrenalin-Junkies: der „Rocky Mountain Bikepark Samerberg“ zwischen Mittel- und Talstation der Hochries. Mit dem Samerberger Wanderbus gelangen Ausflügler an Sonn- und Feiertagen von Bad Feilnbach, Bad Aibling oder Rosenheim unkompliziert zu verschiedenen Wanderparkplätzen und der Talstation Hochriesbahn.

Berge, See und paddeln mit den Kindern. Beim Chiemsee liegt alles eng zusammen.
foto (c) kinderoutdoor.de

Das „Bayerische Meer“ stets im Blick: Kampenwand

Die Kampenwand ist mit 1.669 Metern einer der höchsten Berge in der Region und mit ihrem vielzackigen Erscheinungsbild zweifellos auch einer der markantesten. Mit der Kampenwandbahn, einer Seilbahn mit Vierergondeln, gelangen Wanderer in etwa einer Viertelstunde von Aschau i.Chiemgau zur Bergstation auf 1.461 Metern Höhe. Hier eröffnet sich neben den beeindruckenden Ausblicken auf die Hohen Tauern im Süden und den Chiemsee im Norden ein ausgezeichnetes Wandergebiet von leicht bis anspruchsvoll. Gemütlich und dennoch aussichtsreich ist der Panoramaweg: Von der Bergstation bis zur Steinlingalm verläuft der zirka 30-minütige Weg eben, stets begleitet von herrlichen Ausblicken auf den Chiemsee. Der Panoramaweg ist auch als Rundweg möglich, da er sowohl Teil der Kampenwand Umschreitung als auch des als LOWA-Teststrecke beschilderten Höhenrundwegs ist – beide Touren starten ebenfalls an der Bergstation. Unweit der Bergstation laden die Sonnenalm und die Möslarn-Alm zu einer Rast ein. Mit der Buslinie Prientallinie gelangen Wanderer von den Bahnhöfen Aschau und Bernau bequem zur Talstation der Kampenwandbahn; im Sommer fährt diese auch von Oberaudorf nach Aschau.

Kinder Outdoor Bergsteigen am Chiemsee. Da gehört auch eine Tour auf den Wendelstein dazu. foto © Chiemsee-Alpenland Tourismus

Auf neuen Themenwegen die Bergwelt entdecken: Wendelstein

Mit seinen 1.838 Metern Höhe überragt der Wendelstein die Gipfel seiner Nachbarberge und ermöglicht einen Rundblick ins Voralpenland bis in den Alpenhauptkamm. Schon seit über 100 Jahren bringt die Wendelstein-Zahnradbahn als Deutschlands älteste Hochgebirgsbahn Ausflügler und Wanderer in zirka 25 Minuten auf den Gipfel. An der Bergstation locken das Wendelsteinkircherl, die Aussichtsplattform „Gacher Blick“, die Schauhöhle und für eine Stärkung das Wendelsteinhaus. Der 100 Meter höher gelegene Gipfel ist über einen gut gesicherten Weg erreichbar. Von den vier Orten rund um den Wendelstein führen die neuen Wendelstein Streifzüge mit verschiedenen Themenschwerpunkten auf den Wendelstein hinauf. Vor allem der von 13 verschiedenen Kunstwerken gesäumte Künstlerweg ab Brannenburg ist gut mit der Bergbahn kombinierbar; so können Wanderer wahlweise Etappen zu Fuß gehen und in Aipl oder an der Mitteralm mit der Bahn weiterfahren. Auch der familienfreundliche Jenbachweg rund um das Thema Wasser lässt sich mit der Wendelstein-Zahnradbahn verbinden: Im Anschluss an die Bergfahrt kann er direkt von der Terrasse des Wendelsteinhauses begonnen werden und führt über die Aiblinger Hütte durch das malerische Jenbachtal bis zum Zielpunkt nach Bad Feilnbach.  Dort besteht Anschluss zur Wendelstein-Bus-Ringlinie: Sie umrundet den Wendelstein täglich in beide Richtungen und ist auch auf örtliche Zugverbindungen abgestimmt.

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Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: Reichenau, Föhr, Herrenchiemsee und Rügen zu Fuß entdecken

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern, da haben wir uns einmal weniger an den übliche Verdächtigen orientiert. Auch der Süden hat Inseln zu bieten. Allerdings ohne Meer, aber mit Mehr. Manche unserer Touren lassen sich auch mit dem Kinderwagen wandern. Unsere Familientouren auf deutschen Inseln, Mallorca zählen wir mal nicht dazu, könnten kaum unterschiedlicher sein. Wir zeigen Euch wo es sich auf der Reichenau, Föhr, Herrenchiemsee und Rügen gut mit den Kindern wandern lässt.

 

Zwischen Himmel und See. Unter diesem Motto steht die Fotoausstellung von  Michel Bieler-Loop. In beeindruckenden Bildern hat er die Gemüseinsel im Bodensee portraitiert. Mit den Kindern lässt sich das UNESCO Weltkulturerbe wunderbar erwandern. Zwischen Bauerngärten in denen die Blumen mit kräftigen Farben blühen geht es zu den Gemüsegärten und Gewächshäusern. Vorbei an den Weinbergen und immer den Bodensee im Blick. Dazwischen die Kirche St. Peter und Paul oder das Marienmünster in Mittelzell. Das Klima ist mild wie an der Adria und blaue Himmel kann mit dem Mittelmeer problemlos konkurrieren. Am Seebad “Baurenhorn” geht die ganze Familie während der Wanderung zum Plantschen. Hier gibt es auch einen Flachwasserbereich in dem die ganz Kleinen den Bodensee genießen können. Wenn Ihr unterwegs einkehrt, dann gibt es nur drei Möglichkeiten: Gemüse, Fisch oder beides. Die von uns vorgeschlagene Rundwanderung ist gut elf Kilometer lang und die Höhenmeter sind zu vernachlässigen. Mit dem Kinderwagen ist diese Wanderung auf der Insel Reichenau zu schaffen.

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: EIn UNRSCO Welterbe ist die Insel Reichenau im Bodensee.
foto (c) kinderoutdoor.de

Insel: Reichenau

  • Lage: Bodensee
  • Länge der Wanderung: Elf Kilometer
  • Höhenmeter: 80
  • Kinderwagen geeignet: ja

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: Ein königliches Eiland im Chiemsee

 

Der Welt entrückt. So soll der bayerische König Ludwig II. mit zunehmenden Alter gewesen sein. Dazu passt auch das Schloss auf der Insel Herrenchiemsee im Chiemsee. Dabei orientierte sich der Monarch stark am französischen Schloss Versailles.Statt der 73 Meter wie in Versailles, ist hier der Spiegelsaal 75 Meter lang. Prunksucht eben. Wir schippern mit den Kindern über den Chiemsee und legen an der Insel an. Von den Häuschen an denen es die Eintrittskarten gibt, wandert Ihr hinauf zum Schloss mit den beeindruckenden Springbrunnen. Jetzt biegt Ihr rechts ab und Ihr wandert hinauf zum Kap mit der Seekapelle. Gesäumt ist der Weg mit uralten Bäumen. Von der Seekapelle aus habt Ihr einen wunderbaren Blick über den glitzernden Chiemsee hinüber zur Halbinsel Urfahrn. Am Ufer geht es zurück zum Schloß. Bald gelangt Ihr an den großen Kanal. Dort haltet Ihr Euch wieder Richtung Schloss. Von dort kommt Ihr auch wieder zurück zur Anlegestellt. Aber zuvor wollen die Kinder das Schloss besichtigen.

Insel: Herrenchiemsee

  • Lage: Chiemsee
  • Länge der Wanderung: fünf Kilometer
  • Höhenmeter: 40
  • Kinderwagen geeignet: ja

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: Zu Fuß von Amrum nach Föhr!

 

“Watt soll dat?” fragt sich mancher. Regelmäßig zieht sich in der friesischen Karibik das Meer zurück und gibt einen einzigartigen Lebensraum frei: Das Watt. Wer glaubt hier nur über Schlick zu gehen, der liegt völlig daneben. Wichtig ist, dass Ihr diese Tour mit den Kindern, wenn sie konditionell dazu in der Lage sind, nur mit einem ausgebildeten Wattführer unternehmt. So schnell wie die Nordsee sich zurückgezogen hat, so flott kommt das Wasser auch wieder zurück. Dann könnt Ihr schnell von den Wellen eingeschlossen sein und der Spaß hat ein Ende. Deshalb nur mit einer Wattführung die Tour durch das Watt von Amrum nach Föhr wagen. Mit dem Kinderwagen kommt Ihr hier nicht durch und die kleineren Kinder kommen in die Kindertrage. Die Wanderschuhe braucht Ihr erst wieder, wenn Ihr festen Boden auf Föhr unter den Füßen habt. Unterwegs bekommt Ihr interessante Infos von den Wattführern. Was es mit dem Wattwurm auf sich hat, wo die Herzmuschel lebt und vieles mehr.

Insel: Föhr /Amrum

  • Lage: Nordsee
  • Länge der Wanderung: elf Kilometer
  • Höhenmeter: 15
  • Kinderwagen geeignet:nein

Auf deutschen Inseln wandern mit Kindern: Kap Arkona erkunden

 

Rügen ist eine Insel der Superlative. Sie ist das größte Eiland Deutschlands. Der bekannteste Punkt auf Rügen ist Kap Arkona mit den über 40 Meter hohen weißen Kreidefelsen. Ihr startet beim Parkplatz in Puttgarten. Wandert auf der Dorfstraße bis Rügenhof. Dort stellen Kunsthandwerker ihre Waren aus. Weiter geht es durch Puttgarten Richtung Kap Arkona. Es geht, aufgepasst, bergauf. Ihr passiert die von Fotos bekannten Leuchttürme und haltet Euch rechts. Folgt dem Fernwanderweg E 10 bis zum Tempelburgwall. Von hier wandert Ihr weiter bis zum Peilturm. Links geht es über die Treppen runter zum Strand. Dort erwacht in den Kindern der Sammeltrieb. Es findet sich interessantes Strandgut. Rechts geht es am Strand weiter bis zum Fischerdorf Vitt. Orientiert Euch an der Dorfkirche und von dort rechts halten und von dort geht es weiter nach Puttgarten.

Insel: Rügen

  • Lage: Ostsee
  • Länge der Wanderung: sechs Kilometer
  • Höhenmeter: 65
  • Kinderwagen geeignet:nein

(Hinweis in eigener Sache: Für die im Artikel enthaltenen Links erhalten wir weder Geld, Provisionen, Sachleistungen oder andere Zuwendungen)

Packliste Wanderung mit der Familie: Gemse statt Packesel

Eine Packliste für eine Wanderung mit der Familie und Ihr singt nicht den Rolling Stones Hit “Beast of Burden” bei der Tour mit den Kindern. Manche Dinge könnt Ihr zuhause lassen, andere hingegen solltet Ihr unbedingt einpacken. Auf der Basis von der Empfehlung des DAV haben wir für Euch eine Packliste zusammengestellt. 

 

Die Kinder sind, meistens, ohne Rucksack unterwegs, während die Eltern schleppen. foto (c) kinderoutdoor.de

 

I’ll never be your beast of burden
My back is broad but it’s a hurting

So heißt es bei den Stones. Manche Eltern können auch ein (Klage)lied davon singen, wenn sie auf Tour mit den Kleinen sind. Dabei gibt es ein großes Problem zu lösen: Was muss im Rucksack unbedingt dabei sein und was nicht? Neben den äußeren Bedingungen und der eigenen Erfahrung ist die richtige Wanderausrüstung entscheidend für die Sicherheit und den Spaß am Berg. Schreibt der Alpenverein. Wichtig sind die Wanderschuhe. An dieser Stelle der Hinweis: Turnschuhe sind keinesfalls für die Berge geschustert. Sie sind zu weich, verdrehen und haben (meistens) ein zu schlechtes Profil an den Sohlen. Der DAV schreibt dazu:

Funktionelle Bergschuhe, die gut passen, sind für die Tour das „A und O“. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliches Schuhwerk. Ein Schuh mit einer rutschfesten, profilierten Spezialsohle aus Gummi ist stets unerlässlich. Grundsätzlich gilt: Je schwieriger das Gelände, je länger die Tour und je schwerer der Rucksack, desto stabiler muss das Schuhwerk sein.

Durch stabilen Bodenaufbau und ein griffiges Profil ist der Allround-Outdoor-Halbschuh vom Flachland bis ins Mittelgebirge einsetzbar. Der Halbschuhschnitt gestattet optimale Bewegungsfreiheit und erzeugt niedriges Gewicht.

Beim Wanderstiefel schützt der hochgezogene Schaft die Knöchel zusätzlich vor Anschlagen und stabilisiert die Gelenke als Schutz vor Umknicken.

Der sogenannte Trekkingstiefel ist ein idealer Bergschuh in Stiefelform für anspruchsvolle längere Touren, z. B. beim Hüttentrekking. Um harten Untergrund gerecht zu werden, sind Stiefel mit einer so genannten Brandsohle empfehlenswert. Die Profilsohle sollte ein selbst reinigendes und tief eingeschnittenes Muster aufweisen. Ein bedingt steigeisenfester Rand erlaubt das Anbringen von Steigeisen mit Frontkorb- oder Riemenbindung.

Der klassische Bergstiefel ist ein besonders robuster und warmer Bergschuh in Stiefelform für den Einsatz im Hochgebirge und ist auch für Schneeschuhtouren gut geeignet. Ein steigeisenfester Bergschuh ermöglicht das Anbringen von Steigeisen mit Kipphebelbindung.

Packliste Wanderung mit Kindern: Richtig angezogen

Bergwandern mit den Kindern ist schweißtreibend. Wahrscheinlich ist es Euch auch schon aufgefallen: Beim Aufenthalt in der Höhe friert der Mensch schneller. Besonders die Kinder. Wichtig ist es, dass die Kleinen und Ihr mit der optimalen Kleidung in den Bergen unterwegs seid. Tragekomfort, Bewegungsfreiheit, Wetterschutz, Wärmeisolation und Atmungsaktivität sind dabei die wichtigsten Schlagworte.

Alles dabei? Diese Frage stellt sich bei einer Trekkingtour mit Kindern. Wir haben als Basis für Euch eine Packliste zusammengestellt. foto (c) kinderoutdoor.de

Zur Grundausrüstung empfiehlt der DAV:

  • Funktionsunterwäsche aus schweißtransportierendem Material
  • Fleecejacke oder Pulli
     
  • lange Hosen aus trapazierfähigem und elastischem Kunstfasermaterial
  • Wetterschutzjacke: wind- und wasserabweisendes Material, mit Kapuze
  • Mütze und Fingerhandschuhe
  • leichte Ersatzwäsche: zum Wechseln nach schweißtreibendem Anstieg oder nach Regen
  • Strümpfe mit verstärktem Fußbett aus Mischgewebe oder Frottee

Packliste Wanderung mit Familie: Ausrüstung für alle Fälle

  • Wanderrucksack, 20-30 Liter, mit Aussentaschen und gepolstertem Tragesystem
  • topografische Karten und Führer, evtl. Kompass und Höhenmesser
  • Schutz gegen UV-Strahlung (Kopfbedeckung, Sonnenbrille und -creme)
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke und Handy (für Notruf 112)
  • Trinkflasche (mindestens 1 Liter/ Person), Tourenproviant
  • evtl. Grödel (steigeisen-ähnliche Gehhilfen), Pickel, Seil und Steigeisen für Hochtouren
  • evtl. Tourenstöcke (die Trittsicherheit beim Gehen und Steigen wird vor allem bei rutschigem Untergrund erhöht, die Gelenke werden beim Bergabgehen geschont)

Speziell für die Kinder solltet Ihr einpacken:

  • Kindertrage für die Kleinen. Mit dem Kinderwagen kann in den Bergen schnell Schluss sein, wenn Ihr eine Kraxe auf dem Rücken habt, kommt Ihr deutlich weiter.
  • Sonnencreme und Mütze. In den Bergen kann das UV Licht aggressiver sein, als im Flachland. Außerdem ist die Kinderhaut, wissenschaftlich erwiesen, deutlich empfindlicher als die von Erwachsenen. Hier hilft nur eines: Schützt sie und cremt die Kinder mit Sonnencreme ein.
  • Kleinkinder sind mit großem Gepäck unterwegs: Windeln, Fläschchen, Brei, Feuchttücher und was die ganz Kleinen sonst noch so alles brauchen.

Schlittenfahren mit Kindern: Vier Rodelbahnen in Bayern im Test

Schlittenfahren mit Kindern kann ein kurzes Vergnügen sein. Zumindest im Stadtpark. Wer mit den Outdoorkids länger rodeln will, der muss in die Mittelgebirge fahren oder nach Bayern. Wir stellen Euch vier Rodelbahnen im Freistaat vor, die garantiert länger als eine Minute dauern und haben Sie für Euch bewertet.

Oberstdorf ist jedes Jahr der Nabel der Welt. Für einen Tag. Auf der Schattenbergschanze steigt das Auftaktspringen für die Vierschanzentournee. Leider kann so gut wie kein Zuschauer von dieser mächtigen Schanze abspringen. Ein kleiner Trost: Mit dem Schlitten geht es von der Seealpe hinunter nach Oberstdorf. Ein großer Vorteil für Familien: Mit der Seilbahn vom Nebelhorn geht es hinauf zur Seealpe. Dort könnt Ihr direkt die Schlitten ausleihen und los geht es. Wer sich an diese schwere Rodelbahn wagt, der sollte den Schlitten gut im Griff haben. Im Wald lauern einige Passagen auf denen sich ordentlich Geschwindigkeit aufbauen lässt.

Doch Vorsicht! Wer zu schnell in die Kurven geht, der kann unfreiwillig in den Schnee purzeln. Am Ende trifft die Rodelbahn auf die Skipiste. Hier heißt es für die Piloten aufpassen! Im Tal angekommen geht es zu Fuß zurück zur Seilbahn und gleich wieder rauf auf die Seealpe.

Länge: 2,6 Km

Höhenunterschied: 460 m

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Wertung (4 von 6)

Schlittenfahren mit Kindern: König Arber im Bayerischen Wald gibt sich die Ehre!

Schlittenfahren mit Kindern in Bayern. Da wirft es manchen aus der Kurve. Foto (c) kinderoutdoor.de

Der Mount Everst vom Bayerischen Wald ist der Arber mit seinen 1.465 m. Sogar FIS Skirennen fanden dort schon statt.Auch hier kommt Ihr mit der Sesselbahn hinauf. Nehmt die am Sonnenhang. Von der Bergstation geht es hinunter. Gut gesichert ist diese Rodelbahn mit ihrem leichten Gefälle und stellt technisch keine großen Anforderungen an die Schlittenpiloten. Ein weiterer Pluspunkt von dieser Rodelbahn, sie hat in unmittelbarer Nähe Gasthäuser um die Kälte zu vertreiben. Es lässt sich am Arber auch ein Schlitten mieten. Für kleine Kinder ist das Ar-Bär-Kinderland interessant. Auf einem für sie reservierten Areal lassen sich die Kleinen mit Zauberteppichen hochliften und fahren dann selbst hinunter und brettern auch durch einen Teil der Rodelbahn für die Großen. Einen Nachteil hat diese aber: Plastikbobs sind ausgeschlossen. Zugelassen sind klassische Holzschlitten.

Länge: 1,2 Km

Höhenunterschied: 120 m

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Wertung (3 von 6)

Rodeln mit Kindern im Inntal: Heiße Kufen in Oberaudorf

Mit der Vierersesselbahn geht es auf das Hocheck hinauf. Sicher es gibt höhere und spektakulärere Berge in Bayern, aber die Rodelbahn hat es in sich. Der TÜV nimmt diese Schlittenbahn regelmäßig ab. Es erwarten Euch 18 Kurven bis Ihr wieder im Inntal angekommen seid.

Rodeln mit Kindern: Ein Helm schützt bei Stürzen. foto (c) kinderoutdoor.de

Technisch ist diese mittelschwere Abfahrt für fortgeschrittene Rodler zu schaffen. Ein weiterer Pluspunkt: Diese Rodelbahn wird auch beschneit. An einer Stelle müssen die Schlittenpiloren Nerven beweisen, die so hart sind wie die Sitzbretter vom Schlitten: Dort geht es 18% steil runter. Wer hier ohne Sturz durchkommt, der hat seine Rodel im Griff.

Länge: 3,0 Km

Höhenunterschied: 310 m

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Wertung (4 von 6)