Kinderspiele die schon Oma und Opa kannten

Manche Kinderspiele sind immer modern: Gummitwist ist so ein Klassiker. Andere Kinderspiele hingegen, wie die Murmeln, geralten leider in Vergessenheit. Dabei haben diese zum Teil tausenden von Jahre alten Kinderspiele zwei große Vorteile: Sie sind leicht zu spielen und Ihr benötigt wenig Material. Heute stellen wir Euch fünf Kinderspiele vor, die Ihr bei der Fahrt in den Urlaub, zuhause oder einfach mal so spielen könnt.

Viele Kinderspiele sind ewig jung. Dazu gehört auch das Murmelspiel. Dank den Archäologen wissen wir, dass bereits seit über 5.000 Jahren die Kinder dieses Spiel kennen. Vielfältig sind die Begriffe für dieses Kinderspiel: Im süddeutschen und in Österreich spricht man vom Schussern. Auch als Klickern, Knickern oder Märbeln (Thüringen) bezeichnet man das Murmelspiel. So vielfältig die Namen dafür sind, so einfach sind die Regeln: Ein kleines Loch in den Boden bohren und eine Linie festlegen, von der die Mitspieler die Murmeln abwerfen. Los geht´s! Eine andere Variante von diesem Kinderspiel ist es, in den Sand oder lockeren Boden eine Murmelbahn zu ziehen und zu schauen, welche Glaskugel am weitesten rollt. In den Rucksack oder den Koffer passt so ein Beutel Murmeln leicht hinein und wiegt wenig. Fast überall könnt Ihr beim Wandern, paddeln oder im Urlaub am Strand murmeln. Ein weiterer Pluspunkt: Murmeln sind preiswert.

Kosten: 2,49 Euro

Manche Kinderspiele sind schon tausende von Jahren alt: Mindestens seit 5.000 Jahren spielen Kinder mit Murmeln. Foto (c) Rosi v. Dannen  / pixelio.de

Manche Kinderspiele sind schon tausende von Jahren alt: Mindestens seit 5.000 Jahren spielen Kinder mit Murmeln.
Foto (c) Rosi v. Dannen / pixelio.de

Kinderspiele weltweit: Himmel und Hölle

Auf der Straße spielten früher die Kinder, als es mit Spielplätzen eher dürftig aussah. Eines der beliebtesten Kinderspiele ist Himmel und  Hölle gewesen. Weltweit kennen die Kinder dieses Hüpfspiel. Bei uns hat es, wie das Murmlen, viele Namen: Himmel und Hölle (Süddeutschland), Hickelkasten (Norddeutschland), Hinkepinke oder Reise zum Mond. Schon im antiken Rom hüpften die Kinder auf der Straße bei diesem Spiel. Typisch für Kinderspiele sind auch hier die Regeln simpel: Die Mitspieler müssen einen Stein zuerst in das Kästchen mit der eins, anschließen der zwei und so weiter werfen. Das Feld in dem sich der Stein befindet überspringen die Kinder. Im obersten Feld, dem “Himmel” landen die beidbeinig und drehen dort um. Beim Zurückspringen den Stein wieder mitnehmen und auf den Start. Es gibt bei diesem Spiel unzählige Varianten: Wer übertritt oder das Gleichgewicht verliert scheidet aus oder das Feld mit “Hölle” muss man immer überspringen. Alles was für diese Spiel notwendig ist sind Straßenkreiden oder ein Stück Ytong-Stein zum Malen auf der Straße.

Kosten: Keine

Himmel und Hölle oder auch Hickelkasten genannt, ist ein Klassiker bei den Kindern und immer wieder genial. Foto (c)  olga meier-sander  / pixelio.de

Himmel und Hölle oder auch Hickelkasten genannt, ist ein Klassiker bei den Kindern und immer wieder genial.
Foto (c) olga meier-sander / pixelio.de

Gummiwist: Hüpfend einfach

Kinderspiele brauchen wenig Material. Das beste Beispiel ist Gummitwist. Dazu ist nur ein Gummiband von drei bis vier Metern Länge notwendig und mindestens drei Mitspieler. Schon geht´s los. Beim Gummitwist gibt es unzählige Varianten. Den Sprungrhytmus geben die Kinder vor. Eine Möglichkeit ist es, nach jedem Durchgang mit dem Gummiband höher zu gehen. Erst auf den Fußknöcheln, dann auf den Waden, Knie und so weiter. Die Kinder vereinbaren auch, wie sie beim Gummitwist springen: Einbeinig oder mit beiden Beinen. Ebenfalls kann es sein, dass die Kinder auf das Gummiband springen müssen. Eine weitere Schwierigkeit ist es, das Gummiband zu überkreuzen. Wer es berührt oder im Rhythmus durcheinander kommt, scheidet es.

Kosten: 3,50 Euro

Kinderspiele die zeitlos sind: Gummitwist. Foto: (c) Werner; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de

Kinderspiele die zeitlos sind: Gummitwist.
Foto: (c) Werner; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de

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