Outdoor-Rezepte für Kinder: Hütten Rezept für den Winter bayerische Semmelknödel

Outdoor-Rezepte für Kinder sind oft auch tolle Hütten Rezepte. Wenn Ihr mit der ganzen Familie im Winter auf der Berghütte beim Skifahren seid, dann solltet Ihr mal frische bayerische Semmelknödel kochen. Das Tolle an diesem Essen: Ihr könnt die harten Brötchen/Semmeln vom Frühstück perfekt wiederverwenden. Begeistert kochen die Kinder mit und lernen so ganz spielerisch, dass Semmelknödel nicht aus Plastiktütchen kommen. Unser heutiges Rezept lässt sich am Gas- oder Spirituskocher zubereiten und genauso gut am Herd.

“Semmelnknödeln” auf diesen einen Wort basiert ein legendärer Sketch vom Bayerischen Komiker Karl Valentin. In diesem Jahr hätte dieser Komödiant seinen 135 Geburtstag feiern können. Sogar Bertolt Brecht arbeitete mit ihm zusammen. Dieser bayerische Witz von Karl Valentin ist so zeitlos, wie das Rezept für die Semmelknödel. Klar ist es einfacher sich im Supermarkt die getrockneten Knödel zu kaufen, kurz ins Wasser zu legen aufzukochen und dann aus der Plastikhülle zu lösen. Kantinenessen schmeckt so. Dazu eine Instantsoße und die Geschmacksnerven erleben ihr Waterloo. Ganz anders schmecken die selbstgemachten Semmelknödel. Die duften schon ganz anders als ihre entfernten Verwandten aus dem Karton. Vom Geschmack ganz zu schweigen. Wenn Euch bei einem Hüttenaufenthalt Brötchen/Semmeln vom Frühstück über bleiben und diese hart sind, dass sie niemand mehr essen will, dann verwendet sie doch für die Knödel. Ein weiterer Pluspunkt: Diese Knödel lassen sich variieren: Ihr könnt Käse hineinmischen, Speck oder Bärlauch. Außerdem sind die Zutaten alles andere als exotisch und auch außerhalb Bayerns überall erhältlich. Doch was dieses Outdoor Rezept zusätzlich so besonders macht: Sollten Semmelknödel über bleiben, könnt Ihr diese später in Scheiben geschnitten in der Pfanne mit Eiern anbraten. Das schmeckt nach Urlaub in den Bergen.

Hütten Rezepte für Kinder: Eine runde Sache

Die Semmelknödel sind ein bayerisches Standardessen. Sie lassen sich separat verspeisen, mit Sauer- oder Rotkraut und Pilze (bayerisch “Schwammerl”) passen auch perfekt dazu. Zuerst erwärmt Ihr die Milch in einem Topf. In der Zwischenzeit schneidet Ihr mit dem Messer die trockenen Semmeln/Brötchen in kleine Würfel. Legt diese in einen Topf oder eine Schüssel und gießt jetzt die warme Milch darüber. Lasst nun die Semmel/Brötchenwürfel in der Milch einweichen. Fasziniert sehen die Kinder zu, wie sich die Würfel vollsaugen. Weiter geht es mit den Zwiebeln. Nehmt das Taschenmesser und entfernt die Schale. Anschließend schneidet Ihr die Zwiebel in kleine Würfel. Erhitzt die Butter in der Pfanne und gebt die Zwiebelwürfel hinein. Während die Zwiebel vor sich hin dünstet, schneidet Ihr die Petersilie möglichst klein. Diese kommt nun auch in die Pfanne zu den inzwischen glasigen Zwiebeln. Die Kinder schütten nun die Zwiebel-Petersilie-Mischung in den Topf oder die Schüssel mit den eingeweichten Brötchen/Semmelwürfeln. Im nächsten Schritt schlagt Ihr das Ei ein. Würzt die Mischung mit Muskat, Salz sowie Pfeffer. Jetzt sind die Kinder gut dabei: Sie mischen alles gut durch, bis ein Teig entsteht. Dabei kommen die Kinder und Eltern, wenn sie helfend eingreifen, gut ins Schwitzen. Wichtig ist jetzt, dass Ihr und die Kinder Euch die Hände anfeuchtet. Sonst klebt der Knödelteig an Euren Händen, wie Spiderman an der Fassade von einem Wolkenkratzer. Das kann an den Nerven zehren, deshalb feuchtet Euch die Hände mit Wasser ein. Ist der Knödel immer noch zu klebrig, dann staubt ihn ein wenig mit Mehl ein. Begeistert formen die Kinder einen Semmelknödel nach den anderen. In der Zwischenzeit setzt Ihr einen Topf auf und salzt das Wasser. Bringt es zum Kochen und anschließend soll das Wasser nur noch sieden. Legt nun vorsichtig die Semmelknödel ins Wasser. Deckt den Topf nicht mit einem Deckel ab. Ganz einfach könnt Ihr erkennen, ob die Semmelknödel fertig zum Essen sind. Wenn die Knödel an der Oberfläche treiben, dann könnt Ihr schon mal die Teller rausholen. Etwa zwanzig Minuten dauert es. Mit einer dunklen Soße schmecken die Semmelknödel besonders lecker oder wie Karl Valentin sagte: “Semmelnknödeln”

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