Drei Populäre Irrtümer über Wanderschuhe für Kinder

Über Wanderschuhe für Kinder kursieren kuriose Ansichten bei manchen Eltern. Was beispielsweise die Größe von Kinderschuhen oder die Füße der Outdoor Kids betrifft. Heute wollen wir bei Kinderoutdoor.de einmal die populärsten Irrtümer bei Wanderschuhen für Kinder uns näher ansehen.

Irrtum: Kinder können problemlos größere Schuhe tragen. Einfach zwei drei Socken übereinander anziehen!

Zu große Schuhe sind für Kinder in dreifacher Hinsicht ein Ärgernis und verderben Ihnen jede Freude am Wandern. Wenn die Wanderschuhe zu groß ausfallen haben die Kinder keinen richtigen Halt darin, rutschen dauernd aus und fallen hin. Wer möchte das schon haben! Außerdem können sie die Bewegungen in den zu großen Schuhen nicht richtig koordinieren und tapsen wie junge Luchse durch die Gegend. Doch das größte Ärgernis: Die übereinander angezogenen Socken beginnen irgendwann sich zu reiben und Falten zu werfen. Die Folgen: Blasen an den Kinderfüßen. Wer von uns Erwachsenen würde schon freiwillig zu große Schuhe anziehen, warum tun wir das den Kindern an.

Salewa Rockshow 2011. Russia © Claudia Ziegler

Drei populäre Irrtümer über Kinderoutdoor Schuhe mit denen wir heute aufräumen wollen.
Foto: Salewa Rockshow 2011. Russia © Claudia Ziegler

 

Irrtum: Kinderfüße sind alle gleich. Die entwickeln sich erst im Lauf der Zeit.

Aus 26 Knochen besteht ein menschlicher Fuß! Nehmen wir die Hilfsknochen von den Beugesehen hinzu besteht der Kinderfuß aus 30 Knochen. Plattfüße haben so ziemlich alle Kinder bis zum dritten Lebensjahr. Das ist volkommen normal. In den folgenden zwei Jahren entwickelt sich bei den Kleinen ein Knicksenkfuß. Auch das ist alles andere als ungewöhnlich. Bis zur Einschulung entwickeln sich die Fußmuskulatur (bei manchen Erwachsenen ist diese verkümmert!). So individuell wie bei den Großen sind dann auch die Füße der Kinder. Die einen haben den hohen Rist, andere einen Spreizfuß. Bei manchen Kindern ist die Ferse schmal, bei den anderen die Zehen breit. Deshalb gilt: Nicht jeder Kinderschuh und wenn er qualitativ noch so hochwertig ist, passt jedem Kind. Genau so ist es bei uns Erwachsenen. Die Wanderschuhe von der einen Marke passen, die anderen zwicken sofort. Deshalb nehmt Zeit mit, wenn Ihr für die Kinder Outdoor Schuhe kauft.

Irrtum: Die Outdoor Kinderschuhe vom Discounter sind genau so gut, wie die von bekannten Marken

Klar ist die Versuchung groß, wenn man ein Paar Kinderwanderschuhe für den Bruchteil von dem Preis bekommt, den man für einen Markenschuh zahlt. Vor dem Hintergrund, dass manche Kinder in einem Jahr drei Schuhgrößen überspringen, ist sparen am Schuhwerk sicher eine verlockende Idee. Doch wie kommen die großen Preisunterschiede zustande? Durch die Qualität! Es beginnt bei der Sohle. Markenhersteller verwenden für Ihre Kinder- und Erwachsenenmodelle hochwertige Vibram-Sohlen oder selbst entwickelte Sohlen. Auch die Dämpfung hat es in sich. Anstatt einer hochwertigen Zwischensohle aus EVA kommt billiges Material zum Einsatz. Dieses dämpft anfänglich sogar ganz gut, lässt aber schnell nach und die Kinder haben keinen Gehkomfort mehr. Besonders schlimm ist es beim Schaft. Billige Massenware ist ohne Membranen ausgestattet und entsprechend schnell ist der Kinderfuß nass. Markenschuhe haben Membranen wie Gore-Tex oder Sympatex sowie eigene Laminante der Hersteller im Schaft. Dadurch ist ein gutes Innenklima vom Schuh sichergestellt. Einen Outdoor Schuh für Kinder herzustellen ist Handarbeit. Auch hier könnt Ihr an den Nähten und anderen Details sehen, wie gut ein solches Modell verarbeitet ist. Auch das Außenmaterial vom Schaft muss entsprechende Belastungen aushalten, schließlich gehen Kinder mit ihren Outdoorschuhe wenig zimperlich um. Ein weiterer Aspekt ist der Schadstoffgehalt und die Arbeitsbedingungen unter denen die Schuhe entstanden sind. Lässt sich ein Kinderschuh fair für 9,99 Euro herstellen?

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