Wohnmobil und Kinder? Zehn gute Gründe die Finger davon zu lassen!

Wohnmobil und Kinder. Das passt zusammen und harmoniert so wunderbar, wie der aktuelle US Präsident mit Papst Franziskus (Womobilisten bitte googeln!). Oder umgekehrt. Trotzdem meinen einige Eltern sie müssen sich und den Kleinen einen Womo-Urlaub antun. Dagegen ist ein Urlaub in Nordkorea richtig entspannend. Überall bekommt Ihr zu lesen warum Ihr unbedingt mit dem Womo aufbrechen solltet. Wir liefern Euch zehn wunderbare Gründe dieses leidige Thema abzuhaken und über diese Spezies (Womobilisten bitte googeln!) milde zu lächeln.

SATIRE

“ravageur blanc!” meint ein französischer Gendarm zu mir. Er ist in Zivil unterwegs und genießt seine freie Zeit im Sattel. Wir haben uns vor drei Stunden beim Rennradfahren kennengelernt. Der Polizist zeigt auf eine weiße Wand die sich vor uns auftaut. Ein Wohnmobil an das andere reiht sich auf. “Weiße Pest!” nennt er diese Individualisten (Womobilisten bitte googeln!), die hier das Loire Tal zuparken. Kollegen von ihm kommen und verteilen Strafzettel. “Oft genug rufen uns Grundstückseigentümer an. Schau Dir das mal an. Die stehen zur Hälfte auf der Straße mit ihren Fahrzeugen. Dabei gibt es hier im Tal  offizielle Stellplätze” und schiebt hinterher “Die sind aber alle belegt!” Eigentlich sah es so aus, als ob die sich manifestierte Spießigkeit des Reisens von selbst erledigt. Nur noch ältere Herrschaften kutschierten mit den fahrenden Wohnzimmern durch die Lande. Doch die Bürgerlichkeit erlebt eine Renaissance. “Das Spießige überlebt alles!” meint ein befreundeter Soziologe (Womobilisten bitte googeln!) und erklärt die Gründe dafür ” In einer Welt, in der sich alles unglaublich schnell verändert und täglich neue Horrormeldungen über einem hereinbrechen, ziehen sich die Meisten in ihr bürgerliches Schneckenhaus zurück. Da haben sie die Übersicht und sind Herr der Lage.” Damit lässt sich auch ein Wiederaufleben der Wohnmobile erklären. Ein Ärgernis auf den Straßen und in den Urlaubsorten. Schlimmer noch als die mit 100 Km/h dahinzockelnden Hobbytrucker ist die Ideologie dahinter. Die passt hinten und vorne nicht zusammen. “Die anderen tausend können sich wohl kaum irren!” sagt ein Lemming zum anderen und stürmt in der Masse begeistert auf die Klippen zu. Was alle tun kann nicht falsch sein. Wenn alle jemanden toll finden, muss der oder diejenige wohl toll sein. Damit lässt sich simpel der Erfolg der jüngsten Milliardärin Kyle Jenner (Womobilisten bitte googeln!) erklären. Was die gute Frau tut? Eigentlich nichts. Sie hat nur Millionen von “Followern” auf Instagram und ist damit für viele Marken als Influencerin (diese Bezeichnung erinnert eher an eine Krankheit!) interessant. Hier gilt das Prinzip vom Herdentrieb: Wenn alle die Kyle gut finden, muss sie ja gut sein. Vor über 80 Jahren brachte es Kurt Tucholsky (Womobilisten bitte googeln!) auf den Punkt”Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.” So ist es mit diesen Vakuums auf Instragram und auch mit den Wohnmobilen. Es ist auch ein Statussymbol. Da haben die Häuslebauer mit Mitte vierzig geerbt und der Bausparvertrag ist fällig, dann kommt eben ein Womo ins Haus. Weil alle anderen auch Womo fahren. Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.

Freiheit, benutzen die Womobilisten, Hersteller, Vermieter, Blogger und Influencer infaltionär. Glauben sie es selbst?
foto (c) kinderoutdoor.de

Wohnmobile und Familie: Freiheit, Freiheit, Freiheit………..gibt es woanders!

Dazu gibt es die perfekte Werbung von Womo-Hersteller und Vermietern. Sie suggerieren (Womobilisten bitte googeln!)Freiheit. Dazu kommen diverse Magazine. Sie gehen auch inflationär (Womobilisten bitte googeln!) mit dem Begriff Freiheit um. Sie setzen irgendwelche Personen in Szene die sich aus Gründen der Freiheit aus der menschlichen Gesellschaft verabschiedet haben und nun monatelang kreuz und quer mit der rollenden Spießbude unterwegs sind. Vorbilder? Noch besser ist es, wenn Familien sich in die Womos zwängen und der Vater nicht nur am Steuer sitzt, sondern ganz nebenbei online sein Geschäft betreibt. Als Blogger und Influencer. Da gilt es Provisionen und 10% von Amazon abzugreifen. Dazu sind wiederum viele Follower nöitg. Instagramdaddy. Einer der wohl entbehrlichsten Begriffe. Auch Bücher über die tollsten Campingplätze gibt es. Alles wunderbar und mit Perwoll gewaschen. Ein Gemälde von Franz Carl Spitzweg (Womobilisten bitte googeln!) ist dagegen ein sozialkritisches Werk. Und alle schreiben sie von der großen Freiheit: Für die Kinder, für sich selbst und den Hund. Freiheit leitet sich von dem indogermanischen Wort (Womobilisten bitte googeln!) frī-halsa ab. Unser Vorfahren meinten damit, jemand gehörte sein eigener Hals selbst. Im Gegensatz zum Womo. Mit dem dürfen sich einige Straßen nicht befahren, bei Parkhäusern müssen sie draußen bleiben und es gibt auch Beschränkungen wo sie stehen dürfen. Sieht so Freiheit aus? Dann braucht so ein, ach so autarkes (Womobilisten bitte googeln!) eine beänstigende Infrastruktur (Womobilisten bitte googeln!); Entsorgungsstation für Fäkalien, Stromanschluß, WLAN um auch weiterhin als Blogger und Influencer auf Provisionsjagd zu sein. Sieht so Freiheit aus? Die Zigarettenmarke Marlboro warb auch mit Freiheit. Dazu setzten sie in Werbefilmen, Plakaten und Anzeigen Cowboys mit Glimmstengeln in szene. Drei der Darsteller sind an Lungenkrebs verstorben.

Unterwegs mit dem Wohnmobil und alle sind schon da!

Wer auf dem Campingplatz einen halbwegs angenehmen Platz mit seinem spießigen Womo ergattern will, muss oft lange zuvor reservieren. So sieht Freiheit aus. Doch das Schöne daran: Hier treffen sich Gleichgesinnte. In Wacken (Womobilisten bitte googeln!) treffen sich die Metaller, bei einem Marathon die Sportler und auf dem Campingplatz? Genau! Da ist dann auch der farblose Herr F. aus der Buchhaltung. Der bekam nämlich, wie die anderen auch, seinen Bausparvertrag zugeteilt und kaufte sich, der Freiheit wegen, ein Womo. Oder Familie S. Die haben zwölf Eigentumswohnungen geerbt und schimpfen, wenn sie nicht auf dem Helene Fischer Konzert sind, gerne über DIE Flüchtlinge und Sozialschmarotzer. Alle kommen, ganz legere (Womobilisten bitte googeln!) gekleidet im Einheitslook daher: Lässige Sonnenbrille (die aber nur bei Hollywoodschauspielern seltsamerweise cool aussieht), Short, Adiletten und Baseballmütze. Alle essen dasselbe und trinken das gleiche Bier. Mao hätte seine Freude daran.

Wohnmobilurlaub: Der Wildnis ganz nah!

Womo und Wildnis harmonieren so gut wie Tütensuppe und Gourmetessen (Womobilisten bitte googeln!). Auch hier gaukeln die Hersteller, Vermieter, Magazine, Buchautoren, Blogger und Influencer ihren Herden einiges erfolgreich vor. Die Verleugnung der Realität beginnt bereits beim Namen vom youtube Kanal oder Blog: Outdoor muss drinnen stehen, oder Wildnis, Familie, oder Wild. Fertig ist die Laube, wie der Berliner sagt. Dazu ein paar nette Fotos, die das Klischee erfüllen: Da steht das Womo vor einem einsamen See. Mitten in den Wäldern oder vor einem atemberaubenden Gebirgspanorama. Dabei vergessen die Betrachter, dass diese Aufnahme auf Parkplätzen oder am Straßenrand entstanden sind. Woanders kommen diese Hobbytrucker nicht hin. Zu Fuß ist deren Aktionsradius (Womobilisten bitte googeln!) so groß, wie der von einem kriegsversehrten Rollatorpiloten. Mit Augenwischerei lässt sich die Herde begeistern. Dabei ist Wildnis genau das Letzte, was diese Blendgranaten erleben möchten.

Wohnmobil und Wildnis, gehört zusammen. Auch wenn die Natur sich auf einen Grünstreifen beschränkt.
foto (c)kinderoutdoor.de

Wohnmobil und Familie: “Dann fahrt mal schön”

Sollen 1918 die meuternden Heizer in Kiel ihren Offizieren (Womobilisten bitte googeln!)  zugerufen haben, als diese sie aufforderten zu einer letzten Seeschlacht rauszuschippern und die Kriegsschiffe zu befeuern. Dann fahrt mal schön, ließe sich manchen Wohnmobilisten zu rufen. Will dieser mobil sein, braucht er vor Ort ein Fahrrad. Pardon, E-Bike. Wer Womo fährt, der tritt auch nicht in die Pedale. Schließlich ist für so einen umgebauten Kleintransporter in den meisten Innenstädten nur schwer einen Parkplatz zu finden. Zu groß, zu breit, zu hoch. In der Toskana (Womobilisten bitte googeln!) fuhr ich mit dem Rennrad durch eines dieser malerischen Dörfer. Wunderbare verwinkelten Gassen und selbst die Hauptstraße erinnerte eher an Tetris (Womobilisten bitte googeln!). Plötzlich stauten sich vor mir die Autos. In diesem Fall Fiats. Es folgte der italienische Standard in solchen Situationen: Hupen, aussteigen doch dann gab es eine Abweichung von der üblichen Routine. Die Einheimischen und Autofahrer lachten. Ich stimmte mit ein und bin froh gewesen, dass ich mit meinem Rennrad stand. Ein Wohnmobil hatte sich zwischen zwei Häusern verkeilt. Deutsches Kennzeichen. Ich hörte nur wie der Fahrer sagte: “Aber das Navi hat doch angezeigt!” Tja, dann fahrt mal schön, dachte ich mir und radelte auf den staubigen, aber wunderbaren Straßen der Toskana weiter.

 

Kinder und Wohnmobil: Vorbildlich in Sachen Verbrauch

Abgasnormen hin oder her, Womos sind Kleintransporter. Während der Handwerker sein Gefährt bis oder über 3,5 Tonnen aus sinnvollen Gründen bewegt, fehlt diese Sinnhaftigkeit bei diesen Familienkutschen auf vier oder sechs Rädern. Lassen wir die Abgase völlig außen vor und rechnen uns mal den Verbrauch durch. Gehen wir von einem Womo mit 3,5 Tonnen aus. Es ist ein Diesel (ganz toll für die Umwelt!) und gehen, wohlwollend, von einem Dieselverbrauch von 15 Litern auf 100 Kilometern aus. Dabei machen wir folgende Rechnung auf: 15 Liter : 3,5 Tonnen = 4,3 Liter Diesel pro Tonne auf 100 Kilometer. So und jetzt sehen wir uns mal den Verbrauch von einem anderen Gefährt an. Von seinen Fans liebevoll Leo genannt. Reden wir über den Leopard 2A4. Kampfpanzer. Ein 1.500 PS Bolide mit einer Kompositpanzerung der 3. Generation. Laut österreichischem Bundesheer (Womobilisten bitte googeln!) hat dieser auf der Straße, ins Gelände kommt kein konventionelles Womo (außer das Navi ist mal wieder in Mittagspause) einen Verbrauch von 340 Litern. Das ist doch ein Wort. Zum Vergleich die standardisierte Badewanne hat ein Volumen von 150 Litern. Der Leopard 2A4 wiegt aber 62 Tonnen. Im Gegensatz zum Womo kann er sich keine Platten fahren, weil er Ketten hat. Stellen wir dieselbe Rechnung auf und kalkulieren wir den Verbrauch pro Tonne auf 100 Kilometern: 340 Liter : 62 Tonnen = 5,4  Liter Diesel pro Tonne auf 100 Kilometern. Wie gut, dass manche Armee nicht mit Womos ausgerüstet ist. So lässt sich wenigstens der Dieselverbrauch in Grenzen halten. Übrigens: Was ist der Unterschied zwischen dem Leo und einem Womo? Im Kampfpanzer haben vier Leute richtig angenehm Platz! Dafür ist die Verpflegung im Womo aus dem Reformhaus.

Kinder und Wohnmobil: So was von minimalistisch

Wohnmobil und Kinder. Gerne geben sich die Fahrer der rollenden Wohnzimmer als Minimalisten. Ein Mythos, der sich nicht halten lässt.
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Neben dem Begriff Freiheit schmeißt die Womo-Szene und deren Gurus gerne auch mit Ausdruck minimalistisch herum. Dabei ist der gelebte Minimalismus (Womobilisten bitte googeln!) genau das Gegenteil, von dem was die Wohnmobilpiloten praktizieren. Anstatt sich auf das Nötigste zu beschränken, ist ihnen nach Besitz und Prestige. Auf einem Campingplatz flüsterten die anderen Womofahrer ehrfurchtsvoll “Dreiachser!” als ein rollender Bungalow an ihnen vorbeirollte. Das Ganze im Tonfall wie zur wilhelminischen Zeit (Womobilisten bitte googeln!) den die Berliner hatten, wenn am Kurfürstendamm der Kaiser in seiner Kutsche vorbeirollte. Da schleppen die Womobilisten einen kompletten zweiten Hausstand mit sich und loben den Minimalismus. Auch das gehört zum falschen Mythos (Womobilisten bitte googeln!) von dieser Art zu reisen. Gerne hätten die Hobbytrucker noch mehr eingepackt, wenn es sie den dazu nötigen Stauraum hätten. Es ist unglaublich mit welchen nicht strahlenden Sondermüll diese Urlauber unterwegs sind: Von Campingstühlen, bis hin zu einem eigenen Stromaggregat. Schließlich wollen Minimalisten ihren Prosecco, das Feierabenbierchen, den Ramazotti (nicht Eros!), die T-Bone Steaks, die Bio Joghurts und die fünf verschiedenen Arten von Grillsoßen gut gekühlt wissen. Auch der Laptop, die Smartphones und Tablet der Kinder brauchen Strom. Das Ganze lässt sich, bei schlechtem Wetter, in der rustikalen Sitzecke verspeisen. Sie erinnert von ihren Bezügen und Furnieren, eher an ein provinzielles Möbelhaus in den 80ern. Dank der sich selbst ausrichtenden Satellitenschüssel, ist der Fernsehempfang am Abend gesichert, ohne dabei einen Fuß nach draußen zu setzen. Um 20.15 Uhr lässt sich dann die (fromme) Helene Fischer Show ansehen. Es lebe das minimalistische Leben in der Wildnis!

Familie im Wohnmobil: Das U Boot als Präsidenten Suite

In München und Laboe gibt es einen Test für alle die sich mit dem seltsamen Gedanken spielen, einmal ins Womo zu steigen. In der Bavariafilmstadt und am Strand von Laboe stehen U Boote. In München ein Nachbau für den Film “Das Boot” und in Laboe ein echtes aus dem  zweiten Weltkrieg. Genauso gemütlich wie im stählernen Leib von so einer Waffe, geht es auch in einem Womo zu. Nur etwas enger. Legendär ist die Szene im “Das Boot” als Uwe Ochsenknecht als Bootsmann Lamprecht dem Kriegsberichterstatter Leutnant Werner, gespiel von Herbert Grönemeyer, erklärt warum eine der beiden Toiletten an Bord geschlossen ist. Weil dort auch Lebensmittel lagern. “Mehr essen, weniger sche..n. Des is auch a Logik!” sagt er dem verblüfften Leutnant Werner. Nun gegen die unbequemen Standard-Matratzen von den Womos ist die Koje von den U-Booten so luxuriös wie die Präsidenten Suite (Womobilisten bitte googeln!) in einem Grand Hotel. Auch das Angebot an freien Platz ist in so einem Kriegsschiff, abgesehen von den störenden Leitungen und Torpedos, deutlich besser als in einem rollenden Wohnzimmer.

Urlaub und Wohnmobil: Hier herrschen klare Verhältnisse

Die lieben 68er und die damit einhergehende Frauenbewegung sind krachend gescheitert. Zumindest in der Womo Szene. Hier gelten noch die Rollenmuster aus der Adenauer Zeit (Womobilisten bitte googeln!). Der Mann sitzt am Steuer. Die Frau daneben. Der Mann bringt den Inhalt der Toiletten weg, während die Frau kocht und die Kinder bespaßt. Auch das Putzen vom Womo ist hier noch Frauensache. All die Bestrebungen von Alice Schwarzer und ihren Mitstreiterinnen perlen an diesem Milieu ab, wie Butter in der heißen Pfanne. Dafür steht er in der Outdoor-Schürze am Gasgrill und wendet die Bratwürstchen oder Steaks, während sie die Salate zubereitet und den Tisch deckt. Zumindest ein Neandertaler (Womobilisten bitte googeln!) fühlt sich hier wohl und wähnt sich unter Seinesgleichen.

Wohmobile und Familien: Das passt zusammen wie Tütensuppen und Gourmetessen. Wichtig ist WLAN und eine sich selbst ausrichtende Satellitenschüssel.
foto (c) kinderoutdoor.de

Ferien im Wohnmobil: Nur der Mediamarkt ist besser sortiert

Immer wieder gibt es zu lesen, wie toll die Kinder sich in einem Womo auf Anhieb fühlen. Da spielen die Kleinen verstecken. Sie setzen sich an den Tisch um Brettspiele gemeinsam zu spielen. Ach was für eine Idyle. Bullerbü auf Rädern. Was zuhause nicht klappt, in einem rollenden Wohnzimmer schon. Die Realität sieht, von den Frontberichten dieser Rosarotmaler (schließlich verdienen sie alle dran), deutlich anders aus. Die Hoobytrucks sind rollende Multimedia-Stationen. Bis der Brenner erreicht ist, haben die Kinder bereits sich sämtliche Teile vom “Der Herr der Ringe” und der Hobbits reinzgezogen. Nach dem Urlaub können, sogar die ganz Kleinen, die Dialoge (Womobilisten bitte googeln!) auswendig. Ideal sind auch Dauerserien wie “Star Wars”. Da haben die Kleinen was davon, während der Papa voller Glückseligkeit das Womo über die Straßen steuert und Mama mit apathischen Blicken (Womobilisten bitte googeln!) auf dem Beifahrersitz versunken ist. Ja, so mit 100 km/h dahinzugurken hat auch was meditatives. In der Zwischenzeit toben sich die Knilche im Rückraum multimedial aus. Manche Womos können so problemlos mit elektronischen Unterhaltungsabteilungen vom Mediamarkt konkurrieren. Auch das gehört zu dem propagierten (Womobilisten bitte googeln!) minimalistischen Lebensstil der Hobbytrucker. Dass sie dabei einen aktiven und vor allem vermeidbaren Beitrag zur Verringerung der Ressourcen (Womobilisten bitte googeln!) und der Erwärmung vom Klima beitragen, ist geschenkt. Von Sozialneidern lässt sich niemand den tollen Wildnis-Familien-Outdoor-Urlaub im Womo kaputt machen. Dafür zerstören und beschädigen die Womofahrer genug. Beim Einparken, wenden, rückwärtsfahren. Wer hätte das gedacht, so ein rollendes Wohnzimmer ist doch breiter und länger als die sonst gefahrene Mercedes A Klasse. Zum Glück gibt es für solche Dellen die Selbstbehalt-Reduzierungs-Versicherung. Für das Klima leider nicht.

 

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