Winterberg zieht auch im Herbst die Outdoor-Familien an

Winterberg hat was. Doch was? Wir haben es herausgefunden. Der Vorschlag hier ein paar Tage zu verbringen stößt zuerst erst auf Skepsis. Aber vor Ort sind die Kinder und wir Erwachsene Feuer und Flamme für die Ferienwelt im Hochsauerland.

Als Südstaatler staunten wir ganz ordentlich. “Das ist ja wie im Bayerischen Wald!” juchzte die Große begeistert. Zuvor zeigten sich die Kinder reserviert. Überall haben sich um Winterberg die Wälder bunt gefärbt. Einen tollen Herbst könnten wir auch zuhause erleben, doch dieses mal wollen wir einen Geheimtipp auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Die Mutter von einer Mitschülerin kommt aus dieser Ecke von NRW und schwärmt immer über den Herbst im Hochsauerland. Nach einer Führung durch den Wald ist klar: Familien sind hier willkommen und es gibt interessante Angebote für jedes Altersgruppe. Bei der Entdeckungstour lernten die Kinder unglaublich viel über den Wald. Eine speziell ausgebildete Pädagogin ließ sie Tierspuren suchen und zusammen versuchten sie herauszufinden, zu welchem Waldbewohner die Pfotenabdrücke gehören könnten. Begeistert malte die Große Naturmandalas. Auch die Bäche und Teiche besuchten die kleinen Waldforscher.

Alles andere als kahl! So sieht es oben auf dem Gipfel vom Kahlen Asten aus, dem zweihöchsten Berg von NRW.
Quelle: Ferienwelt Winterberg

Auf dem Kahlen Asten, mit seinen 841 m ist er der zweithöchste Berg von NRW, wollen wir dem Klima ein wenig auf den Leib rücken. Deshalb gehen wir bei Klimarausch-Führung mit. Und finden uns am Montag beim Astenturm ein. Es ist ein 160 Jahre alter und beeindruckender Bau am Gipfel. Wer hier den Turm hochsteigtz bekommt, wenn die Wetterlage passt, einen tollen Ausblick auf das Rothaargebirge.  Aber wir sind ja hier, weil die  Familie etwas über das Wetter erfahren will. Bei der Ausstellung “Kahler Asten – Dach Westfalens” geht es um die geschützte Hochheide, die dortige Wetterstation und über die Historie vom Astenturm. Na ja, die Kinder fanden es weniger prickelnd. Überrascht sind wir am Hochheidepfad gewesen. Dort wachsen Pflanzen, wie sie sonst nur in der Arktis vorkommen. Interessant kommen die 25 Stationen von dem Lehrpfad rüber. Den Kindern hats gefallen.

Treffen zur Klimaführung ist immer montags am Astenturm. Anmeldung bei Diplom-Geograf Meinolf Pape unter 02981/2636 oder pape@wetter-sauerland.de.

Normalerweise ist eine Radtour auf einen über 800 m hohen Berg schon hart genug. Doch mit einem kleinen Mitfahrer im Kindersitz bekommt das ganze die sportliche Note von der Tour de France Etappe nach Alpe d`Huez. In Winterberg gibt es gleichvier Stationen, an denen sich E-Bikes ausleihen lassen. Ab 16 Jahren und für eine Tagesmiete von 29 Euro (mit SauerlandCard 26 Euro) ist es ein günstiges Vergnügen. An sieben Ladestationen lässt sich der Akku wieder kostenlos befüllen. Wir wissen eigentlich nicht so recht wo wir hinwollen, doch bei der Touristen-Info in Winterberg ist man auch auf so einen Fall vorbereitet. Es gibt Routenvorschläge mit E-Bikes und auch geführte Touren. Nur gut, dass wir den Kindersitz daheim gelassen haben. Auch hierfür haben die Winterberger vorgesorgt. Das ist Service.

Unter Strom gehts nach oben. In Winterberg lassen sich zu moderaten Preisen moderne eBikes ausleihen und schon verlieren die Berge im Hochsauerland ihre Schrecken.
Foto: Quelle: Ferienwelt Winterberg

Eine wirklich tolles Angebot ist der Babysitterpool. In der Ferienwelt Winterberg hatten wir auch als Eltern die so seltene Gelegenheit alleine unterwegs zu sein. Sehr nette Betreuerinnen kümmerten sich um unseren Nachwuchs. Als wir wieder von unserem Outdoor-Ausflug kamen liefen uns die Kinder freudig strahlend entgegen: “Schaut mal, was wir alles gebastelt haben!” und zeigten und ihre Schätze.

Tourist-Information Winterberg

Telefon 02981/92500 oder info@winterberg.de.

 

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