CP Kinderskihelm Camulino im Test

Der CP Kinderskihelm Camulino musste einiges mitmachen: Eine Freerideabfahrt, mehrere Tage auf der Piste bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen: Vom strahlenden Sonnenschein bis hin zum dichten Schneetreiben. Der CP Kinderskihelm Camulino gehört preislich zum Premiumsegment. Konnte der diesen hohen Anspruch auch im Einsatz halten?

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Blumentöpfe. So nannten die Rennfahrer früher die Skihelme. Der Kopfschutz hatte dasselbe ansprechende Design von einem Blumentopf, die gleiche schützende Wirkung bei einem Aufprall und drückte. Damit lässt sich auch erklären, warum die Rennläufer vor 30 Jahren sich im Ziel sofort die Helme von den Köpfen rissen. Mit einer gepflegten finnischen Sauna konnte das Innenklima von einem solchen Skihelm problemlos konkurrieren. Freiwillig setzte sich kein Kind, Jugendlicher oder Erwachsener einen Helm zum Skifahren auf, ausser die Rennleitung forderte dies ausdrücklich. Heute bietet sich auf den Pisten in den Alpen und Mittelgebirgen ein ganz anderes Bild: Die meisten Kinder und Jugendlichen sind behelmt unterwegs. Zum Teil haben manche Länder eine Helmpflicht auf den Pisten, zum anderen hat sich bei vielen Skifahrern die Einsicht durchgesetzt, dass ein Skihelm das Leben retten kann. Die meisten Verletzungen am Kopf passieren beim Skifahren nicht, weil die Sportler stürzen, sondern weil sie kollidieren: Mit anderen Wintersportlern, mit Lift- oder Strommasten, Pistfahrzeugen, Bäumen, Lifthäuschen oder anderen festen Gegenständen. Besonders Kinder lassen sich beim Skifahren leicht ablenken und dadurch steigt die Gefahr von einem Sturz oder Kollision. Wichtig bei einem Skihelm ist auch, dass die Kinder ihn gerne anziehen. Weil er sich komfortabel trägt und lässig aussieht.

CP Kinderskihelm Camulino: Schweizer Design und Entwicklung, gefertigt in Italien

Was sofort an dem CP Camulino auffällt, ist sein oranges Visier. Das setzt farblich einen tollen Akzent und hat aber einen besonders praktischen Nutzen: Ist es neblig haben die Kinder damit den totalen Durchblick, die schweizer Marke CP geht sogar soweit und bietet Wechselvisiere für unterschiedliche Wetterlagen an. Daran ist schon zu erkennen: Hier achten die Entwickler auf jedes noch so kleine Detail. Dazu gehört auch der Gummi am oberen Ende vom Visier. Er verhindert, dass Schmelzwasser eindringen und so die Sicht verschlechtern kann. Trägt das Kind eine Brille, kann sie diese unter dem Visier dran lassen. Ein Punkt, den unsere Testerin besonders toll fand: Das Visier drückt nicht, im Gegensatz zu mancher Skibrille, auf die Brille. Bei starken Sonnenlicht zeigt sich, wie gut es ist, dass das Visier 100% UV Strahlen filtert. Ein altes Ärgernis haben die Schweizer auch abgestellt: Das Visier ist frei von Beschlag. Was aber noch wichtiger ist: Die Kinder haben ein weites Sichtfeld. Auch das erhöht die Sicherheit auf der Piste. Ein Punkt, den unsere Testerin besonders lobte. Kinder fallen, wenn sie auf Ski stürzen, oft nach hinten. Deshalb hat CP aus diesem Grund an der Rückseite einen speziellen Schutz angebracht. Unglaublich ist es gewesen, was unsere Testerin beim ersten Aufsetzen erlebte: Sie musste nur wenig einstellen und innerhalb kürzester Zeit passte der Helm, als hätte ein 3D Drucker ihn nur für sie angefertigt. Wie CP diese besonders komfortable Passform hinbekommen hat, ist wohl ein Geheimnis der Schweizer. Sie entwickeln die Helme in der Eidgenossenschaft und lassen sie in Italien fertigen. Deshalb erfüllt der Kinderskihelm auch CE. Während beim ICE immer wieder die Klimaanlage ausfällt, ist auf die Belüftung beim CP Camulino Verlass. Ein ausgeklügeltes System belüftet den Helm optimal und lässt sich stufenlos einstellen. So kommt auch bei der steilsten Abfahrt kein Kind ins Schwitzen. Damit der Helm effketiv schützt, muss er perfekt am Kopf angepasst sein. Dazu vertraut CP auf das Size Adapting System. An der Rückseite vom Camulino befindet sich ein Drehknopf, den die Kinder problemlos auch mit Handschuhen bedienen können. Gefertigt ist der Helm aus einem Material, das auch beim Motorrad Rennsport zum Einsatz kommt.

Unsere Wertung: Sechs von sechs möglichen Kompassen

 

(*Wir schreiben das rein vorsorglich hin!)

 

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